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DE2420367A1 - Hydraulische vorrichtung zum spannen der raupenketten von raupenkettenfahrzeugen - Google Patents

Hydraulische vorrichtung zum spannen der raupenketten von raupenkettenfahrzeugen

Info

Publication number
DE2420367A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
hydraulic
tensioning
wheel
cylinder
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE2420367A
Other languages
English (en)
Inventor
Bjoern Roeskaft
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Glamox AS
Original Assignee
Glamox AS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Glamox AS filed Critical Glamox AS
Publication of DE2420367A1 publication Critical patent/DE2420367A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D55/00Endless track vehicles
    • B62D55/08Endless track units; Parts thereof
    • B62D55/30Track-tensioning means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)
  • Operation Control Of Excavators (AREA)
  • Devices For Conveying Motion By Means Of Endless Flexible Members (AREA)
  • Motor Power Transmission Devices (AREA)
  • Non-Deflectable Wheels, Steering Of Trailers, Or Other Steering (AREA)

Description

Dipl.-lng. H. MITSCHERLiCH 8 MÖNCHEN
Dipl.-lng. K. GUNSCHMANN Steinsdorfstraee 10
Dr. rer. not. W. KÖRBER ·
Dipl.-lng. J. SCHMIDT-EVERS
PATENTANWÄLTE
26. April 1974
GLAMOX A/S
6400 Molde / Norwegen
Patentanmeldung
Hydraulische Vorrichtung zum Spannen der Raupenketten von Raupenkettenfahrzeugen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Spannen der Raupenketten von Raupenkettenfahrzeugen, wie z.B. Raupenschleppern,' Kettenschleppern und dgl,, bei welchen das Antriebssystem auf einer hydrostatischen Kraftübertragung mit geschlossenem Kreislauf beruht, ■ ,
Das Antriebssystem von Fahrzeugen dieser Art besteht gewöhnlich aas einer Kraftquelle, wie z.B. einem Verbrennung's-' motor, und einem hydraulischen Kreislauf, der hydraulische Pumpen und Motore zusammen mit den erforderlichen Rohr- ι leitungen und Ventilen aufweist, welcher die Motorkraft · aus der Kraftquelle auf die die endlosen Raupen des Fahrzeuges antreibenden Transporträder unmittelbar oder
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ORIGINAL INSPECTED
über ein veränderliches oder unveränderliches Getriebesystem überträgt. Normalerweise sind die Transporträder auf der Rückseite des Fahrzeuges angeordnet, wobei jeweils ein Rad auf jeder Seite eine Raupenkette antreibt.
Am Vorderende des Fahrzeuges läuft jede Raupenkette über dem vorderen Leerlauf- oder Spannrad, welches normalerweise bei einer Vorrichtung zum Spannen der Raupenketten vorgesehen ist und die Aufgabe hat, die Raupenkette jederzeit richtig gespannt zu halten, wobei es gleichzeitig stoßdämpfend oder entspannend hinsichtlich der Raupenkette wirkt, falls sich Fremdkörper zwischen den Raupenketten und den Rädern einnisten»
Die bisher bekannten Vorrichtungen zum Spannen der Raupenketten von Raupenkettenfahrzeugen enthalten gewöhnlich eine vorgespannte elastische Druckeinrichtung, wie z.B. eine Schraubenfeder, welche mit der Spannradstütze in Eingriff steht. Die Schraubenfeder bei den bekannten Räupenspannvorrichtungen kann durch einen hydraulischen Zylinder in Verbindung mit einem Akkumulator ersetzt werden, wobei die Kolbenstange des Zylinders mit der Spannradstütze verbunden ist.
Das richtige Spannen der Raupenketten ist von größter Bedeutung, um den Verschleiß der Bestandteile des Raupenkettensystems, wie z,B, der Räder, Lager, Raupenkettenelemente usw,, unter Kontrolle zu halten» Schlaffe Raupenketten genau so wie zu straffe Raupenketten verursachen übermässigen Verschleiß,
Es ist daher wesentlich, daß die Raupenkettenspannvorrichtung eines Raupenkettenfahrzeuges wirksam arbeitet, und eine richtige Raupenkettenspannung jederzeit herbei-
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führt» Bei den herkömmlichen Raupenspannungsvorrichtungen .muß der in dem Raupensystem stattfindende fortschreitende Verschleiß durch häufige Nachstellung der Spannvorrichtung kompensiert werden, um ein ziemlich zufriedenstellendes Funktionieren der letzteren aufrecht zu erhalten. Das Nachstellen wird durch Vergrösserung des Abstandes zwischen dem Spannrad und dem Transportrad entweder mittels eines drehbaren Verstellbolzens, der in die Spannradstütze eingeschraubt ist, oder mittels einer hydraulischen Verstellvorrichtung erzielt, die zwischen der Spannradstutze und dem Fahrzeugrahmen vorgesehen ist. Die erstgenannte Verstellschraubenvorrichtung ist gewöhnlich sehr schwierig, da es schwer ist, sie zu drehen und zwar infolge von Rost, Fremdkörpern u. dgl»·'Hydraulische Verstellvorrichtungen sind sehr leicht zu gebrauchen, sie haben jedoch einen großen Nachteil, der darin besteht, daß sogar ein sehr geringes Auslecken in dem hydraulischen System das Fahrzeug ausser Betrieb setzen kann.
Ein weiterer wichtiger Nachteil der herkömmlichen Raupenkettenspannvorrichtungen besteht darin, daß dann, wenn sich das Fahrzeug rückwärts bewegt, d.h. wenn der untere Teil der Antriebsraupenkette sich in einer Richtung von dem Antriebsrad auf das Spannrad hin bewegt, und der Widerstand gegen die Bewegung ansteigt, die Federeinrichtung zusammengedrückt wird und sich die Achsenbasis zwischen dem Spannrad und dem Transportrad verringert. Dann wird die Raupenkette schlaff und in dem unteren Abschnitt zusammengedrückt, der mit der Erde oder dem Boden in Anlage steht, mit dem Ergebnis, daß die Raupenkette in einem oder mehreren eine Beschädigung herbeiführende Winkel in Schleifen gelegt wird, über welche die Raupenkettenrollen hinaufklettern oder sich herunterdrücken
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müssenβ Selbstverständlich führt dies zu ernsthafter Beanspruchung und Abnutzung der Raupenketten. Aus diesem Grunde sollen Raupenkettenfahrzeuge möglichst in der Vorwärtsrichtung angetrieben werden, um solche Bedingungen zu vermeiden, wenn auch damit die Arbeit des Fahrzeuges verzögert wird.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer hydraulischen Vorrichtung zum Spannen der Raupenketten von Raupenkettenfahrzeugen der eingangs erwähnten Art, bei welcher die obigen Nachteile vermieden sind. Dies wird erzielt, indem eine Verbindung zwischen dem Druck in dem hydraulischen Spannzylinder und dem Druck in dem hydraulischen Antriebssystem des Fahrzeuges hergestellt wird, wobei der Spannzylinder mit jener Seite des hydraulischen Hauptkreislaufs verbunden ist, der einen hohen Druck aufweist, wenn die untere Hälfte der Raupenkette in einer Richtung von dem Transportrad auf das Spannrad hin angetrieben wird, deh. wenn das Fahrzeug (wobei die Transporträder im Hintejfeeil des Fahrzeuges angeordnet sind) rückwärts angetrieben wird? bzw. einen Förderdruck, wenn die Raupenkette in der entgegengesetzten Richtung angetrieben wird.
Bei einer derartigen Anordnung verbleibt die Achsenbasis zwischen dem Transportrad und dem Spannrad im wesentlichen auch dann konstant, wenn die Ketten rückwärts angetrieben werden, mit dem Ergebnis, daß die Raupenkette in einem gespannten Zustand gehalten wird und die oben erwähnten zur Beschädigung führenden Winkel oder Biegungen in der Raupenkette vermieden werden. Wenn der Spannzylinder richtig bemessen ist, ermöglicht ferner diese Anordnung der Spannvorrichtung die Schaffung der richtigen Spannwirkung zu
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jeder Zeit und zwar ungeachtet des Verschleisses des Raupenkettensystems und ohne jede Notwendigkeit einer manuellen Nachstellung der Spannvorrichtung. Ein zusätzlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, daß geringfügiges Auslecken in dem Spannzylinder oder an irgendeinem Punkt in dem hydraulischen System den Wirkungsgrad der Spannvorrichtung nicht beeinflußt, ■ Um mögliche ungünstige Schwankungen in dem hydraulischen System zu vermeiden, können Komponenten zum Absorbieren von Druckschwankungen zwischen dem Spannzylinder und dem hydrostatischen Antriebskreislauf geschaltet werden.
Der Gedanke der Verbindung des hydraulischen Spannzylinders mit dem hydrostatischen Antriebssystem eines Raupenkettenfahrzeuges ist zugegebenerweise aus der deutschen Offenlegungsschrift 1 810 35U bekannt. Das in dieser Veröffentlichung offenbarte hydrostatische Antriebssystem ist jedoch ein System mit offenem Kreislauf, so daß der Spannzylinder folgerichtig nur mit der Hochdruckseite des Systems in Verbindung stehen kann. Somit ist keines der obigen günstigen Merkmale der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung in der deutschen Druckschrift offenbart oder durch diese nahegelegt. Darüber hinaus hat die in dieser Veröffentlichung gezeigte Spannvorrichtung den Nachteil, daß sie gegenüber Auslecken in dem druckabhängigen Spannsystem sehr empfindlich ist.
Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher beschrieben; darin zeigen:
Fig« 1 eine schematische Ansicht eines Raupenkettenfahrzeuges mit einer erfindungsgemäßen Raupenkettenspannvorrichtung sowie ein Verbindungsdiagramm zur Veranschaulichung des hydraulischen Antriebskreislaufes;
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Fig, 2 ein Verbindungsdiagramm zur Veranschaulichung der Komponenten zum Absorbieren möglicher Schwankungen, welche zwischen dem erfindungsgemäßen Spannzylinder und dem hydraulischen Antriebskreislauf, geschaltet sein können.
Bezugnehmend auf Fig. 1 bezeichnet das. Bezugszeichen 1 ein Raupenkettenfahrzeug mit zumindest einer Raupenkette 2, welche um ein Transportrad oder Kettenzahnrad 3 herumläuft, welches auf der Rückseite des Fahrzeuges angeordnet ist, wobei die Raupenkette 2 auch über dem großen Spann- oder Leerlaufrad ^ läuft, welches in der Nähe der Vorderseite des Fahrzeuges angeordnet ist. Das Fahrzeug ist aueh mit einer Anzahl von Raupenkettenrollen versehen9 die in der Zeichnung nicht dar-, gestellt sind.
Das Bezugszeichen 10 bezeichnet im allgemeinen den hydraulischen geschlossenen Kreislauf, der die Motorkraft aus einer (nicht gezeigten) Kraftquelle in dem Fahrzeug auf die Transporträder überträgt. Der hydraulische Kreislauf 10 ist herkömmlicher Ausführungsform und bildet nicht einen Teil der vorliegenden Erfindung, wobei jedoch derselbe in der Beschreibung eingeschlossen ist, damit die Erfindung klar verständlieh wird. Der hydraulische Kreislauf ist aus dem Verbindungsdiagramm in Fig„ 1 ersichtlich, das für den Fachmann leicht verständlich ist. Daher wird nur eine kurze Beschreibung des Kreislaufes nachfolgend gegeben·
Der hydraulische Kreislauf 10 weist zumindest eine hydraulische Pumpe 11 und einen hydraulischen Motor 12 für jede Antriebsraupenkette 2 auf» Die Pumpe 11 wird durch eine
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Kraftversorgungseinrxchtung in dem Fahrzeug über eine Welle 13 angetrieben, welche stets die selbe Drehrichtung hat. Die Pumpe 11 kann betrieben werden, um Druckmittel abwechselnd durch eine Leitung 14 oder eine Leitung 15 dem hydraulischen Motor 12 zu liefern, der über eine Achse 24 das Transportrad 3 des Fahrzeuges antreibt. Die Drehrichtung des Motors 12 und infolgedessen des Transportrades 3 hängt davon ab, ob der Motor 12 den Druckmitteldruck aus der Pumpe 11 durch die Leitung I1+ oder durch die Leitung 15 empfängt. Wenn das Druckmittel durch die Leitung 14 gefördert wird, dreht sich die Antriebsachse 24 und das Transportrad 3 gegen den Uhrzeigersinn, wie durch den Pfeil F angedeutet, wobei der untere Raupenkettenteil 2a, der mit dem Boden oder der Erde in Anlage steht, eine relative Bewegung aus dem Spannrad 4 in Richtung auf das Transportrad 3 ausführt, d.h. das Fahrzeug bewegt sich nach vorne (nach links in der Zeichnung). Der Druck in der Leitung 14 während der Vorwärtsbewegung des Fahrzeuges ist im allgemeinen in der Zeichnung mit P2 bezeichnet« Gleichzeitig strömt freigegebenes Rückdruckmittel durch die Leitung 15 aus dem Motor 12 zur Pumpe 11 zurück. Wird die Pumpe 11 umgekehrt, so wird das Druckmittel in der entgegengesetzten Richtung strömen, d.h. durch die Leitung 15, wobei der Motor 12, die Achse 24 und das Transportrad -3 sich in entgegengesetzter Richtung drehen werden, wie durch den Pfeil P angedeutet. Der untere Raupenkettenteil 2a wird nun einer Relativbewegung von dem Transportrad 3 in Richtung auf das Leerlaufrad 4 ausführen, wobei das Fahrzeug 1 rückwärts angetrieben wird (nach rechts in der Zeic hnung). Das Rücklaufdruckmittel aus dem Motor strömt nun die Leitung 14 zurück zur Pumpe 11, Der Druck in der Leitung 15 während des Rückwärtsantriebes ist im allgemeinen mit P^ bezeichnet. Druckbegrenzungsventile bzw, 23 hindern den Antriebsdruck P2 bzw, P1 in den .Leitungen 14 bzw, 15 daran, einen vorbestimmten Wert zu über-
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schreiten.
Der Kreislauf 10 weist ferner eine hydraulische Pumpe 18 auf, die ebenso durch die Kraftquelle des Fahrzeuges über die Welle 13 angetrieben wird, wobei jedoch dieselbe ein kleineres Leistungsvermögen als die Pumpe 11 haben kann. Die Pumpe 18 liefert hydraulische Flüssigkeit bzw. Druckmittel aus dem Behälter T in dem System durch Sperrventile 19a und 19b, wodurch der Druck in den Rücklaufleitungen 14 bzw. 15 bei einer vorbestimmten Höhe Pm gehalten wird. Die Höhe des Druckes Pm wird mittels eines verstellbaren Druckbeschränkungsventxls 16 eingestellt bzw. verstellt, welche durch ein druckangetriebenes Dreiöffnungsrichtventil 17 den Förderdruck abwechselnd konstant bzw. gleich Pm in den Rücklaufleitungen 14 bzw. 15 aufrecht erhält.
Ein Druckbegrenzungsventil 20 schützt die Pumpe 18 gegen Druckstoß.
Zurückgehend nun auf die mechanischen Teile des Antriebssystems des Fahrzeuges, kann derart in Fig. 1 gezeigte Leerlaufrad 4 auf bekannte Weise in einem Joch 6 gestützt sein, der mit einer Kolbenstange 8a in einem herkömmlichen hydraulischen einfach wirkenden Zylinder '8 verbunden ist, der auf dem Fahrzeuggestell angeordnet ist.
Erfindungsgemäß ist der Zylinder 8 durch eine Leitung oder durch einen Schlauch 21 mit der Leitung 15 zwischen der Pumpe 11 und dem Motor 12 in dem hydraulischen Antriebskreislauf 10 verbunden» Die Leitung 21 kann gegebenenfalls Komponenten enthalten, welche Druckschwankungen absorbieren können, wobei sie im allgemeinen mit dem Bezugszeichen 30 angedeutet sind. In dem Zylinder 8 baut sich somit ein Druck P3 auf, welcher in konstanter Proportion
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zum Druck steht, welcher zu irgendeinem Zeitpunkt in
der Leitung 15 zwischen der Pumpe 11 und dem Motor 12 herrscht. Der Zylinderdruck P- wirkt auf den Kolben 8b, der über die Kolbenstange 8a und das Joch 6 das Leerlaufrad 14 nach vorne gegen die Raupenkette 2 drückt.
Wird nun die Pumpe 11 auf solche Weise betätigt, daß
der Motor 12 Druckmittel durch die Leitung 14 empfängt, so wird das Transportrad 3 um die Raupenkette 2, wie
zuvor erwähnt, das Fahrzeug 1 in der Vorwärtsrichtung antreiben, d.h. nach links in Fig. 1. Während dem Vorwärt santrieb wirkt das Transportrad 3 und die Bodenreibung in entgegengesetzten Richtungen auf die untere Raupenkettenhälfte 2a, wodurch die letztere in einem
günstig gespannten Zustand auf der Erde ohne Beihilfe aus dem Leerlaufrad 4 gehalten wird, welches während der Vorwärtsbewegung durch den niedrigeren Förderdruck Pm beaufschlagt ist und im allgemeinen dazu dient, um
die obere Raupenkettehälfte 2b ausreichend gespannt zu halten, ohne die Raupenkettenkomponenten unnötig zu
beanspruchen. Wird die Pumpe 11 so umgekehrt, daß das Druckmittel durch die Leitung 15 zum Motor 12 strömt, so wird das eine Rückwärtsbewegung des Fahrzeuges ergeben, d,h, nach rechts in der Zeichnung, wobei die
untere Raupenkettehälfte nun eine Relativbewegung weg vom Transportrad und in Richtung auf das Leerlaufrad ausführt, d,h, in der Richtung, die zur Fahrzeugbewegung entgegengesetzt ist. Die Kräfte des Transportrades und die Kräfte der Bodenreibung, die nun auf die untere Raupenkettenhälfte 2a wirken, zeigen die Tendenz, die untere Raupenkettenhälfte zusammenzudrücken, welche wiederum die Tendenz zeigt, die Achsenbasis zwischen dem Transport;-rad und dem Leerlaufrad zu verringern. Durch erhöhten Widerstand gegen die Fahrzeugbewegung wird diese Tendenzdes Zusammendrückens erhöht. Infolgedessen kann bei
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herkömmlichen Konstruktionen von Raupenkettenfahrzeugen, wie obenerwähnt, die Raupenkette häufig in Beschädigungswinkeln in Schleifen gelegt, wodurch der Verschleiß ernsthaft erhöht wird» Erfindungsgemäß ist jedoch der Druck Po im Zylinder 8 und somit die Spannkraft auf dem Leerlaufrad 4 in konstanter Proportion zum hydrostatischen Antriebsdruck P^, wenn der untere Teil der Antriebsraupenkette 2 in einer Richtung von dem Transportrad auf das Spannrad hin relativ angetrieben wird, oder in anderen Worten9 wenn sich das Fahrzeug rückwärts bewegt. Da sich der hydrostatische Antriebsdruck P^ proportional zum Widerstand gegen die Bewegung erhöht, so erhöht sich auch das Spannen der Raupenkette- in derselben Proportion5 wodurch die. Tendenz der Raupenkette s in Schleifen gelegt zu werden oder sich zu verziehen, eine Gegenwirkung ungeachtet des Bewegungswiderstandes erfährt. Wenn der Bewegungswiderstand klein ist«, ist-auch das Spannen der Raupenkette entsprechend kleins so daß die Komponenten des Raupenkettensystems einem unnötigen oder übemässlgen Spannen nicht ausgesetzt sind9 welches zum erhöhten Verschleiß führsn würde« Wird ein geeigneter Durchmesser für den Spannzylinder gewählt9 so wird eine Spannkraft erhaltens welch© ausreichendes Spannen der Raupenketten während der Vorwärtsbewegung ergibts wenn der Druck auf den Zylinderkolben in Proportion spm Förderdruck Pin ist, sowie während der Rückwärtsbewegung, wenn der Zylinderdruck" in Proportion zum Antriebsdruck P^ steht.
Infolge der Tatsachs, daß während des Betriebes der Druck P- im Zylinder 8 niemals unter einem bestiismten Minijnaldr-uck fällt, ist manuelles Nachstellen des Leerlaufrades 1,Um den Verschleiß der Raupenkettenkomponenten auszugleichenj nicht erforderlich. Dieses "Merkmal stellt einen großen Vorteil im Vergleich zu den herkömmlichen
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Spannvorrichtungen dar. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Spannvorrichtungen, führt ein geringfügiges Auslecken in dem hydraulischen System der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung nicht zu einer sofortigen oder ernsthaften Abschwächung des Funktionierens der Spannvorrichtung, da die Förderpumpe 18 stets für das Nachfüllen der verlorenen hydraulischen Flüssigkeit sorgt, so daß der Druck P3 im Zylinder 8 ungeachtet möglicher Ausleckung aufrechterhalten wird.
Schwankungen oder Schwingungen in dem hydrostatischen Motorsystem können bis zu einem gewissen Grad das Funktionieren der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung stören. Um solche Störungen zu vermeiden, können, wie oben erwähnt, verschiedene Komponenten zum Absorbieren der Schwankungen in der Leitung zwischen dem Hauptkreis-.lauf 10 und dem Zylinder 8 vorgesehen werden.
Das Verbindungsdiagramm nach Fig. 2 zeigt eine geeignete Anordnung derartiger Komponenten, wobei diese den Teil bilden, der im allgemeinen mit dem Bezugszeichen in Fig» I angedeutet ist. Diese Komponenten können zusammen oder je nach Bedarf verwendet werden.
Die Bezugszeichen 31 und 32 zeigen ein feststehendes "bzw. ein verstellbares Drosselventil bzw. eine derartige Düse, Durch Auslassen einer kleinen Menge Druckmittel aus dem Hauptkreislauf 10 durch diese Ventile zum Behälter oder Tank T kann der Druck P3 im Sparinzylinder in einer vorbestimmten Proportion zum Druck P1 in der Hauptleitung 15 eingestellt werden. Die Druckproportion kann .mittels eines verstellbaren Drosselventils 3 2 eingestellt werden. Die Komponenten zum Absorbieren der Schwankungen können beispielsweise aus einem Akkumulator 33 bestehen, der mit der Leitung
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verbunden ist, so daß der Zylinderdruck P3 proportional zur Strecke variiert, welche vom Zylinderkolben zurückgelegt wird. Ein Drossel- bzw. Sperrventil 34 kann ferner vorgesehen sein, das einen Druck P., ergibt, der der Geschwindigkeit der Bewegung des Kolbens proportional ist. Ein von Hand oder selbsttätig gesteuertes Zweiöffnungsventil 35 kann ebenso vorgesehen sein, welches bewirkt, daß der Druck P3 einen Minimalwert aufrechterhält, der dem Förderdruck Pm entspricht, wenn die Pumpen angehalten sind, wodurch gewährleistet ist, daß das minimale Raupenkettenspannen auch in diesem Falle aufrechterhalten wird. Das Zweiöffnungsventil 35 wird mittels des Dreiöffnungsventils 36 von Hand gesteuert, welches die Steueröffnung des Zweiöffnungsventils 35 zur Leitung 21 bzw, zum Tank T verbindet.
Gemäß normaler Praxis, soweit die Raupenkettenfahrzeuge betroffen sind, ist bei der in Fig, I dargestellten bevorzugten Ausführungsform das Transportrad auf der Rückseite des Fahrzeuges angeordnet,während das Spannoder Leerlaufrad auf der Vorderseite des Fahrzeuges angeordnet ist. Diese Anordnung kann selbstverständlich gegebenenfalls umgekehrt werden, wobei die oben für die Rückbewegung beschriebenen Bedingungen in diesem Falle gelten, wenn das Fahrzeug sich nach vorwärts bewegt, da der Spannzylinder dann mit jener Seite des hydraulischen Antriebskreislaufes verbundensein wird, der ■ während der Vorwärtsfahrt den Hochdruck aufweist.
Patentansprüche:
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Claims (1)

  1. Patentan Sprüche
    ;' 1βj Hydraulische Vorrichtung zum Spannen der Raupenketten /' von Raupenkettenfahrzeugen, mit einem hydrostatischen Kraftübertragungssystem mit geschlossenem Kreislauf, wobei die Raupenketten mittels eines hydraulischen Zylinders gespannt werden, der auf das Raupenkettenleerlaufrad oder Spannrad wirkt, dadurch gekennzeichnet, daß der hydraulische Spannzylinder (8) mit jener Seite des hydrostatischen Kraftübertragungskreislaufes (10) in Verbindung steht, der einen hohen Druck (P) aufweist, wenn die untere Raupenkettenhälfte (2a), die mit der Erde oder dem Boden in Anlage steht, in einer Richtung weg von dem Transportrad (3) in Richtung auf das Leerlaufrad (Ό angetrieben wird, und mit jener, die einenFörderdruck (Pm) aufweist:, wenn die untere Raupenkettenhälfte (2a) in einer entgegengesetzten Richtung angetrieben wird, oder sich im Stillstand befindet, wodurch der Druck (P) im Spannzylinder (8) zum Antriebsdruck (Pl) in dem ersteren Fall und dem Förderdruck (Pm) im letzteren Fall proportional ist.
    2, Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Komponenten (30) zwischen den hydraulischen Spannzylinder (8) und den hydros-fetisehen Kraftübertragungs-
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    - If -
    kreislauf (10) geschaltet sind, um den Druck (P3), in dem Spannzylinder (8) zu regulieren und um Schwan kungen in dem Systemdruck zu absorbieren.
    3, Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den Druck regulierenden Komponenten ein feststehendes (31) und ein verstellbares (32) Drosselventil aufweisen.
    Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Schwankungen absorbierenden Komponenten einen Akkumulator (33) und/oder ein Drossel- bzw» Sperrventil (3U) aufweisen.
    5* Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Absperreinrichtung (35) zwischen den Spannzylinder und den Hauptkreislauf geschaltet ist, um einen vorbestimmten Minimaldruck in deA Spannzylinder aufrechtzuerhalten, wenn der Druck in den Hauptkreislauf unter den Minimaldruck fällt.
    6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Absperreinrxchtung ein Zweiöffnungsventxl (35) ist, welches durch den Druck in dem Hauptkreislauf betätigt wird.
    4098A5/037Ö
    7, Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Zweiöffnungsventil (35) auch von Hand betätigt werden kann.
    tentanwalt
    4098A5/0376
    Leerseite
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