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DE2552392A1 - Verfahren zum zufuehren von waermeenergie an eisenschmelzen - Google Patents

Verfahren zum zufuehren von waermeenergie an eisenschmelzen

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Publication number
DE2552392A1
DE2552392A1 DE19752552392 DE2552392A DE2552392A1 DE 2552392 A1 DE2552392 A1 DE 2552392A1 DE 19752552392 DE19752552392 DE 19752552392 DE 2552392 A DE2552392 A DE 2552392A DE 2552392 A1 DE2552392 A1 DE 2552392A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iron
melt
oxygen
fuel
bath
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19752552392
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Dr Ing Brotmann
Hans-Georg Dr Ing Fassbinder
Helmut Prof Dr Ing Knueppel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Eisenwerke Gesellschaf Maximilianshuette mbH
Original Assignee
Eisenwerke Gesellschaf Maximilianshuette mbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Eisenwerke Gesellschaf Maximilianshuette mbH filed Critical Eisenwerke Gesellschaf Maximilianshuette mbH
Priority to DE19752552392 priority Critical patent/DE2552392A1/de
Publication of DE2552392A1 publication Critical patent/DE2552392A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C5/00Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
    • C21C5/28Manufacture of steel in the converter
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C5/00Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
    • C21C5/28Manufacture of steel in the converter
    • C21C5/30Regulating or controlling the blowing
    • C21C5/34Blowing through the bath
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C5/00Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
    • C21C5/56Manufacture of steel by other methods
    • C21C5/567Manufacture of steel by other methods operating in a continuous way

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture Of Iron (AREA)
  • Carbon Steel Or Casting Steel Manufacturing (AREA)

Description

  • VERFAHREN ZUM ZUFÜHREN VON WÄRASENERGIE
  • AN EISENSCHMELZEN Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Zuführen von Wärmeenergie an Eisenschmelzen, bei dem ein Brennstoff, vorzugsweise Kohlenstoff und/oder Kohlenwasserstoffe, zusammen mit Sauerstoff verbrannt wird.
  • Im Rahmen der großtechnischen Stahlerzeugung sind heute im wesentlichen zwei Wege bekannt, den Eisenschmelzen Wärme zuzuführen. Die eine Möglichkeit besteht in der Anwendung von elektrischer Energie. Hauptsächlich haben sich der Elektro-Lichtbogen-und Induktionsofen auf diesem Gebiet in der Praxis durchgesetzt.
  • Der Nachteil dieser Stahlschmelz- und -aufheiztechnik besteht einmal in der relativ langen Chargenfolgezeit- und zum anderen im hohen Preis für elektrische Energie und der damit verbundenen geringeren Wirtschaftlichkeit.
  • Bei dem zweiten Weg der Wärmezufuhr wird in einem Raum oberhalb des Metallbades in einer oxidierenden Atmosphäre ein Brennstoff verbrannt, und die dabei freiwerdende Wärme durch Wärmestrahlung, Konvektion oder Wärmeleitung dem Stahlbad zugeführt.
  • Auf dieser Grundlage arbeiten im wesentlichen die Herdfrisch-Stahlherstellungsverfahren, wie z.B. das Siemens-Martin-Verfahren.
  • Der größte Anteil an der Stahlproduktion wird heute nach den Konverterprozessen erzeugt, bei denen man fast ausschließlich die Wärme ausnutzt, die durch die Verbrennung der im Roheisen vorhandenen Begleitelemente beim Frischen entsteht. Dadurch können, je nach Zusammensetzung des Roheisens und bei Anwendung von reinem Sauerstoff, etwa 20 bis 30 % des Chargengewichtes an Schrott während des Frischprozesses mit eingeschmolzen werden.
  • Bei der Konverterstahlerzeugung ist man daran interessiert, den Schrottsatz, abhängig vom Preis und der Verfügbarkeit'des Schrottes, zu erhöhen. Hierzu haben sich zwei Verfahren in die Betriebspraxis eingeführt. Der Schrott wird vor dem Einfüllen des Roheisens im Konverter vorgeheizt. Hierdurch gelingt es, einerseits den Schrottsatz bis auf maximal ca. 8 96 zu steigern, andererseits ist damit der Nachteil einer verminderten Produktivität und ein höherer Verschleiß an Feuerfest-Material verbunden.
  • Der zweite Weg besteht in einer Nachverbrennung von Kohlenmonoxid im Konverterraum. Das CO entsteht während des Frischprozesses im Eisenbad. Die-relativ kurze Frischzeit und die zur Schonung der feuerfesten Konverterzustellung einzuhaltende, maximale Abgastemperatur, begrenzen letztlich die Erhöhung des Schrottsatzes auf etwa 3 9'.
  • Die Zugabe von Brennstoff, wie z.B. Kohle, in das Eisenbad, den man durch Einleiten von entsprechenden Sauerstoffmengen verbrennt, ergibt keinen Gewinn an ausnutzbarer Wärme, da die Reaktionswärme, die bei der Verbrennung unter den üblichen Bedingungen bei der Stahlherstellung entsteht, gerade ausreicht, um das Reaktionsgas dieser Verbrennung, vorzugsweise CO und H2, auf die Temperatur des flüssigen Stahles im Konverter aufzuheizen.
  • Der Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, das es ermöglicht, unter den Bedingungen, wie sie in einem üblichen Frischgefäß für Stahlschmelzen herrschen, dem Eisenbad Wärme durch die Verbrennung von einem Brennstoff, vorzugsweise Kohlenstoff und/oder Kohlenwasserstoffe, zusammen mit Sauerstoff, zuzuführen.
  • Die Lösung dieser Aufgabe basiert auf dem Verfahren, gemäß der vorliegenden Erfindung, daß kohlenstoffhaltige und/oder kohlenwasserstoffhaltige Substanzen zusammen mit Sauerstoff verbrannt und die Verbrennungsgase, die mindestens teilweise aus C02 und H20 bestehen, in innigen Kontakt mit einem Eisenbad, dessen Kohlenstoffgehalt höchstens ca. 0.10 9' beträgt, gebracht werden. Es hat sich nämlich überraschenderweise gezeigt, daß es entgegen der bisher allgemeinen Meinung in einem Eisenbad Bedingungen gibt, unter denen ein Verbrennungsgas entsteht, das einen wesentlich höheren Oxidationsgrad besitzt als es dem Gleichgewichtszustand mit der Schmelze entspricht.
  • Gemäß dieser erfinderischen Lehre wird es möglich, den Brennstoff, vorzugsweise Kohlenstoff und/oder Kohlenwasserstoffe, mit Sauerstoff im Eisenbad zu einem hohen Prozentsatz zu C02 und H20 zu verbrennen, und bei dieser Oxidationsstufe wird über die Wärmemenge zum Aufheizen der Keaktionsgase weitere Wärmeenergie freigesetzt, die zum Aufheizen der Eisenschmelze dient.
  • Besonders vorteilhaft ist es, den Brennstoff und den Sauerstoff durch entsprechende Brenner zuzuführen, die in der feuerfesten Ausmauerung unterhalb der Badoberfläche angebracht sind.
  • Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese Brenner und ihre Anordnung beschränkt. Beispielsweise kann auch mit Brennern gearbeitet werden, die das Verbrennungsgas mit hohem Impuls auf das Bad richten, und es damit in die Schmelze eindringen lassen.
  • Überraschenderweise ist es beim Einleiten der Brennstoffe und des Sauerstoffs in eine Eisenschmelze mit den genannten Brennern möglich, daß bei einem Eisenoxidgehalt der Schlacke von etwa 10 bis 15 9', der einem Sauerstoffgehalt des Bades von etwa 0.05 96 entspricht, ein Abgas das Stahlbad verläßt, das zu ca.
  • 50 % aus CO2 besteht. Unter Gleichgewichtsbedingungen entspricht diesem Sauerstoffgehalt der Schlacke und des Bades ein CO2-Gehalt im Abgas von etwa 7 9'.
  • Bei höherem Sauerstoffgehalt in der Schmelze, der mit entsprechend niedrigem Kohlenstoffgehalt verbunden ist, gibt es also Bedingungen, die eine Reduktion der oxidierend wirkenden Abgase weitgehend verhindern, wobei jedoch die Wärme aus dem Verbrennungsprozeß an das Bad übertragen wird.
  • Als Brennstoffe können alle kohlenstoff- und kohlenwasserstoffhaltige Substanzen verwendet werden, wobei jedoch den Brennstoff fen mit hoher Verbrennungswärme der Vorzug zu geben ist. Es können z.B. gemahlene Kohle oder Koks, einschließlich Braunkohle und Braunkohlen-Koks, eingesetzt werden. Als flüssige Kohlenwasserstoffe sind beispielsweise Heizöl, schweres Heizöl oder bei der Raffination von Erdöl anfallende Schwerölfraktionen zu verwenden. Es lassen sich jedoch auch gasförmige Kohlenwasserstoffe, wie z.B. Erdgas, Propan, Koksofengas oder ähnliche Substanzen, einsetzen.
  • Zur näheren Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens zeigt Figur 1 den C02-Gehalt im Konverterabgas, in Relation zum Eisenoxidgehalt der Konverterschlacke.
  • Die in der Figur 1 dargestellten Zusammenhänge sind das Ergebnis der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens in einem Konverter mit einem Eisenbad von ca. 1 t. In diesem Konverter sind unterhalb der Eisenbadoberfläche schweres Heizöl und Sauerstoff, im Verhältnis 1.2 Nm3O auf 1 1 01, zugeführt 2 worden. Aus der Abbildung ist zu entnehmen, daß das Verfahren zwar bereits bei einem Eisenoxidgehalt der Schlacke von etwa 5 9', bei dem der Kohlenstoffgehalt im Stahlbad bei etwa 0.10 % liegt, angewendet werden kann, der wärmetechnische Wirkungsgrad dann jedoch erst etwa 20 % beträgt. Eine starke Wärmeausbeute und damit einen optimalen Wirkungsgrad erzielt man erst, wenn der Eisenoxidgehalt der Schlacke im Bereich von etwa 10 96 und darüber liegt. Das bedeutet, daß das Hauptanwendungsgebiet gemäß der vorliegenden Erfindung bei Stahlschmelzen liegt, deren Kohlenstoffgehalt 0.05 96 oder weniger beträgt. Es gehört deshalb auch zum Wesen der vorliegenden Erfindung, für eine optimale Ausnutzung der Wärmeenergie den Kohlenstoffgehalt erst auf niedrige Gehalte im Bereich von etwa 0.05 % abzusenken, bevor die erfindungsgemäßen Maßnahmen zur Zuführung von Wärme angewendet werden.
  • Es ist für die Erfindung von wesentlicher Bedeutung, daß der Brennstoff und der Sauerstoff zuerst unter weitgehender Oxidation des Brennstoffes reagieren. Aus diesem Grund ist es erforderlich, den Brennstoff und den Sauerstoff über Vorrichtungen einzuleiten, die zuerst eine Reaktion des Brennstoffs mit dem Sauerstoff gewährleisten.
  • Es kann zweckmäßig sein, unabhängig von der Aufheizung über die in das Metallbad eintauchende Flamme, für metallurgische Reaktionen kohlen- oder kohlenwasserstoffhaltige Medien zusätzlich getrennt in das Eisenbad oder die Schlacke einzuleiten. Diese Maßnahme kann bedeutungsvoll sein, wenn einerseits der oder die Brenner unter Bedingungen betrieben werden, die für den Aufheizvorgang optimal sind, bei denen jedoch eine Veränderung der Zusammensetzung des Stahlbades zu einem höheren Oxidationsgrad vermieden werden soll. Die getrennte Einleitung von kohlenstoffhaltigen Substanzen ermöglicht es, den Oxidationsgrad der Schmelze auf einem definierten Zustand zu halten und trotzdem den Wärmezuführungsprozeß so zu führen, daß er mit optimalem Wirkungsgrad betrieben werden kann.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich nicht nur hervorragend zur Erhöhung des Schrottsatzes und zum Einschmelzen anderer Kühlmittel, wie beispielsweise Erz und Eisenpellets, bei den üblichen Konverterprozessen, sondern bietet darüber hinaus die Möglichkeit, ein kontinuierliches Stahlerzeugungsverfahren zu betreiben. Dabei kann in einem beliebig gestalteten Frischgefäß zunächst eine Roheisenschmelze auf den erfindungsgemäßen, tiefen Kohlenstoffgehalt von < oder gleich 0.1 % eingestellt werden, der man dann kontinuierlich Eisenträger, beispielsweise Schrott, Pellets, Erz und Mischungen davon, zuführt. Um diese Eisenträger aufzuschmelzen, werden dem Stahlbad entsprechende Mengen von Brennstoff und Sauerstoff zugeleitet.
  • Die Erfindung wird nun anhand von Anwendungsbeispielen und einer prinzipiellen Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens näher erläutert.
  • Figur 2 zeigt schematisch den Schnitt durch einen 30 t-Konverter zur Durchführung des Verfahrens.
  • Es handelt sich um einen üblichen symmetrischen Konverter mit der Blechummantelung [1] und einer feuerfesten Ausmauerung [2] mit einem auswechselbaren Boden [3], in den Düsen [4] in der feuerfesten Ausmauerung eingebaut sind. Die Düsen [4] sind vorzugsweise aus konzentrischen Rohren aufgebaut. Mindestens bilden zwei Rohre [5, 6] eine Düse [4]. Dabei dient das innere Rohr [5] für die Sauerstoffzufuhr, und durch den Ringspalt zwischen Rohr [5] und [6] strömt während des Frischvorganges ohne Brennstoffzufuhr ein Schutzmedium, und bei genügend tiefem Kohlenstoffgehalt der Schmelze kann dieses Schutzmedium, beispielsweise Propan, durch einen Brennstoff, beispielsweise Heizöl, ersetzt werden.
  • Dieser Düsenaufbau stellt die einfachste Form einer kombinierten Frisch-Brenner-Düse dar. Häufig sind diese Düsen aus mehr als zwei konzentrischen Rohren aufgebaut und weisen, insbesondere bei kontinuierlicher Brennstoffzufuhr, einen gesonderten Ringspalt für die Brennstoffzufuhr auf.
  • Ein 30 t-Konverter gemäß Abbildung 2, war mit 6 Düsen [4] ausgerüstet. Wie bereits gesagt, strömte durch das Innenrohr [5] der Düse [4] Sauerstoff und durch den Ringspalt zwischen Innenrohr [5] und Außenrohr [6] während der Frischperiode Propan als Schutzmedium für diese Frischdüse. Die Propanmenge betrug 3 Vol-%, bezogen auf die Sauerstoffmenge.
  • Die Versorgung der Düsen mit Propan erfolgte in bekannter Weise mit einem nicht-dargestellten Regelventil, das je Düse einen separaten Ausgang hat und so in der Lage ist, an jede Düse die gleiche Propanmenge zu liefern. Für die nach dem Frischen einsetzende Aufheizperiode wurde der Eingang des gleichen Regelventiles von der Propanversorgung abgesperrt und an die Ölversorgung angeschlossen. Es wurde beispielsweise leichtes Heizöl mit einem Heizwert von 10 000 kcal/kg und einem C/H-Verhältnis von 12:2 eingesetzt. Der Vordruck des Öls wurde so gewählt, daß bei dem gewünschten Öldurchsatz von 60 kg/min das Ventil im günstigsten Regelbereich arbeitete und eine Gleichverteilung des Öls auf die einzelnen Düsen gewährleistete. Der Vordruck des Öls betrug 12 atü vor und 5 atü hinter dem Regelventil.
  • 20 Sekunden vor dem Ende der Aufheizperiode wurde die Öl zufuhr abgesperrt und wieder Propan von 8 atü auf das Regelventil gegeben. Es dauerte etwa 20 sek bis das Öl aus den Leitungen verdrängt und damit quantitativ verbraucht war. Das eingesetzte Öl war auf 600C vorgewärmt, damit die Propanrohrleitungen nicht abkühlten. Mit dieser Maßnahme wurde einer eventuellen Propangaskondensation vorgebeugt.
  • Mit der beschriebenen Brennstoffzugabetechnik sind in dem genannten 30 t-Konverter beispielsweise die im folgenden beschriebenen zwei Chargen erzeugt worden.
  • Bei der ersten Schmelze hat man den Schrottsatz gegenüber der üblichen Betriebspraxis bei der Stahlerzeugung, um 4 % höher gewählt. Die Endtemperatur der Charge lag bei einer Analyse von C = 0.03 % und P = 0.040 % = erwartungsgemäß zu niedrig 0 und betrug nur 1550 C. Die Charge wurde abgeschlackt und danach gemäß der vorliegenden Erfindung aufgeheizt. Während dieser Nachbehandlung, die 3 min dauerte, wurden durch im Konverter angebrachte Bodendüsen 120 kg Heizöl und 180 Nu302 zu-2 sammen mit 300 kg Kalk zugegeben. Am Ende dieser Nachbehandlung war die Temperatur der Charge von 1550 auf 16500C gestiegen, was der gewünschten Abstichtemperatur entsprach. Der Eisengehalt der Restschlacke war nur von 14 % auf 17 % gestiegen.
  • Die Aufheizung der Charge war also fast ausschließlich auf die Ausnützung der Verbrennungswärme des eingesetzten Reizöls zurückzuführen. Das bestätigten auch die während der Nachbehandlung aus dem Konverter entnommenen Gasproben, die auswiesen, daß das Verhältnis von C02/CO+C02 im Abgas im Durchschnitt etwa 0.5 % betrug. Daraus errechnet sich, unter Berücksichtigung der Abgasverluste, ein Wärmewirkungsgrad von mehr als 50 9', was mit der erreichten Temperaturerhöhung gut übereinstimmt.
  • Bei dem zweiten Anwendungsbeispiel wurde im gleichen Konverter bei den gleichen Startbedingungen eine Steigerung des Schrottsatzes um 12 96 erreicht. Vorab wurde, wie im Beispiel zuvor, ein um 4 96 erhöhter Schrottsatz eingestellt und die Charge wie zuvor bei einer Temperatur von 15500C umgelegt und abgeschlackt. Abweichend von der zuvor beschriebenen Praxis, wurde diese Charge 6 min derart nachbehandelt, daß während dieser Nachbehandlung insgesamt 360 kg Heizöl, 540 Nu302 und 300 kg 2 Staubkalk durch die Bodendüsen eingeblasen wurden. Etwa 1 min nach Beginn der Nachbehandlung wurden zusätzlich 2.5 t Schrott in Form von Blockabschnitten in den Konverter chargiert. Nach der 6-minütigen Nachbehandlung war der zusätzlich eingesetzte Schrott vollständig aufgeschmolzen und eine Endtemperatur von 16500C erreicht. Die Schlackenanalyse war mit der des vorigen Beispiels vergleichbar. Das Nachchargieren des Schrotts, wie hier beschrieben, ist jedoch nicht unbedingt erforderlich.
  • Die gesamte Schrottmenge kann bereits vor Beginn des Frischens zugesetzt werden. Das erfindungsgemäße Aufheizen erfolgt jedoch erst, wenn gegen Ende des Frischprozesses der für das Verfahren erforderliche, höhere Sauerstoffgehalt in der Schmelze erreicht ist.
  • Die weiteren Beispiele, die die Fortentwicklung der beschriebenen Erfindung betreffen, zeigen, wie vielfältig das Verfahren eingesetzt werden kann. Das folgende Beispiel betrifft die Anwendung des Verfahrens zum kontinuierlichen Einschmelzen von Schrott.
  • In einem Eisenbad mit der erfindungsgemäßen Zuführung von Wärme werden weitgehend kontinuierlich Schrott oder reduzierte Pellets chargiert. Der Schrott oder die Pellets können zum Teil durch die Abgase vorgewärmt werden. Das Verfahren läßt sich in zwei Varianten betreiben. Von einem gewissen Eisensumpf ausgehend, den man beim Abstich einer Charge im Konverter beläßt, kann jeweils so viel Schrott eingeschmolzen werden, bis in einem Schmelzgefäß1 beispielsweise einem Konverter, so viel Stahl eingeschmolzen ist, wie für den Abstich einer Schmelze erforderlich.
  • Das Verfahren kann jedoch auch kontinuierlich betrieben werden, indem in einem vorzugsweise beheizten Zwischenbehälter der Stahl aus dem Aufheizgefäß in dem Maße abfließt, wie Schrott zuchargiert wird. Zusammen mit dem Sauerstoff bläst man bei beiden Verfahrensvarianten den für die Schlackenbildung benötigten Kalk pulverförmig ein. Das Verfahren eignet sich besonders zum Einschmelzen von reduzierten Pellets, weil durch die mit dem Einleiten der Verbrennungsgase verbundene kräftige Badbewegung die Pellets sehr schnell aufschmilzt.
  • Auch der als Gangart bei den Pellets vorhandene oxidische Anteil, der im wesentlichen aus Kieselsäure besteht, stört bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht, da sich durch das Einblasen von staubförmigem Kalk in.einfacher Weise die richtige Schlackenzusammenstellung einstellen läßt.
  • Das nächste Beispiel betrifft die Anwendung des neuen Verfahrens zur direkten Herstellung von Stahl aus Erz. In diesem Fall wird in ein Eisenbad, das erfindungsgemäß aufgeheizt wird, Erz kontinuierlich zugegeben. Dieses Erz kann vorgewärmt oder zum Teil auch vorreduziert sein, um den Wirkungsgrad des Prozesses noch weiter zu steigern. Zu diesem Zweck können beispielsweise die Abgase dieses Prozesses verwendet werden. Auch die für die metallurgischen Reaktionen erforderlichen Schlackenbildner werden über die Düsen, eventuell über die Brenner, dem Bad zugeführt. Um eine Überoxidation des Bades zu verhindern, kann es zweckmäßig sein, kohlenstoffhaltige Substanzen unabhängig von dem Brenner getrennt dem Bad oder der Schlacke zuzuführen. Es ist jedoch auch bei dieser Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahren erforderlich, daß der Sauerstoffgehalt im Bad selbst für die Anwendung zur Reduktion von Erzen in einem Bereich von etwa 0.05 % eingestellt wird.
  • Das Verfahren wurde bisher für die Anwendung bei Eisenschmelzen beschrieben. Es ist jedoch nicht auf diese Anwendungen beschränkt. Es kann auch bei anderen Metallen sinngemäß angewendet werden.-

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zum Zuführen von Wärmeenergie an Eisenschmelzen, bei dem ein Brennstoff, vorzugsweise Kohlenstoff und/oder Kohlenwasserstoffe, zusammen mit Sauerstoff verbrannt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens teilweise aus CO2 und H20 bestehenden Verbrennungsgase in innigen Kontakt mit einem Eisenbad, dessen Kohlenstoffgehalt höchstens ca. 0.10 % beträgt, gebracht werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennstoff und der Sauerstoff durch eine oder mehrere Düsen, die unterhalb der Badoberfläche im Feuerfest-Mauerwerk des Frischgefäßes angeordnet sind, in die Eisenschmelze eingeleitet werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbrennungsgase durch oberhalb der Metallbadoberfläche befindliche Brenner mit hohem Impuls in die Schmelze eingeleitet werden.
  4. 4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu den Verbrennungsgasen, jedoch örtlich von ihnen getrennt, der Schmelze kohlenstoffhaltige Substanzen zugeführt werden.
  5. 5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die in eine Eisenschmelze eingebrachte Wärmeenergie zum Aufschmelzen und Reduzieren von Eisenerz ausgenutzt wird.
  6. 6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß einer Eisenschmelze durch Zugabe von Brennstoff und Sauerstoff ausreichende Wärmeenergie zugeführt wird, um kontinuierlich Eisenträger, beispielsweise Schrott, Pellets, Erz einzeln oderMischungen davon, aufzuschmelzen.
  7. 7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Eisenbadoberfläche in einem Frischgefäß [1] Düsen [4] in der feuerfesten Ausmauerung [2, 3] eingebaut sind, die mindestens aus zwei konzentrischen Rohren [5, 6] aufgebaut sind.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2816543A1 (de) * 1978-04-17 1979-10-25 Maximilianshuette Eisenwerk Verfahren zum erzeugen von stahl
DE2949801A1 (de) * 1979-12-11 1981-09-03 Eisenwerk-Gesellschaft Maximilianshütte mbH, 8458 Sulzbach-Rosenberg Umschaltventil fuer die versorgung einer duese an einem strahlerzeugungskonverter mit sauerstoff oder brennstoffe
EP0225998A1 (de) * 1985-10-25 1987-06-24 Union Carbide Corporation Verfahren zum Erwärmen einer Schmelze durch Unterbad-Verbrennung

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