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Vorrichtung zum banderolenartigen Umhüllen von
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Verpackungsgegenständen mit Kunststoffolie Die Erfindung betrifft
eine Vorrichtung zum banderolenartigen Umhüllen von Verpackungsgegenständen mit
Kunststoffolie, bestehend aus einer oberen und einer unteren Abwickelvorrichtung
für in einem Bereich zwischen den Abwickelvorrichtungen zu einem Folienvorhang entlang
einer horizontalen Schweißnaht vereinigte Folienbahnen, einem etwa in Höhe der Schweißnaht
des Folienvorhangs in im wesentlichen horizontaler Richtung hin- und herbewegbaren
Schieber, mittels dessen jeweils ein Verpackungsgegenstand aus einer Ausgangsstellung
gegen den Folienvorhang bewegbar und unter Bildung einer sich um die Vorder-, die
Unter-und die Oberseite des Verpackungsgegenstands erstreckenden, rückseitig offenen
Folienschlaufe in eine Einschubendstellung auf einer den Verpackungsgegenstand unterseitig
abstützenden Auflage überführbar ist, einem zwischen einer Stellung oberhalb der
Einschubbahn
des Verpackungsgegenstands und einer Stellung in Höhe dessen Auflageebene auf- und
abbewegbaren Schließorgan, das mit einem in. Höhe der Auflageebene des Verpackungsgegenstands
angeordneten Widerlager die offene Rückseite der Folienschlaufe schließt, einer
außerhalb der Einschubbahn des Verpackungsgegenstands angeordneten Einrichtung zum
Straffen der Folienschlaufe um den Verpackungsgegenstand mit gegen eine Folienbahn
außerhalb der Folienschlaufe einrück- und spreizbaren Klemmbacken und mit einem
Schweif ~ werkzeug zum Zuschweißen der Folienschlaufe und deren Abtrennen von der
Folienbahn sowie zum erneuten Verbinden der um die Folienschlaufe gekürzten Folienbahnen
zu einem Folienvorhang.
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Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art ist die Einrichtung zum
Straffen der Folienschlaufe um den Verpackungsgegenstand mit ihren einrück- und
spreizbaren Klemmbacken der unteren Folienbahn zugeordnet und oberhalb der unteren
Abwickelvorrichtung für die Folienbahn gelagert. Zum Straffen der Folienschlaufe
um den Verpackungsgegenstand werden hierbei die in Klemmeingriff mit der Folienbahn
überführten Klemmbacken für ein Zurückziehen der Folienbahn in im wesentlichen horizontaler,
vom Verpackungsgegenstand fortweisender Richtung verlagert, während gleichzeitig
das Schließ organ seinen Abwärtshub ausführt und zum Schließen der offenen Rückseite
der Folienschlaufe unter Erfassen und Mitnahme ein#es Bereichs der frei nachlaufenden
oberen Folienbahn gegen sein Widerlager geführt wird. Bei einer Abwandlung der bekannten
Vorrichtung ist vorgesehen, die Klemmbacken ortsfest zu halten und statt dessen
eine zwischen diesen und dem in Einschubendstellung
befindlichen
Verpackungsgegenstand angeordnete Spannwalze bei in Klemmeingriff gehaltenen Klemmbacken
in vom Verpackungsgegenstand fortweisender Richtung senkrecht nach unten zu bewegen.
In beiden Fällen wird die untere Folienbahn zum Straffen der Folienschlaufe zwischen
der Unterseite des Verpackungsgegenstands und der Oberseite der diesen in seiner
Einschubendstellung unterseitig abstützenden Auflage in Richtung auf das seinen
Abwärtshub ausführende Schließorgan abgezogen. Einer durchgreifenden Straffung der
Folienschlaufe um den Verpackungsgegenstand wirkt hierbei das Gewicht des von seiner
Auflage abgestützten Verpackungsgegenstand entgegen, so daß durch das Zurückziehen
der unteren Folienbahn vom Verpackungsgegenstand lediglich erreicht wird, daß dieser
sich mit der ihn umhüllenden Folienschlaufe in Richtung auf das Schließorgan zubewegt
und an diesem bei Beendigung dessen Abwärtshubes anliegt. Die Anwendung größerer
Zugspannungen an der Folienbahn verbietet sich hierbei, um zu verhindern, daß der
mit seiner Folienschlaufe frei zum Schließorgan hin bewegliche Verpackungsgegenstand
bei Ausführung dieser Bewegung unerwünschte Verlagerungen unter Faltenbildung in
der Folienschlaufe erfährt oder die Verhindungsschweißnaht übermäßig belastet wird.
Mittels der bekannten Vorrichtung, bei der im übrigen das Zuschweißen der Folienschlaufe
und deren Abtrennung von der Folienbahn sowie das erneute Verbinden der Folienbahnen
zu einem Folienvorhang mittels eines gesonderten, gegen das auf seinem Widerlager
am End seines Abwärtshubes aufsitzende Schließorgan geführten Trennschweißwerkzeuges
erfolgt, ist demnach eine banderolenartige Umhüllung eines Verpackungsgegenstands
mit einer solchen Straffheit
der gebildeten Folienschlaufe, daß
der von einer oder mehreren Verpackungseinheiten gebildete Verpackungsgegenstand
ohne eine nachfolgende Wärmebehandlung zur Folienschrumpfung fest von der Folienschlaufe
umspannt und die Gefahr deren unbeabsichtigten Lösens bzw. Abstreifens vom Verpackungsgegenstand
ausgeschlossen ist, nicht durchführbar.
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Die Erfindung schafft hier Abhilfe und erreicht dies ausgehend von
einer Vorrichtung der eingangs angegebenen Art dadurch, daß oberhalb der den Verpackungsgegenstand
in dessen Einschubend-Stellung unterseitig abstützenden Auflage ein auf- und abbewegbarer,
den Verpackungsgegenstand samt Folienschlaufe auf der Auflage festlegender Niederhalter
angeordnet ist, die Einrichtung zum Straffen der Folienschlaufe um den Verpackungsgegenstand
ortsfest unterhalb der oberen Abwickelvorrichtung der oberen Folienbahn zugeordnet
ist sowie eine bei Klemmeingriff ihrer Klemmbacken die Vorbewegung der Folienbahn
unterbrechende Blockiervorrichtung bildet und das SchlieBorgan und das Schweißwerkzeug
eine gegen das Widerlager gemeinsam einrückbare, die Foltnschlaufe in deren von
der oberen Folienbahn zwischen den Klemmbarrken und dem Niederhalter gebildetem
Bereich zunächst elastisch streckende und unmittelbar anschließend zuschweißende
Einheit bilden.
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Bei dieser Ausgestaltung wird der ihren Abwärtshub ausführenden Streck-
und Schweißeinheit bei in Klemmeingriff befindlichen Kleninibacken und auf dem Verpackungsgegenstand
bzw. der Oberseite der Folienschlaufe aufliegendem Niederhalter ein von der oberen
Folienbahn
zwischen den Klemmbacken und dem Niederhalter gebildete eingespannter Bahnbereich
dargeboten, der allein durch elastische Streckung des Folienmaterials mittels der
mit diesem in Eingriff kommenden Streck- und Schweißeinheit in eine die Rückseite
der Folienschlaufe schließende Stellung überführt wird, in der die Streck- und Schweißeinheit
mit dem Widerlager in Eingriff steht, wobei unmittelbar darauf, vorzugsweise nach
einem Auseinanderspreizen der Klemmbacken, ein spannungsfreies Zuschweißen der Foli
nschlaufe und deren Abtrennen von der Folienbahn sowie das erneute Verbinden der
um die Folienschlaufe gekürzten Folienbahnen zu einem Folienvorhang mittels des
Schweißwerkzeugs erfolgen können.
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Während dieses Streckvorgangs, der einsetzen kann, sobald sich die
Streck- und Schweißeinheit auf ihrem Abwärtshub unterhalb der Oberseite des Verpackungsgegenstandes
befindet, wird der Verpackungsgegenstand und mit ihm die ihn bereits dreiseitig
umgebende Folienschlaufe durch den auf den Verpackungsgegenstand vorteilhaft in
dessen vorderem Endbereich aufgesetzten Niederhalter lagegenau in Einschubendstellung
fixiert und gegen die den Verpackungs gegenstand unterseitig abstützende Auflage
mit worgegebenem Anpreß druck gedrückt, so daß unerwünschte Verlagerungen des Verpackungsgegenstands
während des Streckvorgangs unter Faltenbildung in der Folienschlaufe sowie Belastungen
der Verbindungsschweißnaht des Folienvorhangs ausgeschlossen sind. Hierdurch wiederum
kann durch die in den eingespannt und faltenfrei bzw. straff gehaltenen Teilabschnitt
der oberen Folienbahn einfahrende Streck- und Schweiß einheit der Folienschlaufe
im Bereich zwischen dem Niederhalter und der Streck- und Schwe..elnheit in deren
mit dem Widerlager in
Eingriff stehender Hubendstellung durch entsprechend
hohe Zugspannung eine elastische Streckung von einem solchen Ausmaß vermittelt werden
daß beim fertigumhüllten Verpackungsgegenstand dieser von der zugeschweißten Folienschlaufe
allseits mit äußerste Straffheit faltenfrei umhüllt und damit sicher und optisch
gefälli verpackt ist.
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Zur Anpassung an verschiedene Hohen des Verpackungsgegenstands kan
der Abstützpunkt des Niederhalters vorteilhaft höhenverstellbar sein. Zur Regulierung
der Länge des während eines Streckvorgangs bewegungsfrei zwischen dem Niederhalter
und den Klemmbacken gehaltenen Teilabschnitts der oberen Folienbahn können ferner
die Klemm backen entlang der Folienbewegungsbahn verstellbar abgestützt sein Zweckmäßig
ist auch der Hubweg der Streck- und Schweißeinheit und deren Hub ausgangsstellung
zur Anpassung an unterschiedliche Höhen des Verpackungsgegenstands einstellbar.
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Zum Einrücken der der oberen Folienbahn zugeordneten Klemmbacken ist
der Streck- und Schweißeinheit zweckmäßig ein Betätigungsglied zugoordnet, das--in
Abhängigkeit von der Abwärtsbewgung der Einhei einen Schalter zum Schließen der
Klemmbacken betätigt. Die auf ihrem Abwärtshub befindliche Streck- und Schweißeinheit
kann somit zunächst noch lediglich als Führungsorgan für die von der oberen Abwickelvorrichtung
abgewickelte Folienbahn zu deren Heranführung an die noch offene Rückseite des Verpackungsgegenstands
wirken, um erst bei Schließen der Klemmbacken ihre Streckfunktion auszuübe Hierbei
ist der Schalter zum Schließen der der oberen Folienbahn zugeordneten Klemmbacken
vorteilhaft verstellbar abgestützt, wodurch
auf einfache Weise
eine Anpassung des für die elastische Streckung verwendeten Teilabschnitts der oberen
Folienbahn an unterschiedliche Höhen des Verpackungsgegenstands sowie die Dicke
und Beschaffenheit der Folie unter Berücksichtigung der gewünscht: Straffheit der
Folienschlaufedes fertigumhüllten Verpackungsgegenstand erreicht ist.
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Bëi Verpackungsgegenständen mit sehr geringer Höhe, etwa unterhal
80 mm, bei denen das für eine elastische Streckung der oberen Fol nbahn zurVerfügung
stehende Höhenmaß zwischen der Oberkante des Verpackungsgegenstands und dem Widerlager
der Streck- und Schweiß einheit in Abhängigkeit von der Dicke und Beschaffenheit
der verwendeten Kunststoffolie unter Umständen nicht zur Erzielung des gewünschten
hohen Straffheitsgrades der den fertig verpackten Verpackungsgegenstand umhüllenden
Folienschlaufe ausreicht, ist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen,
daß in an sich bekannter Weise auch der unteren Folienbahn gegen diese einr ck-und
spreizbare Klemmbacken zugeordnet sind, die ortsfest oberhalb der unteren Abwickelvorrichtung
abgestützt sind und ihrerseits eine bei Klemmeingriff die Vorbewegung der Folienbahn
unterbrechende Blockiervorrichtung bilden.
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Bei dieser Ausführungsform wird, wenn sich sowohl die der oberen als
auch die der unteren Folienbahn zugeordneten Klemmbacken im Klemmeingriff befinden
und damit eine weitere Vorbewegung sowohl der oberen als auch der unteren Folienbahn
verhindert wird, dem mittels des Schiebers eingeschobenen Verpackungsgegenstand
auf
seinem Weg--in die Einschubendstellung ein eingespannt gehaltener
Folienvorhang dargeboten, so daß beim Einfahren in den gespannten Folienvorhang
der Verpackungsgegenstand selbst mittels des Schieberdrucks auf seinem Weg in die
Einschubendstellung eine Straffung der gebildeten Folienschlaufe herbeiführt, wobei
dann, nach dem fixierenden Aufsetzen des Niederhalters, die in ihrem Abwärtshub
begriffene Streck- und Schweißeinheit eine elastische Streckung trotz ihrer kurzen
Bewegungsstrecke zwischen der Oberseite des Verpackungsgegenstands und dem Widerlager
herbeiführen kann, die insgesamt ausreicht, um auch sehr niedrige Verpackungsgegenstände
d sicher/)est--zu umhüllen. Bei dieser Ausführungsform kann der Schieber mit einem
Betätigungsglied versehen sein, das in Abhängig keit von der Einschubbewegung des
Schiebers einen Schalter zum Schließen der der unteren Folienbahn zugeordneten Klemmbacken
betätigt. Die der unteren Folienbahn zugeordneten Klemmbacken können hierbei unabhängig
von den der oberen Folienbahn zugeordneten Klemmbacken in Klemmeingriff gebracht
werden, so daß es möglich ist, den Beginn der Blockierung für die obezeund die untere
Folienbahn zu :verschiedenen Zeitpunkten vorzunehmen und dementsprechend mit unterschiedlichen
Straffungen bzw. Streckungen in den beiden Folienbahnen zu arbeiten. Der Schalter
zum Schließen der der unteren Folienbahn zugeordneten Klemmbacken ist vorteilhaft
parallel zur Bewegungsbahn des Schiebers verstellbar, um auch für die untere Folienbahn
die in dieser zur Verfügung stehende Teil länge regulierenlkznnen.
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Das Schließorgan und das Schweißwerkzeug sind in weiterer vorteil
haft
er Ausgestaltung der Erfindung an einer gemeinsamen' als Ganzes auf- und abbewegbaren
Halteeinrichtung gelagert, wobei in Hubendstellung der Halteeinrichtung das Schweißwerkzeug
oberhalb der auf dem Widerlager aufliegenden Auflageflächen des Schließorgans gehalten
und durch einen gesonderten Antrieb auf das Widerlager aufsetzbar ist. Das Schließorgan
klemmt somit in Hubendstellung der Streck- und Schweißeinheit die Folienlagen gegen
das Widerlager, woraufhin die den Folienbahnen vermittelte Zugspannung durch Auseinanderspreizen
der Klemmbacken aufgehoben und durch Aufsetzen des Schweißwerkzeugs auf das Widerlager
die Schweißung und Trennung der Folienbahnen vorgenommen werden kann.
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Hierbei ist das Widerlager des Schließorgans zugleich als Gegendruckorgan
für das Schweißwerkzeug ausgebildet.
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Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen
und der nachstehenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung, in der zwei
Ausführungsbeispiele des Gegenstands der Erfindung schematisch veranschaulicht sind.
In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 eine Vorrichtung zum banderolenartigen Umhüllen
von Verpackungsgegenständen mit Kunststoffolie nach einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht, wobei ein Verpackung
gegenstand in seiner Ausgangsstellung bei Beginn eines Umhüllvorgangs dargestellt
ist,
Fig. 2 eine Ansicht entsprechend Fig. 1, wobei der Verpackung
-gegenstand in seiner Einschubendstellung dargestellt ist, Fig. 3 eine Vorrichtung
nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ikn einer Darstellung entsprechend
Fig. 1 mit in Ausgangsstellung befindlichem Verpackungsgegenstand, Fig. 4 die Vorrichtung
nach Fig. 3. in einer dieser entsprechenden Ansicht bei in Einschubendstellung befindlichem
Verpackungsgegens tand, Fig. 5 eine teilweise geschnittene Ansicht der Streck- und
Schweißeinheit in Richtung des Pfeils V in Fig. 1, Fig. 6 einen Schnitt nach der
Linie A-B der Fig. 5, Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 5, Fig. 8
je einen weiteren Querschnitt nach der Linie A-B der und 9 Fig. 5 durch das Schließorgan
und das Schweißwerkzeug sowie das zugehörige Widerlager in zwei verschiedenen Betriebsstellungen
und Fig. 10 je einen Querschnitt entsprechend den Fig. 8 und 9 und 11 zur Veranschaulichung
einer Abwandlung des Schließorgans und des Schweißwerkzeugs sowie des zugehörigen
Widerlagers.
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Bei der in der Zeichnung dargestellten Vorrichtung zum bandeerolen
artigen Umhüllen von Verpackungsgegenständen mit Kunststoffolie wird die Folie jeweils
in Form eines Bandes oder einer Bahn 1 bzw.
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2 von einer oberen Abwickelvorrichtung 3. und einer unteren Abwicke
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vorrichtung 4 abgewickelt. Die Abwickelvorrichtungen 3 und 4,
in denen die Folienbahnen jeweils in Form einer Vorratsrolle gelagert sind, sind
in üblicher Weise mit einer Bremseinrichtung versehen. Der Vorzug der oberen Folienbahn
1 erfolgt über eine Vorzugwalze 5 mit zugehöriger Kupplung und Gleichstromantrieb
im Zusammenwirken mit einer gummierten Gegendruckwalze 6, wobei die Folienbahn 1
über ein Leitwalzenschwinge 7 und oberhalb derselben ortsfest gelagerte Leitwalzen
8 sowie zwei untere, senkrechte übereinander angeordnete weitere Leitwalzen 9 geführt
ist.
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Die Leitwalzenschwinge 7 ist mit einem Gegengewicht 10 und einer Schalt
fahne 11 versehen, die in Abhängigkeit von der strichpunktiert angedeuteten Schwenkbewegung
der Leitwalzenschwinge 7 entsprechend dem Folienbedarf während des Umhu..llvorgangs
in einen Magnetschalter 12 eintaucht, um durch Einrücken der Vorzugwalzenkupplung
den Folienvorzug einzuschalten oder durch Freigeben des Magnetschalters 12 die Vorzugwalzenkupplung
für ein Unterbrechen des Folienvorzugs auszurücken. Die untere Folienbahn 2 wird
von der mit einem nicht näher dargestellten Abwickelantrieb ausgestatteten Abwickelvorrichtung
4 über eine Leitwalze 13 sowie zwei in einer gemeinsamen Horizontalebene liegende
weitere Leitwalzen 14 geführt, wobei zwischen der Leitwalze 13 und den Leitwalzen
14 eine den wechselnden Folienbedarf während des Uinhüllvorgangs zur Aufrechterhaltung
der Bahnspannung ausgleichende Pendelwalze 15 angeordnet ist. Kurz oberhalb der
Leitwalzen 14 sind die Folienbahnen 1 und 2 durch eine horizontale Schweißnaht 16
zu einem Folienvorhang 17 vereinigt.
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Etwa in Höhe der Schweißnaht 16 des Folienvorhangs 17 ist ein Anlagetisch
18
angeordnet, auf dem ein bei dem dargestellten Beispiel von drei übereinander gestapelten
Verpackungseinheiten gebildeter Verpackungsgegenstand 19 seine Ausgangsstellung
für den Umhüllvorgang einnimmt. Mittels eines in horizontaler Richtung hin- und
herbewegbaren Schiebers 20, bei dem dargestellten Beispie in Form eines druckmittelbetätigten
Arbeitszylinders, dessen Kolbenstange 21 mit einer Schubplatte 22 versehen ist,
ist der Verpackungsgegenstand 19 über das Leitwalzenpaar 14 gegen den Folienvorhang
17 bewegbar und durch die fortgese.tzfe Einschubbewegung über ein von einer Traverse
23 aufgenommenes Widerlager 24 für eine auf- und abbewegbare Streck- und Schweißeinheit
25 unter Bildung einer Folienschlaufe 26 (Fig. 2) in eine Einschubendstellung auf
einer Auflage 27 in Form eines Förderers überführbar, in der der Verpackungsgegenstand
19 unterseitig abgestützt 15 Wie Fig. 2 zeigt, erstreckt sich die Folienschlaufe
26 um die Vord r .
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die Unter- und die Oberseite des Verpackungsgegenstands 19 in dess
n Einschubendstellung, während die Rückseite der Folienschlaufe 26 noch offen und
mittels der Streck- und Schweißeinheit 25, die von einem Schließorgan 28 und einem
Schweißwerkzeug 29 gebildet ist, in Einschubendstellung des Verpackungsgegenstands
19 zu schließen und zuzuschweißen ist. Bevor jedoch die Streck- und Schweißeinheit
25 wirksam wird bzw. mit der oberen Folienbahn 1 auf ihrem Abwärtshub in Eingriff
gerät, wird ein auf- und abbewegbarer Niederhalter 30 in Form eines druckmittelbetätigten
Arbeitszylinders, dessen Kolbenstange 31 eine Druckplatte 32 aufweist, auf die Oberseite
des von der rückseitig offenen Folienschlaufe 26 umgebenen Verpackungsgegenstands
19 aufgesetzt, wobei der
Abwärtshub des Niederhalters 30 z.B. dadurch
eingeleitet wird, daß der Schieber 20 am Ende seines Einschubhubes mittels eines
geeigneten Betätigungsgliedes einen dem Niederhalter 30 zugeordneten Schalter betätigt.
Der Niederhalter 30 ist in Einschubrichtung des Verpackungsgegenstands 19 hinter
der vertikalen Arbeitsebene der :Streck- und Schweißeinheit 25 oberhalb der Auflage
27 angeordnet und legt den Verpackungsgegenstand 19 samt Folienschlaufe 26 in einem
an deren Vorderseite angrenzenden Bereich auf der Auflage 27 fest, wobei der Abstützpunkt
des Niederhalters 30 zur Anpassung an verschiedene Höhen des Verpackungs gegenstands
19 höhenverstellbar ist, wie es durch den Doppelpfeil 33 versinnbildlicht ist.
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Sobald der Niederhalter 30 seine aus Fig. 2 ersichtliche Arbeitsstellung
eingenommen hat, in der der Verpackungsgegenstand 19 mit der ihn dreiseitig umhüllenden
Folienschlaufe 26 ortsfest auf der Auflage 27 gehalten ist, führt der Schieber 20
seinen Rückhub in seine Ausgangsstellung aus, wobei die Einleitung des Rückhubs
des Schiebers 20 z.B. über ein geeignetes Zeitglied oder einen vom Niederhalter
30 betätigten Schalter gesteuert sein kann. Mit dem Rückhub des Schiebers 20 setzt
über geeignete Schaltglieder auch der Abwärtshub der Streck- und Schweißeinheit
25 aus ihrer aus Fig. 2 ersichtlichen Ausgangsstellung ein. Hierzu sind das Schließorgan
28 und das Schweißwerkzeug 29 der Streck und Schweißeinheit 25 an einer gemeinsamen
Haltevorrichtung 34 ge lagert, die in Kugellagerungen parallelgeführt und über ein
Zuggestänge 35 sowie eine an dieses angelenkte Schwinge 36
mittels
eines mit seiner Kolbenstange an dieser angreifenden druckmittelbetätigten Arbeitszylinders
37 als Ganzes auf- und abbewegbar ist. Die dem mittels des Niederhalters 30 ortsfest
gehaltenen Verpackungsgegenstand 19 zugewandte Vorderseite des Schließorgans 28
ist hierbei in einer unmittelbar an die Rückseite des Verpackungsgegenstands 19
angrenzenden Vertikalebene geführt, Die Hub aus gangsstellung und der Hubweg der
Halteeinrichtung 34 sind, wie es der Doppelpfeil 34a veranschaulicht, einstellbar.
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Die Schwinge 36 ist mit einem Betätigungsglied 38 versehen, das in
Abhängigkeit von der Abwärtsbewegung der Streck- und Schweißeinheit 25 bzw. deren
Haltevorrichtung 34 bei entsprechender, strichpunktiert angedeuteter Auslenkung
der Schwinge 36 einen Schalter 39 zum Schließen zweier Klemmbacken 40 und 41 betätigt,
die eine bei Klemmeingriff die Vorbewegung der oberen Folienbahn 1 unterbrechende
Blockiervorrichtung 42 bilden. Die Blockiervorric -tung 42, deren Klemmbacken 40
und 41 in Fig. 1 im auseinandergespreizten, eine Förderung der oberen Folienbahn
1 zulassenden und in Fig. 2 im eingerückten, eine Förderung der oberen Folienbahn
1 über die Blockiervorrichtung 42 hinaus verhindernden Zustand dargestellt sind,
ist der oberen Folienbahn 1 unterhalb der oberen Abwickelvorrichtung 3 und oberhalb
der Einschubbahn des Verpackungsgegenstands 19 ortsfest zugeordnet, jedoch entlang
der Folienbewegungsbahn verstellbar abgestützt,wie es durch den Doppelpfeil 43 veranschaulicht
ist. Die Klemmbacke 41 der Blockier vorrichtung 42 ist ortsfest an geeigneten Rahmenteilen
befestigt, während die Klemmbacke 40 in horizontaler Richtung bewegbar und
mit
der Klemmbacke 41 in und außer Eingriff bringbar ist. Hierzu ist die Klemmbacke
40 an der Kolbenstange 44 eines druckmittelbetätigten Arbeitszylinders 45 befestigt,
der auf einer winkelförmigen Halteplatte 46 angebracht ist. Zwischen der Halteplatte
46 und der Klemmbacke 40 erstreckt sich ferner eine Rückholfeder 47 zur Rückführung
der Klemmbacke 40 bei Aufhebung der Druckbeaufschlagung des Arbeitszylinders 45.
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Der Schalter 39 zum Schließen der Klemmbacken 40 und 41 ist entsprechend
dem Doppelpfeil 48 höhenverstellbar im Vorrichtungsgestell abgestützt, wodurch der
Zeitpunkt, zu dem die Klemmbacken 40 und 41 in Abhängigkeit von der Abwärtsbewegung
der Streck- un Schweißeinheit 25 schließen, verändert werden kann. Die Streck-und
Schweißeinheit 25 kann somit auf dem ersten Teilstück ihres Abwärtshubes mit ihrem
Schließorgan 28 zunächst lediglich als Führungsorgan für die durch die noch geöffneten
Klemmbacken 40 und 41 hindurch zugeförderte Folienbahn 1 zu deren Heranführen an
die noch offene Rückseite des Verpackungsgegenstands 19 diene Sobald jedoch durch
Betätigung des Schalters 39 mittels des Betätigungsgliedes 38 die Klemmbacken 40
und 41 unter Festklemmen der Folienbahn 1 geschlossen werden, ist die weitere Vorbewegung
der Folienbahn 1 blockiert und der auf ihrem Abwärts hub befindlichen Streck- und
Schweißeinheit 25 wird ein zwischen den Klemm backen 40 und 41 einerseits und dem
Niederhalter 30 andererseits eingespannt gehaltenes Bannstück der Folienbahn 1 dargeboten,
welches durch die niedergehende Streck- und Schweißeinheit 25 in deren Huhbereich
zwischen der Oberseite des Verpackungsgegenstands 19 und dem Widerlager 24 elastisch
gestreckt wird und
dabei die Folienschlaufe 26 um die Rückseite
des Verpackungsgegenstands 19 bis zum Aufsetzen der Streck- und Schweißeinheit 25
auf das Widerlager 24 schließt. Die der Folienschlaufe 26 im Bereich zwischen dem
Schließorgan 28 und dem Niederhalter 30 vermittelte Zugspannung kann hierbei beträchtlich
sein, zumal auch die jetzt in der Folienschlaufe 26 in deren vorderem, unterem Bereich
liegende Schweißnaht 16 des Folienvorhangs 17 durch den Niederhalter 30 von der
aufgebrachten Zugspannung freigehalten ist In Hubendstellung der Streck- und Schweißeinheit
25, d.h. bei deren Aufsetzen auf das Widerlager 24 (Fig. 8), werden die beiden von
der oberen und der unteren Folienbahn 1,2 gebildeten Folienlagen vom Schließorgan
28 gegen das Widerlager 24 geklemmt. Im unmittelbaren Anschlup daran werden die
Klemmbacken 40,41, z.B.
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über einen von der Streck- und Schweißeinheit 25 in Hubendstellung
betätigen Schalter, geöffnet, wodurch die Spannung der Folienbahn 1 im Bereich zwischen
der Blockiervorrichtung 42 bis zur Streck- und Schweißeinheit 25 einschließlich
des vom Schweißwerltzeug 29 erfaßten Folienbereichs aufgehoben wird. Sodann wird
durch einen gesonderten Antrieb 49 das Schweißwerkzeug 29 auf das Widerlager 24
aufgesetzt (Fig. 9) und führt bei im wesentlichen spannunE sfrei gehaltenen Folienlagen
eine Schweißung aus, bei der die Folie schlaufe 26 zugeschweißt und von der Folienbahn
1,2 abgetrennt sowie die um die Folienschlaufe 26 gekürzten beiden Folienbahnen
1 und 2 wieder zu einem Folienvorhang 17 bzw. zu einer zusammenhängenden Folienbahn
1,2 vereinigt werden. Ein spannungsfreies Schweißen empfiehlt sich aus wärmewirtschaftlichen
Gründen und im
Interesse einer einfachen baulichen Ausgestaltung
des Schweißwerkzeugs 29. Nach Ablauf der Schweißzeit werden die gebildeten Schwei
-nähte in geeigneter Weise gekühlt und damit rasch verfestigt. Die Streck- und Schweißeinheit
25 bzw. deren Halteeinrichtung v4 und de r Niederhalter 30 können nunmehr in ihre
Ausgangsstellung (Fig. 1) zurückgefahren und der fertig umhüllte Verpackungsgegenstand
19 von der Auflage 27 abgenommen werden, wobei dieser von der Folienschlaufe 26
aufgrund deren elastischer Streckung fest umspannt ist.
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Das Ausführungsbaispiel nach den Fig. 3und 4 dient zum banderolenartigen
Umhüllen von Verpackungsgegenständen sehr geringer Höhe, etwa unterhalb 80 mm, wie
es durch den nur von zwei übereinandergestapelten Verpackungseinheiten gebildeten
Verpackungsgegenstand 19' versinnbildlicht ist. Es unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel
nach den Fig. 1 und 2 im wesentlichen dadurch, daß auch der unteren Folienbahn 2
gegen diese einrück- und spreizbare Klemmbacken 50 und 51 zugeordnet sind, die ortsfest
oberhalb der unteren Abwickelvorrichtung 4 sowie unterhalb der Einschubbahn des
Verpackungsgegenstands 19' abgestützt sind und ihrerseits eine bei Klemmeingriff
die Vorbewegung der Folienbahn 2 unterbrechende Blockiervorrichtung 52 bilden. Der
konstruktive Aufbau der Blockiervorrichtung 52 mit der ortsfesten Klemmbacke 51
und der gegenüber dieser hin- und herbewegbaren Klemmbacke 50 entspricht der Blockiervorrichtung
42 der oberen Folienbahn 1 und bedarf daher hier keiner nochmaligen Erläuterung.
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Bei dieser Ausführungsform ist die Kolbenstange 21 des Schiebers
2C
mit einem Betätigungsglied 53 versehen, daslan Abhängigkeit
von de Einschubbewegung des Schiebers 20 einen Schalter 54 zum Schließen der Klemmbacken
50,51 betätigt. Der Schalter 54 ist parallel zur Bewegungsbahn des Schiebers 20
verstellbar, wie es durch den Doppelpfeil 55 angedeutet ist. Durch die Verstellmöglichkeit
des Schalters 54 kann der Zeitpunkt verändert werden, zu dem die Klemmbacken 50,51
unter Einklemmung der unteren Folienbahn 2 schließen und deren weitere Förderung
über die Blockiervorrichtung 52 hinaus verhindern. Insbesondere ist es möglich,
auf diese Weise das Einrücken der Klemmbacken#50>51 unabhängig von dem Einrücken
der Klemmbacken 40,41 der Blockiervorrichtung 42 und vorzugsweise früher als letzteres
vorzunehmen.
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Fig. 3 zeigt den Schieber 20 und den Verpackungsgegenstand 19' # in
Ausgangsstellung, während in Fig. 4 die Einschubendstellung dargestellt ist. Vor
Erreichen der Einschubendstellung ist mittels des Betätigungsgliedes 53 der Schalter
54 betätigt worden, woraufhin die Klemmbacken 50>51 aus ihrer auseinandergespreizten,
die Förderung der Folienbahn 3 zulassenden Stellung gemäß Fig.3 in die eingerückte,
den weiteren Folienvorschub verhindernde Stellung nach Fig. 4 überführt worden sind.
Während des sich an das Schließen der Klemmbacken 50,51 anschließenden Teilweges
des Einschubhubes des Schiebers 20 ist somit die untere Folienbahn 2 vom Verpackungsgegens'and
19' selbst unter der Einwirkung des Schieberdrucks gestrafft worden. Bei Erreichen
der Einschubendstellung des Verpackungsgegenstands 19' ist der Niederhalter 30 auf
dessen Oberseite aufgesetzt worden, wie es bereits anhand des
Ausführungsbeispiels
nach den Fig. 1 und 2 beschrieben wurde.
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Auch die weiteren Bewegungsabläufe, d.h. das Abwärtsfahren der Streck-
und Schweißeinheit 25, das in Abhängigkeit von deren Abwärtsbewegung eingeleitete
Schließen der Klemmbacken 40,41 der Blockiervorrichtung 42 für die obere Folienbahn
1 und der dadurch eingeleitete Streckhub der Streck- und Schweißeinheit 25 bei ihrer
weiteren Abwärtsbewegung sowie das Zuschweißen der Folienschlaufe 26 und die Trennung
der Folienbahnen 1,2, gestaltet sich in der im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel
nach den Fig. 1 und 2 beschriebenen Weise. Innerhalb dieses Bewegungsab laufes erfolgt
das Auseinanderspreizen der Klemmbacken 50,51 für die untere Folienbahn 2 für ein
spannungsfreies Schweißen während der Rückhubbewegung des Schiebers 20 durch Freigabe
des Schalters 54 oder eine sonstige geeignete Steuerung, sobald das Schließorgan
28 der Streck- =nd Schweißeinheit 25 gegen das Widerlager 24 eingerückt ist. Durch
die Streckung der unteren Folienbahn 2 während der Bildung der Folienschlaufe 26
kann dieser auch bei sehr niedrigen bzw. flachen Verpackungsgegenständen 19' mittels
der Streck- und Schweißeinheit 25 auf deren kurzem Hubweg von der Oberseite des
Verpackungsgegenstands 19' bis zum Widerlager 24 eine für eine straffe Umhüllung
des Verpackungsgegenstands 19' ausreichende elastische Streckung vermittelt werden.
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Der Aufbau der Streck- und Schweißeinheit 25 und deren HalteeInrichtung
34 sind insbesondere aus den Fig. 5 bis 7 ersichtlich Die Halteeinrichtung 34 umfaßt
zwei einander gegenüberliegende
Anschlußstücke 56 für die Zugstangen
35. Zwischen den Anschlußstücken 56 erstreckt sich eine Traverse 58, durch die mit
Spiel Haltestifte 59 hindurchgeführt sind, die an ihren unteren Enden das Schweißwerkzeug
29 tragen und ferner die Oberseite des Schließorgans 28 mit Spiel durchgreifen.
An ihren oberen Enden sind die Haltestifte 59 fest mit einer Leiste 60 verbunden.
An dc Leiste 60 greifen Kolbenstangen 61 druckmittelbetätigter Arbeitszylinder 62
an, die den gesonderten Antrieb 49 des Schweißwerkzeugs 29 bilden. Die Arbeitszylinder
62 sind an Halteplatten 63 befestigt, die ihrerseits an der Traverse 58 befestigt
sind. Das Schließorgan 28 ist seinerseits mittels die Trav-erse 58 mit Spiel durchgreifender
Führungstifte 64 und oberer Stellringe 64a an der Traverse 58 gehalten, wobei zwischen
der Traverse 58 und der Oberseite des Schließorgans 28 um die Führungstifte 64 Schraubendruckfedern
55 gelegt sind,die den erforderlichen Klemmdruck für die Folienlagen beim Aufsetzen
des Schließorgans 28 auf das Widerlager 24 erzeugen.
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In Hubendstellung der Halteinrichtung 34, d.h. bei gegen das Widerlager
24 eingärückter Streck- und Schweißeinheit 25 (Fig. 8) ist das Schweißwerkzeug 29
oberhalb der auf dem Widerlager 24 aufliegenden Auflageflächen des Schließorgans
28 gehalten. Das Schließorgan 28 weist im Querschnitt ein nach unten offenes U-Profil
mit das Schweißwerkzeug 29 an dessen beiden Längsseiten übergreifenden Schließleisten
66 und 67 auf, von denen die zwischen dem Schweißwerkzeug 29 und dem Verpackungsgegenstand
19 bzw. 19' in dessen Einschubend- bzw. Umhüllstellung angeordnete Schließleiste
67 über die klemmbackenseitige Schließleiste 66 in
Richtung auf
das Widerlager 24 geringfügig vorsteht. Wenn daher die Klemmbacken 40 und 41 der
der oberen Folienbahn 1 zugeordneten Blockiervorrichtung 42 und ggf. die Klemmbacken
50 und 51 der der unteren Folienbahn 2 zugeordneten Blockiervorrichtung 52 auseinandergespreizt
werden, wird durch den dann über die geöffneten Klemmbacken 40,41 bzw. 50,51 hinaus
einsetzenden Bahnvorschub das Folienmaterial aufgrund der vom Widerlager 24 geringfügig
zurückspringenden klemmbackenseitigen Schlleßleiste 66 bis zu der einen festen :Klemmeingriff
des Folienmaterials mit dem Widerlager 24 bewirkenden Schließleiste 67 spannungsfrei,
wobei die Schließleiste 67 verhindert, daß sich die Aufhebung der Bahnspannung auf
die um den Verpackungsgegenstand 19 bzw. 19' gebildete Folienschlaufe 26 überträgt
und zu einer unerwünschten Verringerung der während des Streckvorgangs erreichten
elastischen Streckung der Folienschlaufe 26 führt.
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Für das im unmittelbaren Anschluß an das Auseinanderspreizen der Klemmbacken
40,41 und g. der Klemmbacken 50,51 erfolgende spannungsfreie Schweißen wird das
Schweißwerkzeug 29 durch Betätigung der Arbeitszylinder 62 auf das Widerlager 24
aufgesetzt (Fig. 9). Bei Beendigung der Schweißzeit und Aufhebung der Druckbeaufschlagung
der Arbeitszylinder 62 wird das Schweißwerkzeug 29 mittels zwischen der Leiste 60
und der Traverse 58 um die Haltestifte 59 gelegter Schraubendruckfedern 68 in die
Ausgangsstellung nach Fig. 8 zurückgeführt. In dieser Stellung erfolgt das Kühlen
der gebildeten Schweißnähte über ein dem Schließorgan 28 in seinem unteren Endbereich
zugeordnetes Kühlluftrohr 69, aus dem Kühlluft
über eine oder mehrere
Lufteintrittsöffnungen 70 in der Schließleiste 66 in den zwischen dem Schweißwerkzeug
29 und dem Widerlager 24 gebildeten, vom Schließorgan 28 seitlich begrenzten Hohlraum
geblasen wird.
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Bei dem Beispiel nach den Fig. 5 bis 9 ist das Schweißwerkzeug 29
als impulsbeheiztes Quetschnaht-Trennschweißwerkzeug mit Schwei -balken 71, einer
in diesen eingelassenen Leiste 72 aus wärmebeständigem Werkstoff, z.B. eine Steinleiste,
und einem über diese mittels einer Spannfeder 73 (Fig. 5) gespannten Trennschweißdraht
74 ausgebildet. Das zugleich als Gegendruckorgan für das Schweißwerkzeug 29 ausgebildete
Widerlager 24 weist hierbei ein Silikongummipolster 75 auf, das mit einem Überzug
aus Polytätrafluoräthylen versehen ist.
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Bei der Ausführungsforn der Streck- und Schweißeinheit 25 nach den
Fig. 10 und 11 umfaßt das Schweißwerkzeug 29' einen Aufnahmeblock 76 für ein mittleres
Trennmesser 77 und ein wärmebeständiges Isolierteil 78. Das Messer 77 und das Isolierteil
78 sind mit einemwÜberzug aus Polytätrafluoräthylen versehen. Beidseits des Messers
77 sind auf dem Isolierteil 78 impulsbeheizte Heizbänder 79 angeordnet, die ihrerseits
mit einer Oberflächenschicht aus Polytätrafluoräthylen versehen sind. Das Isolierteil
78 mit den Heizbändern 79 ist mittels seitlicher Klemmbleche 80 am AuSnahmeblock
76 gehalten.
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Das zugleich als Gegendruckorgan für das Schweißwerkzeug 29' ausgebildete
Widerlager 24' weist hierbei Moosgummieinlagen 81,
die mit den
Schließleisten 66 und 67 des Schließorgans 28 zusammen wirken, und Einlagen 82 aus
wärmebeständigen Silikongummi auf, gegen die die Heizbänder 79 arbeiten. Das Widerlager
24' ist ferne mit einem mittleren Aufnahmeschlitz 83 für das Trennmesser 77 und
Kühlluftkanälen 84 versehen, die von einem mittleren Kühlluftzuführungskanal 85
ausgehen und bei vom Widerlager 24' abgehobenem Schweißwerkzeug 29' (vgl. Fig. 10)
in den von diesen gebildeten, seitlich vom Schließorgan 28 begrenzten Hohlraum zur
Kühlung der gebildeten Schweißnähte ausmünden. Zur Abführung der Kühlluft sind die
Schließleisten 66 und 67 des Schließorgans 28 in ihrem unteren Bereich mit einer
oder mehreren Öffnungen 86 versehen. Der Funktionsablauf ist bei dieserhusführungsform
der Streck- und Schweißeinheit 25 der gleiche wie bei der Ausführungsform nach den
Fig. 5 bis 9.
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L e e r s e i t e