DE2401909A1 - Verfahren zur herstellung von stahl - Google Patents
Verfahren zur herstellung von stahlInfo
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Description
Fried. Krupp Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Essen
Verfahren zur Herstellung von Stahl
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Stahl aus feinkörnigen Eisenerzen.
Es ist bekannt, daß Eisenschwamm durch Reduktion feinkörniger Eisenerze in einem Wirbelschichtreaktor mit gasförmigen Reduktionsmitteln,
wie zum Beispiel Kohlenmonoxid und Wasserstoff, hergestellt werden kann. Das im feinkörnigen Eisenschwamm
enthaltene metallische Eisen wird leicht reoxidiert. Deshalb muß der feinkörnige Eisenschwamm vor seiner Einschmelzung,
die in der Regel diskontinuierlich erfolgt, durch überführung in eine stückige Form mittels der sogenannten Heißbrikettierung
oder durch Lagerung und Transport unter Inertgas vor der Reoxidation geschützt werden. Sowohl die Heißbrikettierung
wie die Lagerung und der Transport unter Inertgas bereiten technische Schwierigkeiten und verursachen erhebliche
Kosten. Außerdem kann die Reoxidation durch beide Schutzmaßnahmen nie ganz vermieden werden, da sie in gewissem
Umfang auch an der Oberfläche der Eisenschwammbriketts abläuft und da die zu verwendenden Inertgase immer geringe Sauerstoff
gehalte aufweisen. Um die Einschmelzung des Eisenschwamms mit vertretbarem Kostenaufwand durchführen zu können,
muß der Eisenschwamm einen möglichst hohen Gehalt an metallischem Eisen besitzen. Der bei der Erzreduktion anzustrebende
hohe Metallisierungsgrad des Eisenschwamms verursacht aber andererseits hohe Kosten und erfordert besonders wirksame
Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der Reoxidation.
Es ist weiterhin bekannt, daß der Eisenschwamm durch Zufuhr von elektrischer Energie oder Verbrennungswärme in einer ge-
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eigneten Vorrichtung eingeschmolzen werden kann. Zur Erzeugung der Verbrennungswärme können Erdgas, Erdöl und Kohle
verwendet werden. Als Einschmelζvorrichtung sind Herdofen
(Elektrolichtbogenofen, Siemens-Martin-Ofen), Schachtofen (Hochofen, Kupolofen, Elektroniederschachtofen) und Tiegel
(Sauerstofffrischkonverter) geeignet, in denen neben dem Einschmelzvorgang auch Legierungs-, Restreduktions- und/oder
Frischprozesse ablaufen können. So kann beispielsweise im Hochofen Eisenschwamm eingeschmolzen und gleichzeitig einer
Restreduktion unterworfen werden, wobei als Endprodukt kohlenstoff reiches Roheisen entsteht. Beim Frischen von Roheisen
in einem Konverter wird der im Roheisen in einer Menge bis zu 4 % vorhandene Kohlenstoff durch die eingeblasene Luft
oder den eingeblasenen Sauerstoff verbrannt, und die dabei entstehende Wärme kann zum Einschmelzen von Eisenschwamm genutzt
werden. Die Aufnahmefähigkeit des Konverters für einzuschmelzenden Eisenschwamm wird aber durch den Kohlenstoffgehalt
des im Konverter befindlichen Roheisens in unerwünschter Weise begrenzt. Außerdem unterliegen die Düsen, mit denen der
Sauerstoff in das flüssige Roheisen eingetragen wird, starken mechanischen, thermischen und chemischen Beanspruchungen, die
zu Störungen des Frisch- und Schmelzprozesses führen. Es hat daher nicht an Versuchen gefehlt, durch geeignete Maßnahmen
in den Konverter größere Wärmemengen einzubringen, und die prozeßbedingten Beanspruchungen, denen die Sauerstoffeintragevorrichtungen
ausgesetzt sind, zu vermindern. Das Aufheizen eines Konverters durch eine mit Sauerstoff betriebene ölfeuerung
hat sich nicht bewährt, da die Aufnahmefähigkeit des Konverters für einzuschmelzenden Eisenschwamm wegen des unzureichenden
Wärmeübergangs von den Verbrennungsgasen auf das Metallbad nicht wesentlich gesteigert werden konnte.
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Es ist ferner üblich, den zu erschmelzenden Eisenschwamm chargenweise in den Konverter zu geben und die nach dem
Frischprozess vorliegende Stahlschmelze diskontinuierlich abzuziehen, wodurch für den Konverter längere Anfahr- und
Standzeiten verursacht werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch Reduktion feinkörniger Eisenerze zu Eisenschwamm sowie-Schmelzen des
Eisenschwamms und Frischen der Schmelze kontinuierlich und wirtschaftlich Stahl zu erzeugen.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird gelöst durch die Kombination folgender an sich bekannter Maßnahmen
:
a) Vorwärmung und Teilreduktion der feinkörnigen Eisenerze in einem Gegenstromwärmeaustauscher.
b) Reduktion der feinkörnigen Eisenerze mit im wesentlichen aus Kohlenmonoxid bestehenden Abgasen des
Schmelzprozesses in einem Wirbelschichtreaktor zu Eisenschwamm.
c) Abtrennung des feinkörnigen Eisenschwamms vom Reduktionsgas und pneumatische Förderung des Eisenschwamms
in eine kohlenstoffhaltige Metallschmelze.
d) Restreduktion des Eisenschwamms in der Metallschmelze durch den vorhandenen Kohlenstoff und
weitere in die Metallschmelze pneumatisch einzubringende Kohlenstoffträger.
e) Frischen der Metallschmelze mit reinem Sauerstoff, dem Kalk und weitere Zuschlagstoffe zugemischt sein
können.
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f) Einbringen des Sauerstoffs, der Kohlenstoffträger, des Eisenschwamm und der Zuschlagstoffe
in die Metallschmelze durch unterhalb der Metallbadoberfläche angeordnete Düsen.
Die Teilprozesse, aus denen das der Erfindung zugrunde liegende Verfahren besteht, sind so aufeinander abgestimmt,
daß es kontinuierlich abläuft. Für die Energiebilanz des Verfahrens ist es vorteilhaft, wenn zur
Vorwärmung und Teilreduktion der feinkörnigen Eisenerze im Gegenstromwärmeaustauseher die Abgase des
Wirbelschichtreaktors und ein Teil der Abgase, die beim Frischen der Metallschmelze anfallen, verwendet
werden. Die Gasmengen sind so zu bemessen, daß die feinkörnigen Eisenerze im Gegenstromwärmeaustauseher
auf eine Temperatur von 500 bis 85O°C vorgewärmt werden. Bei diesen Temperaturen werden die Eisenerze
bereits einer Vorreduktion unterworfen, da die beim Frischen der Metallschmelze anfallenden Abgase fast
ausschließlich aus Kohlenmonoxid bestehen. Das vorgewärmte und vorreduzierte, feinkörnige Eisenerz
wird einer Direktreduktion unterworfen, wobei im Wirbelschichtreaktor als Reduktionsmittel ein Teil
des Abgases verwendet wird, das beim Frischen der Metallschmelze anfällt. Die in den Wirbelschichtreaktor
einzubringenden Abgasmengen müssen aufgeheizt werden, da die Reduktion der feinkörnigen
Eisenerze bei Temperaturen von 500 bis 85O°C
_ Π β
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durchgeführt wird. Bei diesen Temperaturen wird das feinkörnige Eisenerz soweit reduziert, daß der Metallisierun-gsgrad
des Eisenschwamms zwischen 40
und 95 % liegt. Der für den Verfahrensablauf am besten geeignete Metallisierungsgrad ist abhängig
von der Anlagengröße, der eventuell zugegebenen Menge weiterer einzuschmelzender Einsatzstoffe und
der eventuellen Entnahmen von Abgas, das wegen seines hohen Kohlenmonoxidgehaltes anderweitig genutzt
werden kann.
Zur Erreichung eines höheren Metallisierungsgrades ist es besonders zweckmäßig, wenn die Reduktion
der feinkörnigen Eisenerze in einem oder mehreren hintereinandergeschalteten bodenlosen Wirbelschichtreaktoren
durchgeführt wird. Nach Abtrennung der Reduktionsgase vom Eisenschwamm ist es vorteilhaft,
wenn zur pneumatischen Förderung des Eisenschwamms und der Kohlenstoffträger in die Metallschmelze ein
Teil des Abgases verwendet wird, das beim Einschmelzen der Einsatzstoffe und beim Frischen der Metallschmelze
entsteht. Durch die Verwendung des kohlenmonoxidreichen Abgases als Fördermittel wird eine
Reoxidation des Eisenschwamms vermieden.
Die Wirtschaftlichkeit des der Erfindung zugrunde
liegenden Verfahrens kann besonders dadurch verbessert werden, daß feinkörnige und feste Kohlenstoff
träger verwendet werden. Insbesondere ist es
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vorteilhaft, wenn als fester, feinkörniger Kohlenstoff träger Kohlenstaub verwendet wird. Die erforderliche
Menge des Kohlenstoffträgers ist abhängig von seinem Kohlenstoffgehalt und vom Metallisierungsgrad des Eisenschwamms. Aufgabe der Kohlenstoffträger
ist es, die Restreduktion des Eisenschwamms zu bewirken und durch ihre Verbrennung die Metallbadtemperatur
aufrecht zu erhalten. Ein optimaler Verlauf der Restreduktion des Eisenschwamms wird erreicht,
wenn beim Frischen mit reinem Sauerstoff der Kohlenstoffgehalt der Metallschmelze, in der der Eisenschwamm
eingeschmolzen wird, nicht unter 0,1 % absinkt. Diese Metallschmelze hat nur die Qualität eines Vorstahls
und wird in einem weiteren metallurgischen Gefäß durch Blasen mit Sauerstoff auf den gewünschten
Kohlenstoffgehalt eingestellt.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung betreffen die Einbringung der Einsatzstoffe in die Metallschmelze.
So ist es von Vorteil, wenn zur Einbringung des Sauerstoffs, der Kohlenstoffträger, des Eisenschwamms und
weiterer Zuschlagstoffe in die Metallschmelze eine oder mehrere Mehrmanteldüsen verwendet werden. Zur
Vermeidung der Eisenoxidation beim Frischprozess und zur Erhaltung des für die Restreduktion des
Eisenschwamms erforderlichen Kohlenstoffgehaltes der Metallschmelze mit Vorstahlqualität ist es erforderlich,
daß durch die einzelnen konzentrisch angeordneten Rohre der Mehrmanteldüsen verschiedene Stoffe
in die Metallschmelze eingebracht werden, und zwar:
a) durch das innere Rohr: Eisenschwamm, dem Kohlenstoffträger zugemischt sein können;
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b) durch das mittlere Rohr: Sauerstoff, dem feinkörniger Kalk und/oder weitere Zuschlagstoffe
zugemischt sein können;
c) durch das äußere Rohr: Kohlenstoffträger.
Eisenschwamm und Kohlenstoffträger sind in Teilen des Abgases suspendiert, das beim Einschmelzen der
Einsatzstoffe und beim Frischen der Metallschmelze anfällt.
Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit des der Erfindung zugrunde liegenden Verfahrens ist es möglich,
daß das feinkörnige Eisenerz durch feinkörnige eisenoxidhaltige Abfallstoffe, wie zum Beispiel
Hochofenstaub, Walzenzunder und Stahlwerkstaub, teilweise ersetzt wird.
Für. die Durchführung des Verfahrens ist es von Vorteil, wenn die Steuerung des Verfahrens durch die
Änderung folgender Regelgrößen erfolgt:
a) Änderung der Zusammensetzung des. Reduktionsgases
b) Änderung der Menge des Reduktionsgases
c) Zugabe von Erz in das Schmelzgefäß
d) Zugabe von Schrott in das Schmelzgefäß.
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Durch die Änderung der Zusammensetzung und Menge des Reduktionsgases wird der Metallisierungsgrad
des Eisenschwammes verändert. Durch Zugabe von Erz und Schrott in das Schmelzgefäß erhöht sich
die zum Einschmelzen erforderliche Kohlenstoff- und Sauerstoffmenge sowie die anfallende Abgasmenge
.
Eine maximale Rohstoffausnutzung wird dadurch erreicht, daß überschüssiges Abgas aus dem
Schmelzprozess gesammelt und genutzt wird. Da das überschüssige Abgas fast quantitativ aus
Kohlenmonoxid besteht, kann es beispielsweise zur Wärmegewinnung oder zur Synthese organischer
Verbindungen eingesetzt werden.
Mit der Erfindung werden gegenüber dem Stand der Technik erhebliche Vorteile erzielt. Durch die
kontinuierliche Arbeitsweise des Verfahrens werden die Anfahr- und Standzeiten für die einzelnen
Prozeßapparate verkürzt und die Zwischenlagerung sowie die Reoxidation des Eisenschwamms werden
vermieden.
Ferner wird durch die Verwendung von Kohlenstaub, durch die optimale Nutzung der in den Abgasen enthaltenen
Wärme und durch die Verwertung des in den Abgasen enthaltenen Kohlenmonoxids eine wirtschaftliche
und rationelle Arbeitsweise erreicht. Außerdem wird durch die Erzeugung der für die Einschmelzung
des Eisenschwamms erforderlichen Schmelzwärme
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innerhalb des Schmelzgefäßes die maximale Nutzung dieser Wärme möglich. Schließlich durchmischen
die im Schmelzgefäß entstehenden Verbrennungsgase und die zum pneumatischen Feststofftransport
verwendeten Trägergase die Metallschmelze und sorgen für eine gleichmäßige Temperaturverteilung
im Schmelzgefäß.
Das der Erfindung zugrunde liegende Verfahren zeichnet sich ferner durch gute Regelbarkeit
und durch die Verwendbarkeit aller Kohlearten aus.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher
beschrieben. In den Gegenstromwärmeaustauscher 1 wird von oben aus dem Vorratsbunker 2 feinkörniges
Eisenerz mit einer Korngröße von O bis 3 mm, vorzugsweise O bis 0,5 mm eingebracht. Die optimale
Korngröße ist unter anderem abhängig von der Größe der Produktionsanlage. Die Korngröße vermindert
sich mit der Anlagengröße. Von unten wird dem Gegenstromwärmeaustauscher 1 das noch heiße
Abgas des Wirbelschichtreaktors 3 und ein Teil des Abgases des Schmelzgefäßes 4 zugeführt. Das
Abgas des Schmelzgefäßes 4 wird vom Abgasverteiler 27 in zwei Teilströme geteilt. Ein Teilstrom
gelangt in den Gegenstromwärmeaustauscher 1. Vorher wird ihm aus dem Vorratsbunker 35 Kohlenstaub
und aus dem Dampfverteiler 36 Heißdampf zugegeben. Der Heißdampf wird im Gegenstromwärmeaustauscher
37 vom zweiten Abgasteilstrom erzeugt,
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der vom Verteiler 27 in den Entstauber 28 geführt wird. Nach der Entstaubung wird das Abgas im Kompressor
32 auf den erforderlichen Betriebsdruck gebracht und im Druckvorratsbehälter 29 gespeichert.
Der erforderliche Betriebsdruck liegt je nach Größe der Anlage zwischen 1 und 40 atü. Vom Druckvorratsbehälter
29 wird das Abgas über Druckminderer den verschiedenen Verwendungszwecken zugeführt.
Das Abgas des Wirbelschichtreaktors 3 besteht zum größten Teil aus Kohlendioxid, während das Abgas
des Schmelzgefäßes 4 fast nur aus Kohlenmonoxid besteht. Das Abgas des Gegenstromwärmeaustauschers
1 wird im Entstauber 5 entstaubt, in der Brennkammer 6 mit Sauerstoff, der dem Tank 8 entnommen
wird, verbrannt und dem Wärmeaustauscher 7 zugeführt, von wo es einer weiteren Nutzung zugehen
oder in die Atmosphäre entlassen werden kann. Das gereinigte und nachverbrannte Abgas des Gegenstromwärmeaustauschers
1 besteht fast quantitiätiv aus Kohlendioxid. Falls erforderlich, kann der Brennkammer
6 über den Druckminderer 34 kohlenmonoxidreiches Abgas aus dem Behälter 29 zugeführt werden.
Das vorgewärmte, vorreduzierte, feinkörnige Eisenerz wird aus der Schleuse 9 mit einem kleinen Teil
des Abgases aus dem Behälter 29, das im Druckminderer 33 auf den erforderlichen Betriebsdruck gebracht
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wird, in den Wirbelschichtreaktor 3 gefördert. Das zur Reduktion der Erze verwendete Abgas aus dem Behälter
29 wird im Wärmeaustauscher 7 soweit aufgeheizt, daß der Wärmeinhalt des Gases zur Deckung
des Wärmebedarfs der endothermen Erzreduktion ausreicht.
Außerdem wird das Reduktionsgas im Druckminderer 10 auf den erforderlichen Druck gebracht.
Die Temperaturen im Wirbelschichtreaktor 3 liegen zwischen 500 und 85O°C und der Metallisierungsgrad des Eisenschwamms beträgt 40 bis 95 %. Der
Wirbelschichtreaktor 3 ist bodenlos und hat eine konische Form. Die Abtrennung des Eisenschwamms
vom Reduktionsabgas erfolgt im Zyklon 11, von wo das Reduktionsabgas dem Gegenstromwarmeaustauseher
1 zugeführt wird. Zur besseren Durchführung der Direktreduktion des Eisenerzes ist es oft von Vorteil,
wenn der Reduktionsvorgang in mehreren hintereinandergeschalteten Wirbelschichtreaktoren 3 mit
nachgeschalteten Zyklonen 11 durchgeführt wird.
Der im "Zyklon 11 anfallende Eisenschwamm wird in der Schleuse 12 mit einem Teil des Abgases des Behälters
29 vermischt, das im Druckminderer 13 auf den erforderlichen Trägergasdruck gebracht wurde.
In der Schleuse 12 wird dem Eisenschwamm außerdem Kohlenstaub zugemischt, der eine Korngröße von 0
bis- 3 mm hat und im Vorratsbunker 14 gelagert wird. Weiterhin kann dem Eisenschwamm in der Schleuse 12
feinkörniges Eisenerz aus dem Bunker 20 zugemischt werden. Der im kohlenmonoxidhaltigen Abgas suspendierte
und mit Kohlenstoffträgern vermischte
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Eisenschwamm gelangt durch das innere Rohr der Manteldüse
15 in das Schmelzgefäß 4, in dem sich eine Metallschmelze 16 befindet, auf der die Schlackenschicht 17
schwimmt. Das Schmelzgefäß 4 dient als Schmelz-, Restreduktions- und Frischgefäß. Durch das mittlere Rohr
der Mehrmanteldüse 15 wird Sauerstoff aus dem Vorratstank 8 in das Schmelzgefäß 4 geblasen. Dem Sauerstoff
werden über die Dosiervorrichtung 18 feinkörniger Kalk aus dem Vorratsbunker 19 und ggf. andere Zuschlagstoffe
zugemischt. Dem Vorratsbunker 14 wird Kohlenstaub entnommen und mit einem Teil des Abgases aus dem Behälter
29 in der Schleuse 21 gemischt, nachdem es im Druckminderer 22 auf den erforderlichen Betriebsdruck gebracht
wurde. Anschließend gelangt der im kohlenmonoxidhaltigen Abgas suspendierte Kohlenstaub durch
das äußere Rohr der Manteldüse 15 in das Schmelzgefäß 4. Dieses ist mit einer oder mehreren Manteldüsen
15 ausgerüstet, die unterhalb der Metallbadoberfläche angeordnet sind.
Das Metallbad 16 hat eine Temperatur von 1200 bis
16OO°C
0,1 %.
16OO°C und einen Kohlenstoffgehalt von mehr als
Über den Auslaß 23 wird dem Schmelzgefäß 4 flüssiger
Vorstahl entnommen und dem Frischkonverter 24 zugeführt, wo der Vorstahl durch Blasen mit aus dem
Vorratstank 8 entnommenen Sauerstoff auf den gewünschten Kohlenstoffendgehalt eingestellt wird. Die im
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Schmelzgefäß 4 vorhandene Schlacke, die aus Zuschlagstoffen, mineralischen Bestandteilen des
Eisenschwamms und der Kohle sowie aus Metalloxiden
besteht, wird über den Auslaß 25 abgelassen. Die im Schmelzgefäß 4 gebildeten Abgase
bestehen fast quantitativ aus Kohlenmonoxid und werden aus der gasdichten Abdeckhaube 26 in den
Abgasverteiler 27 gefördert. Abgas des Schmelzgefäßes 4, das nicht als Reduktions- oder Trägergas
dient, wird zur weiteren Verwendung aus dem Behälter 29 abgegeben. Das fast ausschließlich
aus Kohlenmonoxid bestehende Abgas des Frischkonverters 24 wird über die nahezu gasdichte
Abdeckhaube 31 dem Abgasverteiler 27 zugeführt
und dem Abgasstrom des Schmelzgefäßes 4 beigemischt. Zum Anfahren des Schmelzgefäßes 4 wird
flüssiges Roheisen in Pfannen angeliefert oder in einem kleineren Einschmelzofen vorgeschmolzen.
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Claims (16)
1. Verfahren zur Herstellung von Stahl aus feinkörnigen Eisenerzen, gekennzeichnet durch die Kombination folgender
Maßnahmen:
a) Vorwärmung und Teilreduktion der feinkörnigen Eisenerze in einem Gegenstromwärmeaustauscher.
b) Reduktion der feinkörnigen Eisenerze mit im wesentlichen aus Kohlenmonoxid bestehenden
Abgasen des Schmelzprozesses in einem Wirbelschichtreaktor zu Eisenschwamm.
c) Abtrennung des feinkörnigen Eisenschwamms
vom Reduktionsgas und pneumatische Förderung des Eisenschwamms in eine kohlenstoffhaltige
Metallschmelze.
d) Restreduktion des Eisenschwamms in der Metallschmelze durch den vorhandenen Kohlenstoff
und weitere in die Metallschmelze pneumatisch einzubringende Kohlenstoffträger .
e) Frischen der Metallschmelze mit reinem Sauerstoff, deir Kalk und weitere Zuschlagstoffe
zugemischt sein können.
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f) Einbringung des Sauerstoffs, der Kohlenstoffträger des Eisenschwamms und der Zuschlagstoffe
in die Metallschmelze durch unterhalb der Metallbadoberfläche angeordnete Düsen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Vorwärmung und Teilreduktion der feinkörnigen Eisenerze im Gegenstromwärmeaustauscher
die Abgase des Wirbelschichtreaktors und ein Teil der Abgase, die beim Frischen der
Metallschmelze anfallen, verwendet werden.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die feinkörnigen Eisenerze
im Gegenstromwarmeaus.tauscher auf eine Temperatur von 500 bis 85O°C vorgewärmt werden.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis· 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Wirbelschichtreaktor
als Reduktionsmittel ein Teil des Abgases verwendet wird, das beim Frischen der Metallschmelze
anfällt.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Reduktion der feinkörnigen
Eisenerze bei Temperaturen von 500 bis 85O°C durchgeführt wird.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Metallisierungsgrad
des Eisenschwamms zwischen 40 und 95 % liegt.
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7. Verfahren nach den Ansprüchen I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Reduktion der feinkörnigen
Eisenerze in einem oder mehreren hintereinandergeschalteten bodenlosen Wirbelschichtreaktoren
durchgeführt wird.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis Ί, dadurch
gekennzeichnet, daß zur pneumatischen Förderung des Eisenschwamms und der Kohlenstoffträger in
die Metallschmelze ein Teil des Abgases verwendet wird, das beim Einschmelzen der Einsatzstoffe
und beim Frischen der Metallschmelze entsteht.
9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß feinkörnige und feste Kohlenstoff
träger verwendet werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß als fester feinkörniger Kohlenstoffträger Kohlenstaub verwendet wird.
11. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 1 , dadurch gekennzeichnet, daß beim Frischen mit reinem
Sauerstoff der Kohlenstoffgehalt der Metallschmelze, in der der Eisenschwamm eingeschmolzen
wird, nicht unter 0,1 % absinkt.
12. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einbringung des Sauerstoffs,
der Kohlenstoffträger, des Eisenschwamms und weiterer Zuschlagstoffe in die Metallschmelze
eine oder mehrere Mehrmanteldüsen verwendet werden.
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13β Verfahren nach Anspruch I2? dadurch gekennzeichnet^
öaß- durch die einzelnen konzentrisch angeordneten
Rohre der Mehrmanteldüsen verschiedene Stoffe in die Metallschmelze eingebracht werden,
und zwar
a) durch das innere Rohrs Eisenschwamm, dem Kohlenstoffträger zugemischt sein können;
b) durch das mittlere Rohr: Sauerstoff, dem feinkörniger Kalk und/oder weitere Zuschlagstoffe
zugemischt sein können;
c) durch das äußere Rohr: Kohlenstoffträger.
14. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß feinkörniges Eisenerz durch
feinkörnige eisenoKidhaltige Abfallstoffe teilweise
ersetzt wird.
15. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung des Verfahrens
durch die Änderung folgender Regelgrößen erfolgt:
a) Änderung der Zusammensetzung des Reduktionsgases
b) Änderung der Menge des Reduktionsgases
c) Zugabe von Erz in das Schmelzgefäß
d) Zugabe von Schrott in das Schmelzgefäß.
16. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß überschüssiges Abgas aus dem Schmelzprozess gesammelt und genutzt wird.
$09829/0506
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