DE2544975B2 - Feuerleitsystem - Google Patents
FeuerleitsystemInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Feuerleitsystem für Kanonen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein derartiges System ist aus der Broschüre mit dem Titel »improved Fire Control System (IFCS)«. herausgegeben
im Jahre 1973 von der Fa. Marconi Space and Defence Systems Limited, Military Data Division, <'5
Camberley (Surrey, England), bekannt. Die Sichtanzeige des bekannten Feuerleitsystems überlagert der Zielmarke
ein Bild, welches lediglich aus sichtbarem Licht herrührt. Das Feuerleitsystem versagt daher beim
Anpeilen von getarnten Objekten.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, das bekannte Feuerleitsystem so weiterzuentwickeln, daß auch
getarnte Objekte angepeilt werden können. Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den im kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 zusätzlich angegebenen Mitteln. Infrarotlicht kann viele Tarnungen durchdringen
und auch bei Dunkelheit ausgenutzt werden. Zum Beispiel ist es mit dem neuen Feuerleitsystem ohne
weiteres möglich, durch Laubwerk getarnte Soldaten anzupeilen.
Bei der Erzeugung der Bilder auf der Sichtanzeige dienen zur Übertragung der sichtbaren bzw. infraroten
Strahlung gesonderte optische Bauteile wie Linsen, Spiegel, Prismen.
Vorzugsweise Ausgestaltungen des Feuerleitsystems nach der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die Sichtanzeige kann zusätzlich zum ersten, zweiten und dritten Bild noch weitere Bilder darbieten, die
einander sämtlich überlagert sind. Diese zusätzlichen Bilder können aus elektromagnetischer Strahlung aus
irgendeinem Bereich des Spektrums gewonnen werden, beispielsweise aus UV- oder Röntgenstrahlung.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand von Zeichnungen beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 in Form eines Blockdiagramms den grundsätzlichen Aufbau eines Feuerleitsystems,
F i g. 2 eine in der Erfindung benutzbare Ausführungsform einer Visiervorrichtung,
F i g. 3 bis 5 drei verschiedene Ausführungen der Erfindung in schematischer Darstellung,
F i g. 3A bis 5A Visierbilder zum besseren Verständnis der F i g. 3 bis 5,
F i g. 6 das Blockdiagramm einer weiteren Ausführung der Erfindung und
F i g. 7 ein Detail einer modifizierten Ausführung der Erfindung.
Im Feuerleitsystem nach Fig. I gibt es Zielortungsmittel
10 in einer Beobachtungsstation, bestehend u. a. aus einer Visiervorrichtung 11 und einem Entfernungsmesser
12, die beide so angeordnet sind, daß sie den Zielschauplatz 13 ausmessen. Ein Rechner 14 erhält
Eingangssignale mit Informationen über Umgebungsbedingungen wie Lufttemperatur, Luftdruck, Windrichtung
und -geschwindigkeit, Kompaßkurs und Schwere von Meßfühlern 15.
Der Rechner erhält ferner Signale mit Informationen über ballistische Parameter wie Temperatur der
Ladung, Art der gewählten Munition und Biegung des Kanonenrohrs. Aus den ihm zugeführten Signalen leitet
der Rechner nach einem vorgegebenen Programm Feuerleitsignale her und übermittelt diese an den
Antrieb 16 einer Kanone.
Die Visiervorrichtung 11 umfaßt eine Sichtanzeige die im einzelnen noch beschrieben wird. Die Sichtanzeige
wird von einer Bedienungsperson in einer Station 2C beobachtet, in der ein von Hand steuerbares Element 21
vorgesehen ist, welches bei Betäiigung das Gesichtsfelc der Visiervorrichtung 11 ändert. Die Zielortungsmitte
10 sind noch über eine Verbindung 22 mit dem Rechne 14 gekoppelt, um diesem Signale mit lnformationei
über die Lage des Ziels zu übermitteln.
Die Visiervorrichtung 11 und der Entfernungsmesse 12 aus Fig. 1 sind detaillierter in Fig. 2 dargestellt. De
Entfernungsmesser 12 arbeitet hier mit Laserstrahlei Er umfaßt einen Laser 30, dessen austretender Strahl a
Reflektoren 31,32 und 33 reflektiert wird und durch den
Raum auf ein Ziel gerichtet wird, welches sich im Gesichtsfeld des Reflektors 33 befindet.! etzterer ist ein
ebener Spiegel, der um eine Querachse 34 verschwenkbar und um eine horizontale Achse 35 azimutal drehbar
ist. Die zurückgeworfene Laserstrahlung wird von d^n
Reflektoren 32 und 33 auf einen Strahlaufspalter 36 gerichtet, der den zurückgewonnen Laserstrahl auf
einen Empfänger 37 richtet, der zur Bestimmung der Zielentfernung in bekannter Weise mit einer Rechen- ι
schaltung (nicht dargestellt) verbunden ist.
Der in der britischen Patentschrift Nr. 13 14 720 beschriebene Laser-Entfernungsmesser kann als Entfernungsmesser
12 verwendet werden.
Aus dem Gesichtsfeld des Spiegels 33 herkommende Strahlung im sichtbaren Wellenlängenbereich wird vom
Spiegel 33 reflektiert, tritt durch den Reflektor 32 und wird als Bestandteil einer Sichtanzeige für eine
Bedienungsperson verwendet. Die Sichtanzeige erfolgt über Okulare 40 und 41. die das vom Spiegel 32
ausgehende Bild des Gesichtsfeldes mit dem Bild eines Rasters 42 überlagert darbieten, nachdem es über die
optischen Elemente 43 bis 47 übertragen worden ist. Die optischen Elemente 43, 45, 46 und 47 sind Reflexionsprismen, während das optische Element 44 zur
Bilddrehung dient (z. B. Dove- oder Pechan-Prisma). Letzteres dient zum Ausgleich der Bilddrehung infolge
der azimutalen Drehung des Spiegels 33 in bezug auf die übrige Visiervorrichtung.
Die Visiervorrichtung umfaßt darüber hinaus auch noch Mittel zum Erzeugen eines Infrarotbildes vom
Gesichtsfeld. Wie Fig. 2 zeigt, sind dazu ein Infrarotspiegel 50, der mechanisch mit dem Spiegel 33
gekoppelt ist. scwie eine Bildabtastvorrichtung 5t vorgesehen, die z. B. den in der britischen Patentschrift
Nr. 13 28 128 beschriebenen Aufbau hat. Das Ausgangssignal der Bildabtastvorrichtung wird über eine nicht
dargestellte Signalleitung einem Bildwandler 52 zugeführt, der das Infrarotbild in ein sichtbares Bild
umwandelt und dem Reflektor 32 in solcher Weise zugeordnet ist. daß das erzeugte sichtbare Bild den
zuvor erwähnten sichtbaren Bildern überlagert wird. Die Sichtanzeige bietet sich der Bedienungsperson
folglich als eine Überlagerung dreier verschiedener Bilder dar.
Für den Fall, daß die sichtbare Strahlung unter Benutzung der beschriebenen optischen Bauelemente
zur Erzeugung eines deutlichen Bildes nicht ausreicht, kann ein Bildverstärker 53 vorgesehen werden. Zum
Ausgleich für die Verschiebung der Bildebene durch den Bildverstärker muß der Lichtweg zwischen dem
Ausgang des Bildverstärkers und der Übertragungslinse vor dem optischen Element 44 zur Bilddrehung
verlängert werden. Dies erreicht man bequem, indem man das Reflexionsprisma 43 durch ein Dachkant-Pentagonalprisma
43' ersetzt.
Zwar sind die Spiegel 33 und 50 als getrennte Elemente dargestellt, doch können sie beide aus einem
Stück bestehen. Vorzugsweise sind sie allerdings stabilisiert, damit sie die Visierlinie ohne Unterbrechung
durch Vibration des Gehäuses, in dem die in F i g. dargestellten Komponenten sich befinden, od. dgl.
(■„...f-ia];Cp, Möglichkeiten der Stabilisierung sind in den
britischen Patentschriften Nr. 12 40 552 und Nr.
13 19 307 beschrieben.
Das Raster 42 bietet die Möglichkeit, eine Zielmarke
und eine Seelenachsenmarke vorzusehen. Dies kann auch mittels einer Bilderzeugungsvorrichtunp
'i ,
wie einer Kathodenstrahlröhre geschehen — z. B.
mittels des Bildwandlers 52. In diesem Fall lassen sicii
die Abmessungen der Zielmarke in Abhängigkeit von der durch den Entfernungsmesser bestimmten Zielentfernung
abändern, und die Lage der Zielmarke und der Seelenachsenmarke kann aus der. ballistischen Parametern
bestimmt werden. Gewöhnlich hat die Zielmarke die Gestalt einer Ellipse oder eines Kreises, ist die
Zielmarke eine Ellipse, so muß diese in Einklang mit der azimutalen Drehung des Spiegels 33 ebenfalls gedreht
werden. Man erreicht dies entsveder auf elektronischem Wege, wenn eine Kathodenstrahlröhre verwendet wird,
bzsv. einfach durch Drehen der Ablenkspulen um die Kathodenstrahlröhre herum, falls eine gesonderte
Kathodenstrahlröhre versvendei wird. Die Seelenachsenmarke ist gewöhnlich ein kleines Dreieck.
Wenn gewünscht wird, das zusammengesetzte Bild
der Sichtanzeige zu einer (nicht dargestellten) zsveiten Beobachtungsstation zu übertragen, läßt sich das
Reflexionsprisma 46 durch ein Strahlaufspaltprisma 46' ersetzen. Dadurch läßt sich das zusammengesetzte Bild
durch eine Bildaufnahmeröhre 54 aufnehmen, svelche Teil eines Fernsehsystems ist. Wie in F i g. 6 dargestellt
ist, läßt sich ein zusammengesetztes Bild in einer , zsveiten Beobachtungsstation aber auch dadurch erzeugen,
daß jede der beiden Beobachiungsstationen 10 und 10' mit einer optischen Visiervorrichtung 11 und II'
versehen ist und daß aus der Infrarotstrahlung, die man mit der Bildabtastvorrichtung 51 empfängt, ein sichtba-
- res Bild erzeugt und jeder Beobachtungsstation 10. 10' übermittelt svird. Dabei enthalten beide Beobachiungsstationen
Mittel zum Erzeugen einer Zielmarke, indem vom Rechner 14 Signale an die Beobachtungsstationen
übermittelt sverden. um die Zielmarken in den ^. betreffenden Visiervorrichtungen in bezug auf die mit
sichtbarem Licht erzeugten Bilder zu placieren. Auf Wunsch läßt sich das aus eier Infrarotstrahlung
abgeleitete sichtbare Bild svahiweise einer der beiden Beobachtungsstationen übermitteln.
ο Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 und 3A wird die Visiervorrichtung 11 vom Antrieb J6 der Kanone
mit angetrieben. Dazu ist zwischen beiden eine mechanische oder elektrische Verbindung 64 vorgesehen.
Jedoch ist hierbei die Feuerfähigkeit eingeschränkt. weil das die Seelenachsenmarke 62.4 enthaltende
Gesichtsfeld stets das Ziel, svelches beschossen sverden soll, umfassen muß, svenn dieses auf der Sichtanzeige
sichtbar bleiben soll. Der Rechner 14 erzeugt in diesem Fall Feuerleitsignale, die den Antrieb 16 der Kanone
über eine Autolay-Vorrichtung 60 betätigen. Gleichzeitig svird die erzeugte und auf der Sichtanzeige
erscheinende Zielmarke 62 durch entsprechende Signale versetzt, um in Azimut und Höhe son der
Seelenachsenmarke 62.4 abgesetzt zu sein, svelche sich an einer gleichbleibenden Stelle auf der Sichtanzeige
befindet. Die Abmessungen der Zielmarke 62 sverden vom Rechner 14 in Abhängigkeit von der durch den
La.,er-Entfernungsmesser bestimmten Zielentfernung gesteuert. Die Seelenachsenmarke 62 4 wird gewöhnlich
am Rand der Sichtanzeige 63 unmittelbar über deren Mittelpunkt placiert.
Im Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 4 und 4A umfaßt
die Visiervorrichtung 11 eine Sichtanzeige 63. auf svelcher die Zielmarke 62 stets im Zentrum der
Sichtanzeige verbleibt, in ihren Abmessungen allerdings vom Rechner in Abhängigkeit son der Zielentfernung
gesteuert svird. Der Kanonenantrieb 16 treibt sowohl die Kanone als auch die Visiervorrichtung 11 an.
45
Zusätzlich betätigt der Rechner 14 die Autolay-Vorrichtung
60 sowie in entgegengesetztem Sinn einen ballistischen Antrieb 70 zur Verschwenkung der
Kanone in Azimut und Höhe in Einklang mit den berechneten Feuerleitsignalen.
Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 und 5A arbeiten der Antrieb 16 der Kanone und der Antrieb 68
der Visiervorrichtung unabhängig voneinander und benutzen beide Vergleichssignale von Kreiseln. Der
Rechner 14 ist mit beiden Antrieben gekoppelt und der Kanonenantrieb wird in Einklang mit den berechneten
Feuerleitsignalen in azimutaler Richtung und in der Höhe gesteuert. Die Sichtanzeige 63 erscheint wie in
Fig. 5A dargestellt; die Zielmarke 62 befindet sich im Zentrum der Sichtanzeige. i.s
Falls eine Beobachtungsstation so zum Richten der Kanone verwendet werden soll, daß die Zielsuche
unbelastet durch die Kanone vor sich geht, dann können die Mittel zum Erzeugen der Zielmarke an der Kanone
befestigt und optisch betrieben werden, um eine Marke im Unendlichen zu erzeugen. Diese Marke ist dann
durch die afokale Visiervorrichtung der Beobachtungsstation sichtbar, wann immer sie angeblich in die gleiche
Richtung weist wie die Kanone. F i g. 7 zeigt eine Anordnung, mit der dies erreicht wird. Der Zielmarkengenerator
90 ist im Geschützturm fest angebracht. Der Geschützturm ist Bestandteil einer ersten Beobachtungsstation
mit einem ersten Visierspiegel 91, einer Strahlaufspaltvorrichtung 92 und einem Okular 93. Die
Strahlaufspaltvorrichtung 92 liefert zusätzlich zu dem an das Okular 93 übertragenen zusammengesetzten Bild
noch ein weiteres zusammengesetztes Bild, welches auf einen Reflektor 94 fällt. Die unabhängig von der
Kanone drehbare Beobachtungsstation enthält einen Visierspiegel 95, eine Objektivlinse 96 und ein Okular 97.
Deren Anordnung ist so gewählt, daß im Fall, daß die Beobachtungsstation scheinbar in die gleiche Richtung
wie die Kanone gerichtet ist, die Sichtlinie zwischen dem Visierspiegel 95 und der Objektivlinse 96 durch den
Reflektor 94 unterbrochen ist und folglich der Blick in das Okular 97 das gleiche Bild vermittelt wie der Blick in
das Okular 93 der ersten Beobachtungsstation.
Die in Fig. 3 dargestellte Anordnung läßt sich so
abwandeln, daß die in F i g. 7 gezeigte Anordnung darin Verwendung findet. Dazu wird der Zielmarkengenerator
fest mit der Kanone verbunden. Es läßt sich aber die Visiervorrichtung einschließlich des Zielmarkengenerators
auch über optische Winkelkodierer (z, B. solche wie im N.E.L. Report Nr. 233 beschrieben sind), in bekannter
Weise über elektrische Synchronservomechanismen, oder über mechanische Präzisionsverbindungsglieder
allein oder in Kombination mit einer der vorgenannten Vorrichtungen mit der Kanone koppeln.
Der Rechner 14 kann von beliebiger Art sein, z. B. ein Analog-, Digital- oder Hybridrechner. Gewöhnlich wird
er so verwendet, daß er Feuerleitsignale liefert, die es ermöglichen, von bewegtem oder unbewegtem Standpunkt
auf bewegte und unbewegte Ziele zu schießen. In diesem Fall wird der Analog-, Digital- oder Hybridrechner
nach Bewegungsgleichungen programmiert, wie sie z. B. im Buch »New Methods in Exterior Ballistics« von
F. R. Moulton abgeleitet worden sind. Ein für die Erfindung verwendbarer besonderer Rechner ist in der
britischen Patentschrift Nr. 12 85 722 beschrieben.
Die Zielortungsmittel können ein Radargerät umfassen, dessen Ausgang mit dem Rechner verbunden ist, um
ein viertes Bild auf der Sichtanzeige 63 zu liefern. Zusätzlich könnte man noch eine Tageslicht-Fernsehkamera
einsetzen, die noch ein weiteres Bild liefert. Außer Kathodenstrahlröhren können als Bildwandler bzw.
Bilderzeuger auch Vorrichtungen unter Verwendung von Flüssigkristallen oder Leuchtdioden verwendet
werden, die in der Technik bekannt sind. Anstelle der beschriebenen Infrarot-Bildabtastvorrichtung 51 lassen
sich auch ein pyroelektrisches Vidikon oder ein sonstiges auf elektromagnetische Strahlung ansprechendes
Gerät oder ein thermischer Pointer benutzen. Das Gehäuse, welches die Visiervorrichtung aufnimmt,
benötigt natürlich ein oder zwei Fenster, die für Strahlung im sichtbaren bzw. im infraroten Wellenlängenbereich
durchlässig sind. Wenn ein Gerät zum Erzeugen eines Wärmeabbildes oder eines sonstigen
Bildes ein Raster oder eine andere Form punktweiser Abbildung verwendet, dann läßt sich das Rasterbild
durch elektronische Bildmischung oder durch Zeilensprungabtastung überlagern, wenn das Rasterbild selbst
unter Verwendung eines Rasters oder einer anderen Form der Abtastung erzeugt wird.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Feuerleitsystem für eine Kanone mit Zielortungsmitteln unter Einschluß einer von Hand
steuerbaren Einrichtung zur Änderung des Gesichtsfeldes der Zielortungsmittel, wobei die Zielortungsmittel
eine Visiervorrichtung mit einer Sichtanzeige umfassen, auf welcher ein Bild aus elektromagnetischer,
aus dem Gesichtsfeld der Visiervorrichtung ι ο herrührender Strahlung im sichtbaren Bereich des
Spektrums und eine Zielmarke einander überlagert dargeboten werden, mit einem Rechner, welcher
zum Empfang von Signalen, die ballistische Daten beinhalten, sowie zum Empfang von Signalen, die
von den Zielortungsmitteln herrühren und die Zielposition beinhalten, geeignet und zur Berechnung
von Feuerleitsignalen aus diesen Signalen eingerichtet ist, und mit einem Antrieb für die
Kanone, dem die Feuerleitsignale zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß auf der
Sichtanzeige (63) dem aus sichtbarem Licht herrührenden Bild und der Zielmarke (62) noch ein drittes
Bild, welches aus elektromagnetischer, ebenfalls aus dem Gesichtsfeld der Visiervorrichtung (11) herrührender
Strahlung im infraroten Bereich des Spektrums gebildet wird, überlagert wird.
2. Feuerleitsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zielortungsmittel (10) einen
Entfernungsmesser (30, 37) umfassen und die Abmessungen der Zielmarke (62) in Einklang mit der
Zielentfernung gesteuert werden.
3. Feuerleitsystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Entfernungsmesser (30,37)
mit einem Laser (30) arbeitet.
4. Feuerleitsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lage der Zielmarke (62) auf der Sichtanzeige (63) durch die vom Rechner (14) abgegebenen Feuerleitimpulse
eingestellt wird.
5. Feuerleitsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich
die Visierlinie der Visiervorrichtung (11) in Richtung
der Kanone ausrichten läßt.
6. Feuerleitsystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ausrichtung der Visierlinie
ein Zielmarkengenerator vorgesehen ist.
7. Feuerleitsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zielmarke (62)
sich stets an der gleichen Stelle auf der Sichtanzeige (63) befindet.
8. Feuerleitsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens eine weitere Sichtanzeige vorgesehen ist, auf der das erste, zweite und dritte Bild einander
überlagert dargeboten werden.
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