DE2540793C2 - Laufring für ein Axialdrucklager und Verfahren zur Herstellung eines solchen Laufrings - Google Patents
Laufring für ein Axialdrucklager und Verfahren zur Herstellung eines solchen LaufringsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Laufring für ein Axialdrucklager entsprechend dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Laufrings.
Ein Laufring dieser Art ist aus der DE-OS 22 64 117
bekannt. Hierbei sind am Außenumfang des Flanschs des Laufrings rechteckige Ausnehmungen vorgesehen,
die sich bis in die kreisförmige Lagerscheibe hinein erstrecken. Außerdem sind hiernach am Flansch radial
gerichtete Finger oder Lappen vorgesehen, die zum Halten anderer Lagerteile, beispielsweise eines Käfigs
oder eines Gegenrings, innerhalb des Laufrings dienen. Zwischen den Ausnehmungen und den Lappen besteht
umfangsmäßig keine Beziehung. Vielmehr sind die Ausnehmungen umfangsmäßig mit großem Abstand
von den Lappen angeordnet, so daß sich diese Teile in ihrer Wirkung nicht gegenseitig beeinflussen. Die
Ausnehmungen dienen dazu, ein maschinelles Zusammensetzen des Axialdrucklagers zu erleichtern; die
Ausnehmungen dienen also als Angriffsflächen für Montagehilfsmittel oder Werkzeuge. Sie sollen ferner
als Schmiermittelöffnungen dienen oder auch dazu, ein Zusammensetzen des Lagers an Hindernissen oder
Engstellen vorbei zu ermöglichen. Aus diesem Grund erstrecken sich die Ausnehmungen nicht nur am
Außenrand des Flansches, sondern über dessen ganze Breite bis in die eigentliche Lagerscheibe hinein.
Bei diesem bekannten Laufring besteht die Gefahr, daß beim Umbiegen des Flansches aus dem ebenen
Blech in die axiale Richtung Knickerscheinungen auftreten, die insbesondere im Bereich der Haltelappen
nachteilig sind, weil dann die Lappen nach dem Umbiegen des Flansches nicht mehr ihre gewünschte
Lage genau einhalten, die zum Halten der weiteren Lagerteile erforderlich ist
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, das Umlegen des Flansches im Bereich der
Lappen zu erleichtern und in diesem Bereich Knickerscheinungen zu vermeiden, damit die Lappen nach dem
Umbiegen des Flansches die gewünschte, sehr genau einzuhaltende Lage einnehmen.
Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gemäß Anspruch 1 gelöst. Die Ausnehmungen sind also jeweils
paaiweise dicht nebeneinander angeordnet, und jeweils
zwischen zwei Ausnehmungen ist ein Lappen angeordnet Auf diese Weise erhält man eine symmetrische
Anordnung der Ausnehmungen auf beiden Seiten eines Lappens, so daß beim Umbiegen des Flansches aus dem
ebenen Blech in die axiale Richtung eine Entlastung des Lappenbereichs auf beiden Seiten des Lappens eintritt,
so daß dort ein Knicken nicht auftreten kann. Die Lappen behalten also nach dem Umlegen des Flansches
genau die vorher bestimmte Lage bei, die sie befähigt, ändert Lagerteile zu halten. Außerdem wird wegen
dieser symmetrischen Anordnung der Ausnehmungen zu beiden Seiten der Lappen das Einsetzen eines
Lagerkäfigs oder eines zweiten Laufrings hinter die Lappen erleichtert, weil die auf diese Weise beidseitig
symmetrisch entlasteten Lappen beim Einsetzen dieser Lagerteile leicht zurückfedern können.
Die Ansprüche 2 bis 3 kennzeichnen vorteilhafte Weiterbildungen des Laufrings.
Ein vorteilhaftes Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen Laufrings ist in Anspruch 4 gekennzeichnet
Es werden also zunächst Paare von Ausnehmungen am Umfang des späteren Laufrings hergestellt,
zwischen denen jeweils ein axialer Lappen ausgebildet wird. Durch anschließendes Umbiegen ergibt sich der
Axialflansch mit den radialen Lappen. Bei diesem Umbiegen treten infolge der durch die Ausnehmungen
bewirkten Entlastung keine Knicke auf, so daß die Lappen die gewünschte Lage sehr genau einhalten.
Eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens und Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Laufringes für ein Axialdrucklager werden im folgenden anhand der Zeichnungen beschrieben.
F i g. 1 zeigt eine Aufsicht zur Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt längs der Linie 2-2 der Fig. 1.
Fig.3 zeigt einen Schnitt längs der Linie 3-3 der
Fig. 1.
Fig.4 zeigt eine perspektivische Darstellung einer
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Laufringes.
Fig.5 zeigt eine perspektivische Darstellung einer
anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Laufringes.
F i g. 6 zeigt in größerem Maßstab eine Schnittansichi eines Axialdrucklagers in dem ein erfindungsgemäßer
Laufring verwendet wird.
In Fig. 1 ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt. Ein Stück Blech 10 wird
für einen Folgeschnitt verwandt, wobei die einzelnen
Schnitte in einer einzigen Vorrichtung, die hier nicht dargestellt ist, vorgenommen werden. In dem flachen
Blech tO sind kleine, kreisförmige Öffnungen 12 vorgesehen, die nicht dargestellte Zapfen oder Stifte
aufnehmen, damit das Blech an den verschiedenen Stationen der Vorrichtung ausgerichtet ist Eine
kreisförmige öffnung 13 wird aus dem Blech an einer ersten Station ausgestanzt Ferner werden an der
gleichen Station mehrere, umfangsmäßig mit Abstand voneinander angeordnete öffnungen 14 aus dem Blech
ausgestanzt Die öffnungen 14 sind radial mi·, dem gleichen Abstand von der kreisförmigen öffnung 13
angeordnet
Anschließend werden an der nächsten Station des Folgeschnitts mehrere umfangsmäßig mit Abstand
voneinander angeordnete Paare von Ausnehmungen 16 aus dem Blech 10 ausgestanzt. Diese Ausnehmungen
können kreisförmig sein, wenn dieses zur Herstellung des Ober- oder Unterwerkzeuges erwünscht ist oder sie
können auch eine andere erwünschte Form haben. Je eine öffnung 14 ist zwischen den Ausnehmungen 16
jedes Paares angeordnet, so daß jedes Paar in gewisser Weise eine öffnung einschließt. Bei manchen Laufringen
werden keine öffnungen 14 benötigt.
An der nächsten Station werden kreisförmige Zuschnitte 18 mit einem kreisförmigen Umfang 20 aus
dem Blech 10 hergestellt Der Zuschnitt wird wieder in das Blech 10 eingedrückt, damit er zur nächsten Station
übergeführt werden kann.
An der nächsten Station werden die Lappen 22 J ausgebildet (siehe F i g. 1 und F i g. 3). Die Lappen 22
werden dadurch geformt, daß ein Stanzstempd mit Vorsprüngen einer vorgegebenen Form auf den
ringförmigen Zuschnitt 18 gedruckt wird. Die auf diese Weise geformten Lappen 22 werden anschließend die )
Lappen am äußeren Flansch des Laufringes.
Zum Schluß wird der ringförmige Zuschnitt 18 aus dem Blech 10 entfernt, wodurch eine kreisförmige
öffnung 24 zurückbleibt. Der äußere Umfangsbereich des ringförmigen Zuschnittes 18 wird umgebogen, um ·
den sich axial erstreckenden Flansch zu bilden.
Anhand von F i g. 1 wurde das erfindungsgemäße Verfahren so dargestellt daß ein Laufring hergestellt
wird, während jedoch in Praxis mehrere Öffnungen 13
an einer Station und mehrere Zuschnitte 18 an einer anderen Station usw. hergestellt werden. Ferner können
auch verschiedene Arten von Vorsprüngen statt der in F i g. 1 dargestellten Lappen 22 geformt werden.
Beispielsweise können auch freigestanzte und ausgebogene Finger verwendet werden, wobei dann der
Verfahrensschritt durch den die Öffnungen 14 hergestellt werden, nicht benötigt wird. Es ist auch nicht
notwendig, zur Herstellung des Laufringes eine einzige Vorrichtung für einen Folgeschnitt einzusetzen. Man
kann auch mehrere einzelne Stanzstempel in einer oder mehreren Vorrichtungen verwenden, um das gleiche
Ergebnis zu erzielen.
In Fig.4 ist ein erfindungsgemäßer Laufring für ein
Axialdrucklager dargestellt. Er besteht aus einem ringförmigen Teil 26 und einem äußeren Flansch 28, die
aus dem ringförmigen Zuschnitt 18 der F i g. 1 gebildet worden sind. Die an jeder Seite jedes der Lappen 22
ausgebildeten Ausnehmungen 16 erleichtern das Einsetzen eines Lagerkäfigs oder zweiten Laufringes unter
oder hinter den Lappen.
Bei der Ausführungsform gemäß F i g. 5 ist statt des ringförmigen Teiles 26 der F i g. 4 eine Scheibe 29
vorgesehen. Diese Ausführungsform eines Laufringes kann dann verwendet werden, wenn sich eine Welle
nicht durch ihn hindurch erstreckt.
In Fig.6 ist ein Axialdrucklager beispielhaft dargestellt,
bei dem der erfindungsgemäße Laufring verwendet wird. Dieses Axialdrucklager hat zusätzlich zu dem
erfindungsgemäßen Laufring einen Laufring mit einem ringförmigen Teil 30 und einem inneren Flansch 32.
Zwischen den beiden Laufringen ist ein Rollenkäfig 34 angeordnet.
Man sieht ohne weiteres, daß der erfindungsgemäße Laufring zusammen mit nur einer Käfig- und Rollenanordnung
oder mit verschiedenen anderen Käfig-, Rollen- und Laufringausgestaltungen oder mit reibungsarmen
Axialdrucklaufbüchsen verwendet werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Laufring für ein Axialdrucklager bestehend aus einem im wesentlichen kreisförmigen Teil mit einem
sich in axialer Richtung erstreckenden Flansch, r>
wobei an dem Flansch umfangsmäßig mit Abstand voneinander angeordnete Ausnehmungen und umfangsmäßig
mit Abstand voneinander angeordnete, radial gerichtete Lappen zum Halten anderer
Lagerteile (Käfig, Gegenring) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei
Ausnehmungen (16) paarweise dicht nebeneinander vorgesehen sind und daß jeweils ein Lappen (22)
zwischen den beiden Ausnehmungen (16) eines Paares angeordnet ist
2. Laufring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens drei Paare von Ausnehmungen (16) und mindestem drei dazugehörige
Lappen (22) vorgesehen sind.
3. Laufring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmungen (16) die Form von Kreisabschnitten haben.
4. Verfahren zur Herstellung eines Laufrings für ein Axialdrucklager aus Blech, nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet daß mehrere umfangsmä- -'i
Big mit Abstand voneinander angeordnete Paare von Ausnehmungen (16) aus dem Blech (10)
ausgestanzt werden, worauf ein Teil (18) mit im wesentlichen kreisförmigem Umfang, auf dem die
Ausnehmungen (16) liegen, aus dem Blech (10) jo ausgestanzt wird, hiernach zwischen den Ausnehmungen
(16) jedes Paares ein axial vorstehender Lappen (22) ausgebildet wird, und anschließend der
äußere Umfangsbereich des Teiles (18) zu einem sich axial erstreckenden Flansch (28) umgebogen wird. s
>
5. Verfahren nach Anspruchs dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Blech (10) eine mittlere öffnung (13) ausgestanzt wird, die im wesentlichen zu den
Ausnehmungen (16) koaxial angeordnet ist.
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