DE2548099A1 - Elektrostatisches luftfilter - Google Patents
Elektrostatisches luftfilterInfo
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Description
- Elektrostatisches Luft filter
- Die Erfindung bezieht sich auf ein elektrostatisches Luftfilter, in welchem die zu reinigende Luft mittels eines Lüfters durch ein elektromagnetisches Feld geleitet wird und das elektromagnetische Feld von zwei elektrisch entgegengesetzt aufgeladenen Polen gebildet ist.
- Ein elektrostatisches Luftfilter dieser Bauart ist bereits durch die deutsche Patentschrift 1 159 595 bekannt. Bei dieser bekannten Ausführung wird der aus der Luft abzuscheidende Schmutz auf einem Papier- und Stoffband abgeschieden, welches zwischen den beiden elektrischen Polen, und zwar in unmittelbarer Nähe des positives Poles, angebracht ist und von einer Vorratsrolle in eine auswechselbare Kassette umgespult werden kann.
- Es ist nun Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein elektrostatisches Luftfilter zu erstellen, welches mit einem Minimum an technischem Aufwand ganz besonders einfach zu reinigen ist und welches weiterhin ohne großen Aufwand für Luft filter verschiedener Größen verwendbar ist.
- Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der negative Pol von einer Metallfolie gebildet ist, welche über Umlenkrollen geleitet wird und zum Zweck der Reinigung umspulbar ist.
- Durch den Anschluß dieser Metallfolie an den Minuspol der Hochspannungsquelle übt die Metallfolie zwei verschiedene Funktionen gleichzeitig aus, und zwar stellt sie durch ihre elektrisch leitenden Eigenschaften sowohl den Minuspol dar als auch gleichzeitig das Filterelement, auf welchem sich der Schmutz niederschlägt.
- Die elektrisch leitende Eigenschaft der Metallfolie bringt einen weiteren Vorteil mit sich, daß nämlich der Anschluß an die Hochspangungsquelle praktisch an jeder Stelle der Metallfdlie erfolgen kann, wobei nicht einmal ein fester Anschluß vorgesehen werden muß, sondern ein Schleifkontakt völlig ausreichend ist.
- Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist es besonders verteilhaft, daß die Metallfolie um mehrere Umlenkrollen geführt ist, die in zwei Reihen so einander gegenüberstehend angeordnet sind, daß die Metallfolie etwa parallele Zwischenräume bildet, in welchen die positiven Pole angeordnet sind. Mit einer solchen Ausführung sind auch Luftfilter mit großen Durchlaßquerschnitten auf sehr eiafache Weise mit der filternden Metallfolie zu überdecken, wobei beispielsweise in Baukastenform die Anzahl der Umlenkrollen sehr leicht variiert werden kann.
- Eine besonders einfache Wartung des elektrostatischen Luftfilters ist erfindungsgemäß dadurch zu erzielen, daß die Metallfolie auf einer Vorratsrolle aufgewickelt ist und nach Durchlaufen des Filters mit dem abgeschiedenen Schmutz durch Abreißen entfernbar ist. Damit entfällt jede Art von umständlicher, zeitraubender und schmutziger Arbeit des Filterreinigens und im Filter selbst befindet sich nach jedem Reinigungsvorgang lediglich eine frische etallfolie, wodurch die Gefahr einer Geruchsbelästigung durch einen noch nicht aufgefüllten Vorratsbehälter an verschmutzter Folie leichter entgegengewirkt werden kann.
- Es ist weiterhin vorgesehen, daß die Metallfolie zumindest einseitig mit einer Trägerschicht versehen ist. Eine solche Trägerschicht kann bei verschiedenen Einsatzmöglichkeiten für das Filter bzw. bei besonderen Beanspruchungen mitunter besser geeignet sein als eine reine Metallfolie. So ist beispielsweise bei sehr geringen Abständen zwischen positiven und negativen Polen und bei großen Abständen der Umlenkrollen zueinander eine höhere Vorspannung der Metallfolie nötig und eine bessere Planlage derselben unbedingt erforderlich. In einem solchen Fall ist eine entsprechend ausgebildete Trägerschicht, beispielsweise aus Papier oder aus ähnlichem Material, von großem Nutzen. Dabei beeinträchtigt dieses Material nicht im geringsten den Wirkungsgrad des Luftfilters, da die Anziehungskraft unbeeinträchtigt bleibt und der Schmutz sich auch auf der Seite der Trägerschicht einwandfrei absetzt.
- Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der in den Figuren beispielsweise dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
- Es zeigen im einzelnen: Fig. 1 die Prinzipdarstellung eines elektrostatischen Luftfilters mit einer Metallfolie als Minuspol; Fig. 2 die Prinzipdarstellung einer abgewandelten Bauart Mit vergrößerter wirksamer Oberfläche.
- In Fig. 1 ist die prinzipielle Wirkungsweise eines elektrostatischen Luftfilters wiedergegeben. Der Lüfter 1 transportiert die zu reinigende Luft durch einen Kanal, welcher in der Hauptsache von einem positiven Pol 2 und von einem negativen Pol in Form einer Metallfolie 3 gebildet ist. Die Metallfolie 3 befindet sich in der Hauptsache in einer Vorratsrolle 6 und ist mit ihrem freien Ende um eine Umlenkrolle 5 geleitet und endet in einer Spanneinrichtung mit einer Abreißkante 7. An irgendeiner Stelle dieser Metallfolie befindet sich eine Verbindung zum negativen Pol der Hochspannungsquelle 4. Dies kann beispielsweise über einen Schleifer im nicht verschmutzbaren Teil der Metallfolie 3 erfolgen. Der positive Pol 2 ist ebenfalls über eine andere Leitung mit der positiven Seite der Hochspannungsquelle 4 verbunden. Durch die unterschicdliche elektrostatische Aufladung des positiven Poles 2 und der Metallfolie 3 wird der in der durch den Lüfter 1 angesaugten Luft enthaltene Schmutz auf dem negativen Pol, nämlich der Metallfolie 3, durch Anziehungskraft abgeschieden. Nach einer gewissen Zeit muß die Metallfolie 3 entsprechend ihrer Verschmutzung aus der Vorratsrolle 6 um die Umlenkrolle 5 heraustransportiert werden, bis beispielsweise an der Abreißkante 7 das saubere Foliqnmaterial erscheint. Der verschmutzte Teil der Metallfolie 3 wird an der Abreißkante 7 abgerissen und entfernt. Eine andere Reinigung des Filters ist nicht nötig Bei recht zeitigem Auswechseln der Metallfolie 3 entstehen keine Ablagerungen im übrigen Luftfilter.
- In Fig. 2 ist ein elektrostatisches Luftfilter wiedergegeben, welchem prinzipiell dem gem. Fig. 1 entspricht. Jedoch wurde die Metalifolie 3 hier um mehrere UmlenkroSleR-5 und. 6 herumgeleitett um auf diese Weise die wirksame Oberfläche des Luftfilters zu vergybßern. Es sind zwei Reihen von Umlenkrollen 5 und 6 angeorddie sich in einem größeren Abstand gegenüberstehen und um die die Metallfolie 3 in etwa parallelen Strängen angeordnet ist.
- Der Abstand der einzelnen Folienteile untereinander entspricht dabei etwa dem Durchmesser der Umlenkrollen 5 und 6. Zwischen diest einzelnen Stränge der Metallfolie 3 sind jeweils die popositiven Pole 2 angeordnet, welche natürlich untereinander in elektrisch leitender Verbindung stehen. An der am weitesten von der yorratsrolle 6 entfernten Umlenkrolle 5 ist wiederum eine Einspanneinrichtung mit Abreißkante 7 angeordnet. Ein elektrostatisches Luftfilter dieser Bauart funktioniert im Prinzip wie eines gem. Fig. 1, es weist jedoch eine erheblich größere wirksame Oberfläche auf und kann somit entweder für einen größeren Luftdurchsatz verwendet werden oder es muß seltener gereinigt werden.
- L e e r s e i t e
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE Elektrostatisches Luftfilter, in welchem die zu reinigende Luft mittels eines Lüfters durch ein elektromagnetisches Feld geleitet wird und das elektromagnetische Feld von zwei elektrisch entgegengesetzt aufgeladenen Polen gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der negative Pol von einer Metallfolie (3) gebildet ist, weleher über Umlenkrollen (5, 6) geleitet wird und zum Zweck der Reinigung umspulbar ist.
- 2. Luftfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallfolie (3) um mehrere Umlenkrollen (5, 6) geführt ist, die in zwei Reihen so einander gegenüberstehend angeordnet sind, daß die Metallfolie (3) etwa parallele Zwischenräume bildet, in welchen die positiven Pole- (2) angeordnet sind.
- 3. Luftfilter nach den Ansprüchen 1 und 2» dadurch gekennzeichnet 3 daß die Metallfolie (3) auf einer Vorratsrolle (6) aufgewickelt ist und nach Durchlaufen des Filters mit dem abgeschiedenen Schmutz durch Abreißen entfernbar ist.
- 4. Luftfilter nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallfolie -(3) zumindest einseitig mit einer Trägerschicht versehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752548099 DE2548099A1 (de) | 1975-10-28 | 1975-10-28 | Elektrostatisches luftfilter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752548099 DE2548099A1 (de) | 1975-10-28 | 1975-10-28 | Elektrostatisches luftfilter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2548099A1 true DE2548099A1 (de) | 1977-05-05 |
Family
ID=5960227
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752548099 Withdrawn DE2548099A1 (de) | 1975-10-28 | 1975-10-28 | Elektrostatisches luftfilter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2548099A1 (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1975
- 1975-10-28 DE DE19752548099 patent/DE2548099A1/de not_active Withdrawn
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