DE247446C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das Verfahren zum Verzinnen von Metallgefäßen,
insbesondere von Metallfässern, erfolgt bisher in bekannter Weise derart, daß
nach der erforderlichen A^orbehandlung des Fasses durch Beizung usw. das betreffende
Gefäß in ein Zinnbad vollständig eingetaucht wird.
Von diesem Verfahren unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand dadurch, daß das
Zinn in fester oder flüssiger Form, entsprechend dem zum Emaillieren von Gegenständen
bereits bekannten Verfahren, in das Gefäßinnere eingeführt und die Außenfläche des
Gefäßes erhitzt wird. Letzteres geschieht im vorliegenden Falle durch Eintauchen des Gefäßes
in ein Bad von höherer Temperatur, als der Schmelzpunkt des Zinnes, der bei etwa
228° C liegt, beträgt. Durch Rollen des Gefäßes bzw. Überführen desselben in die erforderlichen
Stellungen erfolgt eine gleichmäßige Verteilung der im Gefäßinnern befindlichen.
Zinnmasse.
Dieses Bad von höherer Temperatur, welches unabhängig von dem inneren Zinnüberzug
des Gefäßes auf die Außenseite desselben einzuwirken bestimmt ist, wird zweckmäßig
unter Verwendung eines solchen Materials gebildet, das an und für sich zur Außenbehandlung
des Fasses sich eignet. Es kommt daher im wesentlichen in Betracht.entweder Blei,
das bei etwa 326° C schmilzt, oder Zink, dessen Schmelzpunkt bei etwa 4200 C liegt.
Bei Verwendung eines dieser beiden Stoffe erfolgt demgemäß gleichzeitig eine Verbleiung
bzw. eine Verzinkung der Gefäßauißenfläche. .
Das zugleich mit der Innenverzinnung erfolgende Verzinken bzw. Verbleien der Gefäßaußenfläche
hat, da Zink bzw. Blei um das1 Sieben- bzw. Zehnfache billiger sind als Zinn,
den Vorteil einer wesentlichen Verbilligung gegenüber den bisher bekannten Verfahren,
bei denen mit der Verzinnung der Innenfläche auch die Außenfläche mitverzinnt werden
mußte. Außerdem sind Zink und Blei hinsichtlich der Gewährung von Rostschutz
widerstandsfähiger.
Hohlkörper zu gleicher Zeit innen und außen mit einem Metallüberzug zu versehen,
ist an sich bekannt.
Das neue Verfahren eignet sich insbesondere
zur Innenverzinnung metallener Bierfässer, ' namentlich für Pasteurisier- und
Transportzwecke.
Die mit dem neuen Verzinnungsverfahren gemachten Versuche haben gelehrt, daß die
Verzinnung eine derartig vollkommene und haltbare ist, daß ein Nachverzinnen, wie es
bei den bisher üblichen Verfahren häufig schon nach einmaligem Gebrauch der Fässer
erforderlich war, während der ganzen Lebensdauer des Fasses erspart werden kann.
Das Zinn ist bei diesem Verfahren dünnflüssiger, dringt besser in etwaige Poren und
Vertiefungen des Eisens ein und' trägt sich an den Wandungen allenthalben gleichmäßiger
und in einer dünneren, aber vollkommen ausreichenden Schicht auf.
Stellen in der Eisenoberfläche, die Rost oder sonstige Unreinigkeiten enthalten, werden
sofort erkennbar, wenn z. B. eine elektrische Glühbirne in das Faß eingeführt wird.
Infolge der unausgesetzt von außen auf die Eisenwandung wirkenden Hitze faßt nämlich
das Zinn an solchen unreinen Stellen nicht eher an, bis die Unreinigkeit entfernt ist, was
mit geeigneten Werkzeugen durch die öffnung des Fasses von außen ohne besondere
Schwierigkeit bewerkstelligt werden kann.
Beim A^erzinnen im Zinnbade in der bisherigen
Weise werden dagegen derartige Stellen meist »überschwemmt«; die vorhandenen
Roststellen »fressen« weiter um sich, insbesondere dann, wenn die dünne Zinndecke, z. B.
beim Pasteurisieren, infolge des starken inneren Druckes eingedrückt wird. Dadurch wird
einerseits die Eisenwandung bald von dem Rost durchfressen und das Faß damit unbrauchbar
und andererseits kommt das Bier mit dem Eisen in unmittelbare Berührung, λλ-as bekanntlich eine Verderbnis des Bieres
herbeiführt.
Claims (2)
1. Verfahren zum Innenverzinnen von Metallgcfäßen, insbesondere Metallfässern,
dadurch gekennzeichnet, daß das in das Gefäßinnere eingeführte Zinn von der Außenfläche des Gefäßes erhitzt wird
durch Eintauchen des letzteren in ein tropfbar flüssiges Bad von höherer Temperatur,
als der Schmelzpunkt des Zinnes beträgt, welch letzteres in erhitztem Zustande
durch Drehen bzw. Bewegen des Gefäßes gleichmäßig über die Innenwand
des letzteren \"erteüt wird.
2. Ausführungsform des Verfahrens zum Innenverzinnen von Metallgefäßen,
insbesondere Metallfässern, nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das
Außenbad durch ein flüssiges Metall, wie
z. B. Blei oder Zink, gebildet wird, zum
Zwecke, zugleich mit der Innenverzinnung des Gefäßes die Außenfläche desselben mit dem betreffenden Metall zu überziehen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE247446C true DE247446C (de) |
Family
ID=506234
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT247446D Active DE247446C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE247446C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1043594B (de) * | 1952-09-04 | 1958-11-13 | Knapp Mills Inc | Verfahren und Vorrichtung zum Verbleien von gewoelbten Oberflaechen metallischer Gegenstaende |
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Cited By (1)
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