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DE249892C - - Google Patents

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Publication number
DE249892C
DE249892C DENDAT249892D DE249892DA DE249892C DE 249892 C DE249892 C DE 249892C DE NDAT249892 D DENDAT249892 D DE NDAT249892D DE 249892D A DE249892D A DE 249892DA DE 249892 C DE249892 C DE 249892C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fabric
circuit
cutting tool
embroidery
shaft
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT249892D
Other languages
English (en)
Publication of DE249892C publication Critical patent/DE249892C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06HMARKING, INSPECTING, SEAMING OR SEVERING TEXTILE MATERIALS
    • D06H7/00Apparatus or processes for cutting, or otherwise severing, specially adapted for the cutting, or otherwise severing, of textile materials
    • D06H7/16Apparatus or processes for cutting, or otherwise severing, specially adapted for the cutting, or otherwise severing, of textile materials specially adapted for cutting lace or embroidery

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
(^PATENTSCHRIFT
- Ju 249892 KLASSE 8/. GRUPPE
EDMUND SCHELLING in ZÜRICH, Schweiz.
Maschine zum Ausschneiden von Stickereien aus einer Stoffbahn.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. August 1910 ab.
. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Ausschneidemaschine vorzugsweise für Stickereien.
Im wesentlichen weist die Maschine ein Gestell auf, in welchem der auszuschneidende Stoff, durch zwei gegenüberliegende Walzenpaare eingeführt, langsam, aber beständig bewegt wird, und zwar erfolgt diese Bewegung durch das eine der von einer Kraftquelle angetriebenen Walzenpaare. Die Walzen jedes Walzenpaares werden zweckmäßig federnd verstellbar angeordnet, so daß der Walzendruck auf den Stoff geregelt werden kann, wodurch der Stoff wesentlich geschont wird.
Zwischen den Walzenpaaren läuft der Stoff über die Matrize einer Ausschneidevorrichtung, welche auf einem im Maschinengestell wagerecht verschiebbaren Schlitten angeordnet ist. ■ Mit der Matrize arbeitet ein durch eine Exzenterwelle in bekannter Weise dauernd auf und ab bewegter Stempel zusammen.
Die Aufgabe dieser Ausschneidevorrichtung besteht nun darin, den Stoff der Stickerei längs dem sogenannten Feston sauber auszuschneiden, ohne letzteren zu beschädigen. Zu diesem Zwecke ist es er.forderlich, daß die Ausschneidevorrichtung bzw. der Schlitten beständig derart bewegt wird, daß der Stempel den Umrissen des Festons folgt und dabei seiner Form entsprechende Stücke aus dem Stoff ausschneidet.
Das Neue der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, daß die Bewegung" des Schlittens durch elektromagnetische Mittel erfolgt, in deren Stromkreis eine durch den bekannten 45
Fühler betätigte Schaltvorrichtung eingeschaltet ist.
Die Verschiebung des Schlittens erfolgt zweckmäßig" mittels eines in eine Zahnstange desselbe eingreifenden, auf der in dem Maschinengestell drehbar gelagerten Welle sitzenden Zahnrades. Auf dieser Welle ist ein Anker angeordnet, der in einem Solenoid spielt. Entgegen der von dem Anker der AVelle erteilten Drehung wirkt eine Spiralfeder o. dgl. Das Solenoid arbeitet nun mit der von dem Fühler betätigten Ausschaltervorrichtung derart zusammen, daß, solange der Stempel vom Feston entfernt ist, der Stromkreis geschlossen und das Solenoid erregt ist, welches durch Einziehen des Ankers den Schlitten nach vorwärts bewegt. Sobald jedoch der Fühler auf den Feston trifft, wird der Stromkreis geöffnet, das Solenoid gibt den Anker frei, und der Schlitten bewegt sich unter dem Einflüsse der Feder wieder zurück.
Die Zeichnung veranschaulicht den Erfindungsgegenstand, und zwar zeigt:
Fig. ι eine Seitenansicht der Maschine,
Fig. 2 einen Querschnitt nach A-B der Fig. i, während
Fig. 3 und 4 Einzelheiten zeigen.
ι ist das Maschinengestell, auf welchem zwei Walzenpaare 2 und 3 gegenüberliegend angeordnet sind. Die Walzen, welche einen Überzug aus Gummi, Leder o. dgl. besitzen, sind in am Gestell 1 festen Lagern 4 drehbar gelagert, und zwar derart, daß sie in senkrechter Richtung bewegt werden können. Die Wellen der oberen Walze jedes Walzenpaares 2 und 3 sind an den Enden über die
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Lager hinaus verlängert und sind an Schraubenfedern 8 drehbar fest. Letztere sind andertnds an festen Ansätzen io des Gestelles mittels Stellschrauben 9 befestigt. Die Schraubenfedern 8 sind bestrebt, die obere Walze auf die untere zu pressen, wobei die Größe der Pressung durch Verstellen der Stellschraube 9 geregelt werden kann. Die Walzen jedes Walzenpaares 2 und 3 besitzen miteinander kämmende Zahnräder 5 und 6, so daß die Bewegungsrichtung der oberen Walze entgegengesetzt der unteren ist. Die Welle der oberen Walze 3 trägt eine Schnurscheibe 7.
In die Walzenpaare 2 und 3 wird der auszuschneidende Stoff eingeführt, so daß er zwischen den ersteren über eine Matrize 12 eines im Gestell 1 wagerecht verschiebbaren Schlittens 11 läuft. Der Schlitten 11 besitzt einen Ständer 14, in welchem eine Hülse 24 senkrecht verschiebbar angeordnet ist. In der Hülse 24 ist der unten hervorragende Stempel 13 schraubbar und kann daher verstellt werden. Der Stempel 13 ist derart angeordnet, daß er mit der Matrize 12 zusammen arbeitet.
Zur Betätigung des Stempels ist eine Welle 18 vorgesehen, welche im Ständer 14 und in einem Lager 16 des Schlittens 11 sowie in Lagern 19 des Gestelles 1 drehbar gelagert ist. Zwischen dem Ständer 14 und Lager 16 ist auf dieser Welle ein Stellring 17 befestigt, welcher dieselbe gegen achsiale Verschiebung im Schlitten 11 sichert. In den Lagern 19 dagegen ist die Welle 18 achsial verschiebbar. Ferner trägt dieselbe ein Schwungrad 20, dessen Nabe seitlich vorsteht und als Schnurscheibe ausgebildet ist. Das Schwungrad 20 nimmt mittels einer Büchse und eines Laufkeiles 21 die Welle 18 mit, ist jedoch gegen achsiale Verschiebung gesichert.
Das aus dem Ständer hervorragende Wellenende besitzt einen exzentrischen Zapfen 22 (Fig. 4), der in eine Vertiefung 23 • 45 eines an der Hülse 24 festen Ansatzes 15 liegt. Die Vertiefung 23 besitzt eine dem Zapfendurchmesser entsprechende Höhe, während die Breite derselben dem Durchmesser des von dem Zapfen vollführten Bewegungskreises entspricht. In der gezeichneten Stellung (Fig. ι und 4) steht der Zapfen an seiner tiefsten Stelle. Bei dem ersten Exzenterhub des Zapfens hebt derselbe den Stempel 13, um bei dem darauffolgenden Hube den Stempel 13 wieder niederzudrücken. Bei den weiteren Hüben wiederholt sich der vorbeschriebene Vorgang.
Zur Bewegung des Schlittens befindet sich im Gestell 1 eine Welle 25 drehbar gelagert, auf welcher ein Zahnrad 26 aufgekeilt ist, welches mit einer am Schlitten 11 festen Zahnstange 27 kämmt. Einerends ragt die Welle 25 aus dem Gestell 1 und trägt einen Anker 29, welcher zweckmäßig in der dargestellten Weise ausgebildet ist und der sich in einem Solenoid 30 bewegen kann. Der von dem Anker 29 der Welle 25 erteilten Drehung wirkt eine einerends an der Welle feste Spiralfeder 28 entgegen, die anderends an einer im Gestell ι verstellbaren Schraube 39 befestigt ist.
An dem Ständer 14 ist ferner ein Winkelhebel drehbar gelagert, dessen unterer Arm 33 nach unten abgebogen ist, sich in unmittelbarer Nähe des Stempels 13 befindet und als Fühler dient. Der obere Arm 32 des Winkelhebeis ist an seinem freien Ende mit dem Ständer 14 durch eine Schraubenfeder 34 verbunden, welche bestrebt ist, den Arm 32 gegen ein am Ständer 14 festes, jedoch von letzterem isoliertes Kontaktstück 31 zu pressen. 35 ist eine Stellschraube, welche in einem am Ständer festen Winkel schraubbar ist und zum Regeln der Größe der Ausschwingung des Winkelhebels dient.
Das Solenoid 30 ist einerseits mit einer Stromquelle 37, anderseits mit dem Winkelhebel verbunden. Der andere Pol der Stromquelle 37 steht unter Zwischenschaltung eines Steckkontaktes 36 mit dem Kontaktstück 31 in leitender Verbindung. go
Die Wirkungsweise der vorbeschriebenen Maschine ist folgende:
In die Walzen 2 wird der auszuschneidende Stoff, z. B. eine Stickerei, eingeführt und durch die Walzen 3 nach außen geleitet. Letztere werden durch einen auf der Schnurscheibe 7 übertragenen Antrieb in langsame, beständige Drehung versetzt und fördern den Stoff. Da nur die Walzen 3 angetrieben werden, ist der Stoff zwischen den Walzen 2 und 3 stets gespannt.
Der Stoff läuft über den Schlitten 11 zwischen der Matrize 12 und dem Stempel 13. Letzterer wird durch die beständig angetriebene Welle 18 stetig auf und nieder bewegt, wobei er seiner Form entsprechende Stücke aus dem Stoff ausschneidet.
Der Fühler 33 berührt zunächst den Stoff nicht, der Arm 32 des Winkelhebels liegt unter der Wirkung der Feder 34 an dem Kontaktstück 31 an und hält den Stromkreis der Stromquelle 37 geschlossen. Letztere erregt das Solenoid 30, welches den Anker 29 in sich hineinzieht und dadurch die Welle 25 dreht. Das auf dem letzteren befindliche Zahnrad 26 verschiebt die Zahnstange 27 und bewegt damit den Schlitten 11 nach links. Bei dieser Bewegung schneidet der Stempel 13 den auf seinem Weg befindlichen Stoff aus.
Sobald der Fühler 33 gegen den erhabenen Feston der Stickerei stößt, wird der Winkelhebel gedreht und der Arm 32 von dem Kon-
taktstück 31 abgehoben und der Stromkreis geöffnet. Hierbei wird der Anker 29 frei und die Welle 25 durch die Wirkung der Spiralfeder 28 zurückgedreht. Das Zahnrad 26 verschiebt hierbei die Zahnstange 27 und bewegt damit den Schlitten 11 nach rechts.
Beim Verlassen des Festons wird der Fühler 33 wieder frei, der Winkelhebel schwingt zurück, und der Stromkreis wird wieder geschlossen. Dadurch wird der Schlitten 11 nach links bewegt, bis der Fühler 33 wieder auf den Feston trifft, worauf sich der vorbeschriebene Vorgang wiederholt.
Da der Stoff beständig durch die Walzen 3 verschoben wird, folgt Stempel 13 den Umrissen des Festons und schneidet den Stoff dementsprechend aus.
Durch Verstellen der Schraube 39 kann die Spannung der Spiralfeder 28 und damit der Hub des Schlittens 11 geändert werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i I. Maschine zum Ausschneiden von Stickereien aus einer Stoffbahn, bei welcher die Stoffbahn unter einem hin und her gehenden Schneidwerkzeug hindurchgeführt wird, wobei während des Schneidens das Schneidwerkzeug quer zur Bewegungsrichtung der Bahn hin und her bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des Schneidwerkzeuges im einen Sinn durch einen Elektromagneten, im andern Sinn durch eine Feder bewirkt wird, wobei zwecks Richtungswechsel ein Fühler vorgesehen ist, der beim Auftreffen auf die Stickereikante den Stromkreis durch den Elektromagneten unterbricht und das Schneidwerkzeug der Wirkung der Feder überläßt, die, sich entspannend, dasselbe so lange zurückzieht, bis der vom Stickereirand abgleitende Fühler den Stromkreis durch den Elektromagneten wieder herstellt.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitwärtsbewegung· des Schlittens mittels eines durch ein in einem Stromkreis eingeschaltetes Solenoid bewegten Ankers erfolgt, und zwar entgegen der Wirkung einer Spiralfeder o. dgl., welche an dem Gehäuse einerends verstellbar fest ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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