DE2410090C2 - Schalteinrichtung für den Heißstart von Brennkraftmaschinen mit elektronisch gesteuerter Kraftstoffeinspritzung - Google Patents
Schalteinrichtung für den Heißstart von Brennkraftmaschinen mit elektronisch gesteuerter KraftstoffeinspritzungInfo
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Description
brennung benötigte Luft in bekannter Weise über ein Ansaugrohr angesaugt, in welchem eine Drosselklappe
angeordnet ist, die mit Hilfe eines Gaspedals verstellbar ist Weiterhin ist im Ansaugrohr zwischen einem Luftfilter
und der Drosselklappe ein Luftmengenmesser angeordnet, der als Stauscheibe ausgebildet ist und einen
elektrischen Ausgang aufweist Jeden« Zylinder der Brennkraftmaschine ist ein Einspritzventil zugeordnet
das unmittelbar vor dem Einlaßventil Kraftstoff in das Ansaugrohr einspritzt Die Betätigung der Ein.spritzven- ι ο
tile, d.h. die Festlegung der öffnungsdauer der Einspritzventile
geschieht mit einer im folgenden beschriebenen Schaltstufe.
Die Schaltstufe weist eine monostabile Hauptkippstufe 1 auf, die von einem Impulsgeber 2 angesteuert wird.
Der Impulsgeber 2 ist dabei als von einem Nocken betätigter Schalter ausgebildet Der Impulsgeber 2 wird synchron
zur Kurbelwellendrehzahl so oft geschlossen, daß jedem Einspritzventil bei jeder zweiten Kurbelwellenumdrehung
ein Einspritzimpuls zugeführt wird. Über einen Korrektureingang B wird die Impulsdauer der
monostabilen Hauptkippstufe 1 dabei in Abhängigkeit von der gemessenen Luftmenge verändert, so daß bei
großer Luftmenge auch mehr Kraftstoff eingespritzt wird.
An den Ausgang der monostabilen Kippstufe 1 ist eine Impulsverlängerungsstufe angeschlossen, die einen
Speicherkondensator 3 enthält Der Speicherkondensator 3 ist mit einer seiner Elektroden an den Kollektor
eines Transistors 4 angeschlossen, dessen Emitter über einen Widerstand 5 mit einer Plusleitung 6 und dessen
Basis mit dem Ausgang der monostabilen Kippstufe 1 verbunden ist Die Basis des Transistors 4 ist weiterhin
über einen Widerstand 7 mit einer gemeinsamen Masseleitung 8 verbunden.
Der zweite Anschluß des Speicherkondensators 3 ist mit dem Kollektor eines Entladetransistors 9 verbunden.
Der Entladetransistor 9 liegt mit seiner Basis am Abgriff eines aus einem Widerstand 10, einem Widerstand
80 und einem veränderlichen Widerstand 11 bestehenden Spannungsteilers. Der Emitter des Entladetransistors
9 ist dabei über einen Widerstand 12 mit der Plusleitung 6 verbunden. Weiterhin liegt zwischen dem
Kollektor des Entladetransistors 9 und der Basis eines Umkehrtransistors 13 eine Diode 14, die so gepolt ist,
daß sie den Kollektorstrom des Entladetransistors 9 durchläßt Die Basis des Umkehrtransistors 13 ist über
einen Widerstand 19 mit der Masseleitung 8 verbunden. Zwischen dem Kollektor des Umkehrtransistors 13 und
der Plusleitung 6 liegt ein Kollektorwiderstand 15.
Der Ausgang der monostabilen Hauptkippstufe 1 und der Kollektor des Umkehrtransistors 13 sind mit zwei
Eingängen eines ODER-Gatters 16 verbunden, das einem Schaltverstärker 17 vorgeschaltet ist. Der Schaltverstärker
17 steuert eine Magnetwicklung 18 an, die zur Betätigung des Einspriizventiles dient.
Die Funktionsweise der Schaltstufe wird kurz beschrieben. Die Dauer der Ausgangsimpulse der monostabilen
Hauptkippstufe 1 ist, wie schon oben erwähnt, abhängig von der Luftmenge, sie kann aber auch abhängig
von anderen Betriebsparametern der Brennkraftmaschine, beispielsweise abhängig vom Saugrohrunterdruck
sein. Der Ausgangsimpuls der monostabilen Hauptkippstufe 1 wird über das ODER-Gatter 16 direkt
dem Schaltverstärker 17 zugeführt. An diesen Ausgangsimpuls schließen sich ein Verlängerungsimpuls an,
der in der Impulsverlängerungsstufe mit den Transistoren 4 und 9 gebildet wird. Die Dauer des Verlängerungsimpulses ist proportional zur Dauer des Ausgangsimpulses
der monostabilen Hauptkippstufe 1. Weiterhin wird die Dauer des Verlängerungsimpulses durch den
veränderlichen Widerstand 11, der beispielsweise als NTC-Widerstand ausgebildet sein kann und beeinflußt
wobei dieser Widerstand 11 zur Messung der Motortemperatur dient Dadurch kann eine zusätzliche Kraftstoffmehrmenge
während der Kaltstart- und Anwärmphase der Brennkraftmaschine zugegeben werden. Eine
Änderung des Widerstandswertes des Widerstandes 11 beeinflußt den Entladestrom des Kondensators 3 und
damit den Zeitpunkt zu dem nach einer anfänglichen Sperrung der Umkehrtransistor 13 wieder leitend wird.
An den Basiselektroden der beiden Transistoren 4 und 9 lassen sich noch weitere Korrekturspannungen
zuführen. Der Umkehrtransistor 9 ist im stationären Zustand leitend. Der Transistor 13 kann gesperrt werden,
wenn vom Kondensator 3 ein negativer Impuls übertragen wird. Das Nutzsignal am Kollektor des Transistors
13 ist daher ebenso wie das Ausgangssignal der monostabilen Hauptkippstufe 1 ein L-Signal, d. h„ es entspricht
dem Potential der Plusleitung 6. Das ODER-Gatter 16 gibt an seinem Ausgang ein L-Signal ab, wenn
an einem seiner Eingänge ein L-Signal anliegt Daher wird der Ausgangsimpuls der Impulsverlängerungsstufe
zeitlich an den Ausgangsimpuls der monostabilen Hauptkippstufe 1 angefügt.
Die Pluszuleitung 6 ist über einen Zündschalter 20 mit dem Pluspol einer Batterie 21 verbunden. Der Minuspol
der Batterie 21 ist mit Masse verbunden. An den Pluspol der Batterie ist weiterhin ein Startschalter 22 angeschlossen,
der in geschlossenem Zustand einen Andrehmotor 23 für die Brennkraftmaschine mit dem Pluspol
der Batterie 21 verbindet.
Im Kühlwasser der Brennkraftmaschine oder aber an einer anderen geeigneten Stelle ist ein temperaturabhängiger
Schalter 24 vorgesehen, der beispielsweise häufig dazu Verwendung findet, bei einer extrem heißen
Brennkraftmaschine einen zusätzlichen Lüftermotor 25 einzuschalten. Dazu ist der temperaturabhängige Schalter
24 einerseits mit der Masseleitung 8 verbunden und andererseits an die Wicklung 26 eines Relais angeschlossen,
das einen Kontakt 27 aufweist, über welchen der Gebläsemotor 25 eingeschaltet werden kann. Der
Temperaturabhängige Schalter 24 wird hier gleichzeitig dazu ausgenützt, den Heißstart-Fall der Brennkraftmaschine
zu kennzeichnen, d. h., wenn der temperaturabhängige Schalter 24 geschlossen ist, liegen Heißstart-Bedingungen
vor, ist der temperaturabhängige Schalter 24 dagegen geöffnet, liegen die Temperaturen der
Brennkraftmaschine niedriger.
Wird der Andrehmotor bei geschlossenem temperaturabhängigem Schalter 24 länger als ein bestimmtes
Zeitintervall betätigt, so soll nach Ablauf dieses Zeitintervalls für eine bestimmte Zeit eine Verlängerung des
Einspritzvorganges erfolgen. Zu diesem Zweck ist in Serie zu dem temperaturabhängigen NTC-Widerstand
11 ein Schalter, hier ein Schalttransistor 28 angeordnet,
der im Falle des Heißstarts während einer bestimmten Zeitdauer gesperrt ist, und im Normalbetrieb immer
leitend sein muß. Bei gesperrtem Schalttransistor 28 wird der oben beschriebenen Schaltstufe eine sehr tiefe
Motortemperatur vorgetäuscht, wodurch eine starke Verlängerung der Einspritzimpulse erfolgt.
Die Schalteinrichtung, mit der die Betätigung des Schalttransistors 28 erfolgt, soll im folgenden erläutert
werden. Die Steuerelektrode eines ersten Schalttransistors 29 ist über einen Basisspannungsteiler 30, 31, mit
dem Startschalter 22 verbunden. Parallel zur Basis-Emitter-Strecke
des ersten Schalttransistors 29 sind eine Diode 32 und ein Kondensator 33 geschaltet. Der
Kollektor des ersten Schalttransistors 29 ist über einen Widerstand 34 mit einer gemeinsamen Versorgungsleitung
35 verbunden, die die Schalteinrichtung mit einer durch eine Zenerdiode 36 stabilisierten Spannung versorgt.
Die Zenerdiode 36 ist dabei einerseits an die Masseleitung 8 angeschlossen und andererseits über einen
Widerstand 37 und eine Diode 38 mit der Pluszuleitung 6 verbunden. An den Verbindungspunkt des Widerstandes
34 und des Kollektors des Transistors 29 ist eine erste Elektrode eines Kondensators 39 angeschlossen.
Die zweite Elektrode des Kondensators 39 ist mit dem Kollektor eines Transistors 40 verbunden, der zusammen
mit einem Transistor 41 zu einer ersten monostabilen Kippstufe 42 gehört An den Kollektor des Transistors
40 ist ein Kondensator 43 angeschlossen, der zu der Basis des Transistors 41 führt Außerdem ist mit dem
Kollektor des Transistors 40 eine Diode 44 verbunden, welche in Reihe zu einem Widerstand 45 geschaltet ist
der an die gemeinsame Versorgungsleitung 35 angelegt ist Die Basis des Transistors 41 ist über Widerstände 46
und 47 an die gemeinsame Versorgungsleitung 35 angeschlossen und die Basis des Transistors 40 hat mit einem
Widerstand 48 Verbindung, welcher einerseits mit dem Kollektor des Transistors 41 und andererseits mit einem
Widerstand 49 verbunden ist. Der Widerstand 49 ist an die gemeinsame Versorgungsleitung 35 angeschlossen.
Zwischen die beiden Basen der Transistoren 40 und 41 ist ein Kondensator 50 geschaltet.
An dem Ausgang der ersten monostabilen Kippstufe 42, d. h, an dem Kollektor des Transistors 41 ist ein
Kondensator 51 angeschlossen, der mit einem Widerstand 52, einem Widerstand 53 und der Kathode einer
Diode 54 Verbindung hat Der Widerstand 53, der Widerstand 52 und die Diode 54 bilden ein UND-Glied.
Von der Anode der Diode 54 führt eine Verbindungsleitung zu einem Triggereingang einer zweiten monostabilen
Kippstufe 55. Diese zweite monostabile Kippstufe weist einen Transistor 56 und einen Transistor 57
auf. Die Emitter der Transistoren 56 und 57 sind mit der Masseleitung 8 verbunden. Der Kollektor des Transistors
56 ist über eine Diode 58 und einen Widerstand 59 mit der gemeinsamen Versorgungsleitung 35 verbunden.
Von dem Kollektor des Transistors 56 führt über eine Diode 60 eine Leitung zu einer Diode 61, die mit
ihrer Kathode an die Steuerelektrode des Schalttransistors 28 angeschlossen ist An die Anode der Diode 61
ist ein Widerstand 62 angeschlossen, der mit der Pluszuleitung 6 Verbindung hat Die zweite monostabile Kippstufe
55 weist einen Kondensator 63 auf, der einerseits mit der Anode der Diode 58 und andererseits mit Widerständen
64 und 65 Verbindung hat Der Widerstand 65 ist mit der gemeinsamen Versorgungsleitung 35 verbunden.
Außerdem ist der Kondensator 63 über eine Diode 66 mit der Basis des Transistors 57 verbunden.
Von der Basis des Transistors 56 führt über einen Widerstand 67 eine Verbindungsleitung zum Kollektor des
Transistors 57, an den ein Arbeitswiderstand 68 angeschlossen ist Die Basis des Transistors 57 ist an einen
Basisspannungsteiler aus Widerständen 69 und 70 sowie einem Kondensator 71 angeschlossen. Zwischen die Basen
der Transistoren 56 und 57 ist ein Kondensator 72 geschaltet Mit der Basis des Transistors 57 ist eine Diode
73 verbunden, die über einen Widerstand 74 mit dem temperaturabhängigen Schalter Verbindung hat
Von der Anode der Diode 73 zur Masseleitung 8 ist ein Kondensator 75 geschaltet. Parallel zu der Zenerdiode
36 ist ein Glättungskondensator 76 geschaltet Dem Schalttransistor 28 ist parallel zur Basis-Emitter-Strecke
ein Widerstand 77 zugeschaltet.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Schaltanordnung ist folgende. Wenn der Zündschalter 20 geschlossen wird, wird die Schaltanordnung an die als Betriebsspannungsquelle dienende Batterie 21 angelegt. Die erste monostabile Kippstufe und die zweite monostabile
Die Wirkungsweise der beschriebenen Schaltanordnung ist folgende. Wenn der Zündschalter 20 geschlossen wird, wird die Schaltanordnung an die als Betriebsspannungsquelle dienende Batterie 21 angelegt. Die erste monostabile Kippstufe und die zweite monostabile
ίο Kippstufe kippen sofort in ihre stabile Lage, wobei der
Transistor 41 über den Widerstand 34, den Kondensator 39 und den Kondensator 43 in den leitenden Zustand
gebracht wird. Der Transistor 57 wird über den Widerstand 70 und den Kondensator 71 in den leitenden Zustand
gesteuert Wird der Startschalter 21 betätigt, und damit der Andrehmotor 23 in Umdrehung versetzt, so
wird der erste Schalttransistor 29 in den leitenden Zustand umgeschaltet und löst über den negativen Spannungsvorgang
an seinem Kollektor die erste monostabi-Ie Kippstufe aus. Diese schaltet in ihren instabilen
Schaltzustand um, wobei der Transistor 41 gesperrt wird und der Transistor 40 leitet. Über den Widerstand
47 und den Widerstand 46 lädt sich der Kondensator 43 um, bis die monostabile Kippstufe 42 wieder in ihre
stabile Schaltlage zurückkippt. Wenn zu diesem Zeitpunkt der Anlaßvorgang noch nicht abgeschlossen ist,
d. h. der Startschalter 22 noch geschlossen ist, ist der Transistor 29 immer noch leitend. Dadurch gelangt ein
negativer Spannungssprung, der beim Umschalten des Transistors 41 vom nicht leitenden in den leitenden Zustand
auftritt über dem Kondensator 51 und die Diode 54 auf die Basis des Transistors 57 von der zweiten
monostabilen Kippstufe 55. Diese zweite monostabile Kippstufe 55 kippt dadurch in ihren instabilen Schaltzustand
wobei der Transistor 56 leitend ist und der Transistor 57 gesperrt ist. Wenn der Transistor 56 leitend ist,
ist auch die Diode 60 leitend und auf die Basis des Schalttransistors 28 gelangt ein negatives Signal, das
diesen Schalttransistor sperrt Bei gesperrtem Schalttransistor 28 wird aber dem Entladetransistor 9 und der
dazugehörigen Schaltstufe eine sehr tiefe Motortemperatur vorgetäuscht, wodurch eine starke Verlängerung
der normalen Einspritzimpulse erfolgt Kippt die zweite monostabile Kippstufe 55 wieder in ihre stabile Schaltlage
zurück, dann wird der Schaittransistor 28 sofort wieder leitend und der Verlängerungsimpuls, der durch
die Schaltstufe mit dem Entladetransistor 9 hervorgerufen wird, ist beendet Damit der beschriebene Vorgang
nur bei Heißstartbedingungen ablaufen kann, muß dafür gesorgt sein, daß der Schalttransistor nur im Heißstart-Fall
gesperrt werden kann. Dies kann dadurch bewirkt werden, daß die zweite monostabile Kippstufe 55 nur
dann in den instabilen Schaltzustand umgeschaltet werden kann, wenn der temperaturabhängige Schalter 24
geschlossen ist d· h, wenn die Brennkraftmaschine und
damit die Einspritzventile sehr heiß sind In diesem Fall sperrt nämlich die Diode 73, da an ihrer Anode ein
negatives Potential auftritt so daß kein Einfluß auf die Umschaltung der monostabilen Kippstufe 55 genommen
werden kann. Ist dagegen der temperaturabhängige Schalter 24 geöffnet, d. h, wenn kein Heißstart-Fall
vorliegt, dann liegt über die Wicklung 26 positives Potential
an der Basis des Transistors 57, so daß dieser Transistor 57 leitend gehalten wird, und nicht in seine
es instabile Schaltlage umgeschaltet werden kann.
Die zweite monostabile Kippstufe 55 soll überhaupt nur dann ausgelöst werden, wenn beim Zurückschalten
der ersten monostabilen Kippstufe 52 von ihrem instabi-
len Zustand in ihre stabile Schaltlage der Startschalter
22 noch betätigt ist, d. h., wenn der Anlaßvorgang noch nicht abgeschlossen ist. Ist dagegen zum Zeitpunkt des
Zurückschaltens der ersten monostabilen Kippstufe von dem instabilen Schaltzustand in die stabile Schaltlage
der Startschalter 22 bereits wieder geöffnet, d. h, der Anlaßvorgang abgeschlossen, dann sperrt der Transistor
29 und über den Widerstand 34 und über den Widerstand 53 sowie über den Widerstand 52 liegt der
Kondensator 51 auf Pluspotential. Deshalb ist der nega- to tive Spannungssprung am Kollektor des Transistors 41
bei dessen Umschalten von dem nicht leitenden Zustand in den leitenden Schaltzustand wirkungslos, d. h., der
negative Spannungssprung reicht nicht aus um über die Diode 54 einen negativen Triggerimpuls auf die zweite
monostabile Kippstufe 55 zu geben.
Es ist mit der beschriebenen Schaltung also sichergestellt, daß im Heißstart-Fall durch Reihenschaltung des
Schalttransistors 28 und des NTC-Widerstandes 11 eine
sehr niedrige Motortemperatur vorgetäuscht wird, so daß ein langer Verlängerungsimpuls eine zusätzliche
Kraftstoffmehrmenge für den Heißstart-Fall bringt.
Zu den Funktionen von einzelnen Bauelementen in der Schalteinrichtung ist noch folgendes zu sagen. Der
Kondensator 33 dient in an sich bekannter Weise zur Unterdrückung von Störspannungen und die Diode 32
soll Spannungspitzen, die beim Abschalten des Andrehmotors 23 auftreten, von der Basis des Transistors 29
fernhalten. Die Diode 60 dient zur Entkopplung des Schalttransistors 28 von der monostabilen Kippstufe 55
und die Diode 58 hat den Zweck, beim Sperren des Transistors 56 schlagartig ein Pluspotential am Kollektor
dieses Transistors zu erzwingen, damit nicht das Pluspotential mit der Zeitkonstante aus den Widerständen
59 und dem Kondensator 63 gegen Plus geht. Außerdem ergibt sich durch diese Maßnahme eine steile
Einschaltflanke für den Schalttransistor 28. Schließlich wird durch die Diode 58 auch noch verhindert, daß sich
der Kondensator 63 auf eine höhere Spannung als die Zenerspannung der Diode 36 auflädt, falls an der Anode
der Diode 61 eine positivere Spannung als die Zenerspannung der Zenerdiode 36 auftritt Die Diode 73 und
der Kondensator 75 dienen in bekannter Weise der Entstörung und die Diode 61 kompensiert die Durchlaßspannung
der Diode 60, damit der Schalttransistor 28 beim Durchschalten des Transistors 56 sicher gesperrt
werden kann. Die Diode 38 in der Pluszuleitung 6 dient schließlich dem Verpolungsschutz und soll die Schalteinrichtung
bei versehentlichem falschen Anschließen vor Zerstörung oder Beschädigung schützen. Außerdem
soll sie kurzzeitige Spannungseinbrüche von der Schaltung fernhalten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
55
60
65
Claims (7)
1. Schalteinrichtung für den Heißstart von Brenn- gang der zweiten monostabilen Kippstufe (55) der
kraftmaschinen mit elektronisch gesteuerter Kraft- 5 Schalter (28) in Wirkverbindung steht
Stoffeinspritzung und einem die Temperatur der 9. Schalteinrichtung nach Anspruch 8, dadurch ge-Brennkraftmaschine erfassenden NTC-Geber zur kennzeichnet daß der Schalter (28) als zweiter temperaturabhängigen Zumessung einer Kraftstoff- Schalttransistor ausgebildet ist dessen Steuerelekmehrmenge beim Kaltstart und während der Warm- trode mit dem Ausgang der zweiten monostabilen laufphase der Brennkraftmaschine, mittels der beim io Kippstufe (55) insbesondere über zwei Dioden (60, Heißstart der Maschine eine Kraftstoffmenge der 61) verbunden ist
Stoffeinspritzung und einem die Temperatur der 9. Schalteinrichtung nach Anspruch 8, dadurch ge-Brennkraftmaschine erfassenden NTC-Geber zur kennzeichnet daß der Schalter (28) als zweiter temperaturabhängigen Zumessung einer Kraftstoff- Schalttransistor ausgebildet ist dessen Steuerelekmehrmenge beim Kaltstart und während der Warm- trode mit dem Ausgang der zweiten monostabilen laufphase der Brennkraftmaschine, mittels der beim io Kippstufe (55) insbesondere über zwei Dioden (60, Heißstart der Maschine eine Kraftstoffmenge der 61) verbunden ist
Maschine zuführbar ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Schalter (28) vorgesehen ist,
der dem die Temperatur der Brennkraftmaschine
erfassenden Geber (11) der Maschine zugeordnet ist is
und der beim Heißstart bei einem innerhalb eines Die Erfindung geht aus von einer Schalteinrichtung
vorgegebenen Zeitintervalls nicht erfolgenden An- für den Heißstart voc Brennkraftmaschinen nach der
lauf der Brennkraftmaschine eine zusätzliche Zuga- Gattung des Hauptanspruchs. Bekannt ist aus der Mo-
be von Kraftstoff auslöst tor Technischen Zeitschrift, MTZ 28 (1967), 11, ab Sei-
2. Schalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge- 20 te 475 ff »Eine elektronisch gesteuerte Kraftstoffeinkennzeichnet
daß der Schalter (28) mit dem Geber spritzung für Ottomotoren«. Auf Seite 481 heißt es im
(11) der Maschine in Reihe geschaltet ist und daß der zweitletzten Absatz, daß durch Erhöhen des Kraftstoff-Schalter
im geschlossenen Zustand eine niedrige drucks während des Startens der Heißstart bei allen
Motortemperatur vortäuscht und dadurch die zu- vorkommenden Außentemperaturen sicher beherrscht
sätzliche Kraftstoffzugabe auslöst 25 werden kann. Bekannt ist somit, während des Heißstar-
3. Schalteinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, da- tes einer Brennkraftmaschine den Kraftstoffdruck zu
durch gekennzeichnet, daß ein temperaturabhängi- erhöhen, um die aufgrund der hohen Temperaturen entger
Schalter (24) zur Abgabe eines den Heißstart der standeneir Dampfblasen möglichst rasch zu beseitigen.
Brennkraftmaschine kennzeichnenden elektrischen Diese Dampfblasen haben nämlich die unangenehme
Signales vorgesehen ist 30 Eigenschaft, die Zumessung an Kraftstoff zu verfälschen
4. Schalteinrichtung nach Anspruch 3, dadurch ge- mit der Folge, daß zu kleine Kraftstoffmengen der
kennzeichnet, daß eine erste monostabile Kippstufe Brennkraftmaschine zugeführt werden und deshalb kein
(42) vorgesehen ist, die bei Betätigung eines Start- zündfähiges Kraftstoff-Luft-Gemisch entsteht,
schalters (22) der Brennkraftmaschine in ihren insta- Die DE-AS 15 26 506 offenbart in Spalte 11, ab der bilen Schaltzustand umschaltbar ist, und daß beim 35 Zeile 30, eine »Korrektur beim Anlassen« und zwar un-Zurückschalten der ersten monostabilen Kippstufe abhängig von der Temperatur der Brennkraftmaschine. (42) vom instabilen Schaltzustand in die stabile Dadurch erhält man nach den Worten in dieser DE-AS Schaltlage bei gleichzeitig noch geschlossenem 15 26 506 beim Anlassen ein sehr fettes Gemisch, wo-Startschalter (22) eine zweite monostabile Kippstufe durch die Brennkraftmaschine leicht startet. Befolgt der (55) in ihren instabilen Schaltzustand umschaltbar 40 Fachmann die dort angegebene Lehre einer Kraftstoffist, die bei einem Heißstart-Signal des temperaturab- anreicherung beim Anlassen, so wird er entsprechend hängigen Schalters (24) für die Dauer ihres instabilen dem Text diese Anreicherung »unabhängig von der Schaltzustandes den Schalter (28) für die zusätzliche Temperatur der Brennkraftmaschine« vornehmen und Kraftstoffzugabe betätigt. somit keine spezielle Heißstartanreicherung vorsehen.
schalters (22) der Brennkraftmaschine in ihren insta- Die DE-AS 15 26 506 offenbart in Spalte 11, ab der bilen Schaltzustand umschaltbar ist, und daß beim 35 Zeile 30, eine »Korrektur beim Anlassen« und zwar un-Zurückschalten der ersten monostabilen Kippstufe abhängig von der Temperatur der Brennkraftmaschine. (42) vom instabilen Schaltzustand in die stabile Dadurch erhält man nach den Worten in dieser DE-AS Schaltlage bei gleichzeitig noch geschlossenem 15 26 506 beim Anlassen ein sehr fettes Gemisch, wo-Startschalter (22) eine zweite monostabile Kippstufe durch die Brennkraftmaschine leicht startet. Befolgt der (55) in ihren instabilen Schaltzustand umschaltbar 40 Fachmann die dort angegebene Lehre einer Kraftstoffist, die bei einem Heißstart-Signal des temperaturab- anreicherung beim Anlassen, so wird er entsprechend hängigen Schalters (24) für die Dauer ihres instabilen dem Text diese Anreicherung »unabhängig von der Schaltzustandes den Schalter (28) für die zusätzliche Temperatur der Brennkraftmaschine« vornehmen und Kraftstoffzugabe betätigt. somit keine spezielle Heißstartanreicherung vorsehen.
5. Schalteinrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge- 45 Aufgabe der Erfindung ist es, ein sicheres Anlaufen
kennzeichnet, daß die beiden monostabilen Kippstu- der Brennkraftmaschine unter Heißstartbedingungen
fen (42 und 55) beim Einschalten der Versorgungs- zu ermöglichen und hierbei auf das Verhalten der
spannung durch ÄC-Glieder (34, 39 bzw. 70, 71) in Brennkraftmaschine zu reagieren, d. h, auf das Verhalihre
stabile Lage gesetzt werden. ten der Brennkraftmaschine abgestimmte Maßnahmen
6. Schalteinrichtung nach einem der Ansprüche 4 50 zu treffen.
oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein erster Gelöst wird diese Aufgabe durch die im kennzeich-
Schalttransistor (29) vorgesehen ist der durch Beta- nenden Teil des Hauptanspruchs angegebenen Merktigung
des Startschalters (22) umschaltbar ist und die male.
Umschaltung der ersten monostabilen Kippstufe Vorteilhaft an dieser Lösung ist die flexible Reaktion
(42) in ihren instabilen Schaltzustand auslöst und daß 55 auf das Verhalten der Brennkraftmaschine und die zuder
Ausgang des Schalttransistors (29) und ein Aus- sätzliche Zugabe von Kraftstoff bewirkt einerseits ein
gang der ersten monostabilen Kippstufe (42) mit ei- zündfähiges Kraftstoff-Luft-Gemisch und andererseits
nem ein UND-Glied bildenden Widerstands-Di- werden die Einspritzventile durch die vergrößerte
oden-Netzwerk (34, 32, 53, 560, 54) verbunden ist, Kraftstoff-Durchflußmenge gekühlt,
das die Umschaltung der zweiten monostabilen 60 Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmä-Kippstufe (55) in den instabilen Schaltzustand aus- ßige Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich in löst. Verbindung mit den Unteransprüchen aus der nachfol-
das die Umschaltung der zweiten monostabilen 60 Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmä-Kippstufe (55) in den instabilen Schaltzustand aus- ßige Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich in löst. Verbindung mit den Unteransprüchen aus der nachfol-
7. Schalteinrichtung nach einem der Ansprüche 4 genden Beschreibung eines Ausführungsbeispiele!» und
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der temperatur- aus der Zeichnung, die in teilweise schematischer Darabhängige
Schalter (24) mit der zweiten monostabi- 65 stellung eine Schaltungsanordnung zur Kraftstoffzulen
Kippstufe (55) in Wirkverbindung steht und in messung unter allen Betriebsbedingungen der Birennseinem
einen Schaltzustand ein Umschalten der kraftmaschine zeigt
zweiten monostabilen Kippstufe (55) in ihren insta- Bei einer Brennkraftmaschine wird die für die Ver-
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2410090A DE2410090C2 (de) | 1974-03-02 | 1974-03-02 | Schalteinrichtung für den Heißstart von Brennkraftmaschinen mit elektronisch gesteuerter Kraftstoffeinspritzung |
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