DE2563C - Stiefelschaft-Faltenpresse - Google Patents
Stiefelschaft-FaltenpresseInfo
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- DE2563C DE2563C DENDAT2563D DE2563DA DE2563C DE 2563 C DE2563 C DE 2563C DE NDAT2563 D DENDAT2563 D DE NDAT2563D DE 2563D A DE2563D A DE 2563DA DE 2563 C DE2563 C DE 2563C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D8/00—Machines for cutting, ornamenting, marking or otherwise working up shoe part blanks
- A43D8/44—Creasing presses
Landscapes
- Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
Description
1S78.
Klasse 71.
ANTON HERSCHEL in LAUBAN. Stiefelschaft-Faltenpresse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Februar 1878 ab.
Die auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellte Maschine hat den Zweck, die Schaftfalten
bei hochschäftigen Stiefeln leichter und dauernder durch eine mechanische Vorrichtung
durch Pressen herzustellen, als dies seither durch directen Druck oder Klopfen durch blofse
Handarbeit möglich war und welche - Vorrichtung den besonderen Vortheil besitzt, dafs sie
die Structur des zu pressenden Leders nicht im mindesten angreift oder zerstört. Die Maschine
hat zugleich den Zweck, die zeitraubende Handarbeit durch eine nur wenige Minuten dauernde
Manipulation zu ersetzen.
Es ist dargestellt:
Fig. ι äufsere Längenansicht zur Hälfte der
ganzen Länge der Maschine.
Fig. 2 Längenschnitt durch die Mitte der Maschine und bis zur Hälfte der Länge der
Maschine.
Fig· 3 Querschnitt nach a b.
Fig. 4 Oberansicht mit der Prefsvorrichtung.
Fig. 5 dieselbe, die Prefsvorrichtung weggenommen gedacht.
Fig. 6 Oberansicht, den ganzen Obertheil der Maschine \veggenommen gedacht.
Gleiche Buchstaben bedeuten in allen Figuren dieselben Theile.
Die Maschine ist in allen Darstellungen in dem Zustande, in welchem sie vor der Operation
des wirklichen Pressens steht, gezeichnet. Sie besteht im wesentlichen aus den Prefsstäben a
im unteren Rahmen, welche parallel geführt werden durch die runden Stäbe c. Die Prefsstäbe
α sind auf ihren oberen Kanten gewellt, wie aus Fig. 2 ersichtlich, und zwar ist die Eintheilung
der Wellen im System so eingerichtet, dafs immer die Mitte des Wellenberges des" einen
Stabes mit der Mitte des Weilenthaies des nächstfolgenden Stabes zusammenfallt. Vor der
Operation des Pressens werden die Stäbe a in einer beliebig, aber für jede besondere Gröfse
und Form der Schäfte bestimmten gleichweiten Entfernung voneinander in der vorgezeichneten
Lage erhalten durch die Kämme dd, welche in Schlitzen s s seitlich verschiebbar sind.
Beim Zusammenschieben der Stäbe α während des Pressens schieben sich die Kämme allmälig
seitlich in die Schlitze s s zurück. Nachdem die Pressung vollzogen, schieben die Federn χ χ χ,
welche zwischen den Stäben des unteren Stabsystems angebracht sind, das ganze System
wieder in seine ursprüngliche Lage zurück.
Die Stäbe α sind an ihren Enden mit den schleifenförmigen Führungen // versehen, in
denen sich ein zweites System von geAvellten Stäben a' auf und ab verschiebbar führt. Die
Einzelstäbe a1 a1 a1 dieses oberen Stabsystems
entsprechen in ihren Wellenlinien genau passend den darunter liegenden Stäben «, Ci1 au wie aus
Fig. 2 ersichtlich ist. Um das zweite obere Stabsystem «'«'«' gleichzeitig heben zu können,
und auch zur Führung desselben, gehen durch alle Stäbe hindurch die runden Bolzen C1 C1.
Mit dem Stabsystem α1 a' ist ein drittes Stabsystem
abhängig verbunden, welches aus den geradlinigen Stäben b b b b besteht und wovon
je ein Stab zwischen die Stäbe s1«1«1 zu liegen
kommt. Diese geradlinigen Stäbe sind von der gleichen Höhe wie die Stäbe al, in der Mitte
des Wellenberges gemessen. Das ganze Stabsystem b läfst sich um den Bolzen <r2, Fig. 1,
drehbar aufklappen, ähnlich wie ein Taschenmesser aus seiner.. Schale, und ist aufserdem
noch zusammengehalten durch den gleichzeitig als Handgriff zu diesem Zweck dienenden Flachstab
e von schwalbenschwanzförmigem Querschnitt, auf welchem sich zugleich das Stabsystem
b zusammenschieben läfst.
Das combinirte obere Prefsstabsystem a' b kann
nun in den Führungen / -gehoben werden, um der Einführung des zu pressenden Leders für
den Stiefelschaft den nöthigen Raum zu gewähren und in dieser Stellung erhalten werden
durch die vier in einem Schlitz der äufsersten Stabführungen / einschnappenden Federn mit
Nasen /'.
Die ganze durch die bis jetzt beschriebenen Stabsysteme α αl und b gebildete Anordnung
ist auf einer soliden hölzernen oder eisernen Unterplatte A durch die Führungsstangen c c c c
und ihre Lager // festgehalten.
In den Unterplatten A befinden sich, senkrecht zu dem Stabsystem eingelassen, die prismatischenFührungen^,
in welche diePrefsstücke, sogen. Frösche, h h beweglich sind. Je zwei
dieser Frösche auf jeder Seite des Stabsystems drücken gegen eine Prefstraverse K.
Die Manipulation des Pressens ist nun folgende: Zwischen die auseinander gehobenen und durch
die Kämme d d und die Federn χ χ χ χ ausein-
ander gehaltenen Stabsysteme α α α α und a 1 b axb
wird das Leder mit derjenigen Seite, welche später aufsen am Schafte erscheinen soll, nach
unten eingeschoben und in die richtige Lage gebracht, sodann die Federn / ausgelöst, die
oberen Stabsysteme herabgelassen und die obere Prefsplatte K aufgelegt, welche mit seitlichen
Tatzen tttt das ganze System tibergreift und bei u u die Pfannen für zwei Preisschrauben >S 5
besitzt, worauf wiederum die cylindrischen Führungen q q q q für die Muttern M befestigt
sind. Die Muttern M werden durch die Zugstangen L mit den Fröschen h verbunden, indem
die vier ausziehbaren Bolzen ν eingesteckt werden.
Die Oberplatte K führt sich noch durch die Lappen NN in den Ständern O O, wodurch
dieselbe gesichert in der geometrischen Mitte des ganzen Apparates erhalten bleibt. Durch
die Löcher r r werden je nach der Stärke des zu pressenden Leders Stifte gesteckt, worauf die
Prefsplatte ruht, so lange der seitliche Druck auf das Stabsystem dauert und welche herausgezogen
werden, wenn der letzte verticale Druck ausgeübt werden soll.
Es ist aus der Zeichnung ersichtlich, dafs, wenn die Schrauben ££ so gedreht werden,
dafs die Muttern MM sich nach oben schieben, die Frösche h eine centrale Bewegung machen,
und dafs so das Stabsystem sammt dem Leder central zusammengeprefst und die Falten des
Leders gebildet werden.
Beim Zusammenschieben des Stabsystems schiebt sich zugleich der Kamm dd zur Seite
und wird durch die Platte k auf das Stabsystem ein solcher Verticaldruck ausgeübt, dafs das
Leder in den bestimmten .Punkten auch festgehalten wird.
Ist durch Prefs- und Zugvorrichtung das Leder in horizontaler Richtung gefaltet, so werden die
Stifte r r entfernt und es erfolgt nun der noch nöthige stärkere verticale Druck, da die Falten
des Leders ein weiteres horizontales Zusammenschieben nicht gestatten. Durch die Anordnung
dieser Art der Pressung in Aufeinanderfolge, und nicht wie bei anderen derartigen Vorrichtungen
zugleich, erreicht man, dafs das Leder vollkommen unversehrt bleibt und selbst das
feinste Lackleder auf der Maschine gefaltet werden kann. Durch andere Stabformen ohne
Aenderung des Princips der ganzen Prefsvorrichtung lassen sich natürlich auch gerade und
andere Falten herstellen.
Das Leder selbst wird vor der Operation gehörig eingefettet und nach dem Pressen noch
etwa 15 Minuten in der Presse gelassen. Das Oeffnen der Presse erfolgt in umgekehrter Reihenfolge
wie die Vorbereitung zum Pressen.
Es ist klar, dafs die beiden Preisschrauben SS auch durch ein System von Winkelrädern verbunden
und mittelst einer horizontalen Welle mit Kurbel oder Schwungrad gleichmäfsig bewegt
werden können.
Claims (2)
1. Die Anordnung des durch Zeichnung und
Beschreibung dargestellten Doppel-Stabsystems von Stäben in beliebiger Form, je
nach der gewünschten Form der fertigen Falten.
2. Die Prefsvorrichtung, wie.solche durch Zeichnung und Beschreibung erläutert ist, und
welche bezweckt, den nöthigen Druck zur Bildung der Falten im Leder in richtiger
Aufeinanderfolge, zuerst horizontal und dann vertical auszuüben.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2563C true DE2563C (de) |
Family
ID=281823
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT2563D Active DE2563C (de) | Stiefelschaft-Faltenpresse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2563C (de) |
-
0
- DE DENDAT2563D patent/DE2563C/de active Active
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