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Stangenzuführvorrichtung in einer
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Drehmaschinenspindel Die Erfindung betrifft eine Stangenzuführvorrichtung
in einer Drehmaschinenspindel mit einem Spindelgehäuse, in dem zwischen einer hinteren
Stellung und einer vorderen Stellung eine drehantreibbare und als Hohl spindel ausgebildete
Arbeitsspindel axial hin- und herverschiebbar ist, die an ihrem Spindelkopf eine
Spannvorrichtung zum Spannen einer in einem Führungsrohr angeordneten Werkstoffstange
aufweist, auf die eine Vorschubvorrichtung einwirkt.
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Es ist bereits ein Langdrehautomat bekannt, der eine Arbeitsspindel
aufweist, in der eine Werkstoffstange durch eine am Spindelkopf angebrachte Spannzange
spannbar ist und die in einem Spindelstock drehbar angeordnet ist, der seinerseits
in Achsrichtung der Arbeitsspindel auf einem Maschinengestell hin- und herverschiebbar
ist. Vor dem Spindelkopf ist auf dem Maschinengestell eine stationäre Führungsvorrichtung
mit einer Führungsbüchse angeordnet, durch die hindurch die Materialstange bei Verschieben
des Spindelstocks vorschiebbar ist. Während dieses Vorschubs erfolgt eine Bearbeitung
der Werkstoff stange durch radialbewegliche Werkzeuge. Nach vollständiger Bearbeitung
des Vorderendes der Materialstange ist der weitere Ablauf wie folgt: Der Spindelstock
bewegt sich bei gelöster Spannzange um einen vorbestimmten Weg zurück. Um zu verhindern,
dass hierbei die Werkstoff stange mitgenommen wird, wirkt auf deren Hinterende ein
sich nicht drehender Stössel, der das Vorderende der Materialstange gegen einen
Anschlag drückt, beispielsweise einen Absteckstahl vor der Führungsbüchse. Um einen
Druck auf den Stössel auszuüben, ist ein Gewicht angebracht. Dabei ist darauf zu
achten, dass der Druck einerseits genügt, um die Materialstange zu haltend undandererseits,
dass dieser nicht zu gross ist, da sonst ein Knicken der Stange eintreten könnte.
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Ungünstig ist im besonderen, dass der Stössel sich nicht dreht, so
dass besondere Massnahmen getroffen werden müssen, um die Reibung zwischen dem stillstehenden
Stössel und der sich drehenden Materialstange auf ein erträgliches Mass herabzusetzen
Wenn ferner die Werkstoff stange ganz aufgebracht werden soll, so muss der Stössel
in die Arbeitsspindel eindringen, wodurch
besonders ungünstige Verhältnisse
deswegen entstehen, weil sich relativ zu dem stillstehenden Stössel sowohl die Werkstoffstange
als auch das Führungsrohr mit hoher Drehzahl drehen (DT-DAS 1 208 974).
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Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, bei einer Drehmaschine
mit sich axial bewegender Arbeitsspindel unter Mitnahme der Werkstoffstange die
notwendige Relativstellung zwischen Arbeitsspindel und Werkstoff stange nach jeder
Bearbeitung mit Hilfe der Arbeitsspindelbewegung unter Zuhilfenahme des Führungsrohres
zu erzielen und vor allem die Anordnung so zu treffen, dass alle innerhalb des Führungsrohres
vorhandenen Teile gemeinsam umlaufen. Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung bei
der eingangs erwähnten Drehmaschine dadurch gelöst, dass das Führungsrohr mit seinem
vorderen Teilstück verschiebbar in der Arbeitsspindel angeordnet und mit seinem
hinteren Teilstück drehbar und verschiebbar in einer stationären Führungsvorrichtung
gelagert ist, dass das Führungsrohr entsprechend der Stellung der Arbeitsspindel
an die Führungsvorrichtung ankuppelbar ist und dass zum Haltern des hinteren Werkstoff
stangenendes innerhalb des Führungsrohres ein Abstützglied vorgesehen ist, das sich
gegen die Innenfläche des Führungsrohres verschiebbar abstützt.
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Damit ist der Vorteil erreicht,C1a#V" eine Reibung am Stangenende
ganz vermieden wird, denn dieses Stangenende ist in dem mitumlaufenden Stützglied
gehalten. Ferner kann das Stützglied sich ohne weiteres bis kurz vor der Spannvorrichtung
im Führungsrohr nach vorne bewegen, so dass die Werkstoff stange praktisch ganz
aufgebraucht werden kann. Uberflüssig ist
ferner zusammen mit dem
Stössel auch die auf ihn wirkende bewegliche Druckvorrichtung. Schliesslich ist
auch ein Anschlag für das vordere Werkstoff stangenende nicht mehr erforderlichq
Erwähnt sei noch, dass die Hin- und Herbewegungen des Spindelstockes in Bruchteilen
von Sekunden vor sich gehen, so dass insofern der hierdurch verursachte Zeitverlust
unbeachtlich ist.
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Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung sind aus der sich
anschliessenden Beschreibung eines in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispieles
der Erfindung und/oder aus den Patentansprüchen zu entnehmen. In der Zeichnung zeigen
in schematischer Darstellung Fig. 1 eine teilweise aufgebrochene Draufsicht eines
erfind.1ngsgemässen Revolver-Drehautomaten, Fig. 2 eine Teilvorderansicht des Revolver-Drehautomaten,
wobei dessen Spindelgehäuse aufgebrochen dargestellt ist, Fig. 3 eine Draufsicht
auf den Revolverkopf des Revolver-Drehautomaten,
Fig.4 eine Ansicht
des Revolverkopfes,in Richtung des Pfeiles A der Fig.3 gesehen, Fig.5 eine an das
Spindelgehäuse anbaubare Vordreheinrichtung zur Durchführung von Vordreharbeiten
beim Langdrehen, Fig.6 eine an das Spindelgehäuse anbaubare Führungsvorrichtung
zum Führen und Abstützen der Werkstoffstange beim Langdrehen, Fig.7 einen in Fig.2
durch einen strichpunktierten Kreis angedeuteten Ausschnitt in grösserem Masstab
und im Längsschnitt dargestellt, Fig.8 eine in Längsrichtung aufgeschnittene Ansicht
des ein Getriebegehäuse bildenden Mitnehmer zur gleichzeitigen Axialverstellung
von Arbeitsspindel und Reitstockträgerpinole, Fig. 9 im Längsschnitt das pinolenartig
ausgebildete Spindellagergehäuse in Verbindung mit einem stationären Führungsteil
einer für den Nachschub einer in die Arbeitssy1indel eingeschobenen Werkstoffstange
dienenden Stangennachschub-Führungsvorrichlxunc3, Fig.lo einen Längsschnitt durch
das als Gleitstück ausgebildete Abstützglied der Stangennachschub-Führungsvorrichtung,
das auf das llinterende einer Werkstoffstange aufgesteckt ist, Fig.ll einen Längsschnitt
durch das spannzangenartig ausgebildete Vorderende des Führungsrohres der Führungsvorrichtung
in Verbindung mit einer Werkstoffstange.
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Der in der Zeichnung gezeigte Revolver-Drehautomat weist ein einteiliges,
zugleich das Plascllinengestell bildendes, kastenartiges Spindelgehäuse 20 auf,
in dem ein pinolenartig ausgebildetes, horizontal gelagertes Spindellagergehäuse
22 in beiden Richtungen axial verschiebbar angeordnet ist. In diesem Spindellagergehäuse
ist eine in Fig.9 mit 24 bezeichnete Arbeitsspindel drehantreibbar gelagert, die
beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig.l an ihrem Spindelkopf ein Spannfutter 26 trägt,
während sie bei dem in Fig.9 dargestellten Ausführungsbei spiel mit einer Spannzange
28 ausgestattet ist. Der Arbeitsspindol ist ein als Ganzes mit 30 bezeichneter Revolverschlitten
zugeordnet, der an der Vorderseite eines gegenüber dem das Spindellagergehäuse 22
aufnellmenden Gehäusetei lstück 32 nach vorne zu verlängerten Gehäuseteilstückes
34 horizontal und senkrecht zur Achse der Arbeitsspindel mittels einer Antriebsvorrichtung
36 in beiden Richtungen verstellbar in Führungsleisten 31 und 33 geführt ist. 35
bezeichnet ein am Revolverschlitten angeformtes Führungsstück, das in einer entsprechenden
Führungsnut 37 des Spindelgellauses geführt ist. Der Rc-volverschlitten trägt einen
als Ganzes mit 38 bezeichneten Revolverkopf, dessen, wie aus Fig.3 deutlich zu ersehen
ist, mit 40 bezeichnete Schaltachse zu der mit 42 bezeichneten Achse der Arbeitsspindel
24 vorzugsweise unter einem Winkel # von bo geneigt angeordnet ist. Ausserdem befinden
sich beide Achsen vorzugsweise in einer gemeinsamen Ebene. Die Revolverschlittenführung
31,33,35 ist ungefahr symmetriscll zur Achse 42 der AriJeitsspindel 24 angeordnet
Der Revolverkopf weist ebene Aufnahmeflächen 44 für Aussenbearbeitungswerkzeuge
46 und ebene Aufnahmeflächen 48 für Innenbearbeitungswerkzeuge So auf. Wie Fig.3
zeigt, befinden sich die Aufnahmeflächen
44 für die Aussenbearbeitungswerkzeuge
46 in einer Ebene, die zur Arbeitsspindelachse 42 senkrecht steht und von dieser
durchdrungen wird. Die Aufnahmeflächen 48 sind in ihrer eingeschwenkten Arbeitsstellung
den Aufnahmeflächen 44 senkrecht und in einer zur Arbeitsspind#lachse 42 parallelen
Ebene zugeordnet. Die Aufnahmeflächen 44,48 sind ausserdem,gemäss Fig.4, in abwechselnder
Anordnung vorgesehen, wobei die Lage der Aufnahmeflächen 48 für die Innenbearbeitungswerkzeuge
in deren eingeschwenkter Arbeitsstellung und entsprechend Fig.3 in der Projektion
des Revolverkopfes auf eine Ebene durch die Schaltachse 40 und die Arbeitsspindelachse
42 derart gewählt ist, dass deren Abstand a von dem der vorderen Revolverkopfstirnfläche
zugericiiteten Ende der benachbarten Aufnahmeflächen 44 für die Aussenbearbeitungswerkzeuge
um ein Vielfaches grösser ist als deren Abstand b von dem der hinteren Revolverkopfstirnfläche
zugerichteten Ende der Aufnahmeflächen 44. Diese gegenseitige Zuordnung der Aufnahmeflächen
und die Schrägstellung des Revolverkopfes zur Arb3itsspindel ermöglicht bei einer
verhältnismässig kleinen axialen Abmessung des Revolverkopfes die Aufnahme flächen
48 für die Innenbearbeitungswerkzeuge bei verhältnismässig kleinem Revolverkopfdnrchmesser
verhältnismässig lang auszubilden und damit auch verhältnismässig lange Innenbearbeitungswerkzeuge,
beispielsweise bohrer, derart am Revolverkopf positionieren zu können, dass die
Schneiden der Aussen-und Innenbearbeitungswerkzeuge 46,50 sich ungefähr auf den
gleichen Arbe.itsl#unkt cinstellen lassen. Diese Einstellmöglichkeit bietet den
wesentlichen Vorteil, dass, falls notwendig, mit den Aussen- und Innenbearbeitungswcrkzeugen
bei gleichbleibender
Axialverstellung der Arbeitsspindel zur Durchführung
des Arbeitsvorschubes die Aussen- und Innenbearbeitung entsprechender Werkstücke
verrichtet werden kann. Es entfällt also die üblicher weise notwendige Durchführung
von zusätzlichen Vorschubwegen zur Uberbrückung von Posi tionsabweiciiungen bzw.
Schneidenabständen der in ihre Arbeitsstellung eingeschwenkten Schneiden von Aussen-
und Innenbearbeitungswerkzeugen, d.h. die spezielle gegenseitige Zuordnung der Qufnahmeflächen
44,48 ermöglicht es, mit kürzeren Vorschubwegen und kürzeren Revolverschlittenwegen
auszukommen und nach kurzem Abheben einer Werkzeugschneide vom Werkstück kollisionsfrei
das nächste Werkzeug einzuschwenken.
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Ausserdem lassen sich auf den Aufnahmeflächen 48, insbesondere auch
aufgrund der Scllräganordnunçi des Revolverkopfes zur Arbeitsspindelachse, rotatorisch
in Bewegung zu setzende Innenbearbeitungswerkzeuge günstig am Revolverkopf unterbringen
und sind ausserdem von der Bedienungsseite der rlaschine her vorteilhaft zugänglicll.
Die Innen- und Aussenbearbeitungswerkzeuge sind dabei in iiblicller Weise in Workziugialtern
52 gehalten, wobei zumindest die Aufnahme flächen 48 für die Innenbearbeitungswerkzeuye
mehrere iln Abstand hintereinander liegende Befestigungsstellen 54 aufweisen, um
die entsprechonden Werkzeughalter 52 in einer geeigneten Stellung auf diesen Flächen
positionieren zu können. Zur Ilalterung der Werkzeughalter 52 für die Aussenbearbeitungswerkzeuge
bilden vorzugsweise die entsprechenden Aufnahmeflächen 44 den Boden einer Schwalbenschwanzführung,
deren einander zug#neigten Seitenwände 56,58 formschlüssig mit entsprechenden Längsnuten
der Werkzeughalter 52 in Eingriff sind. Mittel Feststellschrauben, die in der Zeichnung
nicht näher dargestellt sind, lassen sich diese Werkzeughalter in diesen Schwalbenschwanzführungen
vorzugsweise
in vorbestimmten Stellungen feststellen.
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Die Aufnahmefiäciien 48 für die Innenbearbeitungswerkzeuge bilden
den Boden nutartiger Ausnehmungen, deren Seitenwände 60,62 konkav gekrümnQ sind.
Die Anordnung dieser nutartigen Vertiefungen ist hierbei so getroffen,Nidass in
der eingeschwenkten Arbeitsstellung derselben diese/sich koaxial zur Arbeitsspindel
erstreckende Ausnehrnung definieren, in die zur Durchführung von Innenbearbeitungsoperationen
rotationssymmetrische Werkstücke entsprechend eintauchen können.
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Der rotatorische Antrieb der Arbeitsspindel 24 erfolgt durch eine
am Spindelgehäuse stationär angeordnete Antriebsvorrichtung 64, die aus Antriebsmotor
66 und Ubersetzungsgetriebe 68 gebildet ist. Eine mit 70 bezeichnete Abtriebswelle
dieses Getriebes 68 ist parallel zu dem zum Zwecke der Durchführung des Arbeitsvorschubes
im Spindelgehäuse axial verstellbar gelagerten Spindellagergehäuse gelagert und
über ein Stirnräder 72, 74,76 aufweisendes Zwischengetriebe wird die Arbeitsspindel
über die stationäre Antriebsvorrichtung 64 in Drehung versetzt.
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Das Zwischengetriebe ist in einem Getriebegehäuse 78 untergebracht,
das axial unverschiebbar auf das Spindellagergehäuse 22 aufgebracht und von der
Getriebeabtriebswelle 70 der Antriebsvorrichtung 64 durchdrungen ist. Dabei bildet
die letztere z.B.
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eine Vielkeilwelle, auf der verschiebbar das Antriebszahnrad 72 des
Zwischengetriebes angeordnet ist, das mit dem im Getriebegehäuse 78 drehbar gelagerten
Zwischenrad 74 kämmt, das seinerseits das auf der Arbeitsspindel 24 angeordnete
Abtriebszahnrad 76 antreibt.
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Mit Hilfe des im bisiier beschriebenen Urnfange konzipierten Revolver-Drehautomaten
konnten bei einfachstem Maschinenaufbau steuerungs- und arbeitstechnisch optimale
Voraussetzungen für einen Universaleinsatz der Maschine für Futterarbeiten, Stangen-
oder Wealerlarbeiten sowie für das Lang- bzw. zwischen Spitzen-Drehen geschaffen
werden.
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In Fig.6 ist eine zur Durchführung von Langdreharbeiten bestimmte,
als Ganzes mit 80 bezeichnete Führungsvorrichtung gezeigt, die koaxial zum Spindellagergehäuse
22 an einem Befestigungsflansch 82 einer das Spindellagergehäuse aufnehmenden, vorderen
Lag-rbuchse 84 anschraubbar ist. Diese Führungsvorrichtung ist an die Maschine anbaubar,
sofern im Kopf der Arbeitsspindel 24 anstelle eines Backenfutters 26 (Fig.l und
2) eine Spannzange 28 entsprechend Fig.9 zum Spannen einer Werkstoffstange 88 vorgesehen
ist. Die Führungsvorrichtung bildet eine Trägerglocke, die an ihrem vorderen Stirnende
mit einer koaxial zur Spannzange 28 angeordneten Führungszange 90 ausgestattet ist,
die derart einstellbar ist, dass die Werkstoffstange 88 sich, in ihr spielfrei rotierend,
axial verschieben kann. Mit hilfe der Lührungsvorrichtung lassen sich Langdrehteile
im unmittelbaren Bereich vor der Angriffsstelle von Werkzeugschneiden 46,104 zuverlässig
lagern.
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Zur Durchführung von Vordreharbeiten für das Langdrehen kann des weiteren
eine in Fig.5 schematisch dargestellte Vordreheinrichtung 92 an das Spindelgehäuse
angebaut werden, die zu dies#i ~Iweck einen am letzteren befestigbaren Schlittenträger
94 aufweist, in demradial zur Arbeitsspindel ein Werkzeugschlitten
96
verschiebbar gelagert ist, der an seinem der Arbeitsspindel zugerichteten Stirnende
einen vorzugsweise durch die Kolbenstange 98 eines in einem Zylinder loo geführten
Kolbens lo2 gebildeten Werkzeughalter aufweist, in den ein Vordrehmeissel 1o4 einspannbar
ist. Zur Steuerung des Werkzeugschlittens 96 dient ein Ilebelgetriebe lo6, das einen
gleich lange Hebelarme aufweisenden, auf einer stationären, z.B. mit dem Schlittenträger
94 verbundenen Lagerachse lo8 gelagerten, doppelarmigen liebe llo aufweist, der
mittels einer Ubertragungsstange 112 unmittelbar durch den Revolverschlitten 30
verschwenkbar ist, wobei die Verbindung dieser Teile mittels eines Kupplungsbolzens
114 hergestellt und durch Axialverschieben desselben unterbrechbar ist. 116 bezeichnet
eine an der Ubertragungsstange 112 angreifende Zugfeder, die ständig versucht, den
Werkzeugschlitten 96 in seine Ausgangsstellung zurückzubewegen. Das liebelgetriebe
loG stellt damit sicher, dass der, bezogen auf die Werkstoffstange 88, diametral
zum Revolverschlitten angeordnete Werkzeugschlitten 96 in die der Bewegungsriciitung
des Revolversciilittens jeweils entgegengesetzte Richtung um gleiche Beträge verstellt
wird, wobei sich mit Hilfe des Kolbens lo2 der Werkzeugträger 98 auch unabhängig
vom ilebelgetriebe 1o6 in die Aussereingriffsstellung bringen lässt bzw. relativ
zur Werkstoffstange zustellbar ist.
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jwie aus Fig.l zu ersehen ist, ist der Revolver-Drehautomat auch mit
einem als Ganzes mit 118 bezeichneten Reitstock ausgestattet, um zwischen Si#itzen
Drehen oder, wie in Fig.l dargestellt, Werkstücke am llintoronde mit der Körnerspitze
l20 des Reitstockes 118 zentriereii zu können. Zu diesem Zweck ist
parallel
zur Arbeitsspindel und, gemäss Fig.2, in einer Ebene unterllalb derselben, im Spindelgehäuse
20 eine als Ganzes mit 122 bezeichnete Reitstockträgerpinole dreh- und axial verschiebbar
angeordnet, die an ihrem Vorderende in einem Ausleger 124 des Spindelgehäuses gehalten
ist. Auf diese Reitstockträgerpinole ist ein Reitstockhalter 126 aufgesetzt, auf
dem der Reitstock 118 beispielsweise mit einer Spannschraube 128 stufenlos verstellbar
und feststellbar aufgebracht ist.
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Der Reitstockjialter 126 ist dabei auf der Reitstockträgerpinole 122
feststellbar angeordnet, so dass beide Teile gemeinsam synchron zum Spindellagergehäuse
22 um gleiche Wegstrecken axial verstellbar sind. Zu diesem Zweck bildet das Getriebegehäuse
78 des Zwisc1#engetriebes 72,74,76 einen Mitnehmer, durch den einmal Spindellagergehäuse
22 und Reitstockträgerpinole 122 gemeinsam axial verschiebbar sind und zum anderen
von diesem @@@ Reitstockträgerpinole abkuppelbar ist, um sie zur Durchführung von
Innenbearbeitungsoperationen verdrehen und dadurch den Reitstock 118 aus seiner
Gebrauchs lage, gemäss Fig.l, in eine t#ic1itgebrauciislage versc!iwenken zu können.
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Zur Axialbewegung von Spindellagergehäuse 22 und Reitstockträgerpinole
122 dient dabei eine gemeinsame, als Ganzes mit 130 bezeichnete Verstellvorrichtung,
die am Spindelgehäuse 20 vorzugsweise fluchtend zur Reitstockträgerpinole angeordnet
ist und durch die eine Gewindespindel 132 antreibbar ist, deren Drehbewegung über
eine am Getriebegehäuse bzw. Mitnehmer 78 drehfest angebaute Gewindemutter 134 in
eine Linearbewegung zur Verstellung des Mitnehmers bzw. des Spindellagergehäuses
22 und der Reitstockträgerpinole 122 umwandelbar ist. Zugleich
dient
die Verstellvorrichtung 130 auch zur Verdrehung der keitstockträgerpinole 122 zum
Zwecke des Verschwenkens des Reitstocks 118. Zu diesem Zweck sit#t koaxial zur Reitstockträgerpinole
122 am Mitnehmer 78 ein rotationssymmetrischer Führunyskörper 136, auf dem axial
verschiebbar eine Flanschbuchse 138 geführt ist, die in das eine Stirnende der Reitstockträgerpinole
122 drehfest eingesetzt ist und mit ihrem Aussenflansch 140 in radialer Richtung
über den Umfang der Reitstockträgerpinole hinausragt. Dieser Flansch bildet zugleich
einen Kolben, der in einem koaxial zum Führungskörper 136 an den Mitnehmer 78 angesetzten
Führungszylinder 142 druckdicht verschiebbar geführt ist. Führungszylinder 142,
Flansch bzw.
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Kolben 140 sowie Führungskörper 136 definieren zwei ringförmige Druckräunie
144,146, in die welchselweise ein Druckmedium, vorzugsweise Ilydrauliköl, einleitbar
ist. Die Zuführungskanäle sind der Einfachheit halber nicht dargestellt. Ausserdem
weisen der Führungskörper 136 und der Flansch 14o der Flanschbuchse 138 an ihren
einander zugekehrten Stirnflächen jeweils eine Hirth-Verzahnung 148 auf, die zum
Kuppeln der Reitstockträgerpinole 122 mit dem Mitnehmer 78 formschlüssig miteinander
in Eingriff bringbar sind. Zu diesem Zweck wird in den Ringraum 144 Drucköl eingeleitet,
so dass der Flansch 140 unter Druck an den Führungskörper 136 angelegt wird. Mit
15o ist ein im Führungskörper 136 koaxial zur Gewindespindel 132 der Verstellvorrichtung
I30 drehbar gelagerter Drehkörper bezeichnet, der sich in die Reitstockträgerpinole
122 hilleinerstreckt und an dem sich darin befindenden Ende einen Aussenflansch
152 aufweist. Dieser Aussenflansch bildet die eine Kup##lungshälfte einer zusammen
mit der Flanschbuchse 138 gebildeten weitern Kupplung, wozu die Flanschbuchse an
ihrer dem Drehkörper-aussenf.lansch 152 zugekehrten
Stiriifläche
einen Reibbelag 154 trägt, der mit einem entsprewenden Reibb?lag 156 des Drehkörperaussenflansches
152 zusanmenwirken kann. Der Antrieb des Drehkörpers 150 erfolgt durch eine an die
Gewindespindel 132 angeformte Keilwelle 158. Der Drehkörperflansch 152 weist in
qekuppeltem Zustand der Reitstockträgerpinole 122 mit dem Mitnehmer 78 einen solchen
Abstand vom Reibbelag 154 der Flanschbuchse 138 auf, dass in entkuppeltem Zustand
dieser Teile durch Einleiten von Drucköl in den Ringraum 146 beide Reibbeläge 154,156
unter Druck aneinander zur Anlage gelangen, wobei durch die Drehbewegung der Gewindespindel
zwangsläufig während der durch den Mitnehmer 78 bewirkten Axialverschiebung von
SI#inde llagergehäuse 22 und Reitstockträgerpinole 122 auch eine Verdrehiing der
letzteren stattfindet.
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Der gewünschte Verdrehwinkel der Reitstockträgerpinole 122 zum Wegschwenken
des Reitstockes 118 lasse sich dabei in der numerischen Maschinens Leuerung als
Spinde llängsweg programmieren und entspricht somit der hierbei erfolgenden Winkeldrehung
der Gewindespindel 132. Der von der Arbeitsspindel 24 gleichzeitig zurückgelegte
Axialweg wird beim weiteren Programmablauf als zweckmässigerweise abgerundeter Betrag
von beispielsweise 2 mm berücksichtigt. Beim Wiedereinschwenken des Reitstockes
erfolgt die Drehbewegung der Reitstockträgerpinole in entsprechend umgekehrter Richtung.
Beim Arbeiten mit dem Reitstock können anstelle der Innenbearbeitungswerkzeuge auf
den Aufnahmeflächen 48 des Revolverkopfes 38 auch Aussenbearbeitungswerkzeuge derart
angebracht werden, dass sie von Station zu Station längs der Aufnahmeflächen48 entsprechend
der Lage der Befestigungsstellen 54 versetzt sind. Dadurch kann jedes Werkzeug in
einem dem maximalen
Verfahrweg der Arbeitsspindel entsprechenden
Bereich eingesetzt werden, so dass effektiv eine um den maximalen Versatz der Werkzeuge
vergrös#erte Werkstücklänge bearbeitet werden kann.
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Die verstellbare und feststellbare Anordnung des Reitstockhalters
126 auf der Reitstockträgerpinole 122 gestattet es ausserdem,den Reitstockhalter
126 auch als Mehrfachwer zeugträger auszubilden, der sowohl starr als auch rotatorisch
antreibbare Werk#euge aufnehmen kann, die auf die beschriebene Weise in Arbeitsstellung
geschwenkt werden können. Während der Vorschubbewegung der Reitstockträgerpinole
122 wird hierbei der Reitstockhalter 126 durch geeignete Mittel ortsfest gehalten.
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Der Revolver-Drehautomat ist mit einer selbsttätig arbeitenden Werkstoffstangen-Vorschubvorrichtung
ausgestattet, wobei die Arbeitsspindel zugleich einen funktionswesentlichen Teil
dieser Vorrichtung bildet. Wie Fig.9 zeigt, ist hierzu die Arbeitsspindel z.B. mit
der Spannzange 28 ausgestattet, die in bekannter Weise mittels einer Druckhülse
160 betätigbar ist, die ihrerseits z.B. durch ein innerhalb der Arbeitsspindel angeordnetes
Spannrohr 162 axial verstellbar ist, das seinerseits mittels eines in einem Zylinder
164 axial verschiebbar geführten Kolbens 166 betätigbar ist. Diese Werkstoffstangen-Vorschubvorrichtung
weist eine dem Spindellagergehäuse 22 an des sen Hinterende koaxial zugeordnete
Stangenvorschub-Führungsvorrichtung 168 auf, die an einem Ständer 193 befestigt
ist.
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Diese ist gebildet durch einen hohlzylindrischen am Spindelgehäuse
20 befestigten Führungskörper 170, in dem eine Aufnahmehülse 172 gegen die Wirkung
einer
sich am Führungskörper 170 abstützenden Druckfeder 174 axial verstellbar ist. Diese
Aufnahmehülse trägt ein z.B.
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stíftartiges, einen Längsschlitz 176 des Führungskörpers durchyreifendes
Schaltglied 178, dem am Führungskörper eine Absclialtvorriciitung 180 zugeordnet
ist. In der Aufnahmehülse 172 ist axial verscj#iebbar eine Führungshülse 182 geführt,
die in einer vorbestimmten, in Fig.9 gezeigten Stellung mit der Aufnahmehülse 172
kuppelbar ist, wozu vorzugsweise ein auf einem Aussenflansch 184 des aus dem Führungskörper
170 herausragenden Endstückes der Aufnahmehülse ein Zylinderaggregat 186 angeordnet
ist, dessen Kolben 188 hierzu mit seiner Kolbenstange 130 in eine entsprechende
Radialausnehmung 192 der Führungshülse hineinsteuerbar ist. In der Fü!lrungshillse
ist mittels eines Kugellagers 194 ein von ihrem Hinterende her in die Arbeitsspindel
bzw. in das in ihr verschiebbar vorgesehene Spannrohr 162 hineinragendes Führungsrohr
196 bezeichnet, an dessen Vorderende eine zangenartig ausgebildete und sich somit
reibungssciilüssig auf der Werkstoffstange 88 haltende Abschalthülse 198 befestigt
ist, auf deren Zweck weiter unten eingegangen wird. Innerhalb des Führungsrohres
befindet sich ein in Fig. so in einem möglichen konstruktiven Aufbau im einzelnen
gezweites Abstützglied, das mit einem zangenartig ausgebildeten Mundstück 202 auf
das Hinterende der betreffenden Werkstoffstange aufsteckbar ist. Dieses Mundstück
besitzt eine Kegelfläche 204 f an die zentral ein Gewindeschaft 206 angeformt ist.
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Auf diesen ist ein Aufnahmekörper 2o8 aufgesteckt, der mit einei Innenitegelfläche
210 formschlüssig an der Kegelfläche 204 des Mundstückes anliegt. Auf den Gewindeschaft
ist eine Druckplatte 212 aufschraubbar, die zusammen mit dem Aufnahmekörper 208
eine
im Querschnitt etwa V-förmige Umfangsnut definiert, in die ein zylindrischer Reibring
214 eingesetzt ist, der aus einem Material mit einem grossen Reibungskoeffizienten,
z.B. yeeigneter Kunststoff, hergestellt ist. Durch Anziehen einer die Druckplatte
durchsetzenden und in den Gewindeschaft 206 einschraubbaren Spannschraube 21G lässt
sich der Durchmesser des Reibringes derart einstellen, dass dessen Umfangsfläche
mit relativ grossem Radialdruck am Innenumfang des Führungsrohres 196 anliegt und
sich der dadurch erzeugte Reibungswiderstand nur mit einer bestimmten Kraft überwinden
lässt. Zur Defestigung des Abstützgiiedes auf dem hinteren Endstück der Werkstoffstange
ist nach dem Aufstecken seines Mundstückes 202 der Aufnahmekörper 208 mittels z.B.
eines Schlüssels solange anzuziehen, bis die Zangenschenkel des Mundstückes mit
einem Druck am Werkstoffstangenumfang anliegen, aus dem ein Reibungswiderstand resultiert,
der grösser ist als der Reibungswiderstand zwischen Reibring und Führungsrohr.
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Im folgenden wird nun die Arbeitsweise der Stangen-Vorschubvorrichtung
des näheren beschrieben: Zu Beginn eines Arbeitsprogrammes fährt das Spindellagergehäuse
22 bei gespan#nter Spannzange 28 der Arbeitsspindel 24 in seine linke Endstellung,
wobei über die Werkstoffstange 88 und das Abstützglied 200 das Führungsrohr 196,
gemäss Fig.9, nach links mitbewegt wird. In der erreichten Endstellung wird die
Führungshülse 182 mittels der Kolbenstange 19o des Zylinderaggregates 186 an die
Aufnahmehülse 172 angekuppelt. Ilieran wird,
entsprechend der geforderteì:
Werkstücklänge, das Spindellagergehäuse bzw. die Arbeitsspldel 24 mit festgespannter
Werkstoffstange mit einem Wegbefehl, gemäss Fig.9, nach rechts bewegt, wobei das
Führungsrohr 196 ortsfest gegen den Widerstand der sich am Aussenflansch 184 der
Aufnahmehülse und am stationären Führungskörper 170 abstützenden Druckfeder 174
gehalten wird. Dadurch wird die Werkstoffstange 88 gegen den Reibungswiderstand
des Abstützgliedes 200 zusammen mit der Arbeitsspindel nach rechts bewegt. Anschliessend
wird die Spann zange 28 gelöst und die Arbeitsspindel bzw. das Spindellagergehäuse
entsprechend Fig.9 wieder nach links gesteuert, wobei sich nun zwanslaufi die Werkstoffstange
88 an dem im Führungsrohr durch die Reibung festgehaltenen Abstützglied 200 abstützt
und somit zusammen mit dem Führungsrohr 196 ortsfest stehen bleibt. Ilat die Arbeitsspindel
ihre linke Endstellung erreicht , wd deren Spannzange 28 wieder gespannt, die Kupplung
zwischen den beiden Hülsen 178,182 gelöst und in der Folge das Arbeitsprogramm am
Werkstück durchgeführt. Dabei führt während den einzelnen Arbeitsoperationen das
Führungsrohr 196 zusammen mit der Führungshülse 182 alle Bewegungen der Arbeitsspindel
bzw. des Spindellagergehäuses mit aus.
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Nach Aufbrauch der betreffenden Werkstoffstange fährt das Mundstück
202 des Abstützgliedes 200 an der ihm zugekehrten Stirnfläche 218 der am Vorderende
des Führungsrohres vorgesehenen Absciialtiiülse 198 an und nimmt somit bei der Durchführung
einer weiteren Vorschubbewegung zwansläufig das Führungsrohr 196 in dieser Ictun
gegen den Widerstand der Druckfeder 174 mit, so dass über das Schaltglied die Abschaltvorrichtung
180 betätigt und die Maschine abgeschaltet wird.
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L e e r s e i t e