DE2501796A1 - Pflanzenkulturanlage - Google Patents
PflanzenkulturanlageInfo
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Description
PATENTANWALT DR. HANS ULRICH MAY
8 München 22, Thierschstr.. 27 43U I /tJO
Telefon (089) 22 50 51
Commissariat ä 1'Energie Atomique 29, rue de la Federation
F-75015 PARIS / Frankreich
F-75015 PARIS / Frankreich
München, den 17.Januar 1975
CP 504/1343 Dr.M./es B 5
Die Erfindung betrifft eine PfIanzenkultüranlage für
auf einem Erdboden wachsende Pflanzen und zwar eine Anlage zum Erwärmen oder gegebenenfalls Kühlen des
Bodens, um das Gedeihen der dort angelegten Pflanzenkulturen zu begünstigen.
Bisher wird bei solchen· Pflanzenkulturanlagen entweder
durch gepulste Heißluft oder durch sehr heißes Wasser geheizt, das entweder in durch die Luft führenden Leitungen
von sehr geringem Durchmesser strömt, welche Wärme durch Strahlung abgeben, oder auch durch in den
Boden eingelegte Leitungen von geringem Durchmesser strömt, welche die Wärme durch Leitung abgeben. Im
letztgenannten Fall ist die Wärmeträgheit sehr groß, so daß die Anlage auf plötzliche Klimaveränderungen
nicht reagieren kann.
Durch die Erfindung soll eine Pflanzenkulturanlage geschaffen
werden, welche mit einem in Leitungen strömenden Wasser mit geringer Temperaturdifferenz gegenüber
der Umgebung arbeitet und sich einfacher und billiger
einrichten und benutzen läßt. Erfindungsgemäß werden
dazu auf dem Boden verlegte Leitungen benutzt, in denen Wasser mit nur wenig erhöhter Temperatur strömt.
Die erfindungsgemäße PfIanzenkultüranlage ist dadurch
gekennzeichnet, daß sie mindestens einen Wärmeaustau-
— 2 ■»
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scher aufweist, der aus einem nachgiebigen, abgeflachten, länglichen und dünnwandigen, auf den Boden gelegten
Schlauch besteht und daß Versorgungseinrichtungen vorgesehen sind, welche in dem Schlauch oder den
Schläuchen einen Film einer wärmeübertragenden Flüssigkeit strömen lassen.
Bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Versorgungseinrichtungen liefern als Flüssigkeit vorzugsweise Wasser mit einer unter 45 C liegenden
mittleren Temperatur und vorzugsweise mit einem hydrostatischen Druck von unter 10 cm Wassersäule.
Bei einer besonderen vorteilhaften Ausfuhrungsform
besteht die Versorgungseinrichtung aus einer Wärmepumpe, welche Wasser mit einer Temperatur zwischen
25 und 45°C abgibt und die zum Erwärmen dieses Wassers erforderliche Wärme dem mit einer Temperatur zwischen
4 und 25°C dem zur Pumpe gehörenden Verdampfer zugeführten Wasser entnimmt. Der Verdampfer der Wärmepumpe
kann entweder mit Abwasser einer Industrieanlage oder Wasser einer phreatischen Schicht gespeist werden.
Die Pflanzenkulturanlage kann auch unmittelbar durch das von einer Industrieanlage abgegebene heiße Wasser
gespeist werden.
Gemäß einer anderen günstigen Ausführungsform der Er- · findung sind die Schläuche an einem ihrer Enden mit einer
ersten Sammelleitung, die selbst mit der Versorgungseinrichtung
verbunden ist, und an ihren anderen Enden mit einer zweiten Sammelleitung verbunden.
Gemäß einer abgewandelten Ausführungsform sind die
Schläuche haarnadelförmig ausgebildet und die beiden
Sammelleitungen nebeneinander angeordnet.
Die erfindungsgemäße" Pflanzenkulturanlage ist auch zur
Kultur mit geheizter Unterlage (Schüttung) verwendbar.
Ferner.ist die erfindungsgemäße Kulturanlage verwendbar
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als Klimaanlage eines Treibhauses, wobei sie Vorrichtungen aufweist, um den Durchfluß des warmen Wassers
in den Schläuchen zu unterbrechen, wenn die Temperatur im Treibhaus genügend hoch ist, und Vorrichtungen, wodurch kühles Wasser durch die Schläuche geleitet
werden kann, um die Atmosphäre im Treibhaus während Zeiten der Sonnenbestrahlung abzukühlen.
Die Erfindung wird erläutert durch die folgende Beschreibung
mehrerer Ausführungsformen. Die Beschreibung bezieht sich auf die beigefügten Zeichnungen.
Hierin zeigen:
- Fig. 1 schematisch eine Gesamtansicht der erfindungsgemäßen Anlage;
- Fig. 2 einen Schnitt durch den Schlauch des Wärmeaustauschers
;
- Fig. 3 eine Abwandlung der Ausführungsform der
Figuren 1 und 2;
- Fig. 4 eine weitere Abwandlung, welche das Wachsen
der Pflanzen über einer Unterlage und das Pikieren ermöglichtj
- Fig. 5 eine Ansicht, teilweise im Schnitt eines
polsterartig unterteilten Schlauches;
- die Figuren 6 und 7 Ansichten der Schläuche mit
den zu ihrer Versorgung dienenden Sammelleitungen;
- Fig. 8 schematisch· eine abgewandelte Versorgungs- '
einrichtung der Anlage; ' ,
- Fig. 9 schematisch eine weitere Abwandlung der Versorgungseinrichtung;
- Fig. 10 eine andere Ausführungsform des Schlauches.
Gemäß Fig. 1 weist der Wärmeaustauscher 1 einen Schlauch 2 (oder schlauchartige Hülle oder Rohr) auf, der stromaufwärts
durch ein Anschlußstück 4a in einer gleichbleibenden Höhe an einem Vorratsgefäß 3 angeschlossen ist,
aus dem er gespeist wird, und stromabwärts in einem Endstück 4b mit Druckabfall endet. Der Schlauch 2 wird
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von einem Film heißer Flüssigkeit 8 durchströmt.
Der Schlauch 2 (Fig. 2) ist abgeflacht mit einer wesentlich größeren Breite _1 als Dicke £. Die dünnen Wände
2a begrenzen einen ebenfalls abgeflachten freien inneren Querschnitt 2b. Der Schlauch 2 kann aus einem
Kautschuk- oder Kunststoffschlauch von großem Durchmesser hergestellt sein, der unter seinem eigenen Gewicht
in sich zusammensinkt, wenn er auf den Boden 6 gelegt wird. Vorzugsweise besteht der Schlauch aus einem
undurchsichtigen Material. Man verhindert so das Auftreten von Mikroorganismen an der Innenwand des
Schlauchs.
Der Schlauch bildet einen einzigen Durchflußkanal 2b, und trotz der dünnen Wandstärke kann man ihn ohne großen
Schaden festtreten oder perforieren. Eine Perforierung führt nur zu einem Durchsickern vonFlüssigkeit,
welches die Leistung des Wärmeaustauschers nicht beeinträchtigt.
Da der im Schlauch strömende Film von heißer Flüssigkeit einen geringen Druck hat, behält der
Schlauch die abgeflachte Form seines Durchlaßquer--Schnitts 2b bei.
Um die Oberfläche des Wärmeaustauschers zu vergrößern
und andererseits seine Widerstandsfähigkeit gegen zufällige Stöße und Schläge zu erhöhen, ist bei einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ein in Längsrichtung unterteilter nachgiebiger Schlauch 5 als Wärmeaustauscher
vorgesehen, der parallele Längskanäle 5a von sehr kleinem Durchmesser aufweist (Fig. 3).
Der Schlauch 2 ist durch das Anschlußstück 4a stromaufwärts mit dem Vorratsgefäß 3 verbunden, stromabwärts
dagegen ermöglicht das Abschlußstück 4b den Austritt der heißen Flüssigkeit oberhalb des Niveaus des Erdbodens
.
Für Kulturen auf Unterlage (schwarzem Kunststoff) kann man die Schläuche gleichzeitig als Unterlage und für den
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Durchfluß von Wasser ausbilden. Zu diesem Zweck sind in den gegenüberliegenden Wänden 2a des Schlauches 2
Löcher 10 ausgebildet, die durch runde Schweißnähte
12 miteinander verbunden sind, so daß der Durchfluß—
kanal 2b dicht bleibt (Fig. 4). Die Löcher 10 sind in gleichen Abständen über die ganze Oberfläche des
Schlauches 2 verteilt, so daß man die Pflanzen durch sie hindurch in den Boden umpflanzen (pikieren) kann.
Für diese Anwendungsart sollte die Gesamtheit der Schläuche mindestens 50 % der Oberfläche des Erdbodens
bedecken. Gleiche Löcher mit verschweißten Rändern können auch bei dem unterteilten Schlauch 5 vorgesehen werden,
jedoch ist diese Ausbildungsform nicht .zeichnerisch dargestellt. Zur einfacheren Herstellung solcher Unterlegmaterialien,
d.h. von Schläuchen mit Löchern, die durch ihre Wände reichen und mit ihren Rändern verschweißt
sind, kann man die Löcher durch -einfaches Ausstanzen im wesentlichen in der Mitte des verschweißten
Bereichs herstellen. Ein Verfahren zum Herstellen solcher Unterlegbänder besteht darin, daß man gleichzeitig
entgegengesetzte Wände der Schläuche durch eine Schweißnaht miteinander verschweißt und sie innerhalb
der Schweißnaht ausstanzt, indem man auf den Schlauch mindestens ein Werkzeug aufdrückt, das einen Heizkranz
aufweist, in dessen Innenraum ein Messer angeordnet ist.
Der erfindungsgemäße Wärmeaustauscher arbeitet mit ge-'
ringen Temperaturdifferenzen gegenüber der Umgebung, d.h. mit einer mittleren Temperatur der Flüssigkeit
von unter 45°C. Die häufig am bequemsten zu verwendende heiße Flüssigkeit ist selbstverständlich Wasser, jedoch
kann man auch eine andere Flüssigkeit, z.B. Öl, ohne Nachteil verwenden, vorausgesetzt daß man für ihre Rückgewinnung
sorgt.
Wenn Wasser als Heizflüssigkeit benutzt wird, genügt eine Höhe von 10 cm im Vorratsgefäß und eine Regelung des
Druckabfalls des Abschlußstücks 4b, um ein regelmäßiges
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Ausströmen des Films 8 zu erhalten. Die große Fläche des Schlauches gegenüber dem Erdboden gewährleistet
eine gute Wärmeleistung des Wärmeaustauschers, und seine flache Form erleichtert sein Aufrollen auf einer
Spule sowie eine bequeme Zwischenlagerung.
Fig. 5 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform der
Schläuche 2. Es handelt sich um "abgesteppte" Schläuche, d.h. Schläuche, deren gegenüberliegende Wände in
bestimmten Bereichen miteinander verbunden sind. Diese Verbindung der beiden Wände kann in Form von Punkten,
Kreisen oder geraden Abschnitten vorliegen, die in Linien, versetzt oder in Zick-Zack-Linien angeordnet
sind. Diese Ausführungsform weist große Vorteile auf:
- sie stabilisiert den Schlauch und verhindert, daß er sich in sich selbst rollt und so die Kulturen beschädigt;
- sie verringert seine Dicke im Betrieb, wobei jedoch ein entsprechender Durchfluß erhalten bleibt;
- sie ermöglicht eine Druckerhöhung der Flüssigkeit, die dann mehr als 10 cm Wassersäule Druck haben kann,
da die Schläuche sich nicht aufblähen, zylindrische Form annehmen und auf dem Boden rollen können. Durch
eine solche Druckerhöhung kann man im Betrieb längere Schläuche benutzen;
- sie erzeugt Wirbel, welche die Wärmeübertragung begünstigen;
- sie ermöglicht eine gute Durchmischung der Stromfäden des Wassers und damit einen guten Ausgleich der Wassertemperatur
über die Breite des Schlauches.
Fig. 5 zeigt den Fall einer Polsterbildung durch gerade Schweißnahtabschnitte 14, die im Zick-Zack angeordnet
sind.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Art der Versorgung der Schläuche mit Wasser als Wärmeüberträger wird dieser nicht zurückgewonnen.
Eine solche Maßnahme ist nachteilig, wenn die wärmeübertragende Flüssigkeit verhältnismäßig teuer
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•Γ»
ist. Sie ist auch nachteilig, 'wenn die Flüssigkeit Wasser
ist und die Anlage in einer trockenen Gegend eingerichtet ist.
Die Figuren 6 und 7 zeigen zwei verschiedene Ausführungsformen der Anlage, welche eine Rückführung der
Flüssigkeit vorsehen, die durch die Schläuche geströmt ist.
Gemäß der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform sind die Schläuche 2 parallel zueinander zwischen einer stromaufwärts
liegenden Sammelleitung (Speiseleitung) 16 und einer stromabwärts liegenden Sammelleitung (Ableitung)
18 angeordnet. Jedes Anschlußstück 4a ist an der Speiseleitung 16 und jedes Abschlußstück 4b an der Ableitung
18 angeschlossen. Diese Sammelleitungen können vorteilhafterweise aus starren Rohrleitungen bestehen.
Die Speiseleitung 16 ist .an die Versorgungsstelle für
warmes Wasser angeschlossen. Durch die Ableitung 18 kann das Wasser oder eine andere Flüssigkeit nach dem
Durchgang durch die Schläuche 2 zurückgeführt werden, wobei für den nötigen Druckabfall gesorgt ist. Die Art
der Warmwasserversorgung in diesem Fall ist weiter unten erläutert.
Statt gerade können die Schläuche auch in Form einer Haarnadel ausgebildet sein. Man kann diese Form auch
erhalten, wie Fig. 7 zeigt, indem man zwei Schlauchteile 21 und 2"· miteinander an einem ihrer Enden durch
eine gebogene Leitung 20 verbindet, Das Anschlußstück 4a des Schlauchstücks 21-ist an der Speiseleitung 16
und das Abschlußstück 4b des Schlauchstücks 2" an der Ableitung 18 angeschlossen. In diesem Fall verlaufen
die Sammelleitungen 16 und 18 nebeneinander. Wenn die Anlage in einem Gewächshaus eingerichtet ist, kann man
infolge dieser Ausbildung den Eingang zum Gewächshaus, wenn nur ein Zugang da ist, frei machen, ohne daß die
Anschlüsse abgekuppelt werden müssen.
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Um den Erdboden freizulegen, braucht man die Schläuche nur aufzurollen.
Fig. 8 zeigt eine besonders günstige die warme Flüssigkeit liefernde Versorgungseinrichtung für die Anlage,
nämlich unter Verwendung einer Wärmepumpe.
Die durch die Schläuche strömende Flüssigkeit wird durch eine Wärmepumpe erwärmt, die die erste Sammelleitung
mit Flüssigkeit von einer Temperatur zwischen 25 und 45°C speist, wobei die Wärme aus dem dem Verdampfer
der Pumpe mit einer Temperatur zwischen 4 und 25°C zugeführten Speisewasser entnommen ist.
Für den Betrieb der erfindungsgemäßen Anlage können alle naturgegebenen oder technischen Maßnahmen angewandt
werden, um die Leistung der Wärmepumpe auf ein Optimum zu bringen. So kann man den Verdampfer der
Pumpe entweder mit Wasser speisen, das einer phreatischen Schicht entnommen ist, oder mit warmem Wasser,
das von einer Industrieanlage abgegeben wird. Im letztgenannten
Fall kann die wärmeübertragende Flüssigkeitunmittelbar unter Zwischenschaltung eines unter Druck
arbeitenden Wärmeaustauschers durch die heißen Industrieabwässer aufgeheizt werden.
Fig. 8 zeigt schematisch die Wärmepumpe 21 , deren Nutzauslaß durch die Leitung 22 mit der Sammelleitung 16 ·
und deren Nutzeinlaß durch die Leitung 24 mit der Sammelleitung 18 verbunden ist. Der Verdampfer 2S der Wärmepumpe
wird durch eine schematisch als Strich 2? gezeichnete Quelle mit Wasser einer Temperatur zwischen
4 und 25°C gespeist, wobei die Quelle eine phreatische Schicht sein kann, also Grundwasser.
Im Frühjahr und Sommer kann der erfindungsgemäße Wärme austauscher in gewissen warmen Gegenden auch zur Klimatisierung
dienen. Bestimmte Kulturen müssen vor zu großer Hitze geschützt werden, so daß man die Umgebungs-
_ 9 — 509830/0324·
temperatur absenken muß, um sie nutzen zu können. Andererseits
folgen in den gleichen Gegenden auf sehr heiße Tage sehr kühle Nächte. Diese TemperaturSchwankungen
sind schädlich für eine wirtschaftliche Nutzung der Kulturen.
Gemäß einer Abwandlung des erfindungsgemäßen Verfahrens läßt man die Anlagen während der Nacht mit warmer Flüssigkeit
und während des Tages mit kühler Flüssigkeit in den Schläuchen arbeiten. Fig. 9 zeigt eine solche Anlage.
Zum Erwärmen wird der Verdampfer 28 der Wärmepumpe 2Ί aus der Wasserquelle der phreatischen Schicht 29 durch
das Dreiwegventil 30 und die Leitung 31 gespeist.
Das Dreiwegventil 34 ermöglicht die Speisung der Speiseleitung
16 durch die erhitztes Wasser führende Leitung 22, während das Dreiwegventil 35 die Rückführung des von
der Ableitung 18 kommenden lauwarmen Wassers durch die Leitung 24 zum Kondensator der Wärmepumpe 21 ermöglicht.
Zum Kühlen werden die drei Ventile 30,34 und 35 in ihre
andere Stellung gebracht, so daß die Speiseleitung 16
en 33
durch die Leitung/ 2Sjmit kühlem Wasser versorgt wird, während die Sammelleitung 18 durch das Ventil 35 zur Umgebung 36 entleert wird.
durch die Leitung/ 2Sjmit kühlem Wasser versorgt wird, während die Sammelleitung 18 durch das Ventil 35 zur Umgebung 36 entleert wird.
Es können auch starke Temperaturschwankungen während eines Tages auftreten. Die Wärmeträgheit von Treibhäusern
ist verhältnismäßig gering. Das führt zu starkem Absinken und Anstieg der Temperatur in verhältnismäßig kurzer
Zeit. Durch die erfindungsgemäße Anlage können auch die Temperaturen in Gewächshäuser ausgeglichen werden. Bekanntlich
hat Wasser einen großen Wärmeinhalt. Man kann daher durch einen einfachen Kreislauf von Wasser in den
Schläuchen die Kulturen in den Gewächshäusern bei im wesentlichen gleichbleibenden Temperaturen halten. Wenn
die so erhaltene Wärmeträgheit nicht ausreicht, kann man zur Vergrößerung des Wärmeinhalts einen Wasservorrat
- 10 BO 9-8 30/0324
(Schwimmbecken) anschließen.
Wenn die Anlage direkt, ohne Zwischenschaltung von Wärmepumpen,
mit warmen Industrieabwässern gespeist wird, kann erfindungsgemäß bei einer Aus führung s form ein unter Druck
arbeitender Wärmeaustauscher zwischen den heißen Industrieabwässern und der in den Schläuchen strömenden Flüssigkeit
vorgesehen sein. Diese Ausbildung trennt die beiden Flüssigkeiten wirksam voneinander und verhindert jeden
Eintritt von Industrieabwässern in die Heizflüssigkeit der Gewächshäuser.
Die geringe Temperaturdifferenz zwischen der in den Schläuchen strömenden wärmeübertragenden Flüssigkeit
und dem Erdboden, auf dem die Schläuche aufliegen, erfordert eine verhältnismäßig große Bedeckung des Bodens,
wobei vorteilhafterweise mindestens die Hälfte des Bodens durch die Schläuche bedeckt ist.
Es wurde gefunden, daß das in den Schläuchen strömende Wasser in bestimmten Fällen teilweise entgast. Das führt
zur Bildung von Gasblasen, die an der oberen Wand des Schlauches haften. Dadurch wird der Wärmeaustausch zwischen
dem Wasser und dem Boden nicht verändert, jedoch der Wärmeaustausch zwischen dem Wasser und der umgebenden
Luft. Diese Erscheinung ist sehr störend, wenn die Schläuche beispielsweise zum Erwärmen eines Gewächshauses
dienen.
Um diesen Nachteil zu beheben, kann man die Schläuche in der in Fig.10 gezeigten Form ausbilden. Der obere Teil
der dünnen Wand 2a ist zu einem Wulst 50 aufgefaltet, in dem ein Durchlaß 52 für das Gas parallel zum Durchlaß
2b für die Flüssigkeit verläuft. Dieser Wulst 50 wird beispielsweise mittels Schweißpunkten 54a, 54b erhalten.
Die Gasblasen gelangen durch die Zwischenräume 56, welche zwei aufeinanderfolgende Schweißpunkte voneinander
trennen, in'den Durchlaßraum 52 und sammeln sich dort.
- 11 5098 3 0/0324
Claims (20)
- PatentansprüchePflanzenkulturanlage zur Verwendung auf dem Erdboden, gekennzeichnet durch wenigstens einen Wärmeaustauscher, der aus einem nachgiebigen, flachen,länglichen, dünnwandigen, auf dem Boden aufliegenden Schlauch (2) besteht, und Versorgungsvorrichtungen, welche in dem Schlauch oder den Schläuchen einen Film einer wärmeübertragenden Flüssigkeit strömen lassen.
- 2. Anlagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie mehrere parallel gespeiste Wärmeaustauscher aufweist.
- 3. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die nachgiebigen flachen Schläuche aus Gummi oder einem Kunststoff hergestellt sind.
- 4. Anlage nach einem der Ansprüche 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schläuche (2) aus einem undurchsichtigen Material hergestellt sind.
- 5. Anlage nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schläuche (2) polsterartig unterteilt (abgesteppt) sind.
- 6. Anlage nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schläuche (2) durch sie von der einen zur anderen Seite hindurchgehende Löcher (lO) auf—, weisen, die vom Innenraum (2b) des Schlauches durch eine dichte Schweißnaht (12), welche die beiden gegenüberliegenden Wände (2a) der Schläuche miteinander verbindet, getrennt sind und durch die wenigstens je eine Pflanze einpflanzbar ist. ·
- 7. Anlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher (10) der Schläuche durch ein Verschweißen von zwei gegenüberliegenden Wänden (2a) der Hülle (2b) in Form einer kreisförmigen Borte und Ausstanzen des Loches (10) im Inneren der Borte hergestellt sind.- 12 509830/0324
- 8. Anlage nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die dünne obere Wand (2a) jedes Schlauches (2) einen hohlen Wulst (50) aufweist, der einen Gasdurchlaßkanal (52) bildet, der vom übrigen Innenraum (2b) des Schlauches durch regelmäßig über die Länge des Schlauches verteilte Schweißpunkte, (54a, 54b) getrennt ist.
- 9. Anlage nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schläuche (2) an einem ihrer Enden mit einer Speiseleitung (16), die selbst mit der Versorgungsvorrichtung verbunden ist, und an ihren anderen Enden mit einer Ableitung (,18) verbunden sind.
- 10. Anlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schläuche (2·, 2") haarnadelförmig ausgebildet und die gemeinsamen Zu- und Ableitungen (16,18) nebeneinander, angeordnet sind.
- 11. Anlage nach· einem der Ansprüche \ bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Versorgungsvorrichtung als wärmeübertragende Flüssigkeit Wasser mit einer mittleren Temperatur unter 45°C liefert.
- 12. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Versorgungsvorrichtung als wärmeübertragende Flüssigkeit Wasser mit einem hydrostatischen Druck unter 10 cm Wassersäule abgibt.
- 13. Anlage nach einem der Ansprüche Λ bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Versorgungsvorrichtung warmes Wasser abgibt, das als Abwasser von einer Industrieanlage zugeführt wurde.
- 14. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß' die Versorgungsvorrichtung aus einer Wärmepumpe (21) besteht·, die Wasser mit einer Temperatur zwischen 25°C und 45°C abgibt und ihre Heizleistung aus dem Wärmeinhalt von ihrem Verdampfer (28)- 13 509830/0324zugeführtem Wasser mit einer Temperatur zwischen 4 C und 25°C bezieht.
- 15. Anlage nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdampfer (28) der Wärmepumpe (21) mit Wasser (29) einer Grundwasserschicht gespeist ist.
- 16. Anlage nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdampfer (28) der Wärmepumpe (21) mit von einer Industrieanlage stammendem warmen Abwasser gespeist ist.
- 17. Anlage nach einem der Ansprüche Λ bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Versorgungsvorrichtung aus einem unter Druck arbeitenden Wärmeaustauscher besteht, der mit heißem Industriewasser gespeist ist.
- 18. Anlage nach einem der Ansprüche T bis 17, zum Klimatisieren von Gewächshäusern, gekennzeichnet durch Vorrichtungen (30,34,35) zum Unterbrechen der Durchleitung von warmem Wasser durch die Schläuche (2), wenn die Temperatur in den Gewächshäusern genügend hoch ist, und Vorrichtungen, welche durch die Schläuche (2) kühles Wasser: strömen lassen, um die Atmosphäre in den Gewächshäusern während Zeiten der Sonneneinstrahlung abzukühlen.einem der
- 19. Verwendung der Anlage nach'Ansprüche6 bis 17 zur Pflanzenkultur auf Unterlage, wobei die Gesamtheit der erwärmten Schläuche (2) wenigstens 50 % der Erdbodenoberfläche bedeckt.
- 20. Verwendung der Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 17 für Pflanzenkulturen in Gewächshäusern, wobei die Schläuche (2) im Inneren des Gewächshauses verlegt sind.509830/0324Leerseite
Applications Claiming Priority (2)
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| IL (1) | IL46407A (de) |
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