DE24706C - Bruch verschlufs - Google Patents
Bruch verschlufsInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Die bisher gebrauchten Feder-Bruchbänder erfüllen ihren Zweck, das Zurückhalten des
Bruches bezw. des Bruchinhalts, sehr mangelhaft. Durch den grofsen Druck, den sie von
der Peripherie nach der Tiefe hin auf die Bruchpforte ausüben, quetschen sie auch nebenbei
auf eine grofse Partie der dieselbe bildenden und sie umgebenden Gefäfse, Bänder u. s. w.,
pressen dieselben aus einander und verschieben sie so unnatürlich, dafs die Bruchöffnimg dadurch
vergröfsert wird, so dafs nach einiger Zeit des Tragens das bestens angepafste Bruchband
geändert, die Feder stärker genommen und die Pelote gröfser gemacht werden mufs,
um den Bruchinhalt zurückhalten zu können. Aufserdem verschieben sich die Bruchbänder
sehr leicht; sie müssen des Nachts abgenommen werden, da sie beim Liegen dem Patienten unleidlich
werden; sie hindern die freien Bewegungen des Körpers und üben auf einzelne Theile einen oft unerträglichen Druck aus. Der
Hauptnachtheil der Bruchbänder ist aber, dafs sie die lebensgefährliche Einklemmung des
Bruches fördern, statt vor derselben zu schützen, wie Dr. Bardeleben mit klaren Worten in
seiner »Chirurgie« selbst sagt.
Der vorliegende Bruchverschlufs besitzt die angeführten Mängel der Feder - Bruchbänder
nicht, dagegen viele Vortheile, sowohl für die palliative, als die vollständige Heilung. Basirend
auf neuen Principien, schliefst er den Bruchsack derart ab, dafs das Hervortreten des Bruchinhalts
in den Bruchsack ganz unmöglich gemacht wird, selbst bei stärkster Kraftbewegung
des Körpers. Da er nicht durch Feder, sondern nur durch Bänder am Körper gehalten
wird, so übt er keinen bedeutenderen Druck auf die betreffenden, von ihm bedeckten Partien
des Körpers aus, fällt nicht beschwerlich, hindert die freien Bewegungen nicht, gestattet,
fortwährend, auch des Nachts, getragen zu werden und verschiebt sich nicht.
Nachdem der Bruchinhalt reponirt ist, wird der Bruchsack vom Apparat am Halse derart
gefafst, dafs den Eingeweiden der Weg zum Heraustreten verschlossen wird. Die Bruchpforte
und die angrenzenden Partien werden durch den Apparat gleichsam wie mit einem Gitter
bedeckt (der geleerte Bruchsack findet mit allen Hüllen, Bindegewebemembranen, Muskelfasern,
Gefäfsen u. s. w. seinen bequem bemessenen Platz in den Zwischenräumen dieses Gitters),
nicht aber der Bruchinhalt, der unter keinen Umständen vortreten kann, da die Bruchpforte
total geschlossen ist. Der eine bewegliche, fester zugeschobene Theil des Gitters -prefst die
serösen Flächen des Bruchsackes sanft gegen einander und bringt durch diesen gleichmäfsigen,
constanten Druck das Verwachsen des Bruchsackes (also Radicalheilung) hervor. Es ist selbstredend,
dafs die Form und Gröfse des Bruchverschlusses, sowie die besondere Construction
der thätigen Theile sich nach der Art und Ausdehnung des Bruches richten mufs und entsprechend
geändert wird. Es sind das Variationen, die nach den Anordnungen des Arztes jeder Bandagist auszuführen im Stande sein mufs,
wenn er nur dabei das Wesentliche der Construction des Verschlusses und seinen Zweck,
wie es im Vorstehenden angegeben ist und weiterhin genauer beschrieben wird, im Auge
behält. Nach einiger Praxis wird der Specialist
diesen Bruchverschlufs viel leichter, genau und gut anzupassen im Stande sein, als die bisher
gebrauchten Feder-Bruchbänder.
Da Leistenbrüche am häufigsten vorkommen, so ist die Construction eines Bruchverschlusses
für einen solchen in folgendem speciell erläutert. Es ist für den Sachverständigen aber
leicht, hiernach den Bruchverschlufs so zu variiren, wie er für Schenkel- und Nabelbrüche
und für ihre verschiedenen Lagen und Ausdehnungen zweckentsprechend ist.
Die Figuren der Zeichnung zeigen einen Bruchverschlufs für einen grofsen linksseitigen, reponirbaren
Leistenbruch, r ist ein der Körperform angepafster Rahmen aus leicht gepolstertem
Metall. Sein Obertheil ist verhältnifsmäfsig breit und stellt gleichsam zwei mit einander fest verbundene
Peloten dar, von denen die linksseitige knapp vor der Bruchpforte, womöglich etwas
über derselben, aufliegt, während er im Ganzen der Bauchpresse einen gleichmäfsigen Widerstand
entgegensetzt. Dadurch wirkt der Druck der Bauchpresse nicht einseitig gegen die kranke
Seite allein, sondern wird auf beide Seiten vertheilt. Die Seitentheile des Rahmens liegen
fest in den Schenkelbeugen und enden an der Wurzel des Hodensacks bezw. dem Damm. Sie
dürfen die Schenkelbewegungen nicht hindern. Der Apparat bekommt durch die Kraft derselben
und dadurch, dafs er, gestützt auf den Knochenring des grofsen Beckens, fest an den Körper
angeschnallt ist, eine unverrückbare Stellung. Der untere schmale Theil des Rahmens r ist
nach aufsen gewölbt gebogen, um keinen Druck auf die Ru the bezw. Harnröhre und den Damm
auszuüben. Auch sind an diesem Theil zwei Bänder befestigt, die nach hinten, zwischen die
Schenkel hindurch, an einen Hüftgurt gehen und den Apparat von unten festhalten. Oben
wird derselbe durch einen durch die Bügel s gehenden Leibgurt festgehalten, der über das
Kreuzbein, zwischen der Crisfa ilei und dem
Trochanter läuft. An dem linken (in der Zeichnung rechts) Seitentheil des Rahmens r ist der
elastische, gepolsterte Finger b befestigt, während am Obertheil ein ähnlicher, nur gerader
Finger α durch Scharnier und Vorreiber, oder auch abnehmbar, angesetzt ist. Der mit zwei
kurzen, elastischen, ebenfalls gepolsterten Fingern// ausgerüstete Hebel c ist an dem linken
Seitentheil des Rahmens r, drehbar um den Punkt d, angebracht und kann mit Hülfe der
in einem Schlitz desselben arbeitenden Klemmschraube g in verschiedenen Lagen festgestellt
werden.
Bei dem Anlegen des Apparates wird α aufgeklappt,
c ganz nach links geschoben und der Apparat, nach Reponirung der Eingeweide, um
den Hodensack herum auf das Schambein bezw. den Knochenring des grofsen Beckens fest aufgelegt
und angeschnallt. Gleichzeitig wird der Hodensack mit seinem ganzen Inhalt so viel
als möglich herausgezogen. Nachdem man mit der linken Hand die linke Hälfte des Hodensacks
mit ihrem Inhalt abgegrenzt hat, umfafst man währenddessen den Bruchsackhals unmittelbar
an der Bruchpforte. Nun wird α eingeklappt und festgestellt, so dafs zwischen dem
Ende desselben und dem Ende von b nur die äufseren Hüllen des Hodensacks knapp vor der
Naht liegen. In dem auf diese Art abgeschlossenen Raum befindet sich die kranke Hälfte des Hodensackinhalts unentweichbar abgegrenzt.
Endlich wird der Hebel c mit den Fingern // gegen α und b geschoben, bis der
Bruchsack am Halse von den Fingern // erfafst und sanft gegen α geprefst wird, worauf
der Hebel c ebenfalls festgestellt wird. -
Für Kinder genügt es, α allein und fest am Rahmen r zu haben, also b ganz wegfallen zu
lassen. Ebenso können auch bei kleineren Brüchen Erwachsener die Querfinger // wegbleiben.
Solchen Bruchverschlufs für Leistenbrüche zeigt Fig. 3.
Für Schenkel- und Nabelbrüche bekommt, wie schon oben erwähnt, der Rahmen r eine
andere entsprechende Form, ebenso wie die Lage und Gestalt der Finger α b und des Hebels
c den Umständen angemessen verändert wird.
Claims (2)
1. Ein Bruchverschlufs, der dadurch charakterisirt ist, dafs durch passend gewählte und
angebrachte Theile abc, die an dem dem Bruche und Körperteile entsprechenden,
verhältnifsmäfsig breiten Rahmen r befestigt sind, der Bruchsackhals an der Bruchpforte
so gefafst und geschlossen wird, dafs der Bruchinhalt nicht in den Bruchsack eintreten
kann und die serösen Flächen des Bruchsackes, gegen einander durch abc geprefst,
leicht zum Verwachsen gebracht werden können.
2. Ari solchem Bruchverschlufs der Rahmen r, auf dem der Art und Gröfse des Bruches
entsprechend ein (oder mehrere) einstellbarer Hebel c, event, mit Fingern// der in einem
Scharnier bewegliche, wenn passend auch feste Finger a, und event, ein zweiter Finger
c angebracht sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE24706C true DE24706C (de) |
Family
ID=301188
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT24706D Active DE24706C (de) | Bruch verschlufs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE24706C (de) |
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- DE DENDAT24706D patent/DE24706C/de active Active
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