DE2413172A1 - Schachtofen und plattenkuehler hierfuer - Google Patents
Schachtofen und plattenkuehler hierfuerInfo
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Description
PATENTANWÄLTE 2 A 1 3 1 7 2
HENKEL—KERN- FBI LL R — ii^i^Lt. - - ^ ^ - -
. __. OS 29 802 HNKL D EDUAR D - SC II M I D- STRAS SE 2 vvrrn^n^ Μ,"'
Hoogovens IJmuiden B.V. " ' 4Q vr·-7 '
IJmuiden, Niederlande
Schachtofen und Plattenkühler hierfür
Die Erfindung "betrifft einen gekühlten und mit einem feuerfesten
Mauerwerk ausgekleideten Schachtofen, insbesondere einen Schachtofen mit einer \iand, die einen Mantel, innerhalb
des Mantels angeordnete Kühlplatten-und eine feuerfeste Ausmauerung bzw. ein feuerfestes Putter aufweist, das
von Tor Sprüngen oder Haltenockeii an den Kühlplatten getragen
wird. Die Erfindung bezieht sich mithin auch auf einen Plattenkühler
zur Verwendung bei einem derartigen Schachtofen.
Die Erfindung ist im folgenden in erster Linie in ihrer Anwendung auf einen Hochofen beschrieben, doch ist sie keineswegs
auf diesen Anwendungsfall beschränkt, vielmehr kann sie gleichermaßen auch auf andere Arten von Schachtofen angewandt
werden, bei denen eine Kühlung des Schachts erforderlich ist.
Heben anderen Verfahren zum Kühlen der Wand eines Hochofens
richtete sich in den-letzten Jahren ein besonderes Interesse
auf Konstruktionen, bei denen Kühlplatten mit Einrichtungen
zum Umwälzen eines Kühlfluidums an der Innenfläche des sog. Stahlmantels des Ofens befestigt sind.
Ke/Bl/Ro - 2
0 9 8 3 8/0795
Diese Kühlplattenkonstruktion, in der englischen Literatur als "stave-coolers" und in der deutschen Literatur als "Plattenkühler"
bezeichnet, besteht im wesentlichen aus Gußeisen- oder Graugußplatten, die eng aneinander verbunden am Hantel
angebracht sind. Zwischen diesen Platten und dem Mantel ist dabei häufig eine Schicht aus einem feuerfesten und thermisch
isolierenden Material vorgesehen. In den Kühlplatten sind Unxwälzkanäle,
üblicherweise in Form von eingegossenen Bohren vorgesehen, die an der Außenseite des Ofens unter Bildung
eines geschlossenen Kühlkanalsystems miteinander verbunden sind. Durch dieses System von Kanälen kann eine Kühlflüssigkeit,
ein Kühlgas oder ein Gemisch aus Kühlflüssigkeit und Dampf umgewälzt v/erden.
Eine besondere, aus der Anwendung dieser Konstruktion auf einen Hochofen entstehende Schwierigkeit liegt dabei in der
Stabilität der feuerfesten Ausmauerung an den Kühlplatten an den Stellen, an denen sich der Schacht in Aufwärtsrichtung
verjüngt. Dies ist darauf zurückzuführen, daß die Ausmauerung an diesen Stellen nicht bestrebt ist, sich unter ihrem Eigengewicht
an die Ofenwand anzulehnen bzw. sich gegen diese abzustützen, so daß zur Verbesserung der Stabilität spezielle
Einrichtungen erforderlich sind. Dies trifft auch auf Betriebsbedingungen,
zu, bei denen ein Teil der Ausmauerung angegriffen oder durch anhaftende Schlacke ersetzt worden ist.
Aus diesem Grund sind an der Innenseite der Kühlplatten Vorsprünge bzw. Haltenocken vorgesehen, welche die Ausmauerung
unterstützen. Da sich diese Vorsprünge aber weiter in das
Ofeninnere hinein erstrecken als der Rest der Kühlplatten, konzentriert sich der \ifärmefluß hauptsächlich an ihnen, wodurch,
eine spezielle Kühlung erforderlich wird. Diese Kühlung kann durch ein getrenntes, den Haltenocken durchsetzendes
Eohr gewährleistet werden.
409839/0795
Zur Gewährleistung einer zufriedenstellenden Unterstützung
der Ausmauerung ist bereits vorgeschlagen worden, die Haltenocken so lang auszubilden, d.h. sich so weit in die Ausmauerung
erstrecken zu lassen, daß die Ausmauerung praktisch über ihre gesamte Tiefe hinweg auf den Haltenocken ruht. Ein
Nachteil dieser Konstruktion liegt aber darin, daß sich das Vorderende des Haltenockens an einer Stelle befindet, an
welcher die Temperatur in der Ausmauerung sehr hohe Werte erreichen kann, was zu einer Beschädigung des Haltenockens
führen kann. Wenn der Haltenocken einer sehr hohen thermischen
Belastung ausgesetzt ist, kann es sich als erforderlich erweisen, den Kühlfluidumstrom durch ihn zu unterbrechen, um
eine Explosion im Ofen zu vermeiden. Das Ergebnis ist dann ein weiterer thermischer Angriff auf den Haltenocken, der sogar
zu einer Beschädigung des Plattenkühlers führen kann und in jedem Jail die Stützfunktion des Haltenockens beeinträchtigt.
Zur Vermeidung dieses Nachteils wäre es denkbar, den Haltenocken besonders kurz auszubilden und auf diese Weise sein
Vorderende ausreichend kühl zu halten, oder sogar die Verwendung eines Haltenockens überhaupt zu vermeiden, wobei dann
ein Stütz- oder Haltestein verwendet wird, der nur in eine
Nut hineinreicht. Diese Anordnung ist jedoch wiederum mit dem Mangel behaftet, daß hierbei eine unzureichende Abstützung
der Ausmauerung erzielt wird, was zu einem Abscheren des Mauerwerks oder sogar zu einem vollständigen Kontaktverlust
zwischen dem Mauerwerk und den Kühlplatten führen kann. Außerdem entsteht dabei die Gefahr, daß der ungenügend abgestützte
Stein bricht, wenn er zu fest verspannt wird bzw. seine Befestigung zu fest ist, oder sich unter hoher thermischer Belastung
auflöst bzw. zersetzt, weil nämlich der geringere Kontakt mit dem gekühlten Haltenocken zu einem höheren und
stärker variierenden Temperaturgefälle im Stein führt.
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Der Erfindung liegt damit in erster Linie die Aufgabe zugrunde,
die sich aus der Verwendung von zu langen oder zu kurzen Haltenocken oder VorSprüngen an den Kühlplatten ergebenden
Nachteile auszuschalten oder zumindest zu mindern.
Diese Aufgabe wird bei einem Schachtofen mit einer gekühlten Wand, bestehend aus einem Mantel und einer Anzahl von im
Inneren des Hanteis angeordneten Kühlplatten, erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß ein feuerfestes Mauerwerk durch Vorsprünge an den Innenflächen mindestens einiger Kühlplatten
unterstützt ist und daß das Mauerwerk an jedem Vorsprung einen feuerfesten Stein aufweist, der in der gekühlten Y/and
befestigt ist, auf dem betreffenden Vorsprung ruht und der sowohl zum Mantel hin als auch von ihm hinweg über den Vorsprung
hinausragt.
Das Mauerwerk sollte dabei vorzugsweise bezüglich Feuerfestigkeit,
mechanischer Festigkeit, chemischer Beständigkeit und Verschleißfestigkeit von höchster Qualität untl in einigen
oder allen diesen Merkmalen dem gesamten restlichen Teil der Ausmauerung oder dem größten Teil derselben überlegen sein.
Die überlegenen Qualitäten bezüglich Feuerfestigkeit, mechanischer
Festigkeit, chemischer Beständigkeit und Verschleißfestigkeit der speziellen Steine werden dabei im Hinblick
auf die in einem speziellen Ofen auftretenden Betriebsbedingungen gewählt.
Vorzugsweise ist dabei der Stein mit Hilfe einer Stampfmasse in der gekühlten Wand befestigt.
Bei dieser Anordnung wird der Stützeffekt des Vorsprungs auf eine größere Tiefe in der Ausmauerung ausgedehnt. Wenn der
Stein mit seinem hinteren Ende, d.h. dem am dichtesten am
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Mantel befindlichen Ende bzw. der betreffenden Seite, in der
gekühlten Wand befestigt ist, kann er nicht unter dem Grewicht der darüber liegenden Ausmauerung um die Vorderkante des Vorsprungs
herum kippen. Die Vorteile eines langen Vorsprungs lassen sich somit ohne Nachteile erreichen.
Gute Ergebnisse lassen sich dann erzielen, wenn der Stein aus einem Material besteht, das eine höhere Wärmeleitfähigkeit
als zumindest der größte Teil der restlichen Ausmauerung besitzt.
Vorzugsweise ist der Stein mit seinem über den Vorsprung
hinaus zum Mantel hin ragenden Seil in eine Ausnehmung im Plattenkühler eingesetzt. Wenn der Vorsprung, wie dies bei
einigen bekannten Plattenkühlern der lall ist, vom oberen
Ende des Plattenkühlers entfernt angeordnet ist, kann die Ausnehmung in der gleichen Kühlplatte ausgebildet sein wie der
Vorsprung, auf dem der Stein ruht. Aus Konstruktiausgründen
kann eine Kühlplatte ihren Vorsprung an oder nahe der Oberseite aufweisen, wobei dann eine Ausnehmung zur Aufnahme des
Steins in der Unterseite der in Aufwärtsrichtung anschliessenden Kühlplatte im Ofen vorgesehen sein kann. Diese Anordnung
bietet den zusätzlichen Vorteil, daß der Wärniefluß durch den Plattenkühler nahe der Ausnehmung verbessert wird. Ohne
diese Ausnehmung ist die Kühlkapazität des Plattenkühlers in diesem Bereich möglicherweise im Vergleich zur Wärmezufuhr
geringj so daß ein lülhlproblem aufgeworfen wird· Wie erwähnt,
sollte der Stützstein von hoher Qualität sein, da er sich nahezu bis in den !Feuerraum im Ofen hineinerstrecfct, durch
das Sewicht des darüber liegenden Hauerwerks sehr stark belastet
wird undy sobald ein Seil der feuerfesten Ausmauerung Gureh Verschleiß abgetragen worden ist, auch eineis Verschleiß
durch die an ihm entlangscheuernde Ofenc-harge ausgesetzt sein
S:anne Es hat sich herausgestellt, daß seLr gute Ergebnisse erzielt
werden, wenn für diesen Stein ein im wesentlichen aus
Siliziumkarbid bestehender Werkstoff gewählt v/ird,
4Q963S/Ö7S5. .
— s —
Ein Vorteil der Verwendung eines Steins aus einem hochqualitativen
feuerfesten Material liegt darin, daß der Stein •dem Vorsprung einen zusätzlichen Schutz sowohl gegen Überhitzung
als auch gegen Verschleiß bietet. Obgleich der Stein zur Verhinderung eines Kippens mit seinem hinteren Ende in
der gekühlten Wand befestigt sein sollte, hat es sich dennoch als ratsam erwiesen, den Stein ausreichend von unten
her zu unterstützen. Der Schwerpunkt des Steins befindet sich daher vorzugsweise lotrecht über dem Vorsprung.
Eine weitere Verbesserung läßt sich erzielen, wenn auf dem Stein ein zweiter Stein aus dem gleichen Material ruht. Dieser
zweite Stein begünstigt die gleichmäßigere Übertragung des Gewichts des darüberliegenden Mauerwerks auf den ersten
Stein.
In weiterer Ausgestaltung wird mit der Erfindung ein Plattenkühler
zur Verwendung bei einem erfindungsgsmäßen Schachtofen geschaffen, der gekennzeichnet ist durch einen Vorsprung an
seiner im Betriebszustand innen liegenden Fläche zur Unterstützung der feuerfesten Ausmauerung des Ofens und durch eine
Ausnehmung in seiner Innenfläche, die so angeordnet ist, daß sie an den nächst unteren Vorsprung einer Kühlplatte im Ofen
angrenzt. Y/enn dabei der Vorsprung vom oberen Ende des Plattenkühlers
entfernt angeordnet ist, befindet sich mithin die Ausnehmung in der an den Vorsprung angrenzenden Kühlplatte.
Wenn sich der Vorsprung dagegen am oberen Ende der Kühlplatte befindet, kann die Ausnehmung eine lint im unteren Ende der
Kühlplatte sein, die sich neben dem Vorsprung der nächst unteren Kühlplatte im Ofen befindet, a.h, das untere Ende ist
stufenartig ausgespart.
Wie erwähnt, besteht ein Vorteil der Erfindung darin, daß der Vorsprung vergleichsweise kurz sein kann. Dennoch darf er
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nicht so kurz sein, daß der auf ihm ruhende Stein ungenügend
unterstützt wird. Gute Ergebnisse werden bei Ausführungsformen der Erfindung erzielt, bei denen der Vorsprung etwa 10 cm
von der Innenfläche des Plattenkühlers bzw. der Kühlplatte wegragt.
Im folgenden sind zwei beispielhafte Äusführungsformen der
Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Pig. 1 einen schematischen lotrechten Schnitt durch einen Teil der Wand eines Schachtofens mit Merkmalen nach
der Erfindung,
Mg. 2 eine in vergrößertem Maßstab gehaltene Detaildarstellung
bestimmter Teile der Ofenwand gemäß Pig. 1 und
ei.ne Pig. 2 ähnelnde Darstellung bestimmter Teile der Y/and des erfindungsgemäßen Ofens gemäß einer abgewandelten
Ausführungsform der'Erfindung.
Der in Pig. 1 dargestellte Schachtofen ist ein Hochofen, der
eine gekühlte, feuerfest ausgefutterte bzw. ausgekleidete Wand aufweist, die aus einem'äußeren Stahlmantel 1 und drei
aus Metall bestehenden Kühlplatten 2, 3 und 4 besteht, welche mit Hilfe nicht dargestellter, üblicher Befestigungsmittel
am Mantel 1 gehaltert sind.
An den oberen Enden der Kühlplatten 3, 4 sind Haltenocken oder Vorsprünge 5 bzw. 6 vorgesehen. Durch die Kühlplatten
und die Haltenocken verlaufen in Pig. 1 nicht dargestellte Rohre, die mit einem Kühlmittelkreis zum Umwälzen eines Kühl-
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fluidums oder -mittels verbunden sind« An der Innen- bzw. Vorderseite der Kühlplatten sind krenel- bzw» nutförmige
Ausnehmungen 7 vorgesehen, die mit feuerfestem Material ausgefüllt sind. Auf den Haltenocken 5» 6 ruhen die Ausmauerung
unterstützende feuerfeste Steine 8 bzw. 9, die aus Siliziumkarbid bestehen. Diese Steine 8, 9 sind in nutförmige Ausnehmungen
14 am unteren Ende der Innenflächen der in Aufwärt srichtung angrenzenden Kühlplatten eingesetzt. Die Längen
der Haltenocken und der Stützsteine in Richtung auf den Mantel 1 hin und von ihm weg sind so gewählt, daß die Steine
8, 9 mit mehr als halber Länge auf den Haltenocken 5 bzw. 6
ruhen.
Der Schwerpunkt Jedes Steins liegt lotrecht über dem Haltenocken, wobei der Stein sowohl auf den Mantel 1 hin als auch
von ihm weg über den Haltenocken hinausragt· Die Steine 8, 9 selbst sind durch v/eitere Siliziumkarbid-Steine 10 bzw. 11
abgedeckt, die sich gemäß Pig. 1 weiter in den Ofen hinein erstrecken als die Steine 8, 9. Diese Anordnung ist jedoch
nicht ausschlaggebend, vielmehr können alle Steine gleich weit in das Ofeninnere hineinragen. Der Rest der feuerfesten
Ausmauerung der Ofenwand besteht aus Schamottesteinen 12, die mit einem Verschleißfutter 13 belegt sind. Anstelle eines
Putters oder einer Ausmauerung aus Schamottesteinen kann auch, eine Ausmauerung aus einem anderen Material angewandt werden.
Beispielsweise kann die gesamte Wand mit Siliziumkarbidsteinen ausgekleidet sein.
In Pig. 2 ist der Bereich der Ausnehmung 14 und des Haltenockens 5 in. vergrößertem Maßstab dargestellt. Die Bahnen
der Kühlrohre 15, 16, 17 durch die Kühlplatten sind schematisch durch die gestrichelten Linien angedeutet, Obwohl die
Stützsteine 8 im Prinzip lose auf die Oberseite des Haltenockens 5 aufgesetzt und in die Ausnehmung 14 eingesetzt sein
409839/0795
können, empfiehlt es sich ausdrücklich, die verbleibenden Fugen mit einer Stampfmasse zu verschließen. Bevorzugt v:«>
den hierfür bekannte Stampfmassen, die bis zu einem, gewiesen
G-rad kompressibel sind, damit die Y/ärme ausdehnung der Loinlplatten
oder .der Steine in den Fugen aufgenommen werden ka:,ni.
Aus lig. 2 geht auch deutlich hervor, daß sich das Kühlrohr
15 bei Vorliegen einer Ausnehmung 14 dichter an der Oberfläche
der Kühlplatte befindet als an einer Stelle, an der keine solche Ausnehmung vorhanden ist. Hierdurch wird die
Möglichkeit einer lokalen Überhitzung der Kühlplatte vermieden.
In I1Ig. 3 ist eine gegenüber Mg. 2 unterschiedliche Anordnung
des Vorsprungs und der zugeordneten Ausnehmung dargestellt. Dabei ist der Vorsprung bzw. Haltenocken 5 nicht am
oberen Ende der Kühlplatte, sondern in einer Zv/i sehen stellung
der Höhe der Kühlplatte angeordnet. Die Kühlplatte ist unmittelbar über dem Haltenocken etwas ausgespart, so daß eine
Ausnehmung 18 gebildet wird, welche den Stützstein 8 aufnimmt.
Zusammenfassend wird mit der Erfindung mithin ein Schachtofen mit einer Wand geschaffen, die aus einem Mantel und in dessen
Innerem angeordneten Kühlplatten besteht 9 wobei ein feuerfestes
Mauerwerk der Wand von an den Kühlplatten vorgesehenen Vorsprüngen (Haltenocken) getragen wird. Hierbei sind
spezielle Steine, vorzugsweise aus einem Material überlegener
Feuerfestigkeit, mechanischer !Festigkeit, chemischer Inständigkeit
und Verschleißfestigkeit vorgesehen, die auf den Yorsprüngen. ruhen und sowohl auf den Mantel hin als auch von
ihm weg über die Vorsprünge hinausragen. Die Steine sind in der Ofenwand "beispielsweise mittels einer Stampfmasse befestigt
und vorzugsweise in Ausnehmungen in den lüiblplatten
eingesetztο
409839/0 735
Claims (15)
1. Schachtofen mit einer gekühlten '«and, "bestehend aus
einem Mantel und einer Anzahl von im Inneren des Mantels angeordneten Kühlplatten, dadurch gekennzeich
net, daß ein feuerfestes Mauerwerk (12) durch Vorspränge
(5, 6) an den Innenflächen mindestens einiger Kühlplatten (2, 3» 4) unterstützt ist und daß das Mauerwerk
an jedem Vorsprung einen feuerfesten Stein (8, 9) aufweist, der in der gekühlten Wand befestigt ist, auf
dem betreffenden Vorsprung ruht und der sowohl zum Mantel (i) hin als auch von ihm hinweg über den Vorsprung
hinausragt«
2. Schachtofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stein (8, 9) im Vergleich zu den üblicherweise für
Hochofen-Ausmauerungen verwendeten Aluminiumoxid-Silikat-Steinen überlegene !Feuerfestigkeit, mechanische Festigkeit,
chemische Beständigkeit und Verschleißfestigkeit besitzt.
3. Schachtofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stein aus einem Werkstoff mit höherer Wärmeleitfähigkeit
als zumindest der Hauptteil des Rests des Materials der Ausmauerung besteht.
-1O
4« Schachtofen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steine in der gekühlten Ofenwand mittels einer Stampfmasse befestigt sind»
5. Schachtofen nach einem der Ansprüche 1 bis 4» dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Stein mit seinem in Sichtung auf den Mantel über den Vorsprung hinausragenden Teil in eine
in der Kühlplatte vorgesehene Ausnehmung eingesetzt ist.
409839/0795
6. Schachtofen nach Anspruch 5, dadurch·gekennzeichnet,
daß die Ausnehmung in der gleichen Kühlplatte vorgesehen ist, welche den Torsprung aufweist, auf dem der
Stein ruht.
7. Schachtofen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorsprung an der Oberseite der Kühlplatte vorgesehen ist und daß die den Stein aufnehmende Ausnehmung
in Form einer ilut oder Aussparung an der Unterseite einer
in Aufwärtsrichtung angrenzenden Kühlplatte ausgebildet ist.
8. Schachtofen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge mit Hilfe eines
durch sie hindurchgeleiteten Kühlmittels kühlbar sind.
9. Sehachtofen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Steine-im wesentlichen aus Siliziumkarbid bestehen.
10. Schachtofen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwerpunkt des Steins lotrecht
oberhalb des Vorsprungs liegt.
11. Schachtofen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Stein ein zweiter Stein
aus dem gleichen Werkstoff ruht.
12. Plattenkühler zur Verwendung bei einem Schachtofen nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch einen Vorsprung an seiner im Betriebszustand innen liegenden Fläche zur Unterstützung der feuerfesten
Ausmauerung des Ofens und durch eine Ausnehmung in seiner Innenfläche, die so angeordnet ist, daß sie an den
nächst unteren Vorsprung einer Kühlplatte im Ofen angrenzt.
A09 839/0795
13. Plattenkühler nach. Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorsprung am oberen Ende der Kühlplatte angeordnet ist und daß' die Ausnehmung eine am unteren Ende der
Kühlplatte vorgesehene Nut "bzw* Aussparung ist, die an
den Vorsprung der nächst unteren Kühlplatte im Ofen angrenzt .
14. Plattenkühler nach Anspruch. 12 oder 13>
dadurch, gekennzeichnet, daß der Torsprung etwa 10 cm weit von der
Innenfläche der Kühlplatte absteht.
Innenfläche der Kühlplatte absteht.
15. Plattenkühler nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung mit Hilfe eines
durch ihn hindurchgeleiteten Kühlmittels kühlbar ist.
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Applications Claiming Priority (2)
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| NL7303769A NL7303769A (de) | 1973-03-19 | 1973-03-19 | |
| NL7303769 | 1973-03-19 |
Publications (3)
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|---|---|
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| DE2413172B2 DE2413172B2 (de) | 1975-11-27 |
| DE2413172C3 DE2413172C3 (de) | 1976-07-15 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19503912A1 (de) * | 1995-02-07 | 1996-08-08 | Gutehoffnungshuette Man | Kühlplatte für Schachtöfen |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE19503912A1 (de) * | 1995-02-07 | 1996-08-08 | Gutehoffnungshuette Man | Kühlplatte für Schachtöfen |
Also Published As
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| FR2222620A1 (de) | 1974-10-18 |
| JPS5222881B2 (de) | 1977-06-21 |
| GB1465400A (en) | 1977-02-23 |
| AT347980B (de) | 1979-01-25 |
| BE812498A (fr) | 1974-09-19 |
| JPS49126504A (de) | 1974-12-04 |
| SU513630A3 (ru) | 1976-05-05 |
| NL7303769A (de) | 1974-09-23 |
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| US3984089A (en) | 1976-10-05 |
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