DE2438661A1 - System zur verringerung der konzentration von schaedlichen substanzen im abgas eines verbrennungsmotors - Google Patents
System zur verringerung der konzentration von schaedlichen substanzen im abgas eines verbrennungsmotorsInfo
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Description
Nissan Motor Co., Ltd.
No. 2, Takara-machi, Kanagawa-ku, Yokohama City, Japan
System zur Verringerung der Konzentration von schädlichen Substanzen im Abgas eines
Verbrennungsmotors
Die Erfindung betrifft ein System zur Verringerung der Konzentration
von schädlichen Substanzen im Abgas eines Verbrennungsmotors vor der Emission in die Atmosphäre, wobei
der Motor eine gerade Zahl von Verbrennungskammern hat.
Insbesondere betrifft die Erfindung ein System zur Verringerung der Konzentrationen von schädlichen Substanzen in den
Abgasen eines Verbrennungsmotors mit mehreren Zylindern; dabei werden zwei Abgasarten von unterschiedlicher Zusammen-
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Setzung, von denen das eine einen großen Anteil an unverbranntem Kraftstoff und das andere einen großen Iiuftanteil
hat, alternierend einem thermischen Reaktor zugeführt.
Die Konzentrationen der schädlichen Substanzen im Abgas eines Verbrennungsmptors hängen stark von dem Luft zu Kraftstoff-Verhältnis
(A/F) des dem Motor zugeführten brennbaren Gemische ab. Wird ein Luft/Kraftstoff-Verhältnis verwendet,
das nahe bei dem stöchiometrischen Wert, liegt, so wird eine maximale Konzentration von Stickoxiden (NOx) erzeugt, während
die Konzentrationen an Kohlenmonoxid (GO) und unverbrannten Kohlenwasserstoffen (HC) ebenfalls relativ hoch, jedoch nicht
maximal sind. Ein geringeres Luft/Kraftstoff-Verhältnis, also
ein "reiches" Gemisch, bewirkt, daß der Anteil an unverbrannten
Kohlenwasserstoffen und CO ansteigt, während ein höheres Luft/Kraftstoff-Verhältnis, oder ein "mageres" Gemisch, bewirkt,
daß der Anteil an diesen beiden Substanzen, insbesondere an CO abnimmt; dabei nimmt in beiden Fällen der NO -Anteil ab.
Es ist jedoch sehr schwierig, die Konzentrationen an unverbrannten
Kohlenwasserstoffen und 00 im Abgas nur durch Verwendung
entweder eines relativ reichen oder eines mageren Gemische auf Werte zu verringern, die niedrig genug sind, um
die heutigen Abgasvorschriften zu erfüllen. Demgemäß wird häufig ein thermischer Reaktor oder Nachbrenner verwendet, um
die abgegebenen Kohlenwasserstoffe und Kohlenmonoxid auch dann in unschädliche Oxide umzuwandeln, wenn das Luft/Kraft st off-Verhältnis
von dem stöchiometrischen Wert abweicht. Es mag nun zwar günstig erscheinen, unter Berücksichtigung der oben
zusammengestellten Tatsachen jLn einem solchen Fall ein mageres
Gemisch zu verwenden; CO zeigt jedoch· mit Luft bei niedrigen
Konzentrationen und/oder relativ niedrigen Temperaturen eine äußerst geringe Reaktivität. Deshalb wird ein reiches Gemisch
bevorzugt, weil die sich ergebenden großen Mengen an unver— brannten Kohlenwasserstoffen und CO in einem geeigneten thermischen
Reaktor leichter oxidiert werden können, während der
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Anteil an "NOx. von selbst abnimmt, wie oben erwähnt wurde. Bei
der praktischen Anwendung ist jedoch ein reiches Gemisch unter dem Gesichtspunkt eines wirtschaftlichen Kraftstoff-Einsatzes
sehr nachteilig.
Der Erfindung liegt deshalb unter anderem die Aufgabe zugrunde, ein System zur wirksamen Verringerung der Konzentrationen von
schädlichen Substanzen im Abgas eines typischen Verbrennungsmotors mit einer geraden Anzahl von Verbrennungskammern zu
schaffen, bei dem praktisch kein Anstieg im Kraftstoffverbrauch
auftritt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen mit den Verbrennungskammern des Motors verbindbaren Auspuffkrümmer mit
einem Auslaß, durch einen thermischen Reaktor, der aus einem zylindrischen, inneren Körper, der eine Reaktionskammer bildet
und dessen in dem mittleren Bereich seiner Umfangswand angeordneter Einlaß mit dem Auslaß des Auspuffkrümmers verbunden
ist, und einen zylindrischen äußeren Körper besteht, der den inneren Körper unter Ausbildung eines Zwischenraums umschließt
und mit einer Auslaßöffnung versehen ist, die in dem mittleren Bereich seiner Umfangswand ausgebildet ist, wobei der Raum
mit der Reaktionskammer durch in den beiden Endabschnitten des inneren Körpers ausgebildete Löcher. in Verbindung steht und
von dem Einlaß isoliert ist, und durch eine erste Einrichtung, die bewirkt, daß der Auspuffkrümmer zwei unterschiedlich
zusammengesetzte Abgasarten alternierend in Abhängigkeit von
der Zündfolge der Verbrennungskammern abgibt, wobei das erste dieser Abgase relativ große Mengen an Kohlemonoxid und unverbranntem Kraftstoff und das zweite Abgas relativ geringe Mengen
an Kohlenmonoxid und unverbranntem Kraftstoff und eine relativ große Luftmenge enthalten.
Weiterhin hält das erfindungsgemäße System seine Funktion sogar dann bei, wenn der Motor bei einer solchen geringen Last
betrieben wird, daß die Abgastemperatur sinkt.
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Zusammengefaßt wird also durch die Erfindung ein System für einen Verbrennungsmotor mit einer geraden Anzahl von Verbrennungskammern
geschaffen, das folgende Teile aufweist: Eine mit allen Verbrennungsakmmern verbindbare Abgasleitung ein
thermischer Reaktor, der aus einem zylindrischen inneren Körper, der eine Reaktionskammer bildet, und einem zylindrischen äußeren
Körper besteht, der den inneren Körper so umschließt, daß ein Zwischenraum gebildet wir.d; und eine Einrichtung, die bewirkt,
daß die Abgasleitung alternierend in Abhängigkeit von der Zündfolge der Verbrennungskammern zwei unterschiedlich zusammengesetzte
Abgasarten abgibt, wobei das erste Abgas relativ große Mengen an Kohlenmonoxid und unverbranntem Kraftstoff und
das zweite Abgas eine relativ große Menge-an Luft, jedoch relativ .wenig Kohlenmonoxid und uuverbranntem Kraftstoff enthalten.
Der Einlaß des thermischen Reaktors ist in dem mittleren Bereich der Umfangswand des inneren Körpers angeordnet und mit
dem Auslaß des Auspuffkrümmers verbunden. Der Raum zwischen den beiden Körpern ist von dem Einlaß isoliert und steht mit der
Reaktionskammer durch Löcher in Verbindung, die in den beiden
Endbereichen des inneren Körpers ausgebildet sind; die Auslaßöffnung des thermischen Reaktors ist in dem mittleren Bereich
der umfangswand des äußeren Körpers ausgebildet. Das System kann
weiterhin Einrichtungen aufweisen, um dem ersten Abgas Hilfsluft
zuzuführen, wenn die Motorlast unter einen vorherbestimmten Wert fällt, so daß ein bestimmter Anteil des unverbrannten
Kraftstoffs in der Abgasleitung verbrennen kann; dadurch wird verhindert, daß die Temperatur des ersten Abgases übermäßig
verringert wird.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden, schematischen
Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Pig. 1 eine Draufsicht, teilweise im ßchnitt, eines Vierzylindermotors, der mit einem System
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nach der Erfindung versehen ist;
Pig. 2 einen longitudinalen Schnitt durch einen thermischen Reaktor, der dem in Figur 1 gezeigten
ähnelt,- wobei -. jedoch eine kleine Modifikation vorgenommen wurde; und
Fig. 3 eine Fig. 1 ähnliche Ansicht, jedoch eines Sechszylindermotors.
Gemäß Fig. 1 hat ein Motor 10 vier Zylinder oder Verbrennungskammern
11, 12, 13 und 14, die jeweils mit Einlaß- oder Ansaugöffnungen 21 bis 24 sowie Auslaß- bzw. Abgasöffnungen 31 bis
versehen sind. Ein Auspuffkrümmer 40 mit vier Abzweigungen 41 ·
bis 44 ist mit den Abgasöffnungen 31 bis 34 verbunden, während
sein Auslaß 45 mit einem thermischen Reaktor 50 verbunden ist·
Der thermische Reaktor 50 besteht im wesentlichen aus einem zylindrischen, inneren Körper 51 und einem zylindrischen, äußeren
Körper 52, der den inneren Körper 51 einschließt, so daß
zwischen den beiden Körpern 51 und 52 ein Raum 53 gebildet wird.
Ein Innenraum oder eine Reaktionskammer 54- in dem inneren Körper
51 steht mit der Abgasleitung 40 durch einen Einlaß 55 in Verbindung, der in der Mitte der Umfangswand des inneren Körpers
51 ausgebildet ist. Der Einlaß 55 erstreckt sich so über den Raum 53 und durch die Wand des äußeren Körpers 52, daß er von
dem Raum 53 isoliert ist. Die Reaktionskammer 54· steht mit dem
äußeren Raum 53 durch mehrere Löcher 56 in Verbindung, die an
beiden Enden 57 und den dazu benachbarten Umfangsb er eichen durch
die Wand des inneren Körpers 51 ausgebildet sind. Nach einer
bevorzugten Ausführungsform sind zwei Trennwände 58 in der Reaktionskammer
54 an Stellen zwischen dem Einlaß 55 und den Enden
57 angeordnet, um die Reaktionskammer 54· in drei Abschnitte .
zu unterteilen. Durch mehrere durchgehende Löcher 59 in den Trennwänden 58 steht der so gebildete mittlere Abschnitt 54A
mit den übrigen Abschnitten der Reaktionskammer 54 in Verbindung. Der äußere Körper 52 hat eine Auslaßöffnung 60 in der Mitte
seiner Umfangswand, die mit einem Abgasrohr 61 verbunden 1st.
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Die vier Zylinder 11 bis 14· des Motors 10 haben die üblicherweise
verwendete Zündfolge 11-12-14-15. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird dafür gesorgt, daß das Abgas, z. B. von der
Verbrennungskammer 11, eine andere. Zusammensetzung hat als das Abgas von der Verbrennungskammer 12, die als nächste gezündet
wird. Zu diesem Zweck wird den Zylindern 11 und 14 von einem
Vergasersystem 25 ein relativ reiches Luft/Kraftstoff-Gemisch
mit einem niedrigen Luft/Kraftstoff-Verhältnis (A/py von z. B.
12/1 zugeführt, während ein weiteres Vergasersystem 26 ein relativ
mageres Gemisch, das z. B. ein Luft/Kraftstoff-Verhältnis
von 18/1 hat, den übrigen Zylindern 12 und 13 .zuführt.
Beim Betrieb gibt der Zylinder 11 einen ersten Typ von Abgas,
das große Mengen CO und unverbrannten Kraftstoff oder unverbrannte Kohlenwasserstoffe (HC) enthält, durch die Abgasleitung
40 in den mittleren Abschnitt 54A der Reaktionskammer
54 ab. Als nächstes wird der Zylinder 12 gezündet, und ein zweiter Typ von Abgas, das einen großen Luftüberschuß,jedoch
nur geringe Mengen CO und unverbrannte Kohlenwasserstoffe enthält,
strömt in den mittleren Abschnitt 5^A. Im Anschluß daran
wird wieder der erste Abgas typ von dem Zylinder 14 abgegeben, so daß die beiden unterschiedlich zusammengesetzten Abgasarten
alternierend dem thermischen Reaktor 40 zugeführt werden.
Aufgrund der Verlangsamung der Strömung des Abgases durch die Trennwände 58 mischen sich die beiden unterschiedlich zusammengesetzten
Abgasarten in dem zentralen Abschnitt 5^-A. Beim Mischen
beginnt eine Reaktion des CO und der unverbrannten Kohlenwasserstoffe
in dem ersten Abgas mit der überschüssigen, erhitzten Luft in dem zweiten Abgas. Diese Verbrennungsreaktionen
laufen während der anschließenden Strömung des gemischten Abgases aus dem zentralen oder Mischabschnitt 5^A zu den Hauptabschnitten
der Reaktionökammer 54 durch die Löcher 59 weiter ab. Das gemischte Abgas strömt dann durch die Löcher 56 in dem
Endbereich in den den inneren Körper y\ umgebenden Raum 53 und
dann rund um die-Endb er eiche in Richtung auf die Mitte des Reak-
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tors 4Ό, wo sich die Auslaßöffnung 60 befindet. Es soll festgehalten
werden, daß die Verbrennung von großen Mengen von unverbrannten Kohlenwasserstoffen und CO in der Reaktionskammer
54- ermöglicht, daß die in Bruchteilen vorliegenden Mengen. CO, die ursprünglich in dem zweiten Abgas vorhanden sind, ohne
Schwierigkeiten oxidiert werden.
Aufgrund des langen Weges in dem thermischen Reaktor 50 kann.
sich das gemischte Abgas darin während einer Zeitspanne aufhalten, die lang genug ist, um die Oxydation nahezu der gesamten
Menge CO und unverbrannte Kohlenwasserstoffe durchzuführen, die anfänglich darin enthalten waren. Dadurch ergibt sich also
eine lange, für die Reaktion zur Verfügung stehende Zeitspanne; darüberhinaus bewirkt die Führung des erwärmten Abgases, das
entweder verbrennt oder verbrannt ist, um den inneren Körper 51»
daß die Reaktionskammer 54· auf erhöhten Temperaturen gehalten
wird, so daß die Oxydationsreäktionen leicht eingeleitet werden
und gleichmäßig ablaufen können.
Als Ergebnis der wirksamen Oxydation des CO und der unverbrannten
Kohlenwasserstoffe in dem thermischen Reaktor 50 sowie der
sich von selbst ergebenden geringen Konzentration an NOx, die auf den anfänglichen Abweichungen der Luft/Kraftstoff-Werte
von dem stöchiometrischen Verhältnis beruht, wird ein äußerst reines Abgas zu dem Abgasrohr 61 abgeführt.
Wie oben erwähnt wurde, sollten Trennwände 58 üblicherweise
vorgesehen werden; es können jedoch ohne sie ähnliche Ergebnisse erreicht werden, wenn das Verhältnis von Länge zu Durchmesser
der Reaktionskammer 54· und die Anordnung der Löcher 56 in geeigneter
Weise ausgelegt werden.
Selbstverständlich ist die Zündfolge der Zylinder 11 bis 14-nicht
auf die Reihenfolge 11-12-14-13 beschränkt, sondern kann als Alternative hierzu noch lauten 11-13-14—12; dann muß die
Zuordnung des reichen Luft/Kraftstoff-Gemischs zu dem Zylinder 11 und 14- und des mageren Gemisch zu dem anderen Paar 12 und
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: _l£jL 2Λ38661
umgekehrt werden. Die Zündfolge und die jeweilige Zuführung der Gemische kann auf jede beliebige Weise miteinander kombiniert
werden, solange die beiden oben beschriebenen, unterschiedlich zusammengesetzten Abgasgemische alternierend gemäß
der Zündfolge der Zylinder 11 bis 14 hergestellt werden.
Gemäß Figur 2 hat ein thermischer Reaktor 5OA, der im wesentlichen dem Reaktor 50 nach Fig. 1 ähnelt, eine Trennwand 62,
die quer in der Mitte der Reaktionskammer 54 angeordnet ist, um den mittleren Abschnitt 54A der Kammer in zwei Hälften zu
unterteilen. Die Trennwand 62 erstreckt sich durch den Einlaß 55» so daß dieser ebenfalls in zwei Hälften geteilt wird. Auch
der Auslaß 45 der Abgasleitung ■**& wird durch eine Trennwand
63 in zwei Abschnitte aufgeteilt.
Bei dieser Anordnung wird der erste Abgastyp von dem Zylinder 11 nur mit dem zweiten Abgas von dem Zylinder 12 in dem Bereich
auf der linken Seite des Mischabschnittes 5^A gemischt, während
die Abgase von den Zylindern 13 und 14 in ähnlicher Weise miteinander auf der rechten Seite gemischt werden. Als Ergebnis
hiervon wird die Mischung der beiden unterschiedlich zusammengesetzten Abgase mit größerem Wirkungsgrad erreicht, so daß
sich ein genaueres Mischverhältnis ergibt.
Selbstverständlich können der thermische Reaktor 5OA und/oder die Abgasleitung **Ο jeweils mit zwei Einlassen 55 und/oder
zwei Auslässen 45 statt der Verlängerung und/oder der Anordnung der Trennwände 62 und/oder 63 versehen werden.
In Fig. 1 können die beiden Sätze von Vergasersystem 25 und
26 zur Erzeugung der beiden unterschiedlichen Luft/Kraftstoff-Gemische durch ein Kraftstoffeinspritzsystem (nicht dargestellt)
ersetzt werden, das so gesteuert wird, daß es den Zylinderpaaren 11, 14 und 12,13 unterschiedliche Kraftstoffmengen zuführt.
Als Alternative hierzu können die beiden Abgasarten auf folgende Weise hergestellt werden. Statt dem Motor 10 zwei Arten von
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. .. 9- 2A38661
Luft/Kraftstoff-Gemischen zuzuführen, wird allen Zylindern
11 bis 14 das oben erwähnte zweite oder magere Gemisch zugeführt. Die beiden Abzweigungen 41 und 44 des Auspuffkrümmers
40 sind mit sekundären Kraftstoff-Einspritzdüsen 71 anstellen
ausgerüstet, die nahe bei den Abgasöffnungen 31 bzw. 34 liegen; diese Kraftstoffdüsen 71 sind mit einem Kraftstoffzuführsystem
(nicht dargestellt) durch eine zweite Kraftstoffleitung 72 verbunden. Durch die Anreicherung des Abgases von den Zylindern
11 und 14 mit unverbranntem Kraftstoff mittels der Kraftstoffdüsen 71 ist es leicht, die Verbrennungsreaktion
des sich ergebenden Gases mit dem luftreichen Abgas von den Zylindern 12 und 13 in der Reaktiohskammer 54· einzuleiten und
aufrechtzuerhalten. Damit kann das in geringer Konzentration vorliegende CO nahezu ganz oxydiert werden· Nach einer bevor-■
zugten Ausführungsform wird die Menge der Kraftstoffzuführung
von den Kraft st off düsen 71 proportional zu der Menge der Luftzuführung
zu den Ansaugöffnungen 21 bis 24 des Motors 10 geregelt.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Abzweigungen
41 und 44 des Auspuff krümmers 40 mit Hilfluftdüsen 81 an Stellen ausgerüstet, die nahe bsi den Abgasöffnungen 31
bzw. 34 liegen. Eine Luftleitung 82 für diese Düsen 81 wird durch ein Magnetventil 83 gesteuert, das normalerweise geschlossen
ist und durch eine Steuereinheit 84 mit Einrichtungen zur Abfühlung der Motorlast und mit einem Schalter zur Umstellung
auf seinen offenen Zustand erregt wird. Fällt die Belastung des Motors 10 auf einen solchen Wert, daß die Temperatur
des ersten Abgases von den Zylindern 11 und 14 zu gering wird, um die erwarteten Reaktionen in dem thermischen Reaktor
50 zu erreichen, so betätigt die Steuereinheit 84 das Ventil 83, um dem ersten Abgas durch die Luftleitung .82 und die Düsen
81 sekundäre oder Hilfsluft zuzuführen. Als Ergebnis hiervon wird ein Anteil des unverbrannten Kraftstoffs in dem ersten
Abgas in der Abgasleitung 40 verbrannt, so daß die Abgastemperatur
vor dem Eintritt des Abgases in den Reaktor 50 ausreichend
ansteigen kann.
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Über die Zugabe von Hilfsluft hinaus wird nach einer bevorzugten
Ausführungsform das erste Abgas während des Betriebsdes Motors 10 mit geringer Last mit Kraftstoff angereichert,
um die oben beschriebene Nachverbrennung in der Abgasleitung 40 zu beschleunigen und zu fördern. Diese Anreicherung kann
dadurch geschehen, daß das Luft/Kraftstoff-Verhältnis des
brennbaren Gemische, das den Verbrennungskammern 11 und 14 zugeführt werden soll, gesteuert wird. Werden die oben erwähnten
Kraft st off düsen 71 verwendet, so kann diese Kraftstoff
anreicherung einfach durchgeführt werden, indem die Größe der Kraftstoffzufuhr von den sekundären Kraftstoffdüsen 71
geregelt wird. Z. B. ist ein Magnetventil 73 in der Kraftstoffleitung 72 vorgesehen, während die Steuereinheit 84 so
ausgebildet ist, daß sie gleichzeitig die beiden Ventile 83 und 73 betätigen kann. Das Ventil 73 für die Kraftstoffleitung
72 wird normalerweise teilweise offengehalten, so daß seine
öffnung durch einen Steuerbefehl oder einen Strom von der Steuereinheit
84 in Abhängigkeit von der Verringerung der Motorlast vergrößert wird.
Das System nach der Erfindung läßt sich bei zahlreichen Verbrennungsmotoren
mit einer geraden Anzahl von Zylindern und nicht nur bei dem Motor 10 mit vier Zylindern anwenden. Z. B.
ist nach Pig. 3 ein Motor 110 mit sechs Zylindern vorgesehen, der ein System aufweist, das identisch dem System nach Fig.
ist; der einzige Unterschied liegt darin, daß ein Auspuffkrümmer 140 mit sechs Abzweigungen 141 bis 146 verwendet ist.
Bei diesem Motor 110 wird die übliche Zündfolge 111-115-113-116-112-114 der sechs Verbrennungskammern eingesetzt. Demgemäß
wird einem Satz von Zylindern 111, 112 und 113 ein relativ reiches Luft/Kraftstoff-Gemisch zugeführt, während den übrigen
Zylindern 114, 115 und 116 ein relativ mageres Gemisch zugeführt wird. Natürlich ist die umgekehrte Zuteilung ebenfalls
möglich. Als Ergebnis hiervon strömen die oben erwähnten ersten und zweiten Abgase alternierend in den thermischen Reaktor
50 und reagieren auf genau die gleiche Weise, wie es unter Bezugnahme auf Fig. 1 beschrieben wurde, miteinander. In die—
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sem Fall ist jedoch die Trennwand 62 nach Pig. 2 nicht notwendig,
da die ersten bzw. zweiten Abgase immer durch die linke bzw. rechte Seite der Abgasleitung 140 strömen.
Der Auspuffkrümmer 140 kann ebenfalls mit Hilfsluftdüsen 81
und sekundären Kraftstoff düsen 71 ausgerüstet werden, wie es
in ähnlicher Weise bei der Abgasleitung 40 nach Fig. 1 der Fall war; der einzige Unterschied liegt darin, daß die Anzahl
der verwendeten Teile anwächst.
- Patentansprüche
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Claims (1)
- Pat entansprücne[1.J System zur Verringerung der Konzentrationen von schädlichen Substanzen im Abgas eines Verbrennungsmotors vor der Emission in die Atmosphäre, wobei der Motor eine gerade Zahl von Verbrennungskammern hat, gekennzeichnet durch eine mit den Verbrennungskammern (11, 12, 13, 12J-J 111,112, 113, 114, 115, 116) des Motors (10; 110) verbindbare Abgasleitung (40; 140) mit einem Auslaß (45), durch einen thermischen Reaktor (50), der aus einem zylindrischen, inneren Körper (51), der eine Reaktionskammer (54) bildet und dessen in dem mittleren Bereich seiner Umfangswand angeordneter Einlaß (55) mit dem Auslaß (45) der Abgasleitung (40; 140) verbunden ist, und einem, zylindrischen äußeren Körper (52) besteht, der den inneren Körper (51) unter Ausbildung eines Zwischenraums (53) umschließt und mit einer Auslaßöffnung (60) versehen ist, die in dem mittleren Bereich seiner Umfangswand ausgebildet ist, wobei der Raum (53) mit der Reaktionskammer (54) durch in den beiden Endabschnitten (57) des inneren Körpers (51) ausgebildete Löcher (56) in Verbindung steht und von dem Einlaß (55) isoliert ist, und durch eine erste Einrichtung, die bewirkt, daß die Abgasleitung (40$ 140) zwei unterschiedlich zusammengesetzte Abgasarten alternierend in Abhängigkeit von der Zündfolge der Verbrennungskammern (11, 12, 13, 14$ 111, 112, 113, 114, 115, 116) abgibt, wobei das erste dieser Abgase relativ große Mengen an Kohlenmonoxid und unverbranntem Kraftstoff und das zweite Abgas relativ geringe Mengen an Kohlenmonoxid und unverbranntem Kraftstoff und eine relativ große Luftmenge enthalten.2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß*die erste Einrichtung (25, 26) ein erstes Luft/Kraftstoff-Gemisch mit einem Luft/Kraftstoff-Verhältnis, das unterhalb des stöchiometrischen Verhältnisses liegt, erzeugt und zu einer ersten Gruppe von Verbrennungskammern (11, 12, 13, 14; 111, 112,113, 114, 115, 116) liefert, die aus einer Hälfte der Verbren-6 0 9811/07U.nungskammern besteht, und daß die erste Einrichtung (25, 26) ein zweites Luft/Kraftstoff -Gemisch mit einem Luft/Kraftstoff-Verhältnis, das oberhalb des stöchiometrischen Wertes liegt, erzeugt und zu einer zweiten Gruppe liefert, die aus der anderen Hälfte der Verbrennungskammern besteht, wobei die erste und zweite Gruppe so ausgebildet sind, daß jede Verbrennungskammer der ersten Gruppe alternierend in der Reihenfolge mit einer Verbrennungskammer der zweiten Gruppe gezündet wird.3. System nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite Einrichtung vorgesehen ist, um dem ersten Abgas Hilfsluft zuzuführen, wenn die Motorlast unterhalb eines vorherbestimmten Wertes liegt, wobei ein Anteil, des unverbrannten Kraftstoffs in dem ersten Abgas zur Verhinderung einer übermäßigen Temperaturverringerung·'äes ersten Abgases in der Abgasleitung (40; 140) verbrennen kann·4. System nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Einrichtung wenigstens eine Hilfsluftdüse (81), die mit der Abgasleitung. , (40; 140) an einer Stelle in der Nähe der ersten Gruppe von Verbrennungskammern in Verbindung steht, eine mit der Luft düse (81) verbundene Luftleitung (82), ein normalerweise geschlossenes, in der-Luftleitung (82) angeordnetes Ventil (83) und eine dritte Einichtung (84) aufweist, um das Ventil (83) zu öffnen, wenn die Motorlast unterhalb eines vorherbestimmten Wertes liegt.5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Einrichtung wenigstens eine sekundäre Kraft st off düse (71) aufweist, die in der Abgasleitung (40; 140) an einer Stelle angeordnet ist, die nahe bei einer ersten Gruppe von Verbrennungskammern liegt, die aus einer Hälfte, der Verbrennungskammern besteht, die so ausgewählt sind, daßjede dieser Verbrennungskammern alternierend in der Reihenfolge mit einer der übrigen Verbrennungskammern, die -eine zweite Gruppe bilden, gezündet wird, daß die erste Einrichtung weiterhin. >eine Kraftstoffleitung (72) aufweist, die die Kraft-509811/07Ustoff düse (71) mit einem Kraft stoff zufuhrsyst em verbindet, und daß allen Verbrennungskammern (11, 12, 13, 14-j 111, 112, 113, 11^, 115, H 6) ein Luft/Kraftstoff-Gemisch mit einem Luft/Kraftstoff-Verhältnis zugeführt wird, das oberhalb des stöchiometrischen Wertes liegt.6· System nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch wenigstens eine, in der Abgasleitung (40; 140) an einer Stelle nahe,: bei der Kraftstoff düse (71) angeordnete Hilfsluftdüse (81), durch eine mit der Luftdüse (81) verbundene Luftleitung (82), durch ein normalerweise geschlossenes, in der Luftleitung (82) angeordnetes Ventil (83), durch ein normalerweise teilweise offenes und in der Kraftstoffleitung (72) angeordnetes Ventil (73), dessen öffnung variabel ist, und durch eine Einrichtung (84·), die das normalerweise geschlossene Ventil öffnet und die öffnung des normalerweise offenen Ventils vergrößert, wenn die Motorlast unterhalb eines vorherbestimmten Wertes liegt.7- System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Körper (51) des thermischen Reaktors (50) zwei quer verlaufende Trennwände (58, 59) aufweist, die mit mehreren Löchern (59) versehen und in der Reaktionskammer (54-) an Stellen zwischen dem Einlaß (55) und den beiden Eadb er eichen (57) des inneren Körpers (51) angeordnet sind, wobei die Reaktionskammer (54) in drei zylindrische Abschnitte aufgeteilt ist.8. System nach Anspruch 7j dadurch gekennzeichnet, daß der thermische Reaktor (50) zur Aufteilung des mittleren zylindrischen Abschnittes (54A> in zwei Hälften eine quer in der Mitte der Reaktionskammer (54·) angeordnete Trennwand (62) aufweist, die sich bis in den Einlaß (55) erstreckt und diesen in zwei Abschnitte aufteilt, die-jeweils mit den beiden Hälften der zylindrischen Abschnitte in Verbindung stehen, und daß der Auslaß (4-5) der Abgasleitung (40; 140) in zwei Abschnitte aufgeteilt wird, die jeweils mit den beiden Bereichen des Einlasses in Verbindung stehen.5098.11/07ULeerseite
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