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DE2552129C3 - Fullbandelektrode zum Auftragschweißen einer verschleißfesten Legierung - Google Patents

Fullbandelektrode zum Auftragschweißen einer verschleißfesten Legierung

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DE2552129C3
DE2552129C3 DE19752552129 DE2552129A DE2552129C3 DE 2552129 C3 DE2552129 C3 DE 2552129C3 DE 19752552129 DE19752552129 DE 19752552129 DE 2552129 A DE2552129 A DE 2552129A DE 2552129 C3 DE2552129 C3 DE 2552129C3
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DE
Germany
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weight
welding
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electrode
core filling
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DE19752552129
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English (en)
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DE2552129A1 (de
DE2552129B2 (de
Inventor
Aleksej A. Koletschko
Alla G. Kurjukova Geb. Fesenko
Vladimir M. Manov
Anatolij V. Saretschenskij
Vasilij G. Savran
Aleksandr N. Serenko
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SCHDANOVSKIJ ZAVOD TJASCHELOGO MASCHINOSTROENIJA IMENI 50-LETIJA VELIKOJ OKTJABRSKOJ SOCIALISTITSCHESKOJ REVOLJUCII SCHDANOW (SOWJETUNION)
Original Assignee
SCHDANOVSKIJ ZAVOD TJASCHELOGO MASCHINOSTROENIJA IMENI 50-LETIJA VELIKOJ OKTJABRSKOJ SOCIALISTITSCHESKOJ REVOLJUCII SCHDANOW (SOWJETUNION)
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Publication date
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    • B23K35/02Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting characterised by mechanical features, e.g. shape
    • B23K35/0255Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting characterised by mechanical features, e.g. shape for use in welding
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    • B23K35/3053Fe as the principal constituent
    • B23K35/308Fe as the principal constituent with Cr as next major constituent

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Füllbandelektrode zum Auftragschweißen einer verschleißfesten Legierung, bestehend aus einem Stahlmantel mit einer pulverförmigen Kernfüllung, die metallisches Chrom, metallisches Eisen, Graphit und Titanverbindungen enthält
Es ist eine Füllbandelektrode bekannt die aus einem Stahlband besteht, das 0,05 bis 0,13 Gew.-% Kohlenstoff, weniger als 0,03 Gew.-% Silizium, nicht über 0,03 Gew.-% Chrom, 0,25 bis 0,5 Gew.-% Mangan, nicht über 0,022 Gew.-% Schwefel und Phosphor enthält, das zu einem einen Durchmesser von 2 bis 3 mm aufweisenden Rohr zusammengerollt ist, welches eine Kernfüllung aufnimmt, die 14 bis 15 Gew.-% Ferromangan, 13 bis 14 Gew.-% metallisches Chrom, 3,5 bis 4 Gew.-% Ferrotitan, 0,1 Gew.-% Graphit und 1,8 bis 2,5 Gew.-% Eisenpulver enthält. (»Spravochnik mastera naplovochnogo uchastka«, »Maschinostroenie«, Moskau, 1966).
Die mit derartigen Füllbandelektroden erzielbaren Leistungen beim Auftragschweißen sind jedoch relativ gering und es erfolgt eine beträchtliche Verdünnung des Schweißgutes mit dem Grundwerkstoff des Werkstükkes, wobei auch eine hohe Wahrscheinlichkeit für Fehlerbildung im Schweißgut gegeben ist. Die Verdünnung der ersten auftragsgeschweißten Schicht mit dem Grundwerkstoff beträgt bei den bekannten Füllbandelektroden 20 bis 25%, was vielfach die Notwendigkeit einer Mehrlagenauftragschweißung verursacht. Diese wiederum setzt eine sorgfältige Schlackenentfernung nach jedem Arbeitsgang voraus, wobei trotzdem eine Poren-, Riß- und Schlackeneinschlußbildung in der mehrlagigen Auftragschicht nicht zu vermeiden ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Füllbandelektrode zum Auftragschweißen einer verschleißfesten Legierung anzugeben, die ein stabiles Verbrennen des Elektrodenwerkstoffes, eine Leistungssteigerung und bei maximaler Aufschmelzung des Werkstückmetalls die Bildung einer fehlerfreien verschleißfesten Auftragschicht gewährleistet.
Dies wird bei einer Füllbandelektrode der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Kernfüllung, bezogen auf das Gesamtgewicht der Elektrode, 12-13% Chrom, 1-1,2% Ferrochrom mit 6-8% C, 0,6-0,8% Silicium in Form des Elementes oder des Calciumsilicids, 0,2-0,3% Graphit, 20-22% Eisen, 14-16% Mangan, 0,6-1% Titan und 2-3% Titandioxid enthält.
Vorteilhaft enthält die Kernfüllung zusätzlich 0,5—3% Fluoropolymere, bezogen auf das Gesamtgewicht der Elektrode.
Eine solche Füllbandelektrode ist wirtschaftlich herzustellen, weil sie Nickel und andere teuere Werkstoffe nicht enthält
Infolge des hohen Gehalts an Mangan neigt das Schweißgut bei plastischer Verformung zur Verfestigung. Diese Verfestigung wird dabei nicht nur durch ίο plastische Verformung, sondern auch durch den Zerfall des gefügeunbeständigen Austenits unter Martensit- und ε-Phasenbildung bedingt
Bei einer Mikrostoßbelastung, wie sie bei Flüssigkeitsströmen, die sich mit hoher Geschwindigkeit bewegen, z.B. in hydraulischen Maschinen oder bei einer Kontaktbelastung z. B. an den Zapfen von Stahlgießpfannen, verfestigen sich die Oberflächenschichten des Auftragschweißgutes beträchtlich, wodurch ihre Kavitationsbeständigkeit und Verschleißfestigkeit wesentlich erhöht wird.
Mit der erfindungsgemäßen Füllbandelektrode auftraggeschweißte Oberflächen an den Zapfen von Stahlgießpfannen (bestehend aus Stahl, der 0,17 bis 0,24 Gew.-% Kohlenstoff, 0,35 bis 0,65 Gew.-% Mangan, 0,17 bis 0,37 Gew.-% Silicium, nicht über 0,25 Gew.-% Chrom, nicht über 0,04 Gew.-% Schwefel und Phosphor enthält) wiesen nach dreijährigem Betrieb nur einen Radiusverschleiß von 1 bis 2 mm auf, während nicht auftraggeschweißte Zapfen einen Rcdiusverschleiß von 9 bis 15 mm besaßen.
Die mit den erfindungsgemäßen Füllbandelektroden
erreichbare Auftragsschweißleistung beträgt 14 bis 16 kg/h, was etwa 3mal so hoch ist wie die Auftragsschweißleistung mit bekannten Füllbandelektroden.
Die Oberfiächenhärte einer einlagigen Auftragsschicht beträgt 260 bis 280 HB, die einer Zweilagenauftragsschicht 230 bis 240 HB.
Mit der erfindungsgemäßen Füllbandclektrode lassen sich Auftragsschweißschichten erzielen, die bei einlagiger Auftragung 0,2 Gew.-% Kohlenstoff, 9 Gew.-% Chrom, 9,2 Gew.-% Mangan, 0,2 Gew.-% Silicium, 0,13 Gew.-% Titan, Rest Eisen und bei zweilagiger Auftragung 0,26 Gew.-% Kohlenstoff, 10,8 Gew.-% Mangan, 10,6 Gew.-% Chrom, 0,35 Gew.-% Silicium und 0,17 Gew.-% Titan, Rest Eisen enthalten. Die mechanischen Eigenschaften des unter Verwendung der erfindungsgemäßen Füllbandelektrode erzeugten Schweißguts sind wie folgt
Bruchfestigkeit ' 681,8 N/mm2
Fließgrenze 392,4 N/mm2
Dehnungsverhältnis 13%
Kerbschlagzähigkeit bei 20° C 1,207 N/cm2
Das Mikrogefüge des Schweißgutes bei der Ein- und Zweilagenauftragung ist Austenit mit feindispersen Karbiden. In den Oberflächenschichten ist das Korn fein und gleichachsig. Näher an der Verschmelzungslinie ist eine säulenförmige Orientierung zu beobachten.
Die auftragsgeschweißte Oberfläche läßt sich mit üblichen spanabhebenden Werkzeugen mechanisch leicht bearbeiten, z. B. drehen und hobeln.
Der Einsatz der erfindungsgemäßen Füllbandelektrode bietet die Möglichkeit, den Auftragsschweißvorgang unter Verwendung bekannter und in der Industrie viel angewandter Auftragsschweißausrüstung (z. B. Auftragsschweißapparate des E. O. Paton-Elektroschweißinstituts) zu mechanisieren und zu automatisieren.
Die angegebene Zusammensetzung der pulverförmigen Kernfüllung ermöglicht das Auftragsschweißen mit offenem Lichtbogen ohne Verwendung zusätzlichen Flußmittel- bzw. Gasschutzes in der Schmelzzone. Dabei ist das Schweißgut keine Risse und keine Poren auf.
Die erfindungsgemäße Füllbandelektrode liefert eine gut ausgebildete Auftragsschicht, ohne starke Schwankungen des Oberflächenzustandes zu erhalten. Die Oberflächenunebenheiten der Auftragung betragen 0,5 bis 1 ram.
Außerdem erfolgt das Auftragsschweißen mit minimalem Verspritzen und Abbrand des Elektrodenbandwerkstoffes. Der Füllbandelektrodenverbrauch beträgt 1,15 bis 1,2 kg je 1 kg Schweißgut
Um ein verschleißfestes Gefüge in der auftragugeschweißten Legierung zu erhalten, einen Schutz der Schmelzzone zu gewährleisten, die auftragsgeschweißte Legierungsschicht befriedigend auszubilden und Fehler (Poren, Risse) auszuschließen, gelangt bei der Füllbandelektrode gemeinsamen mit dem Stahlmantel, der 0,05 bis 0,13 Gew.-% Kohlenstoff, weniger als 0,03 Gew.-% Silicium, 0,25 bis 0,5 Gew.-% Mangan, nicht über 0,03 Gew.-o/o Chrom, nicht über 0,022 Gew.-% Schwefel und Phosphor enthält eine pulverförmige Kernfüllung, die Chrom, Ferrochrom, Graphit, Mangan, Tit°n, Silicocalcium oder kristallisches Silizium, Titandioxid und vorteilhaft auch Fluoropolymere enthält, zum Einsatz.
Titandioxid wird in einer Menge von 2 bis 3 Gew.-°/o in die Kernfüllung der Füllbandelektrode eingeführt, um ein stabiles Brennen des Lichtbogens zu gewährleisten und ein Verspritzen des Schweißgutes zu vermindern.
Bei einem Gehalt an Titandioxid in der Kernfüllung von unter 2 Gew.-°/o ist eine Brennstabilität des Lichtbogens nicht gewährleistet, das Verspritzen nimmt zu und die Oberflächenbeschaffenheit der auftragsgeschweißten Legierung wird beeinträchtigt.
Bei einem Gehalt an Titandioxid von über 3 Gew.-% ist die Erzielung der gewünschten chemischen Zusammensetzung der auftragsgeschweißten Legierung nicht gewährleistet, weil Titandioxid in dem begrenzten, durch den Mantel der Füllbandelektrode erzeugten Volumen ein beträchtliches Volumen einnimmt, was eine Abnahme des Gehalts an den übrigen Bestandteilen der pulverförmigen Kernfüllung mit sich bringt.
Ferrochrom, das eine Chrom-Eisen-Legierung in einem Verhältnis von 2,6 :1 darstellt und Kohlenstoff in einer Menge von 6 bis 8 Gew.-% enthält, ist mit 1 bis 1,2 Gew.-% in die Kernfüllung eingeführt, um Kohlenstoff einzuführen, der hohe Festigkeit der auftragsgeschweißten Legierung gewährleistet.
Die obere Grenze — 1,2 Gew.-°/o — ist durch die Bedingung beschränkt, eine hochwertige rißfreie auftragsgeschweißte Legierung zu erzeugen. Sollte diese Grenze überschritten werden, nimmt der Gehalt an Kohlenstoff in der auftragsgeschweißten Legierung zu, ihre Festigkeit wird höher, jedoch werden die plastischen Eigenschaften beeinträchtigt.
Eine Menge an Ferrochrom von unter 1 Gew.-% gewährleistet nicht die erforderliche Festigkeit und Verschleißfestigkeit der auftragsgeschweißten Legierung.
Der Gehalt an Mangan von 14 bis 16 Gew.-% in der pulverförmigen Kernfüllung erhöht die mechanischen Eigenschaften.
Durch einen solchen Gehalt an Mangan neigt der Stahl bei plastischer Verformung zu beträchtlicher Verfestigung. Außerdem mindert Mangan den schädlichen Einfluß von Schwefel und beseitigt die Sprödigkeit der Legierungen bei entsprechendem Kohlenstoffgehalt Gleichzeitig ist Mangan ein gutes Desoxidationsmittel.
Eine Erhöhung des Gehaltes an Mangan auf über 16 <Gew.-% ergibt ein austenitisches Gefüge mit einem hohen Stabilitätsgrad, das sich durch die einwirkenden Belastungen nicht verfestigen läßt Ein Gehalt an Mangan von unter 14 Gew.-% ergibt eine Legierung mit
ίο hoher Härte (etwa 50HR Rockwellhärte) jedoch geringen plastischen Eigenschaften. Außerdem werden die Auftragsschweißbedingungen durch hohen Gehalt an Mangan beeinträchtigt
Titan ist in einer Menge von 0,6 bis 1 Gew.-°/o in der Kernfüliung der erfindungsgemäßen Füllbandelektrode vorgesehen, um die plastischen Eigenschaften der auftragsgeschweißten Legierung zu erhöhen. Dabei bindet Titan den Wasserstoff zu festen Hydriden und verhindert somit die Rißbildung und Neigung zum Absplittern bei der auftragsgeschweißten Legierung.
Bei einem Gehalt an Titan von unter 0,6 Gew.-% in der Kernfüllung wird keine Erhöhung der plastischen Eigenschaften beobachtet, die Legierung neigt zur Rißbildung. Durch Überschreiten der oberen Grenze des Titangehaltes in der Kernfüllung wird die Bildung der auftragsgeschweißten Legierung beeinträchtigt und ein Metallverspritzen bei dem Auftragsschweißen verursacht
Fluororganische Verbindungen — Fluoropolymere
jo —, die in die pulverförmige Kernfüllung in einer Menge von 0,5 bis 3,0 Gew.-% eingeführt werden, gewährleisten einen Schutz der Schmelzzone durch Binden von Wasserstoff der Lichtbogenatmosphäre zu beständigen und schweißgutunlöslichen Fluorwasserstoffverbindungen. Ein geringerer Gehalt an Fluoropolymeren in der Zusammensetzung der Kernfüllung als 0,5 Gew.-% kann wegen unzureichenden Schutzes der Schmelzzone gegen Luft und des Vorhandenseins von Wasserstoff in der Lichtbogenatmosphäre eine Porenbildung in der Auftragsschicht herbeiführen. Ein Gehalt an Fluoropolymeren in der Zusammensetzung der Kernfüllung von über 3 Gew.-% führt zu einer Zunahme der Kohlenstoffkonzentration in der Auftragsschicht über den zulässigen Wert hinaus, was eine Versprödung der auftragsgeschweißten Legierung bedingt.
Silicium kann sowohl kristallin, als auch als Calciumsilicid in einer Menge von 0,6 bis 0,8 Gew.-% in die Kernfüllung der Füllbandelektrode eingeführt werden, was einen Gehalt in einer Menge von 0,35 bis 0,5 Gew.-% in der auftragsgeschweißten Legierung gewährleistet. Bei einem Gehalt an Silicium von unter 0,35 Gew.-% nimmt die Neigung der auftragsgeschweißten Legierung zur Bildung eines grobkörnigen Mikrogefüges wesentlich zu. Außerdem bewirkt eine Verminderung des Siliciumgehaltes einen intensiven Abbrand von Chrom. Ein Gehalt an Silicium in der auftragsgeschweißten Legierung von über 0,5 Gew.-% kann eine Rißbildung mit sich bringen, weil die Dicke der interkristallinen Zwischenschichten entsprechend der
bo Erhöhung des Siliciumgehaltes zunimmt. Die Eutektika von Silicium mit Eisen, Chrom und Mangan haben einen niedrigen Schmelzpunkt und tragen zur Bildung von Kristallisationsrissen bei, wenn sie an den Kristallitgrenzen Platz finden.
k etallisches Chrom dient zur Erhöhung von Härte, Festigkeit und Wärmebeständigkeit der auftragsgeschweißten Legierung. Ein Gehalt an Chrom von unter 12 Gew.-% führt zur Ausbildung von beständigem
Austenit, der unter Belastung weniger zur Verfestigung geneigt ist Ein Gehalt an Chrom von über 13 Gew.-% trägt zur Versprödung aufgrund c!er Bildung einer σ-Phase im Gefüge der auftragsgeschweißten Legierung bei.
Graphit wird zur Stabilisierung des Brennens der Füllbandelektrode eingeführt Ein Gehalt an Graphit von unter 0,2% beeinträchtigt die Sicherheit der Auftragsschweißung. Ein Gehalt an Graphit von über 03% führt zur Erhöhung des Kohlenstoffgehaltes in der auftragsgeschweißten Schicht, was zur erhöhten Neigung zur Rißbildung beiträgt.
Bei der erfindungsgemäßen Füllbandelektrode muß die Möglichkeit des Vorhandenseins von unerwünschten Verunreinigungen in der pulverförmigen Kernfüllung berücksichtigt werden.
Zu diesen unerwünschten Verunreinigungen, die die Festigkeitswerte der auftragsgeschw^ißten Legierung herabsetzen, gehören Schwefel und Phosphor. Ein Gehalt von Phosphor über 0,04 Gew.-% in der auftragsgeschweißten Legierung erhöht deren Neigung zur Rißbildung. Mit Schwefel bildet Mangan eine Sulfidphase MnS, die einen erhöhten Schmelzpunkt aufweist Ein Gehalt an Schwefel trägt daher nicht zu starker Zunahme der Neigung zur Rißbildung bei. Bei höherem Schwefelgehalt nimmt jedoch die Menge an nichtmetallischen Einschlüssen in der auftragsgeschweißten Legierung zu. Der erhöhte Gehalt an Sulfidphase führt zu Abschwächung der interkristallinen Bindungen und zu wesentlicher Verschlechterung der mechanischen Eigenschaften. Daher soll der Schwefelgehalt in der Kernfüllung sehr stark herabgesetzt sein. Bei einem Gehalt an Schwefel von nicht mehr als 0,03 Gew.-% in der auftragsgeschweißten Legierung hat man gute Ergebnisse erzielt.
Die erfindungsgemäße Füllbandelektrode wird nach einem belisbigen bekannten Verfahren, vorzugsweise unter Verwendung der Technologie und Ausrüstung, die im E. O. Paton-Elektroschweißinstitut entwickelt wurden, hergestellt.
Die Füllbandelektrode besteht dazu vorteilhaft aus einem Stahlmantel mit rechteckigem Querschnitt, der vorzugsweise aus zwei Teilen, aus einem oberen und einem unteren Teil, ausgeführt, ist, und mit der pulverförmigen Kernfüllung, die den Innenhohlraum des Stahlmantels gleichförmig füllt, gefüllt ist.
Die Bestandteile der pulverförmigen Kernfüllung werden vorzugsweise in Form einer Pulverfraktion verwendet, die durch ein Sieb mit 400 Maschen je cm2 hindurchgeführt werden.
Das Pulver sollte jedoch keinen Staub enthalten, der durch ein Sieb mit 3600 Maschen je cm2 hindurchgeht.
Nachstehend sind Bestandteile der pulver förmigen Kernfüllung, die den gewünschten Gehalt in der Füllbandelektrode ergeben, in Gew.-% aufgeführt:
Die aufbereitete Kernfüllung wird zum Füllen des unteren Teils des Stahlmantels .mit rechteckigem Querschnitt verwendet, worauf der untere Teil des Stahlmantels mit dem oberen Teil unter Randeinwalzen überdeckt und anschließend die pulverförmige Kernfüllung durch Walzen mit Walzen verdichtet wird.
Der Füllfaktor der Füllbandelektrode, der das Verhältnis zwischen der Masse der Kernfüllung zur Masse der Füllbandelektrode darstellt und in % ίο ausgedrückt wird, kann je nach der chemischen Zusammensetzung der Bestandteile der Füllmasse Werte zwischen 48 und 53% annehmen.
Eine so hergestellte Füllbandelektrode wurde zum Auftragsschweißen einer verschleißfesten Legierung auf Werkstücke aus Kohlenstoffstahl, z. B. Zapfen von Stahlgießpfannen, verwendet
Die Schweißdaten waren dabei wie folgt:
Schweißstromstärke (Gleichstrom mit umgekehrter Polung) 550 bis 700 A, Lichtbogenspannung 22 bis 26 V, Auftragsgeschwindigkeit 26 bis 35 m/h.
Nachstehend werden einzelne Ausführungsbeispiele aufgeführt.
Ferrochrom 1 bis 1,2
Metallisches Chrom 12bis 13
Metallisches Mangan 14 bis 16
Kristallines Silicium oder Calciumsilicid
bezogen auf Silicium 0,6 bis 0,8
Metallisches Eisen 20 bis 22
Titandioxid 2 bis 3
Fluoropolymere 0,5 bis 3
Graphit 0,2 bis 0,3
Beispiel 1
Diese Bestandteile werden in einem Mischapparat bis zur Erzielung einer in ihrer Zusammensetzung homogenen Kernfüllung vermischt.
Mit einer Füllbandelektrode, die aus einem Stahlmantel, der 0,05 Gew.-% Kohlenstoff, 0,25 Gew.-% Mangan, 0,02 Gew.-% Chrom, 0,02 Gew.-% Schwefel, 0,018 Gew.-% Phosphor, 0,02 Gew.-% Silicium, Rest bis 100 Gew.-% Eisen enthält, und einer pulverförmigen Kernfüllung mit folgender Zusammensetzung in Gew.-%: 8 Gew.-% Kohlenstoff enthaltendes Ferrochrom—1; metallisches Chrom —12; metallisches Mangan -14, kristallines Silicium — 0,7; Graphit - 0,2; metallisches Titan —0,61; Titandioxid —3,0 und metallisches Eisen-22 besteht und mit einem Füllfaktor von 52% hergestellt ist, wurden 500 χ 300 χ 25 mm große Platten aus niedriggekohltem Stahl und aus kohlenstoffhaltigem Stahl bestehende Zapfen von Stahlgießpfannen mit 2301 Inhalt auftragsgeschweißt.
Das Auftragsschweißen wurde mit offenem Lichtbogen in zwei Lagen unter Verwendung einer automatischen Anlage mit folgenden Daten durchgeführt: Schweißstromstärke 600 bis 650 A (Gleichstrom, umge-.
kehrte Polung), Lichtbogenspannung 22 bis 24 V, Auftragsgeschwindigkeit 26 m/h. Die Härte der zweiten Schicht der auftragsgeschweißten Legierung betrug 220 bis 240 HB.
Bei Versuchen mit einer Maschine, die eine hin- und hergehende Bewegung von ebenen Oberflächen mit Reibung hervorruft, betrug der Verschleiß 0,25 g bei einer Belastung von 50 kg/cm2.
Bei diesem Versuch wurden Probestücke mit auftragsgeschweißtem Teil gegen eine unbewegliche Platte aus niedriggekohltem Stahl gedrückt.
Unter Betriebsverhältnissen wurde der Radiusverschleiß der Oberflächen von Zapfen an Stahlgießpfannen ermittelt, wobei die Zapfen aus Stahl, der O1) 7 bis 0,24 Gew.-% Kohlenstoff, 0,35 bis 0,65 Gew.-% Mangan, 0,17 bis 0,37 Gew.-% Silicium, nicht über 0,25 Gew.-% Chrom, nicht über 0,04 Gew.-% Schwefel und Phosphor, Rest bis 100 Gew.-% Eisen enthielt, bestanden und mit einer erfindungsgemäßen Füllbandelektrode in zwei Lagen auftragsgeschweißt waren. Dieser betrug 1 bis 2 mm nach dem Betrieb im Laufe von 3 Jahren. Der Radiusverschleiß von nicht auftragsgeschweißten Zapfen, die die gleiche Zeit lang unter ähnlichen Bedingungen betrieben wurden, betrug 9 bis 15 mm.
Beispiel 2
Mit einer Füllbandelektrode, die einen ähnlichen Mantel besaß wie lie im Beispiel 1 beschriebene und die mit einer pulvertörmigen Kernfüllung der folgenden Zusammensetzung in Gew.-%: 6,0 Gew.-% Kohlenstoff enthaltendes Ferrochrom-1,2; metallisches
Chrom —13; Graphit —0,3; metallisches Mangan-16; Calciumsilicid bezogen auf Silicium-0,8; metallisches Titan—1; metallisches Eisen —20; Titandioxid-2, mit einem Füllfaktor von 53% hergestellt war, wurde eine verschleißfeste Legierung mit offenem Lichtbogen einlagig automatisch auftragsgeschweißt.
Die Oberflächenhärte der Auftragsschicht betrug 260 bis 280 HB.
Beispiel 3
Unter zum Beispiel 1 ähnlichen Bedingungen wurde mit einer Füllbandelektrode auftragsgeschweißt, deren Kernfüllung Fluoropolymere in einer Menge von 3 Gew.-% von dem Gesamtgewicht der Füllbandelektrode enthielt. Die Härte der auftragsgeschweißten Legierung betrug 220 bis 240 HB.
Beispiel 4
Unter zum Beispiel 2 ähnlichen Bedingungen wurde mit einer Füllbandelektrode auftragsgeschweißt, deren Kernfüllung Fluoropolymere in einer Menge von 0,5 Gew,-o/n von dem Gesamtgewicht der Füübandelektrode enthielt. Die Härte der auftragsgeschweißten Legierung betrug 260 bis 280 H B.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Füllbandelektrode zum Auftragschweißen einer verschleißfesten Legierung, bestehend aus einem Stahlmantel mit einer pulverförmiger! Kernfüllung, die metallisches Chrom, metallisches Eisen, Graphit und Titanverbindungen enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Kernfüllung, bezogen auf das Gesamtgewicht der Elektrode, 12—13% Chrom, 1 — 1,2% Ferrochrom mit 6—8% C, 0,6—0,8% Silicium in Form des Elementes oder des Calciumsilicids, 0,2-0,3% Graphit, 20-22% Eisen, 14-16% Mangan, 0,6-1% Titan und 2-3% Titandioxid enthält
2. Füllbandelektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kernfüllung zusätzlich 0,5—3% Fluoropolymere, bezogen auf das Gesamtgewicht der Elektrode, enthält
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