DE2558893A1 - Schleudergiessvorrichtung zum herstellen von giessharz aufweisenden erzeugnissen, insbesondere elektromotoren - Google Patents
Schleudergiessvorrichtung zum herstellen von giessharz aufweisenden erzeugnissen, insbesondere elektromotorenInfo
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Description
DIPL.-ING. H. FINK PATENTANWALT · 730Ü ESSLINÜ6N (NbCKAR) - HINDENBURGSTRASSE
' 3.
5. November 1975 Z P 6313
Richard Halm, 7061 Baltmannsweiler, Sucherstraße 54
"Schleudergießvorrichtung zum Herstellen von Gießharz aufweisen den Erzeugnissen', insbesondere· Elektromotoren"
Die Erfindung betrifft eine Schleudergießvorrichtung entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Bei einer Vorrichtung der vorgenannten Art wird die in die Gießform
einzufüllende Menge an Gießharz mittels eines auf den Füllzustand der Gießform ansprechenden pneumatischen Druckfühlers
gesteuert, auf dessen Steuersignal ein die Gießdüse überwachendes Schließventil anspricht. Die Steuerung des Ventiles mit Hilfe des
Fühlers ist sehr aufwendig, weil jeder Gießform ein Druckfühler zugeordnet sein muß und mehrere Gießformen auf einer Schleudergießvorrichtung
vorhanden sind.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den für die
Steuerung notwendigen Aufwand wesentlich zu verringern. Diese Aufgabe wird entsprechend den Merkmalen im Kennzeichnungsteil des Anspruches
1 erfindungsgemäß gelöst. Hierdurch kann auf das die
Gießdüse während des Gießvorganges überwachende Schließventil
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'f.
und dessen auf den Füllzustand der Gießform ansprechende Steuereinrichtung
verzichtet werden. Für die Steuerung der Dosiereinrichtung ist ein wesentlich geringerer Aufwand als für die
Steuerung des Schließventiles notwendig. Der Vorratsbehälter wird im Verlaufe jedes Gießvorganges vollständig geleert, so
daß darin kein Gießharz verbleibt und deshalb auch nicht die Gefahr von dessen Erhärten im Vorratsbehälter und im Bereich der
Gießdüse besteht.
Die Merkmale des Anspruches 3 erweisen sich wegen der innerhalb bestimmter Grenzen liegenden Abweichungen der von der Dosiereinrichtung
gelieferten Füllmenge und des in der Gießform vorhandenen Füllraumes als vorteilhaft.
Durch Anwendung der Merkmale des Anspruches 4 ergibt sich
eine Kerbe zwischen dem Gießteil und seinem Anguß, so daß dieser leicht vom Gießteil abgebrochen werden kann.
Wenn entsprechend den Merkmalen des Anspruches 6 die Gießformen einzeln geöffnet und geschlossen werden können, so lassen
sich Wärmeverluste durch geringe Öffnungszeiten vermindern und die Gußstücke können länger in der Form verbleiben, so daß sich
Werkstoffspannungen besser ausgleichen können.
Weitere Vorteile ergeben sich aus den übrigen Ansprüchen, der
Beschreibung und der Zeichnung. In dieser ist eine Schleudergießvorrichtung als Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung
im Längsschnitt schematisch dargestellt.
In einem geschlossen ausgebildeten Maschinengestell 1 ist ein Drehtisch 5 mit lotrechter Antriebswelle 6 gelagert. Diese ist
durch einen Antriebsmotor 7a antreibbar. An der Antriebswelle 6 sind elektrische Drehzuführungen 8 und Druckmitteldrehzuführungen
9 für hydraulisches und pneumatisches Druckmittel vorgesehen.
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Der Drehtisch 5 trägt eine Anzahl in gleichen Abständen im Kreis angeordneter Gießunterformen 10, denen jeweils eine Gießoberform
11 zugeordnet ist. Jede Gießoberform 11 ist an einer Traverse 12a befestigt, die über ein Gestänge 13a mit einem unterhalb des
Drehtisches 5 angeordneten Arbeitszylinder 14a verbunden ist,
dessen Kolbenstange auf der vom Drehtisch 5 abgewandten Seite aus dessen Zylindermantel heraustritt. Das Gestänge 13a durchsetzt
den Drehtisch 5 und ist in diesem gleitend gelagert. Der Arbeitszylinder 14a wird vorzugsweise durch hydraulisches Druckmittel
betrieben. Zum Steuern der Druckmittelzufuhr zu den Arbeitezylindern
14a dienen nach Belieben betätigbare, nicht dargestellte Steuergeräte .
Zwischen der Gießunterform 10 und der Drehachse des Drehtisches 5 befindet sich ein Vorratsbehälter 21a für Gießharz, insbesondere
Epoxid-Harz. Der Vorratsbehälter 21a hat eine radial nach außen stehende und nach außen sich verjüngende Spritz- oder Gießdüse
26a. Die Gießdüse 26a mündet in einem Abstand von etwa 1 bis 10 mm von der Gießform. Sie kann jedoch auch mit dieser verbunden
sein, was jedoch wegen der Wärmeübertragung zwischen der Gießform und dem Vorratsbehälter 21a nachteilig ist. Die Gießform 10, 11
ist auf eine Temperatur von z. B. 150° C aufheizbar, die der Aushärttemperatur
des Gießharzes entspricht. Der Vorratsbehälter 21a wird auf einer wesentlich geringeren Temperatur von z. B.
80° C gehalten, so daß das hierin vorhandene Gießharz nicht kurzfristig sondern höchstens in 1 bis 2 Stunden aushärtet und auch
vorher nicht auszuhärten beginnt. Der Vorratsbehälter 21a und die Gießdüse 26a müssen so ausgebildet sein, daß durch die
während des Rotierens des Drehtisches 5 auftretende Fliehkraft das im Vorratsbehälter und der Gießdüse befindliche Gießharz vollständig
in die Gießform gelangt.
Die Gießunterform 10 hat eine kleine Vorkammer 27a in ihrem Einlaß,
um innerhalb bestimmter Grenzen liegende Abweichungen der
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aus dem Vorratsbehälter 21a übertragenen Füllmengen und/oder ebenfalls innerhalb bestimmter Grenzen liegende Unterschiede
zwischen den in der gleichen Gießform 10, 11 während verschiedener Gießvorgänge zu füllenden Räumen auszugleichen. Zwischen der Vorkammer
27a und dem Hohlraum der Gießform 11 befindet sich ein verengter
Übergang, so daß eine Angußkerbe entsteht, die nach dem Ausformen des Gießkörpers leicht abgebrochen werden kann.
Oberhalb der Schleudergießmaschine sind zwei Vorratsbehälter
24 und 25 für unterschiedliche Komponenten des Gießharzes, z. B. das eigentliche Harz und dessen Härter, angeordnet f die mit
einer darunter vorgesehenen Dosiereinrichtung 41 verbunden sind, deren Auslaß über ein Ventil 42 in einen Mischer 23 zum Mischen
des Gießharzes mündet. An dem Mischer 23 ist über ein Ventil eine Dosiereinrichtung 44 angeschlossen, deren von einem Ventil
45 überwachte Mündung 46 oberhalb einer Füllöffnung des Vorratsbehälters 21a liegt.
Aus den Vorratsbehältern 24, 25 werden dem Mischer 23 in einem durch
die Dosiereinrichtung 41 bestimmten Verhältnis die Komponenten des Gießharzes zugeführt. Diese werden in dem Mischer 23 intensiv gemischt.
Während des Betriebes muß dem Mischer immer eine solche Menge an Gießharz zugeführt werden, daß der Vorratsbehälter 21a dem Arbeitsvorgang
entsprechend gefüllt werden kann. Die Dosiereinrichtung 44 ist so ausgebildet, daß sie eine der Aufnahmefähigkeit
der Gießform 10, 11 entsprechende Gießharzmenge in den Vorratsbehälter 21a füllen kann, wobei die Gießharzmenge so bemessen
ist, daß die Gießform 10, 11 unabhängig von in bestimmten Grenzen liegenden und während verschiedener Füllvorgänge auftretenden
Abweichungen ihres Füllraumes ständig mit Gießharz gefüllt wird und daß etwa überschüssiges Gießharz von der Vorkammer 27a
aufgenommen wird, wenn der Vorratsbehälter 21a ganz leer ist.
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Zum Umgießen von Elektromotorenteilen werden jeweils einem Motor
zugehörige Teile in eine offene Gießform 10, 11 eingelegt, die um Wärmeverluste zu vermeiden, anschließend sofort verschlossen
wird. Das Einlegen geschieht von einer bestimmten Stelle aus. Zugleich wird einer der jeder Gießform 10, 11 zugeordneten Vorratsbehälter
21a mit einer der Gießform 10, 11 angepaßten Menge an Gießharz gefüllt. Der Drehtisch 5 wird dann um eine von der
Anzahl der GießforitailO, 11 bestimmte Teilung gedreht.
Anschließend werden von der gleichen Stelle aus die Teile eines andern Elektromotors in die nächste Gießform eingelegt und ein
anderer Vorratsbehälter wird gefüllt. Wenn alle Gießformen 10, 11 mit Elektromotorenteilen versehen sowie geschlossen und alle
Vorratsbehälter .21a gefüllt sind, beginnt der SchleuderVorgang,
während dem das in den Vorratsbehältern 21a befindliche Gießharz in die jeweils zugeordnete Gießform 10, 11 geschleudert wird,
wobei diese vollständig gefüllt wird und etwa überschüssiges Gießharz in der Vorkammer 27a verbleibt und wobei der Vorratsbehälter
21a vollständig geleert wird.
Danach werden die Gießformen 10, 11 einzeln geöffnet und die Formlinge
werden einzeln ausgebracht. Nach dem Entleeren einer Gießform werden in die gleiche Gießform sofort wieder mit Gießharz
zu versehende Elektromotorenteile eingelegt und die Gießform wird
geschlossen, wobei wieder einer der Vorratsbehälter 21a gefüllt wird. Die Arbeitsvorgänge des Füllens der Gießformen 10, 11 und
der Vorratsbehälter 21a sowie der Gießvorgang wiederholen sich dann.
Statt jeder Gießform 10, 11 einen Vorratsbehälter 21a zuzuordnen, kann ein allen gleichen Gießformen gemeinsamer Vorratsbehälter
vorgesehen sein, dessen Ausflußverhältnisse für jede Gießform 10, .11 gleich sind und in den eine der Zahl der Gießformen
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entsprechende Menge an Gießharz mittels der Dosiereinrichtung eingebracht wird. Um in dem gemeinsamen Vorratsbehälter den Vorratsbehältern
21a entsprechende Kammern zu schaffen, kann der gemeinsame Vorratsbehälter in Draufsicht gesehen sternförmig ausgebildet
sein, wobei jede Zacke des Sterns im wesentlichen die Gießharzmenge aufnehmen kann, welche zum Füllen der Gießform 10,
11 gebraucht wird.
Sind auf einem Drehtisch unterschiedliche Gießformen vorhanden, so kann jeweils einer Gruppe gleicher Gießformen ein Vorratsbehälter
zugeordnet sein. Bei Verwendung unterschiedlicher Gießformen ist aber auch möglich, die Ausflußverhältnisse der den Gießformen
jeweils zugeordneten Gießdüsen des Vorratsbehälters so zu gestalten,
daß jede der unterschiedlichen Gießformen gleich gefüllt wird. Hierbei kann von Vorteil sein, jeder Gießdüse ein Ventil
zuzuordnen, das gleichzeitig mit den den anderen Gießdüsen zugeordneten Ventilen geöffnet wird.
Eine bevorzugte Ausbildung der Dosiereinrichtung 44 hat an ihrem Auslaß ein mittels eines pneumatischen ArbeitsZylinders betätigbares
Dosierventil. Der Arbeitszylinder ist über ein Wegeventil mit einer Druckluftquelle verbindbar oder davon trennbar. Das Wegeventil
ist mittels eines pneumatischen Fühlers steuerbar, der entsprechend dem notwendigen Füllzustand in den Einlaß des Vorratsbehälters hineinragt und über ein Reduzierventil mit der Druckmittelquelle
verbunden ist. Der pneumatische Fühler kann durch eine Lichtschranke oder dgl. ersetzt werden. Wegen des in den Vorratsbehälter
hineinragenden Fühlers ist mindestens dieser für den Eingriff in den einzelnen Vorratsbehälter heb- und senkbar ausgebildet.
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Claims (1)
- 5. November 1975 Z P 6313& h" s" ρ" r ΐΐ c h" e.\ Schleudergießvorrichtung zum Herstellen von Gießharz aufweisenden Erzeugnissen, insbesondere Elektromotoren, mit einem Drehteller, mit mindestens einem auf dem Drehteller angeordneten und unterhalb der Erhärtungstemperatur des Gießharzes gehaltenen Vorratsbehälter zur Aufnahme von Gießharz, mit mindestens einer auf dem Drehteller angeordneten Gießform, die einen Einlaß für das Gießharz hat und mit einer vom Vorratsbehälter zum Einlaß der Gießform gerichteten Gießdüse, dadurch gekennzeichnet , daß dem Vorratsbehälter (21a) eine Dosiereinrichtung (44) für das Gießharz vorgeschaltet ist, deren Fördermenge je Arbeitstakt der Aufnahmefähigkeit des Vorratsbehälters und der von diesem in einem Arbeitsgang zu füllenden Gießformen (10, 11) entspricht, und daß beim Vorhandensein mehrerer von einem einzigen Vorratsbehälter zu füllender Gießformen die diesen jeweils zugewandten Gießdüsen (26a) der Füllmenge der jeweils zugeordneten Gießform entsprechend ausgebildet sind.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Gießform (10, 11) ein deren Füllmenge etwa entsprechender Vorratsbehälter (21a) zugeordnet ist.3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e η η .-zeichnet , daß die Gießform (10, 11) eine ihrer Hauptkammer unmittelbar vorgeschaltete Vorkammer (27a) aufweist, deren Volumen wesentlich kleiner als das Volumen der Hauptkammer ist.-8-ORiGJNAL INSPECTED709827/08545. November 1975 Z
P 63134« Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß zwischen der Vorkammer (27a) und der Hauptkammer der Gießform (10, 11) ein eingeschnürter Übergang vorgesehen ist.5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß die Gießform (10, 11) und
der ihr zugeordnete Vorratshalter (21a) in radialer Richtung auf dem Drehteller (5) angeordnet sind.6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß für jede Gießform (10, 11) eine zu deren öffnen dienende und jeweils für sich betätigbare Hubeinrichtung (12a, 13a, 14a) vorgesehen ist.7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein in den Vorratsbehälter in angepaßter Lage einbringbarer und auf dessen Füllzustand
ansprechender Fühler vorgesehen ist, der zum Steuern eines
den Auslaß der Dosiereinrichtung (4 4) überwachenden Ventiles dient.709827/0854
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