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DE2419772A1 - Spritzschutzring sowie seine verwendung zum abgiessen von bloecken - Google Patents

Spritzschutzring sowie seine verwendung zum abgiessen von bloecken

Info

Publication number
DE2419772A1
DE2419772A1 DE2419772A DE2419772A DE2419772A1 DE 2419772 A1 DE2419772 A1 DE 2419772A1 DE 2419772 A DE2419772 A DE 2419772A DE 2419772 A DE2419772 A DE 2419772A DE 2419772 A1 DE2419772 A1 DE 2419772A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
splash guard
mold
splash
blocks
flux
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE2419772A
Other languages
English (en)
Inventor
Ian Hazlehurst
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Foseco International Ltd
Original Assignee
Foseco International Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Foseco International Ltd filed Critical Foseco International Ltd
Publication of DE2419772A1 publication Critical patent/DE2419772A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D7/00Casting ingots, e.g. from ferrous metals
    • B22D7/12Appurtenances, e.g. for sintering, for preventing splashing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)

Description

PATENTANWALT DR. HANS-GÜNTHER EGGERT1 DIPLOMCHEMIKER
5 KÖLN 51, OBERLÄNDER UFER 90 2419772
Köln, den 17. April 1974 Eg/Ax /61
Foseco International Limited, 285 Long Acre, Nechells, Birmingham B7 5JR (Großbritannien)
Spritzschutzring sowie seine Verwendung zum Abgiessen von Blöcken
Die Erfindung betrifft den Blockguß, insbesondere das Abgießen von Metallblöcken.
Beim Abgießen von Blöcken durch fallenden Guß ist es üblich, auf den Boden der Kokille einen aufrechten Hohlzylinder mit offenen Enden, der gewöhnlich aus Pappe oder Blech besteht, zu stellen. Die Schmelze wird in diesen Zylinder gegossen^und trifft auf die Wände des Zylinders auf, so daß der Aufprall von Spritzern der Schmelze auf der Kokillenwand selbst weitgehend ausgeschaltet wird. Dies hat zur Folge, daß die Zahl von Spritzern auf der Kokillenwand, die zu Oberflächenfehlern im fertig gegossenen Block führen würden, ebenfalls vermindert wird« Ein solcher Hohlzylinder wird üblicherweise als "Spritzschutzring11 bezeichnet, und der Einfachheit halber wird dieser Ausdruck auch nachstehend gebraucht, um solche Vorrichtungen und analoge Vorrichtungen, die dem gleichen Zweck dienen, zu bezeichnen.
Gemäß einem ersten Merkmal ist die Erfindung auf einen ■ Spritzschutzring gerichtet, der aus einer Masse, besteht, die unter der Einwirkung der Hitze der Metallschmelze schmilzt und hierbei ein Flußmittel für den Metallguß bildet. Diese Flußmittel sind an sich natürlich bekannt, jedoch sind sie bisher nicht zur Herstellung von Spritz-
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ORIGINAL INSPcCTEO
schutzringen verwendet worden. Für die Verwendung zum Abgießen von Stahlblöcken schmelzen diese Flußmittel vorzugsweise "bei Temperaturen von 600 bis 15OO°C.
Die Abmessungen und die Form der Spritzschutzringe gemäß der Erfindung variieren weitgehend, jedoch werden im allgemeinen Hohlzylinder einer Länge von wenigstens 75 mm bevorzugt. Die Wandstärke und der Durchmesser eines solchen Zylinders sind verschieden in Abhängigkeit sowohl vom verwendeten Material als auch von der Flußmittelmenge, die auf die Metallschmelze aufgebracht wird. Vorzugsweise werden 400 bis 700 g Flußmittel pro Tonne der abgegossenen Metallschmelze verwendet.
Gewisse Formen von Spritzschutzringen sind so flach, daß keine Vorrichtungen zu ihrer Befestigung in der Kokille erforderlich sind. Bei großen Ringen oder in Fällen, in denen ein solcher Spritzschutzring umkippen könnte, können zusätzliche Halterungen, z.B, Haltestreben aus Metall oder Haltebügel, verwendet werden·
Spritzschutzringe in Form von Zylindern können nach den verschiedensten Verfahren unter Verwendung der verschiedensten Materialien hergestellt werden. Zwei spezielle Arten der Herstellung sind zu unterscheiden, nämlich Verfahren, bei denen man ein Gemisch von überwiegend feinteiligen Materialien in die gewünschte Form bringt und den so gebildeten Formling in einen zusammenhängenden starren Zylinder überführt, und Verfahren, bei denen man die feinteiligen Flußmittel in eine Faserstoff matrix einschließt, die entweder als zusammenhängender starrer Zylinder, oder als flexibles flächiges Bahnmaterial, das abschnittsweise zu Zylindern gefaltet werden kann, geformt sein kann.
Bei einem typischen Verfahren der ersten Art wird ein Gemisch von feinteiligen Flußmitteln (die beispielsweise aus der aus Natriumcarbonat, Flußspat, Stearin-
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säure, Natriumfluorid, Anthracen, Glas, Flugasche, Kryolithen oder Gemischen dieser Flußmittel "bestehenden Gruppe ausgewählt sind) mit einem geeigneten· Bindemittel (z.B. einem natürlichen oder synthetischen Gum oder Harz, Ton, Stärke, Cacroxymethylcellulose, Dextrin, Leinöl oder einem anderen trocknenden Öl) in die gewünschte Form festgestampft, worauf der gestampfte Formling getrocknet oder gebrannt wird.
Bei der zweiten Art der Herstellung wird vorzugsweise eine vorzugsweise wässrige Aufschlämmung der zu verwendenden Fasern (z.B. feuerfeste Fasern wie Calciumsilicatfasern, Glasfasern oder synthetische organische Fasern beispielsweise aus Nylon, Polyacrylnitril, Rayon, Polyäthylen, Polyterephthalat oder Polyurethan) zusammen mit einem Anteil eines geeigneten Flußmittels als Füllstoff, beispielsweise eines der vorstehend genannten Füllstoffe, gebildet. Ein Bindemittelanteil kann einbezogen werden, jedoch kann sich dies erübrigen, wenn das Fasermaterial als solches eine genügend starke und zusammenhängende Matrix bildet.
Zylinder können als solche durch Entwässern der auf ein zylindrisches Formwerkzeug aufgebrachten Aufschlämmung unter Bildung einer Schicht von faserigem und feinteiligem Material auf dem Formwerkzeug, Entfernen des so gebildeten Zylinders vom Formwerkzeug und Trocknen des Zylinders hergestellt werden. Es ist auch möglich, die Aufschlämmung so zu entwässern, daß ein feuchter zusammenhängender Materialstreifen gebildet wird, der zur Verhinderung des Austrocknens in einem luftdichten Behälter (z.B. einem KunstStoffbeutel) verschlossen und, wenn er benötigt wird, schnell in die gewünschte Form gebracht, getrocknet und gebraucht wird. Wenn der Streifen genügend Fasern enthält, ist er auch im trockenen Zustand flexibel, so daß die Vorsichtsmaßnahme des Verschließens in einem Kunststoffbeutel
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überflüssig ist.
Außer den vorstehend genannten Bestandteilen können die Spritzschutzringe noch weitere Bestandteile enthalten. Insbesondere kann die inerte oder reduzierende Natur der Atmosphäre über der Oberfläche der Metallschmelze in der Kokille während des Abgießens durch Einbeziehen, von kohlenstoffhaltigen Materialien, z.B. Zeitungsdruckpapier oder Polytetrafluoräthylen, modifiziert werden.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele weiter erläutert. In diesen Beispielen beziehen sich alle Prozentsätze auf das Gewicht.
Beispiel 1
Vier Flußmittelgemische der nachstehend genannten Zusammensetzung wurden durch direktes Mischen der feinteiligen Bestandteile hergestellt:
A: Flußspat 75 %
Natriumcarbonat 22,5 %
Natriumfluorid 2,5 %
B: Flußspat 77,5 %
Natriumcarbonat 20 %
Anthracen 2,5 %
C: Flußspat 50 %
Natriumcarbonat 20 %
Stearinsäure JO %
D: Flußspat 40 %
Natriumcarbonat 20 %
Stearinsäure 40 %
Alle diese Gemische wurden mit einer Lösung eines Pflanzenharzes in Äthanol zu einer dicken formbaren
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Paste angeteigt, die in die gewünschte Form gebracht und der Erstarrung überlassen wurde. Auf diese Weise hergestellte Zylinder wurden als Spritzschutzringe zum Abgießen von Teststahlblöcken verwendet. In allen Fällen bewährten sich die Spritzschutzringe gut, d.h. sie hielten die Kokillenwand frei von Spritzern, und dies führte in Verbindung mit der Flußmittelwirkung des Spritzschutzringes zu Blöcken mit sehr guter Oberflächenbeschaffenheit.
Beispiel 2
Wässrige Aufschlämmungen, die 5 t>is 15 % Feststoffe enthielten, wurden aus folgenden Bestandteilen hergestellt:
E: Flußspat . 76 %
Calciumsilicatfasern 19 %
Phenolharz 5 %
F: Flußspat '65 %
Calciumsilicatfasern 20 %
Phenolharz 5 %
Polytetrafluoräthylen 10 %
G: Flußspat 60 %
Calciumsilicatfasern 25 %
Phenolharz 5 %
Glaspulver 5 %
Kryolith 5 %
Diese Aufschlämmungen konnten auf einem zylindrischen perforierten Formwerkzeug von 4-0 mm Durchmesser zu Zylindern von 25 mm Dicke entwässert werden. Diese Zylinder wurden nach dem Abstreifen vom Formwerkzeug bei 180°C getrocknet. Sie verhielten sich einwandfrei als Spritzschutzringe und ermöglichten die Herstellung von Blöcken von hoher Qualität.
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Claims (6)

Patentansprüche
1. Spritzschutzring für die Verwendung zum Abgießen von Blöcken, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einer Masse "besteht, die im Gebrauch unter der Einwirkung der Hitze der Metallschmelze unter Bildung eines geschmolzenen Flußmittels für das Abgießen von Metallen schmilzt.
2. Spritzschutzring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse einen Schmelzpunkt von 600 bis 1500°C hat.
3. Spritzschutzring nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß er die Form eines Hohlzylinders oder eine andere, an beiden Enden offene geometrische Form hat.
4. Spritzschutzring nach Anspruch 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß er aus einer ein feinteiliges Flußmittel enthaltenden Matrix aus anorganischem Fasermaterial besteht.
5e Spritzschutzring nach Anspruch 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem abgebundenen feinteiligen Flußmittel besteht.
6. Verwendung der Spritzschutzringe nach Anspruch 1 bis zum Abgießen von Blöcken, wobei man einen Spritzschutzring auf den Boden der Kokille stellt und die Metallschmelze in die Kokille und in den Spritzschutzring laufen und das geschmolzene Metall in der Kokille erstarren läßt.
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DE2419772A 1973-04-27 1974-04-24 Spritzschutzring sowie seine verwendung zum abgiessen von bloecken Pending DE2419772A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB2021373A GB1472400A (en) 1973-04-27 1973-04-27 Casting of ingots

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2419772A1 true DE2419772A1 (de) 1974-11-21

Family

ID=10142296

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2419772A Pending DE2419772A1 (de) 1973-04-27 1974-04-24 Spritzschutzring sowie seine verwendung zum abgiessen von bloecken

Country Status (5)

Country Link
US (1) US3942580A (de)
CA (1) CA1030726A (de)
DE (1) DE2419772A1 (de)
FR (1) FR2227070B1 (de)
GB (1) GB1472400A (de)

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Also Published As

Publication number Publication date
FR2227070B1 (de) 1978-10-13
GB1472400A (en) 1977-05-04
FR2227070A1 (de) 1974-11-22
US3942580A (en) 1976-03-09
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