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Stufenlinse mit Jalousielamellen
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Stufenlinsen sind nützlich zur verbesserten Darstellung einer Vielzahl
von graphischen Informationen. Beispielsweise kann man sie dazu verwenden, um die
Symbole zu vergrößern, die auf einer Matrix von Leuchtdioden dargestellt werden,
um Informationsdarstellungen auf Zeichenwiedergabeanordnungen mit nematischen Blüssigkristallen
zu vergrößern, um die bilder auf dem Schirm einer Kathodenstrahlröhre zu vergrößern,
oder das von hinten auf eine Bildtafel oder einen Bildschirtil geworfene Bild zu
vergrößern.
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Während der einsatz einer Stufenlinse auf die beschriebene Weise bereits
an sich erhebliche Vorteile bietet, hat sich nun herausgestellt,
daß
eine neuartige Stufenlinsenkonstruktion noch bessere Ergebnisse liefern kann. Dieser
neuartige Aufbau überwindet eine den Stufenlinsen eigene Schwierigkeit, nämlich
den Kontrastmangel zwischen einem von der Linse fokussierten Bild und der Linse
selbst. Dieser Kontrastmangel ergibt sich, da ein Teil der durch die Linse laufenden
Lichtstrahlen innerhalb der Linse von den Face-tten der linearen Linsenelemente
reflektiert wird und dadurch aus der gesamten Linsenoberfläche austritt.
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Diese intern reflektierten Lichtstrahlen erzeugen einen Hintergrund
für das fokussierte bild, das folglich weniger deutlich ist als beim ehlen solcher
internen Reflexionen.
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Die vorliegende Erfindung verbessert den Kontrast einer Stufenlinse
durch Verwendung einer die Stufenlinsenelemente überlagernden jalousieartig aufgebauten
Schicht. Eine Linse nach der Erfindung, die zum Zweck der Beschreibung als "Stufenlinse
unit Jalousielamellen" bezeichnet werden soll, weist auf (1) eine optisch klare
Schicht, von der mindestens eine großflächige Oberfläche mit einer Vielzahl von
Stufenlinsenelementen versehen ist, die das durch die bchicht tretende Licht auf
vorbestimmte eise richten, sowie (2) eine körperlich it dieser vereinten und optisch
mit ihr verbundenen, intern jalousieartig strukturierten Folie aus einem optisch
klaren polymeren Grundmaterial sowie einer Gruppe dünner, optisch begrenzender gradliniger
Jalousielamellen, die in dem Grundinaterial nebeneinanderliegend angeordnet
sind,
wobei jede Jalousielamelle winklig zu den Filmflächen angeordnet ist.
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(Der Ausdruck "Stufenlinse" soll hier eine Konstruktion bezeichnen,
die ein3 Vielzahl von Stufenlinsenelementen aufweist.
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Diese ijt uf enlinsenelemente können zusaiumenwirken, um Lichtstrahlen
auf einen oder mehrere Brennpunkte zu richten, oder sie können Lichtstrahlen auf
andere Diese richten - wie wenn stliche btufenlinsenelemente die gleiche Konfiguration
aufweisen und einfallendes Licht in gleichem Maße brechen. Bine linse nach der vorliegenden
Erfindung kann auch aus einer Gruppenanordnung einzelner Linsen bestehen. beispielsweise
kann eine Linse nach der vorliegenden Erfindung mehrere Gruppen ringförmiger tufenlinsenelemente
aufweisen, von denen jede Gruppe üblicherweise konzentrisch um eine unterschiedliche
Achse liegt; sie können jedoch auch um die gleiche Achse konzentrisch liegen, wie
wenn die unterschiedlichen Gruppen zusammenwirken, um Lichtstrahlen auf einen unterschiedlichen
brennpunkt zu richten. Der ausdruck "Gruppenanordnung" soll auch für eine Linse
gelten, die gradlinig zu einer erheblichen Länge aufgereihte Stufenlinsenelemente
aufweist, die zusammenwirken, um Lichtstrahlen auf eine trennlinie zu fokussieren.
Unterschiedliche Teile entlang der Länge einer solchen Linse lassen sich verwenden,
um Leicht aus verschiedenen Lichtquellen zu richten - beispielsweise unterschiedlichen
Teilen einer matrix aus Leuchtdioden. In solchen Fällen läßt jeder l'eil sich als
Sinzellinse betrachten.
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Der Ausdruck Linse soll auch optische elemente, in die die
Lichtstrahlen
von einer weite her einfallen und sie auf der anderen verlassen, sowie optische
Elemente umfassen, die eine Reflexionsschicht tragen, so daß die Lichtstrahlen von
einer Seite her einfallen, durch sie hindurchlaufen und dann durch die Einfallsseite
wieder herausreflektiert werden; vergl. Fig. 12).
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Da die bevorzugten Linsen nach der vorliegenden erfindung flexibel
sind, läßt sich eine große durchgehende Rolle von Linsenmeterware mit einer Gruppenanordnung
aus einzelnen Linsen, die entlang der Länge des materials verteilt sind, herstellen.
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Eine Linse nach der vorliegenden Erfindung stellt man dann her, indem
man von der zelle ein Stück mit einer oder mehreren Linsen abschneidet. t tiblicherweise
liegen die Jalousieelemente in einer Linse nach der vorliegenden Erfindung rechtwinklig
zu den Flächen der intern jalousieartig aufgebauten Schicht. Sie lassen sich jedoch
auch unter anderen Winkeln und auch unter untereinander unterschiedlichen Winkeln
neigen - beispielsweise wenn eine Gruppe von Jalousieelementen aufgefächert wird,
um die von einer Punktquelle einfallenden Strahlen enger parallelzurichten und dadurch
durchzulassen.
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Neben einer Kontrastverbesserung durch Reduzierung der inneren Reflexionen
kann eine jalousieartig aufgebaute Stufenlinse nach der vorliegenden Erfindung auch
die Beleuchtung einer Linsenoberfläche durch externes Licht vermeiden - beispielsweise
Lichts
das eine angrenzende Linse beleuchten soll. Legt man beispielsweise
eine Linse nach der vorliegenden Erfindung aus einer Gruppenanordnung nebeneinanderliegender
Einzellinsen über eine Matrix von Leuchtdioden, bleibt jede Einzellinse nach der
Erfindung im allgemeinen von einem angrenzenden 'weil der Leuchtdiodenmatrix unbeeinträchtigt.
Weiterhin sind die von den Linsen nach der vorliegenden Erfindung gelieferten Bilder
bei hellem Sonnenlicht leichter zu erkennen als die von einer herkömmlichen Linse
gelieferten, die vom Sonnenlicht vollständig überdeckt werden können.
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Linsen nach der vorliegenden Erfindung sind weiterhin nützlich als
Ersatz für gefächerte Jalousiefolien ("louvered films"), wie oben beschrieben, bei
denen die Jalousielamellen in untereinander unterschiedlichen Winkeln geneigt sind.
Derartige gefächerte Jalousiefolien sind schwierig herzstellen; mit dem Aufbau nach
der vorliegenden Erfindung läßt die Auffächerung sich jedoch durch Brechung der
Lichtstrahlen mit Linsenelementen erreichen.
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Intern mit Jalousielamellen versehene Filme derjenigen Art, die für
die vorliegende Erfindung nützlich ist, gehen aus der US-PS Re 27 617 hervor. Diese
Filme stellt man herkömmlicherweise her durch Abschälen einer kontinuierlichen Bahn
von einem zylindrischen Knüppel, der hergestellt worden ist, indem man eine hnordnung
von kreisförmigen Schichten aus abwechselnd klarem Polynerisatmaterial und schwarzen
oder anderen opaken oder transparenten
gefärbten Schichten komprimiert.
Um die Klarheit des Produkts zu verbessern, lassen sich klare Folien - vorzugsweise
des gleichen Polymerisats wie bei den klaren Schichten des Knüppels - auf jede Seite
der abgeschalten Bahn aufbrinen.
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Intern mit Jalousielamellen versehene Folien sind bereits in Verbindung
mit Stufenlinsen eingesetzt worden, aber zu anderen ecken als denen der vorliegenden
erfindung und ohne hinsicht in die Entdeckungen der vorliegenden Erfindung. Beispielweise
beschreibt die US-P.S 3 511 563 Schreibprojektoren, bei denen eine Folie mit Jalousielamellen
die blendflecken unterdrückt, die sonst den den Projektor benutzenden stören würden.
In dieser Patentschrift ist erwähnt, daß sich die lamellierte Folie und eine Fresnellinse
zu einem einheitlichen Aufbau zusammenfügen lassen würden. in solcher Aufbau wäre
jedoch groß und starr und würde konzentrische ringförmige Stufenlinsenelemente und
eine mit Jalousielamellen versehene Folie zu einen störenden Moiréemuster verbinden?
weiterhin legt eine solche Kombination auch nicht die Entdeckung der vorliegenden
Erfindung nahe - wie durch die Tatsache bewiesen, daß in dem Projektor die Jalousielamellen
eine Blendung: eines Benutzers verhindern, der sich außerhalb der optischen Achse
des Projektors befindet, w-ihrend die-vorliegende Erfindung Sichtbarkeit für einen
Betrachter auf der optischen Achse gewährleistet. Im Projektor stellen die Jalousielamellen
eine direkte Abschirmung dar, während sie in der vorliegenden Erfindung die Eigenschaften
einer Linse modifizieren.
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Fig. 1 - 4 sind vergrößerte Endansichten durch beispielhafte Stufenlinsen
mit Jalousielamellen nach der vorliegenden Erfindung; Fig. 5 und 6 sind vergrößerte
schematische Draufsichten linearer Stufenlinsen mit Jalousielamellen nach der vorliegenden
Erfindung; Fig. 7 ist eine vergrößerte schematische Draufsicht einer Linse nach
der vorliegenden Erfindung ffiit einer sich in Längsrichtung erstreckenden Gruppenanordnung
ringförmoger Linsen mit Jalousielamellen; Fig. 9 und 10 sind schematisierte Darstellungen,
die zeigen, wie Moiréemuster in Ringlinsen mit Jalousielamellen nach der vorliegenden
Erfindung reduziert werden; Fig. 11 ist eine vergrößerte Explosionsansicht einer
Linse nach der vorliegenden Erfindung mit zwei orthogonal überlagerten gradlinigen
Stufenlinsen und einer inneren Schicht mit Jalousielamellen; und Fig. 12 ist eine
reflektierende Stufenlinse mit Jalousielamellen nach er vorliegenden Erfindung.
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Eine beispielhafte Stufenlinse 10 mit Jalousielamellen ("louvered
ecüelon lens") nach der vorliegenden Erfindung ist als vergrößerter Schnitt in ä?ig.
1 gezeigt. Ein erster Teil der Linse IG' ist eine intern mit Jalousielamellen versehene
("internally louvered") Bahn 11, die Teile 12 aus klarem Polymerisat
-Grundmaterial
sowie opake Schichten 13 aufweist. Letztere können aus Polymerisatmaterial bestehen,
das beispielsweise mit Ruß pigmentiert ist. Ein optisch klarer Bilm 14 - vorzugsweise
aus dem gleichen Material wie die zeile 12, ist auf die Unterseite der Bahn 11 auflaminiert.
Eine konfigurierte, optisch klare Schicht 15, die ebenfalls vorzugsweise aus dem
gleichen material wie die Teile 12 besteht, ist auf die Oberseite der Schicht 11
auflaminiert. Die Konfigurationen 16 auf der Schicht 15 sind Stufenlinsenelemente,
die zusammenwirken, um durch das Blatt hindurchlaufende Lichtstrahlen 17 auf eine
Brennlinie (linear focus) zu richten.
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Ein brauchbares Verfahren zur Herstellung einer Linse mit Jalousielamellen
nach der Fig. 1 besteht darin, zunächst die Bahn 11 mit den internen Jalousielamellen
- beispielsweise durch Abschälen von einem Schichtknüppel) - herzustellen, dann
vorgeformte Folien aus einem gewünschten Pulymerisatmaterial auf jede Seite der
Bahn mit den internen Jalousielamellen aufzubringen und dann die Anordnung zwischen
die Druckplatten einer Presse einzubringen, von denen eine eine glatte Fläche aufweist,
die sich an die Schicht 14 anlegt, und die andere konfiguriert ist, um die linearen
Linsenelemente 16 zu erzeugen. Alternativ kann man die Schichtanordnung zwi-schen
Walzen hindurchschicken, von denen eine als Prägewalze konfiguriert ist und die
andere eine glatte Oberfläche aufweist. Die drei Schichten haben vorzugsweise den
gleichen Brechungsindex und bestehen vorzugsweise aus dem gleichen Material. Unter
Wärme und Druck verbinden sich die drei
Schichten niteinander,
so daß im Effekt keine definierte Trennfläche vorliegt, die irgendeine signifikante
optische Wirkung hätte.
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Der in Fig. 1 gezeigte Aufbau wird bevorzugt, da er zu einer dünneren
und flexibleren Struktur führt, eine geringere Anzahl von Fertigungsschritten erfordert
und die geringste Anzahl von Verbindungslinien enthält, wo potentiell optische Grenzflächen
auftreten könnten. Jedoch können die Jalousielinsen nach der Erfindung auch andere
Formen annehmen. Die Fig. 2 zeigt eine Linse 20, wie sie sich ergibt, wenn eine
vorgeformte Folie 21 mit Jalousielamellen der Art, wie sie in der US-PS Re 27 617
beschrieben ist und die optische klare Schichten 22 und 23 auf den Blächen einer
abgeschälten Bahn 24 aufweist, auf eine konfigurierte Schicht 25 auflaminiert wird.
Für die Zwecke der vorliegenden Anmeldung wird die vorgeformte Folie 21 als einzelnes
Blatt mit internen Jalousielamellen betrachtet; unter geeigneten Fertigungsbedingungen
haben die Verbindungslinien zwischen den Schichten 22, 23 und der geschälten Bahn
keinen wesentlichen optischen Effekt. Eine geschälte Bahn 11 der Linse 10 in Fig.
1 wird ebenfalls als einzelnes Blatt mit inneren Jalousielamellen betrachtet.
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In den in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsformen wird die Haftung
zwischen der konfigurierten, optisch klaren Schicht und der Schicht mit den inneren
Jalousielamellen unmittelbar durch die Wärme und den Druck des Laminier- und Prägevorgangs
erreichte
In weniger bevorzugten Ausführungsformen kann man zwischen
die konfigurierte und die mit den Jalousielamellen versehenen Schicht eine Schicht
eines Klebers einbringen, der vorzugsweise den gleichen Brechungsindex wie die anderen
schichten der Linse nach der vorliegenden Erfindung aufweist und in Losung, als
we.rmeschmelzendes oder als flüssiges abbindendes Material aufgebracht werden kann.
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Verbindungselemente - wie beispielsweise lineare Vorsprünge, die in
lineare Nuten eingreifen - lassen sich ebenfalls einsetzen und erlauben die Verwendung
von einwärts gerichteten Stufenlinsenelementen. Eine solche Anordnung ist in den
sie. 3 und 4 dargestellt. Die Fig. 3 zeigt in einer Explosionsdarstellung eine Linse
30 nach der vorliegenden Erfindung, in der ein erstes Verbundblatt 31 mit einem
zweiten Verbundblatt 37 verbunden ist. Das erste Blatt 31 weist eine geschälte Bahn
32 mit Jalousielamellen, einer unteren klaren Schicht 33 und einer konfigurierten
Deckschicht 34 mit gradlinigen Linsenelementen 35 und gradlinigen Nuten 36 auf.
Das zweite Verbundblatt 37 ist mit gradlinigen Linsenelementen 38 und gradlinigen
Vorsprüngen 39 konfiguriert, die in die Nuten 36 des ersten VerUbundblatts 31 eingreifen
können. Die Fig. 4 zeigt eine Linse 40 nach der vorliegenden Erfindung mit einer
ersten Verbundfolie 41 aus einer geschälten Bahn 42 mit Jalousielamellen und einer
klaren Deck- bzw. Unterschicht 43 bzw. 44 sowie mit einer zweiten Verbundfolie 45,
das mit gradlinigen Linsenelementen 46 konfiguriert ist und lineare Trennfolien
("septa") 47 aufweist, auf die eine Kleberschicht 48
aufgebracht
ist, um das obere mit dem unteren Verbundblatt zu verkleben.
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Die zur Bildung einer Linse nach der Erfindung miteinander laminierten
Polymerisatmaterialien sollten thermoplastisch oder mindestens während des Laminierungsvorgangs
wärmeaufweichbar sein. in bevorzugtes Polymerisatmaterial ist Celluloseacetatbutyrat;
andere brauchbare iaterialien sind beispielsweise Gelluloseacetat, Celluloseacetatproprionat,
Methcrylate wie Polymethylmethacrylat, Polycarbonate, Polysulfone sowie olyvinylchlorid.
Aus Glas hergestellte Stufenlinsen lassen sich ebenfalls mit der vorliegenden Erfindung
verbessern.
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Um die von den Linsen nach der Erfindung erreichte Kontrastverbesserung
zu maximieren, sollte die konfigurierte Schicht einer Linse nach der vorliegenden
Erfindung so dünn wie möglich sein -vorzußsweise weniger als a,5 mm (0,1 in.), besser
weniger als 1,25 mm (0,005 in.) und bevorzugt weniger als 0;75 mm (0,03 in.).
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Eine mit Jalousielamellen versehene Bahn sollte in unmittelbarer berührung
mit der konfigurierten Schicht stehen. Bei linsen, bei denen die Bestandteile auf
andere Weise vereint sind als durch unmittelbare Aufeinanderschichtung, wie in den
Fig. 3 und 4 gezeigt, beträgt der Abstand zwischen gegenüberliegenden Konfigurationen
oder zwischen Konfigurationen und einer Jalousielamellenbahn vorzugsweise weniger
als 0,75 mm (0,03 in.)
Ein wesentlicher Aspekt der vorliegenden
Erfindung ist die Fähigkeit, den Kontrast zu verbessern, ohne die störenden Moiréemuster
zu erzeugen, die normalerweise auftreten, wenn man zwei Gitter aus in geringem Abstand
befindlichen Linien einander überlagert. Diese lioiréemuster sind sehr ausgeprägt,
wenn eine typische Fresnellinse, wie beispielsweise die Kondensatorlinse eines Schreibprojektors
mit einer Anordnung aus konzentrischen ringförmigen Stufenlinsenelementen großen
Durchmessers, dicht auf eine Schicht mit internen Jalousieelementen aufgebracht
wird. Schlimmstenfalls machen solche Moiréemuster die projizierte geschriebene Darstellung
unleserlich; bestenfalls stören sie, und dies oft bis zu dem Punkt, wo die Anordnung
kommerziell nicht mehr akzeptabel ist.
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Indem man Stufenlinsenelemente verwendet und diese über Schichten
mit gradlinigen Jalousieelementen sorgfältig ausrichtet, reduzieren die bevorzugten
Linsen nach der vorliegenden Erfindung die Moiréemuster auf ein so feines Korn,
daß sie sich mit dem menschlichen Auge nicht mehr wahrnehmen lassen. Moirées treten
in ihrer auffallendsten Form auf, wenn die sich überlagernden Jalousielamellen und
Stufenlinsenelemente etwas weniger als völlig parallel liegen. Bei bevorzugten Ausführungsformen
der Linsen nach der Erfindung wird man im allgemeinen zwei Anordnungen aus kontigurierter
Schicht und Jalousielamellenschicht verwenden, um die l,oirbebildung zu minimisieren:
einmal mit gena parallelen gradlinigen Linsenelementen, die präzise mit den Jalousielamellen
parallel und mit den Jalousielamellen in
Deckung ausgerichtet sind,
und zum anderen mit unter einem wesentlichen Winkel zu den Jalousielamellen angeordneten
gradlinigen Linsenelementen. Der im Einzelfall gewählte Winkel variiert mit Faktoren
wie dem Betrag und der Gleichmäßigkeit des Abstands zwischen den Jalousielamellen
und zwischen den Stufenlinsenelementen, beträgt aber gewöhnlich mindestens 100 und
fEr bevorzugte Effekte mindestens 200 oder 300. Die Fig. 5 und 6 sind vergrößerte
Draufsichten von Linsen mit Jalousielamellen nach der vorliegenden Erfindung, in
denen die Jalousielamellen und die gradlinigen Linsenelemente zueinander Winkel
von 45 bzw. 90° einnehmen. Zusätzlich lassen sich Noirées weiter reduzieren, indem
man Stufenelemente mit regellos variierender Breite verwendet.
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Die Fig. 7 und 8 zeigen eine andere, flexible streifenartige Stufenlinse
mit Jalousielamellen nach der vorliegenden Erfindung Diese Linse 50 weist eine intern
mit Jalousielamellen versehene Schicht 51, eine untere klare Schicht 52 und eine
konfigurierte Schicht 53 auf, in der konzentrische ringförmige Konfigurationen eine
Vielzahl kleiner ringförmiger Stufenlinsen bilden. Im allgemeinen sind die ringförmigen
Stufenlinsen konkaven oder konvexen sphärischen oder asphärischen Linsen von f/2
oder weniger analog. Eine Linse, der in den Fig. 7 und 8 gezeigten Art ist besonders
nützlich für matrixartige Zeichenwiedergabeanordnungen in denen jede der ringförmigen
Linsen 54 einem bestimmten Teil der Matrix zugeordnet ist.
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Zur Verwendung in Miniaturmatrixanordnungen haben die Linsen im allgemeinen
Durchmesser von weniger als etwa 2,5 cm (1 in.).
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Das Resultat ist besonders bei Linsen von weniger als 0,5 bzw.
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1 cm (1/4 oder 1/2 in.) Durchmesser, daß die Moiréebildung so weit
unterdrückt ist, daß das menschliche Auge das Moirée nicht mehr wahrnehmen kann.
Der Grund dieser Unterdrückung ergibt sich aus den Fig. 9 und 10. Die Fig. 9 stellt
eine Gegenüberstellung eines ringförmigen Stufenlinsenelements 55 von der Kante
einer relativ großdurchmeßrigen ringförnügen Stufenlinse und einer Jalousielamelle
56 dar, während die Fig. 10 eine Gegenüberstellung eines ringförmigen Stufenlinsenelements
57 von der Kante eines kleindurchmeßrigen Stufenlinse und einer Jalousielamelle
58 zeigt. 7ie ersichtlich, ist für den Aufbau der Fig. 9 die Überlappungslänge zwischen
dem ringförmigen Linsenelement und der Jalousielamelle wesentlich größer als für
den in der Fig. 10 dargestellten Aufbau. Da es diese Überlappung ist, die die Moiréebildung
verursacht, wird mit einer geringeren Uberlappung auch die Moiréebildung verringert.
Da sie vergrößert dargestellt und die Zeichnung mit Linienzügen erheblicher Dicke
ausgeführt ist, zeigt die Fig. 7 ein sehr starkes Yioir6e.
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Die Erfindung schafft weiterhin großdurchmeßrige Stufenlinsen mit
Jalousieelementen, die frei von wahrnehmbarem oire sind, aber die zweiachsige bzw.
Punktfokussierung einer ringförmigen Stufenlinse erzeugen. Bei einer derartigen
zweiachsigen Linse sind zwei oder nehr gradlinige Stufenlinsen überlagert, wobei
die gradlinigen allgemein rechtwinklig zueinander angeordnet
sind.
Um wahrnehmbare Moirées zu vermeiden, wird zusammen mit derartigen überlagerten
StuSenlinsen ein intern mit Jalousielamellen, versehenes Blatt eingesetzt. beispielsweise
weist die in Fig. 11 gezeigte Linse 60 nach der vorliegenden Erfindung zwei übereinanderliegende
konfigurierte Schichten 61, 62 mit jeweils gradlinipen Stufenlinsenelemente 63 bzw.
64 und einer mit Jalousielamellen versehenen Bahn 65 zwischen den beiden Schichten
o1, 62 auf. Die gradlinigen Stufenlinsenelemente 63, 64 liegen unter einem Winkel
von 90° zueinander und unter einem Winkel von 450 zu den Jalousielamellen 66 der
Bahn 65. in anderen Anordnungen liegen die Jalousielamellen parallel oder unter
einem anderen Winkel zu den gradlinigen Stufenlinsenelementen.
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ins lassen sich auch -nehr als zwei gradlinige Stufenlinsen überlagern,
um bestimmte Fokussiereffekte zu erreichen.
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Die Fig. 12 zeigt eine Linse 70 nach der vorliegenden Erfindung, die
eine Schicht 71 aus spiegelnd reflektierendem Material -wie beispielsweise aufgedalüpftes
Aluminium - über einer optisch klaren Schicht 72 trägt. Lichtstrahlen, die durch
die Stufenlinsenelemente 73 einfallen und zwischen den Jalousielamellen 74 hindurchlauSen,
werden von der reflektierenden Schicht 71 reflektiert und zurückgeworfen.
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Das Verhältnis der Entfernung zwischen den Jalousielamellen einer
mit inneren 8alousielamellen versehenen Bahn zu deren Dicke läßt sich als "Dickenverhältnis"
("aspect ratio") der Bahn betrachten. Je geringer dieses Dickenverhältnis, desto
höher
der kontrast bei gerinß:em Einfluß auf normal einfallendes
gesteuertes Licht. Für beste Ergebnisse - insbesondere bei Verwendung von zwei überlagerten
konfigurierten Schichten - weist die bahn fokussierte oder aufgefächerte, d.h. unter
unterschiedlichen intern angeordnete Jalousielamellen auf, die die zwischen den
Lamellen durchzulassenden Lichtstrahlen parallelrichten und die von derjenigen konfigurierten
Schicht, auf die die Lichtstrahlen zuerst getroffen sind, gebrochenen Strahlen besser
aufnehmen können.
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mit dem begriff "optisch berenzende Jalousielamellen" ist gemeint,
daß ein in Wechselwirkung mit der Jalousielamelle treten-: der Lichtstrahl signifikant
beeinflußt wird - beispielsweise durch Absorption oder Reflexion. Im allgemeinen
sind die Jalousielamellen opak, können aber auch für bestimmte Farben durchldssig
sein. nuf diese weise wirkt eine intern lamellierte ahn oder Folie als Filter und
läßt Licht der Farbe der Jalousien lamellen durch, absorbiert jedoch Licht anderer
Farben als der der Lamellen.
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Obgleich die dargestellten Linsen der Luft ausgesetzte Stufenlinsenelemente
aufweisen, wird darauf hingewiesen, daß die Linsenelemente auch innerhalb des Linsenaufbaus
vorliegen können Beispielsweise sann man eine konfigurierte Oberfläche einer konfigurierten
Schicht mit einem Polymerisatmaterial mit einem Brechungsindex verkleben, der wesentlich
(um mindestens 0,1 Einheit) verschieden ist vom Brechungsindex der konfigurierten
Schicht.
bei diesem signifikant unterschiedlichen iolymerisatmaterial kann es sich um das
Polymerisat-Grundmaterial der mit den Jalousielamellen versehenen Folie oder eine
Schicht handeln, die zwischen der konfiwurierten Schicht und der intern lamellierten
Schicht angeordnet ist.
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Patentansprüche