[go: up one dir, main page]

DE2400578A1 - Verfahren zur instandsetzung schwerer eisengegenstaende - Google Patents

Verfahren zur instandsetzung schwerer eisengegenstaende

Info

Publication number
DE2400578A1
DE2400578A1 DE2400578A DE2400578A DE2400578A1 DE 2400578 A1 DE2400578 A1 DE 2400578A1 DE 2400578 A DE2400578 A DE 2400578A DE 2400578 A DE2400578 A DE 2400578A DE 2400578 A1 DE2400578 A1 DE 2400578A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
repair
metal
zone
reducing
atmosphere
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE2400578A
Other languages
English (en)
Inventor
Jan Schokkenbroek
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoogovens Ijmuiden BV
Original Assignee
Hoogovens Ijmuiden BV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoogovens Ijmuiden BV filed Critical Hoogovens Ijmuiden BV
Publication of DE2400578A1 publication Critical patent/DE2400578A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D7/00Casting ingots, e.g. from ferrous metals
    • B22D7/06Ingot moulds or their manufacture
    • B22D7/066Manufacturing, repairing or reinforcing ingot moulds
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K35/00Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting
    • B23K35/22Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting characterised by the composition or nature of the material
    • B23K35/38Selection of media, e.g. special atmospheres for surrounding the working area
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K9/00Arc welding or cutting
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K9/00Arc welding or cutting
    • B23K9/04Welding for other purposes than joining, e.g. built-up welding
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23PMETAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; COMBINED OPERATIONS; UNIVERSAL MACHINE TOOLS
    • B23P6/00Restoring or reconditioning objects
    • B23P6/04Repairing fractures or cracked metal parts or products, e.g. castings
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K2103/00Materials to be soldered, welded or cut
    • B23K2103/02Iron or ferrous alloys
    • B23K2103/06Cast-iron alloys

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

PATENTANWÄLTE HENKEL— KERN — FEILER — HÄNZEL — MÜLLER
DR. PHIL. DIPL.-ING. DR. RER. NAT. DIPL.-ING. DIPL.-ING.
TELEX: 05 29 802 HNKL D EDUARD-SCH MID - STRASSE 2 BAYERISCHE HYPOTHEKEN- UND
TELEFON: (08 11) 66 3197, 66 30 91-92 _^ „--_ ,,nvrlInv nn WECHSELBANK MÜNCHEN NR. 318 - 85
TELEGRAMME: ELLIPSOID MÜNCHEN D-BUUU MUNLHUN ^U POSTSCHECK: MCHN 1621 47 —809
Hoogovens IJimiiden BV jf "*3 ϊβμ <; -.-
Umuiden, MIe der lande
Verfahren zur Instandsetzung schwerer Eisengegenstände
(Zusatz zu P 21 08 318.1)
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Instandsetzung schwerer Metall- bzw.Eisengegenstände, insbesondere von Blockgießgespannen bzw. Unterlagsplatten und Blockgießformen, sowie die nach diesem Verfahren instandgesetzten Gegenstände. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf eine Verbesserung bzwo Abwandlung des Verfahrens nach Patent 21 08 318.1.
Im genannten Patent ist ein Verfahren zur Instandsetzung von schweren Eisengegenständen beschrieben, das speziell, aber nicht ausschließlich auf die Reparatur von Gußeiseh-Blockgießunterlagsplatten und/oder Blockformen für die Stahlindustrie anwendbar ist. Bei diesem Verfahren wird einer Reparaturzone Metall praktisch derselben Zusammensetzung wie das Metall des Gegenstands in der Reparaturzone zugeführt (wobei das zugeführte Metall möglicherweise die zur Berichtigung seiner Zusammensetzung erforderlichen Legierungskomponenten sowie die ggf. ebenfalls zugeführten i'lußmittel- und Abdecksubstanzen enthält), und mit Hilfe mindestens einer Lichtbogenelektrode wird in der Reparaturzone genügend elektrothermische Energie erzeugt, um praktisch das gesarate zugeführte Metall und zumindest einen Teil des angrenzenden Metalls des instandzusetzenden Gegenstands gleichzeitig v/ährend einer
409828/0371
beträchtlichen Zeitspanne im Schmelzzustand zu halten, worauf die Reparaturzone abgeschlackt und der Gegenstand langsam abgekühlt wird. Das Metall wird der instandzusetzenden Zone vorzugsweise in Form von festen Stücken zugeführt.
Bei der Herstellung von Stahlblöcken als Zwischenprodukt für die anschließende Verwendung in Stahlblech-Walzwerken werden die Blockformen auf flache Unterlagsplatten aufgesetzt und dann mit der Stahlschmelze beschickt. Nachdem die St aiii schmelze ausreichend abgekühlt ist, werden die Blockformen von den erstarrten Blöcken abgezogen, und die Blöcke werden von den Unterlagsplatten abgezogen. Bei letzteren handelt es sich um flache bzw.glatte Platten mit einen Gewicht von z.B. 6-9 '-Tonnen und einer Dicke von z.B. 400 mm. Es sind jedoch auch andere Gewichte und Abmessungen der Blockgieß-Unterlagsplatten bekannte In der Regel bestehen diese Platten aus Grauguß oder Roheisen.
Zu Beginn des Gießvorgangs fällt der Stahlschmelzenstrahl in die Blockform und trifft dabei zuerst auf die Oberfläche der Unterlagsplatte auf. Dies führt zu Erosion und Korrosion an dieser Oberfläche, so daß sich nach wiederholter Benutzung der Unterlagsplatte in mehreren Gießvorgängen eine Vertiefung bzw. Auswaschung in dieser Oberfläche ausbildet. Da sich diese Vertiefung nach und nach vergrößert, eignen sich die auf dieser Unterlagsplatte gegossenen Stahlblöcke allmählich immer weniger für ihre Verwendung. Insbesondere können Stahlblöcke, die an ihrer Unterseite übergroße, konvex abstehende Teile aufweisen, nicht aufrecht auf einer Fläche stehen, so daß es unmöglich wird, sie in Herdtieföfen einzubringen. Außerdem führen diese übermäßig konvexen Unterseiten zu einem niedrigeren Wirkungsgrad und zu einem geringeren Ausbringen der aus den Blöcken ge-'.valzten Platten oder Platinen. Es hat sich gezeigt, daß eine Unterlagsplatte nicht mehr brauchbar ist, wenn die in ihr
4 0 9 8 2 3/0371
gebildete Vertiefung eine Tiefe von etwa 18 cm erreicht oder sich -waagerecht derart erweitert, daß sie den Bereich erreicht, in welchem die Blockform oder Kokille auf der Unterlagsplatte ruht. Eine Aussonderung eiisr Unterlagsplatte bedeutet aber, daß eine Eisenmenge in der Größenordnung von 500 kg völlig nutzlos wird und der Rest der Unterlagsplatte nur mit dem Schrottwert zu "bewerten ist. Obgleich möglicherweise Unterschiede in den diesbezüglichen Verlusten zwischen dem einen Stahlwerk und dem anderen bestehen, betragen diese Verluste nahezu immer etwa 0,2 - 0,4/& des Werts des Rohstahls, der durch Gießen unter Verwendung solcher Unterlagsplatten hergestellt wird.
Im Stammpatent ist ein neuartiges Verfahren für die Instandsetzung beschädigter Blockgieß-Unterlagsplatten beschrieben, bei dem - kurz gesagt - die ganze beschädigte Zone mittels einer Lichtbogenelektrode angeschmolzen und zusammen mit Metall, das als A_^is füllmaterial für die Schadenssone zugeführt worden ist, im Schmelz zustand gehalten wird. Es hat sich seinerzeit herausgestellt, daß es mit diesem neuartigen Verfahren möglich ist, Unterlagsplatten auszubessern, so daß diese in der Regel auf ähnliche Weise verwendet werden können wie neue Unterlagsplatten. Seitdem hat es sich jedoch gezeigt, daß die reparierten Unterlagsplatten unter gewissen Umständen dennoch schneller wieder beschädigt werden als ursprünglich neue Platten. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Block an der Unterlagsplatte anhaftet und mit erheblicher Kraft von ihr abgezogen werden muß.
In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, daß auch bereits andere Verfahren zur Instandsetzung von Schaden z.B. an Blockgieß-Unterlagsplatten vorgesehlagen worden sind. Diesbezüglich sei beispielsweise auf die US-PS 2 330 289, <Ue CH-PS 355 878 und die BE-PS 542 628 verwiesen. An allen Stellen dieser Vorveröffentlichungen und auch sonst wurden jedoch stets nur Verfahren
409828/0371
beschrieben, bei denen verschiedene Teile der beschädigten Oberfläche nacheinander, allmählich und teilweise angeschmolzen wurden und bei denen das Reparaturmaterial zu den angeschmolzenen Stellen zugeführt wurde. An keiner Stelle dieser Vorveröffentlich ungen ist eine Anregung dafür enthalten, die gesamte Fläche der beschädigten Zone sowie das für die Instandsetzung zugeführte Material gleichzeitig und während einer bestimmten Zeitspanne im Schmelzzustand zu halten und daraufhii)i6.ie gesamte Konstruktion allmählich abzukühlen.
Zur Vermeidung der Nachteile, die zeitweilig bei der Anwendung des Verfahrens gemäß dem Stammpatent vorkommen können, wird erfindungsgemäß eine Verbesserung oder Abwandlung dieses Verfahrens vorgeschlagen, deren Besonderheit darin besteht, daß an der Instandsetzungsstelle eine elektrothermisch^ Leistung oderEnergie von mindestens 250 kVA in einer reduzierenden, vorzugsweise stark reduzierenden Umgebung (Atmosphäre) erzeugt wird.
Genauere Untersuchungen haben überraschenderweise gezeigt, daß beim Verfahren gemäß dem Stammpatent eine Übergangszone zwischen dem ursprünglichen Werkstoff und dem bei der Instandsetzung hinzugefügten Werkstoff für das Auftreten von Schaden an der Unterlagsplatte im Fall von anhaftenden bzw. "klebenden" Blöcken verantwortlich gemacht werden kann. Diese Ubergangszone scheint vergleichsweise große Mengen an Eisenoxiden zu enthalten, auf welche lokale schwache Stellen in der Unterlagsplatte zurückzuführen sind. Beim erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich nunmehr infolge der größeren erzeugten elektrothermisohen Wärmemenge in Verbindung mit dem Vorhandeneein^iner reduzierenden Umgebungsatmosphäre zwei Wirkungen erreichen. Einmal kann nämlich eine Reduktion der an der Oberseite der beschädigten Unterlagsplatte vorhandenen Eisenoxide stattfinden und zum zweiten ist die Ubergangszone infolge des heftigeren Verlaufs des Ansdimelzvorgangs um soviel größer, daß sie kaum noch als solche zu erkennen ist.
409828/0371
-5-
Es hat sich dabei gezeigt, daß sich die besten Ergebnisse dann erzielen lassen, wenn die Reduktion der auf der Tint erlags plat te vorhandenen Eisenoxide unter Anwendung einer reduzierenden Umgebungsatmosphäre durchgeführt wird, die an der Stelle der Wärmeentwicklung auf einer Temperatur von mindestens 15OO C und im Fall von sehr schweren Gegenständen vorzugsweise auf einer Temperatur von 2300 - 2600 C gehalten wird.
Die durchschnittliche erzeugte Leistung oder Energie "bzw. Strommenge bei der Stromanlegung während der Instandsetzung beträgt vorzugsweise mehr als 25O kVA. Die elektrothernriache Leistung oder Energie von mindestens 250 kVA wird vorzugsweise auch in der reduzierenden Atmosphäre während einer beträchtlichen Zeitspanne erzeugt, zumindest bevor das Metall zur Reparaturzone zugeführt wird,um auf diese Weise eine Reduktion der Oxide zu erreichen. TJm zudem die angestrebte erhebliche Erwärmung der das für die Instandsetzung zugeführte Metall und das angrenzende Metall des Gegenstands enthaltenden Schmelzenlache zu erreichen, wird diese elekbrothermische Leistung oder Energie von mindestens 25O kVA vorzugsweise in der reduzierenden Atmosphäre erzeugt, nachdem das Metall in die Reparaturzone gebracht worden ist.
Die reduzierende Umgebung kann auf verschiedenartige Weise gewährleistet werden, z.B. durch Herstellung einer reduzierenden Atmosphäre mittels reduzierender Schutzgase oder durch Durchführung der gesamten Instandsetzung in einem Ofen, in dessen Innerem eine reduzierende Gasatmosphäre aufrechterhalten wird. Diese Möglichkeiten können sich jedoch in der Praxis aus technischenund wirtschaftlichen Gründen als nicht zufriedenstellend erweisen. Infolgedessen wird erfindungsgemäß auch ein Verfahren bevorzugt, bei dem die reduzierende Umgebung bzw. Atmosphäre
40982Θ/0371
-6-
-G-
dadurch hergestellt wird, daß auf der Oberseite des instandzusetzenden Gegenstands um die Elektrode herum einkörniges Material vorgesehen wird, das bei der Arbeit st enroeratur ein reduzierendes Gas entwickelt. Zu diesem Zweck kann z.B. Kohle verwendet werden, doch wird hierfür Koks bevorzugt, da dieser sauber, billig und leicht zu handhaben ist. infolge der innerhalb der Koksmasse erzeugten Wärme beginnt der Koks zu glühen, was zur Entwicklung von Kohlenmonoxidgas führt, welches am Verfahren als Reduktionsmittel teilnimmt. Dabei ist zu beachten, daß die Wärme hauptsächlich durch den den Kokshaufen durchfließenden elektrischen Strom erzeugt wird. Tatsächlich ist dabei kaum eine einzige Lichtbogenflamme vorhanden. Zur Gewährleistung einer Wärmequelle der gleichen Größe wie die derSehadenszone, und um die erforderliche Intensität des elektrischen Stroms zu erreichen, wird vorzugsweise eine Elektrode mit einem Durchmesser im Bereich von J50 - 40 cm verwendet.
Gute Ergebnisse lassen sich erzielen, wenn ein Kokshaufen mit einer Höhe von etwa 80 cm und einem Durchmesser von etwa 100 cm um die Elektrode^(n) herum aufgeschüttet und der elektrische Strom angelegt wird, bis die Umgebung der Schadenszone angeschmolzen und erforderlichenfalls reduziert ist, worauf die Elektrode(n) aus dem Kokshaufen herausgezogen wird (werden) und durch die dabei entstehende Öffnung das Reparaturmaterial, z.B. Eisen, nebst den erforderlichen Legierungs- und Flußmittelsubstanzen eingeführt wird. Anschließend wird (werden) die Elek- . trode^n) wieder abgesenkt, und hierauf wird elektrischer Strom während einer Gesamtzeitspanne von mindestens 2 Std. nach dem .Wiedereinführen der Elektrode(n) angelegt.
Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens erläutert.
Beispiel
Eine Graugußblock-ITnterlagsplatte mit einem Gewicht von 9t und
409828/0371
einer Dicke Ton 40 cm wurde instandgesetzt, nachdem etwa 200 kg Bisen von ihrer Oberfläche abgetragen worden waren. Die Oberfläche der dadurch hervorgerufenen Vertiefung wurde zunächst mittels einer reduzierenden Gasflamme gereinigt. Sodann wurde eine Graphitelektrode mit einem Durchmesser von 35 cm mit ihrem unteren Ende in einem solchen Abstand über der Vertiefung angeordnet, daß ein Lichtbogen erzeugt werden konnte. Um die Elektrode (n) herum wurde auf der Unterlagsplatte ein Kokshaufen mit einem Durchmesser von etwa 1 m und einer Höhe von etwa 80 cm aufgeschüttet, worauf elektrischer Strom angele gt wurde. Bei einer Spannung von 42 V wurde eine Stromstärke von 7500 A (315 kVA) gewählt· Nach einiger Zeit begann die gesamte Koksmasse zu glühen, worauf durch weitere Zufuhr von Koks dafür gesorgt wurde, daß die Außenseite der Koksmasse dunkel blieb. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Elektrode aus der Koksmasse herausgezogen, die nun genügend zusammengesintert war, daß eine Öffnung zurückblieb, deren Abmessungen denen der Elektrode entsprachen. Durch diese öffnung hindurch konnte über der Schadenszone eine Temperatur von etwa 2500 0 gemessen werden. Sodann wurden Roheisen- und Schrottstücke sowie andere Legierungseinstellkomponenten, wie FeSi und PeIIn, nebst weiterem i'lußmittel und Abdecksubstanzen durch die Öffnung hindurch eingegeben, und die Elektrode wurde dann wieder abgesenkt.
Daraufhin wurde der elektrische Strom wieder mit der gleichen Stärke wie vorher eingeschaltet und insgesamt etwa 3 Std. lang angelegt ο
Die dabei erzeugte leistung reichte aus, um das gesamte zugeführte Reparaturmaterial und eine dieses umgebende Zone der Unterlagsplatte gleichzeitig im Schmelz zustand zu haltene Nach dem Abschlacken wurde die Unterlagsplatte langsam abgekühlt. Als ResuHat wurde auf diese Weise eine instandgesetzte Blockgieß-Unterlagsplatte erhalten, welche den höchsten, an neue Unterlagspktten zu stellenden Anforderungen genügte.
409828/0371 "8"

Claims (8)

Patentansprüche
1. Verfahren zur Instandsetzung eines schweren Eisengegenstands, insbesondere einer in der Stahlindustrie verwendeten Gußeisen-Unterlagsplatte oder einer Blockgießforni "bzw. -kokille, "bei welchem Metall der Reparaturzone zugeführt wird, wobei das zugeführte Metall praktisch die gleiche Zusammensetzung "besitzt wie das Metall des Gegenstands an der Reparaturzone und das zugeführte Metall möglicherweise zur Berichtigung seiner Zusammensetzung zugesetzte Legierungskomponenten enthält und ggf. auch Flußmittel und Abd#cksubstanzen zugesetzt werden, und bei welchem mittels mindestens einer Lichtbogenelektrode in der Reparaturzone eine so große elektrothermische Energie erzeugt wird, daß das gesamte zugeführte Metall und zumindest ein Teil des angrenzenden Metalls des instandzusetzenden Gegenstands während einer beträchtlichen Zeitspanne gleichzeitig im Schmelzzustand gehalten werden, worauf die Reparaturzone abgeschlackt und der Gegenstand langsam abgekühlt wird, nach Patent 21 08 318.1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Reparaturzone zumindest während eines erheblichen Teils der Instandsetzungszeit eine elektrothermische Leistung oder Energie τοη mindestens 250 kVA in einer reduzierenden "Umgebung bzw. Atmosphäre erzeugt wird.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die reduzierende Umgebung bzw. Atmosphäre, in welcher die elektrothermische Leistung oder Energie τοη mindestens 250 kVA erzeugt wird, durch diese Leistung oder Energie während einer längeren Zeitspanne auf einer Temperatur τοη mindestens 1500°C gehalten wird.
3· Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur an der reduzierenden "Umgebung (Atmosphäre) im Bereich τοη 23ΟΟ - 2600°C gehalten wird.
409828/0371 _9_
4· Verfahren nach einem der Ansprüche 1 "bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrothermisohe Leistung oderEnergie von mindestens 250 kVA in der reduzierenden Umgebung bzw. Atmosphäre zumindest vor der Zufuhr des Metalls zur Reparaturzone während einer "beträchtlichen Zeitspanne aufrechterhalten wird,
5* Verfahren nach, einem der Ansprüche 1 Ms 4, dadurch gekennzeichnet j daß die genannte elektrothermische Leistung oder Energie nach der Zufuhr des Metalls zur Reparaturzone in der reduzierenden Umgebung bzw* Atmosphäre erzeugt wird.
6, Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung der reduzierenden Umgebung bzw. Atmosphäre ein körniges Material an der Reparaturzone um die Elektrode herum vorgesehen wird, wobei das körnige Material bei derArbeitstemperatur des Instandsetzungsvorgangs ein reduzierendes (Jas entwickelt»
7· Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als das körnige Material Koks verwendet wird,
8. Verfahren nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß ein Kokshaufen mit einer Höhe von etwa 80 cm und einem Durchmesser von etwa 100 cm um die Elektrode herum aufgehäuft und elektrischer Strom angelegt wird, bis das Metall des Gegenstands um die Zone herum, welche durch das für die Instandsetzung zugeführte Metall aufgefüllt werden poll, angeschmolzen und erforderlichenfalls reduziert ist, daß anschließend "die Elektrode in Aufwärtsrichtung aus dem Kokshaufen herausgezogen wird und das Reparaturmaterial sowie ggf· Legierungskomponenten und Abdeck- und Slußmittelsubstanzen zur Reparaturzone zugeführt werden und daß sodann die Elektrode wieder abgelassen und hierauf mindestens 2 St d. lang ein elektrischer Strom angelegt wird.
40 9 8 28/0371
Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtbogenelektrode einen Durchmesser von mindestens 30 cm und höchstens 40 era besitzt.
409828/0371
DE2400578A 1973-01-09 1974-01-07 Verfahren zur instandsetzung schwerer eisengegenstaende Withdrawn DE2400578A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL7300262A NL7300262A (de) 1973-01-09 1973-01-09

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2400578A1 true DE2400578A1 (de) 1974-07-11

Family

ID=19817966

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2400578A Withdrawn DE2400578A1 (de) 1973-01-09 1974-01-07 Verfahren zur instandsetzung schwerer eisengegenstaende

Country Status (15)

Country Link
US (1) US3920948A (de)
JP (2) JPS4998738A (de)
AU (1) AU474993B2 (de)
BE (1) BE809491A (de)
BR (1) BR7400084D0 (de)
CA (1) CA1000367A (de)
DE (1) DE2400578A1 (de)
FR (1) FR2322692A2 (de)
GB (1) GB1420709A (de)
IN (1) IN138655B (de)
IT (1) IT1046267B (de)
LU (1) LU69125A1 (de)
NL (1) NL7300262A (de)
SE (1) SE397171B (de)
ZA (1) ZA739679B (de)

Families Citing this family (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4001461A (en) * 1973-03-30 1977-01-04 David Grigorievich Bykhovsky Method of producing electrode units for plasmatrons
NO137183C (no) * 1974-06-27 1978-01-18 Elkem Spigerverket As Anordning for reparasjon av blokker av st¦pejern
US4068111A (en) * 1975-08-20 1978-01-10 De Rotterdamsche Droogdok Maatschappij B.V. Process of working imperfections or defects on generally thickwalled metal worked-pieces
US4120345A (en) * 1977-04-05 1978-10-17 Crucible Inc Method for ingot mold repair
US4593747A (en) * 1983-11-30 1986-06-10 Recastco Inc. Ingot mould repair method
JP4871830B2 (ja) * 2007-10-05 2012-02-08 矢崎総業株式会社 2つの部材を連結する係合構造
CN109352263A (zh) * 2018-12-11 2019-02-19 重庆世潮机械有限公司 一种滚丝轮修复工艺

Family Cites Families (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2226403A (en) * 1938-07-23 1940-12-24 Robert K Hopkins Manufacture of veneered articles
US2241572A (en) * 1940-11-07 1941-05-13 Percy A E Armstrong Working metals by the electric arc
US2330289A (en) * 1941-10-18 1943-09-28 Linde Air Prod Co Method of building up surfaces
US2653212A (en) * 1951-08-08 1953-09-22 Cleveland Trust Co Process of making composite metal
US3139505A (en) * 1959-07-02 1964-06-30 Kloeckner Werke Ag Method and apparatus for coating base metal with facing metal
US3204077A (en) * 1963-01-31 1965-08-31 R I Patents Inc Welding and casting process
US3221135A (en) * 1963-12-24 1965-11-30 Foster Wheeler Corp Method of welding fin tube panel
US3286334A (en) * 1965-07-16 1966-11-22 Contemporary Res Inc Production of dispersion hardened materials
US3624345A (en) * 1968-10-31 1971-11-30 Babcock & Wilcox Co Arc welding electrode arrangements
CH508735A (de) * 1969-01-29 1971-06-15 Sulzer Ag Vorrichtung zum Plattieren von metallischen Werkstücken mit Hilfe eines elektrischen Lichtbogens

Also Published As

Publication number Publication date
JPS4998738A (de) 1974-09-18
US3920948A (en) 1975-11-18
JPS527325A (en) 1977-01-20
LU69125A1 (de) 1974-04-02
SE397171B (sv) 1977-10-24
BR7400084D0 (pt) 1974-08-15
CA1000367A (en) 1976-11-23
IN138655B (de) 1976-03-06
NL7300262A (de) 1974-07-11
GB1420709A (en) 1976-01-14
IT1046267B (it) 1980-06-30
FR2322692A2 (fr) 1977-04-01
AU474993B2 (en) 1976-08-05
BE809491A (nl) 1974-07-08
AU6410374A (en) 1975-07-03
FR2322692B2 (de) 1978-04-14
ZA739679B (en) 1974-11-27

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2340674A1 (de) Verfahren und gleichstrom-lichtbogenofen zur herstellung von stahl
DE3616868C2 (de) Verfahren zur Gewinnung von Nichteisenmetallen
DE2400578A1 (de) Verfahren zur instandsetzung schwerer eisengegenstaende
DE2324423A1 (de) Verfahren zur instandsetzung von stahlwerkskokillen, kokillengespannplatten und weiteren gegenstaenden aus gusseisen
DE2526220A1 (de) Verfahren zur herstellung von stahl in einem gleichstrom-lichtbogenofen und lichtbogenofen zur durchfuehrung des verfahrens
CH626822A5 (de)
DE60224657T2 (de) Verfahren zur rückgewinnung von metallischem beschichteten schrott
DE2108318A1 (de) Verfahren zum Reparieren von schweren Metallgegenstanden
DE2250710A1 (de) Verfahren zum erzeugen grosser stahlbloecke unter verwendung des abschmelzens einer elektrode
DE1937411B1 (de) Befestigung zwischen einem anodenzapfen und einer kohlen stoffanode
EP0207066B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Blöcken
DE1932763A1 (de) Einrichtung zur Durchfuehrung des Elektroschlackenraffinierverfahrens
DE2807844C2 (de) Verfahren zum Elektroschlackegießen von Metallblöcken
DE4243290C1 (de) Verfahren zur Herstellung und Regenerierung von stählernen Verschleißelementen
AT61676B (de) Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Flußeisen- und dgl. Blöcken.
DE2503140A1 (de) Verfahren zur kornverfeinerung von gusstuecken
DE2116038A1 (de) Verfahren zum Elektroschlacke-Schmelzen von Blöcken und Vorrichtungen zu dessen Durchführung
DE2138662A1 (de) Verfahren zum Verhindern von Schwindungshohlräumen und&#39;Lunkern in Stahlblöcken
DE1608063C (de) Verfahren und Anlage zum schichtweisen Gießen von Ferromangan
AT356305B (de) Verfahren zum herstellen von metallbloecken, insbesondere von stahlbloecken mit 40 t ueber- treffender masse nach dem elektroschlacke- giessverfahren
DE2806727A1 (de) Verfahren zum schmelzen von schlacke
DD251517A5 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von bloecken
AT322122B (de) Verfahren und anlage zum herstellen von blöcken durch elektroschlackeumschmelzen verzehrbarer elektroden in einer gekühlten kokille
AT314105B (de) Vorrichtung zum Eletroschlacke-Gießen bzw. Umschmelzen, zur Herstellung von hohlen Metallblöcken
DE2519444C3 (de) Verfahren zur Erhöhung der Festigkeit und Zähigkeit von Gußstucken

Legal Events

Date Code Title Description
8130 Withdrawal