DE2559541B2 - Vorrichtung zum Granulieren von Strängen aus thermoplastischen Kunststoffen - Google Patents
Vorrichtung zum Granulieren von Strängen aus thermoplastischen KunststoffenInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Granulieren von Strängen aus thermoplastischen
Kunststoffen, mit einer die aus Düsen schmelzflüssig austretenden Stränge aufnehmenden, vor einer Schneidwalze
angeordneten, mit Kühlwasser beschicklen Zuführeinrichtung, die unmittelbar vor der Schneidwalze
ein Paar von Einzugswalzen aufweist.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE-OS 22 12 345 bekannt Bei dieser Vorrichtung dreht sich die
Schneidwalze in einem etwa zylindrischen Gehäuse, das nicht wesentlich größer ist als die Ausmaße der
Schneidwalze, so daß für das geschnittene Granulat nur ein relativ enger Raum zum Abtransport zur Verfügung
steht Dieser Abtransport erfolgt über einen etwa tangential von der Schneidwalze wegstrebenden Kanal,
der etwa gegenüber der Schnittstelle in das Gehäuse der Schneidwalze einmündet. Dabei gelangt von der
Zuführeinrichtung über die Schnittstelle Kühlwasser auch in den Raum zwischen Schneidwalze und Gehäuse.
Wegen der geringen Größe dieses Raumes wird das geschnittene Granulat in engem Kontakt geführt, wobei
das von der Schneidwalze an der Schnittstelle durchgelassene Kühlwasser keine besonders starke
Wirkung entfalten kann, so daß es zu Verklebungen der Granulatkörner kommen kann, insbesondere, wenn die
Stränge in einem Zustand geschnitten werden, in dem diese in ihrem Inneren noch schmelzflüssig sind, was zur
Schonung der Schneidwalze an sich erwünscht ist
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das von der Schneidwalze erzeugte Granulat sicher abzuführen,
ohne daß es dabei zu einem Verkleben von Granulatkörnern
kommen kann.
Erfindungsgemäß geschieht dies dadurch, daß unterhalb der Schneidwalze eine Auffangrinne vorgesehen
ist, die im Bereich zwischen ihrem Boden und der Schneidwalze eine Zuführung für zusätzliches Kühlwasser
aufweist.
Das zusätzliche Kühlwasser sorgt dafür, daß das Granulat in der Auffangrinne sofort einer weiteren
Kühlwirkung unterworfen wird. Dabei ist es ohne weiteres möglich, durch eine entsprechende Menge von
zusätzlichem Kühlwasser der Gefahr des Verklebens von Granulatkörnern vollständig zu begegnen.
Zweckmäßig gestaltet man hierzu die Auffangrinne so, daß "der Boden im Bogen um die Schneidwalze
hochgezogen ist und in einen etwa tangential zur Schneidwalze in Richtung von deren Drehsinn ausgerichteten
Einlaß für das zusätzliche Kühlwasser übergeht Hierdurch wird erreicht daß das Granulat
schnell von der Schneidwalze wegtransportiert wird.
Um im Bereich der Auffangrinne die Kühlwirkung regeln zu können, sieht man in der Zuführungsleitung
für das zusätzliche Kühlwasser einen Mengenregler vor. Mit diesem kann dann die Geschwindigkeit des
zusätzlichen Kühlwassers in der Auffangrinne wunschgemäß gesteuert werden.
Die Erfindung wird durch ein Ausführungsbeispiel an Hand der Figuren erläutert Es zeigt
Fig.2 die gleiche Vorrichtung in perspektivischer Sicht
Über der in der F i g. 1 dargestellten Vorrichtung ist eine Düse 1 vorgesehen, aus der ein thermoplastischer
Kunststoff schmelzflüssig austritt Die Schmelze wird der Düse 1 aus irgendeinem nicht dargestellten
Zuführorgan zugeleitet, beispielsweise von einem Extruder. Die Düse 1 formt aus der Schmelze einen als
strichpunktierte Linie gezeichneten Strang 2, der der Vorrichtung zugeleitet wird und dabei auf die
Ablaufrinne 5 gelangt die mit seitlich hochgezogenen Rändern 4 versehen ist Die Ablaufrinne 5 ist hier im
Schnitt dargestellt Sie besitzt ein etwa U-förmiges Profil (siehe Fig.2). Sie springt gegenüber der
Verbindungslinie 6 von Düse 1 und dem Eingang 7 der beiden Einzugswalzen 8 und 9 so vor, daß der Strang 2
sowohl hinter der Düse 1 als auch vor dem Einzugswalzeneingang 7 gegen die Ablaufrinne 5
gezogen wird. Man sieht dies deutlich an der leichten Umlenkung des Stranges 2 an dem Knickpunkt 10 und
dem Auslauf 11 der Ablaufrinne 5.
Der Ablaufrinne 5 wird Kühlwasser zugeführt und zwar aus dem Wasserkasten 12, der an seinem unteren
Ende den Zulauf 13 aufweist, über den das Kühlwasser, geregelt durch das Ventil 14, zugeführt wird. An der
Oberseite des Wasserkastens 12 ragt in diesen das obere Ende der Ablaufrinne 5 hinein, das hier die Schräge 15
bildet. Das obere Ende dieser Schräge 15 wirkt für das im Wasserkasten 12 hochsteigende Wasser wie ein
Wehr, über das das Kühlwasser überläuft und dann über die Schräge 15 und die Ablaufrinne 5 herabfließt. Bei
diesem Überlaufen über das obere Ende der Schräge 15 wird das Kühlwasser weitgehend beruhigt und fließt
entsprechend gleichmäßig herab. Das Kühlwasser umspült dabei den Strang 2 und bildet gleichzeitig
zwischen diesem und der Ablaufrinne 5 einen Film, so daß der zunächst noch aus praktisch flüssigem Material
bestehende Strang 2 nicht an der Ablaufrinne festkleben kann. Der Strang 2 wird dann längs seines Fortschreitens
entlang der Ablaufrinne gekühlt, so daß er am Auslauf 11 der Ablaufrinne 5 schließlich zumindest
äußerlich verfestigt ankommt.
Vor der Ablaufrinne 5 sind fünf Sprühdüsen 16 vorgesehen, von denen weiteres Kühlwasser auf den
längs der Ablaufrinne 5 herabgeleiteten Strang 2 aufgesprüht wird. Hierdurch wird eine zusätzliche
Kühlwirkung erzielt.
Nach Verlassen der Ablaufrinne 5 an deren Auslauf 11
gelangt der Strang 2 zwischen die beiden Einzugswalzen
8 und 9, die auf den Strang 2 einen geringen Zug ausüben, damit dieser längs seines Weges von der Düse
i bis zum Einzugswalzeneingang 7 gespannt bleibt Der Strang 2 wird dann über das Gegenmesser 17 zu der
Schneidwalze 18 geführt, die ihn in bekannter Weise zu Granulat zerschneidet
Die Schneidwalze 18 ist in einer Auffangrinne 21 angeordnet, in der das von der Schneidwalze 18
erzeugte Granulat abtransportiert wird. Zu diesem Zweck ist der Boden 22 der Auffangrinne 21 im Bogen
um die Schneidwalze 18 hochgezogen und geht in den Einlaß 23 über, dem über das Ventil 24 weiteres
Kühlwasser zugeführt wird. Das Kühlwasser strömt über den Einlaß 23 etwa tangential an die Schneidwalze
18 heran, wo es das von der Schneidwalze herangeführ-
te Granulat sofort umspült und! dann im Bogen entlang
des Bodens 22 von der Schineidwalze 18 wegführt.
Durch die Geschwindigkeit des über den Einlaß 23 zugeführten zusätzlichen Kühlwassers läßt sich die in
der Auffangrinne 21 weiterhin stattfindende Kühlung des Granulates auf einen jeweils gewünschten Wert
einstellen: Da die Kühlung des Stranges 2 vorher von der Zufuhr des über den Zulauf 13 zugeführten
Kühlwassers, darüber hinaus von der Wirksamkeit der Sprühdüsen 16 abhängt, kann man durch wahlweise
Einstellung der Ventile 14 und 24 sowie der über die Sprühdüsen 16 zugeführten Wassermenge sowohl die
Temperatur des Stranges 2 beim Schneiden als auch die Temperatur des Granulates am Ausgang der Auffangrinne
21 in weiten Grenzen beliebig einstellen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Granulieren von Strängen aus thermoplastischen Kunststoffen, mit einer die aus
Düsen schmelzflüssig austretenden Stränge aufnehmenden, vor einer Schneidwalze angeordneten, mit
Kühlwasser beschickten Zuführeinrichtung, die unmittelbar vor der Schneidwalze ein Paar von
Einzugswalzen aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß unterhalb der Schneidwalze eine n. Auffangrinne (21) vorgesehen ist, die im Bereich
zwischen ihrem Boden und der Schneewalze (18) eine Zuführung für zusätzliches Kühlwasser aufweist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Boden der Auffangrinne (21) im Bogen (22) um die Schneidwake (18) hochgezogen
ist und in einen etwa tangential zur Schneidwalze (18) in Richtung von deren Drehsinn ausgerichteten
Einlaß (23) für das zusätzliche Kühlwasser übergeht χ
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zuführungsleitung für
das zusätzliche Kühlwasser ein Mengenregler (24) vorgesehen ist
Priority Applications (1)
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