DE2438570A1 - Aufhaengung fuer ein foerdermittel - Google Patents
Aufhaengung fuer ein foerdermittelInfo
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Description
Waggonfabrik Uerdingen A.G. M. 992
4150 Krefeld-Uerdingen
Aufhängung für ein Fördermittel
Die Erfindung betrifft eine Aufhängung für ein Fördermittel, insbesondere für eine Hängebahn zur Personenbeförderung in
Stadtzentren, die im wesentlichen aus einem in einem Fahrbahnträger geführten Fahrwerk und mindestens einer daran angeschlossenen
Tragstange für eine Kabine besteht.
Für derartige Aufhängungen bestehen unter anderem die Forderungen,
von den Fahrgästen als unangenehm empfundene Schräglagen der Kabine in geraden Fahrbahnabschnitten, beispielsweise hervorgerufen
durch einseitige Beladung oder Wind, zu vermeiden, sowie die bei Kurvenfahrt verspürbare Querbeschleunigung weitgehend
zu mindern.
Durch Kabinenseilbahnen ist es bekannt, zur Minderung von infolge einseitiger Beladung auftretender Schräglagen der Kabine, diese
mit großem Abstand vom Aufhängepunkt anzuordnen. Um den aus der Mitte verlagerten Schwerpunkt unter den Aufhängepunkt zu bringen,
reicht ein relativ kleiner Schwenkwinkel aus, so daß eine angenähert horizontale Lage des Kabinenbodens gegeben ist. Bei einer
derartigen Kabinenaufhängung werden die große Bauhöhe und vor allem die fehlende Stabilisierung gegen Umwelteinflüsse als nachteilig
angesehen. Im Straßen- und Gleisbau ist es üblich, die auf Grund der Fliehkraft auftretende Querbeschleunigung durch Überhöhung
der Kurven zu reduzieren. Mit dieser Bauweise ist zwar für eine bestimmte Geschwindigkeit ein völliger Ausgleich der Querbeschleunigung
möglich; sie ist jedoch - angewandt bei dem Fahr-
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bahnträger einer Hängelbahn - mit erheblichem technischen Aufwand und hohen Kosten verbunden. Außerdem ist es nachteilig, daß bei
Stillstand in der Kurve die Kabine eine relativ große Schräglage beibehält.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Aufhängung für Fördermittel der gattungsgemäßen Art mit einfachen konstruktiven
Mitteln und möglichst geringer Bauhöhe zu schaffen, die so ausgebildet ist, daß die eingangs gestellten Forderungen erfüllt werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Kabine
mit dem Fahrwerk quer zur Fahrtrichtung schwenkbar verbunden ist, wobei eine mit der Kabine und der Tragstange zusammenwirkende,
blockierbare Vorrichtung (z.B. Hydraulik-Dämpfer) vorgesehen ist, deren Funktion in Abhängigkeit der von einem in oder an der Kabine
befestigten Fliehkraftmesser ermittelten Werte freigegeben
wird, lediglich beim Durchfahren von Kurven der Fliehkraft entsprechende Schwenkbewegungen der Kabine zuläßt.
Eine gegenüber den im Fahrbetrieb auftretenden Belastungen besonders
widerstandsfähige und gewichtsgünstige Aufhängung liegt nach einer Ausgestaltung der Erfindung dann vor, wenn die Tragstange
in einem an der Kabine befindlichen Gelenkpunkt angreift, wobei die Vorrichtung einerseits an der Kabine und andererseits an der
Tragstange zwischen dem Gelenkpunkt und dem Fahrwerk angelenkt ist.
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7438570
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Im Hinblick auf eine möglichst einfache Erfassung auftretender Fliehkräfte ist nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
vorgesehen, daß der Fliehkraftmesser ein-quer zur Fahrtrichtung
"bewegliches Pendel und zwei davon betätigte berührungslose
Schalter aufweist, die mit einem eine Freigabe der Vorrichtung infolge von Schwingungen bei Geradeausfahrt verhindernden
horizontalen Abstand zum Pendel angeordnet sind. Damit ist auch eine Fixierung der Kabine gegenüber systemeigenen Schwingungen
während der Geradeausfahrt gegeben. Darüber hinaus wird die in
der Kurve fahrende Kabine in einer der Fliehkraft entsprechenden Ausschwenkstellung gehalten.
Nach einem, weiteren Gedanken der Erfindung wird vorgeschlagen,
daß die Vorrichtung als Kraftantrieb ausgebildet ist, der, von dem Fliehkraftmesser unter Zwischenschaltung eines Druckreglers
gesteuert, die Kabine bei Kurvenfahrt verschwenkt. Durch das danach vorliegende regulierbare Verschwenken der Kabine in Kurven
ist eine optimale Anpassung an beschränkte Platzverhältnisse innerhalb der Fahrbahnträger^Trasse möglich.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß mit einfachen Mitteln eine gewichtsgünstige Aufhängung
geschaffen ist, die einerseits die Kabine im geraden Fahrbahnträger, bei Stillstand und während der Fahrt, gegenüber Seitenwind
und Fahrgastbewegungen (z.B. Ein- und Aussteigen) stabilisiert. Dadurch wird ein Schaukeln der Kabine verhindert und es ergeben
sich eine hohe Sicherheit im Bahnhofsbereich, beispielsweise keine
Gefahr einer Berührung mit der Bahnsteigkante, und eine Steigerung des Fahrkomforts. Andererseits läßt die Aufhängung bei
Kurvenfahrt ein Ausschwenken der Kabine z^^ und mindert damit sonst
verspürbare Querbeschleunigungen, so daß der Fahrkomfort weiter verbessert ist.
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Ausführungsheispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt
und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen, jeweils im schematischen Querschnitt
Fig. 1 ein Fördermittel mit einem im vergrößerten Maßstab gezeichneten
Fliehkraftmesser in einem geraden Fahrbahnträger,
Fig. 2 das in Fig. 1 dargestellte Fördermittel in einer Rechtskurve
des Fahrbahnträgers während der Fahrt,
Fig. 3 ein anderes, regulierbar verschwenkbares Fördermittel, ebenfalls im geraden Fahrbahnträger.
Gemäß den Fig. 1 und 2 weist das Fördermittel einen kastenförmig ausgebildeten, unten längsgeschlitzten Fahrbahnträger 10 auf,
der ein umrißlich dargestelltes Fahrwerk 2 mit hintereinander liegenden Laufrädern 2a und oberen Rollen 2b trägt bzw. in der
Horizontalen führt. Am Fahrwerk 2 ist eine durch den Längsschlitz 10a des Fahrbahnträgers 10 tretende Tragstange 3 winkelsteif befestigt,
die in einem an der unterhalb des Fahbahnträgers 10 angeordneten Kabine 1 gebildeten Gelenkpunkt 6 angreift. An der
Tragstange 3 ist über dem Gelenkpunkt 6 eine blockierbare Vorrichtung 4 - hier ein mittels eines Magnetventils 4a fixierbarer
hydraulischer Dämpfer - befestigt, die mit ihrem freien Ende im oberen Seitenbereich der Kabine 1 angelenkt ist. Innerhalb der
Kabine 1 ist ein Fliehkraftmesser 5 angebracht, der aus einem
quer zur Fahrtrichtung frei beweglichen Pendel 7 und zwei kabinenfesten, jeweils im Abstand A zum Pendel 7 angeordneten berührungslosen
Schaltern 8 besteht. Die Schalter 8 sind über eine Steuerleitung 11 mit dem Magnetventil 4a der Vorrichtung 4 verbunden.
OFUGlNAL INSPECTED
ß fl9 0 0 ft / η r: 3 5
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In der in Fig. 1 dargestellten Anordnung befindet sich das Pendel 7 in vertikaler Ruhelage; die Vorrichtung h. ist blockiert und
dadurch die Kabine 1 bei Stillstand und Fahrt in der Geraden starr mit üGm Fahrwerk 2 verbunden. Während des Einfahrens in eine in
die Zeichenebene hinein verlaufende Rechtskurve des Fahrbahnträgers 10 bewegt sich das Pendel 7 auf Grund der Fliehkraft nach
links und gibt durch Schließen des entsprechenden Schalters 8 die Blockierung der Vorrichtung k frei. Die Kabine 1 schwenkt dann,
von der Vorrichtung 4 gedämpft, um den Gelenkpunkt 6 ebenfalls nach links bis die in Fig. 2 gezeigte Stellung mit wieder blokkierter
Vorrichtung 4 eingenommen ist.
Bei dem weiteren Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 entspricht der
konstruktive Aufbau von Fahrbahnträger 10 und Fahrwerk 2 dem zuvor beschriebenen Beispiel. Davon abweichend sind an der Kabine 1 und
der Tragstange 3 spiegelbildlich zueinander zwei als hydraulische Kraftantriebe ausgebildete blockierbare Vorrichtungen 4 angelenkt.
Weiter nimmt die Kabine 1 den Fliehkraftmesser 5 auf, der einen damit gekoppelten Druckregler 9 steuert. Die Vorrichtungen h sind
mit dem Druckregler 9 über Hydraulxkleitungen 12 verbunden. Im
Beginn der Kurve des Fahrbahnträgers 10 werden die Vorrichtungen 4 durch den dabei wirksamen Druckregler 9 in ihrer Länge derart
verändert, daß die Kabine 1 eine der Fliehkraft entsprechende Schräglage einnimmt.
ORIGINAL INSPECTED
-<3 / Q 6 3 S
Claims (3)
- Waggonfabrik Uerdingen A.G. M. 992Krefeld-UerdingenPatentansprüche:Aufhängung für ein Fördermittel, insbesondere für eine Hängebahn zur Personenbeförderung in Stadtzentren, die im wesentlichen aus einem in einem Fahrbahnträger geführten Fahrwerk und mindestens einer daran angeschlossenen Tragstange für eine Kabine besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Kabine (l) mit dem Fahrwerk (2) quer zur Fahrtrichtung schwenkbar verbunden ist, wobei eine mit der Kabine (l) und der Tragstange (3) zusammenwirkende, blockierbare Vorrichtung (4) (z.B. Hydraulik-Dämpfer) vorgesehen ist, deren Funktion in Abhängigkeit der von einem in oder an der Kabine (l) befestigten Fliehkraftmesser (5) ermittelten Werte freigegeben wird, lediglich beim Durchfahren von Kurven der Fliehkraft entsprechende Schwenkbewegungen der Kabine (l) zuläßt.
- 2. Aufhängung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragstange (3) in einem an der Kabine (l) befindlichen Gelenkpunkt (6) angreift, wobei die Vorrichtung (4) einerseits an der Kabine (l) und andererseits an der Tragstange (3) zwischen dem Gelenkpunkt (6) und dem Fahrwerk (2) angelenkt ist.
- 3. Aufhängung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Fliehkraftmesser (5) ein quer zur Fahrtrichtung bewegliches Pendel (7) und zwei davon betätigte berührungslose Schalter (8) aufweist, die mit einem eine Freigabe der Vorrichtung (4) infolge von Schwingungen bei Geradeausfahrt verhindernden horizontalen Abstand (A) zum Pendel (7) angeordnet sind.— 7 —OfUGINAL INSPECTED609808/0635- 7 - M.k. Aufhängung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (k) als Kraftantrieb ausgebildet ist, der, von dem Fliehkraftmesser (5) unter Zwischenschaltung eines Druckreglers (9) gesteuert, die KaMne (l) hei Kurvenfahrt verschwenkt.Krefeld-Uerdingen, den 31. JuliWaggonfabrik Uerdingen A.G, ppa. i.V.Plenker SchwerenOBiGJWAL INSPECTED O 9 fl Q P, j η γ. 3 5Leerseite
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Also Published As
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