DE256531C - - Google Patents
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- DE256531C DE256531C DENDAT256531D DE256531DA DE256531C DE 256531 C DE256531 C DE 256531C DE NDAT256531 D DENDAT256531 D DE NDAT256531D DE 256531D A DE256531D A DE 256531DA DE 256531 C DE256531 C DE 256531C
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- electrodes
- spark gaps
- adjustable
- sparks
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-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01T—SPARK GAPS; OVERVOLTAGE ARRESTERS USING SPARK GAPS; SPARKING PLUGS; CORONA DEVICES; GENERATING IONS TO BE INTRODUCED INTO NON-ENCLOSED GASES
- H01T1/00—Details of spark gaps
- H01T1/02—Means for extinguishing arc
Landscapes
- Emergency Protection Circuit Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand des Hauptpatents 209869 bildet ein elektrisches Ventil zur Abführung
von Überspannungen, bei dem eine einstellbare Funkenstrecke mit einem hohen Widerstand
und einer Reihe von nicht einstellbaren Funkenstrecken hintereinander geschaltet ist, deren
Elektroden mit einem gemeinsamen Leiter durch Vermittlung kleiner Kondensatoren verbunden
sind, mit Ausnahme der letzten Elektrode, die unmittelbar mit dem gemeinsamen
Leiter in Verbindung steht. Um mit einem solchen elektrischen Ventil eine elektrische
Leitung wirksam zu schützen, muß es eine leichte Abführung der Überspannungen ermöglichen.
Dadurch wird aber der Wert begrenzt, den man in der Praxis dem mit den Funkenstrecken hintereinander geschalteten
Widerstand geben kann, damit das elektrische Ventil ein genügendes Abführungsvermögen
besitzt, und damit, wenn man es mit einem auf einer Wasserleitung angeordneten Ventil
vergleicht, die bei einer Überspannung von ihm erzeugte Öffnung dem Querschnitt der
Leitung, auf welcher das Ventil angeordnet ist, vergleichbar ist.
Anderseits muß das elektrische Ventil während des Abfließens einer Überspannung eine
Energiemenge absorbieren, die gleich ist der Energie, die von der Zentrale oder den Generatoren
erzeugt wird, welche die mit der Sicherung versehene Leitung speisen. Damit sie von der zu absorbierenden Energiemenge
nicht zerstört wird, darf die Sicherung nur während einer überaus kurzen Zeitdauer ar
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beiten.
In den zu schützenden Leitungen können sich Spannungssteigerungen bilden, die während
einer gewissen Zeit dauern können und für welche die Sicherung nicht arbeiten darf,
wenn sie nicht zerstört werden soll. Es wird allgemein angenommen, daß eine solche Überspannung
die normale Spannung des Leitungsnetzes gewöhnlich nicht mehr als zweimal übersteigt. Man erhält daher einen genügenden
Schutz mittels einer Sicherung, die derart eingestellt ist, daß sie für Überspannungen
arbeitet, die höher sind als das Doppelte der Normalspannung des Leitungsnetzes, und die
nicht Gefahr läuft, bei höheren Überspannungen zerstört zu werden. Dies kann durch die
Verwendung eines elektrischen Ventils, von dem man sicher ist, daß es nach einer gewissen
Arbeitsdauer auslöscht, erzielt werden.
Gemäß der Erfindung wird das Auslöschen der Funken in den nicht einstellbaren Funkenstrecken,
deren Elektroden mit einem gemeinsamen Leiter Kondensatoren bilden, nach einer bestimmten Arbeitszeit des Apparates
dadurch erhalten, daß der gemeinsame Leiter gegenüber den Elektroden beweglich angeordnet
ist. Hierdurch wird die zwischen dem Leiter und den kleinen Kondensatoren bestehende
Verbindung nach einer bestimmten Arbeitszeit des Apparates aufgehoben. Diese
Entfernung der Kondensatorwirkung hat zur Folge, daß eine bedeutend höhere als die Erregungsspannung
erforderlich ist, um die Funken in den Funkenstrecken aufrecht zu erhalten, was nach einer kurzen Arbeitsdauer
das Auslöschen der Funken sichert.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Die dargestellte Uberspannungssicherung besitzt zwei Elektroden a1, a1, zwischen welchen
eine einstellbare Funkenstrecke gebildet wird. Diese Elektroden sind in einem Rohrstück b,
z. B. aus Glas, angeordnet, welches auf dem oberen Teile eines Rohres c aus isolierendem
Material angebracht ist. Auf das Rohr c ist ein Draht d aufgewickelt, welcher den mit
den Elektroden a1, a1 hintereinander geschalteten
Widerstand bildet. f1, p, fs... fu
bezeichnen die Elektroden der nicht einstellbaren Funkenstrecken, von denen die erste
mit dem von dem Draht d gebildeten Widerstände verbunden ist. Diese Elektroden sind
voneinander und von ihrem gemeinsamen, von dem Rohr g gebildeten Träger mittels
isolierender Ringe h isoliert. Im Innern des Rohres g aus isolierendem Material befindet
sich die leitende Stange i, mit welcher die letzte Elektrode f15 unmittelbar elektrisch verbunden
ist und die eine gemeinsame Belegung kleiner Kondensatoren bildet, deren andere Belegungen von den Elektroden selbst gebildet
werden. Die Stange i ist gemäß der Erfindung im Rohr g beweglich angeordnet.
Letzteres erstreckt sich durch das Rohr c und trägt an seinem oberen Ende die Elektrode «2,
in welcher eine Bohrung a3 vorgesehen ist, die das Innere des Rohrstückes b mit dem Inneren
des Rohres g verbindet.
Ist die Elektrode a1 mit der zu schützenden
Leitung und die Stange * mit der Erde elektrisch verbunden, so ist die Elektrode α2,
wenn das Potential der Leitung normal und der Apparat sich in Ruhestellung befindet,
ungefähr auf dem Potential der Erde gehalten.
Im Falle einer Überspannung geht ein Funken zwischen den Elektroden a1 und «2 über, und
es springen darauf in bekannter Weise Funken zwischen den Elektroden f über und leiten
die Überspannung zur Erde ab. Durch die Funkenbildung wird die in dem Rohrstück b
eingeschlossene Luft erwärmt und strömt in den oberen Teil des Rohres g, wo sie die
Stange i gegenüber den Elektroden f bewegt, und zwar geht die Stange i entgegen einer
Rückführkraft abwärts oder der ganze übrige Apparat aufwärts. Die Verbindung der Elektroden
durch die Kondensatoren, welche sie mit der Stange i bilden, hört also, wie beabsichtigt,
auf. Nach dem Auslöschen der Funken nehmen die zueinander beweglichen Teile ihre ursprüngliche Lage wieder ein.
Anstatt daß die Elektroden der nicht einstellbaren Funkenstrecken auf einem Rohr, in
welchem die den gemeinsamen Leiter bildende Stange gleitet, angeordnet sind, könnten sie
auch z. B. im Innern eines leitenden Rohres angebracht sein, welches als gemeinsamer
Leiter und gemeinsame Belegung für die kleinen, die Elektroden mit dem Leiter verbindenden
Kondensatoren dient.
Claims (2)
1. Uberspannungssicherung nach Patent 209869, dadurch gekennzeichnet, daß der
gemeinsame Leiter (i), der mit den Elektroden (f) der nicht einstellbaren Funkenstrecken
Kondensatoren bildet, gegenüber diesen Elektroden (f) beweglich ist und nach einer bestimmten Arbeitsdauer des
Apparates von den Elektroden (f) entfernt wird, um das Auslöschen der Funken in
den Funkenstrecken zu bewirken.
2. Uberspannungssicherung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Bewegung des gemeinsamen Leiters (i) gegenüber den Elektroden (f) der nicht
einstellbaren Funkenstrecken durch die Ausdehnung der Luft erzeugt wird, welche Ausdehnung durch die an wenigstens einer
Stelle (a1, a2) der in einem geschlossenen
Raum (b) angeordneten, einstellbaren Elektroden überspringenden Funken bewirkt
wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE256531C true DE256531C (de) |
Family
ID=514525
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT256531D Active DE256531C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE256531C (de) |
-
0
- DE DENDAT256531D patent/DE256531C/de active Active
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