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DE248508C - - Google Patents

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Publication number
DE248508C
DE248508C DENDAT248508D DE248508DA DE248508C DE 248508 C DE248508 C DE 248508C DE NDAT248508 D DENDAT248508 D DE NDAT248508D DE 248508D A DE248508D A DE 248508DA DE 248508 C DE248508 C DE 248508C
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DE
Germany
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bell
rods
contact
rod
oscillation
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT248508D
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English (en)
Publication of DE248508C publication Critical patent/DE248508C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10KSOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K1/00Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs
    • G10K1/28Bells for towers or the like
    • G10K1/30Details or accessories
    • G10K1/34Operating mechanisms
    • G10K1/344Operating mechanisms for an oscillating bell which is driven once per cycle
    • G10K1/345Operating mechanisms for an oscillating bell which is driven once per cycle electrically operated

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 248508 KLASSE 74«. GRUPPE
RUDOLF BRAMBACH in NORDHAUSEN.
Regelbare, elektrische Steuerung für Glockenläutemaschinen.
Zusatz zum Patent 243191 vom 10. Februar 1911.*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. April 1911 ab. Längste Dauer: 31. Dezember 1924.
Bei dem Gegenstand des Zusatzpatentes 243191 findet die Regulierung der Glockenschwingungsweite durch Längsverschiebung der seitliche Kontaktelemente tragenden Stangen statt, wodurch die Zeitdauer des bei den Schwingungen der Glocke auftretenden Kontaktschlusses zwischen dem an dem synchron mit den Glockenschwingungen auf und nieder gehenden Körper und den an den erwähnten Stangen befestigten Kontaktelementen geändert wird. Dabei werden während der Anläuteperiode und nach Erreichung der vollen Schwingungsweite, um eine Verstellung der Vorrichtung während des Anläutens zu vermeiden, gesonderte Kontaktelemente zum Steuern der ein Wendegetriebe beeinflussenden Magnete verwendet. Die verschiebbaren Kontaktstäbe dieser Kontaktelemente sind verschieden lang, und es werden die mit den längeren Kontaktstäben versehenen Elemente während der Anläuteperiode, und die mit den kürzeren Kontaktstäben ausgerüsteten Kontaktelemente, nachdem die Glocke ihre volle Schwingungsweite erreicht hat, mittels eines Umschalters in die Stromkreise der das Wendegetriebe steuernden Magnete eingeschaltet.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine Verbesserung dieser Vorrichtung und erstrebt eine selbsttätige Regulierung der Kontaktdauer derart, daß unter Verwendung der gleichen Kontaktelemente während der Anläuteperiode und nach Erreichung der vollen Schwingungsweite der Glocke zum Steuern der das Wendegetriebe beeinflussenden Magnete weder ein Umschalten nach dem Erreichen der vollen Schwingungsweite, noch eine Verstellung der Vorrichtung während der Anläuteperiode nötig wird.
Dieser Vorteil wird im wesentlichen dadurch erreicht, daß der sich mit den Glockenschwingungen synchron auf und nieder bewegende Körper e eine Verschiebung der die Kontaktelemente tragenden Stangen im Sinne einer Verkürzung der Kontaktdauer selbsttätig bewirkt, wenn die angetriebene Glocke eine bestimmte Schwingungsweite erreicht hat, wobei die erwähnten Stangen unter der Wirkung von Gewichten o. dgl. ihre ursprüngliche Stellung einzunehmen bestrebt sind, aber infolge einer, den Stangen bei der Rückbeweguiig eine erhebliche Trägheit gebenden Vorrichtung sich nur langsam ihrer Anfangslage nähern können. Die Verschiebung der Stangen durch den sich mit den Glockenschwin-
*) Zusatz zum Patent 232492 vom 1. Januar 1910.
gungen synchron auf und nieder bewegenden Körper geschieht dabei mittels eines an einer dieser Stangen angebrachten" Anschlages, durch dessen Verschiebung auf der betreffenden Stange selbst die endgültige Kontaktdauer und damit die gewünschte Schwingungsweite der Glocke eingestellt wird. Diese Schwingungsweite erhält sich dann vollkommen selbsttätig und in praktischen Grenzen konstant aufrecht, da bei jeder Glockenhinschwingung eine Verschiebung der die Kontaktelemente tragenden Stangen im Sinne einer Verkürzung der Kontaktdauer erfolgt und infolge der Trägheit dieser Stangen gegen ihre Rückbewegung während der Rückschwingung der Glocke die Stangen selbst nur eine geringe Rückbewegung ausführen können, die dann bei der nächsten Hinschwingung wieder aufgehoben wird.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der neuen Vorrichtung dargestellt.
Fig. ι zeigt die neue Vorrichtung in einer Seitenansicht,
Fig. 2 in einer Vorderansicht mit teilweisem Schnitt.
Fig. 3 stellt eine vollständige Läutevorrichtung in Vorderansicht dar,
Fig. 4 eine Seitenansicht der Fig. 3, und die
Fig. 5, 6 und 7 zeigen eine schematische Darstellung der Schalteinrichtung bei verschiedenen Stellungen der schwingenden Glocke. Bei dem Ausführungsbeispiel geschieht der Antrieb der Glocke wieder durch einen Elektromotor i, unter Vermittlung eines Reibungswendegetriebes 2, dessen die Drehrichtung wechselnde Welle 3 ein Kettenrad 4 trägt, durch welches unter Vermittlung einer Kette, die durch Seile oder ähnliche Organe mit einer auf der Glockenachse befestigten Scheibe verbunden ist, die Kraftübertragung auf die schwingende Glocke nach jeder Schwingungsrichtung hin ermöglicht wird. Das Wendegetriebe wird durch einen Ausrückhebel 5 beeinflußt, welcher unter der Wirkung zweier Magnete 6, 6a steht, die abwechselnd erregt, die eine oder die andere der verschiebbaren Reibungsscheiben in Kraftschluß mit dem Antriebsmotor 1 bringt, so daß die Kraft des stetig in gleichem Drehsinn umlaufenden Antriebsmotors entsprechend der Schwingungsrichtung der Glocke bei jeder Schwingung auf diese übertragen wird.
Die Glockenachse trägt einen Hebel 7, an dem mittels eines Verbindungsgliedes 8, Zugstange, Seil o. dgl., ein senkrecht geführter Körper β befestigt ist, der sich beim Läuten der Glocke synchron mit der Glockenschwingung auf und nieder bewegt. Der Körper β trägt an dem Anlenkungspunkt 0 die Zunge n1 (Fig. 2), welche an ihrem Ende eine Kontakteinrichtung w trägt.
Wie beim Gegenstand des Hauptpatentes 232492 ist in einer Bohrung des Körpers β eine Stange k zwischen Anschlägen I und I1 verschiebbar, wobei sie in einer Büchse s 0. dgl. mit Reibung geführt wird, so daß sie gegenüber dem Körper e eine gewisse Trägheit besitzt und bei einer Bewegung des Körpers e dieser sich zuerst zwischen den Anschlägen I und I1 der Stange k verschiebt, ehe er diese in der jeweiligen Bewegungsrichtung mitnimmt.
Am unteren Ende trägt die Stange k einen U-förmigen Bügel m, welcher an seinem Ende je einen Kontakt x, x1 trägt, mit welchen die Kontakte w der Zunge n1 zusammenwirken können. Die an dem Körper β bei 0 drehbar gelagerte Zunge n1 ist in der Mitte zwischen den beiden Schenkeln des Bügels m mittels eines Gelenkes ν durch eine Verlängerung η mit der Stange k in Verbindung gebracht. Bei einer Bewegung des Körpers e nach oben oder unten wird somit infolge der Verschiebung der Stange k gegen den Körper e die Kontaktzunge n1 entweder nach oben oder nach unten gegen den entsprechenden Kontakt χ oder x1 des Bügels m gelegt, wodurch die Umschaltung der die Kupplung steuernden Magnete 6, 6a entsprechend bewirkt wird.
Der Körper e wird bei seiner Auf- und Niederbewegung in zwei seitlichen parallelen Stangen 9 geführt und trägt einerseits einen senkrecht verschiebbaren Kontaktstab 10 und andererseits ein Kontaktstück 11. Entsprechend dem Kontaktstab 10 und dem Kontaktstück 11 des Körpers' e sind an den zwei senkrechten, in ihrer Längsrichtung verschiebbaren Stangen 12, 13 ebenfalls ein Kontaktstück 14 bzw. ein Kontaktstab 15 angebracht. Die Stangen 12 und 13 sind durch ein über eine Rolle 17 laufendes Seil 18 miteinander verbunden und tragen an ihren unteren Enden Gewichte 19 und 20, von denen das an der Stange 13 hängende schwerer ist, so daß die in Abhängigkeit voneinander verschiebbaren Stangen unter der Wirkung des Gewichtes 20 eine bestimmte Ruhestellung einzunehmen bestrebt sind, welche ihrer Anfangsstellung bei Inbetriebsetzung der Vorrichtung entspricht. Diese Anfangsstellung kann durch beliebige Mittel gesichert werden, beispielsweise durch einen an der Stange 12 befindlichen verstellbaren Bund 35, der sich unter den als Führung für die Stangen 12 und 13 dienenden Querstab 36 legt (Fig. 2).
Bei dem Gegenstand des Zusatzpatentes 243191 sind diese Stangen 12, 13 durch eine an der Stange 13 angreifende Schrauben-
spindel verstellbar und bleiben nach ihrer jeweiligen Einstellung während des Läutens in ihrer Lage. Im Gegensatz hierzu sind diese Stangen gemäß der Erfindung entgegen der Wirkung des Gewichtes 20 frei verschiebbar, und die Verschiebung der Stangen geschieht nach Erreichung einer bestimmten Schwingungsweite der Glocke selbsttätig durch den auf und nieder gehenden Körper e, der sich bei seinem Aufwärtsgang gegen einen an der Stange 13 angebrachten verstellbaren Anschlag 24 legt und so die Stange 13 entgegen der Wirkung des Gewichtes 20 mit aufwärts bewegt, während sich gleichzeitig infolge der Wirkung des Gewichtes 19 die Stange 12 entsprechend senkt.
Durch diese Verschiebung der Stangen 12, 13 wird in weiter unten näher erläuterter Weise die Dauer des Kontaktschlusses zwisehen den Kontaktelementen 10, 14 und ii, 15 verkürzt. Dazu ist es aber notwendig, daß die Stangen in ihrer neuen Lage gehalten werden, also eine rasche Rückverschiebung der Stangen 12, 13 unter der Wirkung des Gewichtes 20 beim Niedergang des Körpers e verhindert wird.
Zu diesem Zwecke kann eine beliebig einseitig wirkende Hemmvorrichtung an einer der Stangen 12 bzw. 13 angeordnet sein. Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel trägt die Stange 13 an ihrem unteren Ende eine Zahnstange 28. Diese Zahnstange greift in ein Zahnrad 29 ein, das mit einem Sperrad 30 fest verbunden ist. Das Zahnrad 29 und das Sperrad 30 sitzen lose auf der Welle eines Zahnrades 26, welches durch eine Sperrklinke 31 mit dem Sperrad 30 und dadurch mit dem Zahnrad 29 einseitig in Kraftschluß kommt. Das Zahnrad 26 greift in ein kleineres Zahnrad 25, auf dessen Welle ein Windflügel 27 befestigt ist. Die Aufwärtsbewegung der Stange 13 kann somit unabhängig von dieser Hemmvorrichtung erfolgen, da die Klinke 31 die entsprechende Bewegung des Zahnrades 29 und des Sperrades 30 frei zuläßt. Steht die Stange 13 dagegen lediglich unter der Wirkung des Gewichtes 20, hat sie also das Bestreben, sich zu senken, so wird unter Vermittlung des Zahnrades 29, des Sperrades 30 und der Klinke 31 diese Bewegung der Stange 13 auf das Zahnrad 26 und von diesem auf das Zahnrad 25 und damit auf den Windflügel 27 übertragen. Dieser setzt sich infolge seiner großen Trägheit bzw. infolge des Luftwider-Standes nur äußerst langsam in Bewegung, und infolge der großen Zahnradübersetzung, die zwischen diesem Windflügel 27 und der Zahnstange 28 liegt, findet eine äußerst langsame Rückbewegung dieser Stange 13 statt.
Um den bei der Aufwärtsbewegung des Körpers e gegen den Anschlag 24 erfolgenden Stoß abzuschwächen, trägt der Körper e an seinem seitlichen Ansatz 32 einen beliebig gestalteten Puffer 33.
Der Anschlag 24 ist mittels einer an der Stange 13 festgelagerten Schraubenspindel 16 verstellbar. Durch die Verstellung des Anschlages 24 nach unten oder nach oben kommt , dieser entsprechend früher oder später mit dem auf und nieder gehenden Körper e in Berührung, so daß die durch diesen Körper e bewirkte Verschiebung der Stange 12, 13 größer oder kleiner wird. Da nun die Kontaktdauer und damit die Größe des auf die Glocke übertragenden Kraftimpulses von der Größe der Verschiebung der Stangen abhängig ist, kann durch diese Verstellung des Anschlages 24 auf der Stange 13 die endgültige Glockenschwingungsweite eingestellt bzw. reguliert werden.
In den Fig. 5, 6 und 7 ist das Schaltungsschema der neuen Steuerungsvorrichtung dargestellt. Der eine Pol der Stromquelle ist mit den vereinigten Wickelungsenden der beiden Elektromagnete 6, 6a verbunden, deren andere Enden an die Kontaktelemente 14 bzw. 11 geführt sind. Der andere Pol der Stromquelle ist zu der am Körper e angelenkten Kontaktzunge n1 geführt, während die Kontaktstücke χ bzw. x1 des Bügels m mit den Kontaktstäben 15 bzw. 10 verbunden sind.
Zur Inbetriebsetzung wird der Strom eingeschaltet. Entsprechend der Anfangsstellung der Zunge n1, die sowohl nach unten (Fig. 2), wie auch nach oben (Fig. 6) gelegt sein kann, ist der Stromkreis nun über den einen oder den anderen der Magnete 6 bzw. 6a geschlossen. Demgemäß wird die Reibungskupplung nach der entsprechenden Seite hin eingerückt und die Glocke erhält einen der Stellung der Zunge n1 entsprechenden Antrieb nach links oder rechts.
In Fig. 6 ist die Glocke in der Ruhestellung und dementsprechend die Steuerungsvorrichtung in der Anfangsstellung dargestellt, wobei angenommen ist, daß die Umschaltzunge n1 nach oben liegt, so daß beim Einschalten des Stromes dieser über den Magneten 6, Kontaktstück 14, Kontaktstab 10 und die Kontakte x1 und w geschlossen ist. Der Glocke wird dadurch ein Antrieb in der Pfeilrichtung (Fig. 6) erteilt, so daß der Körper e aufwärts bewegt wird. Der Stromkreis bleibt während dieser Bewegung so lange geschlossen, bis der Körper β den Kontaktstab 10 von dem Kontaktstück 14 abhebt, wodurch die Unterbrechung des den Magneten 6 erregenden Stromes erfolgt und die Kupplung ausgerückt wird. Kehrt nun die Glocke ihre Bewe-
gungsrichtung um (Fig. 7), so folgt zuerst der Körper e der Abwärtsbewegung, wobei infolge der vorhin erwähnten Trägheit der Stange k die Umschalterzunge n1 nach unten gelegt wird. Der Stromkreis ist jetzt über den Magneten 6a, das Kontaktstück 11, den Kontaktstab 15 und die Kontakte χ und w geschlossen. Die Glocke erhält somit durch die Umschaltung der Reibungskupplung einen Antrieb in entgegengesetzter Richtung (Fig. 7), bis der Kontaktstab 15 das Kontaktstück 11 verlassen hat (Fig. 5). Inzwischen ist nun bei der Abwärtsbewegung des Körpers e der Kontaktstab 10 wieder mit dem Kontaktstück 14 in Berührung getreten, so daß nach der wiederholten Schwingungsumkehr der Glocke und der dadurch bewirkten Umlegung der Umschalterzunge n1 nach oben (Fig. 5), der Stromkreis wie vorher (Fig. 6) über den Magneten 6 geschlossen wird, so daß die Glocke wieder einen Antrieb in der ersten Schwingungsrichtung erhält. Da nun bei jeder Aufwärts- bzw. Abwärtsbewegung des Körpers e der bei der betreffenden Bewegungsrichtung am Stromschluß nicht beteiligte Stab 10 bzw. 15 nach seiner Berührung mit dem Kontaktstück 14 bzw. 11 in senkrechter Richtung nach oben verschoben wird, aber der Stromschluß an dem Kontaktstab nach erfolgtem Umschalten so lange bestehen bleibt, bis der betreffende Kontaktstab seine ursprüngliche Stellung eingenommen hat und von dem betreffenden Kontaktstück 11 oder 14 abgehoben ist, so werden mit jeder Glockenschwingung die Stromschlüsse eine größere Dauer erhalten, so daß das Anläuten der Glocke sehr rasch vor sich gehen wird und die Glocke in kurzer Zeit ihre volle Schwingungsweite erhält.
Überschreitet nun die Glocke eine gewisse Schwingungsweite, so wird der sich mit den Glockenschwingungen synchron auf und nieder bewegende Körper e mittels des Anschlages 24 eine Verschiebung der Stange 13 nach oben und damit der Stange 12 nach unten bewirken. Nach der Glockenumkehr, also beim Abwärtsgehen des Körpers e, können die Stangen 12, 13 infolge der durch den Windflügel 27 nebst Vorgelegerädern gebildeten Hemmvorrichtung dem Körper β nicht folgen und sich nur langsam ihrer Anfangslage nähern. Infolgedessen wird die Stromunterbrechung zwischen Kontaktstab 15 und Kontaktstück Ii und ebenso zwischen Kontaktstück 14 und Kontaktstab 10 der eingetretenen Verschiebung der Stangen 12, 13 entsprechend früher erfolgen, so daß die Dauer des Kraftschlusses der schwingenden Glocke mit dem Antriebsmotor verkürzt wird.
Da die Hemmvorrichtung den Stangen 12, 13 aber eine langsame Rückbewegung gestattet und durch diese Rückbewegung die Dauer des Stromschlusses zwischen den Kontaktvorrichtungen 10 und 14 bzw. 11 und 15 wieder vergrößert wird, werden die der Glocke erteilten Impulse wieder stärker; damit wächst die Schwingungsweite der Glocke, und der Körper e bewirkt bei seiner Aufwärtsbewegung wieder eine Verschiebung der Stangen 12, 13 im Sinne der Verkürzung der Kontaktdauer. Dieses Spiel wiederholt sich nun bei den Glockenschwingungen und es tritt sehr bald ein Beharrungszustand ein, bei welchem die Impulse dem Kraftverbrauch der Glocke angepaßt sind und die Glocke somit ihre Schwingungsweite in praktischen Grenzen völlig konstant beibehält.
Es ist nunmehr ohne weiteres klar, daß durch Verstellung des Anschlages 24 an der Stange 13 dieser Endzustand geändert werden kann. Beispielsweise kann also durch Verstellung des Anschlages 24 mittels der Spindel 16 nach oben eine größere Schwingungsweite für die Glocke eingestellt werden, während durch eine Verstellung des Anschlages 24 nach unten die Schwingungsweite der Glocke verkürzt wird, da im ersteren Falle eine geringere und im letzteren Falle eine größere Verschiebung der Stangen 12, 13 durch den Körper β eintritt und von der Größe der Verschiebung dieser Stangen die Kontaktdauer und damit die Stärke der auf die Glocke übertragenen Impulse abhängig ist.
Die neue Vorrichtung kann gegebenenfalls, wenn der einseitige Antrieb von Glocken vorzuziehen ist, durch Weglassen der Kontaktstäbe 10 und 14 bzw. 11 und 15 in ähnlicher Weise wie die Vorrichtung gemäß Hauptpatent 232492 verwendet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Regelbare, elektrische Steuerung für Glockenläutemaschinen gemäß Zusatzpatent 243191, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen Stangen (12, 13), welche die zum Steuern des Magnetstromes dienenden Kontaktelemente (10 bzw. 15) tragen, nach Erreichung einer gewissen Schwingungsweite der Glocke, durch den sich mit den Glockenschwingungen synchron auf und nieder bewegenden Körper (e), der sich gegen einen an einer dieser Stangen angebrachten verstellbaren Anschlag legt, im Sinne einer Verkürzung der Kontaktdauer verschoben werden, während die Stangen (12, 13) unter der Wirkung von Gewichten o. dgl. ihre ursprüngliche Stellung einzunehmen bestrebt sind, ihre Rückbewegung aber durch eine den Stangen (12, 13) eine
    erhebliche Trägheit gebende Vorrichtung verlangsamt wird, so daß unter Verwendung nur eines Kontaktelementensysteins für jede Schwingungsrichtung der Glocke (zum Steuern der das Wendegetriebe beeinflussenden Magnete), während der Anläuteperiode und nach Erreichung der vollen Schwingungsweite der Glocke, weder ein Umschalten nach der Erreichung der vollen Schwingungsweite, noch eine Verstellung der Vorrichtung während der Anläuteperiode nötig wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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Cited By (8)

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