DE2541376A1 - Extruderschnecke - Google Patents
ExtruderschneckeInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
- B29C48/00—Extrusion moulding, i.e. expressing the moulding material through a die or nozzle which imparts the desired form; Apparatus therefor
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Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Extrusion Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
- Mixers Of The Rotary Stirring Type (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Extruderschnecke, mit der einerseits eine stabile bzw. gleichmäßige Extrusion des
ilaterials, insbesondere Harzes, und andererseits eine
Steuerung der Extrusionsgeschwindigkeit bzw. des Ausstoßvolumens in einem größeren Bereich möglich sein soll.
um die Extrusionsleistung von sogenannten nicht belüfteten Extrudern zu verbessern hat man versucht, die Schneckengangtiefe
und/oder den Schneckendurchmesser zu vergrößern oder auch die Eotationsgeschwindigkeit der Schnecke zu erhöhen.
Die Erhöhung der Schneckengangtiefe führt jedoch zu einer Verschlechterung der Wärmeenergieausbeute infolge der viskosen
Dissipation innerhalb des Sxtruderzylinders und damit zu einer Verringerung der Schmelzleistung und zu einer Verschlechterung
der gleichmäßigen Wärmeübertragung auf das zu extrudierende Harz.
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Dieses führt dazu, daß eine stabile und gleichmäßige Extrusion nicht sichergestellt ist, so daß einer Vergrößerung der Gangtiefe
enge Grenzen gesetzt sind.
Vergrößerung des ochneckendurcnmessers führt im Gegensatz
dazu zu keinen wesentlichen technologischen Schwierigkeiten. Kin iMaciiteil der Durchinesservergrößerung besteht jedoch darin,
daß die Abmessungen und damit die Kosten für den Extruder erhöht v/erden. Bei einem Extruder mit einer einen großen Durchmesser
auf v/eisenden Schnecke ist es weiterhin schwierig, ein stabiles und gleichmäßiges Extrudieren innerhalb eines weiten
Bereiches zu gewährleisten, beispielsweise hinsichtlich der Veränderung der Extrusionsgeschwindigkeit bzw. des Ausstoßvolumens
eines speziellen- Extruders bei der Herstellung unterschiedlich dicker Filme. Ein Extruder mit einer einen großen
Durchmesser aufweisenden Schnecke hat somit auch noch den Nachteil, daß er dann nicht eingesetzt werden kann, wenn es
erforderlich ist, die Extrusionsgeschwindigkeit bzw. das Ausstoßvolumen
innerhalb eines größeren Bereiches zu steuern.
Wenn bei einem üblichen Extruder mit einer Einstufenschnecke die Drehgeschwindigkeit der Schnecke erhöht wird, tritt eine
erhöhte viskose Dissipation auf, was dazu führt, daß die Temperatur des geschmolzenen Harzes über den an sich erforderlichen
Wert angehoben wird. Dieses führt zu einer Qualitätsverschlechterung des extrudierten Materials. Bei einer derartigen
Verfahrensweise ist außerdem die Zone, in der das geschmolzene Harz und das ungeschmolzene Harz im Mischzustand
vorhanden sind, instabil, was dazu führt, daß die Temperatur des extrudierten Materials schwankt und oft ein extrudiertes
Material erhalten wird, welches noch ungeschmolzenes Harz enthält. Ein weiterer Kachteil ist darin zu sehen, daß die
Antriebsenergie beträchtlich erhöht wird, die je Mengeneinheit
des extrudierten Materials benötigt wird.
Dem einfachen zweistufigen Schneckenextruder, der gewöhnlich als sogenannter belüfteter Extruder benutzt wird, haftet ein
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" 3 " 2 B A Ί 3 7
schwieriges Problem an, indem es außerordentlich schwierig
ist, die Schnecke so zu konzipieren, dai3 die Ausstoßmenge
der ersten Stufe genau der Ausstoßuienge der1 zweiten otufe
angepaßt ist, was dazu führt, daß das ".Belüften" oder das
"Verkümmerungsphänomen", welche eine Veränderung der Extrusionsgeschwindigkeit
begünstigen v/ürden, entfallen, i>lan hat
andererseits bisher der Idee wenig Beachtung geschenkt, den einfachen zweistufigen Schneckenextruder zu modifizieren, um
ihn in einen nicht belüfteten Extruder umzuformen, der mit einer Schneckendrehzahl betrieben werden kann, die von sehr
niedrig bis sehr hoch reicht. Es sind weiterhin keine Bemühungen unternommen worden, wie etwa ein derartig modifizierter
Extruder in der Praxis verwendet werden könnte. Man hat sich in der letzten Zeit damit befaßt, einen üblichen einstufigen
Schneckenextruder in der Weise zu modifizieren, daß der Schnecke in der mittleren oder vorderen Zone zusätzliche
Organe wie beispielsweise üischelemente zugeordnet werden, um
die Extruderleistung zu verbessern. Eine weitere neuere Studie zur Verbesserung der Extrusionsleistung befaßt sich damit,
sogenannte Zwillingsschneckenextruder oder Tandemextruder zu verbessern. Die Versuche zur Verbesserung der Extrusionsleistung
eines einstufigen Schneckenextruders ohne zusätzliche Mischelemente sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt praktisch
aufgegeben worden.
Ein belüfteter zweistufiger Schneckenextruder ist bekannt. Aus diesem Grunde könnte davon ausgegangen werden, daß die
Modifizierung eines solchen Extruders zu einem nicht belüfteten Extruder nahegelegen hat. Die bloße Modifizierung eines
belüfteten zweistufigen Schneckenextruders zu einem nicht belüfteten Extruder oder die bloße Substituierung einer Einstufenschnecke
durch eine Zweistufenschnecke in einem nicht belüfteten Extruder führt jedoch auch nicht zu einer Verbesserung
der Extrusionsleistung des nicht belüfteten Extruders. Ein derartiger modifizierter Extruder gewährleistet keine
Stabilität bzw. Gleichmäßigkeit bei der Extrusion, und zwar insbesondere dann nicht, wenn der Extruder mit unterschied-
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2b 4 13 7b
lichen üchneckendrehzahlen botrieben werden soll, die nciir
hoch oder sehr niedrig liegen.
Ausgehend davon, hat man die Entwicklungsarbeiten nicht auf
die Weiterentwicklung der Zwei stuf enschnecKe sondern εαα.ΐ die
Weiterentwicklung der jJinstufenscImecke mit zusätzlichen
Funktionsmerkmalen gerichtet. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen,
daß eine modifizierte Einstufeiischnecke den h'achteil
hat, daß die Extrusionsgeschwindigkeit bzw. das Ausstoßvolumen
sich nicht sehr erhöhen läßt, und zwar bezogen auf die vergrößerten Dimensionen des Extruders, obwohl die Stabilität
der Extrusion verbessert werden kann. Dieses beruht darauf, daß die an der Schnecke vorgesehenen zusätzlichen Maßnahmen
einen 'widerstand gegen den Durchlauf des geschmolzenen Harzes
bilden. Us ist weiterhin zu beachten, daß ein ernsthaftes Problem darin besteht, daß ein derartiger Widerstand zur
Erzeugung unnötiger Wärmeenergie führt, und zwar aufgrund der viskosen Dissipation, was zur Folge hat, daß die Temperatur
des extrudierten Materials erhöht wird, was einen erhöhten Leistungsverbrauch zur Folge hat.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Extruderschnecke zu schaffen, mit der die oben beschriebenen Hachteile
üblicher Extruder vermieden werden können, und zwar insbesondere die Nachteile, die aus einer hohen Drehgeschwindigkeit
einer Einstufenschnecke resultieren, wobei es weiterhin darum geht, eine Möglichkeit zu schaffen, die Extrusionsgschwindigkeit
bzw. das Ausstoßvolumen innerhalb eines großen Bereichs
verändern zu können bei gleichzeitiger Gewährleistung einer stabilen und gleichmäßigen Extrusion. Dabei soll weiterhin
der Energieverbrauch verglichen mit üblichen Extrudern bzw. Extruderschnecken herabgesetzt werden,,
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Extruderschnecke
dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Leschickungszone, die an ihrem hinteren Ende eine Gangtiefe h^ hat, eine sich an
die Beschickungszone anschließende Schmelzzone, deren Gangtiefe
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sich in /urderrichtung fortschreitend auf einen ^ert von hp
verringeret, eine auf die Schmelz^one folgende üekornpressionszone, die zuerst eine gegenüber der Gangtiefe hu vergrößerte
-rangtiefe hv hat, die fortschreitend bis zu einem Wert h^ absinkt, und eine auf die Dekorapressionszone folgende Dosierzone iiiit der konstanten Gangtiefe h,, aufweist, und da.3 £ ','■ J-/S,-. /" 0,3 c unc. 1,5 711^/1:1, > 1,15 ist, wobei c uas u-Oiiipressionsverhältnis zwischen der Sahiuelzzone und der le^Oiiic'.aui^
verringeret, eine auf die Schmelz^one folgende üekornpressionszone, die zuerst eine gegenüber der Gangtiefe hu vergrößerte
-rangtiefe hv hat, die fortschreitend bis zu einem Wert h^ absinkt, und eine auf die Dekorapressionszone folgende Dosierzone iiiit der konstanten Gangtiefe h,, aufweist, und da.3 £ ','■ J-/S,-. /" 0,3 c unc. 1,5 711^/1:1, > 1,15 ist, wobei c uas u-Oiiipressionsverhältnis zwischen der Sahiuelzzone und der le^Oiiic'.aui^
und o0 und 3- der fx'eie v-Aierschnitt im gereich der Gangtiefen
Ii,, bzv;. h-, sind.
i-.o-apressionsverhaltnis i ist ausgedrückt durch
h^ (Dy,-hy.)/nn{ü,y-'an), und ,J,_, und or sind ausgedrückt durch
JY n9(D9-h9) bzv/./TiJ-(D^-Ii-,), vrobei D^, bo und D7. die Außendurchmesser der Schnecke ii^: gereich der ^esciiickungszone bzw. der -ichuielzzone bzv;. der' uekoupressionszone sind, oirfindungsgeiulU3 sollen der AuDendurciimesser der Schnecke in jeder dieser Lü-ie:.'JL in dei" optimalen "Jeise ausgewählt werdt-n. GeuLlo einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung hat: die üchnecke
iibsr ihre gesamte Länge einen konstanten Außendurciiinesser.
uie Erfindung ist jedoch nicht auf eine .-ohnecke mit einem
solchen konstanten AuSendurchmesser beschränkt.
h^ (Dy,-hy.)/nn{ü,y-'an), und ,J,_, und or sind ausgedrückt durch
JY n9(D9-h9) bzv/./TiJ-(D^-Ii-,), vrobei D^, bo und D7. die Außendurchmesser der Schnecke ii^: gereich der ^esciiickungszone bzw. der -ichuielzzone bzv;. der' uekoupressionszone sind, oirfindungsgeiulU3 sollen der AuDendurciimesser der Schnecke in jeder dieser Lü-ie:.'JL in dei" optimalen "Jeise ausgewählt werdt-n. GeuLlo einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung hat: die üchnecke
iibsr ihre gesamte Länge einen konstanten Außendurciiinesser.
uie Erfindung ist jedoch nicht auf eine .-ohnecke mit einem
solchen konstanten AuSendurchmesser beschränkt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden an Hand der Zeichnung beschrieben, üls zeigen:
rig. 1Λ und 1 lj Längsschnitte von zwei Extrudern, die mit der
erfindungsgemäi3en iirtruderschnecke ausgestattet sind;
erfindungsgemäi3en iirtruderschnecke ausgestattet sind;
Fig. 2 bis 4 jJiagramme, die die Lxtrusionsgeschv/indigkeiten
bzw. das Äusstoßvolumen in Abhängigkeit von verschiedenen
Spritzkopfdrücken bei unterschiedlichen Verhältnissen von S-/Sp in einem Extruder wiedergeben, der
eine Schnecke mit konstantem Außendurchmesser hat,
wobei ein Harzmaterial mit einer spezifischen Schmelzviskosität verwendet worden ist;
eine Schnecke mit konstantem Außendurchmesser hat,
wobei ein Harzmaterial mit einer spezifischen Schmelzviskosität verwendet worden ist;
i-'ig. 5 bis 7 Diagramme, in denen die Temperaturen des extrudierten
Materials in Abhängigkeit von der Extrusions-
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geschwindigkeit bzw. dem Ausstoßvolumen des Extruders
dargestellt sind, auf den sich die ^ig. 2 bis 4 beziehen;
j'ig. 8 ein Diagramm, welches die üxtrusionsgeschwindigkeiten
bzw. das Ausstoßvolumen in Abhängigkeit von den Schneckenumdrehungen eines erfindungsgemäßen Extruders
und eines üblichen Extruders gestellt sind, dessen ichnecke mit speziellen zusätzlichen iiischelementen in
der mittleren Schneckenzone versehen ist; diese Darstellung dient zum Vergleich der Extrusionsleistungen
zwischen diesen beiden Extrudern, und
Fig, 9 ein Diagramm, das in vergleichbarer Darstellung den
!Energieverbrauch des erfindungsgemäßen zweistufigen
Schneckenextruders und eines üblichen einstufigen Schneckenextruder wiedergibt.
Eine übliche Einstufenschnecke muß so konstruiert sein, daß
die Uxtrusionsleistung und die Extrusionsstabilität auf einem
möglichst hohen Niveau ausbalanciert sind, im Gegensatz dazu
können bei der erfindungsgemäßen li^xtruderschnecke die Extrusionsleistung
und die Extrusionsstabilitat unabhängig voneinander erhöht werden, indem bei einem Zweistufenextruder eine
Schmelzzone, die eine hohe Schmelzleistung ergibt, eine Dosierzone und eine dazwischen liegende Dekompressionszone in
spezieller Weise einander zugeordnet sind.
Dabei ist das Kompressionsverhältnis c zwischen der Schmelzzone
und der Beschickungszone geringfügig höher als bei einer üblichen Einstufenschnecke. Das Kompressionsverhältnis ist
das Verhältnis des freien Querschnittes des Strömungskanals an dem vorderen Ende der Schmelzzone zu dem freien Querschnitt
des Kanals am hinteren Ende der Beschickungszone; dieses Verhältnis wird ausgedrückt durch h^, D-h^, wobei h^ die Gängig
* D-Ii2
tiefe der Beschickungszone an deren hinteren Ende, h2 die
Gangtiefe der Schmelzzone an deren vorderen Ende und D der Außendurchmesser der Schnecke ist.
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"7" 2 b 4 1 3 7 b
Die Gangtiefe der durch die Dekompressionszone von der ochmelzzone
getrennten Dosierzone ist etwas tiefer als üblich. Die zwischen der Lichwelzzone und der Dosierzone liegende Dekompressionszone
führt dazu, daß das von der .Jclnaelzzone zugeführte
geschmolzene Larz mit einem niedrigeren Druck v/eiterbewegt wird, ijie mittlere Geschwindigkeit und der uittlere
Druck der geschmolzenen Karzströmung werden somit gezwungenermaßen
herabgesenkt, was dazu führt, daß das geschmolzene Harz zusätzlich durchmischt wird. Wenn das der Dekompressionszone
zugeführte Material noch ungeschmolzenes Material enthält, v/ird dieses ungeschmolzene Harz während des zuletzt beschriebenen
Mischprozesses vollständig geschmolzen, so daß die Zuführung von solchem nicht geschmolzenem Harz in die Dosierzone
verhindert wird. Durch den iiischvorgang in der Dekompressionszone
wird die Temperatur des geschmolzenen aaterials vergleichmäßigt,
wobei Druckschwankungen reduziert werden, so daß eine gleichmäßige Ebctrusionsgeschwindigkeit erreicht v/irdo
Ks ist darauf hinzuweisen, daß der freie Querschnitt des Kanals
in der Dekompressionszone von wesentlicher Bedeutung zur Erreichung des angestrebten Zieles ist. Wenn der Querschnitt
übermäßig groß gehalten wird, fülirt dieses zu einer übermäßigen Dekomprimierung, was zur Folge hat, daß hinsichtlich der
Schwankung der Extrusionsgeschwindigkeit bzw. des Ausstoßvolumens die gleichen Verhältnisse eintreten wie bei einem
belüfteten Extruder. Es hat sich experimentell bestätigt, daß bei einem erfindungsgemäß gestalteten Extruder, wenn der Druck
in der Dekompressionszone niedriger ist als der Spritzkopfdruck (d.h. der Extrusionsdruck in der Dosierzone) plastifiziertes
Harz mit einer höheren Extrusionsgeschwindigkeit extrudiert werden kann al.s mit deü üblichen einstufigen
Schneckenextruder.
Die erfindungsgemäße Extruderschnecke ist so gestaltet, daß zum Schmelzen der festen Harzmaterialien infolge der Schneckenumdrehung
ausreichend genug Vfärmeenergie durch viskose Dissipation erzeugt wird, während nach dem Schmelzen eine
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überflüssige viskose Dissipation soweit wie möglich verzögert wird. ',?enn die auf der viskosen Dissipation berührende Värineenergie
durch den Wert Λ und die Scherrate durch <Y repräsentiert
-werden, dann gilt 4 ^~ T und ί ^'; Dil/h, wobei D der
Aui3endurchrüesser der1 Schnecke, ii die Drehzo.hl der Schnecke und
Ii die Schneckengangtiefe isto Wenn mit einer mit hoher Drehzahl
umlaufenden Schnecke festes Harz geschmolzen und extrudiert wird, läßt sich die notwendige Wärmeenergie aufgrund der
viskosen Dissipation zum Schmelzen des Harzes selbst dann erreichen, wenn eine Schnecke benutzt wird, bei der die Gangtiefe
hp abnimmt und die Länge der Schmelzzone verkürzt wird,
und zwar in Abhängigkeit von der abnehmenden Gangtiefe. In diesem Fall wird der Raum zwischen der Innenwand des Extruderzylinders
und der Bodenfläche des Schneckenkanals entsprechend verkleinert mit dem Ergebnis, daß die Dicke der
durch diesen Raum bewegten Harzströmung reduziert wird. Dadurch wird die Wärmeübertragung auf das Harz verbessert und
demzufolge auch das Schmelzen des HarzeSo
Wenn das Kompressionsverhältnis £ der Schmelzzone auf einen
Wert über dem üblichen Kompressionsverhältnis (dieser Wert hängt von der Art des verwendeten Harzes ab) eingestellt wird,
wird die Druckerhöhungskurve im Bereich der Schmelzzone sehr steil, so daß die aufgrund der viskosen Dissipation erzeugte
Wärme erhöht wird. Dadurch wird zusätzlich die Reduktion des Rückdruckes kompensiert, der dann auftreten würde, wenn die
Kompressionszone verkürzt wird. Auf diese Weise läßt sich verhindern, daß.in dem geschmolzenen Harz vorhandene Blasen zum
Spritzkopf wandern.
Gemäß den Fig. 1A und 1B umfaßt jede der beiden AusfUhrungsformen
des erfindungsgemäßen Extruders einen Zylinder 3 mit
einem Einfülltrichter 1 und einer zweistufigen Schnecke 2, die in dem Zylinder 3 drehbar gelagert isto Die Schnecke 2
umfaßt aufeinanderfolgend eine Beschickungs- bzw. Speisezone I, eine Plastifizier- bzw. Schmelzzone II, eine Dekompressionszone
III und eine Homogenisier- bzw. Dosierzone IV. Die
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Jeschicicun&s- bzw. Speisezone I hat eine konstante Gangtiefe
1I1. Die auf die ^escliickungszone 1 folgende Plastifizier- bzwo
Schmelzzone Ii hat eine Gangtiefe, die sich in ii'örderrichtung
fortschreitend auf einen Wert von h^ verringert. Die auf die
Plastifizicrzone Ϊ1 folgende Dekompressionszone III hat zuerst
eine gegenüber der Gangtiefe tu vergrößerte Gangtiefe fcu, die
fortschreitend auf einen Wert von h^ abnimmt. Die auf die
Dekompressionszone III folgende Dosler- υ zw. Homogenisierzone
IV hat eine konstante Gangtiefe h^.
Der in Fig. 1A dargestellte Extruder hat einen Zylinder 3 mit einem konstanten Innendurchmesser und eine Schnecke 4 mit
einem konstanten Außendurchmesser. Der in Fig. 1B dargestellte Extruder hat im Bereich der Beschickungszone I und der Schmelzzone
II einen konstanten Außendurchmesser, während der Außendur-chmesser
im Bereich der Dekompressionszone III und der Dosierzone IV einen demgegenüber kleineren konstanteren Wert
hat, wobei der Innendurchmesser des Zylinders 3 jeweils dem Außendurchmesser der Schnecke 2 angepaßt ist.
Die Gangtiefe h- der Schmelzzone Il ist so gewählt, daß das
koiapressionsverhältnis zwischen der Schmelzzone II und der
/-ε Schickung sz one I einen vorgegebenen Wert £ hat. £ ist ausgedrückt
durch tu (D-h.), wobei D der konstante Außendurchmesser
der Schnecke im Bereich der Beschickungszone I und der Schmelzzone
II ist.
Durch den Einfülltrichter 1 wird der Beschickungszone I bei rotierender Schnecke 2 festes Harzmaterial mit einem Be-3chickuri£SiruE!k
P^ zugeführt. Das aus dem Bereich der Beschickungszone
I in die Schinelzzone II geförderte feste Harz wird komprimiert und in dem durch die Innenfläche des Zylinders
3 und den Schneckenkanal begrenzten Raum zum notieren gebracht, wobei das Harz aufgrund der durch die viskose Dissipation
erzeugten Wärme geschmolzen bzw. plastifiziert wird. Im Bereich dieser Schmelzzone wird das geschmolzene Harz einem
$09822/0011
ernten iiomogeniüier- und Dosiervorgang unterworfen und in
Forderrichtung in die Dekompressionszone ill extrudiert. Das
der Dekompressionszone III zugeführtematerial enthält noch
ungeschiüolzenes Harz und bewegt sich in einem unstabilen Zustand in Förderrichtung. Menn in einem solchen Fall eine
Schnecke mit einer konstanten Ganghöhe benutzt wird, v/erden die Strömungsgeschwindigkeit und der Druck des Harzes reduziert,
"wenn diese Reduzierung übermäßig groß ist, kann die Druckveränderung, die von der Beschickungszone I und der darauf
folgenden Scfamelzzone 11 herrührt, nicht in der Dekompressionszone
III absorbiert werden. Dieses führt zua Auftreten von Druckschwankungen am Auslaß des Extruders bzw« Spritzkopfes
und damit zu Schwierigkeiten hinsichtlich des Extrudieren des plastifizierten bzwo geschmolzenen Harzes mit einer konstanten
Extrusionsgeschwindigkeit. 2s hat sich auf experimentelle Weise bestätigt, daß dieses nachteilige Phänomen verhindert
werden kann, wenn das Kompressionsverhältnis auf einen optimalen
Wert eingestellt wird, und zwar das Verhältnis des freien Querschnittes S^ am Ende der Schmelzzone II zum Querschnitt S2
am Anfang der Dekompressionszone III. Das oben beschriebene nachteilige Phänomen kann dadurch verhindert werden, wenn erfindungsgemäß
das Kompressionsverhältnis C einem Wert 5 £hat.
In den i?ig. 2t 3 und 4 sind die oben beschriebenen Phänomene
graphisch dargestellt. Die Fig. 2 und 4 beziehen sich auf einen Extruder mit einem Schneckenaußendurchmesser von 90 mm,
während Fig» 3 sich auf einen Extruder mit einem Schneckenaußendurchmesser
von 200 mm bezieht. Die Fig. 2 und 3 beziehen
sich auf ein Harz mit einer Schmelzviskosität von etwa 2000 Poise, während Fig» 4 sich auf ein Harz mit einer Schmelzviskosität
von etwa 5000 Poise bezieht. Wenn ein Harz mit einer
verhältnismäßig niedrigen Schmelzviskosität (etwa 2000 Poise) in einem Extruder verarbeitet wird,, wird die Druckschwankung
am Spritzkopf in ¥erbdn*iung mit den Fig. 2 und 3 üblicherweise
prozentual (Sa) ausgedrückt. Wenn ein Harz mit einer verhältnismäßig
hohen Scisaelzviskosität (etwa 5000- Poise) verwendet wird,
wird die Spritzkopf druckschwankung gemäß i'ig. 4 üblicherweise
in Druckeinheiten von kg/cm ausgedrückt.
Erläuterung zu den Fig. 2 bis 4:
Die Kurve A entspricht der Spritzkopfdruckschwankung in Abhängigkeit
von der 3xtrusionsgeschwinäigkeit bei einem repräsentativen
Beispiel einer üblichen Einstufenschnecke;
die Kurve B entspricht einer zweistufigen Schnecke unter den Bedingungen, daß 3-/S2 -1,1 und h^/hg = 1,25;
die Kurve C entspricht einer Zweistufenschnecke unter den Bedingungen,
daß S7JZ2 » 0,95 und h^/hg = 1,25;
die Kurve D entspricht einer Zweistufenschnecke unter den Bedingungen, daß S^/Gp =0,8 und h//hp = 1,25;
die Kurve E entspricht einer Zweistufenschnecke unter den Bedingungen, daß S^/S2 =0,6 und h^/h2 = 1,25; und
die Kurve F entspricht einer Zweistufenschnecke unter den Bedingungen, daß S3/S2 =0,45 und h^/h2 = 1,25.
Die Zweistufenschnecken, die bei den Kurven B bis D zugrunde
gelegt sind, haben den in Fig. 1A gezeigten Aufbau und ihr
Verhältnis L/D liegt bei 28. Wie es die Fig. 2 und 3 zeigen, hat die Spritzkopfdruckschwankung bei jedem der Fälle A bis B
die Neigung anzuwachsen. Im Fall der üblichen Einstufenschnecke A ist das Ausmaß dieser neigung ein Maximum, und die
in der Praxis tolerierbare obere Grenze der Extrusionsgeschwindigkeit
liegt auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau. In den Fällen der Zweistufenschnecken B bis F zeigen
die Fig. 2 und 3, daß dann, wenn das Verhältnis S^/S2 auf
einen bestimmten Wert abnimmt, die Neigung besteht, daß die Spritzkopfdruckveränderung bzw.-Schwankung in Abhängigkeit
von der Extrusionsgeschwindigkeit abnimmt, während dann, wenn das Verhältnis S^/S2 unter diesen Wert absinkt, die Spritzkopfdruckveränderung
in Abhängigkeit von der Extrusionsgeschwindigkeit anwächst. Dieses bedeutet, daß es einen Minimumwert für die Spritzkopfdruckveränderung in Abhängigkeit von
der Extrusionsgeschwindigkeit gibt.
609822/0871
im i/all eines üblichen einstufigen Schneckenextruders erhöht
sich die Spritzkopfdruckschwankung im allgemeinen stark bzw.
überdimensional, wenn die ExtrusionsgeGcIiv.andigkeit anwächst
Im Gegensatz dazu erhöht sich im Fall des erfindungsgemäßen zweistufigen Schneckenextruders die Spritzkopfdrucksclr.-7arj.kung
im wesentlichen lineal', und zwar in Abhängigkeit von der Erhöhung der Extrusionsgeschwindiglieit.
typische Extrusionsgeschwindigkeit äes üblichen einstufigen
Schneckenextruders liegt bei 150 kg/h, und die entsprechende Spritzkopfdruckveränderung bzw. -Schwankung liegt bei
einer Schnecke mit einem AuiSendurchmesser von 90 min bei etwa
?/->, wie es sich aus Fig. 2 ergibt. Es ist jedoch notwendig,
daß die Spritzkopfdruckveränderung bzw.-Schwankung höchstens bei ky-i liegt, wenn ein dünner Film mit gleichmäßiger Dicke
oder ein dünner Faden gleichmäßigen Durchmessers extrudiert werden sollen.
Bei dem erfindungsgemäßen zweistufigen Schneckenextruder
wird gemäß Fig. 2 eine Spritzkopfdruckveränderung von 4^
bei einer Kxtrusionsgeschwindigkeit von 200 kg/h über dem Wert von 150 kg/h erreicht. Wenn eine Erhöhung der Spritzkopfdruckveränderung
bis zu 7% toleriert wird, d.h. bis zu dem Wert, wie er oben in Verbindung mit einem einstufigen Schneckenextruder
behandelt ist, läßt sich die Extrusionsgeschwindigkeit des zweistufigen Schneckenextruder auf einen Wert von
etwa 400 kg/h erhöhen.
Eine vergleichbare Tendenz läßt sich gemäß Fig. 3 auch bei
Extrudern mit einem Außendurchmesser von 200 mm beobachten. Sogar im Fall der in Fig. 4 behandelten Beispiele, bei denen
die gleichen Schnecken wie in Verbindung mit Fig. 2 benutzt worden sind, während von Harzen ausgegangen worden ist, die
eine gegenüber von Fig. 2 unterschiedliche Viskosität haben, läßt sich die gleiche Tendenz beobachten.
SO 9822/087 1
i0'o 3ici oovhit, daß der erfindungsgemäSe zweistufige
Schneckenextruder unter den bedingungen, daß c^o-/,Jo /C,5 £
mit einer opritzkopfdruclcveränderung bzw. -Schwankung von
v/Siiiger als 4^ betrieben werden kann, während die Extrusionsgenchvindigkeit
den typischen Wert des üblichen einstufigen Schneckener-truders hat. Dieses gilt unabhängig von dein Außendurclruesser
der Schnecke, soweit ein Harz verwendet wird, das eine Scliuielzviskosität in dem Bereich von etwa 2000 bis etwa
5000 »Poise hat. Wenn jedoch eine Temp er aturver änderung des extrudierten materials und/oder die Spritzkopfdruckveränderung
in einem geringen Umfang toleriert wird, läßt eich das oben beschriebene Verhältnis auch in wesentlichen auf ein
Λ3ΤΖ übertragen, das eine Schmelzviskosität im Dereich von
etwa 1000 bis 10000 ?oise hat.
Die erfindungsgemäße Schnecke hat weiterhin eine Dekompressionszone,
die zwischen einer Schinelzzone und einer Dosierbzw,
iiomogenisierzone liegt, so daß sichergestellt ist, daß
die Druckverteilungskurve in Forderrichtung über dem atmosphärischen
Dr1UCk liegt und einen Wendepunkt hat. Das von der
rotierenden Schnecke geförderte ilaterial, welches geschmolzenes und ungeschuiOlzen.es Harz enthält, wird durch die
Schinelzzone in einer solchen Weise durch den Schneckengang vorwärts bewegt, daß das ungeschmolzene Harz den geschmolzenen
Harz voreilt. Dieses bedeutet, daß in dem Schneckengang der Schmelzzone das ungeschmolzene Harz sich im Dereich der
Hochdruckseite befindet, während das geschmolzene Harz im .bereich der i^iederdruckseite liegt. Wenn das Harz in der oben
beschriebenen Weise in die Dekompressionszone gelangt, hat das geschmolzene Harz die Neigung, das ungeschmolzene Harz
zu überholen und zuerst in die Dekompressionszone zu fließen, da die vorhandene Druckverteilungskurve in Vorwärtsrichtung
den Wendepunkt an der Grenze zwischen der Schmelzzone und der Dekompressionszone hat, wobei der Druck sich im Bereich der
Grenze von hoch zu niedrig verändert. Dieses führt zu einem Schwimmen des ungeschmolzenen Harzes auf dem geschmolzenen
Harz, nachdem das Harz ingesamt in die Dekompressionszone
609822/0S71
eingetreten ist. Das Harz hat weiterhin, während es in die
Dekompressionszone eintritt, eine Tendenz, augenblicklich mit einer erhöhten Geschwindigkeit zu fließen mit dem iürgebnis,
daß das neu eingeführte Harz in das vorlaufende Harz
eindringt bzw. kriecht. Dadurch wird ein kompliziertes Strömungsbild erzeugt, was einen zusätzlichen iiischvorgang
für das Harz zur Folge hat. Der oben beschriebene Strömungsund I'iischeffekt führt zu einer guten Durchmischung des geschmolzenen
Harzes mit dem ungeschiuolzenen Harz und außerdem
zu einem guten Kontakt des Harzes mit der Wandung der Schneckengange
und der Innenfläche des Zylinders, so daß dem Harz äußere Wärmeenergie zugeführt wird. Es ergibt sich somit eine gute
Wärmeübertragung von dem Zylinder auf das ungeschmolzene Harz, wodurch der Schmelzprozeß des ungeschmolzenen Harzes
gefördert wird.
Wenn die Gangtiefe h, der Dekompressionszone in übermäßigem
Umfang verringert wird, würde der Wendepunkt der Druckverteilungskurve verlorengehen, und wenn die Gangtiefe in übermäßigem
Umfang erhöht wird, würde die Dekompressionswirkung zu groß wirken. Experimente haben bestätigt, daß in beiden
Fällen nicht der oben beschriebene vorteilhafte Effekt erreicht werden kann. Es hat sich vielmehr gezeigt, daß die
vorteilhaftesten Ergebnisse erzielt werden, wenn das Verhältnis des freien Querschnittes S, der Dekompressionszone im
Bereich der Gangtiefe tu zu der freien Querschnittsfläche S2
der Schmelzzone im 3ereich der Gangtiefe h9, d.h. S^/So,
einen Wert von etwa 0,8 c hat.
Wie es die Fig. 1A und 1B zeigen, umfaßt die Dekompressionszone einen Kanalabschnitt, in dem die Gangtiefe von tu auf hr
abnimmt. Das geschmolzene Harz wird demzufolge in Förderrichtung von dem Druck P^ zum Druck Ρλ mit einem fortschreitend
anwachsenden Druck komprimiert, wobei es sich infolge der Schneckendrehung zum Einlaß der Dosierzone IV vorwärts
bewegt. Das geschmolzene Harz wird dabei von einem Zustand verminderter Kompression wieder bis zum Spritzkopfdruck
609822/0871.
komprimiert, wenn es die Dosierzone IV erreicht. Da das in die
Dosierzone IV eintretende Material kein ungeschmolzenes Harz mehr enthält, ist es nicht erforderlich, weitere Wärmeenergie
zum Schmelzen des Harzes zuzuführen. Um den geschmolzenen Zustand
des Harzes beizubehalten, reicht es vielmehr aus, die
strcJalungs'uediiig'Len v.armeverluste des geschmolzenen Harzes
auszugleichen. Indem der Druck Py1 aui:1 einem Wert gehalten
wird, der geringfügig über dem atmosphärischen Druck liegt, wird die Dosierfunktion der Schnecke verbessert, so daß eine
sehr stabile gleichmäßige intrusion gewährleistet ist.
Ls ist jedoch nicht wünschenswert, daiB die Temperatur des aus
der Dosierzone er.trudierten materials sich in Abhängigkeit
von der Sxtrusionsgeschv.indigkeit verändert. Aus diesem Grunde
sind Untersuchungen bezüglich des Verhältnisses zwischen der Temperatur des extrudierten Kateriales und der Extrusionsgeschwindigkeit
bzw. des AusstoßVolumens bei verschiedenen
Verhältnis-werten von ^/h2 durchgeführt worden. Die Ergebnisse
dieser Untersuchungen sind in den Fig. 5 bis 7 dargestellt. In diesen Figuren sind die Veränderungen der Temperaturen des
extrudierten Materials durch den Abstand zwischen den einander entsprechenden oberen und unteren Linien dargestellt. Die
Fig. 5 und 7 zeigen die Temperaturveränderungen bei Schnecken mit einem konstanten Außendurchmesser von 90 mm, während die
Fig. 7 sich auf Schnecken mit einem konstanten Außendurchmesser von 200 mm bezieht,,
Erläuterung der Fig. 5 bis 7:
Das Kurvenpaar G zeigt die Temperaturveränderung bzw. Temperaturschwankung
in Abhängigkeit von der Extrusionsgeschwindigkeit bei einem repräsentativen Beispiel einer üblichen Einstufenschnecke;
das Kurvenpaar H entspricht einer Zweistufenschnecke unter den bedingungen, daß S7YS2 = 0,8 c und
h4/h2 =1,10;
das Kurvenpaar I entspricht einer ZweiStufenschnecke unter
den Bedingungen, daß S7YS2 = 0,8 c und h^/h2 = 1,17;
das Kurvenpaar J entspricht einer ZweiStufenschnecke unter
£09822/087 1
den Bedingungen, daß S~/öo = O,G iund h</hp = 1>55;
das Kurvenpaar K entspricht einer Zweistufenschnecke unter
den .bedingungen, daß ί^/^ρ = ^»^ ^ und h>/hp = 1>^5, und
das Kurvenpaar L entspricht einer Zweistufenschnecke unter den bedingungen, daß 5-,/S2 =0,3 fund h^/hp ·= 1,50.
Die Zweistuferischnecken, auf die sich die Kurven Il bis L beziehen,
haben alle die in Fig. 1Δ dargestellte Form, wobei das Verhältnis L/D bei 28 liegt.
".iie es die Fig. 5 bis 7 neigen, liegt bei den kurven G bis L
die Tendenz vor, daß die Temperatur des extru.dic-.rten materials
und die Temp er· atur änderung bzw. TemperaturSchwankung im bereich
des bpritzkopfes in Abhängigkeit von einer Erhöhung der Eiitrusionsgeschwindigkeit
anwachsen. Es ergibt sich jedoch eindeutig, daß im Falle des sich auf eine Einstufenschnecke beziehenden
Kurvenpaares G die Temperaturänderung bzw. -Schwankung in Abhängigkeit von der Erhöhung der Extrusionsgeschwindigkeit
beträchtlich schneller anwächst, so daß die in der Praxis tolerierbare obere Grenze der Temperaturänderung bzw. Ternperaturabweichung
bei einer verhältnismäßig geringen Extrusionsgeschwindigkeit erreicht wird.
Es hat sich gezeigt, daß es für das Verhältnis ü ^/h- ebenso
wie das Verhältnis 87/3p einen optimalen Bereich gibt. Dieser
optimale Bereich liegt für das Verhältnis h^/ho gemäß den
Figuren 5 bis 7 bei 1,5 ^h^/h^
>1,15»
Beim Entwurf der erfindungsgemäßen Zweistufenschnecke kann der Wert von h^/h- zusammen mit den Abmessungen der Beschickungszone, der Schmelzzone, der Dekompressionszone und der Dosierzone
bestimmt werden, wobei die tatsächlichen Ergebnisse einer üblichen Einstufenschnecke berücksichtigt werden können. Um
jedoch ein hohes Leistungsvermögen zu erreichen, soll das Verhältnis L/D nicht weniger als 24, die Länge der Beschickungszone nicht weniger als 6D und die Länge des vorderen Teiles
der Schmelzzone mit der Gangtiefe h- bei 4D liegen. Dieses
8 0 9822/0871
gilt für den ;'all, daß ein Folyolefinharz od.dgl. extrucliert
-./erden soll.
Iia ji'all eines Polyesterharzes soll entsprechend den obigen
Ausführungen die Länge der .ueschickungszone nicht weniger
als G bis S'ü sein, während die Länge de:; vorderen Abschnittes
der uclijiielz^oiie nicht unter 4 bis 5D liegen soll.
Verglichen mit einer speziell konstruierten üblichen Einschrieckenschraube,
der ein komplizierter zusätzlicher Misch-
<;»echc-Jii5uus zugeordnet werden muß, um den ilischei'fekt mit
dem Ergebnis einer geringfügigen Erhöhung der Extrusions-Ieistung
zu verbessern, wird mit der erfindungsgeuäOen Zweistu:':enschnecl:e
ein ausreichender I.isciieffekt erreicht, oiine
daß irgendwelche zusätzliche i-iischelerneute vorgesehen werden
müssen, wobei die erfindungsge&iäße Sclinecke ausgezeichnete
irgebnisse hinsichtlich der iistrusionsleistung, der Temperatur
des e::trudierten ϊ-iaterials und des Energieverbrauchs
aufweist, r'ig. 3 zeigt auf dem Vergleiclisweg den Unterschied
der iixtrusionsleistung zwischen der erfindungsgemäßen Schnecke
un.d der· oben beschriebenen Einstufenschnecke, die mit zusätzlichen
i'Iischeleiaenten versehen ist. Diese Mischelemente bestehen
aus ersten i-*uten zurü Einfühi'en des Harzes und zweiten
nuten zur Abgabe des Harzes. Diese ersten und zweiten Wüten
sind wechselweise in der mittleren Zone der Einstufensclinecke
in de,n oclineckengewinde in einer solchen V/eise vorgesehen, daß
die benachbarten ersten und zweiten Nuten durch einen Gang voneinandergetrennt sind. In i'ig. 8 entspricht die Kurve M
einem Extruder mit der erfindungsgemäßen Schnecke, während die Kurve i-i einem üblichen Extruder mit einer Schnecke entspricht,
die mit zusätzlichen i-iischelementen versehen ist.
Jede der beiden Extruder hat ein Verhältnis L/D von 28, und in beiden, fällen handelt es sich um ein Harz mit einer Schmelzviskosität
von 2000 Poise.
Erfindungsgeiuäß kamnicht nur eine Schnecke mit einem konstanten
Außendurchmesser und einer konstanten Steigung bzw.
609322/0871
he verwendet werden, sondern auch eine Schnecke mit unterschiedlichen Außendurchmessers mit einer konstanten oder
nicht konstanten Steigung oder Ganghöhe, die im wesentlichen die gleichen Effekte hat. Eine Schnecke, der zuerst beschriebenen
Art ist beispielsweise in Fig. IA dargestellt, während
ι·!;=,. 1xj eine Schnecke ia.it unterschiedlichen Außendurcinnessern
zeigt. Die erfindungsgemäße Schnecke kann weiterhin so gestaltet
sein, daß eine Beschickung^- bzw. Speisezone eine Gangtiefe hat, die in Förderrichtung fortschreitend von dem
liert h,, abnimmt. Sine derartige Beschickungszone führt zu
einer fortschreitenden Komprimierung bzw. Verdichtung des zugeführten Harzes mit dem Ergebnis, daß Blasen oder Luft, die
häufig in dem zugeführten Harz im Bereich einer üblichen BeschickungGzone
mit einer konstanten Gangtiefe vorhanden sind, weitgehend entfernt werden, indem diese blasen bzw. diese Luft
dazu gezwungen v/erden, sich entgegen der eigentlichen Förderrichtung des zugeführten Harzes zu bewegen. Ein Extruder mit
der erfindungsgemäßen Zweistufenschnecke hat den Vorteil, daß
bei weitem weniger Energie verbraucht wird als bei einem üblichen Extruder. Fig. 9 zeigt auf dem Wege des Vergleiches
die in Abhängigkeit von der Extrusionsgeschwindigkeit bzw. dem Ausstoß volumen verbrauchte Energie an Hand des erfindungsgemäßen
zweistufigen Echneckenextruders und eines üblichen Einstuf enschneckenextruders, wobei in beiden Fällen die Schnecke
einen konstanten Außendurchmesser von 200 mm und ein Verhältnis L/D von 28 hat. In beiden !''allen handelt es sich um ein
Harz mit einer Schmelzviskosität von 5000 Poise» In Fig» 9 entspricht die Kurve P dem Energieverbrauch einer üblichen
Schnecke und die Kurve Q dem Energieverbrauch der erfindungsgemäßen Schnecke unter den Bedingungen, daß S-z/Sg = 0,8 c
und h^/h2 =1,35 ist.
Bei dem Energieverbrauch handelt es sich um die Energie zum Antrieb der Schnecke, die elektrische Energie für die Erhitzung
des Zylinders und die Energie für ein Kühlsystem. ¥ie es Fig. 9 zeigt, wächst der Unterschied zwischen dem
Energieverbrauch des erfindungsgemäßen Extruders und dem
£09822/0871
dein Energieverbrauch des üblichen extruders in Abhängigkeit
von einer Erhöhung der Extrusionsgeschwindigkeit bzw. des Ausstoßvoluinens an, wobei jedoch der Lnergieverbrauch dec
erfindungsgemUßen Extruders beträchtlich unter dem Energieverbrauch
des üblichen Extruders liegt. ..ie es die i/ig. 2
bis 7 außerdem zeigen, gewährleistet der Intruder mit der
erfindungsge,näi3en Schraube eine hohe iixtrusionsgleichiaäßigkeit
unabhängig von Veränderungen der L^xtruGionsgeschwincLigkeit
bzv;. des Ausstoßvolumens, und es ist besonders erwähnenswert, daß eine hohe übctru.sionsstabilifrl selbst bei hoher
liictrusionsgeschv/indigkeit I; ei hoheu Ausstoßvoluaieri gevrihrleistet
ist, und zv/ar im Gegensc.t2 zu den bekannten Extrudern,
609822/0871
Claims (1)
- P a t e η t a η s ν r ü c L eExtruderschnecke, dadurch gekennzeichnet, daC sie eins Jeschickungszone (1), die an ihreu hinteren lipide eine Gangtiefe Iu hat, eine sich an die Beochicliungszonc (I) anschließende öchmelzzone (II), der on uangtiefe sich in ^'örderrientung fortschreitend auf einen Wert von ho verringert, eine auf die Schmelzzone (ll) folgende Delcompressionszone (Hl), die zuerst eine gegenüber der Gangtiefe h^·.vergrößerte Gangtiefe hv hat, die fortschreitend bis zu eiaeat Werf hr absinkt, und eine auf die Dekompresoioriszone (III) folgende Dosier zone (IV) mit der konstanten Gangtiefe h» aufweist, und daJ3 <? 37/So ^> 0,5 cund 1,5 ^hr/hp;^1,-15 ist, wobei <f das Kompressionsverhältnis zv;isehen der"Schiaelzzone (II) und der Beschiclzungszone (i) und Sk und S7. der freie Querschnitt iiu bereich der Gangtiefen. ho bzw. h7 sind.Schnecke gemäß Anspruch 1 für einen nicht belüfteten Extruder., dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser der Schnecke (2) über die gesamte Länge einen konstanten Wert hat.3. Schnecke nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschickungszone (I) eine Gangtiefe hat, die in Förderrichtung fortschreitend von dem Wert hu abnimmt.4. Schnecke gemäß Anspruch 1 für einen nicht belüfteten Extruder, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser der Schnecke (2) und die Steigung bzw. Ganghöhe in dem die liompressionszone (III) und die Dosierzone (IV) umfassenden vorderen Schneckenbereich anders sind als in der Leschickungszone' (i) und der Schmelzzone (II).S09822/0871
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