-
Container mit Transportpalette Flüssige Stoffe, wie Farben und Chemikalien,
werden heute in vermehrtem Masse in Container abgefüllt, die oft auf Paletten transportiert
werden. Die bisher bekannten Container sind selbsttragende Kunststoff- oder Metallbehälter
mit relativ dicken Behälterwänden. Solche bekannte Container haben den Nachteil,
dass sie wegen ihrer hohen Anschaffungskosten nicht als Einweggebinde verwendbar
sind. Für den Grossabnehmer spielt dies keine grosse Rolle, da dessen Lagerbestand
genügend rasch umgewälzt wird, um ständig eine ausreichende Anzahl von Leergeb in
den für den RÜcktransport an den Lieferanten zur VerfUgung zu haben. Fur den Kleinabnehmer
ist jedoch ein herkömmlicher Container nicht zweckmässng, da er praktisch gezwungen
wird, den Container innerhalb einer
gewissen Zeitspanne zu leeren
und wieder zur Abholung bereitzuhalten. FUr den Rleinabnehmer wäre daher ein Einweg-Container
von grösster Wichtigkeit da er diesen dann unbeschränkt lange bei sich behalten
könnte. Äber auch ganz allgemein herrscht beispielsweise aus Gründen des rationelleren
Arbeitens ein BedUrfnis nach Einweg-Containern.
-
An einen beim Käufer verbleibenden Container werden jedoch ganz andere
Anforderungen gestellt als an ein gewUhnliches Retour-Gebinde. Zunächst soll ein
solcher Container möglichst preiswert in der Anschaffung sein oder wenigstens soll
sein Preis in einem tragbaren Verhältnis zum Preis der in ihn eingefUllten Ware
stehen. Eine weitere, nicht zu unterschätzende Forderung ist die der Vernichtbarkeit
des Gebindes.
-
Ein an sich billiger Container kann seinen Zweck nicht ganz erfüllen,
wenn seine Vernichtung wiederum verh;-iltnismässig grosse Kosten oder Umtriebe verursacht.
Bei der Vernichtung der Container muss natürlich auch auf Fragen des Ueweltschutzes
RUcksicht genommen werden.
-
Alle bisherigen Container genUgten der einen oder der anderen der
vorstehend angefuhrten Forderungen nicht und waren deshalb als Einweg-Container
nicht zu brauchen.
-
Beim erfindungsgemassen Container mit einer Transportpalette werden
nun alle diese Forderungen dadurch erfüllt, dass er einen auf der Palette fest verankerten
Kartonbehälter
und einen in diesem befindlichen, zur Aufnahme des FUllguts bestimmten Kunststoffsack
umfasst und dass der Kartonbehälter von käfigartig angeordneten,in in der Palette
verankerten Stützen umgeben ist.
-
vorzugsweise , Der erfindungsgemässe Container bestent / zum grössten
Teil aus Holz und Karton, welche beide relativ billige Konstruktionsmaterialien
sind. Die Stärke des Kunststoffsackes kann sehr gering gehalten werden, sodass bei
der wegen der Holz-Karton-Bauweise naheliegenden Verbrennung praktisch keine umweltschädlichen
Rückstände bleiben. Durch die k'dfigartigen Stützen 1 t ist auch eine ausreichende
Festigkeit vorhanden, die den Transport des Containers auch unter weniger sorgfältiger
Handhabung zulässt.
-
Nachstehend wird ein 1 1 l Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen
Containers unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert; es zeigen: Fig. 1
eine Gesamtansicht des Containers im Schrägriss, Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch
den Container parallel zu dessen Breitseite,
Fig. 3 ein Detail aus
der Fig. 2 in grosserer Darstellung, Fig. 4 einen Iiorizontalschnitt längs der Linie
IV-IV der Fig. 1, Fig. 5 eine Draufsicht auf die Palette ohne Container.
-
Der in der Zeichnung dargestellte Container besteht aus einer als
Ganzes mit 1 bezeichneten Transportpalette und dem auf dieser befest-igten eigentlichen
Containeraufbau 2.
-
Die Palette 1 ist rechteckig und formmässig in ihrem Grundgerust
in an sich bekannter Weise aufgebaut. Da es sich bei dem neuen Container jedoch
um einnEinweg-Container handelt, ist als Konstruktionsmaterial nur eine relativ
minderwertige und folglich nicht sehr stabile und billige Holzart, beispielsweise
Rottannenholz, verwendet.
-
Auf drei in Palettenlängsrichtung verlaufenden Grundbrettern 10 sind
jeweils an den Enden und in der Mitte insgesamt neun Holzklötze 11 gleicher Höhe
befestigt. Jeweils drei auf verschiedenen Grundbrettern nebeneinander liegende KlUtze
sind durch drei Querbretter 12 verbunden. Auf diesen sind wiederum genau oberhalb
der Grundbretter verlaufende Deckbretter 13 fixiert, welche zusammen mit den Querbrettern
und den Grundbrettern das Grundgerust der Palette bilden.
-
Auf dem PalettengrundgerUst ist ein aus LSngslatten 14 und Querlatten
15 bestehender Lattenrost montiert3 welcher einerseits zur VerstE ng der mechanischen
Festrgkeit des
GrundgerUsts und andererseits als Unterlage fUr den
Containeraufbau dient.
-
Die Latten des Rost sind alle paarweise neleneilander angeordnet,
und zwar sind vier Paar Längslatten 14 und sechs Paar Querlatten 15, welche oberhalb
der Längslatten verlaufen, derart Uber die ganze Palettenfläche verteilt, dass jeweils
zwei Latten auf die äussersten Palettenränder zu liegen kommen und die restlichen
Lattenpaare die Längs- bzw. Querrichtung der Palette gleichmässig aufteilen. Die
Fig. 5 zeigt dies in Ubersichtlicher Weise.
-
Die beiden Latten jedes Paares haben immer denselben Abstand, der
der Querschnittsabmessung der noch zu beschreib benden HolzstUtzen entspricht.
-
Um eine Verschiebung des Containeraufbaus in Längsrichtung zu vermeiden,
sind auf den beiden äussersten Querlatten 15 noch zwei AnschlagRisten 16 befestigt.
-
Der als Ganzes mit 2 bezeichnete Containeraufbau besteht im wesentlichen
aus vier Hauptteilen, Dies sind ein äusserer Behälter 21 aus Karton, ein innerer
Behälter 22 aus Karton, ein Kunststoffsack 23 und zwölf Hizstützen 24.
-
Der Aussenbehälter 21 besteht aus einem ein-bis zweiwelligen Wellkarton
und hat Quaderform. Demzufolge hat er einen Boden, vier Seitenwände und einen Deckel,
der in Ub-~lichter Weise wie der Boden aus je vier Klappen besteht.
-
Die Länge des Aussenkartons entspricht dem Abstand der beiden Anschlagleisten
16, während die Breite etwa der Palettenbreite entspricht.
-
Der Innenbehälter 22 ist ähnlich aufgebaut wie der Aussenkarton,
nur ist derlbllkarton aus welchem seine Wände bestehen, stärker, nämlich zwei- bis
dreiwellig. Seine Aussenabmessungen sind natUrlich kleiner als die des Aussenbehälters,
und zwar so, dass er in der Höhe gerade in den letzterenhineinpasst, wenn dieser
geschlossen ist. Zwischen den Seitenwäden des Aussenbehälters und denen des Innenbehälters
sind an den Längsseiten des Containers je vier und an den BreitseitBn je zwei vertikale
StUtzen 24 aus einem Vierkantholz angeordnet.
-
Ihre Dicke entspricht genau dem Wandabstand zwischen den beiden Kartonbehältern.
Die Stützen sind etwas länger als die Höhe des Aussenbehälters und ragen-durch entprechende
Oeffnungen in dessen Boden nach unten in den Lattenrost hinein.
-
Die Fig. 4-zeigt die Anordnung der Stützen rund um den InneneWäIter.
Man erkennt daraus in Verbindung mit Fig 2 und 5, dass die durch den Boden des Aussenbehälters
geführten unteren Enden der StUtzen genau in den von jeweils zwei sich kreuzenden
Lattenpaaren umschlossenen Raum 17 hineinragen. Da die Latten eines Paares untereinander
einen genau der Dicke der Stützen entprechenden Abstand aufweisen bilden jeweils
zwei sich Lãreuzende Lattenpaare eine Steckhaltewng, mittels welcher die StUtzen
am Rost bzw. an der Palette lösbar verbunden sind.
-
Die StUtzen 24 sind an ihren oberen Enden, lç21che gerade bis zum
oberen Rand des inneren Behälters 22 reichen, untereinander verspannt. Und zwar
sind jeweils zwei sich gegentiberliegende StUzten mittels eines Metallbandes 25
verbunden.
-
Im Innenbehälter 22 befindet sich ein Kunststoffsack 23, der vorzugsweise
aus Polyaethylen besteht und dessen Form den Innenabmessungen des inneren Kartonbehälters
angepasst ist. Der Polyaethylensack weist in seinem oberen Teil einen
Einfüllstutzen 26 auf, welcher durch eine entsprechende Ausnehmung 27 im Deckel
des den Sack umgebenden Kartonbehälters hindurchragt. Der Einfüllstutzen dient zum
FUllen des Containers und wird nach der Einbringung des Füllgutes an seinem Oeffnungsrand
zugeschweisst.
-
In der Nähe seines Bodens ist der Kunststoffsack mit einem Auslaufstutzen
28 versehen, welcher ebenfalls durch eine Oeffnung 29 des Innenbehälters, und zwar
in dessen schmälerer Seitenwand hindurchragt. Er dient zur Entnahme des Füllgutes
aus dem Container und ist zunächst natürlich zugeschweisst Genau an der Stelle,
wo der Auslaufstutzen aus dem Innenbehälter in den Raum zwischen den beiden Behälterwänden
hineinragt, ist die Wand des äusseren Kartonbehälters mit einer ein Rechteck beschreibenden
Perforation 30 versehen. Der von ihr umschriebene rechteckige Wandteil ist somit
als Aufreissklappe
ausgebildet, wobei in der Zeichnung der Container
der besseren Sichtbarkeit halber mit bereits abgetrennter Aufreissklappe dargestellt
ist.
-
Durch diese Klappe ist der Auslaufstutzen 28 des Kunststoffsackes
zugänglich und kann aus dem Zwischenraum zwischen den beiden Behältern in die in
Fig. 1 dargestellte Lage herausgezogen werden, da er ja aus demselben biegsamen
Material ist wie der Sack.
-
Da der Boden des Innenbehälters ebenfalls aus einzelnen Klappen besteht,
sind immer unvermeidbare Fugen vorhanden, die zu einer Beschädigung des Kunststoffsackes
fUhren könnten.
-
Um dies zu vermeiden liegt auf dem Innenboden des Behälters 22 ein
Bodenblatt 31 aus Karton, welches fUr den Kunststoffsack nun eine glatte Unterlage
bildet.
-
Der Zusammenbau eines vorhin beschriebenen Containers geschieht folgendermassen:
Zunächst wird auf die Palette der äussere Kartonbehälter mit offenen Deckklappen
aufgesetzt. Anschliessend fUhrt man die HolzstUtzen durch. die Oeffnungen im Behälterboden
in die fUr sie vorgesehenen Steckhalterungen ein und befestigt sie dadurch aufrecht
stehend an der Palette. In der Zwischenzeit wurde der Polyaethylensack in den kleineren
Kartonbehälter eingebracht und der letzte verschlossen. Nun setzt man den Innenbehälter
in den Aussenbehälter zwischen den HolzstUtzen ein und Verspannt diesemiels der
Metallbänder
untereinander. Anschliessend wird das Füllgut in
den Sack iiber den Einfüllstutzen eingebracht und der letztere nach beendigtem FUllvorgang
verschweisst. Daraufhin wird der Aussenbehälter durch Umlegen seiner Deckelklappen
verschlossen.
-
Der ganze Containeraufbau wird dann noch mittels weiterer Metallbänder
32 auf der Palette 1 fixiert.
-
Zur Entnahme des Füllgutes aus dem Container wird zunächst dessen
Deckel geöffnet, wodurch der Einfüllstutzen zugänglich wird. Diesen schneidet man
auf, damit sich der beim Entleeren entstehende Unterdruck ausgleichen kann.
-
Dann reisst man die Aufreissklappe am unteren Ende der Containerbreitseite
ab, zieht den schlauchartigen Auslaufstutzen aus der so entstandenen Oeffnung heraus
und schneidet ihn auf.
-
Der vorstehend beschriebene Container ist in der Zeichnung im Massstab
1:10 dargestellt. Er hat ungefähr 600 Liter Fassungsraum. Selbstverständlich ist
es auch möglich, grössere oder kleinemeContainer nach dem selben Konstruktionsprinzip
herzustellen.