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DE2540995A1 - Isolierglasscheibe - Google Patents

Isolierglasscheibe

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Publication number
DE2540995A1
DE2540995A1 DE19752540995 DE2540995A DE2540995A1 DE 2540995 A1 DE2540995 A1 DE 2540995A1 DE 19752540995 DE19752540995 DE 19752540995 DE 2540995 A DE2540995 A DE 2540995A DE 2540995 A1 DE2540995 A1 DE 2540995A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pane
insulating glass
gas
reflective coating
glass pane
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19752540995
Other languages
English (en)
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DE2540995B2 (de
Inventor
Paul Dipl Phys Dr Derner
Otto Dipl Phys Dr Stehl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BFG Glassgroup GIE
Original Assignee
BFG Glassgroup GIE
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Filing date
Publication date
Application filed by BFG Glassgroup GIE filed Critical BFG Glassgroup GIE
Publication of DE2540995A1 publication Critical patent/DE2540995A1/de
Priority to CA258,353A priority Critical patent/CA1084022A/en
Publication of DE2540995B2 publication Critical patent/DE2540995B2/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E06DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
    • E06BFIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
    • E06B3/00Window sashes, door leaves, or like elements for closing wall or like openings; Layout of fixed or moving closures, e.g. windows in wall or like openings; Features of rigidly-mounted outer frames relating to the mounting of wing frames
    • E06B3/66Units comprising two or more parallel glass or like panes permanently secured together
    • E06B3/67Units comprising two or more parallel glass or like panes permanently secured together characterised by additional arrangements or devices for heat or sound insulation or for controlled passage of light
    • E06B3/6707Units comprising two or more parallel glass or like panes permanently secured together characterised by additional arrangements or devices for heat or sound insulation or for controlled passage of light specially adapted for increased acoustical insulation

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Joining Of Glass To Other Materials (AREA)
  • Securing Of Glass Panes Or The Like (AREA)

Description

  • "Isolierglascheibe" Die Erfindung bezieht sich auf eine Isolierglasscheibe mit Innenscheibe, Außenscheibe und mindestens einer Zwischenscheibe und einem einfassenden Verbundelement und mit unter Normaldruck stehender Gas füllung in den Zwischenräumen zwischen Inner scheibe bzw. Außenscheibe und Zwischenscheibe(n), - wobei zumindest eine der Scheiben auf einer inneren Oberfläche eine int frarotreflektierende Beschichtung aufweist. Vorzugsweise besitzt die Zwischenscheibe auf einer ihrer Oberflächen die infrarotreflektierende Beschichtung. - Der Ausdruck Isolierglasscheibe bezeichnet wie üblich die Tatsache, daß die Scheibe Wärmedämmung und ~~~ ~~~~ ~ .~ Schalldämmung aufweist. Das Verbundelement ist bei solchen Scheiben ein den Zwischenraum bzw. die Zwischenräur.e abschließende Abstandhalter, der beispielsweise aus einem besonderen Metallprofil, einem Kunststoffprofil, einer Klebermasse oder dergl. besteht. Als Verbundelement können jedoch auch abgebogene Randteile von Innenscheibe und/oder Außenscheibe eingesetzt werden, die aliteinander bzw. mit der gegenüberliegenden Scheibe verschmolzen sind. - Bei den Isolierglasscheiben, auf die sich die Erfindung bezieht, entsprechen Länge und Breite sowie die Dicke von Innenscheibe,Außenscheibe und Zwischenscheibe den Gepflogenheiten.
  • Isolierglasscheiben der vorbeschriebenen Gattung sind in den verschiedensten Ausführungsformen bekannt (vergl. z.B. DT-Gbm 1 695 387, - mit Kunststoff als Zwischenscheibe DT-OS 2 263 353).
  • Sind solche Isolierglasscheiben für die Wärmedämmung ausgelegt, so befriedigen sie in bezug auf die Schalldämmung nicht und umgekehrt. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine allgemein gültige Regel zum technischen Handeln anzugeben, die es erlaubt, einegattungsgernäße Isolierglasscheibe in bezug auf sowohl Schalidämmung als auch Wärmedämmung zu verbessern.
  • Im einzelnen ist zum Stand der Technik zu bemerken, daß bei den bekannten Isolierglasscheiben der beschriebenen Gattung, die für Schaildämmung ausgelegt sind, die GasfÜllung regelmäßig eine Luftauffüllung ist. Ausreichende Schalld.Rmmung erreicht man durch hinreichend großes Flächengewicht der Scheiben und hinreichend große Zwischenräume. So gilt als günstig für die Schalldämmung z.B. eine isolierglasscheibe, deren Außenscheibe eine Dicke von 12 mm, deren Innenscheibe eine Dicke von 4 mm aufweist und deren Abstand bei einer Tiefe von wiederum 12 mm durch eine Zwischenscheibe in der Dicke wieder von 4 irm etwa mittig in zwei Zwischenräume geteilt ist. Der Vergrößerung des Flächengewichtes und der der Zwischenräume sind Grenzen gesetzt. Die erste Maßnahme kann nur solange sinnvoll angewandt werden, sie die gleichzeitige Zunahme der Biegesteifigkeit, über die sogenannte Spuranpassungsresonanz, nicht den Gewinn wieder auf zehrt. ie zweite Maßnahme filhrt bei Isolierglasscheiben zu einer Verminderung der Alterungsbeständigkeit und zu einer Vergrößerung der optischen Fehler. -Allerdings sind für Isolierglasscheiben, die für Wärmedämmung ausgelegt sind, allgemein die verschiedensten Gase als Füllgase vorgeschlagen worden, wobei man auf schlechte Wärmeleitung abstellt und wobei man die erreichte, nur mehr oder weniger befriedigende Schalldämmung so in Kauf genommen hat wie sie sich ergab. Lm die Schalldäiiznung zu verbessern ist zwar vorgeschlagen worden, (vergl. DT-OS 2 235 452) den Zwischenraum mit einem Gas zu füllen, in dem Reaktionen ablaufen, die sich in einem druckabhängigen chemischen Gleichgewicht befinden. Das mag theoretisch tatsächlich für die Schallabsorption günstig sein. Die Maßnahmen, die diesen Forderungen genügen, sind jedoch aus optischen Gründen nicht geeignet für transparente Sichtverschlüsse.
  • In der Theorie der Schaldämmung kennt man die Ansätze von CREMER (Lothar Cremer "Die wissenschaftlichen Grundlagen der Raumakustik", Band III, Hirzel-Verlag Leipzig 1950, .ellentheoretische Raumakustik, Seite 204). Bei diesen ist vereinfachend angenommen, daß eine ebene Schallwelle der KreSsfrequenz w senkrecht auf eine unendlich ausgedehnte Wand trifft, die aus zwei biegeweichen Schalen mit den Flächengewichten ml und m 2 im Abstand d, der klein gegen die Schallwellenlänge ist, mit einem gasförmigen Zwischenmedium von dem Kompressionsmodul K besteht und das umgebende Medium den Schallwellenwiderstand z hat. Bei Zahlenrechnungen wird hier K = po x cp / Cv gesetzt (cp = spozifische Wärme bei konstantem Druck, cv = spezifische Wärme bei konstanten Volumen, po = Normaldruck). Daraus ergibt sich für das Verhältnis der Schalldrucke Pe von der Wand und Pd hinter der Wand die Gleichung und daraus das Schalldämmaß Z nach DIN 52210: Das gilt ohne weitere für Isolierungsscheiben. Die durch die Gleichung dargestellte Kurve zeigt für praktische Werte den Resonanzeinbruch, der auf der Scheibenresonanz des "Zweimassen-"systeme" beruht. Der Ansatz von CREMER kann auf Wunde erweitert werden, die aus n Schalen mit den Flächengewichten n1 bis bestehen und deren Zwischenräume mit den Dicken d1 bis dn-1 mit Gasen mit den Kompressionsmodulen K1 bis Kn-1 gefüllt sind.
  • Angewandt auf eine Dreischeiben-Isolierglasscheibe, wie sie gattungsgemäß als bekannt vorausgesetzt wird, , ergibt sich folglich Die Gleichung (2) führt auf die der Zweischeibne-Isolierglasscheibe wenn m3 und d2 verschwinden. Sie läßt sich auf Lehre scheiben-Isolierglasscheiben mit mehr als einer Zwischenscheibe oder mehr als zwei Zwischenräumen erweitern. - Mit Hilfe der obigen Gleichungen kann das nach CREMER zu erwartende Schalldärnmaß in Abhängigkeit von der Fxequenz aufgezeichnet werden.
  • Diese Kurve wird im folgenden kurz CREMER-Kurve genannt.
  • Die durch die angegebenen Gleichungen bestimmte CREMER-Rurve für die Schalldänunung erleichtert dem Theoretiker zwar das Verständnis der physikalischen Zusammenhänge, gibt dem Praktiker jedoch bisher keine hrauchbare Hilfe für die Lösung der Aufgabe, bei einer vorgegebenen Isolierglasscheibe drei Glasscheiben zur Verbesßerung der Schalldämmung einzusetzen. Tatschlich weichen nämlich die an einer vorgegebenen Isolierlasscheibe durchgeführten Messungen der Schalldämmung von der theoretischen CREMER-Kurve beachtlich ab, und zwar auch von Gasfüllung zu Gas füllung und oft unverständlich.
  • Um eine Isolierglasscheibe der eingangs beschriebenen Gattung in bezug auf Schalldämmung und Wärmedämmung zu optimieren sind nach der Lehre der Erfindung in Kombination die folgenden Maßnahmen zu verwirklichen: a) die Gasfüllung besteht, chne Pücksicht auf einen im Frequenzbereich von 100 bis 3150 Hz sich einstellenden Resonan2einbruch, aus einem Gas, messen Abseichung von einer unter der Annahme senkrechten Einfalls und unendlicher Erstreckung ermittelten CREMER-Kurve für die Isolierglasscheibe im Frequenzbereich 104 von 100 Hz bis w = s-1 etwa und zumindest um d(cm) einen Faktor 0,95 kleiner als die Abweichung von Luft von dieser CEEMER-Kurve (w = Frequenz, d = Dicke des Zwischenraumes, s - Sekunde), b) die Zwischenräwne stehen in druckleitender vorzugsweise gasleitender Verbindung, c) die Zwischenräume besitzen jeder eine Dicke, die nahebei, aber unterhalb der Konvektionsgrenze liegt, wobei das Gas für die Gasfüllung außerdem so gewählt ist, daß es geringe Wärmeleitfähigkeit aufweist. - Konvektionsgrenze bezeichneet diejenige Dicke (oder Tiefe) eines Zwischenraumes zwischen zwei Glasscheiben, ei der der Wärmeübergang durch Konvektion beginnt, dessen Einfluß mit zunehmender Dicke des Zwischenraumes größer wird. Dieser Wärmeübergang durch Konvektion beeinträchtig bekanntlich in störendem Maße die Wärmedämmung. Er wird also erfindungsgemäß eliminiert. - Ist die Gasfüllung ein leichtes Gas, so entstehen im Rahmen der Erfindung keine störenden Resonanzeinbrüche. ist die Gasfüllung ein schweres Gas, so können störende Resonanzeinbrüche entstehen.
  • lUr diesen Fall lehrt die Erfindung, daß sich einstellende Resonanzeinbrüche durch zusätzliche Bedämpfungsmaßnahmen zuindest teilweise kompensiert werden.
  • Die Erfindung verwendet mit dem Merkmal a) die CREMER-Kurve als ein Kriteriun, welches es erlaubt, bei einer vorgegebenen Isolierglasscheibe die Schalldämmung zu verbessern. as merkmal c) brinyt gleichzeitig die angestrebte Verbesserung der Wärmehemmung, da zusätzlich das Gas für die Gasfüllung in zumindest eine, Zwischenraum so gewählt wird, daß es geringe Wärmeleitfähigkeit aufweist. Die Geometrie und die Dicke der Scheiben entspricht den Gepflogenheiten und kann irn Pahinen der herrschenden Eaulehren beliebig gewählt werden. Regelmäßig wird mit stark unterschiedlichen Massen (Faktor z.B. 2 bis 4) für Innenscheibe und Außenscheibe bzw. Zwischenscheibe gearbeitet.
  • Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang der weitere Vorschlag der Erfindung, daß die zusätzlichen Bedämpfungsmaßnahmen, ie unter Umständen erforderlich sind, in der Beimischung eines stark dämpfenden Gases zur Gasfüllung bestehen, welches außerdem geringe Wärmeleitfähigkeit aufweist. Als Gas für die Gasfüllung eignen sich im Rahmen der Erfindung z., die Gase Ar, SF6, He. Als beizumischendes Bedämpfungsgas eignet Sich insbesondere auch Luft. Die zusätzlichen Bedämpfungsgemaßnahen , die bei der erfindungsgemäßen Kombination zweckmäßig sind, können auch in der Ausbildung des Verbundelementes als Dämpfungsglied ebstehen, wobei erfindungsgemäß das Dämpfungsglied zugleich schlecht wärmeleitend aufgebaut wird. Ein anderer Vorschlag der Erfindung geht dahin, mit einer Verbundglasscheibe zu arbeiten, und diese als zusätzliches Dämpfungsglied einzusetzen. V8azu kann mit einer Kunststoffzwischenschicht bei der Verbundglasscheibe gearbeitet werden, cXie entsprechend ausgelegt ist. Im allgemeinen ist die Kunststoffzwischensicht eine Kunststoffolie. Das Merkmal b) ist vorteilhaft, wenn (was nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung der Fall ist) die Zwischenscheibe eine Beschichtung, z.t. eine infrarotreflektierende Beschichtung, trägt. Das Merkmal b) stellt sicher, daß die Zwischenscheibe durch unterschiedliche Gasdrücke der Gasfüllung in den Zwischenräunien keine optisch störenden Verformungen erfährt. Andererseits beeinträchtigt die druck- oder gasleitende Verbindung weder die Wärmedämmung noch die Schalldämmung. Die Wärmedämmung wird im übrigen dadurch unterstützt, daß die Außenscheibe beidseitig, die Zwischenscheibe auf ihrer nicht mit infrarotreflektierender Beschichtung versehenen Oberfläche eine Entspiegelungsbeschichtung aufweist, und zwar zua.indest dann, wenn sich die infrarotreflektierende Beschichtung auf der der innenscheibe zugewandten Oberfläche der Zwischenscheibe befindet. Das ist aber gleichzeitig in optischer h1insicht vorteilhaft, weil störende Doppelreflektionen verhindert werden. Zum Zwecke der Verbesserung der Wärmedämmung kann die Innenscheibe auf ihrer dem Zwischenraum abgewandten Oberfläche eine zusätzliche infrarotreflektierende Beschichtung aufweisen.
  • Als Beschichtungswerkstoffe sowohl fSlr die infrarotreflektierende Beschichtung als auch für die Entspiegelungsbeschichtung können die dafür bekannten Stoffe eingesetzt werden. Es versteht sich von selbst, daß evtl. Trocknungsmittel so auszuwählen sind, daß sie die Gasfüllung oder die Gas füllungen nicht beeinträchtigen.
  • Verwirklicht man die Lehre der Erfindung, so liegt zunächst die Schalldämmung beachtlich niedriger als an sich bei Isolierglasscheiben aus Innenscheibe, Außenscheibe und Zwischenscheibe zu erwarten. 'iberraschenderweise liegt aber gleichzeitig auch die Wärmedämmung extrem niedrig, was darauf zurückgeführt wird, daß in dem erfindungsgem!h vorgeschriebenen Abstandbereich dr Wärmeübergang durch Konvektion in den Zwischenräumen nicht beeinträchtigt wird, und daß mit einem Füllgas geringer Wärmeleitfähigkeit gearbeitet wird. Die erfindungsgenäß zusätzlich vorgesehene Entspiegelungsbeschichtung unterstützt gleichzeitig die Infrarotreflektion an der infrarotreflektierenden Schicht, die ohnehin bereits die Wärmedämmung unterstützt. Im Ergebnis wird eine weitgehende Optimierung sowohl in bezug auf Wärmedämmung als auch gleichzeitig in bezug auf Schalidämmung erreicht. Wenn zusätzlich die sogenannte Behaglichkeit optimiert werden soll, wird in der beschriebenen Weise die Innenscheibe auf ihrer dem Zwischenraum zugewandten Oberfläche mit einer zusatzlichen infrarotreflektierenden Beschichtung versehen. Bedingt durch die Temperaturdifferenz zwischen Innenraum eines Gebäudes einerseits mit kälterer Außenatmosphäre in Verbindung stehender Fensterscheibe eines üblichen Fensters anderertests entsteht in der Nähe eines Fensters regelmäßig ein unangenehm empfundenes Temperaturdefizit. Das gilt auch für den Einsatz von üblichen Isolierglasscheiben als Fenster. Dieses Temperaturdefizit ist regelmäßig proportional der Temperaturdifferenz. Zwar wird durch die zusätzliche infrarotreflektierende Beschichtung der Innenscheibe auf ihrer dem Zwischenraum abgewandten Oberfläche die wahre Temperaturdifferenz zum Innenraumwieder erhöht (d.h. es wird der Effekt ein wenig verschlechtert, Wer auf dem Einsatz von Füllgas geringer Wärmeleitfähigkeit beruht), die von einer Person im Raum effektiv empfundene Temperaturdifferenz ist jedoch überraschenderweise so niedrig, daß praktisch die Anpassung an die Innentemperatur erreicht ist, -solange man die Innenscheibe der erfindungsgeina..ßen Isolierglascheibe nicht berührt. Las wird im Rahmen der Erfindung als Verbesserung der Behaglichkeit bezeichnet und beruht auf den vorgeschlagenen Beschichtungen.
  • Um die erfindungsgemäße Lehre zum technischen Handeln bei einer vorgegebenen Isolierglasscheibe (d.h. eine Isolierglasscheibe vorgegebener Größe mit Scheiben vorgegebener Dicke, deren Dicken z.B. nach der klassischen Lehre der Schaildämmung eingerichtet sind) anzuwenden, ermittelt man zunachst alle aus Gründen der Wärmedämmung brauchbaren Gase. Insoweit hat bei der praktischen Durchführung der Erfindung der Kälteschutz gleichsam Priorität. anach werden diese Gase im Sinne des Merkmals 1) untersucht und es wird ein Füligas ausgesucht, welches im Sinne des Merkmals a) auch in bezug auf die Schaildämmung befriedigt. Damit sind bereits zwei wesentliche Voraussetzungen für die gleichzeitige Optimierung von Wärmedämmung einerseits und Schalldämmung andererseits erreicht. Wird nun zusätzlich das Merkmal c> verwirklicht und wählt man einen Abstand für die Zwischenräume, d.h. eine Dicke für die Zwischenräume, die nahebei aber unterhalb der Konvektionsgrenze liegen, so kann man in Verbindung mit den Beschichtungen einen WErmedurchgangskoeffizienten (kcal/m2h grad) von ungefähr 1 erreichen, während die schon definierte Schalldämmung auf größer als 35 dB im Hittel eingestellt werden kann. Die beschriebene Beschichtung funktioniert außerdem als Sonnenschutz und Kälteschutz, und zwar insbesondere dann, wenn mit emmisionsarmen Beschichtungen gearbeitet wird. Gleichzeitig unterstützen diese Beschichtungen die Behaglichkeit.
  • Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher ertert. Es zeigen in schematischer Darstellung Fig. 1 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Isolierglasscheibe, £ig. 2 die CREMER-Kurve für die Isolierglasscheibe nach Fig. 1 mit der Abweichungskurve für Luft und der Abweichungskurve für die ausgewählte Gasfüllung.
  • Die in Fig. 1 dargestellte Isolierglasscheibe besteht aus drei mit Abstand voneinander angeordneten Glasscheiben, nämlich der Außenscheibe 1, derc Zwischenscheibe 2 und der Innenscheibe 3. Die Außenscheibe 1 weist im eingeicauten Zustand zur Außenatmosphäre hin, die Innenscheibe 3 zum angeschlossenen Raum eines Gebäudes. In den Zwischenräurnen zwischen den Glasscheiben befindet sich ein Gas. Die Zwischenscheibe 2 trägt im Ausführungsbeispiel und nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung auf einer ihrer dem Zwischenraum zugewandten Oberfläche eine infrarotreflektierende Beschichtung 4, die im Ausführungsbeispiel übertrieben dick gezeichnet worden ist. Im Ausführungsbeispiel befindet sich diese infrarotreflektierende Beschichtung 4 auf der der Innenscheibe 3 zugewandten Oberfläche.
  • Man entnimmt aus der Fig. 1 zunächst, daß die Zwischenräume wegen der Durchtritte 5 in gasleitender Verbindung stehen. Sie sind im übrigen mit einem Füllgas geringer Wärmeleitfähigkeit gefüllt. Außerdem trägt die Außenscheibe 1 beidseitig, die Zwischenscheibe 2 auf ihrer nicht. mit infrarotreflektierender Beschichtung 4 versehenen Fläche eine Entspiegelungsbeschichtung 6, die in der Fig. 1 als strichpunktierte Linie, und ebenfalls übertrieben, dargestellt worden ist. iese Entspiegelungsbe- Beschichtung 6 ist zumindest dann vorhanden, wenn, wie im Ausführungsbeispiel, die infrarotreflektierende Beschichtung 4 auf der der Innenscheibe 3 zugewandten Oberflache der Zwischenscheibe 2 sich befindet. Die infrarotreflektierende Beschichtung 4 kann aber auch auf der der Außenscheibe 1 zugewandten Oberfläche der Zwischenscheibe 2 angeordnet sein. Im übrigen zeigt das Ausführungsbeispiel, daß die Innenscheibe 3 auf ihrer dem Zwischenraum abgewandten Oberfläche eine zusätzliche infrarotreflektierende Beschichtung 7 aufweist. Die Außenscheibe 1 und/oder die Innenscheibe 3, aber auch die Zwischenscheibe 2, können Sicherheitsscheiben sein, z.B. als Verbundsicherheitsscheiben ausgeführt sein. r>ie Maßstäbe in Fig. 1 entsprechen in etwa einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
  • Die in Fig. 2 dargestellte CREMER-Kurve für die Scheibe nach Fig. 1 gibt als Abszisse die Frequenz einer auftreffenden, ebenen Schallwelle an, während die Ordinate Gleichung für die in Fig 1 dargestellte Isolierglasscheibe. Die gestrichelte Kurve II mit den kreisfömig eingetragenen Meßwerten gibt die Abweichung von der CREMER-Kurve an, wenn die Gasfüllung als Luft füllung ausgeführt ist. Demgegenüber wird erfindungsgernäß mit einer Gasfüllung gearbeitet, deren Kurve III in Fig. 2 strichpunktiert mit den als Kreuz eingetragenen Meßwerten dargestellt ist. Man erkennt, daß die negative durchschnittliche Abweichung dieser Kurve von der CREMER-Kurve im Frequenzbereich von 100 bis 1250 Bz um etwa einen Faktor 0,71 kleiner ist als die Atweichung von Luft von dieser CREMER-Kurve. Allerdings stellt sich im Ausführungsbeispiel ein beachtlicher Resonanzeinbruch P. bis R m 15 dB ein, der bei tieferen Frequenzen neben dem Resonanzeinbruch der CREMER-Kurve I liegt. Das ist typisch für viele Gasfüllnungen die aus einem schweren Gas bestehen. Durch zusätzliche Bedämpfungsmaßnehmen läßt sich dieser Resonanz einbruch bis über 20 dB ohne Schwierigkeiten kompensieren, die in der punktierten Kurve IV mit dicken Meßpunkten dargestellt worden ist. ;ie Bedämpfung kann z.B. dadurch geschehen, daß die Verbundelemente als Dämpfungsglieder ausgebildet sind oder eine der Scheiben als dämpfende Verbundscheibe ausgeführt ist. Man kann aber auch der Gasfüllung ein stark dämpfendes Gas, beispielsweise ein Edelgas oder auch nur Luft beimischen. Eine enteprechende Verbesserung erreicht man auch bei dem zweiten Resonanzeinbruch.

Claims (6)

  1. Patentansprüche:
    Isolierglasscheibe mit Innenscheibe, Außenscheibe und minstens einer Zwischenscheibe und einem einfassenden Verbundele:-ment und mit unter Normaldruck stehender Gasfüllung in den Zwischenräumen zwischen Innenscheibe bzw. Außenscheibe und Zwischenscheibe(n), - wobei die Zwischenscheibe auf zumindest einer Oberfläche eine infrarotreflektierende Beschichtung aufweist, cj e k e n n z e i c h n e t durch die Kombination der folgen-! den Merkmale: a) die Gasfüllung besteht, ohne Rücksicht auf einen im Frequenzbereich von 100 bis 3150 Hz sich einstellenden Resonanzeinbruch, aus einem Gas, dessen Abweichung von einer unter der Annahme senkrechten Einfalls und unendlicher Erstreckung ermittelten CREMER-Kurve für die Isolierglasscheibe im Frequenzbereich 104 von 100 Hz bis w = s-1 etwa und zumindest um d (cm) einen Faktor 0,95 kleiner ist als die Abweichung von Luft von dieser CREMER-Kurve (w = Frequenz, d = Dicke des Zwischenraumes, s = Sekunde), b) die Zwischenräume stehen in druckleitender, vorzugsweise gasleitender Verbindung, c) die Zwischenräume besitzen jeder eine Dicke, die naher bei aber unterhalb der Konvektionsgrenze liegt, wobei in zumindest einem Zwischenraum das Gas für die Gasfüllung außerdem so gewählt ist, daß es geringe Wärmeleitfähigkeit aufweist.
  2. 2. Isolierglasscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich einstellende Resonanzeinbrüche durch zusätzliche Bedämfungsmaßnahmen zumindest teilweise kompensiert sind.
  3. 3. Isolierglasscheibe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zusStzlichen Bedämpfungsmaßnahmen in der Eeimischung eines stark dämpfenden Gases zur Gasfüllung bestehen, welches außerdem geringe Wärmeleitfähigkeit aufweist.
  4. 4. Isolierglasscheibe nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzliche Bedämpfungsmaßnahmen in der Ausbildung des Verbundelementes als schlecht wärmeleitendes Dämpfungsglied oder in der Aushildung von Innenscheibe, »:ußenscheibe oder Zwischenscheibe als Verbundglasscheibe besteht.
  5. '5. Isolierglasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenscheibe (1) beidseits die Zwischenscheibe (2) auf ihrer nicht mit infrarotreflektierender Beschichtung (4) versehenen Oberfläche eine Entspiegelungsbeschichtung (6) aufweist, und zwar zumindest dann, wenn sich die infrarotreflektierende Beschichtung (4) auf der der Innenscheibe (3) zugewandten Oberfläche befindet.
  6. 6. Isolierglasscheibe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenscheibe (3) auf ihrer dem Zwischenraum abgewandten Oberfläche eine zusAtzliche infrarotreflektierende Beschichtung (7) aufweist.
DE19752540995 1974-09-16 1975-09-13 Schall- und waermedaemmende isolierglaseinheit mit zwei zwischenraeumen und einer gasfuellung geringer waermeleitfaehigkeit in den zwischenraeumen Withdrawn DE2540995B2 (de)

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Legal Events

Date Code Title Description
8230 Patent withdrawn