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Schließ- und/oder Verriegelungseinrichtung für Fahrzeugtüren.
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Die Erfindung betrifft eine automatische Schl.ieß- und/oder Verriegelungseinrichtung
für Fahrzeugtüren, insbesondere von Kraftfahrteugen. Sie ist zum serienmäßigen oder
nachträglichen Einbau bestimmt und dient zum leichten und absolut sicheren, vdlligen
Schließen und zum. automatischen Verriegeln der Fahrgastraumtüren sowie vorteilhaft
zus&tzlichen TUren und Klappen, z. B. der Motorhaube, des Kofferraumdeckels
oder spezieller Lade türen.
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Automatisch arbeitende Schließ- und Verriegelungseinrichtungen, auch
solche mit Kraftspeid er für die Schließeinrichtung, sind in einer Vielzahl bekannt.
In einige PKW-Modelle werden sie serienmäßig eingebaut.
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Die zum Schließen und Verriegeln notwendigen Kräfte werden dabei entweder
einem hydraulischen Kraft System, einer pneumatischen
Unterdruckanlage,
kräftigen Elektromagneten, elektromotorischen Stellanbrieben oder auch einer durch
das Öffnen der Fahrzeugtür vorgespannten Feder entnommen.
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Die Verriegelungsanlagen werden generell durch ein zentrales System
gesteuerte. Die Betätigung erfolgt über elektrische Kontakte oder pneumatische Ventile,
die einmal beim Verschließen einer oder von zwei Fahrzeüren von außen durch das
Schaltschloß betätigt werden und/oder durch Signale von der Tachowelle oder anderer,
die Bewegung des Fahrzeuges signalisierender Einrichtungen.
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Ziel all dieser Vorrichtungen ist es, bei stillgesetzem oder abgestelltem
Fahrzeug mit dem Verschließen vonnur einer Fahrzeugtür alle weiteren Türen, Klappen,
Hauben und Deckel am Fahrzeug zu verriegeln und beim Betrieb des Fahrzeuges im Fahrzustand
ebenfalls alle Türen zu verriegeln.
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Die bekannten Vorrichtungen dieser Art, die im Kraftfahrzeug-und Flugzeugbau
eingesetzt werden, müssen diese Aufgabe mit einem sehr großen, technisch komplizierten,
zum Teil störanfälligen und vor allem teuren Aufwand lösen, da sie sich vornehmlich
Kraftanlagen auf hydraulischer, pneumatischer oder elektromagnetischer Basis bedienen,
die in den meisten Fällen, speziell für den Zweck der Türverriegelung, im Fahrzeug
eingebaut werden.
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Arbeiten die Vorrichtungen mit Unterdruck, der meistens durch den
Ü'nterdrick im Saugrohr von Benzinmotoren erzeugt wird - bei Dieselmotoren ist diese
Lösung nicht möglich -, so ist neben zahlreichen Steuerventilen und Schlauchleitungen
zu den Türen auch ein Unterdruckspeicher erforderlich. Schwer feststellbare Undichtheiten
im Leitungs- und tfbertragungssystem führen dabei vielfach zum Ausfall der Anlage.
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Bei hydraulisch betriebenen Anlagen ergeben sich ähnliche Schwierigkeiten.
Wird die Anlage mit Elektromagneten betrieben, so sind diese groß, schwer, teuer
und haben eine große Stromaufnahme, so daß in vielen Fällen eine größere Batterie
im Fahrzeug eingebaut werden muß, denn die Kräfte zum sicheren Schließen einer Fahrzeugtür
liegen in der Größenordnung von 500 Newton, die zum Verriegeln in der Große von
50 Newton.
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Für das Steuern und Regeln von pneumatischen und hydraulischen Ventilen
und Relais für große Stromstärken ist ein nicht unerheblicher baulicher Aufwand
erforderlich. Vor allem ist es aber bei den vorgeschlagenen Lösungen nicht möglich,
sie wahlweise zusätzlich oder gar nachträglich in Pahrzeuge einzubauen oder nur
mit erheblichen Xnderungen an der bestehenden Schließmechanik der durch Schlösser
und handbetätigte Verriegelungsknöpfe betätigten Türschließmechanik.
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Die Abmessungen dieser im TUrrahmen oder der TUr unterzubringenden
Hydraulikzylinder, Servo-Unterdruckdosen oder in zwei
Richtungen
wirkenden Hubmagnete sind meist so groß, daß der Einbau nur in TUren mit tiefen
TUrkEsten, d. h. bei großen Fahrzeugen, möglich ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine TUrschließ-und/oder
Verriegelungsanlage für Fahrzeugtüren schaffen zu können, die mit einfachen Bauteilen
klein, leicht und preis.
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wert herzustellen und in der "Zu"-Stellung oder bei Verriegelung ohne
Halteenergie arbeitet, universell verwendbar und ohne änderung an der vorhandenen
mechanischen und/oder handbetätigten Verriegelungseinrichtung wahlweise zusätzlich
oder nachträglich einbaubar ist und die Verriegelung zusätzlich von Hand oder zentrale
Steuerung, insbesondere nach einem Unfall selbstätig zu offenen ist.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einer Sohließ- und Verriegelungseinrichtung
mit einem Kraftspeicher für TUren, Hauben und Deckel von Fahrzeugen, insbesondere
von Kraftfahrzeugen, erfindungsgemSß vorgeschlagen, daß der Kraft speicher ein von
einem kleinen Elektromotor angetriebenes Schwungrad ist, das seine Energie zul Schließen
oder Verriegeln Uber ein Vorgelege mit nachgeschaltetem Meehanismux auf die vorhandene
Schließ-und/oder Verriegelungseinri ohtung abgibt.
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Nach der Erfindung wird somit vorgeschlagen, daß die Energie (Kräfte),
die zum voJständlgen Schließen einer Fahrzeugtür und/oder zum Verriegeln benötigt
wird, einem Schwungradspeicher entnommen wird, der vor der Energieabgabe durch einen
kleinen Elektromotor auf eine ausreichend hohe Drehzahl gebracht wird.
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Gut geeignet sind dbei Drehzahlen von 1500 bis 1800 U/min.
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Die Energieableitung in den Schließ- und Verriegelungsmechanismus
erfolgt in weiteren erfindungsgemäßen Ausbildungsformen über ein Sti.rnzahnrad-Vorgelege
mit Zahnstange oder ein Reibradgetriebe oder einem Sellzugtrieb oder über ein Schneckengetriebe
mit Gewinde- oder Kugelspindel. Die Wahl der Ubertragungselemente um die Kraft der
im Schwungrad gespeicherten Energie auf den bei FahrzeugtUren oder dergl. vorhandenen
Verriegelungs-und/oder Schließmechanismus zu übertragen, richtet sich dabei im wesentlichen
nach der Größe der notwendigen Kräfte.
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In weiterer erfindungsgemäßer Ausgestaltung wird insbesondere für
schwere TUren vorgeschlagen, daß das Vorgelege ein Sohneckengetriebe ist, dessen
Schneckenrad als Spindelmutter ausgebildet ist, in die eine Gewinde- oder Rollenspindel
unmittelbar eingreift.
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Ein weiterer erfindungsgemäßer Vorschlag geht dahin, daß in dem ffbertragungsgestänge
oder Antrieb zum TUrsohließ- und/oder
Verriegelungsmechanismus
ein Leerweg vorhanden ist. Dabei wird kraftarm nur ein Teil des Übertragungsmechanismus
durch den Eek,rmntor mit dem Schwungrad bewegt, so daß trotz oder '!ei dieser bewegung
das Schwungrad auf ausreichend hohe Leist,rlg gebracht wird, damit anschließend
die im Schwungrad gespeicherve Energie genutzt wird, die aktive Arbeit des Türschließens
oder Titrverriegelns vorzunehmen. Durch den erfindungsgemäß vorgeschlagenen Leerweg
in dem Übertragungsgestänge oder dgl. Übertrag;ungsantrieb ist somit eine Entkupplung
des Schwungrades wahrend des Hochlaufens von dem nachgeschalteten Übertragungsmechanismus
überflüssig.
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In weiterer erfindungsgemäßer Ausgestaltung wird vorgeschlagen, daß
bei Anwendung eines Zahnstangenantriebes die Zahnstange nach Überwindung des Leerspiels
federnd mit der vorhandenen Betätigung und diese von Hand gegen die Schließstellung
der Automatik entriegelbar ist.
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Die automatische Verriegelungseinrichtung wird vorteilhaft mit ihrer
ugstange in eine zusätzliche Bohrung der bereits vorhandenen, manuell betätigten
Druckknopf-Verriegelung eingehängt, die automatische Türschließeinrichtung greift
an einem Hebel an, der zusätzlich auf die Schließwelle montiert wird oder mit ihr
durch einen Keil oder an sich bekannten Mitnehmer verbunden ist. Es sind somit lediglich
nur einfache Maßnahmen
r endig, die erfindungsgemaße Lösung an
bestehende bzw.
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..ekannte mürschLieß- undfoder Verriegelungseinrichtungen abzubauen.
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In weiterer erfindungsgemäßer Ausgestaltung wird vorgeschlagen, daß
in einem geschlossenen zentralen Regel- und Steuerkasten die erfortirrliche elektronische
Steuerautomatik und Stromverteilung für die kleinen Elektromotoren untergebracht
ist.
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Geschaltet wird die Türschließautomatik automatisch durch den Vorschließweg
der Tür in Verbindung mit einem Schalter bekannter Bauart, vorzugsweise Quecksilberschalter.
Bei diesem wird durch ein anfängliches Drehen des Gabelhebels über einen Hebel der
Quecksilberschalter gekippt. Besonders vorteilhaft ist die Verwendung eines Näherungsinitiators.
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Die Verriegelungsanlage wird entweder bei der Stillsetzung des Fahrzeuges,
durch Betätigung eines der beiden TUrschlösser von außen oder bei Beginn der Fahrt
durch die an sich bekannte Abnahme eines Bewegungssignals von der Taohowelle oder
Xhnlichem geschaltet.
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In weiterer erfindungsgemäßer Ausgestaltung wird vorgeschlagen, daß
in der elektronischen Steuereinrichtung ein auf starke Verzögerungen (über ca. 10
g) ansprechendes Schaltrelais mit
nachgeschalteten, einstellbaren
Zeitrelais (5 - 15 Sekunden) vorhanden ist, das nach einem Unfall die Verriegelung
nicht sofort, sonder erst nach der eingestellten Zeitspanne nach dem Stillstand
des Fahrzeuges öffnet.
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Die erfindungsgemäße Lösung eignet sich zum An- und Einbau an jegliche
Art von Fahrzeugtüren, Klappen und Hauben, nicht nur von Kraftfahrzeugen, sondern
auch von Schienenfahrzeugen, Seilbahnen und Flugzeugen. Die gemäß der Erfindung
beschriebene Anlage eignet sich aufgrund des einfachen Aufbaues, der kleinen Abmessungen
und der leichten Montage besonders gut zum zusätzlichen oder nachträglichen Einbau
in eine große Zahl heutiger, serienmäßig hergestellter Kraftfahrzeugtüren, ohne
daß dabei finderungen an den bestehenden Verschluß- und Verriegelungseinrichtungen
vorgenommen werden müssen.
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Durch den Einbau zusätzlicher Betätigungskontakte und Wahlschalter
im Fahrgastraum lassen sich zahlreiche Verriegelungs-Variationen schaffen. Die Verriegelungsanlage
kann gleichzeitig mit einem Alaresystem auf optischer oder akustischer Basis verbunden
sein, beispielveise in der Weise, daß bei einem Einschalten der Alarianlage die
TUren verriegelt werden.
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Ferner ist der Anbau von Kontrollkontaktgebern in den TUrrahmen möglich,
die eine automatische Betätigung der Verriegelungseinrichtungen erst dann ermöglichen,
wenn alle Türen fest geschlossen sind.
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Durch die Verwendung eines Schwungrades als Kraftspeicher, der durch
einen kleinen Elektromotor vor der Kraftabnahme für den Schließvorgang z. B. in
Rechtsdrehung und für den Offnungsvorgang z. B. in Linksdrehung mit erforderlicher
hoher Drehzahl versetzt wird, lassen sich mit einer sehr kleinen, raumsparenden
Anlage sehr große Schließ- und Verriegelungskräfte erzielen.
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Da in der Beschleunigungszeit der Sohwungmasse ein "Leerhub" durchlaufen
wird, entfällt die Notwendigkeit des Einbaues einer störanfälligen und verschleißbehafteten
Kupplung. Es entfallen aber auch elektrische Endabschalter, da der Elektromotor
nur eine vorgegebene einstellbare Zeit läuft und in dieser Zeit das Schwungrad auf
eine ausreichende Drehzahl gebraoht und anschließend seine Energie zur Betätigung
des eigentlichen Schließ- und Verriegelungsmeohanismusses abgibt. Weiterhin ist
die Stromaufnahme gering, da keine Stoßbelastung wie bei einem Hubmagneten auftritt.
Zu jeder Sohließ- und Verriegelungseinrichtung führen lediglich zwei dünne elektrische
Leitungen, da die Rückmeldungsschalter mit jeder einzelnen Anlage integriert sind.
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Die Erfindung ist in den Zeichnungen an Hand einiger Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Sie beschränkt sich nicht auf die d-lrgestellten Ausbildungsformen,
vielmehr sind weitere, im Rahmen <er Erfindung liegende Abwandlungen möglich.
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Es zeigen: Fig. 1 einen Schnitt durch eine Verriegelungseinrichtung
der Schließeinrichtung mit elektromotorischem Kraftspeicher mit Stirnradvorgelege
und 7ahnstangentrieb in Stellung "auf", Fig. f' die Vorrichtung nach Fig. 1 in der
Stellung zu Fig. 5 schematische Ansicht auf eine Verriegelungseinriehtung mit elektromotorischem
Kraftspeicher mit Reibradvorgelege und Kurbeltrieb-Betätigung in Stellung "auf",
Fig. 4 Vorrichtung nach Fig. 3 in Stellung "zu", Fig. 5 Querschnitt durch eine Verriegelungseinrichtung
und,/oder Sohließeinrichtung mit elektromotorischem Kraftspeicher mit Schneckengetriebe
und Zahnstange und von Elektromotor getrennter Schwungmasse in Stellung "auf,
Fig.
6 Einbaupian einer Verriegelungsanlage in ein Kraftfahrzeug mit 4 Türen und zusätzlicher
Verriegelung von Motorhaube und Kofferraumdeckel, Fig. r Schaltplan einer automatischen
Verriegelungsanlage mit vier Verriegelungsstellen, Fig. 8 Teilschnitt und Ansicht
auf eine automatische Tür-Schließanlage mit elektromotorischem Kraftspeicher mit
Schneckenrad-Vorgelege, Gewindespindel und Schubkurbel in Stellung "Tür noch nicht
geschlossen", Fig. 9 Vorrichtung nach Fig. 8 in Stellung "TUr in Vorschließstellung,
Fig. lo Vorrichtung nach Fig. 8 in Stellung "Tür geschlossen Fig. 11 Vorrichtung
nach Fig. 8 in Stellung nur geschlossen, Antrieb zurückgelaufen", Nach den Fig.
1 und 2 besteht die automatische TUrverriegelungsvorrichtung mit elektromotorischem
Kraftspeicher in einer Ausführungsvariante aus dem Gehäuse 1 mit dem Elektromotor
2, auf dessen Motorwelle 9 sowohl das Schwungrad 4 als auch das
Ritzel
5 befestigt ist, welches in das Stirnrad 6 der Vorgiegewelle 7 eingreift. Die Vorgelegewelle
trägt ein weiteres Zahnrad 8, das mit einer Zahnstangenverzahnung 9 in Verbinciung
steht, die in gezeigtem Ausführungsbeispiel auf ein Hülsenstück 117 aufgebracht
ist. In diesem kann sich in einer Mittenbohrung 11 die Zugstange 12 soweit verschieben,
wie der auf ihr befestigte und somit an der Zugstange nicht verschiebbare obere
Anschlag 13 und der aus der unteren Befestigung 14, der zylindrischen Schraubendruckfeder
15 und Scheibe 16 bestehende Anschlag zuläßt. Die Zugstange 12 greift in eine zusätzlich
angebrachte Bohrung 17 am vorhandenen Verriegelungshebel 18, an dem auch der übliche
Druck-Knopf 19 für die manuelle Verriegelung eingehängt ist, der im Türrahmen 20
geführt ist. Als Staubschutz dient in gezeigtem Ausführungsbeispiel ein Faltenbalg
21.
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Wird nun dem Elektromotor für den Verriegelungsvorgang mit Motordrehung
im Uhrzeigersinn Strom zugeführt, entweder durch Betätigung des Türschloßkontaktes
beim Abschließen einer Fahrzeugtür, oder beim Anfahrvorgang des Fahrzeuges, z. B.
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durch einen Geber auf der Tachowelle, so kann bzw. wird der Elektromotor
die Schwungmasse beschleunigen, und zwar so lange, bis der leerhub 22 zwischen dem
Hülsenstück lo und der abgefederten Anschlagscheibe 16 überwunden ist. Dann wird
die
Rotetlí,nsenergie des Schwungrades 4 auf die Zugstange 12 übertragen, die den Verriegelungshebel
nach unten zieht und demit die Verriegelung bewirkt. Durch diesen"Leerhub" wird
erreicht, daß keine Kupplung vorhanden zu sein braucht, so daß die Zahnräder bzw.
Zahnstangen in ständigem Eingriff sind. Dafìureh ergibt sich eine sehr einfache
und sichere Bauweise.
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Die Verriegelung ist in Fig. 2 gezeigt. Ein Zeitrelais in der zentralen
Steuereinheit schaltet den Motorstrom ab und ein Flip-Flop-Relais 44 polt die Stromzuführung
um, damit beim Entriegelungsvorgang sich der umgekehrte Vorgang mit Motor- und Schwungraddrehung
entgegen Uhrzeigersinn wiederholen kann, wobei der Leerhub jetzt zwischen dem oberen
festen Anschlag 13 und dem Hülsenstüok lo vorhanden ist.
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Die Anordnung der Feder 15 erfüllt drei Aufgaben. Einmal mildert sie
den Anfahrstoß beim Verriegelungsvorgang, dann ergibt sie eine Endanschlagdämpfung
und weiter, und dies ist wesentlich, kann in verriegeltem Zustand, d. h. das Hülsenstück
lo nach unten verschoben und der Verriegelungs-Druck-Knopf 19 manuell mit erhöhter
Kraft entgegen dem Druck der Schraubenlinienfeder nach oben gezogen und damit
dte
Tür geöffnet werden, ohne daß es einer Drehung der VorgeLegewelle mit Stirnrad und
Elektromotors bedarf.
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Eine automatische Verriegelungsanlage mit elektromotorischem Krfspeichr
einfachster Ausführung zeigt Fig. 5 und 4 in skizzenhafter Darstellung. Auf der
Motorwelle 5 des Elektrsmotors 2 ist das Schwungrad 4 und ein kleines Reibrad 53
befestigt, das durch den federnd gelagerten Motor gegen das große Reibrad 24 gedrückt
wird. Der auf diesem befestigte Kurbelzapfenstift 25 greift in einen Schlitz 26
der Schubstange 27 ein, die mit dem Verriegelungshebel 18 verbunden ist.
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Das große Reibrad trägt an seinem Außendurchmesser noch einen radialen
Anschlagstift, der mit seinem Anschlagen an ein zeichnerisch nicht dargestelltes
Teil am Gehäuse den Drehwinkel auf etwa 3500 begrenzt. Fig. 3 zeigt den Beginn des
Verriegelungsvorganges nach etwa 700 Drehung des großen Reibrades entgegen dem Uhrzeigersinn,
weil der E-Motor 2 mit dem Schwungrad 4 und Reibrad 23 nach der Darstellung in Fig.
3 im Uhrzeigersinn rotiert. Nach etwa weiteren 1000 Winkel, wenn der Kurbelzapfenstift
25 den linken Horizontalpunkt seiner Umlaufbahn erreicht hat, ist der Leerhub überwunden
und der Verriegelungsvorgang wird in den folgenden
90° Drehwinkel
des großen Reibrades 24 ausgelöst.
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Während des Leerhubes wird somit das Schwungrad auf große Beschleunigung
gebracht, so daß es anschließend die Energie zum Arbeitshub mit dem Herunterziehen
des Hebels 1S erbringen kann.
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Fig. 4 zeigt den Entriegelungsvorgang bei etwa 700 Drehwinkel des
großen Reibrades in Uhrzeigersinn. Diese Ausführung zeichnet sich durch besonders
einfachen Aurbau und die Möglichkeit aus, beim Verriegelungsvorgang und Entriegelungsvorgang
etwa 1700 Besohleunigungsweg zum Beschleunigen des Schwungrades bei nur 900 Arbeitsweg
und 800 Leerlauf-Auslaufweg unterzubringen. Daduroh kann bei kleinstem Elektromotor
ein mittelgroßes Schwungrad auf hohe Drehzahl und entsprechende Energie zur Verriegelungs-bzw.
Entriegelungsarbeit gebracht werden.
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Die Darstellung in Fig. 5 zeigt im Teilschnitt den Aufbau eines elektromotorisch
angetriebenen Schwungrad-Enegiespeichers mit Schneckengetriebe-Voruntersetzung,
Zahnstangenantrieb und getrennt angebrachtem Sohwungrad. Diese Lösung ist besonders
vorteilhaft zum Verriegeln vergleichsweise schwerer Türen, beispielsweise solchen
von Omnibussen.
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Dabei ist der Elektromotor 2 am Gehäuse 1 angeflansoht und
und
greift mit seiner Motorwelle 3 in die Schneckenwelle 29, die auch das Schwungrad
4 tragt. Über die Schnecke 30r das Schneckenrad 31 und das Zahnrad 8 wird die Schwungradenergie
Uber die Zahnstangenverzahnung 9 auf das Hülsenstück lo übertragen.
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Der Leerhub zum Beschleunigen des Schwungrades und der weitere Ver-
und Entriegelungsvorgang entspricht der in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführung.
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Fig. 6 zeit den schematischen Einbau einer automatischen Verriegelungseinrichtung
mit elektromotorischem Energiespeicher an einem Kraftfahrzeug mit vier Türen 32
und zusätzlicher Verriegelung von Motorhaube 33 und Kofferraumdeckel 54.
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In jeder Tür und an der Stirn- und Rückwand des Fahrgastraumes sind
die Verriegelungseinheiten 35 mit den auch manuell zu bedienenden Verriegelungsknöpfen
angebracht.
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Von ihnen fUhren zweiadrige Stromzuführungen 36 (gestrichelt gezeichnet)
zur zentralen Steuereinheit 37.
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Vom TUr-SchaltBahloß 38 z. B. der Fahrertür führt eine zweiadrige
Steuerleltung 38 (gepunktet gezeiohnet) und eine
einadrige Kontrollringleitung
(strichpunktiert gezeiohnet) ueber Kontaktgeber an den TUrrahmen und der Zelle ebenfalls
zur Steuereinheit, wodurch verhindert wird, daß die Verriegelungsanlagen arbeiten,
bevor nicht alle Türen, Deckel und Hauben fest geschlossen sind. Auf diese Kontrolleinrichtung
kann auch bei Einfachtsausführung verzichtet werden. Im Fahrgastraum ist ferner
noch ein manuell zu betätigender Auslöseschalter 41 angebracht, damit auch bei besetztem
und stehendem Fahrzeug die Verriegelung bei Bedrohungen von außen verriegelt werden
kann.
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Fig. 7 zeigt den schaltungstechnischen Grundaufbau der zentralen Steuereinheit
37 mit vier nachgeschalteten Motoren 2 der Verriegelungseinrichtungen, vier Kontroll-Kontakgeber
4o an den Türrahmen, dem TUrschalt8ahloßkontakt 42 und den Anschluß des zusätzlichen
Auslöseschalters 41.
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Im dicht verschlossenen Kasten der Zentraleinheit (mit Strichlinie
angedeutet) befinden sich ein Baustein zur Kontaktentprellung 43, ein Flip-Flop-Schalter
44 zwei Relais zur Richtungsfreigabe 45, zwei Schaltverstärker 46, eine Schaltsperr.
mit Zeitgeber 47 für die zeitliche Steuerung der Stromflußdauer für die Schwungradbeschleunigung
und den Ver- oder Entriegelungsvorgang, ein Relais 48, das auf starke Fahrzeugverzögerungen
oder Beschleunigung
im Falle eines Auffahr- oder Anfahrunfalles
( bis lo g) anspricht und einem damit verbundenen, zusätzlichen Zeitrelais 49.
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Bis auf die Kontroll-Kontaktgeber 40, die nicht unbedingt erforderlich,
aber vorteilhaft vorhanden sind, befinden sich damit alle Steuer- und Schaltelemente
in der Zentraleinheit 97. Die Türschaltschlösser und die notwendige Zahl der Verriegelungseinrichtungen
sind nur jeweils über eine zweiadrige Leitung mit der Zentraleinheit verbunden,
was den Einbau ganz wesentlich erleichtert, die Betriebssicherheit erhöht und einen
nachträglichen Einbau sehr einfach möglich macht.
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Nach dem gleichen Prinzip des elektromotorisch angetriebenen Energiespeichers
arbeitet auch die automatische Tür-Schließ einrichtung, wie sie für eine Ausführungsvariante
für die vier typischen Schließvorgangsstellungen einer Fahrzeugtür, in den Fig.
8 bis 11 in Funktionsbildern dargestellt ist.
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Eine Türschließeinrichtung hat die Aufgabe, eine Tür festanzuziehen.
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Im Ausführungsbeispiel ist die Anwendung der Schließvorrichtung bei
einer Fahrzeugtür dargestellt, deren Verschluß
durch einen, auf
einer drehenden Verschlußwelle 50 angeordneten Gabelhebel 51 erfolgt, der in den
an der Schloßsäule des Fahrzeuges befestigten Zapfen 52 eingreift und mit dem im
Inneren der TUr befindlichen mechanischen Schließ- und Sperrmechanismus verbunden
ist, Diese ist, da bekannt, zeichnerisch nicht dargestellt. Die zusätzliche, die
Erfindung betreffende automatische Tür-Schließeinrichtung besteht aus dem Gehäuse
1 mit dem Elektromotor 2 und der Motorwelle 3, auf der das Schwungrad 4 und die
Schnecke 30 befestigt sind, die in das Schneckenrad 51 eingreift, das nun in diesem
Ausführungsfalle mit einem Zentral-Innengewinde 53 versehen ist, das eine Gewindespindel
54 umgreift.
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Am aus dem Gehäuse 1 herausragenden Ende der Gewindespindel 54 angebrachten
Bolzenkopf 55 ist eine Schubstange 56 gelagert, in deren Schlitzloch 57 der Bolzen
58 eines auf der Verschlußwelle 50 zusätzlich angebraohten Hebels 59 eingreift.
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Bei der in Fig. 8 gezeigten Türstellung bei der der Türzapfen 52 in
der Anfangsstellung soeben in den Gabelhebel 51 eingreift, die Verschlußwelle 5o
sich gerade zu drehen beginnt, wird durch ein mit ihr verbundener und zeichnerisch
nicht dargestellter Kontakt betätigt, der die Stromzufuhr zum Elektromotor 2 herstellt.
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Da der Vorschließweg, in der Praxis etwa 20 bis 25 mm, durch die Tür
ohne großen zusätzlichen Widerstand sehr schnell durchstrichen wird, stellt sich
zwischen dem salzen 58 und dem Schlitzloch 57 ein "Leerweg" 6o ein, der als Beschleunlgungsweg
für das Hochlaufen des Schwungrades benötigt wird. Das ist in Fig. 9 dargestellt.
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Durch den Elektromotor wird Uber das Schneckenrad 51 die Gewindespindel
in Richtung nach unten geschraubt. Dabei wandert zugleich über den Bolzenkopf 55
die Gabel 56 in Richtung nach unten. Auf der Wegstrecke bis zum Anschlag des oberen
Teiles des Schlitzloches 57 an den Bolzen 58 wird dazu nur eine geringe Kraft benötigt,
so daß sich während dieser Wegstrecke bzw. Zeit das Schwungrad auf eine ausreichende
Drehzahl bringen läßt und somit Enegie gespeichert werden kann. Sobald der obere
Teil des Schlitzloches 57 an dem Bolzen 58 der Gabel zur Anlage kommt, zieht die
durch das Schwungrad gespeicherte Energie den Bolzen 58 mit dem Hebel 59 nach unten.
Der Hebel 59 wiederum dreht die Verschlußwlle 50 und damit den Gabelhebel entgegen
dem Uhrzeigersinn nach links, so daß die Tür naohgezogen und endgültig in Schließstellung
als Endlage gebraoht wird, wie das in Fig. lo dargestellt ist. Je nach MassentrXgheit8moment
des Schwungrades und der inneren Gesamt-Übersetzung wird die PUr mit einer erheblichen
Kraft
von 500 bis 1000 Newton (50 bis 100 Kg) in die Endlage gezogen.
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Ein in der Zentraleinheit 37 eingebautes Zeitrelais 47 mit Flip-Flop-Schalter
44 sorgt für die Umpolung der Stromzufuhr mit verringerter Spannung, so daß der
Motor das Schwungrad 4 und damit auch Schnecke So mit Schneckenrad ,1, Spindel 54
mit Bolzenkopf 55 und Schubstange 56 in die Ausgangslage der Fig. 8 bringt, ohne
dabei jedoch den Hebel 59 auf der Verschlußwelle 50 zu drehen, da sich der Rückhol-Leerweg
61 jetzt auf der anderen Bolzenseite befindet. Ein weiteres Zentralrelais in der
Zentraleinheit schalet dann, bis zum nächsten Öffnen und Schließen der Tür, die
Stromzufuhr zum Motor ab.
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Der zunächst als mit der Verschlußwelle 50 verbunden beschriebene
Drehkontaktgeber kann auch durch einen berührungslosen Näherungssohalter im Türrahmen
ersetzt werden, damit arbeitet auch die automatische TUrJchließeinri¢htung völlig
kontaktfrei in dem in der Tür installierten Ausrüstungsteil, der mit je nur einer
zweiadrigen Zuleitung zur Zentraleinheit, störungsunempfindlich, wartungsfrei und
auch zum nachträglichen Einbau geeignet ist.
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Es ist auch möglich, zum Einschalten des Elektromotors zum Schließen
der Tür einen Quecksilberschalter zu verwenden, der über eine zeichnerisch nicht
dargestellte Hebelanordnung durch die Anfangsdrehung des Gabelhebels 51 so gekippt
wird, daß er die Stromleitung zum Elektromotor freigibt.
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- Patentansprüche -