DE2420141B2 - Verfahren und vorrichtung zum elektroschlacke-umschmelzen - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum elektroschlacke-umschmelzenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum
Elektroschlacke-Umschmelzen, bei dem die Kokille einen ersten Formabschnitt /um Aufnehmer! vmi
geschmolzenem Metall und Schlacke sow ie mehrere in
direkter Verbindung mit dem ersten l-ormabschnitt
stehende Blockformen aufweist, und wobei die Querschnittsfläche des ersten Formabschnitts größer als die
gesamte Querschnittsfläche der damit in Verbindung stehenden Blockformen ist, sowie auf eine Vorrichtung
zur Durchführung dieses Verfahrens.
Bei der Herstellung von Blöcken nach irgendeinem der verschiedenen bekannten Elektroschlacke-Umschmelzverfahren
wird allgemein eine Elektrode abgeschmolzen und zu einem Block verarbeitet, dessen
Querschnitt größer als der Querschnitt der Elektrode ist. Bei den bis jetzt gebräuchlichen Verfahren beträgt
das Verhältnis zwischen dem Querschnitt der Elektrode und dem Querschnitt des Blockes bis zu etwa 80%. In
manchen Fällen ist es erwünscht, daß das Verhältnis zwischen dem Querschnitt der Elektrode und dem
Querschnitt des Blocks 100% oder mehr beträgt, d. h. es ist häufig erwünscht, einen Block herzustellen, der einen
kleineren Querschnitt aufweist als die Elektrode. Es bestehen jedoch bestimmte metallurgische und wirtschaftliche
Schwierigkeiten, die dazu führen, daß es schwierig ist, mit einem derartigen Querschnittsverhältnis
zu arbeiten.
Die Kosten der Herstellung von Blöcken nach dem Elektroschlacke-Umschmelzverfahren oder mit Hilfe
anderer Verfahren, bei denen mit abschmelzenden Elektroden gearbeitet wird, richten sich zum Teil nach
der Schmelzgeschwindigkeit, die ihrerseits von der Querschnittsfläche des Blockes abhängt, je kleiner die
Querschnittsfläche des Blockes ist, desto kleiner wird die je Minute vergießbare Werksloffmenge. Die
zulässige Erstarrungsgeschwindigkeit ist bei einer vorgegebenen Legierung eine Funktion der metallurgischen
Eigenschaften und der einzuhaltenden Güte. Die zulässige Erstarrungsgeschwindigkeit nimmt mit abnehmender
Querschnittsfläche der Blöcke ab. Daher führt eine niedrige Schmelzgeschwindigkeit zu einer schlechten
Ausnutzung des Schmelzofens, so daß sich die Einheitskosten beim Herstellen von Blöcken erhöhen,
wenn das Elektroschlacke-Umschmelzverfahren oder andere mit abschmelzenden Elektroden arbeitende
Verfahren angewendet werden.
Es ist bereits ein Verfahren bekannt (deutsche Offenlegungsschrift 2113 521), bei dem aus einer
einzigen abschmelzenden Elektrode mehrere Blöcke mit kleinerem Querschnitt als der Elektrode verschmolzen
werden. Zu diesem Zweck sind ringförmig um eine Kokille mehrere Blockformen angeordnet und das von
der Elektrode abschmelzende Metall sammelt sich zunächst in der Kokille und fließt dann aus dieser
Kokille in die einzelnen tiefer gelegenen Blockformen Bei diesem bekannten Verfahren befindet sich jedoch
oberhalb der Blockformen eine Schlackenschicht, die das Abziehen der einzelnen Blöcke erschwert und
weiterhin die Gefahr von Schlackeneinschlüssen in den Blöcken hervorruft.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art zu schaffen, bei dem bzw. bei der sich keine Schlackendecke über den Blockformen befinde^
und bei dem bzw. bei der die Geschwindigkeit, mit dei
ein Block gegossen wird, nicht in einer völlig fester Beziehung zu der Geschwindigkeit steht, mit der den
Schmelzbad von der Elektrode Metall zugeführt wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst daß durch das Schmelzen der Elektrode unter dei
geschmolzenen Schlacke in dem ersten Formabschnit ein Schmelzbad aus geschmolzenem Metall aufrechter
halten wird, das von der geschmolzenen Schlackt
fberdeckt ist und über den ganzen Querschnitt des
ersten Formabschnitts hinweg in inniger Berührung mit jämtlichen Blockformen gehallen wird, daß das
geschmolzene Metall in den verschiedenen Blockformen durch Kühlen dieser Blockformen zum Erstarren
gebracht wird, daß die Wärmeabgabe des Schmelzbades Jn dem ersten Formabschnitt an der Trennfläche
^wischen dem ersten Formabschnitt und den Blockformen
durch eine Wärmeisolierung der oberen Enden der Blockformen und nur des Bodens des ersten Formabschnittes
verringert wird und daß die oberen Teile des ersten Formabschnittes in einem Bereich gekühlt
werden, der von einem Punkt unter der Trennfläche zwischen der geschmolzenen Schlacke und dem
geschmolzenen Metall und einem Punkt, der mindestens flber die Oberfläche der geschmolzenen Schlacke liegt,
reicht.
Durch diese Ausgestaltung des Verfahrens ist es möglich, gleichzeitig mehrere Blöcke in Blockformen zu
gießen, wobei alle Blöcke mit dem Schmelzbad in dem ersten Formabschnitt in direkter Verbindung stehen, so
daß das Eindringen von Schlacke in die Blockformen
und weiterhin eine zu schnelle Abkühlung des Metalls in den Blockformen verhindert wird. Hierdurch können
die Elektroden relativ schnell abgeschmol/en weiden. währerd die Blöcke gleichzeitig bei einer \ crgleichswei
$e geringeren Geschwindigkeit gegossen werden, so daß die Geschwindigkeit, mit der ein Block gegossen
wird, nicht in einer völlig festen Beziehung /i- der
Geschwindigkeit steht, mit der die Elektrode abschmüzt. Eine Abkühlung des MeJaIIs in den Blockformen am
oberen Ende der Blockformen wird durch die Wärmeisolierung der oberen Enden der Blockformen
sowie des Bodens des ersten Formabschnittes sicher verhindert, so daß ein Reißen der Blöcke beim Abziehen
vermieden wird.
Eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß der erste
Formabschnitt mit Wärmeisolierungseinrichmngen versehen ist, die in Erstarren des geschmolzenen Metalls in
dem ersten Formabschnitt an der Trennflache zwischen dem ersten Formabschnitt und den Blockformen
verhindern, daß die Wärmeisolierungseinrichtungen an den oberen Enden der Blockformen sowie am Boden
des ersten Formabschnitts befestigt und vollständig unter der Oberfläche des Schmelzbades, angeordnet
sind, und daß der erste Formabschnitt einen flüssigkeitsgekühlten Metallmantel aufweist, der sich über den
Wärmeisolierungseinrichtungen nach oben erstreckt und das geschmolzene Metall und die dieses überdekkende
geschmolzene Schlacke enthält.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung dieser Vorrichtung ist vorgesehen, daß zusätzlich zu den
Wärmeisolierungseinrichtungen am oberen Bereich der Blockformen ein Ringteil aus Graphit vorgesehen ist.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung bestehen die Wärmeisolierungseinrichtungen aus
Zirkonerde.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen noch näher
erläutert. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Ausfiihrungsform der Vorrichtung zur Durchführung des Elektroschlacke-Umschmelzverf
ahrens,
F i g. 2 einen Grundriß der Vorrichtung gemäß F i g. 1,
Fig. 3 einen Teilschnitt durch eine weitere Ausführungsform
der Vorrichtung.
Die in den F i g. 1 und 2 dargestellte Ausfühmngsform
der Vorrichtung ermöglicht es, gleichzeitig menrere Blöcke mit kleinerem Querschnitt ausgehend von einer
Elektrode 54 herzustellen. Wie es in den F i g. 1 und 2 gezeigt ist, weist die Vorrichtung einen äußeren Mantel
32 auf, in dem sich ein oberer wassergekühlter Metallmantel 34 befindet, der dazu dient, das geschmolzene
Metall 36 und die geschmolzene Schlacke 38 aufzunehmen. Der erste Formabschiitt 30 ist mit einem
feuerfesten Boden 40 versehen, der z. B. drei Öffnungen aufweist, die zu den zugehörigen wassergekühlten
Blockformen 48, 50 und 52 führen. An den Kopfenden aller Blockformen sind ringförmige Wärmeisolierungseinrichtungen
in Form von Einsatzteilen 42, 44 und 46 aus feuerfestem Material angeordnet. Diese ringförmigen
Einsatzteile können erneuen werden, sobald sie abgenutzt sind. Der einen Teil der Wärmeisolierungseinrichtungen
bildende leuerfcitc Boden 40 und die
Einsatzteile 42, 44 und 46 bestehen vorzugsweise aus
Zirkonerde, doch können auch andere Materialien verwendet werden, um die erl"iderliche Wärmeisolierung
zu erreichen.
In den F i g. 1 und 2 ist eine Vorrichtung mit drei
zylindrischen Blockformen dargestellt, doch ist ohne weiteres verständlich, daß auch zwei oder vier oder
mehr Blockformen verwendet werden können. Außerdem können selbstverständlich anstelle />lmdnscher
Blockformen auch Blockformen mit einer anderen Querschnntsform verwendet w erden.
In Fig.1 ist lediglich eine Elektrode 54 gezeigt, die
während des Betriebs der Vorrichtung so angeordnet ist. daß ihr unteres Ende in die geschmolzene Schlacke
38 eintaucht. Die Elektrode 54 kann durch eine beliebige Einrichtung bekannter Art gehaltert sein, muteis der
sich die Elektrode 54 heben und senken läßt. Die Querschnittsfläche der Elektrode 54 ist erheblich größer
als die Querschniitsl'läche der einzelnen Blockformen 48, 50 und 52. Unter bestimmten Umstanden kann es
jedoch vorteilhaft sein, mehrere Elektroden 54 von beliebiger zweckmäiger Querschnittsform zu verwenden,
die gleichzeitig unter der Schlacke 36 zum Schmelzen gebracht werden, um das Schmelzbad aus
geschmolzenem Metall 36 zu erzeugen.
Die Querschnittsfläche des ersten Formabschnitts 30 innerhalb des flüssigkeitsgekühlten Metallmantels 34 ist
größer als diejenige der Blockformen. In diesem erweiterten ersten Formabschnitt wird die Trennfläche
zwischen der geschmolzenen Schlacke und dem geschmolzenen Metall in ihrer Lage gehalten, wobei
sich ein Schmelzbad aus geschmolzenem Metall bildet. Der feuerfeste Boden 40 bewirkt zusammen mit den
ringförmigen Einsatzteilen 42, 44 und 46 eine Wärmeisolierung derart, daß das Schmelzbad aus geschmolzenem
Metall 36 im geschmolzenen Zustand verbleibt. Sollte irgendein Teil des Schmelzbades, der sich
oberhalb des feuerfesten Bodens 40 befindet, erstarren, so wurden die Blöcke entweder in den Blockformen
festgehalten oder es würde ein Abreißen an der Fläche der einzelnen Blöcke eintreten oder es würde unmöglich
sein, die Blöcke herauszuziehen. Der feuerfeste Boden
40 sowie die Einsatzteile 42, 44 und 46 bewirken eine ausreichende Isolierung des Schmelzbades gegenüber
der Kühlwirkung der Blockformen 48, 50 und 52 und des Metallmantels 34, so daß ein Erstarren des Schmelzbades an der Trennfläche zwischen den Blockformen und
dem ersten Formabschnitt oder in der Nähe dieser Treniifläche verhindert wird. Da somit das geschmolzene
Metall 36 in dem ersten Formabschnitt nicht erstarren kann, ist es möglich, in dem ersten
Formabschnitt sowohl ein Schmelzbad aus geschmolzenem Metall 36 aufrechtzuerhalten als auch gleichzeitig
dafür zu sorgen, daß die Trennfläche zwischen dem geschmolzenen Metall und der geschmolzenen Schlacke
38 in dem ersten Formabschnitt verbleibt. Die Verwendung von Zirkonerde (ZrC^) für die Wärmeisolierungseinrichtungen
40, 42, 44, 46 ist vorteilhaft, weil dieses Material lange Zeit hindurch in Berührung mit
geschmolzenem Stahl bleiben kann und hierbei nur eine minimale Neigung zum Auftreten von Reaktionen
aufweist. Außerdem hält Zirkonerdc bei minimaler Erosion bzw. minimalem lnlösunggehen den Beanspruchungen
stand, denen das Material beim anfänglichen Erzeugen der geschmolzenen Schlacke und dem
Entstehen eines Schmelzbades ausgesetzt ist. jedoch müssen die Wärmeisolicrungseinrichtungcn nicht unbedingt
aus Zirkonerde bestehen, sondern es können auch andere feuerfeste Materialien verwendet werden, die
die gleiche Aufgabe erfüllen. Es können in der Praxis sogar nichtfeuerfeste Materialien verwendet werden,
die das geschmolzene Metall hinreichend isolieren, um es im geschmolzenen Zustand zu erhalten.
Wenn die Vorrichtung nach den Fig. 1 und 2 in Betrieb gesetzt werden soll, um das Elektroschock«;
Umschmelzverfahren durchzuführen, werden Stopfen 56 in die verschiedenen Blockformen 48, 50 und 52 so
eingesetzt, daß ihre oberen Enden annähernd auf gleicher Höhe mit den oberen Enden der feuerfesten
ringförmigen Einsatzteile 42, 44 und 46 liegen. Eine der Aufgaben der Stopfen 56 besteht darin, die feuerfesten
Einsatzteile während der Inbetriebsetzung der Vorrich tung gegen die geschmolzene Schlacke 38 zu schützen.
Gemäß F i g. I weist jeder Stopfen einen einem Tisch ähnelnden Abschnitt auf, der sich in einer Aussparung 58
nach oben erstreckt. Diese Ansätze dienen dazu, eine gute Verbindung zwischen den Stopfen und den
zugehörigen Blöcken herzustellen, die gegenüber dem Schmelzbad nach unten gezogen werden.
Die Elektrode 54 wird darauffolgend in einem Abstand von 75 bis 100 mm von den Stopfen angeordnet
und eingeschaltet. Daraufhin wird geschmolzene Schlacke in den ersten Formabschnitt 30 gegossen, daß
die Oberfläche der Schlacke das untere Ende der Elektrode erreicht. Nunmehr wird mit dem Schmelzen
begonnen. Gegebenenfalls kann der feuerfeste Boden 40 sowie die feuerfesten Einsatzteile 42, 44 und 46 z. B.
mit Hilfe eines Brenners vorgewärmt werden, bevor die geschmolzene Schlacke in den oberen Formabschnitt
gegossen wird.
Während der ersten wenigen Minuten schmilzt die Elektrode 54 mit einer vorbestimmten Geschwindigkeit
ab. so daß der feuerfeste Boden 40 des ersten Formabschnitts und die Stopfen 56 mit geschmolzenem
Metall bedeckt werden. Sobald ein Schmelzbad vorhanden ist, wird mit dem Herausziehen der Blöcke
begonnen, wobei die entstehenden Blöcke mit einer Geschwindigkeit nach unten gezogen werden, die sich
nach der Abschmelzgeschwindigkeit der Elektrode 54 und den gewünschten Eigenschaften der herzustellenden Legierung richtet. Um die Blöcke aus der Form
herauszuziehen, kann eine beliebige Einrichtung bekannter Art verwendet werden. Beispielsweise können
die Blöcke gegenüber den ortsfest angeordneten Blockformen nach unten bewegt werden oder diese
Blockformen werden gegenüber den Stopfen 56 angehoben.
Die Regelung der Entstehungsgeschwindigkeit der Blöcke richtet sich mindestens teilweise nach der Lage
der Trennfläche zwischen der geschmolzenen Schlacke 38 und dem geschmolzenen Metall 36. Da gemäß F i g. 1
nur eine einzige Trennfläche vorhanden ist, läßt sich die Lage der Tfinnflache auf erheblich einfachere Weise
regeln als bei einer Vorrichtung, bei der versucht werden müßte, gesonderte Trennflächen zwischen
geschmolzenem Metall und geschmolzener Schlacke in jeder der Blockformen in der gewünschten Lage zu
erhalten. Da hier jedoch nur eine Trennfläche
ίο vorhanden ist, kann die Lage der Trennfläche mit Hilfe
bekannter Einrichtungen aufrechterhalten werden.
Nach der Beendigung des Schmelzvorganges wird die Zufuhr von elektrischer Energie ve.ringert oder
unterbrochen während die Blöcke weiter aus der Blockform herausgezogen werden, um das geschmolzene
Metall aus dem oberen Fonnabschnitt zu entfernen. Die geschmolzene Schlacke kann in der gleichen Weise
oder mit Hilfe eines anderen Verfahrens, z. B. durch Absaugen entfernt werden.
Es sei darauf hingewiesen, daß die Erstarrung des geschmolzenen Metalls ausschließlich in den Blockformen
48, 50 und 52 erfolgt. Versuche haben gezeigt. ΛιΒ
eine anfängliche Erstarrung des Metalls dort staltfindet. wo die feuerfesten ringförmigen Einsatzlcile 42, 44, 46
in Berührung mit den wassergekühlten Blockformen 48, 50,52 stehen.
In Fig. 3 ist ein Teilschnitt durch die Verbindung zwischen einer wassergekühlten Blockform 60 und dem
Boden eines ersten Formabschniltes zum Aufnehmen von geschmolzenem Metall gezeigt. Ebenso wie bei der
Vorrichtung nach den F i g. 1 und 2 ist ein ringförmiges feuerfestes Ansatzteil 62 und ein feuerfester Boden 64
vorgesehen. Außerdem ist ein Ringteil 66 aus Graphit in die Wand der Blockform 60 so eingebaut, daß es in
Berührung mit dem feuerfesten Ringteil 62 sieht.
Das Ringteil 66 aus Graphit wird verwende!, weil seine geringe Reibung Vorteile bietet. Ist ein solches
Ringteil aus Graphit vorhanden, so verbessert sich die
Oberflächengüte des in der Blockform 60 entstehenden Blocks. Das Ringteil 66 muß jedoch gekühlt werden,
denn in dem Stahl würde sich Kohlenstoff lösen, wenn
zugelassen würde, daß das Ringteil zu heiß würde. Im
Hinblick hierauf hat das Ringteil 66 nur eine rclati\ geringe Wandstärke und es ist in einer Bohrungscrweitcrung
der Wand der Blockform 60 so angeordnet, daß es gekühlt wird.
Wenn es zulässig ist, die zu gießende Legierung direkt in Berührung mit Kohlenstoff zu bringen, wie es /.. B. be
einer Kupferlegierung möglich ist, könnte man auch da< feuerfeste Einsatzteil 62 oder sogar den feuerfester
Boden 64 aus Graphit herstellen.
Weiterhin ist es möglich, auf einen feuerfesten Boder der in den F i g. 1 bis 3 gezeigten Art zu verzichten unc
den Metallmantel 34 nach unten hin zum Boder fortzusetzen, so daß sich ein wassergekühlter Boder
ergibt. In d esem Fall wird beim Inbetriebsetzen de
Vorrichtung zunächst eine dünne Schicht aus Schlacki am Boden des ersten Formabschnitts erzeugt und mai
läßt zu. daß diese Schicht erstarrt. Danach erfolgt da Gießen der Blöcke in der schon beschriebenen Weise
Durch diese Maßnahme wird erreicht, daß die dünni Schlackeschicht als Wärmeisolator wirkt, um zi
verhindern, daß das geschmolzene Metall des Schmelz bades in dem erweiterten e.-sten Formabschnitt erstarrt
Der erste Formabschnitt und jede Blockforr bestehen vorzugsweise aus wassergekühltem Kupfci
doch können auch wassergekühlte Stahlteile ode Formen aus anderen Werkstoffen benutzt werdet
Weiterhin ist das beschriebene Verfahren nicht nur auf die Verwendung von abschmelzenden Elektroden
anwendbar, sondern es können auch andere Verfahren zum Schmelzen von Metall in dem ersten Formabschnitt
verwendet werden.
Die beschriebenen Verfahren können dazu benutzt werden, um entweder Blöcke nach dem Stranggießverfahren
zu erzeugen oder einzelne Blöcke herzustellen. Das Elektroschlacke-lJmschmclzverfahren arbeitet etwas
langsamer als bekannte Stranggießverfahren, doch
IaHt sich ein Erzeugnis höherer Qualität herstellen.
Werkstoffe von höherer Cjülc erhält man insbesondere
dann, wenn man das Metall langvuner erstarren läßt.
Eine solche langsamere Erstarrung ist darauf zurückzuführen, daß die Schlackedcckc auf der Oberseite der
Metallschmelze dazu beiträgt. Wärme in dem Schmelzbad zurückzuhalten. Außerdem verhindert die Schlackedecke
ein Erstarren vom Rand der Metallschmelze au< an der Trennfläche zwischen der SchU-ckedecke unc
dem geschmolzenen Metall.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
609 54
Claims (4)
1. Verfahren zum Elektroschlacke-Umschmelzen bei dem die Kokille einen ersten Formabschnitt zum
Aufnehmen von geschmolzenem Metall und Schlaklce sowie mehrere in direkter Verbindung mit dem
ersten Formabschnitt stehende Blockformen aufweist, und wobei die Querschnittsfläche des ersten
Formabschnitts größer als die gesamte Quer-Schnittsfläche der damit in Verbindung stehenden
Blockformen ist, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Schmelzen der Elektrode unter der
geschmolzenen Schlacke in dem ersten Formab- »chnitt ein Schmelzbad aus geschmolzenem Metall
aufrechterhalten wird, das von der geschmolzenen Schlacke überdeckt ist und über den ganzen
Querschnitt des ersten Formabschnitts hinweg in inniger Berührung mit sämtlichen Blockformen
gehalten wird, daß das geschmolzene Metall in den verschiedenen Blockformen durch Kühlen dieser
Blockformen zum Erstarren gebracht wird, daß die Wärmeabgabe des Schmelzbades in dein ersten
Formabschnitt an der Trennfläche zwischen dem ersten Formabschnitt und den Blockformen durch
eine Wärmeisolierung der oberen Enden der Blockformen und nur des Bodens des ersten
Formabschnittes verringert wird und daß die oberen Teile des ersten Formabschnittes in einem Bereich
gekühlt werden, der von einem Punkt unter der Trennfläche zwischen der geschmolzenen Schlacke
und dem geschmolzenen Metal! and einem Punkt. der mindestens über der Oberfläche der geschmolzenen
Schlacke liegt, reicht.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
erste Formabschnitt (30) mit Wärmeisolierungseinrichtungen (40, 42, 44, 46) versehen ist, die ein
Erstarren des geschmolzenen Metalls (36) in dem ersten Formabschnitt an der Trennfläche zwischen
dem ersten Formabschnitt und den Blockformen (48, 50, 52) verhindern, daß die Wärmeisolierungseinrichtungen
(40, 42, 44,46) an aen oberen Enden der Blockformen (48,50,52) sowie am Boden des ersten
Formabschnitts (30) befestigt und vollständig unter der Oberfläche des Schmelzbades angeordnet sind,
und daß der erste Formabschnitt (30) einen flüssigkeitsgekühlten Metallmantel (34) aufweist, der
sich über den Wärmeisoüerungseinrichuingen nach oben erstreckt und das geschmolzene Metall und die
dieses überdeckende geschmolzene Schlacke (38) enthält.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zusätzlich zu den Wärmeisolierungscinrichtungen am oberen Bereich der Blockformen
ein Ringteil (66) aus Graphit vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmeisolierungseinrich-Uingen
(40,42,44,46) aus Zirkonerde bestellen.
60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742420141 DE2420141C3 (de) | 1974-04-25 | Verfahren und Vorrichtung zum Elektroschlacke-Umschmelzen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742420141 DE2420141C3 (de) | 1974-04-25 | Verfahren und Vorrichtung zum Elektroschlacke-Umschmelzen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2420141A1 DE2420141A1 (de) | 1975-11-06 |
| DE2420141B2 true DE2420141B2 (de) | 1976-10-14 |
| DE2420141C3 DE2420141C3 (de) | 1977-06-02 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2420141A1 (de) | 1975-11-06 |
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| OI | Miscellaneous see part 1 | ||
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