DE2433161A1 - Fahrzeugreifen - Google Patents
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Description
Patentanwälte
Dipl.-teg. fcsrir.afin 2433161
S München 2, Roeental?
Tel. 2 §03988
Tel. 2 §03988
Z/11/585
1Oo Juli 1974
Pneumatiquess Caoutchouc Manufacture et Plastiques Kleber-Colombes
92 COHMBES / Frankreich
fahrzeugreifen
Die Erfindung "betrifft Gürtelreifen;, die insbesondere
zur Ausrüstung von Hochgeschwindigkeits~Straßenfahr~
zeugen vorgesehen sind«,
Um die Wirksamkeit derartiger Gürtelreifen zu stei·=·
gern9 und um die Ablb'seerscheinungen zu verringern die
"beim Hochleistungsbetrieb im Bereich der Ränder dee Gürtels auftreten^ wurde bereits in d.em von der Anmelderin
am 31 ο Dezeinber 1959 angemeldeten französischen Patent
U253o395 vorgeschlagenP die Anzahl der Kabellagen über
den Rändern des Gürtels su erhöhen, beispielsweise9 indem
die Ränder einiger Schichten derart umgefaltet werdens daß sie die Ränder der anderen Schichten des Gürtels
Es wurde auch vorgeschlagen^ den Gürtel aus min-
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destens swei übereinanderliegenden Schichten von gleicher
Breite zu bilden^ wobei jede Schicht aus Kabeln besteht, die unter leicht geneigten Winkeln angeordnet
sind, wobei die Ränder dieser übereinanderliegenden Schichten gemeinsam umgefaltet sindo
Me Erfindung betrifft eine Yerbesserung eines derartigen
Gürtels mit umgefalteten Rändern^ welche darin besteht, daß die. äußeren umgefalteten Ränder (in Bezug auf
die Palte) breiter sind als die inneren umgefalteten Ränder 9 um die letzteren vollständig zu umhüllen und um über
diese in Sichtung auf die Mittelebene des Reifens hinaus au rageno
Die Erfindung wird im folgenden anhand einiger in
den Zeichnungen dargestellter bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläuterte Es aeigens
!igο 1 einen Querschnitt durch einen Reifen? der
einen Gürtel mit umgefalteten und abgestuften
seitlichen Rändern aufweist § und
Pigo 2 bis 4 Querschnitte durch andere Ausführungsformen analog aufgebauter Gürtelo
Me erfindungsgemäßen Seifen und der in Figo 1 ge«
zeigte Seifen umfaßt eine Karkasse 1O9 die aus einer oder
mehreren Schichten aus Oorägewetej ohne ladenkreuaung
oder mit einer geringen Padenlcreuzungg aufgebaut ist;das
aus Kabeln aus Baumwolle? MyloB, Polyester s Glasfasern
oder Metall besteht 9 wobei dies© Kabel ia Meridiamebenen
des Reifens angeordnet sind» Sie Ränder 11 der Schichten
der Karkasse sind um äi@ Hing© 12 der lelgenwülste umge-
faltete Diese Karkasse ist an den Seitenflächen von der
Plankeneinfassung 13 bedeckt, und sie trägt an ihrer Kuppe einen in Umfangsrichtung undehnbaren Gürtel Ho Der
Gürtel ist unterhalb der Laufsohle 15 angeordnet, die mit einer dem Verwendungszweck des Reifens entsprechenden
Profilierung versehen ist0
Die 3?orm des gezeigten Reifens entspricht der Quer-= schnittsform des Reifens im unaufgeblasenen Zustand^ doho
der Gießform,, Diese Form ist typisch für Niederquerschnittsreifen,
bei denen das Verhältnis zwischen der Höhe H und der Breite W gleich oder kleiner 0,8 ist, und mit einer in
Querrichtung im wesentlichen flachen oder geringfügig gewölbten lauffläche, wobei die Breite L dieser lauffläche
mindestens gleich oder größer ist als der Abstand der Wulstringe des auf seiner Felge montierten Reifens0
Bei dem in Mg0 1 gezeigten Ausführungsbeispiel besteht
der Gürtel 14 aus zwei Yerstärkungsschichten 16 und
17, deren Breite im ausgelegten Zustand verschieden,aber größer als die Breite 1 der lauffläche ist, wobei die untere
Schicht 16 die breitere Schicht iste Diese beiden
Schichten bestehen aus parallelen Kabeln, die in Bezug auf die Äquatorialebene unter einem kleinen Winkel angeordnet
sind, wobei dieser Winkel in den beiden Schichten entgegengesetzt ist, sodaß sich die Richtungen dieser Kabel
kreuzen«, Die beiden Schichten sind in Bezug auf die Äquatorialebene seitlich zentriert, und ihre seitlichen
Ränder sind gemeinsam umgefaltet, sodaß der Gürtel eine Breite aufweist, die im wesentlichen der Breite 1 der
lauffläche entspricht„ Aufgrund dieser Umfaltung befinden
sich die umgefalteten Ränder 16.j der unteren Schicht
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über den timgefalteten Rändern 1Y1 der oberen Schicht 1?0
Da die untere Schicht 16 breiter ist als die obere Schicht 17, bedecken die umgefalteten Ränder 16., die umgefalteten
Ränder 1T1 vollständig, und sie ragen über
diese hinaus, um sich zur Mittelebene des Reifens hin zu erstrecken,, Diese umgefalteten Ränder 16., enden jedoch
vorteilhafterweise in gutem Abstand vor der Mittelebene des Reifens, damit der mittlere Bereich des Gürtels
lediglich aus den beiden übereinanderliegenden Schichten besteht und in Bezug auf die durch die umgefalteten Ränder
16^ und 17« verstärkten Randbereiche verhältnismäßig
dünn bleibtο In der Praxis ist es vorteilhaft, daß die
Breite der umgefalteten äußeren Ränder 16. gleich oder
kleiner einem Viertel der Gesamtbreite des Gürtels ist, damit mindestens der mittlere dünne Bereich eine Breite
hat, die mindestens der Hälfte der Breite des Gürtels entspricht,,
Bei einem Reifen für einen Personenkraftwagen kann die Breite der umgefalteten Ränder 1T-. und 16.. in der
Größenordnung von 10 bzwo 20 mm liegen, was einerseits den
verstärkten Randbereichen eine ausreichende Erstreckung gibt, um dem Reifen die angestrebten Pahreigenschaften
(Spurhaltigkeit, schnelles Ansprechen auf Richtungsänderungsbelastungen,
gute Haftfähigkeit in Kurven und Bequemlichkeit) verleiht, und was andererseits eine gute
Umhüllung der Kanten der umgefalteten inneren Ränder 17-j
gewährleistet» Auf diese Weise besitzt der Gürtel 14 in seinen äußersten Randbereichen keine geschnittenen Ränder,
welche die kritischen Stellen bilden, an denen im Betrieb die Ablösung ihren Anfang nimmt«,
Bei der in Pige 2 gezeigten abgewandelten Ausführungsform
umfaßt der Gürtel 14 drei übereinanderliegende
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Schichten 16? 17 -und 180 Die Schicht 18 ist eine flache
Schicht, deren nicht umgefaltete Ränder von den umgefalteten Rändern 17-j der Schicht 17 bedeckt sinds die ihrerseits
von den breiteren umgefalteten Rändern 16- der Schicht 16 bedeckt sind0 Alle diese Schichten können aus
Kabeln bestehen^ die unter kleinen Winkeln geneigt sindp
die im wesentlichen den gleichen Wert aufweisen? die sich aber vorteilhafterweise von einer Schicht zur anderen kreuzen0
Wahlweise können die Kabel der einen dieser drei Schichten im wesentlichen in Querrichtung angeordnet seinp tun mit
den Kabeln der beiden anderen Schichten eine dreieckige Anordnung zu ergebene
In 3?ige 3 ist eine der Pig» 1 ähnliche Ausbildung des
Gürtels gezeigt 9 bei der jedoch eine Profileinlage 19 aus
Gummi in die Palze 17-j der Schicht 17 eingelegt ist„ Diese Profileinlagen 19 unterstützen die durch das Umfalten
der Ränder 16^ und 17-j erhaltene Verstärkungswirkung der
Ränder des Gürtels0 Diese Profileinlagen 19 aus Gummi besitzen vorteilhafterweise zumindest in Umfangsrichtung
einen hohen Elastizitätsmodule, was durch Gummimischungen
bewirkt werden kann? die mit Pasern vermischt sindP die
mehr oder weniger in Längsrichtung dieser Profileinlagen angeordnet sinda
Bei dem Ausführungsbeispiel nach S1Ig0 4 umfaßt der
Gürtel eine flache Schicht 18 und eine Schicht 17? deren Ränder 17-j um die Ränder der flachen Schicht 18 umgefaltet
sindo Die seitlichen Bereiche dieser Einheit sind jeweils mit einem Randstreifen 20 abgedeckt, dessen äußerer
umgefalteter Rand 20- breiter ist als der umgefaltete Rand 17-, um wie bei den vorstehend beschriebenen Aus»
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führungsbeispielen eine Abstufung der Kanten dieser Ränder zu erhaltene
Andere Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Gürtels lassen sich von den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen
ableiteno
Zur Herstellung dieser Gürtel lassen sich alle üblichen Materialien verwenden^ und insbesondere Textilkabel
(Baumwolles MyI on ? Polyesterp Glasfasern, usw0) oder Metallkabelo
Man kann auch Schichten miteinander vereinigen9 die aus unterschiedlichen Kabeln bestehen, wobei die eine
Schicht besipielsweise aus Metallkabeln und die andere aus Textilkabeln besteht* I1Ur die lextilschichten verwendet man
vorteilhafterweise Kabel mit einem hohen Modul und einer großen Festigkeit0 wie S0B0 Kabel aus aromatischem Polyamide
Diese Schichten können auch mit einer Gummimischung umhüllt sein? die einen sehr großen Elastizitätsmodul von
beispielsweise 200 kg/cm bei 100 $ iängung aufweist$ um
den Zusammenhalt der Kabel innerhalb der Schichten au steigerne
Bei den benachbarten Schichten, die aus Kabel "bestehen, welche unter einem kleinen Winkel in Bezug auf die
A'quatorialebene^ aber gegenläufig angeordnet sind, können
die Winkel dieser Kabel den gleichen.. Wert 9 beispielsweise
+ 20° und - 20° aufweisen, sie können aber auch leicht unterschiedliche Werte aufweisen* Die Kabel der einen Schicht
können beispielsweise unter einem kleinen Winkel von 4-10 bis + 20° angeordnet sein? und die Kabel der anderen
Schicht können unter einem etwas größeren Winkel von - 20 bis - 30° angeordnet seing wobei der Unterschied 5 bis 10°
beträgt» Derartige unterschiedliche Winkel können insbesondere in dem Fall verwendet werden, wo Schichten mit unter-
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schiedlichen Kabeln vereinigt werden, die weder den gleichen
Modul, noch die gleiche Festigkeit aufweisen,.
Zur Herstellung einer oder mehrerer der Schichten des Gürtels, wie die Schichten 16, 17 und 18 oder wie die
Randstreifen 20;könnte man auch homogene oder verhältnismäßig
homogene Gummimischungen verwenden, die im vulkanisierten
Zustand einen sehr hohen Elastizitätsmodul aufweisen, doho, deren Festigkeit und deren Dehnungswiderstand
wesentlich größer ist als bei den herkömmlichen Mischungen, wie sie üblicherweise in der Reifenindustrie verwendet werdeno
Darunter sind Gummimischungen zu verstehen, die einen Elastizitätsmodul von wesentlich mehr als 15 kg/cm "bei
einer Längung von 10 °/o aufweisen.
Eine Widerstandsfähigkeit in dieser Größenordnung kann dadurch erhalten werden, indem in die Gummimischungen besondere
Terstärkungszuschlagstoffe und/oder feine Fasern aus Textilmaterial, Metall oder Glas eingelagert werden«, A'usserst
feine Fasern aus Glas, Nylon oder Baumwolle, die einen Durchmesser in der Größenordnung von 0,03 nun auf- '
weisen, können beispielsweise hinreichend leicht in den Kautschuk eingelagert werden, um verhältnismäßig homogene
Mischungen zu erzielen, bei denen die Fasern ein äusserst feines Verstärkungsnetz bilden«. Als stark verfestigende
spezielle Zuschlagstoffe eignen sich insbesondere Polyolefine mit einem sehr hohen Molekulargewicht, gleich
oder größer 50O0OOO, wie Z0B0 Polyäthylen oder Polypropylen
(polypropylene isotactique),, Zur Herstellung der Gürtel
gemäß der vorliegenden Anmeldung eignen sich insbesondere solche verstärkten Kautschukmischungen, wie sie in
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der von der Anmelderin am 19o August 1971 hinterlegten
französischen Patentanmeldung 71 30346 oder in der am 26 ο Dezember 1972 hinterlegten Zusatzanmeldung 72 46284
"beschrieben sind, weil diese Mischungen den für diese An-■wendungszwecke
erforderlichen hohen Elastizitätsmodul aufweisen können0
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Claims (1)
- Patentansprüche( ahrzeugreifen mit niedrigem Querschnitt und mit einem Verstärkungsgürtels der mindestens zwei übereinanderliegende Schichten umfaßt 9 deren seitliche Ränder gemeinsam umgefaltet sinds dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren umgefalteten Ränder (16^) breiter sind als dia inneren umgefalteten Ränder (17.1)3 1^ &i-e letzteren vollständig zu umhüllen9 indem sie sich gegen die Mittelebene des Reifens erstrecken^ wobei die Breite der äußeren umgefalteten Ränder (16..) gleich oder kleiner einem Viertel der Breite des Gürtels (I4) ist02ο Reifen nach ijispruch 1S dadurch gekennzeichnet, daß der Gürtel (14) mindestens zwei übereinanderliegende Schichten (16S 17) umfaßt, deren Breite im ausgelegten Zustand die Breite (L) der Lauffläche (15) übersteigt, wobei die untere Schicht (16) breiter ist als die obere Schicht (17)j, damit die umgefalteten Ränder (16^) der unteren Schicht (16) die umgefalteten Ränder (17-j) der obe-409886/106- ίο -ren Schicht (17) vollständig umhüllen«!3. Reifen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der G-ürtel (14) eine Schicht (1?) mit umgefalteten Rändern 07-j) umfaßt, die in umgefaltete seitliche Handstreifen (20) eingebettet sind, deren äußere Ränder (20..) "breiter sind als die umgefalteten Ränder (17-j) der Schicht (17)α4o Reifen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Profileinlage (19) aus Hartgummi in die seitlichen ialse des Gürtels (14) eingelegt isto
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