DE2419750A1 - Fachwerkskonstruktion - Google Patents
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- E04G—SCAFFOLDING; FORMS; SHUTTERING; BUILDING IMPLEMENTS OR AIDS, OR THEIR USE; HANDLING BUILDING MATERIALS ON THE SITE; REPAIRING, BREAKING-UP OR OTHER WORK ON EXISTING BUILDINGS
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-
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- E04G2025/047—Shores or struts; Chocks telescopic which telescoping action effected by a piston
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Description
UnserZeichen: ^ *95 DatHm: 25. Juni
Nils Harald Ahlgren, Skyttevägen 22, I33 00 Saltsjöbaden,Schweden
Fachwerkskonstruktion
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Fachwerkskonstruktion,
bestehend aus längsverlaufenden, lastaufnehmenden Gliedern und diese verbindenden, zum Abstreifen und zum Aufnehmen von
Querkräften beabsichtigten, in der Querrichtung verlaufenden Stükken,
wobei die Befestigung der Querstücke an den längsverlaufenden Gliedern zumindest auf einer Seite der Konstruktion durch Verbände
zustandegebracht ist, die eine gewisse Relativbewegung zwischen den Querstücken und den längsverlaufenden Gliedern gestatten.
Zum Tragen der Schalung für Betonbrücken werden Fachwerke verwendet,
die aus Gerüsttürmen mit dazwischenliegenden Schalungsträgern bestehen. Um Arbeitskosten zu sparen, geht man immer mehr zu
größeren Einheiten über, d.h. die Türme werden für größere konzentrierte Lasten ausgebildet"und in größen Abständen aufgestellt,
wodurch sich eine längere Spannweite der Träger ergibt.
Der Spannweite der Schalungsträger wird dadurch eine Grenze gesetzt, daß die Durchbiegung der Träger unter der Betonbelastung
zu einer Rißbildung im Frischbeton führen kann. Es ist aus diesem Grunde so\ie auch aus wirtschaftlichen Gründen erwünscht, die Schalungsträger
auf die Seitenkanten der Gerüsttürme aufzulegen,anstatt
sie um so viel zu verlängern, daß sie bis an die Mittellinien der Türme heranreichen, was eine zweckmäßigere Belastung
der Türme ergeben würde.
Wenn die Betonlast mit Anfang von der einen Seite her aufgetragen wird, werden die Gerüsttürme allein auf den tragenden vertikalen
Stützgliedern der einen Seite vorübergehend einer Volllast ausgesetzt. Die vertikalen Stützglieder dieser Seite werden dabei
elastisch zusammengepreßt und im Verhältnis zu den vertikalen
Stützgliedern der unbelasteten Seite vertikal verschoben, und diese Verschiebung steigt an, falls der Untergrund nachgiebig ist.
Außerdem kommt es oft bei derartigen Gerüstbauten vor,daß der Untergrund
aus Schichten von verschiedenem Trag-vermögen und Dicke bestehen und.daß man durch Ausgraben oder Auffüllen djs Schichtdicken
und materiellen Eigenschaften
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des Untergrundes verändert.
Wenn die Stützglieder-auf der einen Seite des Gerüstturms
im Verhältnis zu den Stützgliedern der anderen Seite verschoben werden, entstehen grosse Kräfte in den Querstücken, die die Seiten
des Gerüstturms verbinden. Diese Querstücke v/erden normalerweise zur Aufnahme von Windbelastung und zur Verminderung der
Knicklänge der vertikalen Stützglieder, indem die Lage der Knotenpunkte fixiert wird, bemessen. Diese bemessenden Kräfte
sind beträchtlich geringer als diejenigen Kräfte, die bei der Verschiebung der Stutzglieder untereinander in den Querstücken
entstehen. Falls diese von der" Verschiebung verursachten Kräfte
nicht beim Bemessen der Querstücke berücksichtigt v/erden, können die Querstücke somit einer Uberbelastung ausgesetzt werden, so
dass Brüche entstehen und die Knickabsteifung somit zu wirken aufhört, was zu einem Zusammenfallen des Gerüstturms führt.
Durch vorliegende Erfindung wird es einem vertikalen Stützglied ermöglicht, sich im Verhältnis zu einem oder mehreren,
anderen Stützgliedern im gleichen Gerüstturm zu verschieben, ohne dass unzulässig grosse Kräfte in den Querstücken zur Wirkung
kommen. Die Erfindung betrifft somit genauer genommen eine Fachwerkskonstruktion,
bestehend aus längsverlaufenden, lastaufnehmenden Gliedern und diese verbindenden, zum Absteifen und zum Aufnehmen
von Querkräften beabsichtigten, in der Querrichtung verlaufenden Stücken, wobei die Befestigung der Querstücke an den
längsverlaufenden Gliedern zumindest auf einer Seite der Konstruktion
durch Verbände .zustandegebracht ist, die eine gewisse Relativbewegung zwischen den Querstücken und den längsverlaufenden
Gliedern gestatten. Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Flächen der Querstücke eine solche geometrische Form haben,
dass die Querstücke die längsverlaufenden Glieder in einem bestimmten
gegenseitigen Abstand fixieren, so dass die Relativbewegung zwischen den Querstücken und den längsverlaufenden Gliedern
nur in der Längsrichtung dieser Glieder möglich ist.
Der Verband lässt sich als ein Bolzen ausbilden, der sich in einem Langloch in vertikaler Richtung bewegen kann. Die Bewegung
kann kontrolliert und die Verschiebekraft geregelt werden,
indem federbelastete Teller an Flächen gleiten, die in bezug auf die Teller verschoben werden. Hierdurch wird' erzielt, dass der
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Gerüstturm für normale Wxndlasten als eine starre Einheit ohne
Verschiebung in den Verbindungspunkten funktioniert, und dass, wenn die Verschiebekraft grosser wird als die Kraft, für die
die Stützglieder bemessen worden sind, eine Verschiebung ohne
11
Gefahr einer Uberbelastung der Querstücke erfolgt.
Die Verbindung zwischen Querstücken und vertikalen Stützgliedern
kann auch durch eine Bügel-, eine Führungs- oder ähnliche Vorrichtung bewerkstelligt werden.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden
näher beschrieben und sind in der Zeichnung dargestellt, die zwei erfindungsmässigen Fachwerkstürme sowie einige Ausführungen
des Verbandes zwischen den Querstücken und den vertikalen Stützgliedern
veranschaulicht. Es zeigen:
Fig. 1 eine Brücke, die unter Anwendung von erfindungsmässigen
Fachwerkstürmen errichtet wird,
Fig. 2 und 2a die beiden Ausführungen des Fachv/erksturms,
Fig. 3 im grösseren Massstabe den Verband zwischen den Querstücken und den vertikalen Stützgliedern bei den Ausführungen
gemäss Fig. 2 und 2a,
Fig. 4 und Fig. 5, 5a einige andere Ausführungen des Verbandes
zwischen den Querstücken und den vertikalen Stützgliedern.
Mit 1 sind zwei Gerüsttürme für die Betonbrücke bezeichnet,
die von der einen Seite, d.h. vom Brückenpfeiler her, betoniert wird. Die Gerüsttürme 1 sind mit dazwischenliegenden Schalungsträgern
2 versehen, die auf die Seitenkanten der Gerüsttürme 1 aufgelegt-sind, welche Kanten somit als vertikale Stützglieder
3 dienen. Die Stützglieder 3 auf den beiden Seiten sind durch in der Querrichtung verlaufende Elemente oder Stücke 4 miteinander
verbunden, welche zum Absteifen und Aufnehmen von Querkräften bestimmt sind. Die Querstücke 4 sind zweidimensional und bestehen
aus mindestens zwei Dreiecken, die die vertikalen Stützglieder 3 in einem bestimmten gegenseitigen Abstand fixieren. Die Dreiecke,
die von Streben gebildet sind, können statisch bestimmt sein. Gemäss der Zeichnung sind die Dreiecke zusammengesetzt
und deswegen statisch unbestimmt, weil zusätzliche Streben in den Querstücken 4 mit einbegriffen sind.
Gemäss Fig. 2 ist die Befestigung der Querstücke 4 an den Stützgliedern 3 auf der einen Seite der Konstruktion durch Ver-
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bände 5 zustandegebracht, dxe eine gewisse Relativbewegung
zwischen den Querstücken 4 und den Stützgliedern 3 in der Längsrichtung dieser Glieder gestatten. Auf der anderen Seite
ist die Befestigung der Querstücke 4 an den Stützgliedern 3 dagegen starr.
Gemäss Fig. 2a ist die Befestigung der Querstücke 4 an
den Stützgliedern 3 auf den beiden Seiten der Konstruktion durch Verbände 5 zustandegebracht, die somit die beabsichtigte Relativbewegung
in der Längsrichtung der Stützglieder 3 gestatten.
In der Zeichnung ist die Verstrebung nur in einer Ebene gezeigt, da sie im Normalfalle an sämtlichen Seiten der Konstruktion
die gleiche ist. Die Fachwerkskonstruktion ist also in der Regel von Elementen aufgebaut, die an einer beliebigen Seite der
Konstruktion verwendet werden können. Somit sind sämtliche Stützglieder
3 bei der Ausführung gemäss Fig. 2 mit nur einer Reihe von Verbänden 5 versehen, während sämtliche Stützglieder 3 bei
der Ausführung gemäss Fig. 2a mit zwei Reihen von Verbänden 5 versehen sind.
Der Verband 5 ist, wie dies am besten aus Fig. 3 ersichtlich ist, als ein Bolzen 6 ausgebildet, v/elcher sich in vertikalem
Sinne in einem Langloch 7 bewegt, wobei die Bewegung kontrolliert und die Verschiebekraft geregelt wird, indem federbelastete Teller
an Flächen gleiten, die im Verhältnis zu den Tellern verschoben v/erden.
Der in Fig. 4 dargestellte Verband, der die beabsichtigte Relativbewegung gestattet, besteht aus dem sowohl an dem Stützglied
3 wie auch an dem Querstück 4 schwenkbar gelagerten Bügel 8. Gemäss Fig. 5 und 5a besteht der Verband aus einem Paar von
gegen das Stützglied 3 mit Hilfe der Verschraubung 9 ansetzbaren, an dem Querstück 4 vorgesehenen Greifbacken 10, welche somit als
Reibungsverband dienen.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, wirken die vertikalen Stützglieder 3 an ihren unteren Enden mit vorzugsweise hydraulischen
Hebern 11 zusammen. Die Heber 11 sind dabei von spezieller Ausbildung, so dass sie einzeln oder in Gruppen betätigbar sind,
um entstehende Verschiebungen kompensieren zu können. Bei der Betätigung der Heber 11 empfiehlt es sich, die Reibungskraft in
denjenigen Verbänden zu vermindern oder ganz aufzuheben, die
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jeweils eine Relativbewegung zwischen Querstück 4 und vertikalem Stückglied 3 gestatten sollen.
Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen beschränkt, sondern
lässt im Rahmen der nachstehenden Patentansprüche Abänderungen zu.
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Claims (7)
- **—NPATENTANSPRÜCHE( 1.JFachwerkskonstruktion, bestehend aus längsverlaufenden, lastaufnehmenden Gliedern und diese verbindenden, zum Absteifen und zum Aufnehmen von Querkräften beabsichtigten, in der Querrichtung verlaufenden Stücken, wobei die Befestigung der Querstücke an den längsverlaufenden Gliedern zumindest auf einer Seite der Konstruktion durch Verbände zustandegebracht ist, die eine gewisse Relativbewegung zwischen den Querstücken und den längsverlaufenden Gliedern gestatten, dadurch gekennzeichnet, dass die Flächen der Querstücke eine solche geometrische Form haben, dass die Querstücke die längsverlaufenden Glieder in einem bestimmten gegenseitigen Abstand fixieren, so dass die Relativbewegung zwischen den Querstücken und den längsverlaufenden Gliedern nur in der Längsrichtung dieser Glieder möglich ist.
- 2. Fachwerkskonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigung der Querstücke an den längsverlaufenden Gliedern Langlöcher für Befestigungsglieder umfassen, die die Relativbewegung zwischen den Querstücken und den längsverlaufenden Gliedern gestatten.
- 3. Fachwerkskonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigung der Querstücke an den längsverlaufenden Gliedern aus sowohl an den Querstücken wie auch an den längsverlaufenden Gliedern schwenkbar gelagerten Bügeln bestehen.
- 4. Fachwerkskonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigung der Querstücke an den längsverlauf enden Gliedern aus an den Querstücken vorgesehenen, mit den längsverlaufenden Gliedern eingreifenden Gleitorganen bestehen,
- 5. Fachwerkskonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Relativbewegung zwischen den Querstücken und den längsverlaufenden Gliedern entgegen einer gewissen, zveckiaässigerweise einstellbaren Kraft zustandegebracht wird.
- 6. Fachwerkskonstruktion nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass die längsverlaufenden Glieder an ihren Enden mit Hebern zusammenwirken»
- 7. Fachwerkskonstruktion nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Heber einzeln oder in Gruppen bßtätigbar sind, um entstehende Verschiebungen kompensieren zu können.409844/0828
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