DE2438969A1 - Verfahren zur kuehlung von beton - Google Patents
Verfahren zur kuehlung von betonInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
MESSER GRIESKEIH GMBH
MQ Ο 9 ο
Kennwort: Betonlcühlung ^7
Erfinder:
Verfahren zur Kühlung von Beton
Die Erfindung betrifft ein Verfalii'en zur Kühlung von
Beton.
Das Betonieren massiver Bauwerke, wie Brücken, Staumauern oder Druckbehältern für Reaktoren, geschieht in verschiedenen
Abschnitten. Hierbei besteht die Gefahr der Rißbilduiig zwischen dem bereits betonierten Teil und dem Frischbeton.
Die Rißbildung kann vermieden werden, indem die beim Abbinden auftretende maximale Temperatur begrenzt
wird, beispielsweise auf 300C. Die Temperaturbegrenzung
kann nur über die Temperatur des Frischbeton.3 erreicht werden. Es bestehen daher strenge Auflagen hinsichtlich
der Frischbetontemperatur, die zum Beispiel 15°C nicht überschreiten darf.
Bei hohen Außentemperaturen oder dann, wenn der Zement in noch heißem Zustand vom Zementwerk angeliefert wird, bereitet
es großen Schwierigkeiten die geforderte Frischbetontemperatur einzuhalten. Nan versucht dies durch verschiedene Maßnahmen
zu erreichen.
So verwendet man als Betonzuschlagstoff zum Beispiel Kalkstein
und nicht Kies, da Kalkstein eine geringere Längsausdehnung in
Abhängigkeit von der Temperatur hat.'
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_ 2 - BAD ORIGINAL
Die Zuschlagstoffe v/erden mit kaltem Wasser besprüht, um
deren Temperatur nicht zu hoch ansteigen zu lassen. Das
zum rüschen verwendete Wasser wird abgekühlt. So zeigt die Deutsche Offenlegurigsschrift 2 130 071 ein Verfahren
zum Kühlen von Wasser, welches zum anschlic-;ßenden Betonieren
verwendet werden kann, mit Hilfe von flüssigem Stickstoff auf eine Temperatur wenig oberhalb des Gefrierpunktes.
Bei heißen Außentemperaturen reichen jedoch alle diese Maßnahmen nicht aus, so daß man- zu einer Ζυ-^et?■ kühlung gezwungen
wird. Dies geschieht, indem der Betonmischung gestoßenes Eis hinzugegeben wird. Das ist jedoch wegen der not v/endigen
Eisherstellung nicht nur aufwendig, sondern auch äußeiist unbefriedigend,
da es im Beton.zu lokalen Gefriererscheinungen kommt und der fertige Beton häufig einen unzulässig hohen
Wassergehalt besitzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren z/am Kühlen von Beton zu schaffen, welches die Frischbe'tontemperatur
v/irksam erniedrigt, lokale Gefriererscheinungen und unzulässig hohe Wassergehalte vermeidet und ohne besonderen
Aufwand an der Baustelle verwirklicht werden kann.
Es wurde nun ein Verfahren zum Kühlen von Beton gefunden, bei dem gemäß der Erfindung während des Hisehens der Zuschlagstoffe
und des Zements mit Wasser flüssiger Stickstoff hinzugefügt wird.
Der flüssige Stickstoff wird vorteilhaft durch Düsen in den Mi s chb ehälter ge sprüht.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren kann die Frischbetontemperatur
ohne Gefriererscheinungen um ca. 100C herabgesetzt werden. Es ist besonders überraschend, daß kein örtliches Gefrieren
beim. Eindüsen von flüssigem Stickstoff in den Betonmischer eintritt. Voraussetzung ist lediglich, das- der Beton
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- 3 - BAD ORIGINAL
während des Eindüsens gemischt wird, wozu die in gängigen
Betonmischern zur Verfügung stehende Zeit von 1-2 Minuten völlig ausreicht. Das völlige Ausbleiben von lokalen Gefriererscheinungen
war für die beteiligten Fachleute deswegen so überraschend, v/eil bei Verwendung von vergleichsweise viel
v/ärmerem gestoßenen V/asser eis im Betonmischer immer wieder örtliche Gefriererscheinungen beobachtet wurden. Es wurde als
aussichtslos angesehen, mit flüssigem Stickstoff zu einem ausreichenden oder gar besseren Ergebnis zu gelangen.
Hiervon abgesehen ist auch der Aufwand auf der Baustelle für
das erfindungsgemäße Verfahren im Vergleich zur Zugabe von gestoßenem Wassereis denkbar gering, da lediglich ein isolierter
Tank für flüssigen Stickstoff aufgestellt und eine Zuleitung für den flüssigen Stickstoff zum Betonmischer installiert werden
muß.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Die Zuschlagstoffe werden aus dem Mischersteril 1 in der gewünschten
Zusammensetzung in den Waagekübel 2 gegeben und gelangen von dort in die Mischertrommel 3· Gleichzeitig werden Zement und
V/asser zugegeben, wonach der etwa zwei'Minuten dauernde Mischvorgang
beginnt.
Erfindungsgemäß wird während des Mischens flüssiger Stickstoff
in die Mxschertrommel 3 eingesprüht. Der flüssige Stickstoff gelangt
aus einem isolierten Tank 4- durch eine isolierte Zuleitung
direkt in die Einlaßöffnung der Mischertrommel 3· Die Steuerimg
der Sprühzeit erfolgt durch ein in die Leitung 5 eingebautes Hagnetventil 6. Zum Herunterkühlen der Leitung 5 ist unmittelbar
vor dem Magnetventil 6 ein T-Stück 7 mit Gasablaßventil angeordnet. Ferner befindet sich vor dem Sprührohr 9 noch ein Manometer 8,
Das Sprührohr 9 ist ein Kupferrohr von 32 mm φ mit 11 Bohrungen ·
a 2 mm 6,
_ 4 _ BAD ORIGINAL
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ITach Beendigung des Mischens und Jlühlens fährt die Hischertrommel
3 einen Schrägaufzug 10 hinauf, von. wo der fertige Beton in ein Fahrzeug gekippt oder durch Rohrleitungen zur
Baustelle gepumpt wird. Die einzelnen Bewegungsabläufe sind in der Zeichnung durch Pfeile und strichpunktierte Umrisse
von Waagekübel 2 und Ili scher trommel 3 angedeutet.
Bei einer mittleren Temperatur der Zuschlagstoffe von 25°C
(Oberflächentemperatur 300C) hatte die Vergleichsmischung
ohne erfindungsgemäßen Stickstoffzusatz eine Frischbetontemperatur
von 2O0C. Durch Besprühen mit flüssigem Stickstoff über
2 Minuten bei einem Vordruck von l\- atü wurde eine Frischbetontemperatur
von 10 bis 110C erreicht.
Eine noch tiefere Kühlung läßt sich erreichen, wenn vor dem Mischen die Zuschlagstoffe oder auch der Zement mit flüssigem
Stickstoff zusätzlich abgekühlt werden. In Sonderfällen könnte auch die gesamte Kühlung auf diese Weise erfolgen. Dies ist jedoch
mit zusätzlichem Aufwand verbunden,, da das Abkühlen beim Zulauf der Zuschlagstoffe in den Waagekübel zum örtlichen Gefrieren
mit Klumpenbildung führt. Es müssen vielmehr Zwischenglieder wie Mischertrommeln oder Schüttelrinnen zusätzlich angeordnet
werden, in denen: die Kühlung erfolgt.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch mit anderen tiefsiedenden
verflüssigten Gasen als Stickstoff durchgeführt werden, jedoch ist Stickstoff in der Regel am preiswertesten.
BAD ORIGINAL
609809/017 2"
Claims (3)
1.)Verfahren zum Kühlen von Beton, dadurch gekennzeichnet, daß während des Hischens der
Zuschlagstoffe und des Zements mit Wasser flüssiger Stickstoff hinzugefügt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der flüssige Stickstoff durch Düsen in den Ilischbehälter gesprüht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuschlagstoffe und/oder
der Zement zusätzlich vor der Mischung durch flüssigen Stickstoff gekühlt werden.
Ba/Tr
1J. August 1974-
609809/0172 BAD 0R1G1NAL
Leerseite
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