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DE2423783A1 - Tauchsonde fuer die bestimmung des geloesten sauerstoffgehalts von schmelzen - Google Patents

Tauchsonde fuer die bestimmung des geloesten sauerstoffgehalts von schmelzen

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Publication number
DE2423783A1
DE2423783A1 DE2423783A DE2423783A DE2423783A1 DE 2423783 A1 DE2423783 A1 DE 2423783A1 DE 2423783 A DE2423783 A DE 2423783A DE 2423783 A DE2423783 A DE 2423783A DE 2423783 A1 DE2423783 A1 DE 2423783A1
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DE
Germany
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sleeve
probe according
immersion probe
oxygen
solid electrolyte
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE2423783A
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English (en)
Inventor
George R Fitterer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE2423783A priority Critical patent/DE2423783A1/de
Publication of DE2423783A1 publication Critical patent/DE2423783A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N27/00Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means
    • G01N27/26Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating electrochemical variables; by using electrolysis or electrophoresis
    • G01N27/403Cells and electrode assemblies
    • G01N27/406Cells and probes with solid electrolytes
    • G01N27/411Cells and probes with solid electrolytes for investigating or analysing of liquid metals
    • G01N27/4112Composition or fabrication of the solid electrolyte
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
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Description

  • Tauchsonde für die Bestimmung des gelösten Sauerstoff gehalts von Schmelzen II Die Erfindung bezieht sich auf eine Tauchsonde für die Bestimmung des gelösten Sauerstoff gehalts von Schmelzen, insbesondere von Metallschmelzen, bestehend aus einer länglichen Hülse mit einem Sauerstoffionen durchlassenden Feststoffelektrolyten, welcher abdichtend im Ende der Hülse angeordnet ist, wobei mindestens ein Teil der äußeren Oberfläche des Feststoffelektrolyten für die Berührung mit der Schmelze freiliegend angeordnet ist, und wobei die vom Elektrolyten erzeugbare EMK durch je eine mit dem Elektrolyten einerseits und mit der Schmelze andererseits in Verbindung stehende Elektrode einer Meßeinrichtung aufschaltbar ist.
  • Bei zahlreichen Vorgängen in der Industrie ist es erforderlich, den Sauerstoffgehalt verschiedener Werkstoffe zu bestimmen. Bei zahlreichen Herstellungsverfahren ist es zweckmäßig, Angaben über'den Sauerstoffgehalt möglichst frühzeitig zu erhalten, damit korrigierende Eingriffe in den Herstellprozeß möglich sind. Für die Bestimmung des Sauerstoffgehalts von Stahl schmelzen und anderen hocherhitzten, flüssigen Metallen sind bereits eine Reihe von Analysenmethoden bekannt. Bei der Herstellung hochwertiger Stähle, beispielsweise für Radkränze, und anderer, hochschmelzender Metalle ist es von Bedeutung, daß die Menge des im Stahl gelösten Sauerstoffs oder anderer Gase genau überwacht wird.
  • Bei zahlreichen Schmelzenbehandlungsverfahren sind Techniken für die ununterbrochene Überwachung des Gehalts an gelöstem Sauerstoff dringend erforderlich, insbesondere für flüssige Metalle, die auf Temperaturen von 800 oder logo0 C. und darüber gehalten werden müssen. Bei bekannten Analysenverfahren ist es erforderlich, eine Probe des geschmolzenen Stahls oder einer anderen Metallschmelze zu nehmen, und zwar entweder aus der Pfanne oder aus dem Ofen. Die Probe wird dann einem Analysenverfahren, beispielsweise einem Vakuum-Schmelzprozeß zugeführt.
  • Die vorstehend beschriebene Analyse ist zeitraubend, verursacht erhebliche Untersuchungskosten und liefert dennoch keine sofortige Analyse des Gasgehalts in der Schmelze während des Verfahrensablaufs. Korrigierende Eingriffe müssen daher bis zum Eingang des Analysenergebnisses aus dem Laboratorium unterbleiben. Infolgedessen sind korrigierende Eingriffe üblicherweise wirkungslos oder dienen bestenfalls als Hintergrund für nachfolgende Erwärmungen, Chargen oder Schmelzen.
  • Zur Direktbestimmung des Sauerstoff gehalts von Schmelzen sind bereits Tauchsonden bekannt, bei denen die das Äußere der Sonde bildende Hülse aus dem die Meßdaten liefernden Feststoffelektrolyten selbst besteht (US-Patente 3 347 767, 3 297 551, 3 309 233, 3 378 478 und 3 359 188). Die bekannten, relativ großen Hülsen aus dem Feststoffelektrolyten sind außerordentlich empfindlich gegenüber Temperaturschocks. Dies geht beispielsweise aus der US-PS 3 378 478 hervor, in der ein Drahtkorb für das Auffangen von Bruchstücken der Hülse im Falle ihrer Zerstörung vorgesehen ist. Eine weitere Schwierigkeit besteht in einer ausreichenden Isolation der Wandungen des Feststoffelektrolyten gegenüber dem Halterohr zur Vermeidung von Kurzschlüssen im elektrischen Meßkreis.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Tauchsonde der eingangs beschriebenen Art anzugeben, die für die Direktbestimmung des Sauerstoffgehalts verschiedener Materialien geeignet ist, eine sofortige Bestimmung des Sauerstoff gehalts erlaubt und in hohem Maße gegenüber Temperaturschocks bruchsicher ist.
  • Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt bei der eingangs beschriebenen Tauchsonde gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch, daß als Material für die Hülse ein elektrisch isolierendes, keramisches Material verwendet wird, wobei im Innern der Hülse ein festes Sauerstoff-Bezugsmaterial mit der inneren Oberfläche des Feststoffelektrolyten in Berührung steht und eine elektrische Zuleitung mit dem Sauerstoff-Bezugsmaterial verbunden ist.
  • Eine solche Tauchsonde besitzt den Vorteil daß sie bei Berührung mit dem geschmolzenen Metall oder einem anderen Werkstoff mittels einer elektrischen Meßanordnung praktisch im Augenblick des Eintauchens eine Anzeige des Sauerstoffgehalts ermöglicht. In Jedem Falle liegt das Analysenergebnis über den Sauerstoffgehalt innerhalb weniger Sekunden vor. Dadurch können nützliche Informationen über den Herstellprozeß selbst dann erhalten werden, wenn der Sauerstoffpegel einer raschen Veränderung unterliegt. Diese Eigenschaft ermöglicht entsprechende Eingriffe in das Herstellverfahren zum Zwecke einer Beeinflußung des Sauerstoff gehalts und/oder anderer Eigenschaften des hergestellten Endprodukts.
  • Außerdem widersteht die erfindungsgemäße Tauchsonde selbst einem plötzlichen Eintauchen in hocherhitzte Schmelzen ohne einen Bruch oder einen anderen Schaden aufgrund des Temperaturschocks. Durch die Kleinheit der der Schmelze ausgesetzten Fläche des Feststoffelektrolyten kann die Analyse auf eine ganz bestimmte Stelle innerhalb der Metallschmelze beschränkt werden.
  • Durch die Anwesenheit des eingeschlossenen Sauerstoff- Bezugsmaterials in der Hülse steht der Sauerstoff-Vergleichs- bzw.-Bezugswert am Feststoffelektrolyten, sofort zur Verfügung. Damit kann in einigen Fällen die Zufuhr von Luft oder anderen sauerstoffhaltigen Gasen von einer äußeren Quelle in die Sonde unterbleiben.
  • Der Feststoffelektrolyt erzeugt unter dem Einfluß erhöhter Tempert Ynd einer Sauerstoffionen-Wanderung eine elektromotorische Kraft, deren Größe dem gelösten oder freien Sauerstoffgehalt in der Schmelze direkt proportional ist. Eine Eichung kann in der Weise erfolgen, daß jedem EMK-Wert ein bestimmter Sauerstoffgehalt zugeordnet werden kann, wobei der EMK-Wert von der Temperatur und dem Sauerstoff-Partialdruck abhängt, der von dem Bezugsmaterial im Innern der Probe geliefert wird. Die BE ist eine Funktion des Verhältnisses des Sauerstoffdrucks' in der Schmelze und des von dem Bezugsmaterial erzeugten Sauerstoffdrucks im Augenblick des Eintauchens.
  • Vorteilhafte Fortbildungen des Erfindungsgegenstandes sind in den Unteransprüchen angegeben; ihre Vorteile werden im Zusammenhang mit der Beschreibung der betreffenden Ausfthrungsbeispiele näher erläutert.
  • Ausiührungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes, ihre Einzelheiten, Wirkungsweise und Vorteile seien nachfolgend an hand der Figuren näher beschrieben.
  • Es zeigen: Figur 1 einen Längsschnitt durch eine Sonde, Figur 2 einen Querschnitt durch den Gegenstand gemäß Figur 1 entlang der Linie II - II, Figur 3 eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer aus Isolierstoff bestehenden Hülse mit dem Feststoffelektrolyten, die bei Sonden gemäß den Figuren 2 und 4 Verwendung finden kann, Figur 4 einen Längsschnitt eines anderen Ausführungsbeispiels, Figur 5 einen Längsschnitt durch die Sonde gemäß Figur 4, bei dem die Sonde in ihrer ausgezogenen Betriebsstellung für den Analysenvorgang dargestellt ist, Figur 6 eine grafische Darstellung der Ausgangsspannung (EMK) erfindungsgemäßer Sonden mit verschiedenen Arten von Sauerstoff-Bezugsmaterialien, Figur 7 einen Längsschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel der Sonde mit kompaktem sauerstoff-Bezugsmaterial, Figur 8 einen Schnitt analog Figur 7 mit einem anderen Ausführungsbeispiel der Sonde mit kompaktem Sauerstoff-Bezugsmaterial in der teilweise abgedichteten Sonde, Figur 9 einen Längsschnitt analog Figur 8 durch ein anderes Ausführungsbeispiel mit einer aus Elektrode, Elektrodenzuleitung und Sauerstoff-Bezugsmaterial bestehenden Einheit innerhalb der Sonde, Figur lo eine isometrische Ansicht eines anderen Ausführungsbeispiels der Sauerstoff-Meßeinrichtung, Figur 11 einen teilweisen Querschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel der Meßeinrichtung zur Bestimmung des Sauerstoffes in Verbindung mit einer Stranggießeinrichtung oder dergleichen, Figur 12 einen Längsschnitt analog Figur 9 mit einer Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes und Figur 13 einen Längsschnitt analog Figur 12 durch eine weitere Fortbildung des Erfindungsgegenstandes.
  • Das in den Figuren 1 und 2 dargestellte Ausführungsbeispiel einer Sonde 44 besitzt eine Hülse 46, die aus Kieselerde, Aluminiumoxid, Quarz oder ähnlichem elektrisch isolierendem Material aus dem Schmelzfluß hergestellt ist. Das Material ist in ausreichendem Maße hitzebeständig und chemisch resistent gegenüber geschmolzenem Metall oder einer-anderen erhitzten Untersuchungssubstanz. Die Beständigkeit muß dabei mindestens für die Dauer der Ablesung des Meßergebnisses ausreichend sein. Im Falle der Analyse von Stahlschmelzen wird Kieselerde oder Quarz vorgezogen.
  • Kieselerde hat einen Schmelzpunkt von etwa 1710° C.
  • und einen Erweichungspunkt bei etwa 1650° C., wobei diese Werte höher liegen als die der meisten geschmolzenen Stähle während der Raffination. Eine geringfügige Erweichung der Hülse 46 hat jedoch keinen schädlichen Einfluß auf die Ablesung, die im wesentlichen unverzögert erfolgt. Darüberhinaus verhindert eine rasche Erhitzung der Hülse auf sehr hohe Temperaturen, insbesondere solche in der Nähe der Erweichungstemperatur, das Zersprengen der Hülse durch den weiter unten beschriebenen Feststoffelektrolyten 52, der einen wesentlich größeren thermischen Ausdehnungskoeffizienten besitzen kann als die Hülse. Die relativ geringen Abmessungen der Hülse 46 und des Feststoffelektrolyten 52 verringern dabei den Einfluß unterschiedlicher thermischer Ausdehnung. Die richtige Wahl eines hitzebeständigen Werkstoffes ist deswegen wichtig, weil die Sonde in flüssigen Metallen bei hohen Temperaturen oberhalb 1000° C. verwendbar sein muß, damit der gesamte Bereich von Schmelztemperaturen der verschiedensten Stähle und anderer hocherhitzter Metallschmelzen wie beispielsweise Kupfer erfaßt werden kann. Von besonderer Bedeutung ist es dabei, daß bei bestimmten Feststoffelektrolyten eine merkliche Sauerstoff-Ionen-Leitung unterhalb einer Temperatur von etwa 800° C. nicht auftritt.
  • Die Hülse 46 ist in einem Eisenrohr 48 oder einer anderen geeigneten Halterung befestigt, auf deren äußerer Oberfläche eine Elektrode 50 angeordnet ist, welche aus einem elektrisch leitfähigen Material hergestellt ist, das gegenüber Metallschmelzen bei hohen Temperaturen Widerstandsfähig ist. Die Elektrode 50 kann zum Zwecke eines unabhängigen Eintauchens in die Metallschmelze erforderlichenfalls von der Sonde räumlich getrennt ausgebildet sein. Selbstverständlich kann das Eisen rohr 48 anstelle der Elektrode 50 selbst as Elektrode dienen. In jedem Falle kann die Elektrode 50 so geformt sein, daß sie gemeinsam mit der Sonde 44bis zu einer vorherbestimmten Tiefe in die Metallschmelze eingetaucht werden kann. Ausführungsbeispiele der gemeinsamen Einführung von Elektrode und Sonde werden in den Figuren lo, 12 und 13 näher beschrieben.
  • Am äußeren Ende der Hülse 46 wird ein Feststoffelektrolyt 52 der weiter unten näher beschriebenen Zusammensetzung dadurch gehalten, daß die Wandung der Hülse 46 durch Schmelzen oder Warmverformung um den Feststoffelektrolyten 42 herumgezogen wird. Alternativ kann auch der Feststoffelektrolyt 52 in Form einer Tablette oder in Pulveriorm mit den angrenzenden Innenflächen der Hülse'46 zusammengesintert werden, so daß eine merkliche Verformung der Hülse 46 nicht erforderlich ist.
  • Für die Erzielung einer maximalen thermischen Widerstandsfähigkeit hat der Feststoffelektrolyt 52 jedoch in jedem Fall sehr geringe Abmessungen und eine kompakte Ausbildung, wie dies aus den Zeichnungen, insbesondere Figur 3, deutlich hervorgeht. Die anzustrebende Form des Feststoffelektrolyten 42 ist gemäß den Figuren 1, 3, 7 - 9, 12 und 13 quadratisch-zylindrisch, d.h.
  • Durchmesser und Höhe des Zylinders sind etwa gleich.
  • Für den Betrieb der Sonde ist es notwendig, den Feststoffelektrolyten 52 in der Weise mit der Hülse 46 zu verbinden, daß das Eintreten geschmolzenen Metalls in die Hülse oder das Austreten von Gas aus der Sonde verhindert wird.
  • Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel wird eine sehr zuverlässige Abdichtung durch die Warmverformung der Hülse 46 um den Feststoffelektrolyten 52 herum erreicht. Die Warmverformung der Hülse 46 kann dadurch erreicht werden, daß die Hülse unter Ausführung einer Rotationsbewegung um ihre Längsachse mindestens in der Nachbarschaft des Feststoffelektrolyten 42 auf den Erweichungspunkt des Hülsenmaterialserwärmt wird.
  • Die Abdichtung ergibt sich aufgrund des Sintervorgangs, der automatisch dann eintritt, wenn das Material für den Feststoffelektrolyten und für die Hülse vergleichbare Sinter- und Erweichungstemperaturen besitzen. Beispielsweise hat ein Zirkonoxid-Kalziumoxid-Festelektrolyt 52 (oder ein solcher aus yttriumoxidstabilisiertem Thoriumoxid) einen Sintertemperaturbereich zwischen etwa lloo und 16500 C. und wird automatisch mit einer Hülse aus Kieselerde zusammengesintert, die einen Erweichungspunkt von etwa 1650 bis 17ovo0 C. besitzt. Das Zusammensintern geschieht zwischen dem Feststoffelektrolyten 52 und der angrenzenden Oberfläche der Kieselerde-WIse,wobei eine ausgezeichnete Keramik-Keramik-Abdichtung erreicht wird. Zusätzlich werden die einzelnen Partikel des Feststoffelektrolyten 42 zusammengesintert, wodurch zusätzliche Festigkeit und verringerte Porosität des Feststoffelektrolyten 52 erreicht werden. Die Sonde 44 ist gegenüber thermischen Schocks in hohem Maße beständig.
  • Der Feststoffelektrolyt 52 kann als getrennte Tablette oder Scheibe eingesetzt werden, um welche die Wandung der Hülse 46 herumgezogen werden kann, wie dies in Figur 1 dargestellt ist. Alternativ kann die Tablette in eine Teillänge einer Hülse 46' (Figur 3) eingesetzt werden, die aus dem oben genannten Isolierstoff besteht und etwa den gleichen Innendurchmesser hat, wie der Außendurchmesser des Feststoffelektrolyten 52'. In dem zuletzt genannten Fall können die angrenzenden Wandungsteile der Hülse 46' unter dem Einfluß von Wärme und Rotationsbewegung mit der Tablette zwecks Bildung einer Abdichtung in der vorstehend angegebenen Weise verbunden werden.
  • Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Feststoffelektrolyten 52 in Form einer kleinen Menge einer Pate aus einem pulverförmigen Elektrolytmaterial und einem geeigneten Bindemittel oder Kleber wie beispielsweise einer kleinen Menge Kollodium in die Hülse 46 einzubringen. Bei der Herstellung eines zirkonoxidhaltigen Elektrolyten in bestimmter Form, wie beispielsweise in Form einer Scheibe innerhalb des Endes der Hülse 46 oder in Form eines Elektrolyteinsatzes gemäß Figur 12 wird das Pulver durch die vorstehend genannten Bindemittel in-eine Paste oder eine plastische Masse verwandelt. Eine Reihe von polymeren Stoffen, wie beispielsweise Polyvinylalkohol, Carboxy-Methylzellulose und/oderGummi (gum gatti) können als Bindemittel verwendet werden. Das Bindemittel unterstützt die Vereinigung der Masse mit der Oberfläche der Hülse und verbessert auf diese-Weise die Verbindung zwischen der Hülse und dem Feststoffelektrolyten.
  • Zirkoniumzitrat oder- andere organische Verbindungen des Zirkoniuts können in gleicher Weise verwendet-werden. Durch Erwärmen der Masse in oxidierender Atmosphäre wird die Zirkoniumverbindung "in situ" zu Zirkonoxid zersetzt, wodurch die Partikel miteinander verbunden werden. Die Masse behält beim Erhitzen auf hohe Temperaturen wie beispielsweise beim Brennen oder Sintern oder beim nachfolgenden Gebrauch ihre Form und wird durch diese Behandlung zunehmend undurchlässig.
  • Die Herstellung einer Sauerstoff sonde mit chemischer und physikalischer Beständigkeit gegenüber Zerstörung und Versagen beim Eintauchen in eine heiße Metallschmelze wie beispielsweise Stahl wird durch mindestens zwei Maßnahmen erreicht, die wesentlich sind.
  • Die genannten Werkstoffe sind bei gemeinsamer Anwendung nicht nur ohne zu zerplatzen widerstandsfähig gegenhuber Temperaturschocks, sondern sie widerstehen auch einer Zersetzung oder einem Aufschmelzen. Die Sonde widersteht auch einer Erosion und zerstörenden chemischen Reaktionen oder anderen Verunreinigungen durch die Metallschmelze oder ihre gelösten Oxide während des Eintauchens. Ein Versagen der Sonde unter den genannten Bedingungen würde entweder zu Fehlern bzw. falschen Anzeigen des Sauerstoffgehalts der Schmelze führen.
  • Von Bedeutung ist somit eine geeignete Auswahl der Werkstoffe für die Hülse und für den Elektrolyten.
  • Wenn beispielsweise Kieselerde als Werkstoff für die Hülse und kalziumstabilisiertes Zirkonoxid für den Elektrolyten verwendet werden, so haben diese Stoffe die gewünschten Eigenschaften innerhalb der Sonde.
  • Die genannten Werkstoffe sind in ausreichendem Maße verträglich, so daß sie zwecks Bildung einer zuverlässigen Verbindung zusammenwirken. Bei der Vereinigung von kalziumstabilisiertem Zirkonoxid und einer Hülse aus Kieselerde reagiert das Kalziumoxid des Elektrolyten mit dem Siliziumdioxid der Hülse unter Bildung einer Schicht Kalziumsilikat an der Berührungsfläche, wodurch die genannten Stoffe sicher miteinander verbunden werden. Bei einer Sonde mit kalziumstabilisiertem Zirkonoxid innerhalb einer Hülse aus Aluminiumoxid beruht der Sintervorgang auf einer Reaktion zwischen dem Kalziumoxid des Elektrolyten und dem Aluminiumoxid der Hülse, wodurch eine Zwischenschicht aus einem Spinell gebildet wird (CaAl2O4).
  • Eine schnelle Abkühlung aus der Sintertemperatur führt zu einer Stabilisierung der Struktur, so daß der thermische Schock beim Eintauchen der Sonde in heiße Metallschmelze stark reduziert wird.
  • Zweckmäßigerweise besitzt das Hülsenmaterial einen Erweichungstemperaturbereich im Bereich der Sintertemperatur des Elektrolyten, wodurch das Zusammensintern und Abdichten mit der Hülse verbessert werden.
  • Die Hülse 46 wird mit dem Feststoffelektrolyten 52 auswechselbar in einem Rohr 48 befestigt, so daß dieser Teil der Vorrichtung nach einer oder mehreren Messungen weggeworien werden kann. Beim Gebrauch der Sonde 44 wird die nach außen gerichtete Oberfläche des Feststoffelektrolyten 52 der Schmelze ausgesetzt. Diese Oberfläche des Elektrolyten liegt dabei vorzugsweise innerhalb des Endes der Hülse, wie in der Figur dargestellt. Bei einer Reihe von Anwendungen kann der Elektrolyt jedoch aus dem Hülsenende hervorragen.'In den meisten Anwendungsfällen wird jedoch die Hülsenöffnung, d.h. im vorliegenden Falle der Innendurchmesser der rohriörmigen Hülse, so klein gehalten, daß die Oberfläche des Elektrolyten 52, die der Metallschmelze ausgesetzt ist, möglichst klein gehalten wird.
  • Wie bereits weiter oben ausgeführt wurde, sind die thermischen Ausdehnungskoeffizienten vieler Elektrolytwerkstoffe größer als die der bekannten Hülsenwerkstoffe.
  • In Fällen, in denen der Ausdehnungskoeffizient des Elektrolyten merklich größer ist, können die Auswirkungen unterschiedlicher thermischer Ausdehnung verringert werden, venn das Auiheizen der Hülse beim Gebrauch ausgehend von der Umgebungstemperatur auf die Schmelzentemperatur sehr rasch erfolgt und wenn ein Hülsenwerkstofi verwendet wird, der bei der Gebrauchs temperatur erweicht. Die Hülse nimmt dadurch einen leicht plastischen Zustand an, bevor eine ausreichende Wärmemenge die Hülsenrand durchdringt und den Elektrolyten zu einer entsprechenden thermischen Ausdehnung veranlaßt.
  • Sauerstoff-Bezugsmaterialien können in der Hülse 46 bzw.
  • 46' untergebracht werden und berühren zweckmäßig die der Schmelze abgekehrte Oberfläche des Elektrolyten 52 bzw. 52'. Die Bezugsmaterialien können in Form einer Metallfolie oder eines Überzugs 54 oder in Form anderer Metallkörper gemäß der nachfolgenden Beschreibung verwendet werden. Desgleichen kommen Metall-Keramiken und Legierungen in Frage. Der Sauerstoff des Bezugsmaterials diffundiert rasch durch den Überzug. Im Falle reinen Eisens beispielsweise wird die Eisenfolie rasch an Sauerstoff gesättigt, bevor eine Oxidation beginnt. Gemäß anderen Ausf<thrungsbeispielen der Erfindung besteht der Uberzug aus einem Stück Folie oder einem anderen getrennten Teil, welches zum Zwecke eines guten Kontakts gegen den Elektrolyten 2 gepreßt wird. Der Bezugssauerstoff kann in diesem Falle sowohl den Kontakt umströmen als auch durch ihn hindurchdiffundieren.
  • Obwohl der Überzug 54 einen guten Kontakt zwischen dem Elektrolyten 52 und einem elektrischen Anschluß wie beispielsweise einem Thermoelement 56 begünstigt, ist der Überzug nicht unerläßlich. Der die Elektrode bildende Überzug kann durch ein getrenntes elektrisch leitfähiges Teil oder eine Masse ersetzt werden2 die beispielsweise durch die Röhre 60 gegen den Elektrolyten 52 gepreßt wird. Der Uberzug 54 bzw. das äquivalente Mittel kann mit festem Sauerstoff-Bezugsmaterial kombiniert werden oder zusätzlich als festes Bezugsmaterial dienen. Das Thermoelement 56 dient bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel als elektrische Verbindung mit der der Schmelze abgekehrten Oberfläche des Elektrolyten 52, und zwar durch eine seiner Zuleitungen, beispielsweise durch die Zuleitung 58.
  • Die andere elektrische Verbindung kann durch den Anschluß 51 und die Elektrode 50 erfolgen, da die Hülse 46 aus elektrisch isolierendem Material besteht.
  • Die Zuleitungen 58 und 59 des Thermoelements sind voneinander isoliert und werden durch eine mit Bohrungen versehene isolierende Röhre 60 durch die Hülse 46 bis zum Thermoelement 56 geführt. Die Röhre 60 besteht wie die Hülse 46 aus Kieselerdd, Aluminiumoxid, Qualzoder dergleichen. Die isolierende Röhre 60 ist vorzugsweise mit Abstand innerhalb der Hülse 46 untergebracht und besitzt ein Paar sich in Längsrichtung erstreckende, mit Abstand voneinander angeordneten Bohrungen 62, durch welche die Zuleitungen 58 und 49 des Thermoelements 56 frei hindurchgeführt sind. Die Bohrungen 62 ermöglichen auf diese Weise den Durchtritt für von außen zuge Führte Luft oder andere sauerstofflialtige Gase zur inneren Seite des Feststoffelektrolyten 52. Der Druck der Röhre So auf das Thermoelement 56 erzeugt einen gut elektrischen und wärmeleitenden Kontakt mit dem Elektrolyten 52 und gegebenenfalls mit einer besonderen Klektrode und/oder Sauerstoff-Bezugsmaterial. In einem solchen Falle kann die Röhre 60 gemäß Figur 9 befestlegt werden.
  • Weitere sauerstoffhaltige Verbindungen wie beispielsweise CO2 oder zahlreiche Metallkeramiken (und viele andere sauerstoffhaltige Verbindungen, von denen nachfolgend eine ganze Reihe genannt wird) können als Sauer-5 toff-Bezugsmaterial ien verwendet werden. Derartige Verbindungen dissozieren bei den hohen Temperaturen, denen die Sonde im Betrieb ausgesetzt wird, beispielsweise wie folgt: C02 = CO + 1/2 02 Cr2O3= 2 Cr + 3/2 °2 RiO = Ni + 1/2 °2 Da derartige Verbindungen unterschiedliche Energien zur Dissozation benötigen, muß die Sonde üblicherweise fur jedes der Sauer-Bezugsmaterialien geeicht werden.
  • Das vorstehend genannte Gas kann durch die Bohrungen 62 zu inneren Oberfläche des Elektrolyten geführt und danach durch den Spalt 63 zwischen dem Rohr So und der Hülse zurückgeführt werden, wie dies durch die Pfeile 65 angedeutet ist.
  • Alternativ kann die Röhre 60 spielfrei innerhalb der Hülse 46 angeordnet sein, wobei eine sich in Längsrichtung erstreckende Zwischenwand angeordnet wird, welche das Bezugsgas durch eine der Bohrungen 62 zum Elektrolyten hinführt, während es durch die andere Bohrung 42 zurückströmt.
  • Es wurde gefunden, daß ein ungehinderter Zugang des Sauerstoff-Bezugsmaterials- zur inneren Oberfläche des Feststoffelektrolyten 52 erforderlich ist, wenn eine sofortige Ablesung der stabiliserten EMK in dem Augenblick ermöglicht werden soll, in dem die Schmelze sowohl den Elektrolyten 52 als auch die Elektrode 50 berührt. In einem Falle wird als Sauerstoff-Bezugsmaterial ein kontinuierlicher aber nicht notwendigerweise starker Strom des Bezugsgases aufrechterhalten.
  • Es wurde auch bereits ruhende Luft ls Bezugsmaterial verwendet. Es ist zu berücksichtigen, daß die Menge oder Konzentration des in der Sauerstoff-Bezugsquelle verfügbaren Sauerstoffs wie nachfolgend erläutert verändert werden kann. Durch Zusatz von Stickstoff oder einem anderen, relativ inerten Gas kann die Eichkurve des Elektrolyten in einen anderen, leichter zu messenden Potentialbereich verschoben werden (Figur 6).
  • Es ergibt sich, daß die Verwendung des Thermoelements 56 und einer seiner Zuleitungen, wie beispielsweise der Zuleitung 59, im Hinblick auf die Funktion der Sonde 44 nicht wesentlich sind und daher weggelassen werden können. Dies ist insbesondere dann möglich, wenn andere Temperaturmesseinrichtungen zur Verfügung stehen.
  • Beim Weglassen der genannten Teile wird die Zuleitung 58 unmittelbar mit dem inneren Überzug 54 (oder dem Äquivalent) des Elektrolyten 52 verbunden , um den erforderlichen elektrischen Anschluß herzustellen. Der oben beschriebene elektrisch leitende Überzug 54 ist nicht erfindungswesentlich, jedoch deswegen sinnvoll, weil er einen elektrischen Kontakt mit der Zuleitung bzw. den Zuleitungen 58/59 durch einfaches Anpressen ermöglicht.
  • Desgleichen kann eine der Bohrungen 62 für das Gas und die betreffende Zuleitung weggelassen werden, wobei die vorstehend beschriebene Zirkulation des sauerstoffhaltigen Bezugsgases auf dem Rückweg durch den Spalt 63 ermöglicht wird. Die Zuleitungen 58/59 können einen sehr geringen Querschnitt besitzen, so daß die Strömung des Bezugsgases nicht behindert wird.
  • Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Masse des Elektrolyten 42 ausreichend klein, so daß die unterschiedliche Ausdehnung zwischen dem Feststoffelektrolyten und der Hülse 46 kein Platzen der Hülse hervorruft. Dabei beeinträchtigt die geringe Größe der Sonde keineswegs deren elektrochemische Funktion, so daß die Sonde gegebenenfalls soweit minia-turisiert werden kann, wie die Herstelltechniken dies zulassen.
  • Ein weiterer Vorteil der Sonde gemäß den Figuren 1 bis 3 beruht auf der Tatsache, daß Größe und Form des Elektrolyten 52 die Herstellkosten vergleichsweise stark verringern, wenn man diese mit dem Fall vergleicht, bei dem die gesamte Hülse 46 oder deren wesentlicher Teil aus dem teuren Elektrolytmaterial hergestellt werden. Dieser Vorteil ist deswegen von besonderer Bedeutung, weil der Elektrolyt 52 und die Hülse 46 bei zahlreichen Anwendungsfällen nach jeder Messung ausgetauscht werden müssen, und zwar insbesondere nach dem Eintauchen in Metallschmelzen von hoher Temperatur, wie beispielsweise in Stablschmelzen. Die verbrauchbare hülse 46 iiit dem Elektrolyten 52 verursacht nur einen Bruchteil der Herstellkosten im Vergleich zu dem Fall, wenn die gesamte Hülse aus Feststoffelektrolyt bestünde. Selbst wenn die Hülse durch den Temperaturschock nicht zu Bruch ginge, müßte sie dennoch nach jedem Gebrauh ersetzt werden, so daß die Kosten für zahlreiche Anwendungsfälle abschreckend wären.
  • Die Figuren 4 und 5, in denen ähnliche Teile mit gleichen Bezugszeichen wie in den Figuren 1 und 2 versehen sind, offenbaren die Konstruktion einer anderen Sonde 70. Die dargestellte Anordnung ist besonders gut für die Bestimmung des Sauerstoff gehaltes von Metallschmelzen in den meisten Raffinationsöfen geeignet wie beispielsweise in einem Herdofen, bei denen es erf orderlich ist, die Sonde vor einer Berührung mit der(auf der Schmelze schwimmenden Schlacke zu schützen, wenn die Sonde bis unterhalb der Berührungsfläche Schlacken Netall eingetaucht wird. Zu diesem Zweck ist die Sonde 70 mit einer Einrichtung ausgerüstet, welche den Feststoff elektrolyten vor einer Berührung mit der Schlackeschicht schützt und welche ein schnelles Eintauchen der Sonde zum Zwecke einerAblesung des stabilisierten Neßwertes erlaubt.
  • Um dies zu ermöglichen, ist die Hülse 46' zusammen mit dem Elektrolyten 52' in einem Stopfen 72 befestigt, durch den die Hülse 46' in Längsrichtung koaxial hindurchgeführt ist. Der Stopfen 72 ist in eine koaxiale Bohrung 74 einer rohrförmigen Elektrode 76 eingesetzt, die aus einem verträglichen Werkstoff wie Stahl hergestellt ist. Die elektrische Verbindung zur rohrförmigen Elektrode 76 und zum Elektrolyten 52' wird durch den Anschluß 51' und eine der Zuleitungen 58' oder 59' zum Thermoelement 56' wie zuvor beschrieben, hergestellt. Ein Sauerstoff-Bezugsgas wie beispielsweise Luft oder CO2 kann über die innere Oberfläche des Elektrolyten 52' geleitet werden. Das Thermoelement 56' kann ebenfalls auch bei dem Gegenstand gemäß den Figuren 4 und 5 weggelassen werden.
  • Die rohrförmige Elektrode 76 und die von ihr gehaltenen Teile der Sonde 70 sind in einem äußeren Halterohr 82 verschiebbar angeordnet. Das Halterohr 82 ist gleichfalls aus einem Werkstoff hergestellt, der mit dem zu analysierenden Werkstoff verträglich ist. Die rohrförmige Elektrode 76 ist am Ende eines gespannten Federelements wie beispielsweise einer Schraubenfeder 84 befestigt. Die Feder 84 wird durch einen Stift 86 in gespanntem Zustand gehalten, der durcbkine entsprechende Öffnung im Halterohr 82 hindurchgeführt und seitlich verschiebbar ist, um je nach den Erfordernissen die Feder 84 zu arret-ieren oder freizugeben. Im Betriebszustand der Sonde 70 gemäß Figur 4 greift der Stift 86 in die vorletzte Windung der Feder 84 ein, so daß der größte Teil dieser Feder in gespanntem Zustand und die rohrförmige Elektrode 76 mit den zugehörigen Elementen in Wartestellung innerhalb des Halterohrs 82 gehalten werden.
  • In dieser Wartestellung sind die eintauchbaren Enden der rohrförmigen -Elektrode 76, der Hülse 46t und des Elektrolyten 52 t durch eine entfeiiibare Kappe 88 geschützt, die durch Reibungskräfte oder andere Mittel auswechselbar an dem betreffenden Ende des äußeren Halterohres 82 befestigt ist. Dies kann beispielsweisedurch einen (nicht dargestellten) Schnellverschluß erfolgen, der am Außenflansch 9o der Kappe und am gegentber-liegenden Ende 92 des Halterohrs 82 befestigt ist. Das innere Ende des rohrförmigen Teils 94 der Kappe 88 besitzt eine für den Eingrifi in das benachbarte Ende der rohrförmigen Elektrode 76 ausreichende Länge.
  • Bei der Benutzung der Sonde 70 wird das untere Ende des Halterohrs 82 durch die auf dem Metall schwimmende Schlackenschicht bis in die Stahlschnelze oder ein anderes zu analysierendes Material eingetaucht. Der Stift 86 wird darauihin beispielsweise mittels der Öse 96 zurückgezogen, so daB-die Feder 84 ireigegeben wird. Die längsverschleblich gelagerte rohriörmige Elektrode 76 wird darauihin zusammen mit der Hülse 46' und dem Elektrolyten 52' sowie der abnehmbaren Kappe 88 nach unten in den geschmolzenen Stahl oder eine andere Metallschmelze herausgeschleudert, wo sie am Ende des Federweges der Feder 84 zur Ruhe kommt, wie dies in Figur 5 dargestellt ist. Die eingeleitete Bewegung der Sonde schleudert die schützende Metallkappe 88 in das geschmolzene Metall, wo sie sich auflöst oder schmilzt oder abfällt und den normalen Gebrauch der Sonde ermöglicht. Am Ort ihrer Anbringung verhindert die Kappe 88 die Berührung mit der geschmolzenen Schlacke und die damit zusammenhängenden Fehlmessungen. In der voll ausgefahrenen Position der Sonde gemäß Figur 5 sind die relativ kleine äußere Oberfläche des Feststoffelektrolyten 5 und der rohrförmigen Elektrode 76 der Substanz ausgesetzt, die in einer vorherbestimmten Tiefe analysiert werden soll.
  • Der Feststoffelektrolyt 52 bzw. 52' wird vorzugsweise aus einem festen Stoff hergestellt, -welcher bei allen anzuwendenden Temperaturen nicht aufschmilzt und elektrolytische Eigenschaften besitzt. Für die Analyse von Stahlschmelzen, bei denen ein hoher Sauerstoff gehalt bei relativ geringen Gehalten an Kohlenstoff, Silizium und Legierungselementen vorausgesetzt wird, kann der Elektrolyt aus Zirkonoxid bestehen, welcher nit Kalziumoxid stabilisiert ist. Bei Anwendungen für anderer hochschmelzende Metalle können stabilisiertes Zirkon- oder Thoriumoxid mit Vorteil verwendet werden.
  • Im allgemeinen können Oxidgemische eingesetzt werden, welche elektrolytische Eigenschaften besitzen, in dem sie die notwendigen Defekte im Kristallgitter besitzen, welche den Transport von Sauerstoffionen ermöglichen.
  • Besondere Bedeutung haben hierunter die teilweise gesättigten komplexen Oxide, die üblicherweise den Kristallgefügen vom Spinell-Typ entsprechen. Geige vom Spinell-Typ können durch die allgemeine Formel MN2O4 ausgedrückt werden, die mindestens drei verschiedene Kombinationen zuläßt, wie aus der weiter unten angegebenen Tabelle I hervorgeht. Die meisten üblichen Spinelle bilden eine Kombination aus einem Monoxid mit einem Sesquioxid, wie beispielsweise-MgO und AL2O3, welche ein ungesättigtes MgAl204 ergeben, wenn sie in nicht-stachiometrischen Mengen gemischt werden, Andere konplexbildende Veriahren gehen von einem Dioxid und zwei Molekülen eines Monoxids aus, wie beispielsweise 2CaO + ZrO2 - ZrCa204; oder von einem Trioxid mit einem Suboxid wie beispielsweise Cu2O + ,WO3 = WCu2O4.
  • Es ist erkennbar, daß sich unabhängig von den speziellen Oxidkombinationen dieselbe Molekülstruktur ergibt. Diese Verbindungen vom Spinelltyp zeigen ähnliche, ungesättigte kristalline Gefüge.
  • Es existiert eine große Zahl weiterer Oxidkomplexe, die zu einem der oben charakterisierten Typen. von Oxidkomplexen gehören und die Molekülstrukturen vom Spinell-Typ bilden. Davon sind einig in der folgenden Tabelle aufgeführt: Tabelle I - Spinell-Typen
    Typ I Typ II Typ III
    MO.N2O3 oder 2 MO.NO2 oder M3O.NO3 oder
    MN2O4 NM2O4 NM2O4
    MgAl2O4 FeCr2O4 TiMg2O4 TaFe3O4 MoCu2O4
    MgCr2O4 NiCr2O4 ZrMg2O4 ZrNi2O4 W Cu2O4
    MgFe2O4 CuCr2O4 CbMg2O4 ZrNi2O4
    CaAl2O4 ZnCr2O4 TaMg2O4 TaNi2O4
    MnAl2O4 CbCr2O4 TiCa2O4 CbZn2O4 MoAg2O4
    FeAl2O4 CdCr2O4 ZrCa2O4 TaZn2O4 WAg2O4
    CoAl2O4 CoFe2O4 CbCa2O4 ZrCb2O4
    NiAl2O4 MnFe2O4 TaCa2O4 ZnCd2O4
    ZnAl2O4 FeFe2O4 TiMn2O4 Tacb2O4
    CbAl2O4 NiFe2O4 TiFe2O4 TaCd2O4
    CdAl2O4 ZnFe2O4 TiNi2O4 UMg2O4
    CaCr2O4 MgV2O4 TiCb2O4 MCa2O4
    CaFe2O4 FeV2O4 TiCd2O4 UMn2O4
    CoCr2O4 ZnV2O4 TiCo2O4 UFe2O4
    MnCr2O4 TiZn2O4 UNi2O4
    ZrMn2O4 UZn2O4
    CbMn2O4 UCb2O4
    TaMn2O4 UCd2O4
    ZrFe2O4 VMg2O4
    CbFe2O4 VZn2O4
    Um Jedoch für Feststoffelektrolyten Verwendung zu finden, muß einer der Oxidbestandteile in weniger als stöchiometrischem Verhältnis vorliegen, damit im Kristallgitter Defekte für den Ionentransport gebildet werden. Beispielsweise werden bei der Monoxid-Dioxid-Spinellbildung wie ZrCa204 15 Molprozent Kalziumoxid anstelle der theoretischen 66% verwendet, um ein ungesättigtes Spinellgitter zu bilden. Der ungesättigte Anteil des stabilisierenden Oxids wird jedoch Schwankungen unterliegen, die von dem besonderen, eingesetzten Oxidkomplex abhängen.
  • Als Oxidkomplexe können jedoch andere als die typischen Strukturen vom Spinell-Typ eingesetzt werden. Beispielsweise liefert ein Oxidkomplex aus einem Dioxid und einem Sesquioxid wie beispielsweise ThO2 + Y203 = ThY205 elektrolytische Eigenschaften unter nicht-stöchiometrischen Verhältnissen. Das wesentliche Erfordernis für einen elektrolytisch wirkenden Oxidkomplex beruht darauf, daß eines der komplexbildenden Oxide in einem nicht-- stöchiometrischen Verhältnis vorliegt, um die erforderlichen Gitterdefekte (Sauerstoff-Fehlstellen) zu erzeugen, die zu einer Wanderung von Sauerstoffionen führen. Aufgrund dieses Mechanismus erzeugt der ungesättigte Oxidkomplex, aus dem der Elektrolyt 52 bzw. 52' gebildet wird, eine elektromotorische Kraft (EMK) welche dem Differential der Sauerstoffkonzentration an gegenüberliegenden Seiten des Elektrolyten entspricht. Es ist möglich, ein Meßgerät zu eichen und die EMK am Ausgang der Sonde in Form der Sauerstoffkonzentration des Materials abzulesen, dessen Sauerstoffgehalt auf der einen Seite des Elektrolyten unbekannt ist. Eine solche Eichung bezieht sich auf einen vorgegebenen, bekannten Sauerstoffgehalt auf der anderen Seite des Elektrolyten.
  • Figur 6 zeigt in einer logarithmischen, grafischen Darstellung die Veränderung der EMK der Sonde in Millivolt bei einer Veränderung der Konzentration des gelösten Sauerstoffs in ppm. Die für verschiedene Arten von Sauerstoff-Bezugsmaterial dargestellten Kurven wurden in geschmolzenem Stahl bei 160,00 C. erhalten.
  • Das am wenigsten;geeignete Sauerstoff-Bezugsmaterial ist Luft, wie aus der Kurve 11o hervorgeht. Diese zeigt, daß eine relativ. hohe Spannung entsteht, welche besondere Meßinstrumente erforderlich macht und in einigen Fällen zum Versagen des Elektrolyten führt.
  • Die Kurve 112, die den Einsatz von C02 veranschaulicht, ist von-besonderem Interesse, da sie eine größere Steigung bei geringerer Spannung besitzt.
  • Außer beim Erfindungsgegenstand bedingt die Verwendung von C02 oder anderen Gasen als Sauerstoff-Bezugsmaterial den.kontinuierlichen Umlauf des Gases durch die Sonde. Gemäß der weiteren Erfindung wird dieser kontinuierliche Gasumlauf durch Anwendung eines kompakten Sauerstoff-Bezugsmaterials gemäß den Figuren 8 oder 9 vermieden. Trotzdem werden die Vorteile eines hohen Verhältnisses von Aemk/ a O beibehalten, ein Vorteil, wie er bei der Verwendung von C02 besteht.
  • Eine Anzahl von metall-keramik-ähnlichen Materialien wie beispielsweise Ni-NiO, Fe-FexO, C*r2O3, W-WO2, Co-CoO, Cb-CbO2, Mo-MoO2, und verschiedene andere oxidationsfähige Metalle und ihre Oxide wurden bereits für den Einsatz bei bekannten Feststoffelektrolyten vorgeschlagen. Diese Metallkeramiken, die vorteilhafterreise einen Überschuß an freiem Metall für die Zwecke der vorliegenden Erfindung enthalten, weisen besondere Vorteile auf, wenn sie in Verbindung mit der erfindungsgemäßen Sonde eingesetzt werden, da ihre elektrische Leitfähigkeit en elektrischen Anschluß an den Elektrolyten 52 erlaubt. Für diesen Zweck muß die Metallkeramik mit dem freien Metall und bei den vorgegebenen Betriebstemperaturen in der Metallschmelze oder anderen zu analysierenden Materialien ausreichend hitebeständig sein. Außerdem darf keine unzulässige Verdampfung des Oxids erfolgen, und es muß ein merkliches Gleichgewicht des Sauerstoff-Drucks bei den Betriebstemperaturen vorliegen.
  • Die elektromotorischen Kräite, die mit einigen dieser Stoffe erhalten werden, sind durch die Kurven 114, 116 und 118 in Figur 6 dargestellt. Die NiO und Fe-FexO-Kurven 114 und 116 sind für einige Anwendungen ausreichend. Die Cr-Cr203-Kurve 118 kreuzt Jedoch die O-Linie dergMK im Punkt 120 mit dem Ergebnis, daß Sauerstoffkonzentrationen im Bereich zwischen 20 und So ppm sehr schwierig zu messen sind. Diese und weitere Sauerstoff-Bezugsmaterialien können jedoch in Verbindung mit den nachstehend -beschriebenen Saueretoff-Bezugsmaterialien eingesetzt werden. Es wurde gefunden, daß der Zusatz eines unterschiedlichen Metalls zu den vorstehend genannten metall-keramischen Materialien die EEB;Kurve verschiebt, wie dies beispielsweise aus der Kurve 122 für das Sauerstoff-Bezugsmaterial NiCr-Cr203 hervorgeht. Dieses Material, das eine Kombination aus Chronnickel und Chromoxid ist, verschiebt die unvorteilhafte Kurve 118 nach links und schafit einen Abstand von derEMK -O-Linie 124. Die Kurve 122 zeigt den zusätzlichen Vorteil, daß die EMY sich direkt mit der Konzentration des gelösten Sauerstoffs verändert. Die Eichkurven anderer metallkeramischer Stoffe können in ähnlicher Weise verschoben werden. Es kann davon ausgegangen werden, daß ein edleres Metall die ENK -Kurve als Funktion der Aktivität des verdünnenden Metalls verschiebt.
  • In Figur 7 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel 126 dargestellt. Hierbei ist die Sonde 128 durch einen aus hitzebeständigem Werkstoff bestehenden Halter 130 hindurchgeführt. Sonde und Halter werden von einem aus Stahl oder. einem anderen Metall bestehenden Rohr 132 getragen. Eine geringe Menge des Feststoffelektrolyten 136 ist mit einer aus Isolierstoff bestehenden Hülse 138 auf eine der oben näher beschriebenen Arten verbunden.
  • Bei diesem Ausführungsbeispiel sind Elektrode und Sauerstoff-Bezugsmaterial miteinander kombiniert, und zwar bestehen sie aus einer Folie 140, aus einem relativ reinen, oxidierbaren Metall, die auf der inneren Oberfläche 142 des Feststoffelektrolyten 136 aufliegt.
  • Die Folie 140 kann auf der Rückseite mit einer weiteren Metallfolie oder Scheibe 144 oder einem anderen Edelmetall belegt sein. Der elektrische Anschluß wird durch einen beispielsweise aus Platin bestehenden Draht 146 hergestellt. Der Draht 146 wird am jenseitgen Ende des Rohrs 138 durch hitzebeständigen Zement 148 gehalten. Gegebenenfalls kann, wie in Figur 8 dargestellt, ein weiteres Isolierstoffrohr dazu dienen, den Draht .146 gegen die Scheibe 144 und die Folie 140 und diese wiederum gegen die Oberfläche 142 des Elektrolyten 136 zu pressen. Der dadurch erzeugte Anpreßdruck ist ausreichend groß> um einen zuverlässigen elektrischen Kontakt zwischen dem Draht 146 und dem Elektrolyten 136 herzustellen.
  • Das klein Stück der Folie 140, die aus einem oxidierbaren Metall wie Eisen, Chrom, Nickel, Kobalt, Molybdän, Wolfram oder Columbium bestehen kann, bildet das Sauerstoff-Bezugsmaterial für die zuverlässige Funktion der Elektrolyt-Zelle. Eine geringe Menge Luft oder gasförmiger Sauerstoff in anderer Form im Innenraum 15o der Sonde 128 ist ausreichend, um eine sehr dünne Oxidschicht auf der Folie 140 zu erzeugen, Die Dicke der Oxidschicht wächst aufgrund des Hindurchtritts von Sauerstoffionen durch den Feststoffelektrolyten 136, wenn die Sonde 128 eingetaucht wird. Es wurde gefunden, daß die auf diese Weise in der Sonde 128 gebildete Oxidmenge ausreicht, um ein Gleichgewicht herzustellen und eine reproduzierbare Ablesung der EMK zu gewährleisten. Der Zusatz eines edleren, Jedoch oxidierbaren weiteren Metalls zur Folie 140 verschiebt die Eichkurve der EMK wie in Figur 6 dargestellt. Beispielsweise verschiebt eine Folie 140 aus Chromnickel die Eichkurve im Verhältnis zu einer Eichkurve für reines Chrom nach links.
  • Eine Schicht oder ein Rohr 152 aus Pappe 152 oder einem anderen hitzebeständigen Material umgibt die äußere Oberfläche des Rohrs 132 mindestens auf einer Länge, die in das geschmolzene Metallbad eingetaucht wird. Die der Schmelze ausgesetzte Oberfläche 154 des Elektrolyten 136 wird während des Durchgangs durch die Schlacke oder durch eine andere Schicht auf der Metallschmeize durch eine Kappe 156 geschützt, die aufgrund von Reibungskräften mit dem angrenzenden Ende des Rohrs 152 verbunden ist. Für den Einsatz bei Stahlschmelzen kann die Kappe 156 aus Elußeisen bestehen, welches schnell aufschmilzt und dadurch die Oberfläche 154 an einer vorherestimmbaren Stelle unterhalb der Oberfläche des Stahlbades freigibt.
  • Wie bereits im Zusammenhang mit den übrigen Figuren ausgeführt wurde, kann eine in Figur 7 nicht gezeigte zweite Zuleitung in der Sonde 128 angeordnet sein, die zur Bildung eines Thermoelements an der Folie 140 bzw. Scheibe 144 dient. Auch kann die Folie 140 durch einen Körper aus einer Metallmischung oder -legierung wie ein Chromnickelstück ersetzt werden.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 7 ist es nicht erforderlich, daß die Folie 140 ausreichend hitzebeständig gegenüber den Betriebstemperaturen der Sonde ist. Beispielsweise wurden gute Ergebnisse beim Einsatz einer Folie 140 aus reinem Eisen oder einem anderen Metall erhalten, welches im Temperaturbereich der meisten Stahlschmelzen schmilzt. Aus diesem Grunde kann anstelle der Folie beispielsweise Granulat oder Pulver eingesetzt werden.
  • Kohlenstoff bzw. Graiit kann an die Stelle der Folie 140 gemäß Figur 7 treten. Es ist ebenfalls möglich, daß an die Stelle der Folie 140 ein elektrisch leitendes, kompaktes Sauerstoff-Bezugsmaterial wie Metall-Keramik tritt. Die Metall-Keramik, die aus der Gruppe derwenigen Stoffe ausgewählt werden kann, welche in Verbindung mit Figur 6 aufgezählt und beschrieben worden sind, dient als geeignetes Element für die Herstellung des elektrischen Kontaktes mit dem Feststoffelektrolyten 52. Die Metall-Keramik kann in Form einer Folie oder eines anderen Formkörpers oder als Pulver eingesetzt werden. Jedes dieser Mittel kann gegen den Feststofielektrolyten 52 entweder durch eine Kontaktfolie oder Scheibe 144 gepreßt werden oder - falls dies die Betriebsbedingungen erlauben - durch die Schwerkraft.
  • Wenn das Sauerstoff-Bezugsmaterial ein bei den Betriebstemperaturen ausreichend hitzebeständiger' Formkörper ist, kann die als Kontakt dienende Scheibe 144 weggelassen werden, und der elektrische Anschluß kann unmittelbar an die Folie 140 erfolgen.
  • Bei den Ausführungsbeispielen gemäß den Figuren 8 und 9 sind als Sauerstoff-Bezugsmaterial im Innern der Sonde Mittel für die Erzeugung von Kohlendioxid (CO2) enthalten. Der Vorteil beim Einsatz von C02 ist im Zusammenhang mit Figur 6 erläutert worden. Wie nachfolgend noch näher erläutert wird, kann die Sonde 158 gemäß Figur 8 teilweise geschlossen sein, wo hingegen die Sonde 160 gemäß Figur 9 zwar geschlossen, jedoch nicht abgedichtet ist. Die Sonden 158 und 160 können in die Ausführungsbeispiele 126 und 126N (Figuren 7 und 8) eingesetzt werden. Die Sonden können von Hand in die Stahlschmelze oder dergleichen getaucht werden, wozu ein Rohr 132 ausreichender Länge dient, wie es beispielsweise in Verbindung mit herkömmlichen Tauch-Thermoelementen verwendet wird. Es ist auch möglich, die Schleudervorrichtung gemäß den Figuren 4 und 5 anzuwenden.
  • Bei dem Gegenstand gemäß Figur 8 wird der Feststoffelektrolyt 136' im Innern des isolierenden Rohres 138' auf die vorstehend beschriebene Weise gehalten. Der elektrische Kontakt zur inneren Oberfläche 142' des Elektrolyten 136' kann mittels eines Leitungsdrahtes 162 hergestellt werden. Der elektrische Kontakt zwischen dem Leitungsdraht 162 und der Oberfläche 142' kann gemäß Figur 1 hergestellt werden. Es wurde Jedoch gefunden, daß in den meisten Fällen auf einen Überzug aus Platin oder einem anderen Metall auf der Oberfläche 142' verzichtet werden kann, und daß ein ausreichender elektrischer Kontakt zwischen der Zuleitung und dem Feststoffelektrolyten iedigtich durch Zusammenpressen dieser Teile hergestellt werden kann. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 8 wird dies dadurch bewirkt, daß eine vergrößerte Kontaktfläche 164 am inneren Ende des Drahtes 162 gebildet wird. Ein inneres Isolierrohr 166 dient dazu, die als Spirale ausgebildete vergrößerte Kontaktfläche 164 fest an die Oberfläche 142' des Feststoffelektrolyten anzufreien. Alternativ kann der Draht 162 einfach -um das Ende des Isolierrohres 166 herumgebogen werden Durch Verkitten des jenseitigen Endes des Isolierrohres 166 mit dem anderen Ende des' Rohres 138 mittels eines hitzebeständigen Zements 168- wird die Anordnung fixiert. Alternativ kann das innere Ende der Zuleitung in den Feststoffelektrolyten eingebettet werden, insbesondere dann, wenn dieser aus pulverförmigem Material besteb;t -Figur 8 offenbart ferner ein festes Sauerstoff-Bezugsmaterial 174, welches in dem Raum zwischen dem inneren Isolierrohr 166 und dem Rohr 138' untergebracht ist.
  • Das Material 174 überzieht dabei vorteilhafterweise die äußere Oberfläche des Isolierrohres 166 und ist im Stande, Sauerstoff-Bezugsgas bei den hohen Betriebstemperaturen des Elektrolyten 136' freizusetzen.
  • Beispielsweise kann das Material 174 Magnesiumkarbonat (MgCO3) oder Mangankarbonat (MnCO3) sein, oder vorzug weise Kalziumkarbonat (.CaC03) die bei der Zersetzung bei der Betriebstemperatur der Sonde 158 Kohlendioxid (CO2) freisetzen. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist das äußere Ende 170 des Rohres 166 unverschlossen. Bei der Zersetzung des Materials 174 wandert das freigesetzte CO2 oder entsprechendes Sauerstoff-Bezugsgas in Richtung auf den Elektrolyten 136' und kommt aufgrund der Nachbarschaft des Endes 176 des Rohres 166 in innige Berührung mit der inneren Oberfläche 142' des Elektrolyten. Für die Bestimmung des gelösten Sauerstoff es von Stahlschmelzen wird das innere Isolierrohr 166 zweckmäßig ebenso wie das Rohr 138' aus geschmolzener Kieselerde, Quarz oder Aluminiumoxid hergestellt. Die Sonde 158 ist nicht verschlossen und besitzt den Vorteil, sehr schnell einen Beharrungszustand für die Ablesung zu erreichen, und zwar aufgrund der reichlichen Freisetzung von C02 aus der Zersetzung der begrenzten Menge des Sauerstoffs-Bezugsmaterials 174. Ein mehr ins Auge springender Vorteil liegt in der Vermeidung einer äußeren CO2-Quelle und der zugehörigen Anschlüsse, Dosierventile etc..
  • Eine ähnliche Meßeinrichtung ist in Figur 9 dargestellt.
  • Die Sonde 160 ermöglicht die vorteilhafte Verwendung von CO (in Gegenwart von Kohlenstoff) als Sauerstoff-Bezugsmaterial innerhalb der Sonde. Die innere Oberfläche 142' des FeststoffelektroXyten wird von einer Einheit 178 aus Elektrode, Elektrodenzuleitung und Sauerstoff-Bezugsmaterial berührt. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird die Einheit 178 aus einem Kohlenstoff- oder Grafitstab gebildet, der sich durch das Rohr 138' erstreckt und am Ende 180 gegen die innere Oberfläche 142 des Feststoffelektrolyten 136' gepreßt wird. Diese Anordnung, die eine ausreichende elektrische Leitfähigkeit zwischen der Einheit 178 und dem Elektrolyten 136 bewirkt, wird durch einen festen Körper 182 aus hitzebeständigem Zement oder dergleichen gebildet, der zwischen dem äußeren Ende 184 des Rohres 138' und der benachbarten Oberfläche der Einheit 178 angeordnet ist. Der Körper 182 kann jedoch porös oder auf andere Weise mit einem Durchlass für das Entweichen von Luft oder Gas beim Erhitzen der Sonde 160 versehen sein.
  • Wenn das Ende des Rohres 138', in dem sich der Elektrolyt befindet, in eine Metallschmelze eingetaucht wird, nimmt das angrenzende Ende 180 der Einheit 178 die höchste Temperatur auf seiner ganzen Länge an. In diesem Augenblick verbindet sich das Ende 180 der Elektrode rasch mit Luft oder Sauerstoff, der im Rohr 138 enthalten ist, wodurch Kohlenmonoxid (CO) gebildet wird, welches als Sauerstoff-Bezugsgas für die Sonde 160 dient. Auf diese Weise werden verschiedene Arten von Sauerstoff-Bezugsmaterialien gebildet die der folgenden Gleichgewichtsreaktion entsprechen: c + 1/2 °2 - CO Der die Einheit 178 bildende Stab kann aber auch aus anderen elektrisch leitenden und vollständig oder teilweise oxidierbaren Stoffenzbestehen, um unterschiedliche Eigenschaften dieser Einheit zu erzielen. So kann die Einheit 178 beispielsweise aus den metall-keramischen Stoffen hergestellt werden, die in Verbindung mit Figur 6 erläutert wurden, oder aus einem leitfähigen, Sauerstoff-Bezugsmaterial wie die Folie 140 gemäß Figur 7.
  • Ein Ausführungsbeispiel einer Meßeinrichtung für die Sauerstoffbestimmung ist in Figur lo dargestellt. Die Vorrichtung umfaßt eine hitzebeständige Kokille 186 mit einem Wandteil 188, durch welches eine Sonde l9o und eine Elektrode 192 hindurchgeführt sind. Als Sonde l9o können sämtliche Ausführungsbeispiele verwendet werden, die in den Figuren dargestellt sind. Vorzugsweise wird als Sonde l9o eine der abgeschlossenen Sonden 128, 158 oder 160 gemäß den Figuren 7 bis 9 verwendet, so daß die Meßeinrichtung 184 transportabel ist. Elektrische Leitungen 194 und 196 führen zur Sonde 190 und zur äußeren Elektrode 192 sowie zu einem nicht dargestellten Meßkreis bekannter Konstruktion für die erzeugte EMK. Obwohl das Material der Kokille 186 isolierende Eigenschaften hat, ist es selbstverständlich nicht erforderlich, besondere Mittel zur Isolation der Elektrode 192 gegenüber der Sonde l9o vorzusehen, da ein isolierendes Tragrohr 198 verwendet wird.
  • Bei der Benutzung der Meßeinrichtung 184 wird eine Menge geschmolzenen Stahls oder eines anderen Materials mit einer Temperatur von mindestens 8ovo0 C und vorzugsweise logo0 C. oder höher mittels eines Löffels 200 in die Kokille 186 gegossen. Die Kokille wird solange gefüllt, bis die Oberfläche 202 der Schmelze die Sonde l9o und die Elektrode 192 bedeckt. Die elektrische Verbindung zwischen der äußeren Oberfläche 204 des Feststoffelektrolyten 206 und der äußeren Elektrode 192 wird durch die Stahlschmelze 202 oder dergleichen hergestellt. Andererseits ist die innere Oberfläche 208 des Elektrolyten 206 an die elektrische Leitung 194 angeschlossen. Wie in Verbindung mit Figur 11 noch weiter ausgeführt werden wird, kann ein Thermoelement mit der Sonde l9o in Figur lo vereinigt werden, wodurch eine Bezugnahme zur EMK-Anzeige der Sonde l9o möglich ist. Vorzugsweise wird die Sonden-EMK bei der Erstarrungstemperatur des Metalls gemessen, da die Temperatur während dieses Vorgangs im wesentlichen konstant bleibt. Bei Stahlschmelzen kann die Schmelztemperatur bestimmter Legierungen zusammen mit prozentuallen Anteilen weiterer Bestandteile wie beispielsweise Kohlenstoff in kurzer Zeit bestimmt werden. Die auf diese Weise gemessene konstante Erstarrungstemperatur kann in Wechselbeziehung zur EMK der Sonde gesetzt werden um daraus den Sauerstoffgehalt zu bestimmen.
  • In Figur 11 ist eine weitere Messeinrichtung mit einem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel einer Sonde 210 dargestellt. In der gezeigten Anordnung ist die Sonde Bestandteil eines Gießtrichters 212 einer Stranggußeinrichtung oder eines anderen Schmelzenbehälters und gestattet daher eine kontinuierliche Überwachung des Sauerstoffgehalts der durch den Gießtrichter fliessenden Stahlschmelze. Dabei ist stabilisiertes Zirkonoxid (CaO.ZrO2) für den Einsatz 214 einer oder mehrerer Düsenöffnungen 216 im Gießtrichter 212 vorgesehen.
  • Anstelle des stabilisierten Zirkonoxids kann einer der oben aufgeführten Feststoffelektrolyten eingesetzt werden, sofern sein Schmelz- oder Erweichungspunkt oberhalb der in Stahl schmelzen auftretenden Temperaturen liegt.
  • Der Einsatz 214 aus dem Elektrolyten ist an eine äußere Messanordnung angeschlossen und steht mit einem Sauerstoff-Bezugsmaterial in Verbindung, so daß die Elektrolysezelle durch den Einsatz 214 gebildet wird. Zur Herstellung des elektrischen Kontaktes dient zunächst ein isolierendes Rohr 218, welches durch die aus üblichem keramischem Material bestehende Wand 220 des Gießtrichters 212 hindurchgeführt ist. Dabei ist ein Paar elektrischer Zuleitung 222 durch das Rohr 218 hindurchgeführt und endet in einem Thermoelement 224, welches in einer angrenzenden Ausnehmung 226 des Einsatzes 214 so befestigt ist, daß ein guter elektrischer und thermischer Kontakt entsteht. Alternativ kann dasThermoelement 224 auch nur gegen das Ende der Bohrung 227 im Einsatz 214 gepreßt werden.
  • Sauerstoff-Bezugsmatel wie beispielsweise Luft oder CO2 kann von einer nicht dargestellten, äußeren Quelle entsprechend dem Pfeil 228 durch das Rohr 218 zum inneren Ende 230 des Rohres 218 geführt werden, wo das Bezugsgas die angrenzende Oberfläche des Einsatzes 214 berührt. Das Bezugsgas kann aus dem isolierenden Rohr 218 durch ein inneres Rohr 232 abgeleitet werden, welches die Zuleitungen 220 umgibt. Wie noch im einzelnen ausgeführt werden wird, können auch andere Sauerstoff-Bezugsmaterialien verwendet werden.
  • Eine elektrische Verbindung zur inneren Oberfläche bzw.
  • Einschnürung 234 des Einsatzes 214 wird durch die Stahlschmelze im Gießtrichter 212 und durch ein beliebiges metallisches Bauteil der Stranggußvorrichtung hergestellt, welches von der Stahlschmelze berührt wird.
  • Als Kontakt kann eine äußere Elektrode 236 abgedichtet durch die Wand 220 des Gießtrichters 212 hindurchgeführt oder unmittelbar durch die Öffnung des Gießtrichters in die Metallschmelze eingeführt werden.
  • Bei dieser Anordnung kann ein Sauerstoff-Bezugsmaterial der einen Seite des Einsatzes 214 aus dem Elektrolyten kontinuierlich zugeführt werden, während ein Material mit unbekanntem Sauerstoffgehalt mit der anderen Seite in Berührung steht. Die dabei entstehende EMK wird kontinuierlich überwacht, in-dem das Potential zwischen der Zuleitung 238 der äußeren Elektrode und einer der Zuleitungen 222 zum Thermoelement überwacht wird. Aufgrund des schnellen Ansprechens der Sonde 210 kann eine kontinuierliche Anzeige des gelösten Sauerstoffgehalts der durch den Einsatz 214 strömmenden Metallschmelze erhalten werden. Diese Anzeigen können im Verhältnis zu Temperaturschwankungen geeicht werden, die ebenfalls kontinuierlich auf grund des Thermoelements 224angezeigt werden. Es versteht sich, daß andere geeignete Sauerstoff-Bezugsmaterialien wie sie weiter oben angegeben wurden, auch bei diesem besonderen Anwendungsfall eingesetzt werden können.
  • In Figur 12 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Sonde 240 dargestellt, die zum Zwecke einer gleichzeitigen Messung der Temperatur und des gelösten Sauerstoifgehaltes in die Metallschmelze eingetaucht werden kann. Ein Halterohr 242 kann in Anlehnung an Figur 7 jede gewünschte Länge besitzen, die ein Eintauchen von Hand nach Art einer Lanze möglich macht, oder es kann mit einer Schleudervorrichtung versehen sein. Das Rohr 242 ist auch in diesem Falle von einem thermisch isolierenden Rohr 152' umgeben, auf welches eine schützende Kappe 156! aufgesteckt ist. Alternativ kann die Kappe 156' auch mit einem Stopfen 248 oder einem anderen gemeinsamen Halter für die Sonde und die äußere Elektrode verbunden sein. Eine direktanzeigende Sauerstoff sonde 244 und eine äußere Elektrode 246 in Form einer Stange aus Stahl oder einem anderen elektrisch leitfähigen, verträglichen Werkstoff sind durch Öffnungen in dem keramischen Stopfen 248 hindurchgeführt. Hierbei kann der Stopfen 248 mit dem Ende des Halterohrs 242 in einer Weise verbunden sein, wie dies in Figur 7 dargestellt ist.
  • Ein Feststoffelektrolyt 240 ist im außenliegenden Ende eines aus Isolierstoff bestehenden Rohres in analoger Weise zu den bisherigen Ausführungsbeispielen untergebracht. Die Sonde 244 kann dabei ebenfalls denen gemäß den vorstehenden Figuren entsprechen und enthält ein Thermoelement 252, welches das Sauerstoff-Bezugsmaterial 254 und die innere Oberfläche des Elektrolyten 250 berührt. Zuleitungen 256 für das Thermoelement und den Elektrolyten sind durch das Innere der Hülse der Sonde 244 geführt. Wie bei den übrigen Ausführungsbeispielen dient der hitzebeständige Zement am Ende der Hülse zur Halterung der Zuleitungen 256, ohne die Hülse dicht zu verschliessen.
  • Eine weitere Zuleitung 258 ist mit der äußeren Elektrode 246 verbunden, wobei sämtliche Zuleitungen 256 und 258 zum Anschluß an einen ußeren Meßkreis durch das Halterohr 242 hindurchgeführt sind. Auch grund der Anordnung gemäß Figur 12 können sowohl die Sonde 244 als auch die äußere Elektrode 246 bis zur gleichen vorgegebenen Tiefe in das flüssige Metallbad eingeführt werden, um an dieser Stelle den gelösten Sauerstoffgehalt zu bestimmen. Die Temperatur an dieser Steile wird im wesentlichen gleichzeitig durch das Thermoelement 252 gemessen.
  • Eine ähnliche Tauch- und Meßsonde 260 ist in Figur 13 dargestellt. Bei dieser Anordnung werden die Sonde 244' sowie die äußere Elektrode 246' von einem keramischen Stopfen 262 gehalten. Am vorderen Ende des Stopfens 262 ist die Schutzkappe 156' gemäß den vorangegangenen Figuren befestigt. Auch hier dient die Kappe 156 bzw.
  • 156' dazu, die Sonde 244' vor einer Berührung mit Schlacke zu schützen. Dabei kann die Kappe auch dazu verwendet werden, die Berührung mit der Metallschmelze solange zu verhindern, bis die äußeren Enden der Sonde und der Elektrode eine bestimmte Tiefe unterhalb der Schmelzen,oberfläche erreicht haben.
  • Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Stopfen 262 mit einer abgesetzten Verlängerung 266 versehen, die mit einem Isolierstoffüberzug 267 versehen ist. Mit diesem steht der Stopfen mit einem längeren Halterohr 268 in Verbindung. Vorzugsweise besteht dasR«lterohr 268 aus einem Verbundwerkstoff und ist mit längsgeteilten Kontaktringen 269 versehen. Die äußere Elektrode 246 ist mit einem Kontakt 272 über eine Zu>eitung 270 verbunden, die durch den Isolierstoffüberzug 270 hindurchgeführt ist. Der Isolierstoffüberzug 267 kann dabei aus Polyvinylacetyl oder dergleichen für ein Zusammenwirken mit den Kontaktringen 269 bestehen.
  • Ein Paar weiterer Zuleitungen 274 für das Thermoelement 252' sind durch den Stopfen 262 zu analogen Kontakten 273 geführt, die in Längsrichtung zur Verlängerung 266 für ein Zusammenwirken mit den übrigen Kontaktringen 269 angeordnet sind.
  • Der Stopfen 262 kann zusammen mit der Sonde 244' und der Elektrode 246' mittels einer Verrastung 275/276 eingesetzt werden. Nach dem Einsetzen stehen die Kontakte 272 und 273 mit den Kontaktringen 269 in Verbindung, und zwar unabhängig von einer etwaigen Verdrehung des Stopfens gegenüber dem Halterohr 268. Die Kontaktringe 269 sind mit entsprechenden Leitungen 278 verbunden, die durch das Halterohr 268 hindurchgeführt sind. Mindestens das äußere Ende des Halterohrs 268 ist mit einer schützenden Schicht 280 beispielsweise aus einem keramischen Material überzogen. Vorzugsweise entspricht dabei die Länge der Schicht 280 mindestens der Dicke einer auf dem Metall schwimmenden, nicht dargestellten, Schlackeschicht. Allerdings sollte die Länge der Schicht 280 eine solche Minimal länge überschreiten, damit die Sonde in größere Tiefen unterhalb der Schlackenschicht eingetaucht werden kann. Ein Kanal 282 vermeidet einen inneren Uberdruck beim Erhitzen der Sonde 260,

Claims (24)

  1. A n s p r ü c h e: 1. Tauchsonde für die Bestimmung des gelösten Sauerstoff gehalts von Schmelzen, insbesondere von Metallschmelzen, bestehend aus einer länglichen Hülse mit einem Sauerstoffionen durchlassenden Feststoffelektrolyten, welcher abdichtend im Ende der Hülse angeordnet ist, wobei mindestens ein Teil der äußeren Oberfläche des Feststoffelektrolyten für die Berührung mit der Schmelze freiliegend angeordnet ist, und wobei die vom Elektrolyten erzeugbare EMK durch je eine mit dem Elektrolyten einerseits und mit der Schmelze andererseits in Verbindung stehende Elektrode einer Meßeinrichtung aufschaltbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß als Material für die Hülse (46, 46', 132) eine elektrisch isolierendes, keramisches Material verwendet wird, wobei im Innern der Hülse ein festes Sauerstoff-Bezugsmaterial (54, 140, 174, 178, 254) mit der inneren Oberfläche (142, 142') des Feststoffelektrolyten (52, 52', 136, 136', 206, 250) in Berührung steht und daß eine elektrische Zuleitung (58, 58', 59, 59', 146, 162, 178, 194, 196, 222, 256, 258, 274) mit dem Sauerstofi-Bezugsmaterial verbunden ist.
  2. 2. Tauchsonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in ihr ein Thermoelement (56, 56', 252, 252') für die Bestimmung der Schmelzentemperatur angeordnet ist.
  3. 3. Tauchsonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (46, 46', 132) aus Aluminiumoxid besteht.
  4. 4. Tauchsonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (46, 46', 132) aus erschmolzener Kieselerede bzw. erschmolzenem Quarz besteht.
  5. 50 Tauchsonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Feststoffelektrolyt (52, 52', 136, 136', 206, 250) aus einem kristallinen Material eines ungesättigten Oxid-Spinells besteht, welches einer der folgenden Formeln entspricht: MO + N203 ' MN2O4 2M0 + N02 - NM2O4 M20 + N03 - NM2O4 MO2 + N2O3 - MN2O5 wobei M und N Metalle sind und M eine niedrigere Wertigkeit besitzt und in einem geringeren als dem stöchiometrischen Verhältnis anwesend ist.
  6. 6. Tauchsonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Feststoffelektrolyt aus stabilisiertem Zirkonoxid besteht.
  7. 7. Tauchsonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Feststoffelektrolyt aus stabilisiertem Thoriumoxid besteht.
  8. 8. Tauchsonde nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Kombination der Merkmale, daß der Feststoffelektrolyt (52, 52', 136; 136', 206, 250) aus kalziumstabilisiertem Zirkonoxid und die Hülse (46, 46', 132) aus Aluminiumoxid besteht.
  9. 9. Tauchsonde nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Kombination der Merkmale, daß der Feststoffelektrolyt (52, 52', 136, 136', 206, 250) aus kalziumstabilisiertem Zirkonoxid und die Hülse (46, 46', 132) aus erschmolzenem Quarz besteht.
  10. lo. Tauchsonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Sauerstoff-Bezugsmaterial (54, 14o, 174, 178, 254) ein leicht oxidierbares Metall dient, welches in Form eines Überzugs auf der inneren -Oberfläche (142, 142') des Feststoffelektrolyten (52, 52', 136, 136', 206, 250) aufliegt.
  11. 11. Tauchsonde nach Anspruch lo, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug aus Sauerstoff-Bezugsmaterial durch eine Metallfolie gebildet wird.
  12. 12. Tauchsonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Sauerstoff-Bezugsmaterial eine Chrom-Nickel-Legierung verwendet wird.
  13. 13. Tauchsonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Sauerstoff-Bezugsmaterial eine Metall-Keramik aus der Gruppe Ni-NiO, Fe-FexO, Cr-Cr203, W-WO2, Co-CoO, Cb-CbO2, Mo-MoO2 verwendet wird.
  14. 14. Tauchsonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Sauerstoff-Bezugsmaterial Kohlenstoff in Verbindung mit einer Strömung eines sauerstoffhaltigen Gases verwendet wird.
  15. 15. Tauchsonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (46, 46', 132) mit einem Anschluß für das Durchleiten eines Sauerstoff-Bezugsgases versehen ist.
  16. 16. Tauchsonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (46, 46', 132) an einem Halter befestigt ist und daß die zweite Elektrode (50, 76, 246, 246') im wesentlichen in einer Ebene mit der Hülse liegt.
  17. 17. Tauchsonde nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Elektrode (50, 76) rohrförmig ist und daß die Sonde (44, 70, 128, 158, 160, l9o, 210, 240, 244, 260) im Innern der Elektrode angeordnet ist.
  18. 18. Tauchsonde nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein langes Halterohr (48, 82, 132, 242, 268) und einen vom Halterohr lösbaren Stopfen (72, 130, 1302 w 248, 262) in dem die Hülse (46, 46', 132) angeordnet ist.
  19. 19. Tauchsonde nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Stopfen (262) und das Halterohr (268) über eine Verrastung (275/276) und über Kontaktringe (269) und zugehörige Kontakte (272, 273) miteinander verbunden sind, wobei die Kontakte in dem Meßkreis einer außenliegenden Meßeinrichtung angeordnet sind.
  20. 20. Tauchsonde nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktringe (269) und Kontakte (272, 273) als Drehkontakte ausgeführt sind, so daß die Kontaktgabe unabhängig von einer etwaigen Verdrehung des Stopfens (262) ist.
  21. 21, Tauchsonde nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Halterohr (48, 132, 242 268) in der Nähe der Sbnde (44, 70, 128, 158, 160, l9o, 210, 240, 244, 260) ein thermisch isolierender Überzug angeordnet ist.
  22. 22. Tauchsonde nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug durch ein hitzebeständiges Rohr gebildet wird.
  23. 23. Tauchsonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (46, 46', 132) in einem Halter (130, 130', 248, 262) angeordnet ist, und daß auf dem Halter eine Kappe (88, 156, 156') für die Abdeckung des Hülsenendes und des Feststoffelektrolyten (52, 52', 136, 136', 206, 250) angeordnet ist.
  24. 24. Tauchsonde nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappe (88, 156, 156') aus einem in dem zu analysierenden Material schmelz- oder lösbaren Werkstoff besteht.
    L e e r s e i f e
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