DE2504083A1 - Poroese, anorganische, nicht-metallische ueberzuege auf einem metallsubstrat fuer selbstreinigende systeme - Google Patents
Poroese, anorganische, nicht-metallische ueberzuege auf einem metallsubstrat fuer selbstreinigende systemeInfo
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Description
2:;-'-
BAYER RICKMANN GmbH
Br-her Köln-Kalk
30. Januar 1975
Poröse, anorganische, nicht-metallische Überzüge auf einem
Metallsubstrat für selbstreinigende Systeme
Die vorliegende Erfindung betrifft anorganisch-nicht-metallische, bis &50°C thermisch inerte Überzüge mit definierter
Porosität für Gegenstände aus Metall, insbesondere Stahlblech.
Beim Braten und Backen, z.B. in Küchenherden, bilden sich aus
den Speisen meist kohlenstoffhaltige Ablagerungen, die sich mit handelsüblichen Haushaltsreinigungsmitteln nur schlecht
entfernen lassen. Man greift daher häufig zu wirkungsvolleren Reinigungs- und Lösungsmitteln, wobei jedoch nicht nur
die Ablagerungen, sondern häufig auch der Emailüberzug des Backrohres angegriffen und teilweise beschädigt wird. Auf
der aufgerauhten Emailoberfläche haften die nachfolgend entstehenden Ablagerungen um so fester, so daß diese nun
kaum mehr vollständig zu entfernen sind. Die Backröhren bekommen ein unhygienisches und unästhetisches Aussehen.
Da die Entfernung der verharzten, kohlenstoffhaltigen Ablagerungen
- wie bereits erwähnt - in der Regel mit einer
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ORIGINAL INSPECTED
Schädigung des Untergrundes verbunden ist, hat es nicht an Versuchen gefehlt, die chemische bzw. mechanische Reinigung
zu ersetzen. So werden z.B. Kochherde angeboten, deren Backröhre nach dem Gebrauch durch Zuschalten einer besonderen
Heizstufe auf ca. 500°C erhitzt werden kann. Bei dieser Temperatur verbrennen die Speisereste und evtl. zurückbleibende
Asche kann dann entfernt werden.
Der Aufwand für dieses Verfahren, das als "pyrolytische
Reinigung" bekannt geworden ist, ist allerdings erheblich. Zusätzliche Heizkapazität und Sicherheitsvorrichtungen
sowie stärkere Isolation des Backrohres machen dieses Verfahren relativ teuer. Auch kann eine Geruchsbelästigung in
der Küche nur dann vermieden werden, wenn die Verbrennungsgase während des Reinigungsvorganges über einen Kamin abgeleitet
werden.
Es ist daher vorgeschlagen worden, die beim Ausheizen entstehenden
gasförmigen Verbrennungsprodukte durch eine zusätzliche Brennkammer zu schicken, die mit katalytisch
wirkenden Oberflächen versehen ist. Hierdurch sollen die Abgase völlig verbrannt und Geruchsbelästigungen vermieden
werden.
Ein wesentlicher Fortschritt wurde in der Beschichtung von Backröhren erzielt, die bereits während des Gebrauchs die
Entstehung von Ablagerungen verhindern. Die Oberflächen der Backröhren werden mit oxidationsfordernden Schichten
versehen, die in der Lage sind, Fettröpfchen bereits beim Entstehen zu zersetzen und daher Ablagerungen weitgehend
zu vermeiden. Die Fettzersetzung erfolgt dann an porösen Schichten während des Back- und Bratvorgangs bei Temperaturen
zwischen l60 und 2&0°C. Man spricht in diesem Fall von katalytisch selbstreinigenden oder kontinuierlich
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reinigenden Systemen. Die oxidierend wirkenden, meist oxidischen Katalysatoren können entweder auf der Oberfläche
eines Trägermaterials aufgebracht oder auch in einen Email-Überzug
eingebettet werden. Die Trägermaterialien bestehen in der Regel aus oxidationsbeschleunigenden, meist oxidischen Materialien mit glas- oder keramikartiger Zusammensetzung.
So wurden in der US-PS 3 266 477 selbstreinigende Kochgeräte beschrieben, deren Oberfläche oxidierend wirkende Katalysatoren
wie Platin oder Oxide der Nebengruppenelemente wie Chrom, Mangan, Kobalt, Nickel, etc. enthalten, welche
auf einen Katalysatorträger, z.B. Aluminium, aufgebracht wurden. Ein Nachteil dieses Systems war die ungenügende
Abriebbeständigkeit dieser Katalysatorschicht.
Zur Vermeidung dieses Nachteils wurde in der deutschen
Offenlegungsschrift 2 117 032 eine Emailfritte beschrieben
mit hohen Gehalten an Eisenoxid im Schmelzversatz..Diese
durch Schmelzen hergestellte Pritte wurde nach dem Vermählen mit Wasser, Ton und Stellmitteln auf vorbehandelte
Stahlbleche aufgebracht und nach dem Trocknen bei Emailliertemperaturen
gemeinsam mit dem Stahlblech eingebrannt. Diese Schichten zeigen eine bessere Abriebfestigkeit, jedoch
ist die Haftung dieser Schicht beim direkten Auftrag auf
Stahlblech unzureichend.
Es wurde deshalb in der DT-AS 2 018 54l vorgeschlagen, geschmolzene, glasartige, halogenidhaltige Fritten unter Zusatz von metallischem Aluminiumpulver in wäßriger Suspension auf Stahlblech aufzutragen und in üblicher Weise,
analog einer Emaillierung, einzubrennen. Diese Systeme haben den Vorteil einer befriedigenden Haftung, einer guten
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Abriebbeständigkeit, jedoch ist die Rheologie des Emailschlickers
infolge Zersetzungserscheinungen des Aluminiumpulvers in wäßriger Suspension schwierig zu beherrschen.
Außerdem ist die Handhabung von feinteiligem metallischem Aluminiumpulver wegen der leichten Brennbarkeit und dem
Feuchtigkeitsausschluß in Emaillierwerken schwierig; auch führt Aluminiumstaubentwicklung zu Fehlererscheinungen
insbesondere bei der Weißemaillierung.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind nun poröse, anorganische,
nicht-metallische Überzüge auf Metallsubstraten, insbesondere auf Stahlblech iür selbstreinigende Systeme,
welches dadurch gekennzeichnet ist, daß die Überzüge in Form eines Schlickers, der neben den für Emaillierungen üblichen
Zusätzen bis zu 95 Gew.-% (bezogen auf Festsubstanz) thermisch
stabile anorganische Verbindungen und/oder Mineralien mit einer Teilchengröße zwischen etwa 20 und 100 Mikron enthält,
aufgebracht und anschließend bei Temperaturen zwischen etwa 700 und 85O°C eingebrannt werden.
Überraschenderweise wurde nunmehr gefunden, daß eine mindestens gleichwertige Reinigungswirkung gegenüber Speiseresten und
Fetten erreicht werden kann, wenn man anstelle der vorstehend beschriebenen katalytischen Systeme poröse Schichten
aus Inertmaterialien definierter Teilchengröße auf Metallsubstrate aufbringt. Als Inertmaterialien können
alle anorganisch, nicht-metallischen Verbindungen und Mineralien zur Anwendung kommen, die sich bei üblichen Emailliertemperaturen
bis etwa 850 C thermisch nicht verändern,
d.h. weder schmelzen, sintern oder zersetzen. Als besonders geeignet haben sich Materialien wie Quarzmehl, Feldspäte, Tonschiefer, Rutile, Ilmenit und Aluminiumoxid erwiesen.
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Die mit diesen Stoffen aufgebauten porösen Schichten entwickeln ihre optimale Reinigungsfähigkeit gegenüber organischen
Verunreinigungen, z.B. Fettröpfchen, wenn die Teilchengröße dieser Verbindungen zwischen etwa 20 und
ICO, vorzugsweise zwischen 20 und bO Mikron, liegt. Die
besten Ergebnisse werden zwischen 25 und 6o Mikron erzielt.
Diese Inertmaterialien haben bekanntlich weder oxidaticnsfördernde
Eigenschaften noch ist ihnen eine katalytische Wirkung zuzuschreiben. Dennoch zeigen sie im Reinigungsvergleichstest
mindestens die gleiche Wirkung wie die derzeit bekannten und beschriebenen katalytisch selbstreinigenden
Systeme.
Für die Herstellung der erfindungsgemäßen porösen Schicht
eignen sich besonders Quarzmehl, Feldspat und Korung in der genannten Teilchengröße. Es können jedoch auch Mischungen
der genannten Stoffe zum Einsatz kommen. Als besonders geeignet hat sich z.B. eine Mischung aus 90 Teilen
Feldspat und 10 Teilen Amtlygonit (5 - 6 Gew.-% LiOp, 20 % POh, Rest AIpO^) erwiesen. Dieses Gemisch besitzt
folgende chemische Zusammensetzung: ι
| SiO2 | 60 | - 80 | G |
| Al2O3 | 0 | - 20 | It |
| P2O5 | 0 | - 10 | t! |
| Li2O | 0 | — 5 | IT |
| F | 0 | - 5 | Il |
| κ2ο | 10 | - 20 | Il |
Die keramische Schicht enthält keine Zusätze oxidischer, katalytisch wirkender Substanzen, wie z.B. Schwermetalloxide.
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Das Aufbringen der keramischen Schicht auf das Stahlsubstrat erfolgt in ähnlicher Weise wie beim Emaillieren in
Form einer wäßrigen d^apension. Zur Herstellung eines
Schlickers werden die Inertstoffe, wie z.B. das Feldspat-Amblygonit-Gemisch,
mit Wasser, Ton und Borax mittels eines Intensivrührers homogen vermischt. Dieser Schlicker wird
nach bekannten Methoden der Stnailliertechnik durch Streichen,
Tauchen oder Spritzen auf den metallischen Untergrund aufgetragen.
Vor der Beschichtung dsr Ketallsubstrate mit dem porösen
Überzug können in einer bevorzugten Ausführungsform diese in üblicher Weise mit einer Grundemailschicht emailliert
werden. Es gelingt auch der Direktauftrag der Schicht auf das Stahlblech; hier muß jedoch das Stahlblech, wie bei der
Direktweißemaillierung üblich, z.B. durch Tauchvernickelung vorbehandelt werden, wobei die Nickelauflage mindestens
1 g/qm betragen soll. Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, auf das Stahlsubstrat einen Grundemailschlicker
aufzutragen, diesen zu trocknen, anschließend die beschriebenen Inertstoffe ebenfalls in wäßriger Suspension aufzubringen
und beide Schichten nach dem Trocknen in einem Brand einzubrennen.
Im Falle der vorherigen Grundemaillierung ist die Härte
des Grundemails so zu wählen, daß die poröse Schicht beim Einbrennen nicht in die Grundemailschicht einsinkt, da
in diesem Falle die Reinigungswirkung verschlechtert wird. Im Falle des direkten Aufbrennens des Inertmaterialschlikkers
auf das vernickelte Stahlsubstrat liegt die Einbrenntemperatur in üblichen Emaillieröfen zwischen etwa 800 und
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Nach dem Einbrennen entstellt auf dem Stahlsubstrat ein grauer bir. grau-schwarzer Belag, der porös und saugfähig
ist. Ein aufgebrachter Wassertropfen wird nach wenigen Sekunden aufgesaugt, ohne eine Spur zu hinterlassen. Diese
Saugfähigkeit ist ein Maß für die Porosität und im weiteren Sinne auch für die Beinigungswirkung gegenüber Fetttröpfeben.
Die poröse Schicht ist abriebbeständig und kratzfest. EinReiben
mit einem Holzschaber hinterläßt keine sichtbare Spur. Erst durch kräftiges Behandeln mit einem Stahlstift
wird der poröse Belag beschädigt. :
Prüft man die Haftung des Belags mit den für eine Emaillierung üblichen Haftungstests, z.B. mit dem Erichsen-Gerät
oder dem Fallgewicht, so sind nach der bekannten Verformung des Stahlblechs keine Abplatzungen feststell-.·
bar.
Allerdings ist zur Erzielung der beschriebenen guten Haftung die Einbrenntemperatur der Schicht dem Inertmaterial anzupassen.
Sie liegt im allgemeinen zwischen etwa 700 und 85O0C,
vorzugsweise zwischen 780 und 0
Die poröse keramische Schicht kann durch Farbkörper, wie sie beim Anfärben von Emails oder keramischen Glasuren
üblich sind, angefärbt werden. Für die Anfärbung in dunkleren Tönen haben sich Spinell-Farbkörper,
für die Schwarzanfärbung ein Zusatz von thermostabil!-
siertem Eisenoxid beviährt.
Die Farbkörperzusätze bewegen sich je nach Intensität
des Farbtons zwischen 2 % und Λο %.
Anhand der folgenden Beispiele soll das erfindungsgemäße "Verfahren noch näher erläutert werden:
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Handelsübliches Quarzmehl mit einem SiOg-Gehalt von mindestens
99 Gew.-%, wie es zur Herstellung von Glas, keramischen
Fritten und Emails verwendet wird, wurde über kaskadenförmig
übereinander angeordnete Siebe, von unten nach oben mit steigendem Maschendurchmesser in folgende Siebfraktionen
zerlegt:
Teilchengröße/Mikron Spezifische Oberfläche/qm/g
20 - 35 ca. 1,3
35-42 ■ 1,2
42 - 60 1,0
6o - 75 0,8
75 - 100 0,6
100 - 120 '" 0,4
120 - 150 · 0,2
Jeweils 100 g dieser Siebfraktionen wurden mit folgenden Zusätzen unter Zugabe von 50 ml Wasser mittels eines Intensivrührers
zu einer Suspension vermischt. Ihre Dichte betrug 1.89.
Feinton 7,0 g
Borsäure 3,0 g
Bentonit 0,5 g
NaNO2 0,2 g
thermisch stabiles Eisenoxidpigment 10,0 g
Diese Suspension wurde, wie bei Emailschlickern üblich,
mit Hilfe einer Spritzpistole auf ein 1 mm dickes Stahlblech aufgebracht, welches in bekannter Weise für eine
Einschichtemaillierung durch Tauchvernickelung vorbehandelt
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war, so daß ungefähr 250 g/m Feststoff (gemessen in getrocknetem
Zustand) auf dem Substrat vorlagen.
Dieses so beschichtete Stahlblechsubstrat wurde bei ca. 120 C
in einem Trockenschrank so lange getrocknet, bis der größte Teil des Wassers der Suspension vom Belag entfernt war. Das
beschichtete und getrocknete Substrat wurde in einem Muffelofen bei b20°C 4 Minuten lang eingebrannt und anschließend
auf Raumtemperatur abgekühlt. Die Dicke der gebrannten Schicht betrug 0,20 mm.
Die mit obigen Kornfraktionen beschichteten Platten wurden folgendem Reinigungstest unterzogen:
Als Kriterium der selbstreinigenden katalytisehen Systeme
wird Speiseöl auf die zu prüfende Fläche aufgebracht und dessen Verschwinden beim Lagern bei höheren Temperaturen
beobachtet. Je nach der Anzahl der Reinigungszyklen beim wiederholten Aufbringen der gleichen Glmenge wird die Qualität
der selbstreinigenden Schicht beurteilt.
In einem Test werden 10 χ 10 cm große beschichtete Blech- ■
proben in die auf 2500C erhitzte Backröhre eines elektrisch
beheizten Kochherdes eingesetzt. Nach 15 Minuten wer-
*den diese Prüflinge herausgenommen und mittels eines Pinsels
mit handelsüblichem Speiseöl so bestrichen, daß 2/3 der Plattenbreite von einem ca. 1 cm breiten Ölstrich bedeckt
sind. Der ölauftrag muß dabei so dünn sein, daß nach
dem Aufsaugen des Öls durch die poröse Schicht keine spiegelnde Fläche zurückbleibt. Anschließend werden die Probeplatten
wieder in das 2500C heiße Backrohr eingesetzt und
dort 2 Stunden gelagert.
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Nach dem Erhitzen werden die Bleche abgekühlt und nach folgendem Bewertungsmaßstab beurteilt:
"befriedigend"
"ausreichend"
"ausreichend"
"ungenügend"
Die Beschichtung zeigt an den bestrichenen Stellen keine oder kaum merkliche
Verfärbung, Flecken oder Rändermarkierung;
Das Email zeigt leichte Verfärbung und erkennbar ausgebildete Ränder;
Das Email ist an den bestrichenen Stellen dunkler und es lassen sich mechanisch leicht zu entfernende, nicht glänzende
Rückstände feststellen;
Das Email ist an den bestrichenen Stellen stark verfärbt und zeigt speckig-glänzende
Rückstände, die "mechanisch nur schwer oder überhaupt nicht entfernt werden
können.
Dieser Test wird so oft wiederholt, bis sich - wie in der Beurteilung "ungenügend" beschrieben - die bestrichenen
Stellen stark verfärben und glanzende Rückstände entstehen.
Die Anzahl der Reinigungszj'klen mit dem Wertmaßstab "gut"
sind somit Maßstäbe für die Reinigungsfähigkeit der Beschichtung.
Die folgende Tabelle zeigt die Reinigungswirkung als Anzahl der Testzyklen in Abhängigkeit von den mit den beschriebenen
Siebfraktionen hergestellten Probeplatten:
- 10 -
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Teilchengröße/Mikron Reinigungszyklen
0-20 1
20-35 ' 7 '
35-42 8
42-60 8
6o - 75 6
75 - 100 4
ICO - 120 2
120 - 150 1
Hieraus geht eindeutig hervor, daß die Reinigungsfähigkeit
der mit den verschiedenen Quarzkörnerfraktionen hergestellten Substratplatten unterschiedlich ist. Die mit den Kornfraktionen kleiner 20 Mikron sowie größer 100 Mikron beschichteten
Probeplatten zeigen mit 0-1 Reinigungszyklus
eine ungenügende Reinigungsfähigkeit. Bessere Werte werden im Korngrößenspektrum zwischen 20 Mikron und 75 Mikron erhalten;
die optimale Reinigung wird mit den Kornfraktionen zwischen 35 Mikron und 6o Mikron erzielt.
Beispiel 2: ;.-'..
Zu der in Beispiel 1 beschriebenen Quarzmehlfraktion zwischen 35 Mikron und 60 Mikron wurden 10 % Metalloxide der
gleichen Teilchengröße zugegeben:
A. Kobaltoxid schwarz (mind. 99 % CoO)
B. Nickeloxid schwarz (mind. 99 % NiO)
G. Braunstein · (mind. 98 % MnO2)
D. Eisenoxid rot (Pigmentqualität)
E. Chromoxid grün (Pigmentqualität)
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Jeweils 100 g dieser mit A. - E. bezeichneten Quarzrnehloxidgemische
sowie reines Quarzmehl F. wurden mit folgenden Zusätzen unter Zugabe von 50 g Wasser mit Hilfe eines Rührers
zu (einer) homogenen, ebenfalls mit A. - F. bezeichneten Suspensionen vermischt:
| Feinton | 7,0 | g |
| Dentonit | 0,5 | g |
| Borax Dekahydrat | 1,0 | g |
| Natriumnitrit | 0,2 | g |
Diese emailschlickerähnlichen Suspensionen wurden auf ein
1 mm dickes Stahlsubstrat, das in üblicher Weise für eine Einschichtemaillierung vorbereitet war, durch Tauchen so
aufgebracht, daß ungefähr 400 g/m auf dem Stahlsubstrat vorlagen. Die beschichteten Substrate wurden bei 120°C 10'
lang getrocknet, so daß der größte Teil des anhaftenden Wassers vom Belag entfernt war. Anschließend wurde in einem
Trommelofen bie &00°C 4' lang eingebrannt und dann auf Raumtemperatur abgekühlt.
Anschließend wurde die Reinigungsfähigkeit der Probeplatten
wie in Beispiel 1 beschrieben durch Aufbringen von Speiseöl und wiederholtes Lagern bei 250 C untersucht.
Die Untersuchungsergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle als Mittelwert von je 3 Testplatten aufgezeigt:
Mischung aus
A. 90 Quarzmehl + 10 Kobaltoxid: 8 Reinigungszyklen
B. 90 Quarzmehl + 10 Nickeloxid: 7 Reinigungszyklen
C. 90 Quarzmehl + 10 Braunstein: δ Reinigungszyklen
D. 90 Quarzmehl + 10 Eisenoxid: S Reinigungszyklen
E. 90 Quarzmehl + 10 Chromoxid: 7 Reinigungszyklen
F. 100 Quarzmehl: 8 Reinigungszyklen
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Aus den Versuchen geht eindeutig hervor, daß die Reinigungswirkung der mit Metalloxiden versetzten Quarzmehle A. - E.
im Rahmen der Fehlergrenze des Tests identisch ist mit dem unverschnittenen Quarzmehl. Daraus ergibt sich,
daß die Zersetzung des aufgebrachten Speisefetts allein
die poröse Schicht bewirkt. Die Metalloxide haben darüberhinaus keine die Zersetzung beschleunigende oder katalytische
Wirkung. Die Metalloxidteilchen wirken - ähnlich wie die Quarzkörner - als Inertmaterial, das die Basis der porösen
Schicht bildet.
Aus handelsüblichem, gemahlenen Kali-Feldspatmehl, wie es in der Porzellan- und Emailindustrie verwendet wird, mit
folgender chemischer Analyse:
Na2O 5 %
K2O 10 %
Al2O^ 18 %
SiO2 64 %
mit der Korngrößenverteilung:
Korngröße/Mikron Anteile in Gew.-Ji
| 100 | |
| 71 | - 100 |
| 38 | - 71 |
| 20 | - 38 |
| 20 |
38,3 14,2 20,5 12,4 16,4
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wurde mit Hilfe eines Luftstrahlsiebs die Fraktion zwischen
20 Mikron und 71 Mikron isoliert. 100 g dieser Siebfraktion sowie 100 g des Ausgangsmaterials wurden unter Zusatz von
50 g Wasser, 7 g Emaillierton, 1 g Borax und 0,2 g Natriumnitrit zu einer wäßrigen Suspension verrührt. Mit dieser
Suspension wurden - wie in Beispiel 2 beschrieben - 1 mm dicke Stahlblechsubstrate beschichtet und - analog Beispiel
2 - getrocknet und eingebrannt. Die Reinigungswirkung wurde mit Hilfe des bereits angegebenen öltests untersucht. Dabei
ergab sich, daß der ungesiebte Feldspat obiger Zusammensetzung 5 Reinigungszyklen bis zur Verlackung, die Siebfraktionen
zwischen 20 Mikron und 71 Mikron jedoch 9 Reinigungszyklen erbrachten.
Auch hier ist wiederum der Korngrößenaufbau zwischen 20
Mikron und 71 Mikron dem Kornspektrum des Ausgangsmaterials
hinsichtlich der Reinigungsfähigkeit überlegen.
Analog den Beispielen 1-3 wurden Aluminiumoxid, Rutilmehl,
Ilmenit und Schiefermehl durch Windsichten so behandelt, daß vorzugsweise eine Teilchengröße zwischen 25 Mikron und 50
Mikron erhalten wurde. Diese Kornfraktionen wurden wiederum unter Zuhilfenahme von Ton, Borax und Natriumnitrit mit Wasser
zu einer homogenen, nicht-absetzenden Suspension vermengt. Diese Suspension wurde einmal auf grundemaillierten
Stahlblechen, zum anderen auf in üblicher Weise für die Direktemaillierung vernickelten Stahlblechen mittels einer
Spritzpistole aufgetragen. Die Schichtstärke des Belags lag in allen Fällen im getrockneten Zustand zwischen 0,18 mm
und 0,20 mm, nach dem Einbrennen bei &20°C zwischen 0,14 mm und 0,16 mm.
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/r
Die verwendete Grundemailkombination wurde durch Verwendung von relativ harten Emailfritten und Zusatz von 25 %
Quarzmehl im Mühlenversatz so eingestellt, daß diese beim 2. Einbrand nicht mit der porösen Inertmaterialschicht
reagiert. Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl der Reinigungszyklen der in den Beispielen 1 und 2 beschriebenen
■Reinigungstests als Durchschnittswerte von jeweils 4-Probeplatten:
Rutil Ilmenit Schiefermehl
| auf Grundemail | direkt |
| 9 . | 8 |
| 8 - | 9 |
| 8 | 7 |
| 8 | 8 |
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Claims (2)
- Patentansprüche:\1) Poröse, anorganische, nicht-metallische Überzüge auf Metallsubstraten, insbesondere auf Stahlblech, dadurch gekennzeichnet, daß die Überzüge in Form eines Schllekers aufgebracht werden, der neben auch für Emaillierungen üblichen Zusätzen, bis zu 95 Gew.-% (bezogen auf Festsubstanz) thermisch stabile anorganische Verbindungen und/ oder Mineralien mit einer Teilchengröße zwischen etwa 20 und 100 Mikron enthält, und der anschließend bei Temperaturen zwischen etwa 700 und 85O0C eingebrannt wird.
- 2) Überzüge gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilchengröße zwischen 25 und 60 Mikron liegt.j5) Verwendung der Überzüge gemäß den -.nsprüchen 1 bis 2 zur Beschichtung von Koch-, Brat- oder Backvorrichtungen.BR 35 - 16 -
Priority Applications (6)
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752504083 DE2504083A1 (de) | 1975-01-31 | 1975-01-31 | Poroese, anorganische, nicht-metallische ueberzuege auf einem metallsubstrat fuer selbstreinigende systeme |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2504083A1 true DE2504083A1 (de) | 1976-08-05 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| FR (1) | FR2299416A1 (de) |
| LU (1) | LU74269A1 (de) |
| NL (1) | NL7600919A (de) |
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-
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-
1976
- 1976-01-29 BE BE163896A patent/BE838031A/xx unknown
- 1976-01-29 NL NL7600919A patent/NL7600919A/xx not_active Application Discontinuation
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- 1976-01-30 DK DK39176A patent/DK39176A/da unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Also Published As
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