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Dabei ist wesentlich, daß ein fest auf der Grundplatte aufgeschraubter
Eckpfeiler in eine lose Stellung zu-
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rückgeschraubt werden muß, wenn die die Seitenwandplatten aufnehmenden
Nuten bei angezogener Schraubverbindung nicht genau zu den Kanten der Seitenwandplatten
ausgerichtet sind, was praktisch nicht zu bewerkstelligen ist. Bezüglich des Aufbaues
und des zur Verfügung stehenden Raumes wird bei diesem Spielzeughaus das Kind nahezu
vor vollendete Tatsachen gestellt, wodurch den der Phantasie unterworfenen Variationsmöglichkeiten
enge Grenzen gesetzt sind.
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Weiterhin ist ein Spielzeughäuschen (nach der schweizerischen Patentschrift
281776) bekannt, das aus mehreren unterschiedlich gefertigten prismatischen Stäben
bzw.Platten und Streifen besteht, die in die Nuten der prismatischen Stäbe eingeschoben
werden. Diese Stäbe weisen mindestens an einem Ende eine Ausnehmung auf, deren Höhe
gleich der halben Dicke der waagerecht zu verlegenden Stäbe ist, wobei an den Kanten
Zapfen von dreieckigem Querschnitt gebildet werden. Die Stäbe sind an den Enden
mit einem Kopf versehen, der in die Ausnehmung eingesetzt werden kann und einen
Teil dieser Ausnehmung ausfüllt. Hinter dem Kopf der Stäbe befindet sich ein dünnerer
Hals, der zwischen die zwei Zapfen hineingepaßt werden kann. Wenn nicht alle Einschnitte
der Stäbe ausgefüllt sind, muß der verbleibende Raum durch Klötzchen gefüllt werden,
weil andernfalls auf Grund der Labilität der Verbindungsteile ein rechtekkiger Aufbau
schon bei geringen äußeren Kräften zu einem Rhombus bzw. zu einer Raute verformt
werden kann. Dabei besteht die Gefahr, daß der Kopf an den Enden der Stäbe an seinem
Hals abgeschert wird. Außerdem erfordert die Fertigung der Nuten, der Ausnehmungen
und der Hälse in den Stäben eine komplizierte und teure Maß- und Paßarbeit, insbesondere
dann, wenn nach der Darstellung der Beschreibung und einzelner Zeichnungsfiguren
die unterschiedlichen Stäbe aus Holz bestehen sollen.
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Und schließlich ist ein Spielzeughaus (nach der deutschen Patentschrift
478465) anderer Art bekannt, dessen Böden, Seitenwände und Dachseiten aus Lattenrosten
bestehen, die miteinander verklinkt werden. Die beiden Dachseiten werden an ihrem
oberen Ende von einer Firststange zusammengehalten.
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Diese Firststange weist zwei um einen Stellwinkel der Dachseiten zueinander
versetzte Nuten auf, in welche die Lattenroste der Dachseiten hineingesteckt werden.
Diese Firststange hält lediglich die beiden leichten obersten, die Dachseiten bildenden
Lattenroste zusammen. Eine solche Firststange zur Verbindung zweier tragender Seitenwandplatten
wie beim Anmeldungsgegenstand zu verwenden, geht aus dieser Vorveröffentlichung
nicht hervor.
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Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, ein Spielzeughaus
der eingangs genannten Gattung zu schaffen, das sich hinsichtlich seiner Seiten-und
Querstabilität durch eine hervorragende Festigkeit und durch eine geringe Anzahl
unverwechselbarer, lediglich formschlüssig ineinander steckbarer und einen geringen
Verschnitt aufweisender Einzelteile auszeichnet sowie eine von allen vier Seiten
mögliche Bespielbarkeit sicherstellt, die der Phantasie freien Lauf lassende Variationsmöglichkeiten
bietet.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß es aus zwei
spitzwinklig zueinander geneigten Seitenwandplatten besteht und die Bodenplatten
mit ihren eine Feder oder eine Nut aufweisenden Stirnsei-
greifen, der mit seinen
Enden in je eine Verbindungsöffnung der Seitenwandplatten eingreift.
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Auf diese Weise wird ein stabiles Spielzeughaus geschaffen, das in
seinem Grundprinzip lediglich drei unterschiedliche Teile, nämlich die Seitenwandplatten,
die Bodenplatten und die Tragriegel besitzt und auch von einem nichtschulpflichtigen
Kind selbsttätig zusammengesetzt und auseinandergenommen werden kann. Beim Einsatz
von nur zwei Bodenplatten weist dieses Spielzeughaus bei relativ geringen Wanddicken
seiner Platten auf Grund seines formschlüssig ineinandergreifenden, starren Rahmenprinzips
eine derartige Festigkeit auf, daß es zum Beispiel von einem etwa 40 kp schweren
Kind bestiegen werden kann, ohne daß Beschädigungen des Spielzeughauses befürchtet
werden müssen. Und schließlich ist dieses Spielzeughaus von allen vier Seiten zugänglich,
bietet durch einfaches Einsetzen oder Herausnehmen einzelner Bodenplatten eine vielfältige
Variationsmöglichkeit und kann durch die variable Größe der zur Verfügung stehenden
Gesamtstellfläche unterschiedlich bestückt werden.
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Nach einem vorteilhaften Merkmal der Erfindung sind die über die
Verbindungsöffnungen einer Seitenwandplatte hinausragenden Enden zweier gegenüberliegender
Tragriegel einer Bodenplatte über eine an sich bekannte Nut-, Federverbindung mit
einem in Höhe dieser Bodenplatte an der Außenseite der Seitenwandplatte verlaufenden
Querriegel verbindbar.
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Dabei kann die Nut-, Federverbindungsstelle des Tragriegels mit dem
Querriegel in an sich bekannter Weise eine Durchgangsöffnung für den Einsatz eines
Splintes, eines Bolzens oder einer Schraubverbindung besitzen. Durch die zusätzliche
Anbringung des Querriegels werden an der Außenseite der Seitenwandplatten zusätzliche
Stellflächen in Form von Terrassen geschaffen, die zudem die Festigkeit dieses Spielzeughauses
derart erhöhen, daß es an den Terrassen besteigbar ist.
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Nach einem weiteren vorteilhaften Merkmal ist das Spielzeughaus durch
die Einsetzung von mittig zwischen den Seitenwandplatten und den Bodenplatten angeordneten,
vertikalen Zwischenwänden in zwei gleich große von gegenüberliegenden Seiten bespielbare
Spielzeughäuser unterteilbar. Dabei bestehen die vertikalen Zwischenwände aus ebenen,
trapezoidalen und mit ihrer Grundseite in eine Nut einer Standschiene einsetzbaren
Platten, wobei die Seitenwandplatten zu beiden Seiten dieser mittig einsetzbaren
Zwischenwände in Form, Größe und Zahl die gleichen Öffnungen, wie z. B. Tür- und
Fensteröffnungen, aufweisen. Durch das einfache Einschieben dieser Zwischenwände
mittels einer Standschiene wird das Spielzeughaus in zwei gleich große Spielzeughäuser
gleicher Form unterteilt, die je für sich getrennt zu gleicher Zeit von zwei Kindern
unterschiedlichen Alters bespielbar sind. Da die Seitenwandplatten spiegelbildlich
die gleichen Öffnungen, z. B. Tür- und Fensteröffnungen, aufweisen, können sie durch
entsprechendes Aufeinanderlegen in einem Arbeitsgang gefertigt werden. Durch Verschieben
der Zwischenwände in den einzelnen Etagen bietet das Spielzeughaus praktisch unendlich
viele Möglichkeiten der Raumaufteilung. Diese Variationsmöglichkeiten können durch
zusätzliche firstparallel in den einzelnen Etagen anzuordnende Trennwände vervielfältigt
werden.
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Giebelstelle durch eine an sich bekannte Firststange miteinander verbunden,
die zum Einsatz der Firstkanten der Seitenwandplatten zwei um den Stellwinkel der
Seitenwandplatten zueinander versetzte Nuten aufweist. Hierdurch wird dem Spielzeughaus
bei nur einer eingesetzten Bodenplatte eine ungewöhnliche Starrheit verliehen. Um
ein rasches Aufräumen der auf den einzelnen Bodenplatten aufgestellten Spielzeuge
zu ermöglichen, wird die unterste Bodenplatte mit mindestens einer Schublade versehen.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt.
Dabei zeigt Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Erfindung in Frontansicht mit
geschnittener rechter Hälfte, Fig. 2 die Seitenan sicht von Fig. 1, Fig. 3 einen
Schnitt nach der Linie III/III von Fig. 1, Fig. 4 eine vergrößerte Ansicht des Ausschnittes
IV der Fig. 2 in teilweisem Schnitt, Fig. 5 eine vergrößerte Ansicht des Ausschnittes
V von Fig. 1, Fig. 6 eine zweite Ausführungsform der Erfindung in Frontansicht mit
geschnittener rechter Bildhälfte, Fig. 7 die Seitenansicht von Fig. 6, Fig. 8 die
Ansicht des Schnittes nach der Linie VIII/VIII von Fig. 6, Fig. 9 die Ausschnittsvergrößerung
IX von Fig. 6, Fig. 10 die Ausschnittsvergrößerung X von Fig. 7, Fig. 11 die Schnittansicht
gemäß der Linie XI/XI von Fig. 8, Fig. 12 die Ausschnittsvergrößerung XII von Fig.
7, und Fig. 13 einen Schnitt nach der Linie XIII/XIII von Fig. 8.
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Das in Fig. 1 dargestellte neue Spielzeughaus besteht aus zwei spitzwinklig
zueinander geneigten Seitenwandplatten 1 sowie aus mehreren etagenartig übereinander
einsetzbaren Bodenplatten 2, deren Stirnseiten 2' in je eine Nut 3' eines Tragriegels
3 greifen, der mit seinen Enden 3" in je einer rechteckigen Verbindungsöffnung 1'
der Seitenwandplatten 1 angeordnet ist. Die Anordnung eines Endes 3" eines Tragriegels
3 ist in Fig. 5 dargestellt. Der Tragriegel 3 ist mit einer durchgehenden Nut 3'
versehen, in die die Bodenplatte 2 mit ihrer Stirnseite eingesetzt ist.
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An seinem Ende 3" ist der Tragriegel 3 mit einer ausgefrästen Öffnung
3"' versehen.
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Zur Montage werden zunächst die Seitenwandplatten 1 an ihrer Giebelstelle
1" durch eine Firststange 4 miteinander verbunden, in der zwei um den Stellwinkel
a der Seitenwandplatten 1 zueinander versetzte Nuten 4' angeordnet sind, wie insbesondere
aus Fig. 9 ersichtlich ist. Diese Firststange 4 wird von der Stirnseite 1"' der
Seitenwandplatten 1 über die Giebelstellen 1" geschoben. Alsdann werden an einer
Seite der Seitenwandplatten 1 die Tragriegel 3 durch die einzelnen Verbindungsöffnungen
1' geschoben, bis sie mit ihrer ausgefrästen Öffnung 3"' mit der Unterkante der
jeweiligen Verbindungsöffnung 1' in Eingriff gelangen. Hiernach wird die jeweilige
Bodenplatte 2 mit ihrer Stirnseite 2' in die Nut 3' des Tragriegels eingesetzt.
Hierauf wird an der gegenüberliegenden Seite der Seitenwandplatten 1 der jeweilige
Tragriegel durch die Verbindungsöffnungen 1' geschoben, wobei die an dieser Seite
gelegene Stirnseite 2' der jeweiligen Bodenplatte 2 in die Nut 3' des Tragriegels
3 gleitet.
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Sobald auch diese Tragriegel 3 mit ihren ausgefrästen Öffnungen 3"'
über die Unterkante der Verbindungs-
öffnungen 1' gleiten und einrasten, ist die
jeweilige Einsatzbodenplatte 2 fest verriegelt. Dabei ist wesentlich, daß die Bodenplatte
2 einerseits zwischen den Ecken liv der Verbindungsöffnungen 1' und andererseits
zwischen den Nuten 3' der Tragriegel 3 unverrückbar gehalten wird (siehe Fig. 5).
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Wie weiterhin aus den Fig. 1 bis 3 hervorgeht, ist das Spielzeughaus
durch die Einsetzung von mittig zwischen den Seitenwandplatten 1 und den Bodenplatten
2 angeordneten, vertikalen Zwischenwänden 5 in zwei gleich große, von gegenüberliegenden
Seiten 1"' bespielbare Spielhäuser unterteilbar. Die vertikalen Zwischenwände 5
bestehen aus ebenen, trapezoidalen, mit ihrer Grundseite 5' in eine Nut 6' an der
Standschiene 6 einsetzbaren Platten, wobei die Seitenwandplatten 1 zu beiden Seiten
dieser mittig einsetzbaren Zwischenwände 5 in Form, Größe und Anzahl die gleichen
Öffnungen, z. B. Türöffnungen 7 und Fensteröffnungen 8, aufweisen. Durch Verschieben
der trapezoidalen Zwischenwände 5 mit der Standschiene 6 in den einzelnen Etagen
bietet das Spielzeughaus unendlich viele Möglichkeiten der Raumaufteilung. Falls
die trapezoidalen Zwischenwände 5 mit der Standschiene 6 genau in der Mitte einer
Bodenplatte 2 angeordnet werden, entstehen zwei gleich große Spielhäuser, wie aus
Fig. 3 ersichtlich ist. Das heißt, daß zu beiden Seiten der Zwischenwand 5 in jeder
Etage je eine Türöffnung 7 und eine Fensteröffnung 8 angeordnet sind.
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Um ein rasches Aufräumen der auf den einzelnen Bodenplatten 2 aufgestellten,
nicht-dargestellten Spielzeuge zu ermöglichen, wird die unterste Bodenplatte 2 mit
ein bzw. zwei Schubladen 9 ein- bzw.
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beidseitig versehen. Es ist aber auch möglich, in mehreren Etagen
Schubladen unterschiedlicher Breite einzusetzen.
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Für die zweite, in den Fig. 6 bis 8 dargestellte Ausführungsform
des neuen Spielzeughauses sind gleiche, mit der ersten Ausführungsform übereinstimmende
Teile mit identischen Bezugsziffern versehen. Diese zweite Ausführungsform des Spielzeughauses
unterscheidet sich von der erstbeschriebenen vornehmlich dadurch, daß nunmehr die
Tragriegel 3 nicht in geschlossenen Verbindungsöffnungen 1"', sondern in rechteckige
an einer Seite offene Verbindungsöffnungen 10' der Seitenwandplatten 1 eingesetzt
sind. Wie insbesondere aus Fig. 10 hervorgeht, wird auch hier die Bodenplatte 2
mit ihrer Stirnseite 2' in die Nut 3' des Tragriegels 3 eingesetzt. Der Tragriegel
3 greift mit einer Seite in die rechteckförmige, einseitig offene Verbindungsöffnung
10' der Seitenwandplatte 1 ein.
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Um nun ein Herausziehen des Tragriegels 3 in der eingezeichneten Pfeilrichtung
und damit ein Herunterfallen der Bodenplatte 2 zu vermeiden, werden die über die
Verbindungsöffnungen 10' einer Seitenwandplatte 1 hinausragenden Enden 3" zweier
gegenüberliegender Tragriegel 3 einer Einsatzbodenplatte 2 über eine Nut 31v der
Tragriegel 3 und eine Feder 11' mit einem in Höhe der Einsatzbodenplatte 2 an der
Außenseite der Seitenwandplatte 1 verlaufenden Querriegel 11 miteinander verbunden.
Die Nut-, Federverbindungsstelle 3iv, 11' des Tragriegels 3 mit dem Querriegel 11
besitzt eine Durchgangsbohrung 12 für den Einsatz eines Splintes bzw. Bolzens 13
oder einer nicht dargestellten Schraubverbindung. Auf diese Weise werden die Tragriegel
3 mit den Querriegeln 11 unverrückbar zu einem die Seitenwandplatten 1 umgreifenden
starren Rahmen verbunden und
die Bodenplatten 2 unverrückbar gehalten.
Durch die zusätzliche Anbringung der Querriegel 11 werden an der Außenseite der
Seitenwandplatten 1 zusätzliche Stellflächen in Form von formschönen Terrassen geschaffen,
die zudem die Festigkeit dieses Spielzeughauses derart erhöhen, daß es an den Terrassen
von einem Kind mit einem Gewicht von z. B. 40 kp besteigbar ist. Das gilt insbesondere
dann, wenn die Seitenwandplatten 1 etwa eine Länge L von 1 1100 mm, eine Breite
B von 500 mm und eine Dicke D von 10 mm besitzen und aus Preßspanplatten bestehen.
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Dabei sollte das Spielzeughaus etwa vier Einsatzbodenplatten 2 aus
Preßspanplatten mit einer Dicke d von 8 mm sowie aus Brettchen bestehende Tragriegel
3 und Querriegel 11 aus massivem Holz mit einer Breite b von mindestens 90 mm und
einer Dicke von 25 mm aufweisen.
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Wie aus den Fig. 10 bis 13 hervorgeht, ist sowohl
die Nut 3' im Querriegel
3 zum Einsatz der Bodenplatte 2 als auch die Nut 3lV im Tragriegel 3 zum Einsatz
der Feder 11' des Querriegels 11 mittig angeordnet. Das hat zur Folge, wie aus Fig.
11 ersichtlich ist daß die Oberseite 11" des Querriegels 11 mit der Oberkante 7'
der Türöffnung 7 abschließt und daß die Seitenkanten 2" der Bodenplatten 2 unverrückbar
an den Innenflächen der Seitenwandplatten 1 anliegen.
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Im vorliegenden Fall wurde davon ausgegangen, daß das Spielzeughaus
aus Holz hergestellt ist. Auf Grund der wenigen Einzelteile bietet sich jedoch auch
eine Fertigung aus Kunststoff-Spritzgußteilen an. Der besondere Vorteil dieses neuen
Spielzeughauses beruht einerseits darin, daß es von praktisch allen vier Seiten
bespielbar ist und andererseits darin, daß es bei nur einer eingesetzten Bodenplatte
2 und bei eingesetzter Firststange 4 an der Firststange aufgehängt und transportiert
werden kann.