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DE2407863A1 - 4,7-dihydro-1,3-dioxepine - Google Patents

4,7-dihydro-1,3-dioxepine

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Publication number
DE2407863A1
DE2407863A1 DE19742407863 DE2407863A DE2407863A1 DE 2407863 A1 DE2407863 A1 DE 2407863A1 DE 19742407863 DE19742407863 DE 19742407863 DE 2407863 A DE2407863 A DE 2407863A DE 2407863 A1 DE2407863 A1 DE 2407863A1
Authority
DE
Germany
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dihydro
dioxepin
pentyl
methyl
isopentyl
Prior art date
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Application number
DE19742407863
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English (en)
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DE2407863C3 (de
DE2407863B2 (de
Inventor
Jack Agran
Leslie Blau
William Marvin Easter
Robert F Tavares
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Givaudan SA
Original Assignee
L Givaudan and Co SA
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Filing date
Publication date
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Priority claimed from US00342122A external-priority patent/US3822291A/en
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Publication of DE2407863A1 publication Critical patent/DE2407863A1/de
Publication of DE2407863B2 publication Critical patent/DE2407863B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2407863C3 publication Critical patent/DE2407863C3/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D321/00Heterocyclic compounds containing rings having two oxygen atoms as the only ring hetero atoms, not provided for by groups C07D317/00 - C07D319/00
    • C07D321/02Seven-membered rings
    • C07D321/04Seven-membered rings not condensed with other rings
    • C07D321/061,3-Dioxepines; Hydrogenated 1,3-dioxepines
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L27/00Spices; Flavouring agents or condiments; Artificial sweetening agents; Table salts; Dietetic salt substitutes; Preparation or treatment thereof
    • A23L27/20Synthetic spices, flavouring agents or condiments
    • A23L27/205Heterocyclic compounds
    • A23L27/2052Heterocyclic compounds having oxygen or sulfur as the only hetero atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B9/00Essential oils; Perfumes
    • C11B9/0069Heterocyclic compounds
    • C11B9/0073Heterocyclic compounds containing only O or S as heteroatoms
    • C11B9/0084Heterocyclic compounds containing only O or S as heteroatoms the hetero rings containing more than six atoms

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  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Oxygen Or Sulfur (AREA)

Description

fc.lngJUn der Werft 19. Feb. 1974
6510/llOk
L. Givaudan & Cie Societe Anonyme, Vernier-Geneve (Schweiz)
4♦7-Dihydro-l , 3-dioxepine
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer 4,7-Dihydro-l,3-dioxepine der Formel
1 2
worin R Wasserstoff und R 3-Pentyl oder
R Methyl und R2 Isopentyl darstellen,
sowie die Verbindungen der Formel I selbst und ihre Verwendung als Aromastoffe für Lebensmittel und/oder als Riechstoffe für Riechstoffkompositionen.
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Es ist bekannt Aldehyde oder Ketone mit mehrwertigen Alkoholen zu entsprechenden cyclischen Acetalen oder Ketalen zu kondensieren. Es ist jedoch bisher nicht bekannt gewesen, dass die Kondensation des ungesättigten zweiwertigen Alkohols 2-Buten-l,4-diol mit 2-Aethyl-l-butanal oder mit 5-Methyl-2-hexanon ein ungesättigtes cyclisches Acetal bzw. Ketal liefern würde, mit Eigenschaften, die diese Verbindungen besonders wertvoll als Aromastoffe für Lebensmittel und/oder als Riechstoffe für Riechstoffkompositionen bzw. Parfüms machen. Wie im folgenden gezeigt werden wird, haben gesättigte cyclische Acetale und Ketale, die den ungesättigten cyclischen Acetalen und Ketalen der vorliegenden Erfindung strukturell nah verwandt sind,nicht die Aroma- und Riechstoffeigenschaften der erfindungsgemässen Verbindungen, 4,7-Dihydro-2-(3-pentyl)-1,3-dioxepin und 4»7-Dihydro-2-isopentyl-2-methyl-l,3-dioxepin.
Die erfindungsgemässen Verbindungen, 4,7-Dihydro-2-(3-pentyl)-l,3-dioxepin und 4,7-Dihydro-2-isopentyl-3-methyl-1,3-dioxepin können durch Kondensation von 2-Buten-l,4-diol mit 2-Aethyl-l-butanal oder 5-Methyl-2~hexanon entsprechend der folgenden Gleichung hergestellt werden:
R1
2 +H
Vorzugsweise werden äquimolare Mengen des 2-Buten-l,4-diols und der Oxoverbindungen umgesetzt, jedoch kann auch jede der beiden Reaktionskomponenten im Ueberschuss eingesetzt werden.
409838/1027
Die Kondensation kann nach den an sich für die Herstellung von Acetalen und Ketalen bekannten Methoden durchgeführt -werden. Sie wird vorzugsweise in Gegenwart einer katalytischen Menge , beispielsweise von etwa 0,1 bis 2 Gew. fo eines sauren Katalysators, wie einer organischen oder anorganischen Säure, durchgeführt. Beispiele solcher Katalysatoren sind Phosphorsäure, eine Mederalkylphenylsulfonsäure Wie p-Toluolsulfonsäure oder Polycarbonsäuren wie Citronensäure oder Weinsäure. Die Kondensation der beiden Reaktionspartner in Gegenwart des sauren Katalysators erfolgt ebenfalls vorzugsweise in einem inerten Lösungsmittel. Zweckmassigerweise verwendet man ein organisches Lösungsmittel, das sowohl den Reaktionspartnern als auch dem ungesättigten cyclischen Reaktionsprodukt gegenüber inert ist und das mit Wasser ein Zwei-Phasen-Azeotrop bildet. Es kommen dafür in Frage Lösungsmittel wie aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffe wie Hexan, Cyclohexan, Benzol, Toluol» Xylol usw.
Die Kondensation kann bei Raumtemperatur (370C) oder darunter durchgeführt werden; vorzugsweise wird sie bei erhöhten Temperaturen (bis zu 2000C oder darüber) durchgeführt, wobei der Siedepunkt des Zwei-Phasen-Azeotrops, das sich nach Abscheiden des Wassers in eine Dean-Stark-Falle bildet, besonders bevorzugt ist. Die Dauer der Kondensationsreaktion kann innerhalb eines weiten Bereiches variieren (von weniger als 10 Minuten bis über 48 Stunden) je nach den im besonderen Fall gewählten Reaktionsbedingungen (z.B. dem speziellen Katalysator, dem Lösungsmittel- sofern vorhanden -der verwendeten Apparatur, der Temperatur, den Mengenverhältnissen der eingesetzten Reaktionspartner oder der Geschwindigkeit, mit der das bei der Reaktion entstehende Wasser entfernt wird).
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Nach erfolgter Kondensation wird, wenn die Reaktion bei erhöhter Temperatur durchgeführt wurde, das Reaktionsgemisch auf Zimmertemperatur abgekühlt und mit einer Base,wie einer konzentrierten Natriumhydroxydlösung,gewaschen, um die katalytischen Mengen des sauren Katalysators zu entfernen und zu verhindern, dass das Gleichgewicht wieder auf die Seite der Ausgangskomponenten geschoben wird. Das Gemisch wird dann mit Wasser neutralgewaschen, das Lösungsmittel durch Destillation entfernt und der Rückstand unter vermindertem Druck destilliert.
Das 4,7-Dihydro-2-(3-pentyl)-l,3-dioxepin kann verwendet werden als Aromastoff für Lebensmittel und als Riechstoff für Riechstoffkompositionen oder Parfüms. Wenn es in geringen Mengen zu Lebensmitteln zugesetzt wird, verleiht es diesen einen Geschmack, der als vegetabil, erdig, Sellerie-, petersilien- und Karottenähnlich beschrieben wird. Riechstoffkompositionen oder Parfüms verleiht die Verbindung einen natürlichen, wurzelartigen, erdigen Charakter. Das 4,7-Dihydro-2-(3-pentyl)-l,3-dioxepin besitzt alle Aromaeigenschaften, die charakteristisch sind für frisch geerntete Karotten und findet vor allen Dingen Anwendung als Karottenaroma und Substitut für natürliches Karottensamenöl, welches zur Zeit ausgiebig für kulinarische Zwecke, wie z.B. in Würzen und Gewürzmischungen,verwendet wird. Bei gleicher Aromastärke des 4,7-Dihydro-2-(3-pentyl)-l,3-dioxepin im Hinblick auf die frische Karottennote ist es zu einem Preis erhältlich, der wesentlich unter dem des Karottensamenöls liegt. Darüber hinaus zeichnet sich das Aroma des Dioxepins durch Frische der echten Karotten aus, eine Qualität, die dem Karottensamenöl fehlt.
Das 4,7-Dihydro-2-(3-pentyl)-l,3-dioxepin kann in geringen Mengen direkt als Aromastoff in Lebensmitteln Verwendung· finden. Andererseits kann die Verbindung Lebensmitteln in Gemischen mit anderen Verbindungen, die zur Herstellung von
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2A07863
synthetischen Aromen geeignet sind, zugesetzt werden. In Lebensmittelaromen (d.h. in Kompositionen, die Lebensmitteln zugesetzt werden, um ihnen einen angenehmen Geschmack zu verleihen) kann das Dioxepin in Gewichtsanteilen von etwa 0,001 bis fast 100$ vorliegen. Die im einzelnen Fall zu bevorzugende Konzentration hängt sowohl von dem zu aromatisierenden Lebensmittel als auch von den anderen Bestandteilen des Aromas ab. Die Methoden,nach denen das Dioxepin mit den anderen Aromabestandteilen in Aromakompositionen vermischt wird, sind allgemein bekannt.
Als Zusatz zu Aromastoffen bewirkt die vegetabile, erdige, grüne, sellerie-, petersilien- und karottenähnliche HOte des 4,7-Dihydro-2-(3-pentyl)-l,3-dioxepins eine Vielzahl günstiger aromatischer Effekte. Beispielsweise verleiht der Zusatz von 0,01 bis 5 Gew.$ des Dioxepins zu Aromen von Beerenfrüchten, wie künstlichem Brdbeer- und Himbeeraroma,diesen einen grünen und erdigen Effekt, der sehr vorteilhaft und wünschenswert ist. Zugesetzt zu künstlichen Gemüsearomen, insbesondere zu künstlichem Sellerie-, Petersilien- und Karottenaroma, bewirkt das 4»7-Dihydro-2-(3-pentyl)-l,3-dloxepin eine "Verstärkung der vegetabilen Note.
Im Gemisch mit aromatischen Oelen und Konzentraten,die in der Parfümerie verwendet werden, verleiht das 4,7-Dihydro-2~ (3-pentyl)-l,3-dioxepin diesen eine natürliche, wurzelähnliche, erdige Note. Von besonderem Vorteil ist in diesem Zusammenhang, dass das erfindungsgemässe Dioxepin solchen Parfumformulierungen eine erdige Note verleiht, ohne dass damit gleichzeitig eine chemische Note verbunden wäre, was im allgemeinen bei anderen synthetischen Riechstoffen der Pail ist.
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Das 4,7-Dihydro~2-isopentyl-2-methyl-l,3-dioxepin hat einen interessanten frischen Blumen-Duft mit Linalool-, Koriander-Charakter. Es ist aus diesem Grunde und wegen seiner die Geruchsintensität verstärkenden Eigenschaften in der Parfümerie von grossem Wert. Besonders wertvoll ist es zur Erzielung von Citrus- und ambraartigen Noten. In den meisten Parfüms und Riechstoffkompositionen kann es in einem Gewichtsverhältnis von 1 bis 200 Teilen pro 1000 verwendet werden. Zur Erzielung von speziellen Effekten kann es jedoch in solchen Parfüm— und Riechstoffkompositionen auch in grösseren Mengen, beispielsweise von 20 bis zu 90 Gew.?S verwendet werden.
Das Ketal kann verwendet werden zur Herstellung von Riechstoffkompositionen, die unter Zusatz der üblichen alkoholischen und wässerigen Verdünnungsmittel als Basen für Parfüms und Toilettenwasser dienen, wobei ungefähr 15 bis 20 Gew.$ Base bei der Herstellung von Parfüms und etwa 3-5 Qev.% Base bei der Herstellung von Toilettenwassern verwendet werden. Ausserdem können die Riechstoffbasen in Konzentrationen von etwa 0,5 bis etwa 2 Gew.^ zur Odorierung von Salzen, Detergentien, Kosmetika usw. verwendet werden.
Die folgenden Beispiele illustrieren die Anwendung der vorliegenden Erfindung ohne sie zu limitieren.
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Beispiel 1
Herstellung von 4,7-Dihydro-2-(3-pentyl)-1,3-dioxepin
In einem mit Rührer, Rückflusskühler und einer Dean-Stark-Falle ausgerüsteten 1 Liter-Kolben wurden 100 g 2-Aethyl-butanal, 97 g 2-Buten-l,4-diol, 80 g Cyclohexan und 0,2 g p-Toluolsulfonsäure-monohydrat solange unter kräftigem Rühren zum Rückfluss erhitzt (84-990C) bis kein Wasser mehr aus dem Reaktionsgemisch abdestillierte (72 Minuten). Das Reaktionsgemisch wurde auf Zimmertemperatur abgekühlt und die p-Toluolsulfonsäure durch Waschen mit 5$iger wässeriger Natriumhydroxydlösung neutralisiert. Dann wurde mit Wasser neutral gewaschen und zur Entfernung des Cyclohexans destilliert. Das als Rückstand erhaltene OeI wurde im Vakuum destilliert. Man erhielt 146 g (86$ der theoretischen Ausbeute) 4,7-Dihydro-2-(3-pentyl)-
20
1,3-dioxepin, Kp.1 Q = 470C; nD = 1,457. Das Produkt wies
100?Sige Reinheit auf (IR- und gaschromatographische Analyse).
Beispiel 2
Verwendung von 4,7-Dihydro-2-(3~pentyl)-1,3-dioxepin in einem künstlichen Aroma.
Es wurde ein synthetisches Karottenaroma hergestellt unter Verwendung von 55 G-ewichtsteilen gemäss Beispiel 1 hergestelltem 4,7-Dihydro-2-(3-pentyl)-1,3-dioxepin, das die folgende Zusammensetzung hatte:
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Tabelle I Gewichtsteile
4,7-Dihydro-2-(3-pentyl)-1,3- 55,0
dioxepin 0,5
cc-Pinen 0,5
β-Pinen 0,5
Myrcen 0,5
Phenylessigsäure 0,5
α-Terpineol 8,0
Is opulegol-ac e t at 5,Q
Oil lovage 5,0
3-Propyliden-phthalid 18,7
Benzylbenzoate 8,0
a-Limonen
100,0
Das 4,7-Dihydro-2-(j5-pentyl)-l,3-dioxepin ist der Hauptbestandteil der künstlichen Aromakomposition gemäss Tabelle I und ist für den frischen, karottenähnlichen Charakter der Aromakomposition verantwortlich. Bei Abwesenheit des 4,7-Dihydro-2-(3-pentyl)-l,3-dioxepins ist die Aromakomposition frei von jeglichem Karottenaroma und kann als künstliches Aroma nicht verwendet werden.
Zusätzlich zu der Möglichkeit als künstliches Karottenaroma verwendet zu werden wurde gefunden, dass 4,7-Dihydro-2-(3-pentyl)-l,3-dioxepin bei einer Konzentration von 0,1 Gew.^ in der Lage ist, ein Tomatenäroma in ein Aroma zu verwandeln, das an einen künstlichen Gemüsecocktail erinnert. Schliesslich haben Versuche ergeben, dass der Zusatz von 0,05 Gew.$ 4,7-Dihydro-2-(3-pentyl)-l,3-dioxepin zu einem bekannten Selleriearomaverstärker, diesen verstärkt und ihm eine angenehme samenartige Nuance verleiht.
Beispiel 3
Verwendung von 4,7-Dihydro-2-(3-pentyl)-l,3-dioxepin als Riechstoff
Unter Verwendung von gemäss Beispiel 1 hergestelltem 4,7-Dihydro-2-(3-pentyl)-l,3-dioxepin wurde eine Veilchenwurzelkomposition der folgenden Zusammensetzung (Tabelle II) hergestellt:
Tabelle II Gewichtsteile
Veilchenwurzel-Komposition
20
4,7-Dihydro-2-(3-pentyl)-l,3- 10
dioxepin 350
Orris absolut 2
γ-Me thy1j onon 18
Folrosia (Warenzeichen) 20
Ironal 300
Versalide (Warenzeichen) 280
Zedernholzöl (amerikanisch)
Dipropylenglykol
Das Diox.epin verleiht der Komposition eine natürliche frische, erdige, wurzelähnliche Note, ohne dass damit der unerwünschte Eindruck des Chemischen verbunden wäre.
Zu Vergleichszwecken wurde eine Anzahl von gesättigten cyclischen Acetalen gemäss dem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren hergestellt mit dem Unterschied, dass anstelle des 2-Buten-l,4-diols strukturell sehr ähnliche Dioüe eingesetzt wurden. Die auf diese Weise hergestellten cyclischen Acetale sind in der folgenden Tabelle (Tabelle III) zusammengefasst.
Tabelle III
Gesättigte cyclische Acetale
Verb.No. Mit 2-Aethylbutanal
umgesetztes Diol
Cyclisches Acetal
1 1,4-Butandiol 2-(3-Pentyl)-l,3-
dioxepan
2 1,3-Butandiol 4-Methyl-2-(3-pentyl)-
1,3-dioxan
3 2,2-Dimethyl-1,3-
propandiol
5,5-Dimethyl-2-(3-pentyl)
1,3-dioxan
4 2-Methyl-2,4-pentandiol 2-(3-Pentyl)-4,4,6-
trimethy1-1,3-dioxan
Keines der in Tabelle III aufgeführten gesättigten cyclischen Acetale besitzt nützliche Aroma- oder Riechstoffeigenschaften. Versuche zur Herstellung von Aromakompositionen des in Beispiel 2 gezeigten Typs durch Ersatz von 4,7-Dihydro-2-(3-pentyl)-l,3-dioxepin durch ein gesättigtes cyclisches Acetal der Tabelle III blieben ohne Erfolg.
Desgleichen gelang es nicht, Riechstoffkompositionen des in Beispiel 3 gezeigten Typs durch Ersatz von 4,7-Dihydro-2-(3-pentyl)-l,3-dioxepin durch ein in Tabelle III aufgeführtes gesättigtes cyclisches Acetal herzustellen.
Beispiel 4
Herstellung von 4,7-Dihydro-2-isopentyl-2-methyl-l,3-dioxepin
In einem mit Rückflusskühler, Rührer und einer. Dean-Stark-Palle ausgerüsteten 1 Liter-Kolben wurde ein Gemisch von 136 g 5-Methyl-2-hexanon, 88 g 2-Buten-l,4-diol, 160 g Cyclohexan, 2 g Citronensäure und 0,3 g Hydrochinon unter kräftigem Rühren solange zum Rückfluss erhitzt (87-970C) bis kein Wasser
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mehr überdestillierte, was nach etwa 24 Stunden der Pall war. Das Reaktionsgemisch wurde auf Zimmertemperatur abgekühlt und die Citronensäure durch Waschen mit 5$iger wässeriger Natriumhydroxydlösung neutralisiert. Es wurde dann mit Wasser neutralgewaschen und das Gemisch zur Entfernung des Cyclohexans unter vermindertem Druck destilliert. Es wurden 152 g (83$ der theoretischen Ausbeute) 4,7-Dihydro-2-isopentyl-2-methyl-l,3-dioxepin
on
erhalten, Kp.g Q = 940C; nj = 1,4523. Das IR-Spektrum zeigte
einen Carbonylgehalt von 0,0?$; gaschromatographische Untersuchung ergab eine Reinheit von 97»4$.
Beispiel 5
. Verwendung von 4»7-Dihydro-2~isopentyl-2-methyl-l,3-dioxepin als Riechstoff
Es wurde ein Jasmin-Parfüm mit einem Gehalt an 4,7-Dihydro-2-isopentyl-2-methyl-l,3-dioxepin der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
Tabelle IV Benzylacetat Gewichtsteile
Jasmin-Parfum Hexylzimtaldehyd 230
Canangaöl 68
Linalool 3.2
γ-Undecalacton 133
Hydroxycitronellal 2
Ambrettemoschus 112
Hydroxycitronellal-methylanthranilat 22
Phenyläthy!alkohol 2
212
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p-Cresyl-phenylacetat Sandelholzöl Ylangöl
Citronenöl
4,7-Dihydro-2-isopentyl-2-methyl-1,3-dioxepin
45 20 20
100 1000
Der Zusatz von 10 Gew.jS 4,7-Dihydro-2-isopentyl-2-methyl-1,3-dioxepin verleiht dem Jasmin-Parfum eine leicht frische, blumige Note. Ohne den Gehalt an Dioxepin weist die Komposition nicht die blumige oder abgerundete Note auf, wie sie für den Parfümeur erstrebenswert ist.
Zu Vergleichszwecken wurden gemäss der in Beispiel 4 angegebenen Methode eine Anzahl von gesättigten cyclischen Ketalen hergestellt (Tabelle V), wobei das 2-Buten-l,4-diol durch strukturell sehr ähnliche Diole ersetzt wurde.
Tabelle V Gesättigte cyclische Ketale
Verb.No. Cyclisches Ketal Mit 5-Methyl-2-hexanon
umgesetztes Diol
1 2-Isopentyl-2-methyl-
1,3-dioxepan
1,4-Butandiol
2 2,4-Dimethyl-2-iso-
pentyl-1,3-dioxan
1,3-Butandiol
3 •2-Isopentyl-2,4,5-tri-
methyl-1,3-dioxolan
2,3-Butandiol
4 2-Isopentyl-2,4,5,5-
tetramethy1-1,3-dioxan
2,2-Dimethyl-l,3-butandiol
5 2-Isopentyl-2-methyl~
1,3-dioxan
1,3-Propandiol
6 2,4-Dimethyl-2-isopentyl-
1,3-dioxolan
1,2-Propandiol
7 2-Isopentyl-2,5,5-tri-
methyl-1,3-dioxan
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2,2-Dimethyl-l,3-propan-
diol
Keines der in Tabelle V aufgeführten, gemäss Beispiel 4 hergestellten cyclischen Ketale zeigte irgendwelche Riechstoff eigenschaften, die es für die Verwendung in der Parfümerie geeignet machten. Der Ersatz des 4,7-Dihydro-2-isopentyl-2-methyl-l,3~dioxepins in der vorstehend beschriebenen Riechst off komposition (Tabelle IV, Jasmin-Parfum) durch ein in Tabelle V aufgeführtes cyclisches Ketal lieferte keine-Verbesserung des Grundriechstoffgemisches, sondern hatte in den meisten Fällen einen nachteiligen Effekt.
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Claims (14)

Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung von 4,7-Dihydro-l,3-dioxepiner der Formel
1 2
worin R Wasserstoff und R 3-Pentyl oder
1 2
R Methyl und R Isopentyl darstellen,
dadurch gekennzeichnet, dass man 2-Buten-l,4-diol mit einer Oxoverbindung der Po:
sind,kondensiert.
12 12 verbindung der Formel R -CO-R , worin R und R wie oben definiert
2. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass 2-Buten-l,4-diol mit 2-Aethyl-l-butanal kondensiert wird.
3. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass 2-Buten-l,4-diol mit 5-Methyl-2-hexanon kondensiert wird.
4. Verfahren zur Aromatisierung eines Lebensmittels, dadurch gekennzeichnet, dass man diesem 4,7-Dihydro-2-(3-pentyl)-1,3-dioxepin zusetzt.
5. Verfahren zur Verbesserung des Aromas von Gemüsesäften, dadurch gekennzeichnet, dass man diesen 4>7-Dihydro-2-(3-pentyl)-l,3-dioxepin in einer solchen Menge zusetzt, um ihnen das Aroma von frischen Karotten zu verleihen.
6. Verfahren zur Verbesserung von Lebensmi-ttelaroma— stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man diesen 4,7-Dihydro-2-(3-pentyl)-l,3-dioxepin zusetzt.
409838/1027
7. Verfahren zur Verbesserung des Geruchs von Riechstoffpositionen, dadurch gekennzeichnet, dass man diesen 4,7-Dihydro-2-(3-pentyl)-l,3-dioxepin.zusetzt.
8. Verfahren zur Verbesserung des Geruchs von Riechstoffkompositionen, dadurch gekennzeichnet, dass man diesen 4,7-Dihydro-2-isopentyl-2-methyl-l,3-dioxepin zusetzt.
9. Parfüm enthaltend ein alkoholisches Verdünnungsmittel und etwa 15 bis 20 Gew.% 4,7-Dihydro-2-isopentyl-2-methyl-l,3-dioxepin.
10. Toilettenwasser enthaltend ein wässeriges Verdünnungsmittel und etwa 3 bis 5 Gew.$ 4,7-Dihydro-2-isopentyl-2-methyl-1,3-dioxepin.
11. Die Verwendung von 4,7-Dihydro-2--(3-pentyl)-l,3-dioxepin als Aromastoff für Lebensmittel und als Riechstoff für Riechstoffkompositionen.
12. Die Verwendung von 4,7-Dihydro-2-isopentyl-2-methyl-1,3-dioxepin als Riechstoff für Riechstoffkompositionen.
40983 8/1027
13·) 4,7-Dihydro-l,3-dioxepine der Formel
E1 ö - R2
1 2
worin R Wasserstoff und R 3-Pentyl oder
1 2
R Methyl und R Isopentyl darstellen.
14. 4,7-Dihydro-2-(3-pentyl)-1,3-dioxepin. 15 * 4 f7-Dihydro-2-is opentyl-2-methy1-1,3-dioxepin.
409838/1027
DE19742407863 1973-03-15 1974-02-19 4,7-Dihydro-l 3-dioxepine und Verfahren zu deren Herstellung sowie deren Verwendung als Aroma- oder Riechstoff Expired DE2407863C3 (de)

Applications Claiming Priority (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US00341628A US3822290A (en) 1973-03-15 1973-03-15 4,7-dihydro-2-isopentyl-2-methyl-1,3-dioxepin
US34162873 1973-03-15
US00342122A US3822291A (en) 1973-03-16 1973-03-16 4,7-dihydro-2-(3-pentyl)-1,3-dioxepin
US34212273 1973-03-16

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2407863A1 true DE2407863A1 (de) 1974-09-19
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DE2407863C3 DE2407863C3 (de) 1978-02-16

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