[go: up one dir, main page]

DE2554049A1 - Gewehrgranate - Google Patents

Gewehrgranate

Info

Publication number
DE2554049A1
DE2554049A1 DE19752554049 DE2554049A DE2554049A1 DE 2554049 A1 DE2554049 A1 DE 2554049A1 DE 19752554049 DE19752554049 DE 19752554049 DE 2554049 A DE2554049 A DE 2554049A DE 2554049 A1 DE2554049 A1 DE 2554049A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
slide
channel
projectile
charge
rifle
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19752554049
Other languages
English (en)
Inventor
Manfred Dipl Phys Dr Held
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Airbus Defence and Space GmbH
Original Assignee
Messerschmitt Bolkow Blohm AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Messerschmitt Bolkow Blohm AG filed Critical Messerschmitt Bolkow Blohm AG
Priority to DE19752554049 priority Critical patent/DE2554049A1/de
Publication of DE2554049A1 publication Critical patent/DE2554049A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B30/00Projectiles or missiles, not otherwise provided for, characterised by the ammunition class or type, e.g. by the launching apparatus or weapon used
    • F42B30/04Rifle grenades

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Description

  • Gewehrgranate
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Gewohrgranate mit einer insbesondere als axial nach vorn wirkende Hohlladung ausgebildeten Sprengladung und einem dieser nachgeordneten Schaft zum Aufstecken auf den Lauf eines Gewellres.
  • Es ist eine Cewehrgranate bekannt (DT-PS 975 806), deren als axial nach vorn wirkende llohlladung ausgebildete Sprengladung im bereich des hinteren Ladungsendes eine zentrische Aussparung aufweist. Ausgefüllt ist diese Aussparung mit einer Übertragungsladung. Letztere besitzt auf der Seite der stachelbildenden Hohlladungsauskleidung eine zur Sprengladungslängsachse konzentrische Ausnehmung für die Aufnahme einer Zündkapsel. Von der Zündkapsel führt ein axialer Ladungsdurchlaß zum Scheitel der stachelbildenden Hohlladungsauskleidung.
  • Er dient der Aufnahme eines Führungsrohres, eines geschlitzten Klemmrohres und eines lialteringes zur Fiihrung einer Zündnadel, die mit ihrem der Ziiiidkapsel abgewandten Ende an einem als Abstandshalter für die llohlladung ausgebildeten Kopfteil der Granate befestigt ist. Verschossen wird vorbeschriebene Granatenausführung mittels einer speziellen Treibladung, die formmäßig mit der hülse einer normalen Patrone übereinstimmt, aber im Unterschied zu letzterer kein eigenes Geschoß aufweist.
  • Bei einer anderen-bekannten Gewehrgranate (DT-OS 1 578 149), deren auf den Lauf eines Gewehres aufsteckbarer Schaft sprengladungsseitig in eine Sackbohrung eines druckfesten Granatbodens eingeschraubt ist, sind Vorkehrungen zum Verschießen derselben mit einer scharfen Patrone getroffen worden. Zu diesen Vorkehrungen zählen ein vom aufprallenden Geschoß einer scharfen Patrone in Richtung der Geschoßbeschleunigung vorschiebbares Fangstück sowie eine Bremsvorrichtung für dieses.
  • Fangstück und Bremsvorrichtung sind dabei im Schaftinnern angeordnet. Bei dieser Anordnung wird es als nachteilig angesehen, daß im Fall eines Versagens von Fangstück und Bremsvorrichtung das scharfe Geschoß eine akute Gefahr für die Sprengladung der Gewehrgranate und deren Zündelemente, für den Lauf des benützten Gewehres und den dieses bedienenden Schützen darstellt.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Gewelirgranaten eingangs genannter Gattung dahingehend weiterzuentwickeln, daß sie ohne großen Aufwand völlig risikolos mit scharfen Patronen verschossen werden können.
  • Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß vom Schaft ein schaftseitig offen ausgebildeter koaxialer Geschoßkanal durch die Sprengladung zum vorderen Granatende geführt und dem Geschoßkanal ein Absperrorgan zum selbsttätigen Verschließen eines örtlichen Kanalquerschnitts nach erfolgtem Geschoßdurchtritt durch diesen zugeordnet ist.
  • Durch den Geschoßkanal ist sicllergestellt, daß das Geschoß einer scharfen Patrone nach erfolgtem Austritt aus dem Gewehrlauf unter Beibehaltung seiner ursprünglichen Flugbahn zum vorderen Granatende gelangt, und zwar ohne die Sprngladung der Granate sowie deren Zündelemente in irgendeiner Weise zu gefährden. Zugleich ist auf einfache Art Gewähr fiir eine Mitbeschleunigung der gesamten Gewehrgranate durch die Treibgase des Geschosses geboten. Dafür sorgt nämlich der während der Bewegung des Ceschosses durch den Geschoßkanal schaftseitig erfolgende Verschluß des letzteren.
  • Gemäß einem ausgestaltenden Erfindungsmerkmal ist der Geschoßkanal beidseitig offen ausgebildet. Wird eine dieses Merkmal aufweisende Gewehrgranate auf den Lauf eines Gewehres gesteckt, ist mit letzterem nach wie vor ein gezieltes Feuer möglich.
  • Bei einer abgewandelten erfindungsgemäßen Granatenausführung findet =ater verzicht auf die letztgenannte Möglichkeit eine Gescho@hre@s- und Geschoßfangvorrichtung Anwendung. Letztere ist aber nicht - wie im bekannten Fall - im auf einen Gewehrlauf aufsteckbaren Cranatschaft untergebracht. Sie befindet sich vielmehr in einem über die vordere Sprengladungsstirnseite hinausreichenden Abschnitt des Geschoßkanals und somit an einer im Versagensfall völlig unproblematischen Stelle.
  • Aus Gründen der Einfachheit empfiehlt es sich, dem Geschoßkanal als Absperrorgan einen mittels einer Feder oder dergleichen von der Offen- in die Schließstellung bewegbaren Schieber zuzuordnen und im Geschoßkanal in Höhe dieses Schiebers ein oder mehrere, quer zur Kanallängsachse verlaufende Scherstifte anzuordnen, derart, daß letztere bis zum Abscheren durch ein Geschoß den Schieber in seiner Offenstellung arretieren.
  • Vielfach ist es gebräuchlich, der Sprengladung schaftseitig eine Übertragungsladung und der t;bertragungsladung auf ihrer der Sprengladung abgewandten Seite einen sicherbaren Detonatorschieber zuzuordnen, wobei der Betonatorschieber in Sicherstellung außerhalb der Bereichs der Übertragungsladung liegt und nach erfolgter Entsicherung mittels einer Feder oder dergleichen in die Scharfstellung bewegbar ist, in welcher der Detonator jiber der Übertragungsladung zu liegen kommt. Überall da, wo dies der Fall ist, hat es sich nicht nur aus gründen der Platzersparnis, sondern auch aus sicherungstechnischer Sicht als zweckmäßig erwiesen, deti Geschoßkanal zwischen Sprengladung und Schaft durch ein druckfestes Gehäuse zu fiihren, im Gehäuseinnern durch entsprechende Kanalerweiterungen außer fiir den Detonatorschieber auch Einbauraum für den weiter vorn erwähnten Kanalschieber zu schaffen und dem Kanalschieber mit einer in Schließstellung zum Geschoßkanal koaxial Bohrung zur Aufnahme der Übertragungsladung zu versehen.
  • Bei Granatenausführungen letztbeschriebenen Aufbuas wirkt es sich konstruktiv vereinfachend ans wenn gemäß weiteren ausgestaltenden Erfindungsgemrkmalen Kanalschieber und Detonatorschieber im druckfesten Gehäuse auf gegenüberliegenden Seiten des Geschoßkanals axial zueinander versetzt angeordnet sind und der Detonatorschieber in Höhe einer Scherstiftstützfläche des Kanalschiebers eine Widerlagerfläche fiir ein und denselben Scherstift aufweist.
  • Handelt es sich bei dem Detonatorschieber um einen solchen mit einer auf seiner der Sprengladung abgewandten Seite vorgesehenen Ausnehmung, in welche in Sicherstellung ein quer zur Verschiebungsrichtung sich erstreckender und am schieberfernen Eiide durch eine Druckfeder belasteter Beschleunigungsstift zur zusätzlichen Arretierung mit seinem der Druckfeder abgewandten Ende eingreift, wird zur L'rzielung einer erhöhten Sicherheit empfohlen, den Kanalschieber in gleicher Weise mittels eines derartigen federbelasteten I3eschleunigungsstiftes in der Offenstellung zusätzlich zu arretieren.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Gewehrgranate mit einem zwischen ihrer Sprengladung und einem auf den Lauf eines Gewehres aufsteckbaren Schaft angeordneten zweiteiligen Gehäuse in druckfester Ausführung, Fig. 2a das Unterteil des vorerwähnten druckfesten Gehäuses bei abgehobenem Gehäuseoberteil, Fig. 2b das Oberteil des vorerwähnten druckfesten Gehäuses bei abgehobenem Gehäuseunterteil und Fi . 3 den vorderen Teil einer gegenüber Fig. 1 abgewandelten Granatenausführung.
  • Fi. 1 zeigt eine Gewehrgranate 1. Die Gewehrgranate 1 weist einen Schaft 2 auf, der nach Abnahme eines Verschlußpfropfens 3 auf den lauf eines Gewehres geschoben werden kann. Zu ihrer Flugstabilisierung ist am hinteren Schaftende ein kalibergleicher Ring 4 vorgesehen, dessen Lage durch beispielsweise vier Stege 5 und einen Sprengring 6 fixiert ist.
  • Am vorderen L'n<le geht der Schaft 2 in ein Kegelansatzstück 7 mit Außengewinde 8 über. Auf dieses Gewinde 8 ist eine Hülle 9 geschraubt. Sic dient der Aufnahme einer Sprengladung 10 und eines an die hintere Sprengladungsstirnseite angrenzenden druckfesten Gehäuses 11.
  • Die Sprengladung 10 ist beispielsweise als axial nach vorn wirkende rotationssymmetrische Hohhladung ausgebildet. Ihre stachelbildende Ausklcidung 12 greift basisseitig in eine Ringnut 13 der Hülle 9 ein. Besagte Ringnut 13 befindet sich in Nähe des vorderen Hüllenabschnitts. Letzterer zeigt dabei eine Ausbildung als Amboß 14. Zwischen diesem Amboß 14 und einem weiteren Amboß 15 sind Piezeoelemente 16 angeordnet, von denen Leitungsdrähte 17 zu einer - wie aus Fig. 2a ersichtlich - im druckfesten Gehäuse 11 untergebrachten Zündelektronik führen.
  • Der mit 15 bezeichnete Anlboß ist Teil eines Hohlkegels 18, welcher einen Abstandshalter 19 für die Hohlladung in Form eines beidseitig offen ausgebildeten Rohrfortsatzes trägt und mit der Hülle 9 durch ein Ausnehmungen 20 aufweisendes Stahlsegment 21 verbunden ist.
  • Die Hohlladung 10, irt die aui der Seite des druckfesten Gehäuses 11 zum Zwecke der Betonationswellenlenkung ein Inertkörper 22 eingebettet ist, weist eine durchgehende zentrische Längsbohrung 23 auf. Diese Längsbohrung 23 bringt - wie Versuche bestätigten - entgegen der allgemein vorherrschenden Meinung überhaupt keine bzw. keine nennenswerten Leistungseinrußen mit sich, und zwar selbst bei im Vergleich zu Flammenleitröhrchen und Zündnadelführungsröhrchen großen Durchmessern.
  • Abgestützt ist sie durch ein beidseitig offen ausgebildetes Rohrstück 24. Dieses ist - ebenso wie der als Abstandshalter der Hohlladung fungierende Rohrfortsatz 19 - Bestandteil eines Geschoßkanals 25, dessen durchb das druckfeste Gehäuse 11 hindurchführender Abschnitt das Bezugszeichen 26 trägt.
  • Wie aus den Figuren 2a und "b ersichtlich, besteht das Gehäuse 11 aus einem Unterteil 11a und eiiiem Oberteil 11b. Das Gehäuse-Unterteil 11a weist einen Einbauraum 27 für einen Schieber 28 zum Verschließen des Geschoßkanals auf. Per Kanalschieber 28 ist in der gezeichneten Offenstellung zweifach arretiert, nämlich zum einen durch zwei im Geschoßkanalabschnitt 26 quer zur Kanallängsachse verlaufende Scherstifte 29, für die an einem axialen Kanalschiebervorsprung 30 Stützflächen 31 vorgesehen sind, und zum anderen durch einen federbelasteten Beschleunigungsstift 32, der mit seinem freien Ende 32a bis zum Auftreten einer Beschleunigung vorgegebener Höhe und Zeitdauer in eine dafür vorgesehene Schieberausnehmung 33 hineinragt. Zur Aufnahme einer Übertragungsladung @4 ist er mit einer in Schließstellung zum Geschoßkanal 25 koaxialen Bohrung 35 versehen, deren Durchmesser denjenigen des Rohrstück 24 übertrifft. Erreicht wird die Schließstellung auf dem Wege einer Schwenkbewegung um einen Zapfen 36,für die eine Drehfeder 37 verantwortlich ist.
  • In Höhe des Kanalschiebervorsprungs 30 befindet sich auf der gegenüberliegenden Geschoßkanalseite ein zweiter Schlieber 38 mit einem Anzündhütchen 39 und einem in Scharfstellung zum Geschoßkanal koaxialen Flammendetonator 40. Der Dettonatorschieber 18 ist in der gezeichneten Sicherstellung ebenfalls zweifach arretiert, nämlich zum einen durch die bereits an anderer stell erwähnten Scherstifte 29, denen die mit 41 bezeichnete Schieberfläche als Widerlager dient, und zum anderen durch einen federbelasteten Beschleunigungsstift 42, der mit seinem freien Ende 42a bis zum Auftreten einer Beschluenigung vorgegebener Höhe und Zeitdauer in eine dafür vorgesehene Schieberausnehmung 43 hineim@@gt. Auch er gelangt auf dem Wege einer Schwenkbewegung zum einen Zapfen 44 von der Sicher- in die Scharfstellung. Die diese Schwenkbewegung bewirkende Drehfeder ist im vorliegenden Fall mit 45 bezeichnet.
  • Außer den vorbeschriebenen Bauteilen bietet das Gehäuseunterteil 11a noch der bereits erwähnten Zündelektronik und einem Mikro-Switch-Schalter 16 Platz. Die Zündelektronik ist in einem Kunststoffblock 47 untergebracht. Mit ihr und den Piezoelementen 16 ist der Mikro-Switch-Schalter 46 durch Leitungsdrähte 48 verbunden.
  • Das Gehängeoberteil 11b enthält die beiden Beschleunigungsstifte 32 und 42 sowie die mit 49 und 30 bezeichneten Druckfedern, gegen die sie im Beschleunigungsfall arbeiten. Außerdem weist es eine Ausnehmung 51 für die Verdrahtung der von den Piezoelementen 16 kommenden Leitungen 17 mit der Zündelektronik auf, die nach erfolgter Verdrahtung mit einem aushärtenden Kunststoff ausgefiillt werden kann. Seine Verbindung mit dem Unterteil 11a erfolgt in der Weise, daß die freien Enden der Drehzapfen 36 und 44 mit einem Gewinde 52 bzw. 53 versehen, durch Bohrungen im Gehäuseoberteil lib nach außen geführt und dort mit Schlitzmuttern 54 verschraubt werden.
  • Wird eine Granate vorbeschriebener Ausführung mit ihrem Schaft 2 auf den Lauf eines Gewehres geschoben, kann mit letzterem nach wie vor gezielt gefeuert werden. Dabei nimmt das Geschoß einer scharfen Patrone seinen Weg vom Gewehrlauf über den Schaft 2 und den Geschoßkanal 25 ins Freie. Aui diesem Weg zerschlägt es mit seinen Schultern die Scherstifte 29 im Geschoßkanalabschnitt 26. Außerdem werden - bedingt durch die auftretenden Beschleunigungskräfte und die Gasdruckeinwirkung auf die freien Enden 32a und 42a der Beschleunigunsstifte 32 und 42 - letztere entgegen den Kräften der DruckSedfr: 49 bzw.
  • 50 aus den Schieberausnehmungen 33 bzw. 43 herausbewegt. Ist dies geschehen, schwenkt die Drehfeder 37 den Kanaischieber 28 um den Zapfen 36 von der wiedergegebenen Offen- u o-e Schließstellung, in der die Übertragungsladung 34 den Geschoßkanal 23 an der Übergangsstelle von Rohrstück 24 und Abschnitt 26 verschließt und aufgrund ihrer über das Rohrstück 24 hinausreichenden radialen Dimensionierung mit der Sprengladung 10 in Wirkverbindung steht. Das geschilderte Verschließen des Geschoßkanals 25 hat zur Folge, daß die das Geschoß beschleunigenden Treibgase nachträglich die gesamte Gewehgranaze 1 von Gewehrlauf wegdrücken.
  • Sobald die Scherstifte 29 zerschlagen sind und der Beschleunigungsstift 42 aus der Schieberausnehmllng 43 herausgetreten ist, wird auch der Detonatorschieber 3 von der wiedergegebenen Sicher- in die Scharfstellung geschwenkt, in welcher der-Detonator 40 über der zum Geschoßkanal 25 koaxialen Übertragungsladung 34 zu liegen kommt. Die vorbeschriebene Schwenkbewegung des Detonatorschiebers 38 läßt sich im Bedarfsfall zur Erzielung einer Vorfeldsicherheit ohne weiteres verzögern, und zwar durch ein aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestelltes Hemmwerk, für welches das Gehäueseunterteil 11a durchaus noch Platz bietet.
  • In Fig. 3 ist abschnittsweise eine Gewehrgranate 61 wiedergegeben, <lie sich von der vorbeschriebenen im wesentlichen durch Anordnung einer Geschoßbrems- und Geschoßfangvorrichtung im vom Abstandshalter 19 gebildeten Abschnitt des Gesclioßkanals 25 unterscheidet. Die Geschoßbremsvorrichtung besteht aus mehreren, untcr Belassung von Zwischenräumen 62 axial hintereinander angeordneten Prallplatten G3. Die Geschoßfangvorrichtung hat die Form eines Bolzens 64, der auf seiner den Prallplatten 63 abgewandten Stirnseite an einer Dämpfungsschicht 65 anliegt. Zwischen der Dämpfungsschicht 65 und einem die vordere Öffnung des Abstandshalters 19 verschließenden Gewindepfropfen 66 liegt - in Isolationsmaterial 67 eingebettet - ein Piezogenerator 63. Der Piezogenerator 68 ist dabei derart ausgebildet, daß er sowohl bei einem Aufschlag auf hartes Material als auch bei einem Aufschlag auf weiches Material über Leitungsdrähte 69 genügend Ladungsmenge und Spannung abgibt, um einen entsprechend hochohmigen, hochempfindlichen elektrischen Detonator zum Ansprechen bringen zu können.
  • - Patentansprüche - L e e r s e i t e

Claims (8)

  1. P a t e n t a n 5 p r ii c h e Gewehrgranate mit einer insbesondere als axial nach vorn wirkende Hohlladung ausgebildeten Sprengladung und einem dieser nachgeordneten Schaft zum Aufstecken auf den Lauf eines Gewehres1 dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß vom Schaft (2) ein schaftseitig offen ausgebildeter koaxialer Geschoßkanal (25) durch die Sprengladung (io) zum vorderen Granatende geführt und dem Geschoßkanal (25) ein Absperrorgan (28) zum selbsttätigen Verschließen eines örtlichen Kanalquerschnitts nach erfolgtem Geschoßdurchtritt durch diesen zugeordnet ist.
  2. 2. Gewehrgranate nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß der Geschoßkanal (25) einen über die vordere Sprengladungsstirnseite hinausreichenden Abschnitt (19) aufweist.
  3. 3. Gewehrgranate nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß der Geschoßkanal (25) beidseitig offen ausgebildet ist.
  4. 4. Gewehrgranate nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß der Geschoßkanal (25) im über die vordere Sprengladungsstirnseite Iiinausreichenden Abschnitt (19) eine Geschoßbrems- und Geschoßfangvorrichtung (63, 64) aufweist.
  5. 5. Gewehrgranate nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der Geschoßkanal (25) als Absperrorgan einen Schieber (28) aufweist, der mittels einer Feder (37) oder dergleichen von der Offen- in die Schließstellung bewegbar ist, und im Geschoßkanal (25) in Ilöhe des Schiebers (28) ein oder mehrere, quer zur Kanallängsachse verlaufende Scherstifte (29) angeordnet sind, derart, daß sie bis zum Abscheren durch ein Geschoß den Schieber (28) in seiner Offenstellung arretieren.
  6. 6. Gewehrgranate nach Anspruch 5, mit einer der Sprengladung schaftseitig zugeordneten Übertragungsladung und einem der Übertragungsladung auf ihrer der Sprengladung abgewandten Seite zugeordneten sicherbaren Detonatorschieber, der in Sicherstellung außerhalb des Bereichs der Ubertragungsladung liegt und nach erfolgter Entsicherung mittels einer Feder oder dergleichen in die Scharfstellung bewegbar ist, in welcher der Detonator über der Übertragungsladung zu liegen kommt, dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß der eschonkanal (25) zwischen Sprengladung (10) und Schaft (2) durch ein druckfestes Gehäuse (11) mit Einbauräumen (27) für den Kanalschieber (28) und den Detonatorschieber (38) geführt ist und der Kanalschieber (28) eine in SchließsteLlung zum Geschoßkanal (25) koaxiale Bohrung (35) zur Aufnahme der Übertragungsladung (34) aufweist.
  7. 7. Gewehrgranate nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t s daß Kanalschieber (28) und Detonatorschieber (38) im druckfesten Gehäuse (11) auf gegenüberliegenden Seiten des darin verlaufenden Geschoßkanalabschnitts (26) axial zueinander versetzt angeordnet sind und der Detonatorschieber (38) in Höhe einer Scherstiftstützfläche (31) des Kanalschiebers (28) eine Widerlagerfläche (41) für ein und denselben Scherstift (29) aufweist.
  8. 8. Gewehrgranate nach Anspruch 6 oder 7, bei welcher der Detonatorschieber auf seiner der Sprengladung abgewandten Seite eine Ausnehmung aufweist, in welche in Sicherstellung ein quer zur Verschiebungrichtung sich erstreckender und am schieberfernen Ende durch eine Druckfeder belasteter Beschleunigungsstift mit seinem der Druckfeder abgewandten Ende eingreift, dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß dem Kanalschieber (28) in gleicher Weise ein solcher federbelasteter Beschleunigungsstift (32) als zweite Arretiereinrichtung zugeordnet ist.
DE19752554049 1975-12-02 1975-12-02 Gewehrgranate Ceased DE2554049A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19752554049 DE2554049A1 (de) 1975-12-02 1975-12-02 Gewehrgranate

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19752554049 DE2554049A1 (de) 1975-12-02 1975-12-02 Gewehrgranate

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2554049A1 true DE2554049A1 (de) 1977-06-08

Family

ID=5963194

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19752554049 Ceased DE2554049A1 (de) 1975-12-02 1975-12-02 Gewehrgranate

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2554049A1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0030051A1 (de) * 1979-11-30 1981-06-10 FABRIQUE NATIONALE HERSTAL en abrégé FN Société Anonyme Gewehrgranate
US5153374A (en) * 1990-11-14 1992-10-06 Fabrique Nationale Nouvelle Herstal, En Abrege Fnnh, Societe Anonyme Projectiles

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0030051A1 (de) * 1979-11-30 1981-06-10 FABRIQUE NATIONALE HERSTAL en abrégé FN Société Anonyme Gewehrgranate
US5153374A (en) * 1990-11-14 1992-10-06 Fabrique Nationale Nouvelle Herstal, En Abrege Fnnh, Societe Anonyme Projectiles

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69809389T2 (de) Vorrichtung zur unterstützung eines geschosses im rohr
DE69512118T2 (de) Geschoss, insbesondere nicht tötende Patrone
EP0158700B1 (de) Zünder für ein Tochtergeschoss
EP3230682B1 (de) Zündersystem für handgranaten
EP1826527B1 (de) Mechanischer Raketenzünder
EP0315125A2 (de) Treibspiegelgeschoss für ein Einstecklaufgerät
DE2838381C2 (de) Sicherheitsvorrichtung für Zündvorrichtungen
DE958183C (de) Aufschlagzuender mit oder ohne Verzoegerung
EP0187932A1 (de) Vorrohrsicherung für Übungsmunition
EP0042957B1 (de) Zünder für Drallgeschosse
DE2736529A1 (de) Kurzbahngeschoss
DE1578109B2 (de) Zerfallgeschoss
DE2554049A1 (de) Gewehrgranate
EP0255570A1 (de) Treibspiegelgeschoss, insbesondere Pfeilgeschoss
DE3640485C1 (en) Bomblet (submunition)
DE4127023A1 (de) Treibladungsanzuender
DE2426838A1 (de) Aufschlagzuender
DE3236285A1 (de) Schiessgeraet
DE2110990A1 (de) Gewehrgranate
DE1816821A1 (de) Gewehrgranate
DE7709752U1 (de) Zuendverzoegerungsvorrichtung
DE1603922C3 (de) Brennkraftbolzensetzgerät
DE892870C (de) Flugbahnsicherung fuer Drallgeschosszuender
DE965804C (de) Schiessbolzen
AT406421B (de) Zündvorrichtung für geräte mit zündloch zum erzeugen von kanonenschlägen (böllern) insbesondere für vorderladergeschütze

Legal Events

Date Code Title Description
OF Willingness to grant licences before publication of examined application
OD Request for examination
8131 Rejection