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Vielzweckventil
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Die Erfindung betrifft ein Vielzweckventil zur in Abhängigkeit von
verschiedenen Ventilkörperstellungen zu verwirklichenden Herstellung von Parallel-,
Gegen-, Kreuzstrom-, Nebenschluß-, Drei-, Vier- sowie Mehrwege-Strömungen, ggf.
unter gegenseitigem Wärmetausch zwischen diesen.
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bs besteht ein offenes Bedürfnis nach derartigen Vielzweckventilen,
die eine Einsatzmöglichkeit nach den verschiedensten Dichtungen besitzen, während
es bisher nur möglich war, mit einem und demselben Ventil einigen Schaltungsmöglichkeiten
zu genügen, womit man genötigt war, mehrere Ventile oder allenfalls Ventilgruppen
vorzusehen, deren Bedienung eingelernt sein mußte, um insbesondere in Notfällen
schnell und zuverlässig die jeweils erforderlichen Strömungswege zu verwirklichen,
wobei nicht einmal im Sonderfalle die Einarbeitung der Ventilbedienung ausreichte,
sondernzisätzliche Schwierigkeiten durch die räumlichen Abstände zwischen den Einzelventilen
oder Ventilgruppen entstanden, zu deren zeitlicher Uberwindung nicht immer ausreichend
Gelegenheit zur Verfügung stand. Insbesondere in großchemischen Anlagen zur Verarbeitung
von Rohstoffen zwecks Gewinnung von Veredelungsprodukten, in Trocknungs und Entwässerungsanlagen,
bei der Synthese insbesondere flüssiger Brennstoffe und überhaupt auf dem Gebiete
der Installationstechnik liegt eine F(ille von Aufgaben vor, die nur mit Hilfe von
Mehrzweckventilen auf wirtschaftliche Weise zu lösen sind, wobei insbesonaere auch
an Erstinstallationen zu denken ist, bei denen erst anlässlich des Abschluß es der
Betriebs erfahrungen und der Einarbeitung der Bedienungsmannschaft die Anordnung
von Einzelventilen und Ventilgruppen zweckmäßig erscheint. Bei der Ausbildung eines
derartigen Vielzweckventiles ist außerdem RUcksicht darauf zu nehmen, daß das Ventil
grundsätzlich, zwecks
Unäbhngigkeit von Fernsteuerungen und deren
Störungen, eine Bedienung von Hand ermöglichen und bereits aus der Entfernung die
Schaltstellung erkennbar machen soll, die es jeweils einniiiut, und zwar anhand
seiner körperlichen struktur selbst, so aa. oie Ejedienune nicht auf die b?ntzifIerung
von weiter entfernten Angaben und Naweisungen abhängig ist, die sehr oft durch Betriebsmittel,
Ablagerungen auch von Schmutz und staub schlecht oder überhaupt nicht ablesbar werden.
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Um dieser Aufgabenstellung zu genügen, kennzeichnet sich ein gemäß
vorliegender Erfindung vorgeschlagenes Vielzweckventil zur in Abhängigkeit von verschiedenen
Ventilkörperstellungen zu verwirklichenden Herstellung von Parallel-, Hintereinander-,
Gegen-, Kreuzstrom-, Nebenschluß-, Drei-, Vier- sowie Mehrwegeströmungen,ggf. unter
gegenseitigem viwärmetausch, durch einen ein Ventilgehäuse mit aneinandergereihten
Leitungsanschlüssen seiner Länge nach durchsetzenden, in Längsrichtung des Gehäuses
beweglich ver- und einstellbaren, steuerkantenbildenden und über Dichtungen an Führungsflächen
des Gehäuses anliegenden Ventilkör.
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per.
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Dazu stehen verschiedene Ausführungsmöglichkeiten zur Verfügung.
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Abgesehen davon, daß das Ventilgehäuse aus einem einzigen Stück bestehen
könnte, ergeben sich Vorteile dadurch, daß es aus in seiner Längsrichtung aneinandergaeihten,
ringförmigen, au3er aus zweckmäßig übereinstimmenden Endstücken, vorzugsweise aus
minaestens teilweise unterschiedlichen und jeweils erforderlichet Strömungswege
bildenden Zwischenstücken besteht, die zum Gehäuse etwa durch Anker, zusammengeschlossen
sind. Trotzdem können die Einzelstücke unabhängig davon, ob es sich um End- oder
Zwischenstücke handelt, mit der Wirkung eines einstückigen Ventilgehäuses durch
Anordnung von Dichtungen zwischen den Einzelstücken vereinigt werden und dadurch
schließend aufeinander folgen, daß diese Dichtungen in zum Anschlußeinzelstück vorzugsweise
offen ausmündenden Hingnuten liegen.
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Gehören die Steuerkanten vom Ventilkörper getragenen oder, etwa durch
Ausnehmungen, Längs- und/oder Querkanäle, Querschnittsabsetzungen oder sonstige
bekannte Maßnahmen dieser Art gebildeten
orteuerkörpern an, so können
in einfachster Weise die verschiedenen Strömungswege verwirkliSt werden, die ein
derartiges Vielzweckventil liefern soll, ohne daß es verwickelterer Maßnahmen bedarf,
zu denen es beispielsweise gehören würde, daß die Steuerkörper ihrerseits nochmals
im Verhältnis zum Ventilkörper ver-, ein- und feststellbar wären.
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Der Lösung der zusätzlichen Aufgabe, das Vielzweckventil mit einem
von Hand beweglichen Ventilkörper auszurüsten und so auszubilden, daX die Ventilkörperstellung
bereits äui3erlich erkennbar und hierzu bezeichnet ist, wäre dadurch zu genügen,
daß der Ventilkörper durch das Ventilgehäuse, vorzugsweise durch Stirnabschlüsse
oder Endeinzelstücke durchgeführt ist, zwecksmäßig unter Bildung von Betätigungshandhaben,
auf denen Angaben über Ventikörperstellung und Strömungswegschaltung, ohne weiteres
ablesbar angeordnet sind. Dasselbe ist auch durch Farbgebungen der durchgeführten
Ventilkörperenden zu erreichen.
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sferaen dem VentiLiörper zugewandte Oberflächen des Ventilgehäuses,
der Steuerkörper auf dem Ventilkörper und/oder von Ausnehmungen in beiden Körpern
als an (,trömungswege angrenzende und dadurch die Strömungswege bildende Begrenzungsflächen
ausgebildet, so ergibt sich eine einfache, weitere und vielfältig verwicklichbare
Möglichkeit zur Ausbildung jeweils benötigter oder zweckmäßig vorzusehender Strömungswege.
Um dabei besonders günstige, strömungstechnische Verhältnisse zu verwirklichen,
können an die fitrömungswege angrenzende, demselben Ventilgehäuseeinzel-, insbesondere
-gehäusezwischenstück oder jeweils demselben Ventilgehäuselängsabschnitt miteinander
gegenüberliegenden Anschlüssen angehörende Gehäusebereiche als konzentrisch zur
Längsmittelachse des Ventilgehäuses mit je einem nicht ganz 1800 umfassenden Zentriwinkel
ausgewölbt und die so gebildeten Wölbungen unter Bildung zentripetal verlauf ender
Gehäusevorsprünge in Achsrichtung gegensinnig zueinander versetzt sein.
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Weiter Einzelheiten und Vorteile sind anhand zeichnerisch dargestellter
Ausführungsbeispiele und der nachfolgenden Beschreibung derselben zu erkennen.
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Fig. 1 zeigt im Längsschnitt aurch ein ertinaungsgemäß ausgebildetes
Vielzweckventil ein Ausführungsbeispiel des letzteren mit einer zur Herstellung
eines Nebenschlußes zu einer selbst nicht veranschaulichten Hauptleitung führenden
Stellung des Ventilkörpers; Fig. 1a veranschaulicht einen teilweisen Längsschnitt
eines Vielzweckventiles nach einer weiteren Ausführungs möglichkeit des Gegenstandes
der Figur 1; körper Fig. 2 gibt die
nach Fig. 1 für den Fall wieder, dau die Ventilkörperstellung zur Erzeugung einer
Parallelströmung dienen soll; Fig. 3 stellt einen Querschnitt durch die Ventilanordnung
nach Fig. 2 gemäß Linie III - III dieser Figur dar; Fig. 4 zeigt wiederum anhand
eines Längsschnittes durch eine weitere Ausführungsform einer Ventilanordnung gemäß
Erfindung für .den Fall, daß die Ventilkörperstellung zur Verwirklxhung eines Nebenschlußes
führen soll, wie er mit den Mitteln der Fig. 1 zu erreichen ist; Fig. 5 zeigt eine
Ventilanordnung nach Fig. 1 zu Zwecken der Verwirklichung einer gegensinnigen Parallelströmung;
Fig. 6 gibt einen Querschnitt durch die Ventilanordnung der Fig. 4 gemäß Linie IV
- IV letzterer wieder; Fig. 7 veranschaulicht einn Längsschnitt durch die Ventilanordnung
nach einem nochmals abgewandelten Ausführungsbeispiel in einer Ventilkörperstellung,
bei der wieder eine gegensinnig verlaufende Parallelströmung eingesteuert ist, während
Fig. 8 die Ventilanordnung nach Fig. 7 in einer Stellung des Ventilkörpers zeigt,
in der die Verwirklichung von Gegenströmungen unter Kreuzung ihrer gegensinnigen
Strömungsrichtungen eingestellt sind.
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Nach den Figuren 1 - 3 der Zeichnung west ein erfindungsgemäß ausgebildetes
Vielzweckventil, als Ganzes mit 10 bezeichnet, ein Ventilgehäuse 12 und einen Ventilkörper
14 auf. Das Gehäuse 12 umgibt einen axial verlaufenden Raum 16, in dem der Ventilkörper
14 mit geradlinig verlauf ender Steuerbewegung angeordnet ist. Beim dargestellten
Ausführungsbeispiel besteht das Gehäuse 12- aus fünf Einzelstücken 18, 20, 22, 20
und 18. Die ;E;ndstücke 18 und die Zwischenstücke 20 sind unter sich übereinstimmend
ausgebildet, wobei ihre Lage, bezogen auf eine Symmetriequerebene des Gehäuses 12,
einander spiegelbildlich verkehrt entspricht. Vorhanden ist außerdem ein mittleres
Zwischenstück 22, das in der Stellung des Ventilkörpers
gemäß Figur
1 nur der Verwirklichung eines Durchfluß es des Arbeitsmittels dient, während Fig.
2 eine Steuerstellung des Ventilkörpers 14 zeigt, bei der ein auf diesem Ventikörper
angeordneter Ventilkörper 48 die beiden, an ihn angrenzenden Arbeitsräume der Einzelstücke
20 im Verhältnis zueinander trennt, womit es zur Verwirklichung einer gegensinnigen
Parallelströmung kommt, die im einzelnen im Rahmen der Fig. 2 veranschaulicht ist.
Sämtliche Sinzelstücke des Gehäuses sind mittels durchgehender Anker zusammengeschlossen,
deren Spannmittel in Form von SchrauDensuttern 24 zu erkennen sind. Im Falle des
Ausführungsbeispieles finden vier solcher Anker Anwendung, obwohl selbstverständlich
jede abweichende Zahl Anwendung finden kann. Die Ausbildung der die Einzelstücke
zusammenhaltenden Arbeitsmittel als verschraubte Anker bietet die Möglichkeit, Gehäuseeinzelstücke
auswechseln oder gegen andere austauschen zu können.
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Die Gehäuseeinzelstücke 18, 20 und 22 ermöglichen die Verwirklichung
einer Reihe von Strömungswegen im Gehäuse 12.
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Die Einzelstiicke können zunächst aus metallischen Werkstoffen hergestellt
sein. Möglich ist aber auch die Herstellung aus anderen geeigneten Werkstoffen,
vorzugsweise aus Kunststoffen, wie beispielsweise faserverstärkten Giessharzen.
Auch können die Einzelstücke aus strukturiertem Nylon bestehen. Bei Giessharzen
fällt die Notwendigkeit einer spanabhebenden Bearbeitung fort. Bei Verwendung paarweise
identischer Einzelstücke 18, 18 und 20, 20 kann die Zahl der benötigten Giessharzformen
nennenswert verringert wrden.
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In Abhängigkeit von der Art der jeweiligen Verwendung erfindungsgemäß
ausgebildeter Mehrzweckventile können natürlich Zahl und Ausbildung der Einzelstücke
starken Schwankungen unterworfen sein, wenn nicht vorgezogen wird, das Gehäuse einstückig
nach den Ausführungsbeispielen der Figuren 4 - 8 auszubilden, wobei für die Werkstoffe
dieses einstückigen Gehäuses dasselbe gilt, was oben bereits für mehrstückige Gehäuse
ausgeführt worden ist.
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Die Linzelstücke sind, wie der Zeichnung zu entnehmen ist, schliessend
aneinandergereiht und gegeneinander dadurch abgedichtet, daß sich die Stirnflächen
der Einzelstücke gegenseitig unmittelbar
berühren, ausgenommen jedoch
die Ausmündungen der Ringnuten 21 an den fitlrnfläcllen der Einzelgehäuse, in denen
Dichtungskörper 23 unter Üb erstand über die Stirnfläche hinaus untergebracht sind,
wobei als Dichtungskörper aucn 0 - Ringe zu bevorzugen sind.
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Unter der Verspannung der .,chlieBanker flachen sich die überstehenden
Kuppen der Ringdichtungen ab, so daß die Einzelstücke gegen Austritt des Arbeitsmittels
zu sichern sind.
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Zur Vereinfachung der Zeichnung fehlen in der Fig. 2 die Bezugsziffern
21 und c, mit den so bezeichneten Teilen.
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Die Gehäuseendstücke 18 weisen radial nach innen gerichtete, ringförmige
Vorsprünge 26 auf, die in Verbindung mit Steuerkörpern 28 und 30 auf dem Ventilkörper
14 dazu dienen, die geradlinig verlaufende Steuerbewegung des Ventilkörpers 14 gemäß
den Fig. 1 und 2 zu begrenzen. Endstücke 32 und 34 des Ventilkörpers 14, welche
über die links una rechts gelegenen Abschlüsse des Gehäuses 12 jeweils überstehen,
dienen zur manuellen Betätigung des Ventilkörpers 14. Beschriftungen, die der jeweils
über das Gehäuse überstehende Bereich des Ventilkörpers 14 zu erkennen gibt, kennzeichnen
die jeweils herrschende Stellung des Ventilkörpers 14 und damit den jeweils eingestellten
Strömungsweg, damit zugleich, welche Steuerbewegung dem Ventilkörper 14 zu erteilen
ist, um einen anderen Strömungsweg verwirklichen zu können.
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Die Gesamtanordnung bei aus mehreren Einzelstücken bestehenden Gehäusen
ist dahin zu treffern, daß die Einzelstücke 18, 20 und 22 an den gegenseitigen Stoß
stellen ohne Bildung von Graten oder radialen Versetzungen in Berührung stehen,
so daß Steuerbewegungen des Ventilkörpers 14 stets störungslos und ohne Neigung
zur Verwirklichung unerwünschter Steuerstellungen durchführbar sind.
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Außerdem bieten die abgeflachten Stirnflächen der Ventilkörperüberstände
32 und 34 die Möglichkeit, durch Ausübung eines Fingerdruckes auf das eine oder
andere überstehende Ventilkörperende oder den Ventilkörper jeweils entweder in die
eine/andere Grenzstellung oder in Zwischenstellungen zu bringen, wenn solche vorgesehen
und dadurch erleichtert aufzufinden sind, daß eine Feder in eine vom Ventilkörper
gebildete Rast einspringt und demgemäß in dieser Stellung so lange verblXebt, wie
die die Raststellung erhaltende
Federkraft nicht formschlüssig
übeiwanden wird. Die pfeile 36 und 38 in den Figuren 1 und 2 deuten an, welche auf
den Ventilkörper 14 ausgeübte Steuerkräfte zu den beiden Grenzstellungen führen,
die im Rahmen des Ausführungsbeispieles nach den Figuren 1 und 2 von Bedeutung sind.
Dabei ist das Verhältnis beachtlich, in welchem von Hand oder durch Vorrichtungen,
Fernbedienungseinrichtungen usw. ausgeübte Verstellkräfte zu den Bewegungswiderständen
stehen, die einerseits in Abhängigkeit von den Abdichtungstrucken bei 5u, 52, 54
und 56 una andererseits durch die Differenzkräfte entstehen, die zwischen den auf
die Steuerkörper 28, 48 und 58 ausgeübten Flächenkräften und der Gegenwirkung der
Atmosphäre auz die Stirnflächen 32, 34 entstehen.
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Wie aus den Figuren 1 - 3 weiter ersichtlich ist, enthält jedes der
als Steuerungsbereiche wirksamen Zwischenstücke 20 des Vielzweckventiles 10 nach
den Figuren 1 und 2 der Zeichnung einander gegenüberliegende Paare von Anschlüssen
40 und 42. Jeder dieser Anschlüsse steht mit einer axial verlauf enden, zentral
angeordneten Gehäuseausnehmung 16 über Strömungswege 44, 46 in Verbindung. Diese
Strömungswege sind dabei begrenzt durch Auswtilbungen des Gehäuses 12, die unter
Einschluß eines jeweils nicht ganz 180° erreichenden Zentriwinkels um eine Längsmittelachse
des Gehäuses 12 und seiner zentralen, den Hauptsteuerraum bildenden Ausnehmung 16
verlaufen. Dadurch entstehen, wie Figur 3 im Querschnitt zeigt, einerseits zentripetal,
andererseits, ausweislich der Figuren 1 und 2, in Längsrichtung des Gehäuses verlaufende
Gehäusevorsprünge 45, deren Formgebung dahin bestimmbar ist, daß Strömungsmitteluml
enkungen mit geringsten Strömungswiderständen und ohne Gefahr des Abreissens der
Strömung bzw. der Bildung von Kavitationen erfolgen. Die die Wölbflächen bildenden
Vorsprünge sind dabei, ausweislich der Figuren 1 und 2, in Längsrichtung gegensinnig
zueinander versetzt, so daß auch dann strömungstechnach nisch günstige Verhältnisse
entstehen, wenn einerseits,/Fig. 1, eine von außen nach innen führende Radialströmung,
die bei 40 in das Ventilgehäuse eintritt, aus der Radialrichtung in die Axialrichtung
60 umgelenkt und anschließend wieder in die Radialrichtung in dem zur Abführung
des hteitsmittels dienenden Anschluß 42 umgelenkt wird, während andererseits, bei
Einsteuerung gegensinnig verlaufender Parallelströmungen gemäß der Ventilkörperstellung
nach Fig. 2, die Strömungsrichtungen 64 und 66 im Anschluß an die Einströmung in
den Anschlüssen 40 und die Ausströmung in den
Anschlüssen 42 nur
unwesentlich aus einer radialen ttittelebene durch die Zwischenstücke 20 abgedrängt
werden. Im einzelnen ergibt sich aus Figur 2, da3 das über den Anschluß 40 im Strömungsrichtung
66 eintretende Arbeitsmittel bei der Durchströmung des Zwischenstückes eine nach
Art einer Sinuswelle verlaufende Strömung beschreibt, die auch entsteht, wenn die
Parallelströmung in Richtung 64 über Anschlu3 40 eintritt und das rechts gelegene
Zwischenstück über Anschluß 42 in Strömungsrichtung 64 verläßt.
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Das gilt in entsprechender Weise für die in den Figuren 7 und 8 der
Zeichnung gezeigte Ausbildung eines einstückigen Ventilgehäuses und für die durch
die Stellung des Ventilkörpers 14' erzwungene Parallelströmung, die einerseits im
Anschluß 120 in der Pfeilrichtung 136 beginnt, in Pfeilrichtung 138 fortgesetzt
wird und über den Anschluß 42-' zum Austritt des Arbeitsmittels in Pfeilrichtung
139 führt, während die Parallelströmung im Anschluß 40' in Pf eilrichtung 143 beginnt,
in der Pfeilrichtung 142 fortgesetzt wird und im Anschluß 44 in Pfeilrichtung 140
endet; die für die erste der Strömungen maßgebende Wölbung im Oberteil des Ventilgehäuses
ist mit 58' bezeichnet, wobei die im Unterteil des Ventilgehäuses vorhandene Wölbung
wtler axial und gegensinnig versetzt ausgebildet ist. Entsprechendes gilt für die
Gehäuseausbildung, die gemäß Figur 7 zu der zweiten Paraliströmung bei der eingezeichneten
Stellung des Ventilkörpers 14' führt. Die strömungstechnisch günstigen Wirkungen
beider Wölbungen sind auch bei der Stellung des Ventilkörpers 14' in Figur 8 zu
erkennen.
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Die im Anschluß 42' in Pfeilrichtung 140' eintretende Strömung des
Arbeitsmittels wird durch die im Wege der Strömung liegende Wölbung im Oberteil
des Ventilgehäuses in der Richtung von rechts nach links abgedrängt, so daß sich
eine durch die Pfeilrichtungen 144 angedeutete Strömung von rechts nach links ausbildet,
die über den Anschluß 42' in Pfeilrichtung 139 zum Abströmen des Arbeitsmittels
führt. Im Anschluß 40' findet die Zuströmung weiteren Arbeitsmittels mit der Pfeilrichtung
143 statt, so daß es zu einer Umlenkung der Strömung, angegeben durch die Pfeilrichtungen
146 kommt. Diese Strömung wird durch eine Längsausnehmung des Ventilkörpers 14'
aufgenommen, wobei am linken Ende dieser Ausnehmung eine allmähliche Umlenkung gemäß
der Pfeilrichtung 146 auftritt, die dazu führt, daß der zweite Arbeitsmittelstrom
über den links gelegenen Anschluß 44' in Pfeilrichtung 136' austritt.
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Die Arbeitsmittelströmungen verlaufen also im Bereiche der Ventilkörperlängsausnehmung
gegensinnig, wobei das über den rechts gelegenen Anschluß 40 in Pfeilrichtung 143
eintretende Arbeitsmittel den Ventilkbrper 14' außen umströmt. Außerdem kommt es
zur Ausbildung ihren Dichtungen nach gekreuzter Arbeitsmittelströmungen, jedoch
ohne Vermischung der Arbeitsmittelströme untereinander. Die im Bereiche der Längsausnehmung
des Ventilkörpers eintretenden Gegenströmungen können jedoch dazu benutzt werden,
hierbei zwischen den beiden Strömungen einen Wärmetausch zu bewirken.
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Die Figuren 1 und 2 zeigen weiter, dats auf dem Ventilkörper 14 Steuerkörper
28, 48 und 30 angeordnet sind, die auf ihrem Umfange Ringnuten aufweisen, in denen
Dichtungskörper 50, 52, 58 und 56 aufgenommen sind, die zweckmä'Dig als O - Ringe
ausgebildet sind. Die Dichtungen 50 und 56 dichten dabei die bei 26 vorgesehenen
DurchfUhrungen des Ventilkörpers 14 durch die Endstücke 18 des Gehäuses ab, ohne
die Längsverschieblichkeit des Ventilkörpers zu behindern. Die Dichtung 52 schließt
bei der Stellung des Ventilkörpers 14 in Fig. 1 sämtliche rechts von ihm gelegenen
Ventilgehäuseräume und demgemäß auch das links gelegene Zwischenstück 20 gegen das
rechts gelegene, bis auf eine Verdrehung um die Quermittelachse des Zwischenstückes
12 um 1800 identische Zwischenstück 20 ab, so dali damit der gesamte zwischen den
Steuerkörpern 28 und 48 liegende Bereich des durch die Ausnehmung 16 gebildeten
Hauptsteuerraumes gegen alle übrigen Bereiche des letzteren abgesperrt und daher
im Bezug auf das Auftreten von Arbeitsmittelströmungen in ihm wirkungslos (tot)
ist. Ebenso schließt die Dichtung 54 innerhalb des wölbilächenbildenden und im Ganzen
gesehen muffenartig ausgebildeten Teiles 58 die Räume 46 und damit 44 wieder gegen
die übrigen Bereiche des Hauptsteuerraumes 16 ab, so daß die Räume 44, 46, letzterer
mit dem Anschluß 40, strömungstechnisch wirkungslos und ebenfalls tot sind. Es findet
somit lediglich eine Arbeitsmittelströmung in Richtung des Pfeiles 60 in einem Teilbereich
des Hauptsteuerraumes 16 statt, wobei die Strömung in den Anschluß 40 ein- und über
den Anschluß 42 unter Bildung einer Parallelströmung austritt. Diese Schaltung könnte
strömungstechnisch auch als Kurzschluß schaltung deshalb bezeichnet werden, weil
der weitaus größte Teil des Vielzweckventiles 10 an der Strömungsbildung überhaupt
nicht mehr beteiligt ist. Im Wesen der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Anordnung liegt
es dabei, daß der Querschnitt des Ventilkörpers 14 im Bereiche zwischen den Steuerkörpern
30 und 48 reduzier bar ist, so daß die Strömungswiderstände der mit dem Pfeil 60
bezeichneten strömung sprunghaft herabgesetzt werden, ohne da, der uerschnitt der
Ausnehmung 16 in
diesem Bereiche geändert werden müB.e, zumal Querschnittsabsetzungen
am Außenumfang der Ausnehmung 16 mit lAücksicht auf gleichzuhaltende Querschnitte
der Steuerkörper 20, 48 und 30 unzweckmäßig wären.
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Bei einer Rechtsverschiebung des Ventilkörpers 14, deren b?r gebnis
in Figur 2 veranschaulicht ist, dringt der Steuerkörper 48 mit seiner Dichtung 52
in das mittlere Gehäusestück 22 ein, so daß eine strömungstechnische Isolierung
der beiden angeschlossenen Gehäusestücke 20 im Verhältnis zueinander eintritt.
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ebenso dringt der gesamte Steuerkörper 30 mit seinen beiden Dichtungen
54, 56 in das rechts gelegene Endstück 18 des Gehäuses ein, wie auch schließlich
der xteuerkörper 28 den innerhalb des linken Endstückes 18 liegenden Bereich der
Ausnehmung 16 mittels seiner Dichtung 50 gegen den weiteren Bereich der Ausnehmung
16 und damit gegen das gesamte, weitere Gehäuse abschließt und abdichtet. Die Länge
der Ausnehmung 16 ist hierzu entsprechend dimensioniert. Wie bereits ausgeführt,
sind dadurch die Voraussetzungen der Herstellung einer gegensinnig verlauf enden
Parallelströmung verwirklicht, die das Ventil in den beiden Richtungen 64 und 66
verlassen, nachdem sie über die diametral entgegengesetzt angeordneten Anschlüsse
dem Ventil zugeführt worden waren. Die Räume, die in Figur 2 die mit 62 und 68 bezeichneten
Bereiche des Ventilkörpers 14 umgeben, können nach Länge und freiem Querschnitt
in der verschiedensten Weise dimensioniert sein, und zwar jeweils in Abhängigkeit
von dem jeweils vorhandenen Verwendungszweck. Außerdem besteht die Möglichkeit,
die Anschlüsse, über die Arbeitsmittel in das Ventil eingelassen wird, längs einer
unct derselben Mantellinie des Gehäuseumfanges anzuordnen, so das auch der Austritt
über Anschlüsse erfolgt, die in einer Mantellinie in Längsrichtung des Ventiles
hintereinander liegen. S 5chließlich ist es nicht erforderlich, die zum Einlass
und Auslass des Arbeitsmittels führenden Anschlüsse jeweils um 180° im Verhältnis
zueinander zu versetzen, die Versetzung kann auch mit abweichenden Zentriwinkeln,
bezogen auf die Längsachse des Ventilgehäuses, vorhanden sein.
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Bei der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausbildung gleichen sich
die pneumatischen oder hydraulischen Drücke innerhalb des Ventilgehäuses im wesentlichen
aus, so daß die Steuerkörper und
ebenso der Ventiflörper selbst
keinen einseitig wirkenden Kräften unterworfen sind, wenn man von verschiedenen
Drücken der Arbeitsmittel selbst absieht, die sich beispielsweise in Figur 2 auf
den Steuerkörper 40 dahin auswirken könnten, daß dieser bei im rechts gelegenen
Zwischenstück 20 auftretenden Überdrücken im Verhältnis zum Druck des Arbeitsmittels
in dem links gelegenen Zwischenstück 20 in der Richtung von rechts nach links bewegt
und der Ventilkörper 14 selbsttätig aus der tellung der Figur z in die Stellung
der Figur 1 verlegt w£irde. In diesem Falle bedürfte e;; nur der Anordnung einer
mit den Ventilkörperenden 32, 34 zusammenarbeitenden Sperrklinke, um derartige selbsttätige
Umschaltungen des Ventiles mit Sicherkeit ausschließen zu können, es sei denn, daß
durch Anordnung von Druckreglern im Arbeitsmittelstrom dafür gesort würde, daß keine
auf die Steuerkörper einseitig wirkenden Drücke aufzutreten vermögen. Daher sind
auch von den Steuerkörpern getragenen Dichtungen unter diesen Voraussetzungen druckentlastet,
so daß es keiner besonderen Maßnahmen bedarf, um die Dichtungskörper an Ort und
Stelle zu halten, es sei denn, es sei Zweck verschiedener überdrücke des Arbeitsmittels,
den Ventilkörper bewußt und planmäßig in verschiedene Steuerstellungen zu bringen.
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Figur 1 a veranschaLicht eine andere und weitere Ausführungsmöglichkeit
des Vielzweckventiles für den Fall, daß an die stelle der manuellen eine hydraulische
oder pneumatische Betätigung treten soll. In diesem Fall mündet in den Raum des
hierzu ausgewählten linken endstückes 18', der sich zwischen der Durchlassdichtung
70 für den Ventilkörper 14 und dem Steuerkörper 28111it der Dichtung 50 befindet,
eine Querausnehmung 72 des Gehäuseendstückes 18' ein, die an eine Steuerleitung
74 angeschlossen ist. Auf diese Weise kann mittels in der Leitung 74 erzeugter über
und Unterdrücke der Ventilkörper 14 als Ganzes in die jeweils gewünschte Steuerlage
gebracht werden, wobei selbstverständlich die Nöglichkeit entsteht, die bteuerleitung
74 an der Programmierung von Steuerbewegungen dienende Vorrichtungen, Steuerungen,
Regler usw. anzuschließen.
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In den Figuren 1 - 6 ist eine weitere, beispielsweise veranschaulichte
Ausführungsmöglichkeit eines erfindungsgemäß ausgebildeten Vielzweckventiles 76
dargestellt. Das Ventilgehäuse 78 ist nunmehr einstückig ausgebildet, in ihm längsbeweglich
angeordnet ist der Ventilkörper 86. Figur 4 zeigt den Ventilkörper in einer oben
Kurzschlußstellung genannten Lage, bei der Stellung des Ventilkörpers
gemäß
Figur 5 dient das Vielzweckventil 76 zur herstellung zweier Parallelströmungen,
deren Richtungen jedoch entgegengesetzt zu denen des Arbeitsmittels in der fiteXhng
des Ventilkörpers 14 nach Figur 2 verlaufen. Unterschiedlich sind auch die Anschlüsse
im Ventilkörpergehäuse 78 in der Kurzschlußleitung des Ventilkorpers 86 nach Figur
4, und zwar sowohl in bezug auf die Strömungsrichtung des kurzgeschlossenen Arbeitsmittel
als auch dahin, daß Zu- und Abflüsse des Arbeitsmittels auf der oberen hälfte des
Ventilgehäuses 78 vorgesehen sina, während nach Figur 1 die hrbeitsmittelströmung
lediglich in der unteren Hälfte des Ventilgehäuses stattfindet. Unterschiedlich
ist weiter das Fehlen eines über die Gesamtlänge des Ventilgehäuses im wesentlichen
erstreckten Hauptsteuerraumes, gebildet durch die Ausnehmung 16 bei dem Ausführungsbeispiels
nach den Figuren 1 und 2, bei weichem der Ventil- und die Steuerkörper massiv sind;
demgegenüber ist der bteuerkörper ofz6 nach den Figuren 4 - 6 als Hohlkörper mit
einer Innenbohrung 88 ausgeführt, deren Endbereiche in Holilgewinde übergehen, die
zur Aufnahme der Gewindestopfen 90 dienen, deren Ausbildung so getroffen ist, daß
sie die Wirkungsweise der durch die Steuerkörper 28 und 30 bei dem ersten Ausführungsbeispiel
gebildeten Endanschläge übernehmen. Abweichend gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel
ist auch die Bildung der Steuerkanten, zu der nunmehr nicht mehr Steuerkörper, sondern
Ausnehmungen 80 herangezogen sind, die dazu führen, daß Bereiche reduzierten Querschnittes
96 und 98 des Steuerkörpers 86 auftreten, während der Außenumfang des gleichen Steuerkörpers
dem inneren Umfang einer Längsbohrung des Ventilgehäuses 78 angepasst ist, in der
der Steuerkörper 86 längsbeweglich aufgenommen ist, und zwar unter Anordnung von
Dichtungskörpern 100, 102, 104 und 106, deren Wirkungsweise im wesentlichen mit
derjenigen der Dichtungskörper 50, 52, 54 und 56 des ersten Ausführungsbeispieles
übereinstimmt.
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In der Stellung des Ventilkörpers 86 gemäß Figur 4 erfolgt der Eintritt
des Arbeitsmittels in Richtung des Pfeiles 112 über den Anschluß 82. Demgemäß liegt
im Wege der so entstehenden Strömung die Querausnehmung 108 eines ersten, durch
die Querschnittsreduktionen des Ventilkörpers 86 gebildeten Steuerkörpers, der den
Sitz für den Dichtungskörper 102 bildet und diese Dichtung trägt.
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Dadurch kommt es zur Umlenkung der Arbeitsmittelströmung in Richtung
des Strömungspfeiles 112. Demgemäß vermag das Arbeitsmittel
über
einen Querkanal innerhalb eines weiteren, durch eine Querschnittsreduktion des Ventilkörpers
86 gebildeten Steuerkörpers den Ventilkörper zu verlassen, und zwar in Richtung
des Pfeiles 112 über den Anschluß 54. Es vermag also eine Nebenschlußströmung, bezogen
auf eine nicht dargestellte Hauptströmung, stattzufinden, die auch als Kurzschlußströmungen
zu bezeichnen ist.
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Wird der Ventilkörpers 86 aus der Stellung der Figur 4 in diejenige
der Figur 5 überführt, und zwar durch eine Verschiebung von links nach rechts, so
tritt die bereits einleitend erwähnte Parallelströmung auf, deren erster Ast mit
dem Strömungspfeil 114 unter Verwendung des Anschluß es 82 erzeugt wird. über den
Anschlu;3 84 tritt die erste der beiden Parallelströmungen in Richtung des Strömungspfeiles
114 aus. Die zweite, hierzu im wesentlichen parallel verlaufende Strömung tritt
in Pfeilrichtung 116 in den Anschluß 82 des Ventilgehäuses 78 ein und verläßt dieses
über den anschluß 84 in Richtung des Pfeiles 116. Die Parallelströmung verläuft
daher gegensinnig, und zwar auf der linken Seite des Ventilgehäuses in der Richtung
von oben nach unten und demgemäß rechts in der Richtung von unten nach oben.
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Nicnt dargestellt sind allmähliche JberOänge des Eintrittskanales
103 und des Austrittskanales 110 im Ventilkörper 86. Dadurch ist zu erreichen, dalj
die Umlenkung des Arbeitsmittels auf dem durch die Strömungspfeile 112 gekennzeichnet
@eg strömungsschlüpfig erfolgt, so daß in der Kurzschlußstellung des Ventilkörpers
86 keine unnötigen Strömungswiderstände auftreten. In der stellung des Ventilkörpers
86 gemäß Figur 5 SinG die Querkanäle 108 und 110 ohnehin verschlossen und damit
strömungstechnisch unwirksam, so dar die Gestaltung der uebergänge zwischen den
Kanälen 88 einerseits, 108, 110 ohne-hin keinen Einfluß auf die Ausbildung der Parallelströmung
zu nehmen vermag.
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Auch bei dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 4 - 6 treten keine
unerwünschten Kraftauswirkungen des Arbeitsmittels auf das Vielzweckventil 76 ein,
es sei denn, das sei beabsichtigt, was naturgemäß dadurch zu erreichen ist, daß
bei Einstellung von Parallelströmungen nach dem Vorbild der Ventilkörperstellung
nach figur 5 die Arbeitsmitteldrücke verschiedenartig eingestellt werden, uni derartige
Kraftwirkungen erzeugen zu können.
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In den Figuren 7 una 8 ist ein drittes Ausfüilrungsbeispiel eines
erÍindungsgemäij ausgebildeten Vielzweckventiles zur zeichnerischen Darstellung
gebracht worden. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel ist das Ventilgehäuse 12' einstückig
und ihm wesentlichen nach dem Vorbild der Ausbildung des Gehäuses nach den Figuren
1 una 2 gewählt worden. Es könnte demgemäß in gleicher Weise mehrteilig, also so
ausgebildet sein, wie das in den Figuren 1 und 2 für diesen Fall veranschaulicht
ist. Unterschiedlich ist dagegen die Ausbildung des Ventilkörpers 14', der zwar
auch eine Längsbohrung wie den Ventilkörper 86 nach den Figuren 4 - 6 aufweist,
aber diese Längsbohrung tritt nur auf einem Teilbereich der Ventilkörperlänge auf,
womit die Möglichkeit entsteht, die Längsbohrung mit zur Längsachse des Ventilkörpers
quer verlaufenden Steuerkanälen abschließen zu lassen. Vorhanden ist jedoch wieder
im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 4 - 7 ein Hauptsteuerraum
68', der sich über den Abstand zweier vom Ventilkörper gebildeter Steuerkörper erstreckt,
die zur Aufnahme der Dichtungskörper 146 dienen, wobei sich an diese Dteuerkörper
die der Durchdringung des Ventilgehäuses dienenden ndbereiche des Ventilkörper anschließen,
die außer zur Führung des Steuerkörpers im Ventilgehäuse in der bereits erwähnten
weise zur Betätigung des Ventilkörpers und zur Anzeige einer jeweiligen Stellung
dienen. Daher entspricht die Ausbildung des Ventilgehäuses im Bereiche 22' derjenigen
des Gehäusemittelstückes 22 nach den Figuren 1 und 2 und entsprechendes gilt für
den Bereich 20' des Ventilgehäuses im Vergleich zu den Linzelstücken 20 des Gehäuses
18 mit der einzigen Ausnahme, daß die spiegelbildlich verkehrte Anordnung der Gehäuezwischenstüce
20 in den Figuren 1 und 2 fehlt, vielmehr tritt im Bereiche 20' nicht nur die gleiche
Ausbildung der Gehäusebereiche 20', sondern auch eine übereinstimmende Anordnung
derselben auf. Das bedeutet also, daß bei Ausbildung des in den Figuren 7 und 8
veranschaulichten einstückigen Gehäuses als mehrteiliges Gehäuse nur die Abwandlung
getroffen zu werden braucht, die den Gehäusebereichen 202 entsprechenden Einzelstücke
in der Weise anordnen zu müssen, wie das in den Figuren 7 unc 8 gezeigt ist, um
die Arbeitsmittelströmungen erzeugen zu können, die mittels der Ausbildung des Vielzweckventiles
nach den Figuren sind 7 und 8 zu verwirklichen
wobei nur der Ventilkörper 14 gemäß den Figuren 1 und 2 durch den Ventilkörper 14'
gemäß den Figuren 7 und 8 zu ersetzen ist.
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In der stellung des Ventilkörpers 14' nach Figur 7 treten wiederum
Parallelströmungen des Arbeitsmittels in Übereinstimmung mit dem Arbeitsmittelverlauf
nach Figur 5 auf. Der erste Arbeitsmittelstrom folgt der Pfeilrichtung 136 durch
Einführung des Arbeitsmittels über den Anschluß 120, wobei sich wieder eine nach
Art einer Sinuswelle verlaufende strömung gemäß itrömungspfeil 124 ausbildet. ueber
Anschluß 42' erfolgt der Auftritt des ersten der beiden Parallelströme in Richtung
des Pfeiles 139. Der zweite Arbeitsmittelstrom hat die entgegengesetzte Richtung,
verläuft aber im wesentlichen wieder parallel zu dem ersten hrbeitsnittelstrom in
Form einer Sinuswelle, in dem Uber Anschluß 40? die Sinführung des Arbeitsmittels
in das Vielzweckventil in Pfeilrichtung 143 in der Richtung von unten nach oben
erfolgt. Der anschließende Strömungs-pfeil 142 veranschaulicht die Querdurchströmung
des Ventilgehäuses 12', worauf es über Anschluß 122 zum Austritt des Arbeitsmittels
in Strömungsrichtung 140 kommt. Der Anschluß 44' bildet mit der äußeren Gehäuseoberfläche
einen Mündungsquerschnitt 120, dem an der Austrittsseite des Arbeitsmittels der
Mündungsquerschnitt 122 des Anschlußes 44 entspricht. Im Wege des zugelassenen Arbeitsmittels
liegt die Gehäusewölbung 58', die dazu führt, daß der in Richtung 136 eingeführte
Strom aus Arbeitsmitteln aus der Richtung 124 in die Richtung 138 abgedrängt wird,
worauf die Ausströmung über den Anschlup 42' in Pfeilrichtung 139 erfolgt. In entsprechender
Weise ist der Parallelstrom beeinflußt, der in Richtung 143 über Anschluß 40 die
Strömungsrichtung 44' annimmt, wobei erneut eine Abdrängung des Parallelstromes
in die Richtung 142 erfolgt, und zwar unter Wirkung der rechts liegenden Gehäusewölbung
58'. Das austretende Arbeitsmittel nimmt die Strömungsrichtung 140 an, wenn es über
Anschluß 44 mit dem Mündungsquerschnitt 122 aus dem Ventilgehäuse austritt. Beachtlich
bei dem Ganzen ist es, daß beim Ubergang zu einem mehrstückigen Gehäuse nach den
Figuren 1 und 2 allein durch eine spie-gelbildlich entsprechende oder verkehrte
Anordnung der maßgebenden Zwischenstücke 20 bzw. 20' zu erreichen ist, daß die Strömungswege
so grundlegend beeinflussbar sind, wie es sich durch Vergleich der Figur 8 mit der
Figur 1 ergibt, während die Strömungen, die sich nach den Figuren 2 und 7 einstellen,
untereinander eine größere Ähnlichkeit aufweisen. Dabei bedarf es kaum eines besonderen
Hinweises darauf, daß nicht nur die Strömungsrichtungen durch Wahl entsprechender
Anschlüsse und Mündungsquerschnitte, sondern auch dadurch beliebig
abänderbar
sind, daß die Winkellage der Anschlüsse und Mündungsq'uerchnitte, bezogen einerseits
auf die ZeichnungQebene, anderers-eits bezogen auf die axiale Lage der Anschlüsse
und Mündungsquerschnitte nach gegenseitigen Abständen und nach den Abständen zu
den Gehäusestirnflächen nin, variierbar sind.
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Dalj die Ausbildung des Ventilkörpers 14' derjenigen des Ventilkörpers
nach dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 und 2 mit Ausnahme der beschränkten Lange
der Längsausnehmung 126 ähnlich ist, wurde bereits erwähnt. Diese Beschränkung des
Längenbereiches führt dazu, daß die Querkanäle 130 und 132 entstehen, womit die
Möglichkeit eröffnet wird, den Ventilkörper einerseits mit Arbeitsmitteln zu durchströmen,
ihn andererseits mit Arbeitsmitteln zu umströmen.
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Darüber hinaus eignet sich ein nach den Figuren 7 und 8 ausgebildeter
Ventilkörper dazu, Steuerkörper nach dem Vorbild der Figuren 1 una z auf seinem
äußeren Umfang anzuordnen, so daß die Möglichkeit zur Unterbringung der Dichtungskörper
50', 52', 54' und 56' gegeben ist. Die Anordnung des rechts gelegenen Querkanales,
der damit zu einer Lteueröffnung 132 zusammengedrängt wird, führt dazu, daß der
Steuerkörper 30 gemäß den Figuren 1 und 2 in Einzelbereiche aufgeteilt wird, deren
links gelegener, 301, zur Aufnahme des Dichtungskörpers 54' dient. Auch der links
gelegene Querkanal schrumpft au eine Steueröffnung 130 zusammen, die in den Ringraum
126 des Gehäuses frei ausmündet, um auf diese Weise das Auftreten unnötiger Strömungswiderstände
zu vermeiden. Dem links gelegenen Ringraum 126 entspricht ein rechts gelegener Ringraum
gleicher Bezeichnung, dessen Aufgabe aus Figur 8 dahin zu ersehen ist, daß auf diese
Weise die Strömungsrichtung 143, 146 des eintretenden Arbeitsmittelstromes zur Steueröffnung
132 hin umzukehren ist, damit das Arbeitsmittel anschließend die Längsausnehmung
128 des Ventilkörpers 14' in der Richtung von rechts nach links durchströmen und
auf der linken Seite des Ventilgehäuses über Anschluß 44' und Mündungsquerschnitt
120 das Ventilgehäuse in Pfeilrichtung 136' verlassen kann.
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Dabei ist nicht dargestellt die Möglichkeit, die Längsausnehmung 128
des Ventilkörpers 14' auf dessen gesamter Länge durch Aufbohren herzustellen und
die Räume der Bohrung, die Jenseits der Mündungsquerschnitte 130 und 132 des Ventilkörpers
liegen, dadurch zu verschließen, daß in diese Bohrungsbereiche zylindrische Stopfen
eingetrieben werden, so daß der Längsquerschnitt durch den Ventilkörper 14' im Ergebnis
das Aussehen besitzt, das in den Figuren 7 und 8 zur Darstellung gekommen ist. Daher
können samtliche Ventilkörper,
die in der Zeichnung dargestellt
sina, grundsätzlich aus dem gleichen Rohling hergestellt sein, insbesondere dann,
wenn dieser aus Kunststoffen, insbesondere faserstoffverstarkten Kunststoffen, Kunstharzen
wie strukturiertem lNJylon oder auch aus Gießharzen bestehen, so daß ggf. bereits
eine einzige Form zur Herstellung der Ventilkörper ausreicht.
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Die an den Enden des Ventilkörpers anbeordneten Dichtungskörper 50'
und 56' dichten wieder den Steuerraum 16' an seinen finden ab.
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In der Stellung des Ventilkörpers nach Figur 7 findet keine Beeinträchtigung
de links gelegenen Astes der Parallelströmung nach den Strömungspfeilen 136, 138,
139 dadurch statt, daß der Raum 68' zu der angegebenen Strömung hin offen ausmündet
und dab an den ilaum 68' die ausnehmung 128 im Ventilkörper 14' angeschlossen ist.
Denn der am rechten Ende der Längsausnehmung 128 liegende Querschnitt 132 ist bei
Einstellung der Parallelströmung gemäß Figur 7 durch das Endstück 18" des Gehäuses
12' verschlossen.
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Auch der rechts gelegene Ast der in Figur 7 gezeigten Parallelströmung
vermag gemäß den Strömungspfeilen 143, 142 und 140 ohne nennenswerte Strömungswiderstände
das Gehäuse 122 quer zu dessen Längsrichtung zu durchströmen.
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Auch bei der in Figur 8 gezeigten Stellung des Ventilkörpers kommt
es zum Auftreten parallel gerichteter Äste der Strömung, jedoch findet außerdem
eine Längsströmung, und zwar eine Gegenströmung in Richtung der Längsachse des Vielzweckventiles
statt. Verfolgt man den Weg des Arbeitsmittels, das in Pfeilrichtung 140 und Mündungsfläche
122 des Anschlußes 144 dem Vielzweckventil 118 zuströmt, dann wird das Arbeitsmittel
zunächst in der Richtung von rechts nach links an dem mit 62' bezeichneten Bereich
der äußeren Begrenzungsfläche des Ventilkörpers entlang geleitet, so daß nach der
Umlenkung entsprechend dem Strömungspfeil 144 der Austritt über Anschluß 42' in
Pfeilrichtung 139 erfolgt. Die Berührung über den Längenbereich 62' des Ventilkörpers
14' verläuft dabei gegensinnig zu der Strömungsrichtung des Arbeitsmittels, das
die Längsausnehmung 128 des Ventilkörpers 14t in der Richtung von rechts nach links
durchströmt. Dieses Arbeitsmittel war dem Ventil 118 in wichtung des Pfeiles 143
über den Anschluß 40' zugeführt worden, hatte dann entsprechend dem Strömungspfeil
146 den Ventilkörper zunächst auf einem :-er ferinffen Längenbereich wslströmt,
wn
anschließend im Ring raum 12G zum :re:.en Jwlandtngsquerschnitt 132 der Ventilkörperlängsausnehmung
128 hin umgelenkt zu werden. Diese Ausnehmung wird also in der Richtung von rechts
nach links durchströmt. Die Strömung wird anschließend radial nach außen zu dem
zweiten Mündungsquerschnitt 130 der Ausnehmung 128 hin umgelenkt, und zwar zum Ringraum
124 hin, so daß es diesen Ringraum in Richtung des Strömungspfeiles 146 des Anschluß
es 44' über den Mündungsquerschnitt 120 in Richtung des Pfeiles 136' verlassen kann.
Im Bereiche der gegensinnigen Strömung sind, wenn die Temperaturen der beiden Arbeitsmittel
verschieden sind, Wärmeübergangswirkungen erreichbar, die dadurch begünstigt sind,
daß die Relativgeschwindigkeit der beiden Arbeitsmittel über den gegenseitigen Berührungsbereich
hoch ist. Durch Wahl des Abstandes zwischen den Querschnitten 130 und 132 kann die
Wirkung des Wärmetausches auf den jeweils benötigten Wert eingestellt werden, ebenso
durch Wahl der für die auftretende Relativgeschwindigkeit ursächlichen Drücke und
Querschnitte, wobei es auch darauf ankommt, daß Werkstoffe mit hohem Wärmeleitvermögen
wie Bunt- und Edelmetalle zur Verwendung kommen können, wobei auch die Einstellung
dünnster Wandstärken technisch und wirtschaftlich von Bedeutung ist.
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Die bereits erwähnten Dichtungskörper 50', 52', 54' und 56' verhindern
in der Stellung des Ventilkörpers 14' der Figur 8 jede Vermischungsmöglichkeit der
Arbeitsmittel, die demgemäß in dem Zustand bleiben, den sie bei Eintritt in das
Vielzweckventil 118 besitzen.
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Es liegt im Wesen der Erfindung, daß durch Verwendung weiterer Anschlüsse
zur Zu- und Abführung von Arbeitsmitteln Drei-, Vier-und Mehrwegeventile zu verwirklichen
sind. Ebenso besteht die Möglichkeit, Ventilgehäusen und -körpern jeweils die Längen,
Querschnitte und die Verteilung von Anschlüssen für Zu- und Abführung einer beliebigen
Anzahl von Arbeitsmitteln geben zu können, die in bestimmter Weise zu steuern oder
denen bestimmte Strömungswege zu erteilen sind.
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Ebenso liegt es im Wesen der Erfindung, daß die veranschaulichten
Ausführungsbeispiele nicht annähernd die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten erschöpfen.
So können z.B. im Bereiche des Auftretens von Gegenströmungen liegende, vom jeweils
jedem der gegensinnig strömenden Arbeitsmittel berührte Ventilzwischenwandungen
perforiert ausgebildet sein, um derartige Mischungen ganz be\nu!t und planmäßig
ver-.; rt;lichen zu können
Die Erfindung erstreckt sich sowohl
auf jedes einzelne ihrer angegebenen Merkmale, auch wenn es nur im Zusammenhang
mit witeren Merkmalen erwähnt worden ist, als auch auf jede realisierbare Teilkombination
aus den Merkmalen als schliei,lich auch auf die Gesamtkombination aller Merkmale,
soweit Einzelmerkmale, Teilkombinationen und/oder Gesamtkombination technisch sinnvoll,
ausführbar sowie brauchbar sind, auch wenn Jeweils erzielbare, neue technische wiirkungen
nicht genannt und im einzelnen oeschrieben sind. Sämtliche erkennbaren, in der Beschreibung
undjoder den Ansprüchen benannten und/oder in der Zeichnung dargestellten Einzelheiten
und beliebige Zusammenstellungen dieser werden als solche, mit ihrer Funktion oder
mit ihren Funktionen sowie mit dem funktionellen Zusammenhang oder den funktionellen
Zusammenhängen als beschrieben und beansprucht vorausgesetzt, die bei Teilkombinationen
oder bei der Gesamtkombination auftreten.