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DE2410548A1 - Vorrichtung, insbesondere fuer jagdwaffen, zum verschiessen unterschiedlicher munition oder munition verschiedenen kalibers - Google Patents

Vorrichtung, insbesondere fuer jagdwaffen, zum verschiessen unterschiedlicher munition oder munition verschiedenen kalibers

Info

Publication number
DE2410548A1
DE2410548A1 DE2410548A DE2410548A DE2410548A1 DE 2410548 A1 DE2410548 A1 DE 2410548A1 DE 2410548 A DE2410548 A DE 2410548A DE 2410548 A DE2410548 A DE 2410548A DE 2410548 A1 DE2410548 A1 DE 2410548A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sleeve
weapon
cartridge
chamber
barrel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE2410548A
Other languages
English (en)
Inventor
Alwil Radau
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE2410548A priority Critical patent/DE2410548A1/de
Publication of DE2410548A1 publication Critical patent/DE2410548A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A21/00Barrels; Gun tubes; Muzzle attachments; Barrel mounting means
    • F41A21/10Insert barrels, i.e. barrels for firing reduced calibre ammunition and being mounted within the normal barrels

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

  • Vorrichtung, insbesondere für Jagdwaffeb zum Verschießen unterschiedlicher Munition oder Munition verschiedenen Kalibers.
  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, insbesondere für Jagdwaffen, zum Verschießen unterschiedlicher Munition und/ oder Munition verschiedenen Kalibers, bestehend aus einem Patronenlager und einem Laufteil, die in das Waffenlager bzw.
  • teilweise in den Waffenlauf einsteckbar und nach Einrichten der Seelenachse des Laufteils auf die vorhandene Zieleinrichtung der Waffe festlegbar sind.
  • Bei Jagdwaffen tritt das Problem auf, daß aufgrund gesetzlicher Bestimmungen bestimmtes Wild nur mit bestimmter Munition geschossen werden darf. Dies setzt voraus, daß sich der Jäger mehrere Waffen halten und diese unter Umständen auf der Jagd mit sich führen muß. Aus diesem Grund sind auch Waffen mit Mehrfachläufen im Handel, um beispielsweise auf Schalenwild oder Raubwild oder Flugwild schießen zu können. Beides ist naturgemäß außerordentlich kostenaufwendig und bei der Jagd auch äußerst hinderlich.
  • Aus diesem Grund sind bereits Vorrichtungen - sog. Einsteckläufe - bekannt, die beispielsweise in eine Schrotflinte eingesetzt werden, um mit der gleichen Flinte Kugeln oder Patronen verschießen zu können. Die bekannten Einsteckläufe sind jedoch wenig geeignet, das genannte Problem zufriedenstellend zu lösen. Sie weisen einen Lauf und ein Patronenlager auf, die einstückig aus einem Teil bestehen. Dieses Teil wird von hinten in die Waffe eingeschoben, so daß dessen Patronenlager im Waffenlager liegt und das Laufteil in einer gewissen Länge in den Waffenlauf hineinragt. Solche Einsteckläufe können naturgemäß nicht so gefertigt werden, daß sich dem Einsetzen gleich schußbereit sind, da die Seelenachse des Laufteils nicht genau auf die Zieleinrichtung der Waffe ausgerichtet ist.
  • Aus diesem Grund weisen die bekannten Einsteckläufe an der Außenseite des Patronenlagers mehrere Gleitstücke auf, die eine axiale und radiale Verstellung des Einstecklaufs ermöglichen. Zum Verspannen des Einstecklaufs in der Waffe dienen konische Gleitstücke. Diese Einsteckläufe lassen sich nur durch mechanisches Nachbearbeiten in ein Waffenlager einsetzen. Wird der Einstecklauf in einer anderen Waffe verwendet, muß zumeist wiederum nachbearbeitet werden. Diese Arbeiten kann in der Regel nur der Büchsenmacher vornehmen, so daß der Waffenbenutzer stets auf-den Büchsenmacher angewiesen ist. Die Zentrierung ist aufgrund der Beweglichkeit der Gleitstücke zumindest über längere Zeit nicht gewährleistet. Vielmehr ändert sich die Lage der Gleitstücke bereits nach wenigen Schüssen aufgrund der dabei auftretenden Erwärmung und statischen sowie dynamischen Beanspruchungen. Schließlich kann die Zentrierung des Einstecklaufs praktisch nur durch Verkanten des Patronenlagers innerhalb des Waffenlagers geschehen, was im Extremfall zur Folge hat, daß die Waffe selbst beschädigt werden kann. Schließlich kann dies dazu führen, daß die Waffe vor dem Schießen nicht einwandfrei geschlossen werden kann, wodurch unter Umständen die im Patronenlager steckende Patrone verkantet gezündet wird. Dies mag bei kleineren Patronen unbedenklich sein, kann jedoch bei größeren zu- Beschädigungen führen. Im übrigen sind die bekannten Einsteckläufe nicht nur aus diesem, sondern auch aus anderen Gründen auf das Verschießen kleinerer Kaliber beschränkt0 Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung des eingangs geschilderten Aufbaus so auszubilden, daß sie auch für Munition größeren Kalibers einsetzbar ist und insbesondere bei jeder Munition und jedem Kaliber ein treffsicheres Schießen ermöglicht, wobei die Justierung der Vorrichtung auf die vorhandene Zieleinrichtung der Waffe ohne besondere waffentechnische Kenntnisse möglich sein soll.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Patronenlager und das Laufteil der Vorrichtung getrennte Bauteile sinds von denen ersteres im Waffenlager zentriert ist, während letzteres mit seiner Seelenachse gegenüber der Achse des Patronenlagers verstellbar ist.
  • Durch die erfindungsgemäße Trennung von Laufteil und Patronenlager ist es möglich, dem Patronenlager ausschließlich die zentrierende Funktion zuzuordnen, während die Einjustierung der gesamten Vorrichtung ausschließlich durch Verstellen des Laufteils gegenüber dem Patronenlager erfolgt. Dadurch ist es weiterhin möglich, das Patronenlager annähernd beliebig zu variieren, um es an unterschiedlic Munition oder Munition verschiedenen Kalibers optimal anzupassen. Dabei tann die Verstellung des Laufteils mit vielen bekannten technischen Mitteln erfolgen, deren Bedienung keine besonderen Fachkenntnisse erfordert.
  • Erfindungsgemäß ist nun jedoch eine unterschiedliche Abmessungen des Waffenlagers und des Geschoßübergangs der Waffe ausgleichende, in die Waffe einschiebbare Hülse vorgesehen, mit der das innenseitig eingeschobene Patronenlager fest verbunden ist, während ihr gegenüber das Laufteil mit seiner Achse verstellbar ist.
  • Durch die Hülse werden die bei den bekannten Einsteckläufen notwendigen Anpassungen an die individuellen Eigenschaften der Waffe selbsttätig ausgeglichen, während die in der Hülse liegenden Bauteile, nämlich Pai:nnenlager und Laufteil hiervon völlig unbeeinflußt bleiben und ausschließlich dem waffen- und schießtechnischen Gesichtspunkten angepaßt sein können.
  • In bevorzugter Ausführungsform der Erfindung weist das Laufteil am rückwärtigen Ende einen Kugelkopf auf, deren einer entsprechenden Pfanne am vorderen Ende des Patronenlagers und in einer Gegenpfanne der Hülse geführt ist. Damit ist eine stufenlose, exakte Einrichtung des Laufteils auf die vorhandene Zieleinrichtung möglich.
  • Um das Laufteil gegenüber der Hülse und damit gegenüber der Waffe nach Einstellung zu fixieren, ist eine das Laufteil nach dem Einrichten der Seelenachse gegenüber der Hülse verspannende Einrichtung vorgesehen. Diese Spanneinrichtung kann beispielsweise aus einer auf dem vorderen Ende des Laufteils sitzenden Spannmutter bestehen, die kraftschlüssig an dem vorderen Ende der Hülse angreift. In bevorzugter Ausführungsform ist zu diesem Zweck die Hülse an ihrer vorderen Stirnseite kugelballig und zwischen ihr und der Spannmutter eine Visierhülse gleichachsig angeordnet, die an ihrer der Hülse zugekehrten Stirnseite entsprechend innenballig ausgebildet ist, wobei die Krümmungen konzentrisch zur Kugel am hinteren Ende des Laufteils sind.
  • Vor Einsetzen der Vorrichtung in die Waffe wird die Spannmutter festgezogen, so daß das Laufteil gegenüber der Hülse fest verspannt ist. Anschließend wird die Vorrichtung eingesetzt und nach einigen Probeschüssen ergibt sich die statistische Abweichung von der Zieleinrichtung der Waffe. Danach wird die Vorrichtung herausgenommen und mittels einiger Hammerschläge auf die Spannmutter quer zur Seelenachse des Laufteils in die gewünschte Richtung getrieben. Aufgrund der Kugelballigkeit der Visierhülse und der vorderen Stirnseite der Lagerhülse kann sich die Visierhülse gegenüber dieser auf der Kugel verschieben, wodurch zugleich das Laufteil mit seiner Seelenachse gegenüber der Achse des Patronenlagers bzw. der Seelenachse des Waffenlaufs verstellt wird. Spätestens nach zweimaligen Einjustieren ist die Vorrichtung auf die Zieleinrichtung der Waffe eingestellt.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Hülse in der Waffe in Axial- und Radialrichtung elastisch gelagert.
  • Aufgrund dieser Lagerung kann die Vorrichtung sowohl thermische Spannungen als auch dynamische Beanspruchungen, z.B. Schwingungen aufnehmen und auf die Waffe übertragen, ohne daß die Waffe selbst beschädigt wird, oder sich die Einstellung der Vorrichtung ändert.
  • Eine Ausführungsform sieht vor, daß auf die Außenseite der Hülse im Bereich des Waffenlagers und des Waffenlaufs Gummischnüre geringer Eigenelastizität aufgezogen sind. Diese erlauben sowohl ein gewisses Axial- als auch ein begrenztes Radialspiel, ohne daß das Spiel aber so groß wäre, daß die Vorrichtung nicht fest genug sitzt.
  • Um eine selbsttätige Anpassung an zwangsläufig vorhandene, wenn auch geringfügige Abweichungen bei den Innenabmessungen der Waffe auszugleichen, sitzt auf der Außenseite der Hülse im Bereich des Geschoßübergangs eine diesem angepaßte konische Gleithülse, die axial gegen Federkraft verschiebbar ist. Dabei kann diese Federkraft mit Vorzug dadurch erzeugt werden, daß die mit dem Waffenlager zusammenwirkenden Gummi schnüre und die Gleithülse hintereinander in einer Eindrehung auf der Außenseite der Hülse angeordnet sind. Beim Einschieben der Vorrichtung in die Waffe verschiebt sich die Gleithülse gegenüber der Hülse axial solange, bis sie satt im Geschoßübergang sitzt.
  • Gleichzeitig sorgen die zusammengepreßten Gummi schnüre für einen festen Sitz der Vorrichtung innerhalb des Waffenlaufs bzw. des Waffenlagers. Die Gleithülse kann dabei als Spreizhülse ausgebildet sein, um gegebenenfalls in radialer Richtung nachzugeben.
  • Mit Vorteil ist das Patronenlager in die Hülse einschraubbar und mittels eines überstehenden Flanschs am Waffenlagerrand zentriert. Der Waffenlagerrand läßt sich aufgrund seiner konischen Ausbildung sehr gut zur Zentrierung verwenden, weshalb der Flansch eine entsprechende konische Steigung besitzt.
  • Aufgrund des Flanschs ist der Patronenlagerrand praktisch bündig abgeschlossen. Aus diesem Grund kann der bei Jagdwaffen übliche Patronenauszieher nicht mehr am rückwärtigen Rand der Patrone angreifen. Es ist deshalb nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, daß der Flansch des Patronenlagers sektorförmig ausgeschnitten und in den Ausschnitt ein entsprechend geformter Patronenauszieher eingepaßt ist der in dem Patronenlager und/oder der Hülse gleitend geführt ist. Der Patronenauszieher der Waffe gift unter den Patronenauszieher der Vorrichtung, zieht diesen etwas heraus, so daß die Patronenhülse auf ihrem restlichen Umfang freikommt und entnommen werden kann. Dabei ist die Gleitbewegung des Patronenausziehers nach rückwärts durch einen inneren Anschlag begrenzt, um ein Herausfallen zu verhindern.
  • Schließlich kann eine in das Patronenlager einsetzbare Spreiz hülse vorgesehen sein, mittels der die gesamte Vorrichtung aus der Waffe herausgezogen werden kann. Praktische Versuche haben gezeigt, daß die zwischen der Spreizhülse und dem Patronenlager aufbringbaren Reibkräfte durchaus ausreichen, um die zwischen der Vorrichtung und der Waffe vorhandenen Spannkräfte zu überwinden.
  • Nachstehend ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben. Hierbei zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Vorrichtung, wobei der Waffenlauf nur teilweise wiedergegeben ist; Fig. 2 einen der Fig. 1 ähnlichen Schnitt des vorderen Teils der Vorrichtung in vergrößertem Maßstab; Fig. 3 und 4 eine Seiten- und Stirnansicht des Patronenlagers der Vorrichtung und Fig. 5, 6 eine Stirn- und Draufsicht auf den Patronenauszieher.
  • In Fig. 1 ist nur in der unteren Hälfte der Lauf 1 einer Waffe, z.B. einer Schrotflinte dargestellt. Ferner ist das Patronenlager 2 der Waffe sowie der dieses Waffenlager mit dem Lauf verbindende konische Geschoßübergang 3 erkennbar. Schließlich zeigt Fig. 1 noch den gleichfalls konischen Rand 4 des Waffenlagers 2. Auf die Wiedergabe weiterer Einzelteile der Waffe, z.B. einer Schrotflinte ist im Hinblick auf die Übersichtlichkeit der Darstellung verzichtet worden.
  • In die Waffe ist vom Patronenlager her die insgesamt mit 5 bezeichnete Vorrichtung einschiebbar, die im wesentlichen aus einer Einschubhülse 6, einem Patronenlager 7, einem Lauf 8 und einer Spanneinrichtung 9 besteht. Das Patronenlager 7 ist an seinem rückwärtigen Ende mit einem Bund 10 versehen, der eine dem Waffenlagerrand 4 angepaßte konische Zentrierfläche aufweist. An den Bund 10 anschließend weist das Patronenlager 7 ein Außengewinde 11 auf, mittels dessen es in das hintere Ende der Hülse 6 eingeschraubt ist. Als Verdrehsicherung kann hierbei eine quer verlaufende Schraube 12 dienen. Das Patronenlager 6 weist an seiner vorderen Stirnseite eine Kugelpfanne 13 auf, deren Mittelpunkt mit 14 angedeutet ist. Die Hülse 6 weist eine Bohrung 15 mit einem Absatz 16 auf, der gleichfalls als Kugelpfanne ausgeschliffen ist. Die hinter dem Absatz 16 verengte Bohrung 17 der Lagerhülse setzt sich bis zu deren vorderen Ende ohne weitere Durchmesserveränderung fort.
  • In der Hülse 6 ist das Laufteil 8 angeordnet, das an seinem hinteren Ende einen Kugelkopf 18 aufweist. Dieser Kugelkopf 18 ist zwischen der Kugelpfanne 13 des Patronenlagers 7 und dem kugelkalottenförmigen Absatz 16 geführt, wobei er durch Anziehen des Patronenlagers mittels des Gewindes 11 verspannt wird.
  • Das Laufteil 8 ist auf seiner Außenseite 19 nach vorne hin konisch abgedreht, so daß es in der Hülse 6 ein entsprechendes Spiel hat, insbesondere um das Kugelzentrum 14 verschwenkt werden kann, so daß die Seelenachse 20 des Laufteils aus einer mit der Achse 21 des Patronenlagers fluchtenden Stellung in eine abgewinkelte Stellung verschwenkt werden kann.
  • Während das Laufteil 8 durch die Kugelpfanne 13 im Patronenlager 7 und durch den kalottenförmigen Absatz 16 in der Hülse 6 seine hintere Führung und Verspannung erhält, wird es im Bereich seines vorderen Endes durch die Spanneinrichtung 9 fixiert. Zu diesem Zweck ist das Laufteil 8 an seinem vorderen, verdickten Ende mit einem Außengewinde 23 versehen, auf das eine Spannmutter 22 aufschraubbar ist. Die Spannmutter wirkt über eine Verdrehsicherung, z.B. einen Sprengring 24 auf eine Visierhülse 25 (sh. insbesondere Fig. 2). Die hintere Stirnseite 26 der Visierhülse ist zu einer Kugelkalotte ausgeschliffen, deren Mittelpunkt mit dem Kugelmittelpunkt 14 des Laufteils 8 übereinstimmt. In Fig. 2 ist zur besseren Verdeutlichung die Spannmutter in einer Lage dargestellt, in der sie noch nicht festgezogen ist. Ferner ist das vordere Ende der Hülse 6 und das vordere Ende des Laufteils 8 aufgeschnitten. Die Hülse 6 ist an ihrer vorderen Stirnseite 27 kugelförmig zugeschliffen, wobei auch deren Mittelpunkt mit dem Kugelmittelpunkt 14 des Laufteils 8 zusammenfällt. Durch Anziehen der Spannmutter 22 gelangen die Kugelkalotte 26 an der Visierhülse 25 und die Kugel 27 an der Hülse 6 in Reibverbindung, wobei ein sehr guter Kraftschluß gegeben ist. In dieser Lage ist das Laufteil 8 fixiert. Stimmt die fixierte Lage nicht mit der Zieleinrichtung der Waffe überein, so kann das Laufteil 8 leicht durch etwa radiale Schläge auf die Spanneinrichtung 9 um extrem geringe Winkel verschwenkt werden.
  • Die Hülse 6 ist auf ihrer Außenseite mit zwei Eindrehungen 28, 29 versehen (sh. Fig. 1), von denen erstere im Bereich des Patronenlagers 2 der Waffe liegt, während letztere im Bereich des Waffenlaufs 1 angeordnet ist. In diese Eindrehungen sind Gummischnüre 30 dicht gepackt angeordnet, wobei es sich um einzelne Ringe oder um eine Schnur mit endlicher Länge handeln kann. In der hinteren Eindrehung 28 ist eine Gleithülse 31 geführt, die auf ihrer Außenseite 32 konisch ausgebildet ist und sich dem Geschoßübergang 3 der Waffe anpaßt. Sie gleicht unterschiedliche Abmessungen und Toleranzen im Geschoaubergang aus, wobei sie sich gegebenenfalls gegen die Federkraft der Gummischnfire 30 nach hinten verschieben kann. Die Gleithülse I ist beim wiedergegebenen Ausführungsbeispiel als Spreizhülse ausgebildet, indem sie koaxial geschlitzt und an einem Stift 33, der in der Hülse 6 festsitzt, geführt ist. Sie kann also auch in geringem Maß auffedern, was einerseits die Montage erleichtert, andererseits unter Umständen auch ein radiales Anpressen an den Geschoßübergang 3 erlaubt.
  • In Fig. 1 ist erkennbar, daß die Aufzüge 34 unmittelbar am hinteren Ende des Laufteils 8 ansetzen. Mit dieser Vorrichtung kann also aus einer Schrotflinte Kugel- oder Patronenmunition verschossen werden, wobei durch entsprechende Ausbildung des Patronenlagers 7 der Vorrichtung auch Munition unterschiedlichen Kalibers eingesetzt werden kann.
  • Die Waffe ist mit einem nicht näher dargestellten Patronenauszieher versehen, der üblicherweise die im Bereich des Waffenlagerrandes 4 aufgelagerte Patrone mittels eines den Patronenrand untergreifenden Schwenkhebels herauszieht. Da bei dem eingesetzten Patronenlager 7 dieser Schwenkhebel nicht unter den Patronenrand greifen kann, ist erfindungsgemäß ein gesonderter Patronenauszieher vorgesehen, der mit Bezug auf die Fig. 3 bis 6 näher beschrieben wird. Der Bund 10 des Patronenlagers 7 ist, wie insbesondere aus Fig. 4 ersichtlich, in seinem unteren Bereich sektorförmig ausgeschnitten, wobei der Ausschnitt mit 35 bezeichnet ist. Von diesem Ausschnitt 35 ausgehend sind zwei koaxiale Löcher 36 in den Mantel des Patronenlagers 7 gebohrt. Ferner ist in unmittelbarer Nähe einer der beiden Führungsbohrungen ein Gewindesackloch 37 angeordnet. Der eigentliche Patronenauszieher (sh. Fig. 5 und 6) besteht aus einem teilkreisförmigen Teil 38, an dem zwei Führungsstängehen 39, 40 befestigt sind. Diese Führungsstängchen 39, 40 passen in die FUhrungsbohrungen 36 des Patronenlagers 7, so daß also das Teil 38 nach Einschieben der Stängchen in die Bohrungen den Sektor 35 genau ausfüllt, den Bund 10 also wieder zu einem vollständigen Bund ergänzt. Der Patronenauszieher der Waffe greift unter den unteren Scheitel des Teils 38, so daß bei Schwenken des Hebels des Patronenausziehers das Teil 38 aus den Bohrungen 36 herausgezogen wird.
  • Um diese Bewegungsmöglichkeit zu begrenzen, insbesondere ein Herausfallen des Teils 38 zu verhindern, weist die eine Führungsstange 40 auf dem größten Teil ihrer Länge eine Ausnehmung 41 somit also einen verminderten Durchmesser auf.
  • Das Ende 42 des Führungsstängchens 40, das den Führungsdurchmesser der Bohrung 36 besitzt, dient als Anschlag. Als Gegenanschlag wirkt eine in das Innengewinde 37 des Patronenlagers 7 eingesetzte Schraube 43, die mit ihrem Kopf in die Bewegungsbahn des Führungsstängchens 40 eingreift, so daß der Anschlag 42 gegen die Unterseite des Kopfs beim Ausziehen anläuft.

Claims (15)

  1. Patentansprüche
    9 Vorrichtung, insbesondere für Jagdwaffen, zum Verschießen unterschiedlicher Munition und/oder Munition verschiedenen Kalibers, bestehend aus einem Patronenlager und einem Laufteil, die in das Patronenlager bzw. teilweise in den Lauf der Waffe einsteckbar und nach Einrichten der Seelenachse des Laufteils auf die vorhandene Zieleinrichtung der Waffe festlegbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Patronenlager (7) und das Laufteil (8) getrennte Bauteile sind, von denen ersteres im Waffenlager (6) zentriert ist, während letzteres mit seiner Seelenachse (20) gegenüber der Achse (21) des Patronenlagers verstellbar ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine unterschiedliche Abmessungen und Toleranzen des Waffenlagers (2) und des Geschoßübergangs (3) der Waffe ausgleichende, in die Waffe einschiebbare Hülse (6), mit der das innenseitig eingeschobene Patronenlager (7) fest verbunden ist, während ihr gegenüber das Laufteil (8) mit seiner Seelenachse (20) verstellbar ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Laufteil (8) am rückwärtigen Ende einen Kugelkopf (18) aufweist, der in einer entsprechenden Pfanne (13) am vorderen Ende des Patronenlagers (7) und in einer Gegenpfanne (16) der Hülse (6) geführt ist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine das Laufteil (8) nach dem Einrichten der Seelenachse (20) gegenüber der Hülse (6) verspannende Einrichtung (9).
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Spanneinrichtung (9) aus einer auf dem vorderen Ende des Laufteils (8) sitzenden Spannmutter (22) besteht, die kraftschlüssig an dem vorderen Ende der Hülse (8) angreift.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (8) an ihrer vorderen Stirnseite (27) kugelballig ist und zwischen ihr und der Spannmutter (22) eine Visierhülse (25) gleichachsig angeordnet ist, die an ihrer der Hülse zugekehrten Stirnseite (26) entsprechend innenballig ausgebildet ist, wobei die Krümmungen konzentrisch zur Kugel (18) am hinteren Ende des Laufteils (8) sind.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (6) in der Waffe in Axial-und gegebenenfalls Radialrichtung elastisch gelagert ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Außenseite der Hülse (6) im Bereich des Waffenlagers (2) und des Waffenlaufs (1) Gummischnüre (30) geringer Eigenelastizität aufgezogen sind.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Außenseite der Hülse (6) im Bereich des Geschoßübergangs (3) der Waffe eine diesem angepaßte konische Gleithülse (31) sitzt, die axial gegen Federkraft (30) verschiebbar ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Waffenlager (2) zusammenwirkenden Gummischnüre (30) und die Gleithülse (31) hintereinander in einer Eindrehung (28) auf der Außenseite der Hülse (6) angeordnet sind.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleithülse (31) als Spreizhülse ausgebildet ist0
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11 dadurch gekennzeichnet, daß das Patronenlager (7) in die Hülse (6) einschraubbar und mittels eines überstehenden Bundes (10) am Waffenlagerrand (4) zentriert ist.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Bund Y10) des Patronen,lagers (7) sektorförmig ausgeschnitten und in den Ausschnitt (35) ein entsprechend geformter Patronenauszieher (38 bis 42) eingepaßt ist, der in dem Patronenlager und/oder der Hülse (6) gleitend geführt ist.
  14. 14o Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitbewegung des Patronenausziehers (38 bis 42) nach rückwärts durch einen inneren Anschlag 42 begrenzt ist.
  15. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, gekennzeichnet durch eine in das Patronenlager (7) einsetzbare Spreizhülseaim Ausziehen der gesamten Vorrichtung (5) aus der Waffe.
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