DE2421000A1 - Sitzanordnung, die einstueckig aus einer einzigen materialtafel gefertigt ist - Google Patents
Sitzanordnung, die einstueckig aus einer einzigen materialtafel gefertigt istInfo
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- Shaping Of Tube Ends By Bending Or Straightening (AREA)
Description
Or. im- W-^'
Dr. DieU.i r. Klorf 30. April
Dr. Uans-A. Brauns
JOHN ARCHER SPEIDEL
7955 Upper River Road, Maineville, Ohio,
V.St,A.
Sitzanordnung, die einstückig aus einer einzigen Haterial-
; tafel gefertigt ist
Die vorliegende Erfindung betrifft Sitzmöbel, wie Stühle, Sessel, Polstersitze und dgl., insbesondere eine Sitzanordnung,
welche einen Stützbereich, wie Beine oder einen Sockel und nur einen Sitz aufweist, oder aber eine
Sitzanordnung mit einem Sitz und Rücken und Verbindungsbereichen, wobei letztere als Arme ausgebildet sein können.
Die Gesamtanordnung besteht vorzugsweise aus einer einzigen Tafel aus biegsamem oder faltbarem Material, wie beispielsweise
Blech. Alle Oberflächen der Sitzanordnung werden durch abwickelbare Flächen gebildet. Derartige Flächen sind entweder
(a) eben, oder (b) Einkurvenflächen, nämlich, zylindrisch,
konisch oder wellenförmig, oder aber (c) Kombina- '
tionen von (a) und (b). Die Gesamtanordnung zeichnet sich durch das Fehlen von Flächen auf, die nicht abwickelbar sind,
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wobei ausgehend von einer flachen, biegsamen oder faltbaren Materialtafel eine Sitzanordnung erhalten werden kann, welche
einen Sitzbereich und einen Stützbereich aufweist, die einstückig miteinander ohne Strecken, Eindrücken oder Einreissen
der Tafel erhalten werden. Die auf diese Weise gebildete Anordnung erhält ein folienförmiges Überzugsmaterial,
welches ebenfalls ohne Strecken, Eindrücken oder Einreissen in gegenseitiger Anlage an der Anordnung gehalten wird.
In der ÜS-Patentanmeldung 175 8OO vorn 25. August I971
ist eine Sitzanordnung beschrieben, Vielehe einen Sitzbereich, einen Bückenbereich und Verbindungsbereiche, wie
beispielsweise Arme, aufweist und welche durch Verbiegen oder Falten einer flachen Materialtafel, beispielsweise einer
Blechtafel, derart hergestellt wurde, dass immer abwickelbare Flächen erhalten werden, wobei die Zuschnittlinien
der abwickelbaren Flächen sich an der Oberfläche der Einheit an einer nicht geraden Linie treffen, welche sich von Kante
zu Kante des Umfangs erstreckt, wobei die.projizierten
Bilder der Zuschnittlinien sich am abgewickelten Muster an einer nicht geraden Linie treffen, welche von Kante zu
Kante des Musters verläuft. Vie in der genannten Patentanmeldung ausgeführt wird, erfordern derartige Sitzanordnungen
zusätzliche Bauelemente, wie Füsse oder Sockel, um die Sitzanordnung in dor richtigen Gebrauchshöhe zu halten.
Es wurde ferner bereits vorgeschlagen, Sitzanordnungen herzustellen, welche aus einem Sockel, einem Sitz und einem
Rückenabschnitt bestehen und welche durch das Falten einer biegsamen Materialtafel längs gekrümmter- Faltlinien erhalten
wird. Jedoch erfordern derartige Sitzanordnungen Befestigungsmittel
für die Kantenbereiche oder zusätzliche Hilfsmittel,
um eine Rückkehr des Materials in seine ursprüngliche flache Form zu verhindern. Hierzu wird beispielsweise auf
die US-PS 3 295 890 (Murdock) verwiesen. Diese Anordnung
hat offensichtliche Nachteile einschliesslich der Kosten des zusätzlichen Materials, welches erforderlich ist, um eine
lh'
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Anlage der Kanten miteinander zu erhalten, sowie der. Kosten
der Befestigung der Kanten miteinander und schliesslich der Kosten, einschliesslich Arbeitskosten, von zusätzlichen
Bauelementen.
Durch die vorliegende Erfindung wird eine Sitzanordnung geschaffen, welche einen Slätzbereich, einen Sitzbereich und
einen Bückenbereich aufweist, und welche aus einer ebenen Materialtafel, beispielsweise aus Blech, hergestellt ist.
Es wurde gefunden, dass Ausführungen, welche sich für Sitzanordnungen
und dg. eignen, mit einem Stütz-, einem Sitz- und einem Rückenbereich durch. Biegen und Palten der Tafel ohne Strek-
keni-Eindrücken oder Einreissen der Materialtafel hergestellt
werden können, wobei abwickelbare Zuschnitte für die Einzelflachen
der Anordnung erhalten werden können,-zum Unterschied von Flächen, die nicht abwickelbar sind, wie beispielsweise
gewölbte Flächen und doppelt gekrümmte Flächen. Die Arten von anreissbaren Oberflächen, welche in einen flachen Zuschnitt
abgewickelt xferden können, umfasse Oberflächen, wel- .
ehe technisch als (a) ebene Flächen bezeichnet werden, nämlich
Flächen, weiche durch eine gerade Linie erzeugt werden, welche sich derart bewegt, dass zwei andere sich schneidende
oder parallele gerade Linien oder eine ebene Kurve berührt werden, oder (b) einfach-gekrümmte Flächen, nämlich Flächen,
in welchen die Elemente (Erzeugende) parallel verlaufen (syikindrische Flächen) s sich an einem gemeinsamen Punkt
schneiden (konische Flächen) oder in welchen aufeinanderfolgende Elemente sich schneiden (Wellenflächen). In diesem
Zusammenhang wird auf "A Manual of Engineering Drawing For Students and Draftsmen", Thomas S. French, 7· Ausgabe, 194-7»
Seite 4-34-, verwiesen sowie auf "The Encyclopedia Britannica",
1958, Band 7, Seite 256, sowie Seiten 365-367 und Band 21,
Seite 589· Durch, die ausschliessliche Verwendung derartiger
abwickelbarer Oberflächen, unter Ausschluss der Bildung jeglicher nicht abwickelbarer Oberflächen, kann die erfindungsge-
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masse verbesserte Sitzanordnung wirschaftlich und auf einfache
Weise hergestellt werden, weist eine sehr grosse Festigkeit auf, obwohl sie aus .verhältnismässig dünnem Material gebildet
ist und ermöglicht eine grosse Anzahl von gefällig aussehenden und praktischen Sitzanordnungen. Da die Gesamtanordnung
einschliesslich des Stützbereiches abwickelbar ist, kann eine Oberflächenbehandlung mittels Textilien,
plastischer Folien und dgl. gleichfalls ohne die Notwendigkeit einer Streckbehandlung, eines Eindrückens oder Durchbohrens
erfolgen. Schliesslich können erfindungsgemässe
Anordnungen aus Materialtafeln erhalten werden, welche
anschliessend versteift werden können.
Die Erfxndung betrifft ferner die Herstellung von Sitzanordnungen der genannten Bauart, welche mit oder ohne Arme
hergestellt werden können und welche konvexe, konkave oder flache Sitz- und Rückenbereiche aufweisen können, sowie
Kombinationen derartiger Anordnungen, während die genannten Merkmale abwickelbarer Flächen immer bestehen bleiben.
Die Erfindung wird durchgeführt, indem zuerst die Materialtafel
umfangsseitig geformt wird, um den Stütz- und Sitzbereich, oder den Stütz-, Sitz- und Rückenbereich, oder den
Stütz-, Sitz-, Rücken- und Armbereich mit den jeweiligen gewünschten Abmessungen zu erhalten. Die Materialtafel wird
dann längs vorgegebener Linien gebogen oder gefaltet, welche derart gewellt sind, dass eine oder einige der genannten abwickelbaren
Flächen bzw. eine Kombination derselben erhalten werden. Dabei ergibt sich, dass entweder ebene Flächen,
konische Flächen, zylindrische Flächen oder Wellenflächen erhalten werden, wobei die Erzeugenden jeder Flächenart sich
innerhalb des Umfangs der Tafel an folgenden Stellen treffen:
(a) an einem Punkt oder Punkten; (b) einer geraden Linie oder Linien, wovon mindestens ein Ende derselben vor der
Kante der Tafel innerhalb derselben endet ; (c) einer gekrümmten Linie oder gekrümmten Linien; oder (d) verschie-
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denen Kombinationen der Punkte gemäss (a), der geraden
Linien gemäss (b) oder der gekrümmten Linien gemäss (c).
Zusammenfassend wird daher durch, die Erfindung eine Sitzanordnung
vorgeschlagen, welche einen Stützbereich, einen Sitz- und einen Rückenbereich aufweist und gegebenenfalls
einen Armbereich, wobei jeder Teil der Anordnung aus verschiedenen, vollständig abwickelbaren aufreissbaren Flächen
besteht, welche im allgemeinen als abwickelbare, anreissbare Flächen bezeichnet werden, wobei dieselben gebogen
werden können, ohne dass ein Strecken, Eindrücken oder Einreissen der Materialtafel erforderlich ist.
Die Sitzanordnungen und die Zuschnitte zur Herstellung derselben, welche im Einklang mit der Erfindung ausgebildet
sind, werden anschliessend in Verbindung mit den Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemassen Stuhles,
Fig. 2 eine Vorderansicht des Stuhls gemäss Fig. 1,
Fig. 3 eine Draufsicht auf einen abgewickelten Zuschnitt,
aus welchem der Stuhl gemäss den Fig. 1 und 2 hergestellt werden kann,
Fig. 4- bis 6 Anordnungen, welche den Fig. 1 bis 3 entsprechen
und einen erfindungsgemässen Sessel sowie einen Zuschnitt für denselben zeigen,
Fig. 7 bis 9 Ansichten entsprechend den Fig. 1 bis 3 einer
anderen Ausführungsform des Sessels,
Fig. 10 bis 12 Ansichten entsprechend den Fig. 1 bis 3 einer
weiteren Ausführungsform eines Sessels, und
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Pig. 13 bis 15 Ansichten entsprechend den E1Xg. 1 bis 3
einer erfindungsgemäss vorgeschlagenen Kombinationsanordnung eines Stuhls und einer Stufenleiter.
In den Fig. 1, 2 und 3 ist ein Stuhl 10 dargestellt, welcher
aus einem einstückigen Tafelmaterial, wie beispielsweise
Blech, besteht. Der Stuhl weist einen Sitzbereich 11 auf, wobei ein geringfügig nach oben gebogener Rückenbereich
12 vorgesehen sein kann. Mit dem Sitzbereich ist einstückig ein Stützbereich I3 ausgebildet und der Sitzbereich
und der Stützbereich I3 werden durch Bereiche 14-verbunden,
welche sich längs den Seiten des Stuhls treffen.
Wie ersichtlich, wird der gemäss dieser Ausführungsform
erhaltene Stuhl durch Einbiegen längs der gekrümmten Linie 16 und der bei I7 angegebenen Linien erhalten. Die vertikalen
Seitenkanten 18 des Stuhls sind ebenfalls am Zuschnitt in Fig. 3 angegeben. Die Bodenkanten der Abschnitte
14 sind mit der Bezugsziffer 19 versehen.
Wie ersichtlich, wird durch eine Abrundung 2I des Zuschnitts
ein abgerundeter dem Boden berührender Abschnitt erhalten. Die Abschnitte 14 bringen eine beträchtliche Festigkeit,
da sie sich als Winkelstücke zwischen den !Teilen 11 und erstrecken. Es wird besonders darauf hingewiesen, dass
bei einem Falten und Biegen des Materials im Einklang mit den Angaben der Zeichnung kein Strecken, Eindrücken oder
Aufreissen erforderlich ist, da alle Abschnitte aus voll
abwickelbaren Zuschnitten bestehen. Es wird ferner darauf hingewiesen, dass Jede der geraden Linien, wie etwa Linie
17, um welche das Material gefaltet wird, mindestens ein Ende aufweist, welches innerhalb der Begrenzung des Materials
liegt. Auf diese Weise wird durch einfaches Falten ohne Strecken, Eindrücken, Einreissen oder Aufwölben des
Materials der Stuhl gemäss Fig. 1 bis 3 erhalten. Dieser Stuhl" hat sich als ausserst beständig und fest erwiesen,
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auch wenn er aus verhältnismässig leichtem Material besteht.
In den Fig. 4 bis 6 ist ein Sessel dargestellt, welcher einen mit ihm einteilig ausgebildeten Stützbereich aufweist,
Der Sessel 22 könnte als Armsessel bezeichnet werden und besitzt einen Sitzbereich 23>
einen Eüekenbereich 24· und einen Stützbereich 26.
Der Zuschnitt zur Herstellung des Sessels 22 ist in Fig* 6
dargestellt, wobei durch ein Umbiegen längs der gestrichelten Linie 2? der Sitzbereich 23 erhalten werden kann, welcher
einstückig mit dem Stützbereich 27 ausgebildet ist. Durch Palten oder Biegen des Metalls nach unten zwischen
den gestrichelten Linien 28 und 29 können nach unten gerichtete* gekrümmte Yersteifungsabschnitte ~y\ erhalten werden,
welche Seitenkanten aufweisen, die in den Eückenabsehnitt 24 längs der Seitenlinien 32 übergehen. Die Lehnenabschnitte
33 an den Seiten des Sessels werden erhalten, indem das
Material längs der Linie 29 einschliesslich des gekrümmten Abschnitts 29a derselben nach vorne gefaltet wird, wie
aus -Fig. 6 ersichtlich ist. "unterhalb der Linie 27 kann
der gesamte untere Abschnitt konkav ausgebildet sein, gesehen von vorne gemäss Fig. 5» womit sowohl für den Sitz
wie-für den Eückenbereich des Sessels eine beträchtliche
Festigkeit erhalten wird.
Wie. bei den vorausgehend beschriebenen Ausführungsformen kann der Sessel nach den Fig. · 5 und 6 durch einfaches
Biegen und Falten eines Blechs erhalten werden, ohne dass ein Strecken, Eindrücken oder Einreissen des Blechs.erforderlich
ist. Daher besteht die Sitzanordnung aus einem einstückig geformten Sitz, Eücken- und Stützbereich, die durch
einen einfachen Biegevorgang erhalten werden. Es sind weder Pressen noch komplizierte Formen oder dgl. erforderlich und
dieser Sessel wird wie alle anderen hier beschriebenen Ausführung sfοrmen mühelos durch einfache Biege- und Formwerkzeuge
erhalten.
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In den Fig. 7 "bis 9 ist ein weiterer Sessel 36 dargestellt,
welcher als moderner. Armsessel angesehen werden kann, dessen
Arme bei 37 angegeben sind.
Der Zuschnitt für diesen Sessel ist in Fig. 9 dargestellt und dieser wird längs der angegebenen gestrichelten Linien
gefaltet. Damit wird der Sitzbereich 38 mit nach unten und aussen gerichteten Tafelabschnitten 39 verbunden, wobei
die letzteren zwischen den Linien 41 und 42 des Zuschnitts liegen. Die Abschnitte 39 werden mit den unteren Bereichen
des Zuschnitts verbunden, welche die Arme 37 bilden, wodurch ein Paar von stützenden Beinen erhalten werden, die
neben der Vorderseite des Sessels liegen. Der Boden dieser Beine ist mit dem Bezugszeichen 40 versehen.
Der Zuschnitt ist ferner gebogen, um ausgehend von den Oberseiten der Arme 37 nach unten gerichtete Bereiche 45 zu
erhalten. Diese Bereiche 45 sind mit dem Rücken 43 des
Sessels längs der Linie 44 gemäss Pig. 9 verbunden. Mit
anderen Worten, der Rückenbereich des Sessels besteht aus dem Bereich 46 zwischen der Linie 44 und den nach einwärts
gerichteten Eckenfaltlinien 47 gemäss Fig. 9·
Wie bei den vorausgehend beschriebenen Ausführungsformen sind alle Flächen des Sessels gemäss den Fig. 7 bis 9
eben oder einfach gekrümmt, wobei in keinem Teil des Sessels nicht-abwickelbare Oberflächen vorhanden sind. Es ist ebenfalls
kein Strecken, Eindrücken oder Einreissen des Materials erforderlich und ausgehend vom Zuschnitt gemäss Fig. 9
wird der dargestellte Sessel erhalten. Der Hinweis auf das Fehlen einer Streckbehandlung,eines Eindrückens oder
Einreissens bezieht sich nicht auf die Vorgänge bei einer Materialbiegung, die notwendigerweise eine gewisse Dicke
besitzt, und an welcher eine Materialverdickung eintreten
muss (siehe das vorausgehend genannte Handbuch von French, Seite 455, Linie 23).
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In den Pig. 10 bis 12 ist eine weitere Ausführungsform
eines Sessels 48 dargestellt. Bei dieser Ausführungsform ist der Stützbereich 49 von vorne gesehen konkav ausgebildet
und wird durch den entsprechend bezifferten Bereich des Zuschnitts gemäss Fig. 12 hergestellt. Der eigentliche Sitzbereich
51 wird durch den entsprechend bezifferten Bereich des Zuschnitts gemäss Fig. 12 erhalten, indem der Abschnitt
4-9 längs der Linie 52 nach unten gebogen und der Rücken-,
bereich 53 gegenüber den FaIt- oder Biegelinien 5^ nach
oben gebogen wird. Die Seitenabschnitte 56 werden erhalten,
indem diese in den Seitenbereichen zwischen den Linien 57 und 58 der Fig. 12 nach unten gebogen werden. Wie ersichtlich,
kann der Sitz in Draufsicht auf die Sitzfläche geringfügig konkav ausgebildet sein und der Rückenbereich kann
Lehnenabschnitte 59 erhalten, indem ein Abschnitt der Seiten der Rückenlehne in der dargestellten Weise einfach
nach vorne gebogen wird.
Wiederum wird die dargestellte Sitzanordnung durch einfaches
Falten und Biegen ohne Strecken, Einreissen oder Eindrücken
des Materials erhalten. Es wird ferner darauf hingewiesen,' dass bei allen erfindungsgemässen Ausführungsformen nur
die einfachsten Biege- und FaItvorrichtungen erforderlich
sind. Mit anderen Worten, wie bereits erwähnt, werden teuere Pressen, aufwendige Einspannvorrichtungen und dgl. vermieden,
da lediglich Biegestangen, Biegeformen und dgl. erforderlich sind, welche am Material angreifen, um es im
wesentlichen an einer Folgebewegung mit dem bewegten Biegeoder Formwerkzeug zu hindern, wonach das Material die dargestellten
und beschriebenen Formen annimmt.
In den Fig. 13 bis 15 ist eine Kombination aus einem Stuhl.
und einer zweistufigen Leiter dargestellt, die erfindungsgemäss erhalten werden kann. Diese Stuhl-Leiterkombination
60 weist einen oberen, im wesentlichen horizontalen Abschnitt
,_ 9 _
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61 auf, welcher die Sitzfläche, des Stuhls bildet. Der
Abschnitt 61 kann mit einem nach oben gerichteten rückwärtigen Lippenbereich 62 versehen sein, welcher auch auf
dem in Fig. 15 dargestellten Zuschnitt angegeben ist. Nach unten gerichtete Seitenabschnitte können neben dem Abschnitt
61 bei 6J vorgesehen werden, indem diese Bereiphe zwischen den gestrichelten Linien 64 und 66 am Zuschnitt
nach unten gebogen werden.
Ein nach unten und geringfügig nach hinten gerichteter Abschnitt 67 ist mit dem Abschnitt 61 längs der Linie 68
verbunden. Seitenabschnitte 70 erstrecken sich gegenüber dem Abschnitt 67 nach vorne und unten und werden durch die
Linien 71 und 66 begrenzt.
Mit der Bodenkante des Abschnitts 67 ist ein weiterer, im wesentlichen horizontal angeordneter Abschnitt 72 verbunden,
welcher eine Stufe bildet, die in Verbindung mit dem Sitzbereich 61 die Leiter ergibt. Der Abschnitt 72 ist mit
dem untersten Abschnitt 73 gemäss Fig. 15 längs der Biegelinie
74- verbunden. Zusätzliche Seitenabschnitte 76 können
zur Versteifung vorgesehen werden. Der Basisabschnitt 73 kann mit sich nach vorne erstreckenden Seitenabschnitten
77 verbunden sein, welche mit dem Abschnitt 73 längs der Seitenkanten derselben bei 78 verbunden sind.
Vie am besten aus Fig. 14- ersichtlich ist, können die verschiedenen Seitenabschnitte 63 5 70, 76 und 77 im wesentlichen
flach gegen die anliegenden Abschnitte derselben gefaltet werden, wodurch die Gösamtbreite der Leiteranordnung
verringert wird.
Es ist offensichtlich, dass weitere Abänderungen der Erfindung, ausgehend von einer einstückigen Materialtafel, beispielsweise
aus Blech, durch richtiges Falten derselben erhalten werden können, um Sitz anordnungen der unterschied-
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lichsten, Formgebungen und Grossen zu erhalten. Das Tafelmaterial
kann eine gleichmässige Dicke aufweisen; jedoch,
können dünnere Materialien verwendet werden, wenn der Rand-Bereich
des geformten Materials umgebördelt oder um einen längs der Kante verlaufenden Draht umgelegt wird, um einen
Abschnitt mit versteiftem Randbereich zu erhalten, worauf der Abschnitt dann zur Herstellung der Sitzanordnung gefaltet
werden kann. Bei allen Ausführungsformen der erfindungsgemässen Anordnung ist kein Strecken, Einreissen oder
Eindrücken des Materials erforderlich.Ferner ist es möglich, von einer Materialtafel auszugehen, die Sitzanordnung zu
bilden, sie zeitweilig abzustützen und dann das Material zu versteifen, um auf diese Weise eine Anordnung zu erhalten,
die nach ihrer Herstellung für eine gepresste Sitzanordnung gehalten werden könnte.
Ein wichtiges Merkmal der Erfindung besteht darin, dass in keiner der verschiedenen Abschnitte Formen oder Umfangsbereiche
vorhanden sind, die nicht vollständig abwickelbar sind, d. h. die nicht entweder aus ebenen Flächen, konischen
Flächen, zylindrischen Flächen oder Wellenflächen bestehen. Die erfindungsgemässe Sitzanordnung ist somit durch das
Vorliegen von ausschliesslich abwickelbaren Flächen und das vollständige Fehlen von nicht-abwickelbaren Flächen
gekennzeichnet. Gerade wie man von einer fertigen dargestellten Sitzanordnung ausgehen könnte, um bei ihr die Abschnitte
wieder abzuflachen, so gilt auch das umgekehrte, so lange die Abschnitte tatsächlich abwickelbar sind.
In allen Fällen verlaufen die Risslinien der Abschnitte, aus welchen die Sitzanordnung besteht, bis zum Umfangsbereich
der Anordnung, wobei, wenn die Bilder derartiger Risslinien auf das Muster, aus dem die Sitzanordnung besteht,
projiziert werden, diese Bilder ebenfalls am Muster zusammentreffen. Ferner treffen am Umfang und am Muster
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die Eisslinien und ihre projezierten Bilder an einer nicht
geraden Linie zusammen, welche sich jeweils von Kante zu Kante des Umfangs bzw. des Musters erstreckt. Beispielsweise
wird auf die Anordnung der I1Xg. 7 bis 9 verwiesen,
aus welchen ersichtlich ist, dass die geraden Linien 4-1, welche von einer Kante des Umfangs und des Musters ausgehen,
Enden aufweisen, die innerhalb des Umfangs der Sitzanordnung und des Umfangs des Musters liegen, und dies
gilt für alle geraden Linien, die sich ausgehend von einer Kante des Umfangs und des Musters in allen gezeigten Ausführungsformen
erstrecken. Die Linien 4-1 der Fig. 9 stellen die projektierten Bilder der Linien 4-1 in Jig. 8 dar.
Die in der eingangs genannten US-Patentanmeldung 173 800 beschriebenen Sessel können zwar alle ausgehend
von ebenen und einfach gekrümmten Flächen erhalten werden, bei denen die Eisslinien und ihre Bilder bei Projektion
auf das Stuhlmuster jeweils am Umfangsbereich bzw. Muster zusammentreffen und zwar an einem Punkt des Umfangs bzw.
Musters auf einer geraden Linie, deren, eines Ende kurz vor der Kante des Umfangs bzw. Musters endet, jedoch ergeben
die genannten Anordnungen keine vollständigen Sitzanordnungen, wenn nicht weitere Bauelemente zusätzlich verwendet
werden. Im Gegensatz dazu sind die vorausgehend beschriebenen erfindungsgemassen Sitzanordnungen alle aus
einstückig ausgebildeten Stützanordnungen aufgebaut.
Durch, die Erfindung wird eine Vielzahl von gefälligen Sitzanordnungen
mit grosser Festigkeit erhalten. Die Verbindungsbereiche, beispielsweise die Arme, ergeben eine grössere
Festigkeit und können in der dargestellten Weise sowohl aus Gründen des Aussehens wie zur erhöhten Brauchbarkeit
vorgesehen werden.
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Claims (6)
- PatentansprücheSitzanordnung, die einstückig aus einer einzigen Materialtafel gefertigt ist, gekennzeichnet durch(a) einen Sitzbereich (11, 23, 38, 51, 61) und einen Stützbereich (13, 27, 40, 45, 49, 77), welche durch Verbindungsbereiche miteinander verbunden sind,(b) wobei alle Sitz- und Verbindungsbereiche in ein einstückiges flaches Muster abwickelbar sind,(c) die Stütz-, Sitz- und Verbindungsbereiche anreissbare Flächen darstellen, bei welchen die Risslinien am Umfang der Anordnung zusammentreffen, wobei die Bilder der Risslinien bei ihrer Proj'ektion auf das Muster am Muster zusammentreffen,(d) die Risslinien der Umfangsbereiche und die Bilder derselben bei ihrer Proj'ektion auf das Muster auf einer nicht geraden Linie zusammentreffen, die sich von Kante zu Kante des Umfangs bzw. des Musters erstreckt, und(e) die Sitzanordnung steif genug ist, um sich selbst abzustützen und die Last aufzunehmen.
- 2. Sitzanordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch"einen Rückenbereich, welcher mit dem Sitzbereich verbunden ist.
- 3. Sitzanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Risslinien und die auf das Muster proj'izierten Bilder derselben auf den Oberflächen des Umfangsbereiches und des Musters j'eweils an einem Punkt des Umfangsbereiches bzw. des Musters zusammentreffen, welcher innerhalb der Begrenzungslinien des Umfangsbereichs bzw. des Musters liegt.
- 4. Sitzanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Risslinien der Abschnitte, welche den Umfangs-- 13 - · 409845/0384"bereich und die auf-das Muster projizierten Bilder desselben jeweils auf den Abschnitten des Umfangsbereiches bzw. Musters auf einer geraden Linie zusammentreffen, von welcher mindestens eine innerhalb des Umfangsbereichs und Musters kurz yor dem Randbereich derselben endet.
- 5· Sitzanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Risslinien der Abschnitte, welche den Umfangsbereich und die auf das Muster projizierten Bilder desselben umfassen, auf den Oberflächen des Umfangsbereichs und Musters jeweils auf einer gekrümmten Linie derselben zusammentreffen.
- 6. Sitzanordnung mit einteiligem. Aufbau, gekennzeichnet durch(a) eine Stütz- und Sitzanordnung, die aus einem einstückigen biegsamen Tafelmaterial besteht,(b) wobei das Tafelmaterial längs einer Kombination von gekrümmten und geraden Linien gebogen ist, wobei die geraden Linien mindestens mit einem ihrer Endeninnnerhalb des Randbereichs des Tafelmaterials enden,(c) alle Abschnitte der Anordnung aus anreissbaren Abschnitten bestehen, die abgewickelt werden können, wobei die Gesamtanordnung aus dem Tafelmaterial ohne Strecken, Einreissen oder Eindrücken des Tafelmaterials hergestellt werden kann und(d) die Stütz- und Sitzanordnung selbsttragend und, belastbar ist.409845/0384Leerfeite
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| FR2961674A1 (fr) * | 2010-06-24 | 2011-12-30 | Roger Louis Lecal | Structures de sieges reversibles |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CA998932A (en) | 1976-10-26 |
| JPS5013151A (de) | 1975-02-12 |
| US4040662A (en) | 1977-08-09 |
| JPS564243B2 (de) | 1981-01-29 |
| GB1426158A (en) | 1976-02-25 |
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