DE2461880B2 - Vorrichtung zur Fertigungsprüfung von Motoren im warmen Zustand - Google Patents
Vorrichtung zur Fertigungsprüfung von Motoren im warmen ZustandInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Fertigungsprüfung
zusammengebauter Motoren im wärmen Zustand zur Ermittlung von Fehlern durch Analyse der
Motorabgase gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine derartige Vorrichtung ist in dem 1973 erschienenen Firmenprospekt mit der Bezeichnung »Bulletin
6384-G« und dem Titel »Scans Kurzversuch Motorauswertungssystem« vorveröffentlicht worden. In diesem
Prospekt ist dargelegt, daß die zu prüfenden Motoren jeweils unter Belastung angewärmt und daraufhin bei
einer Reihe typischer Arbeitspunkte betrieben werden, wobei jeweils die Werte von Kohlenoxid (CO) und
Kohlenwasserstoff (CH) im Auspuffgas gemessen werden. Durch Vergleich der gemessenen Werte mit
vorgegebenen Grenzwerten lassen sich Rückschlüsse auf die Arbeitsweise des jeweils geprüften Motors
ziehen und brauchbare von unbrauchbaren Motoren trennen. In dem Prospekt ist ferner angegeben, daß die
Prüfung für jeden einzelnen Motor rasch durchgeführt werden kann und eine zuverlässige Erkennung der'
Fehlerquelle gestattet. Außer dieser Zielsetzung offenbart der Prospekt in groben Zügen auch das bei der
Fertigungsprüfung angewendete Verfahren, enthält jedoch keine Anhaltspunkte darüber, wie eine Vorrichtung
für eine derartige Motoren-Fertigungsprüfung praktisch aufzubauen ist.
Somit kommt der vorliegenden Erfindung im Hinblick auf den genannten Prospekt die Aufgabe zu, eine
Vorrichtung anzugeben, die eine schnelle und zuverlässige Motorenprüfung im warmen Zustand in der Praxis
gestattet.
Die Lösung dieser Aufgabe, die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegeben ist, ergibt eine Schaltungsanordnung,
die mit einer verhältnismäßig geringen Anzahl von Bauelementen auskommt und eine unmittelbare
Anzeige darüber liefert, ob die jeweils gemessenen Abgaswerte unter vorgegebenen Grenzwerten liegen
oder nicht, d.h. ob der jeweils geprüfte Motor brauchbar ist oder einer Nachbesserung bedarf. Die
Erfindung vermittelt somit eine Vorrichtung, die einfach zu handhaben ist und daher auch von ungeschultem
Personal bedient oder leicht auf Automatik umgestellt werden kann.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Ein bevorzugtes Ausliihmngsbcispiel der Erfindung wird in der nachstehenden Beschreibung anhand der
Zeichnungen erläutert. In den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels,
bei dem automatisierte l'riifstände zur
Durchführung der abschließenden Motorprüfung vor dem Einbau im warmen Zustand unter Last an einem
endlosen Förderband angeordnet sind, so daß ein vollständig automatisiertes Prüfsystem gebildet wird,
wobei das Förderband eine Reparatur&.hleife. der die
abgewiesenen Motoren zur weiteren Prüfung zugeleitet werden, sowie eine (nicht gezeigte) Station aufweist
über die neue Motoren in das Prüfsystem eingeführt sowie als gut — gegebenenfalls nach Reparatur sis gut
— befundene Motoren aus dem Prüfsystem entnommen und zum Einbau in Kraftfahrzeuge weiterbefördert
werden;
Fig. 2 eine gebrochene Ansicht eines Brennkraftmotors,
der in einem automatischen Prüfstand montiert und zur Durchführung der abschließenden Prüfung im
warmen Zustand unter Last vor Einbau in ein Kraftfahrzeug bereit ist;
F i g. 3 eine perspektivische Darstellung einer vereinfachten Form eines Fahrgestell-Dynamometers, das zur
Durchführung der Motorprüfung entsprechend be- stimmten Betriebstypen nach Einbau des Motors in ein
Kraftfahrzeug verwendet werden kann;
Fig.4 eine kubische Leistungs/Drehzahl-Kurve der
Leistung absorbierenden Einrichtung nach Fig. 1, auf der Geschwindigkeit und PS-Leistung mit den Prüfpunkten
oder Betriebstypen 1,2 und 3 angegeben sind;
F i g. 5 eine schematische Darstellung der Bauelemente des Systems zur Auswertung der Abgase eines
Motors unter Last in einem Kraftfahrzeug mit Meßinstrumenten zur Anzeige der CO-, CH- und
NO-Werte sowie einer wahlweisen Ausdruck-Einrichtung;
F i g. 6 eine vergrößerte Ansicht eines Geschwindigkeitsmessers mit einer Geschwindigkeitsskala und
zugehörigen Farbsegmenten, die der Geschwindigkeit sr>
bei schneller bzw. langsamer Fahrt für drei Fahrzeug-Gewichtsklassen entsprechen;
F i g. 7 eine Draufsicht auf ein typisches CO-Meßgerät, wie es in dem System nach F i g. 5 verwendet
werden kann;
Fig.8 eine Draufsicht auf ein typisches CH-Meßgerät,
wie es in dem System nach F i g. 5 verwendet werden kann;
F i g. 9 eine Draufsicht auf ein typisches NO-Meßgerät, wie es in dem System nach Fig.5 verwendet ir>
werden kann;
F i g. 10 eine teilweise geschnittene Darstellung einer Leistung absorbierenden Einheit mit fester Füllung, wie
sie zur Belastung des Motors verwendet werden kann;
F i g. 11 ein Diagramm, in dem die Drehzahl über der w
Belastung für die Einheit nach Fig. 10 aufgetragen ist;
Fig. 12 eine teilweise geschnittene Darstellung einer
Leistung absorbierenden Einheit mit fester Füllung, die der Einheit nach Fig. 10 ähnlich ist, bei der jedoch der
bewegbare Rotor zur Änderung der Lastkurve be- >ι
schnitten ist;
F i g. 13 ein typisches Diagramm, in dem die Drehzahl über der Leistung für eine beschnittene Einrichtung
gemäß Fig. 12aufgetragen ist;
Fig. 14 eine vereinfachte schematische Darstellung wi
der Bauelemente eines Abgasanalysier- und Meß-Systems zur Auswertung der Abgase neuer Motoren, wie
sie aus der Serienfertigung kommen, mit Meßinstrumenten zur Anzeige der CO- und CM-Werte umfaßt;
Fig. 15 ein Diagramm, in dem die Last über der '>Γ'
Drehzahl für einen geprüften Motor aufgetragen ist, wobei die drei Prüfpunkte (schnelle Fahrt, langsame
Fahrt und Leerlauf) eingezeichnet sind, bei denen der
Motor auf CH- und CO-Abgabe geprüft wird;
F i g. 16 eine Draufsicht auf das CO-Meßgerät;
F i g. 17 eine Draufsicht auf das CH-Meßgerät;
Fig. 18 ein Diagramm mit einer typischen Wahrscheinlichkeitskurve,
die die Zeit angibt, in der ein vom Montageband kommender neuer Motor einen prüfbaren
Zustand erreicht;
Fig. 19 eine typische Meldekarte, die die zulässigen
CO- und CH-Werte bei verschiedenen Motordrehzahlen angibt und Leerräume enthält, in denen die
Bedienungsperson die Prüfungen angeben kann, bei denen Abweiselampen anzeigen, daß der Motor der
jeweiligen Prüfung nicht genügt;
F i g. 20 einen Teil aus einem Beispiel einer Wertetabelle, wie sie in der nachstehenden Beschreibung im
einzelnen offenbart ist, und das Angaben bezüglich der Zurückweisung trägt, die mit den entsprechenden
Markierungen auf der Meldekarte nach Fig. 19 übereinstimmen;
Fig.21 eine detaillierte Darstellung des Inneren des
Prüfstands nach F i g. 2;
F i g. 22 eine Draufsicht auf eine Steuertafel zum Betrieb des Systems; und
Fi g. 23 eine schematische Darstellung eines vollständigen
Systems mit den erforderlichen Apparaturen, um den Motor anzutreiben und mit der richtigen Last zu
beaufschlagen, die Abgase des Motors bei schneller Fahrt, Langsamfahrt und Leerlauf zu erfassen und an
den einzelnen Betriebspunkten auf ihren CH- und CO-Gehalt zu prüfen, diese Werte für jeden Betriebspunkt mit vorgegebenen zulässigen Grenzwerten zu
vergleichen und anzuzeigen, ob der Motor an den einzelnen Prüfpunkten den CH- und CO-Tests genügt
oder nicht.
Zur Durchführung der Motorprüfung werden drei Betriebstypen oder vorgegebene Punkte festgelegt.
Falls das Betriebstypen-Prüfsystem bei einen Kraftfahrzeug verwendet werden soll, entsprechen die drei
Prüfbetriebstypen jeweils drei verschiedenen Fahrzeug-Gewichtsklassen, um die Motoren in jeder dieser
Klassen auf denjenigen Wert zu belasten, bei dem die größte Wanrscheinlichkeit besteht, daß Motorfehler
auftreten. Bei Verwendung in Verbindung mit einem in ein Kraftfahrzeug eingebauten Motor wird das Betriebstypen-System
zusammen mit einem Fahrgestell-Dynamometer verwendet, das eine einfache Art
darstellt, den Motor im eingebauten Zustand zu belasten, indem das Fahrzeug mit simulierter Fahrgeschwindigkeit
angetrieben wird. Dabei kann jeder beliebige Motor- oder Fahrgestell-Dynamometer verwendet
werden, sofern das Maß der Leistungsabsorptiop (Last) in Übereinstimmung mit den vorgeschriebenen
Betriebstyp-Leistungsanforderungen bei den vorgeschriebenen Drehzahlen gewählt werden kann.
Bei der Prüfung im Fahrzeug wird durch einen Geschwindigkeitsmesser mit speziellen vorgeschriebenen
Markierungen für die verschiedenen Geschwindigkeitsbereiche der »schnellen Fahrt« und >
>langsamen Fahrt« für Fahrzeuge verschiedener Gewichtsklassen die Arbeit der prüfenden Person erleichtert, die darin
besteht, die Fahrzeuggeschwindigkeit auf die vorgeschriebenen Werte des Betriebstyps 1 (schnelle Fahrt)
und des Betriebstyps 2 (langsame Fahrt) zu steuern und dabei die CO- und CH-Werte in beiden Betriebstypen zu
beobachten und auf einer Meldekarte zu verzeichnen. Für den Betriebstyp 3 (Leerlauf) gibt der Prüfer die
Drosselklappe frei, wobei er wiederum die angezeigten CO- und CH-Werte beobachtet und auhrirhno 1
Gemäß F i g. 3 umfaßt ein generell mit 30 bezeichnetes Fahrgestell-Dynamometer eine hydraulische Leitung
absorbierende Einrichtung 31 zur Belastung des Fahrzeugmotors mit einem Einlaßanschluß 32 zur
Zuführung von Wasser zum Arbeitskreis der Einrichtung 31 und einem Auslaßanschluß 33 zum Wasserablauf,
so daß während der Prüfung eine kontinuierliche Wasserströmung durch die Einrichtung 31 stattfindet.
Die üblichen (nicht gezeigten) Entlüftungen sind offengelassen, so daß sich keine Lufttaschen in dem
Lastkreis bilden und gewährleistet ist, daß der zu prüfende Motor mit konstanter Last beaufschlagt wird.
Wie gezeigt, ist direkt mit der Rotorwelle 37 der Emergie absorbierenden Einrichtung eine Antriebswalze
34 verbunden, parallel zu der eine leer laufende oder angetriebene Walze 38 angeordnet ist. Von dem zu
prüfenden Fahrzeug werden die Räder 39 (von denen nur eins gezeigt ist) zwischen der Antriebswalze 34 und
der angetriebenen Walze 38 pendelnd gelagert. Von der angetriebenen Walze 38 aus wird über einen Riemen 43
ein Tachogenerator 40 angetrieben, der mit einem Geschwindigkeitsmesser 44 verbunden ist, um der
Bedienungsperson eine Anzeige über die simulierte, von den Antriebsrädern 39 entwickelte Fahrgeschwindigkeit
des Fahrzeugs zu vermitteln. Die Leistung absorbierende Einrichtung 31 belastet den Motor
automatisch derart, daß die einer gegebenen Motordrehzahl entsprechende richtige Last erzeugt wird.
Der Geschwindigkeitsmesser 44 ist in Fig. 6 im einzelnen dargestellt. Danach weist das Gerät eine mit
geeichten Teilungen 46 entsprechend der Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeuges versehene Skala 45 sowie
einen Zeiger 49 auf, der durch den von dem Tachogenerator 40 erzeugten Strom betätigi wird; der
Strom ändert sich dabei mit der Drehzahl der angetriebenen Walze 38.
Die Skala 45 weist zwei rote Segmente 50 und 51 auf, die einer Gewichtsklasse großer Fahrzeuge mit einem
Gewicht über etwa 1720 kg entsprechen. Das Segment 50 überspannt einen Geschwindigkeitsbereich von 77
bis 80 km/h und entspricht bei der Prüfung von Fahrzeugen dieser Gewichtsklasse der schnellen Fahrt
(Betriebsart 1), während das Segment 51 einen Geschwindigkeitsbereich von 51 bis 56 km/h überspannt
und dem Langsamfahrt-Bereich (Betriebstyp 2) für derartige Fahrzeuge entspricht.
Die Skala 45 trägt ferner gelbe Segmente 53 und 54, die einer zweiten Fahrzeugklasse im Bereich von etwa
1300 bis 1700 kg entsprechend. Das Segment 53 überspannt dabei einen Geschwindigkeitsbereich von
etwa 70,5 bis 73,5 km/h und entspricht einer schnellen Fahrt, während das Segment 54 einen Geschwindigkeitsbereich
von etwa 46,5 bis 51 km/h überspannt und der Langsamfahrt derartiger Fahrzeuge entspricht.
Weitere Segmente 55 und 56 auf der Skala 45 sind schwarz-gesprenkelt und entsprechen einer dritten
Fahrzeug-Gewichtsklasse von etwa 815 bis 1250 kg. Das
Segment 55 überspannt dabei einen Geschwindigkeitsbereich von etwa 57,5 bis 61 km/h entsprechend der
schnellen Fahrt, während das Segment 56 einem Geschwindigkeitsbereich von etwa 35 bis 40 km/h
entsprechend der Langsamfahrt für Fahrzeuge dieser Gewichtsklasse entspricht
F i g. 7 veranschaulicht ein Kohlenmonoxid-(CO)-Meßgerät
57 mit einer Skala 58 und einem Zeiger 59. Die Skala ist von 0 bis 10 unterteilt und gibt den
CO-Gehalt im Abgas in Prozent an.
Fig.8 zeigt ein Kohienwasserstoff-(CH)-Meßgerät
61, das wiederum eine Skala 62 und einen Zeiger 63 aufweist. Die Skala 62 trägt Teilungen 60 von 0 bis 15
zur Anzeige des CH-Gehalts in ppm χ 100.
Fig.9 veranschaulicht ein Stickstoffoxid(NO)-Meß-
'· gerät 64, das eine Skala 65 mit Teilungen 67 von 0 bis 50
und einen Zeiger 66 aufweist. Die Teilungen geben den NO-Gehalt im Abgas in ppm χ 100 (= Zehntel
Promille) an.
Das CO-Meßgerät 57, das CH-Meßgerät 61 und das
ι» NO-Meßgerät 64 bilden Teile eines existierenden
Gasanalysators, der schematisch in Fig.5 gezeigt ist.
Dieser Apparat weist eine Meßröhre oder -sonde 69 auf, die normalerweise in das Fahrzeug-Auspuffrohr 70
eingeführt wird, um kontinuierlich Proben des Abgases zu entnehmen. Die Abgasprobe wird einem Gas-Konditioniergerät
7! zugeführt, das das Gas bearbeitet oder konditioniert und feste Verschmutzungsstoffe daraus
entfernt. Mit dem Konditioniergerät 71 ist eine Pumpe 72 verbunden, die das Gas durch das Konditioniergerät
saugt und einem CO-Analysator 73, einem CH-Analysator
74 sowie wahlweise einem NO-Analysator 75 zuführt.
Wahlweise ist ferner ein elektronisches Ausdruckgerät 76 vorgesehen, das mit den CO-, CH- und
« NO-Anaiysatoren verbunden ist und dazu dient, die CO-, CH- und NO-Werte von den Meßgeräten 57, 61
bzw. 64 nach Stabilisierung der Ablesungen automatisch aufzuzeichnen. Um sicherzustellen, daß der Prüfer die
Fahrzeuggeschwindigkeit auf den vorgeschriebenen
μ Werten ausreichend lange hält, damit sich die CO-, CH-
und NO-Meßgeräte stabilisieren können, ist zwischen das CO-Meßgerät und das Ausdruckgerät 76 ein
elektrisches Zeitverzögerungsglied 77 eingeschaltet Ähnliche Verzögerungsglieder 78 und 79 können
'"> zwischen die CH- und NO-Meßgeräte einerseits und das
Ausdruckgerät 76 andererseits eingeschaltet sein.
Fig.4 zeigt eine Leistung/Geschwindigkeits-Kurve für die Energie absorbierende Einrichtung 31, die zur
Benützung bei der Durchführung von Abgas-Auswert-
w prüfungen ideal ist. Wie gezeigt, ist die Geschwindigkeit
in km/h auf der Abszisse und die Leistung in PS auf der Abszisse aufgetragen. Grundsätzliche Kenngröße dieser
Kurve bildet der Wert bei 22 kW und 80 km/h, der sich zur Prüfung großer Fahrzeuge in der Gewichtsklas-
v> se von etwa 1720 kg und darüber bei »schneller Fahrt«
eignet Für Mittelklassewagen in der Gewichtsklasse von etwa 1270 bis 1700 kg liegt die grundsätzliche
Kenngröße bei 18 kW und 73,5 km/h, wobei dieser Wert
wiederum für die Prüfung bei schneller Fahrt gilt. Für
■""' Kleinwagen in der Gewichtsklasse von etwa 815 bis
1250 kg liegt die grundsätzliche Kenngröße bei 11 kW und 61 km/h; wiederum gilt dieser Wert für die Prüfung
bei schneller Fahrt. Wie oben erwähnt, entspricht die Prüfung bei schneller Fahrt dem erfindungsgemäßen
''■> Betriebstyp 1. Die Werte für Lasten und Geschwindigkeit
zur Prüfung beim Betriebsmodus 2 (Langsamfahrt) ergeben sich automatisch aus der gleichen Kurve, wie im
folgenden erklärt wird. Die gewählten Arbeitspunkte oder Betriebstypen für die Motorprüfung beziehen sich
'>'·' auf verschiedene Arbeitsphasen des Motors. Eine
Prüfung erfolgt beispielsweise bei Leerlauf, bei dem sämtliche Motorsysteme unter festen Bedingungen
arbeiten, wie sie vom Fahrzeughersteller angegeben sind Im Leerlauf des Motors sind Zündwinkel,
Motordrehzahl und das Kraftstoff/Luft-Leerlaufverhältnis
des Vergasers vom Fahrzeughersteller vorgeschrieben und einstellbar. Verdichtungsdruck und
Verbrennungstemperatur sind bei Leerlaufdrehzahl des
Motors niedrig und stehen in fester Beziehung zu den
Einstellungen für Zündwirikel, Drehzahl, Temperatur und Kraftstoff/Luft-Verhältnis.
Oberhalb der Leerlaufdrehzahl, wenn der Motor Leistung zur Bewegung von Lasten entwickelt, ändern
sich — abgesehen von Verweilzeiten — sämtliche obigen Bedingungen gegenüber ihren Leerlaufparametern.
Bei Öffnen der Drosselklappe zur Steigerung der Motorleistung und/oder der Ausgangsdrehzahl nimmt
die Luftströmung durch den Motor ständig erheblich zu. Die durch die steigende Luftströmung und/oder
Motordrehzahl erzeugten Signale bewirken eine automatische Regelung des Zündpunktes und eine Zunahme
der Kraftstoffströmung. Während des Leerlaufbetriebs des Motors kommt dabei der Kraftstoff aus einem
Leerlaufsystem des Vergasers, während dann, wenn der Motor Leistung abgeben soll, die Drosselklappe
geöffnet wird und der erforderliche zusätzliche Kraftstoff aus einem Hauptstrahl des Vergasers stammt,
der von dem Leerlaufstrahl getrennt ist. Infolge der zunehmenden Öffnung der Drosselklappe und der sich
ergebenen Luftströmung treten höhere Verdichtungsdrucke und Verbrennungstemperaturen, ein höherer
Kraftstoffbedarf sowie ein höherer Strombedarf für das Zündsystem auf. Es ist offensichtlich, daß Motoren unter
Umständen in einer Phase ihres Arbeitsbereichs gut arbeiten, in anderen Phasen dagegen nicht.
Fig. 19 veranschaulicht eine Meldekarte 82, wie sie entweder für Prüfungen von Motoren nach dem Einbau
in Fahrzeuge oder mit nur geringfügiger Änderung in dem nachstehend beschriebenen Fertigungs-Prüfsystem
verwendet werden kann. Diese Karte weist einen freien Raum 83 auf, in dem benötigte Informationen
eingetragen werden können. Falls der Motor, eingebaut in ein Fahrzeug, geprüft werden soll, können der Name
des Fahrzeughalters sowie die vollständigen Kenndaten des zu prüfenden Fahrzeugs oder ähnliche Informationen
eingesetzt werden. Auf der Meldekarte 82 sind ferner drei horizontale Zeilen von Feldern aufgedruckt.
Die oberste Zeile 84 weist drei Felder auf, die die Beschriftungen »schnelle Fahrt«, »Langsamfahrt« und
»Leerlauf« entsprechend den drei Prüfbetriebstypen tragen. Diese Felder sind zweckmäßigerweise von links
nach rechts in der bevorzugien Reihenfolge angeordnet, in der die Betriebstypen-Prüfungen durchgeführt
werden.
Die zweite Felderzeile 85 enthält ein erstes Feld mit der Aufschrift »CO« (Kohlenmonoxid) sowie zusätzliche
Felder 85a, 85Z) und 85c; die direkt unter den jeweiligen Beschriftungen für die Betriebstypen stehen.
In das Feld 85a ist — lediglich zur Erläuterung — ein zulässiger Höchstwert von 2% CO-Abgabe bei
schneller Fahrt eingedruckt in das Feld 856 ein zulässiger Höchstwert von 2,5% von CO-Abgabe bei
Langsamfahrt und in das Feld 85c ein zulässiger Höchstwert von 3% bei Leerlauf.
Die dritte Zeile 86 umfaßt ein erstes Feld, das die
Beschriftung »CH« (unverbrannte Kohlenwasserstoffe) trägt, sowie weitere Felder 86a, 86Λ und 86c; die direkt
unterhalb den Feldern 85a, 'SSb bzw. 85c stehen. In das
Feld 86a ist — wiederum nur zum Zwecke der Erläuterung — ein zulässiger Höchstwert für CH-Abgabe
bei schneller Fahrt von beispielsweise 220 ppm (Tausendstel-Promille) eingedruckt, in das Feld 866 ein
zulässiger Höchstwert von 240 ppm CH bei Langsamfahrt und in das Feld 86c ein zul. Leerlauf-Höchstwert
von 290 ppm. Ein Haken in einem Feld bedeutet Zurückweisung wegen übermäßiger Abgabe der betreffenden
Verunreinigung.
Während einer Prüfung eines im Fahrzeug eingebauten Motors werden die entsprechend dem Betriebstyp
bei den für das jeweilige Fahrzeug vorgeschriebenen Lasten und Geschwindigkeiten erzielten Werte unter
den angegebenen zulässigen Werten eingetragen. Beispielsweise mögen die Werte für CO bei schneller
Fahrt, Langsamfahrt und Leerlauf 0,4%, 0,6% bzw. 3,0% betragen. Alle diese Werte liegen innerhalb der
zulässigen Werte und könnten in den entsprechenden Kästchen verzeichnet werden, während jedoch kein
Kästchen abzuhaken wäre. Dagegen mögen beispielsweise die CH-Werte gemäß Fig. 19 für schnelle Fahrt,
Langsamfahrt und Leerlauf bei 1252, 1350 bzw. 1482 liegen und damit die zulässigen Werte ganz erheblich
überschreiten; diese Werte wären in die betreffenden Kästchen einzutragen, und außerdem wäre jedes der
Felder 86a, 866 und 86c abzuhaken.
Sofern bei der Prüfung des eingebauten Motors zusätzliche Prüfungen auf NO durchgeführt werden
sollen, könnte unter der Zeile 86 eine weitere (nicht gezeigte) Zeile von Feldern vorgesehen werden. Falls
weiterhin eine Prüfung des Motors mit voll geöffneter Drosselklappe erwünscht ist, könnte rechts von der
Leerlaufspalte nach Fig. 19 eine weitere Spalte vorgesehen werden, wobei der Motor bei dieser
Geschwindigkeit betrieben und die gesuchten Werte gemessen würden.
F i g. 4 veranschaulicht die Tatsache, daß durch Änderung der Geschwindigkeit auch die von der
Leistung absorbierenden Einrichtung 31 aufgebrachte Belastung geändert wird, wodurch bei der Durchführung
der Prüfungen äußerste Einfachheit erzielt wird, da die Bedienungsperson lediglich das Instrument abzulesen
braucht, das die von dem Motor mit auf den Dynamometer-Walzen 34 und 38 laufenden Fahrzeugrädern
entwickelte, simulierte Geschwindigkeit in km/h anzeigt. Arbeitet der Motor mit der gewünschten
Geschwindigkeit, so hält die Bedienungsperson die Geschwindigkeit für ein paar Sekunden konstant,
beobachtet dabei die CO- und CH-Meßgeräte 57 und 61 und schreibt die Meßwerte auf die in Fig. 19 gezeigte
Meldekarte.
Diese Meldekarte wird dann in Verbindung mit einer Wertetabelle verwendet, von der ein Teil in Fig.20
veranschaulicht ist. Die Wertetabelle trägt Diagramme, wie sie in Fig.20 gezeigt sind, wobei verschiedene
Zurückweisungs-Bedingungen angegeben sind. Die Bedienungsperson bringt dann das auf der Meldekarte
nach F i g. 19 ermittelte Muster an Zurückweisungs-Haken mit den verschiedenen Feldern der Wertetabelle in
Übereinstimmung. Dabei ist zu beachten, daß das Zurückweisungs-Muster nach F i g. 19 genau zu dem auf
dem Teil der Wertetabelle nach Fig.20 gezeigten
Zurückweisungs-Muster paßt Unter den verschiedenen Feldern nach F i g. 20 stehen dabei Informationen über
gewöhnliche Ursachen und Wartungsmaßnahmen.
Die in Fig. 19 gezeigte Meldekarte gibt für die
Prüfung bei allen drei Betriebstypen zuviel Kohlenwasserstoff an. Demgemäß würde die angegebene Ursache
für zuviel CH bei den drei Betriebstypen gelten, nämlich Fehlzündung infolge Versagen eines Bauteils des
Zündsystems. Somit ermöglicht es die Wertetabelle in Verbindung mit der Meldekarte 82, daß das Prüfpersonal
die Fehlfunktion rasch korrigiert, da die Karte nicht nur die Art der Fehlfunktion angibt, sondern auch die
zur Behebung derselben erforderlichen Schritte erläutert.
Gemäß Fig. 10 besteht eine typische Leistung absorbierende Einrichtung, generell mit 91 beziffert,
gewöhnlich aus einem äußeren Gehäuse mit einem rechten Abschnitt 92 und einem linken Abschnitt 93. In
der Einrichtung 91 ist ein festes Turbinenrad (Stator) 94 und ein umlaufendes Turbinenrad (Rotor) 95 angeordnet,
wobei das letztere fest auf einer Welle 96 montiert ist und sich mit dieser dreht. Der Rotor 95 ist dabei
durch eine Feder 97 auf die Welle 96 aufgekeilt. Die beiden Abschnitte 92 und 93 der Einrichtung 91 werden
durch geeignete Mittel dicht zusammengehalten. Die Einrichtung ist durch Bolzen 101 an einen Prüfstand
angeschraubt, der generell mit der Ziffer 100 bezeichnet ist. Ein Wassereinlaß 102 dient dazu, dem Innern der
Einrichtung 91 Wasser zuzuführen, um sie während des Betriebs vollständig gefüllt zu halten. Um eine
Überhitzung der Einrichtung 91 während des Betriebs zu vermeiden, ist ferner ein Wasserauslaß 103
vorgesehen, durch den Wasser aus der Einrichtung abfließen und somit durch diese zirkulieren kann, wenn
ein Temperaturfühler 104 (vgl. F i g. 23) eine vorgegebene Temperatur, im vorliegenden Fall 160°, erreicht. Der
Antrieb der Welle 96 der Leistung absorbierenden Einrichtung 91 erfolgt durch eine von einem Riemen 106
angetriebene Riemenscheibe 105. F i g. 11 zeigt eine
Kurve, die die Belastung bei vollständiger Füllung der in Fig. 10 gezeigten bekannten Leistung absorbierenden
Einrichtung in seinem unmodifizierten Zustand wiedergibt. Dabei ist zu beachten, daß die Einrichtung in der
Lage ist, 93 kW bei 1050 Upm zu leisten. Dies ist zur Durchführung der Betriebstypen-Abgasprüfung an üblichen
Personenkraftwagen-Motoren zuviel.
Zur Erläuterung sei nun angenommen, daß eine Motoren-Prüfstraße gebaut oder umgeschaltet werden
soll, die 34 kW bei 2000 Upm erfordert. Anstatt nun die verhältnismäßig wenigen Leistung absorbierenden
Einrichtungen, die für die Motoren-Prüfstraße erforderlich sind, da jeder Prüstand nur eine einzige derartige
Einrichtung benötigt, selbst zu bauen und dabei jedes einzelne Bauteil einer handelsüblichen Leistung absorbierenden
Einrichtung unter übermäßigen Kosten neu konstruieren und maßstäblich verkleinern zu müssen,
läßt sich die Lastkennlinie der beschriebenen Einrichtung ändern, indem die Rotorflügel 99 oder die
Statorflügel 98 unter einem Winkel beschnitten werden, der am kleineren Durchmesser der Torusform beginnt
und von einer senkrecht zur Mittellinie des Rotors oder Stators durch den kleineren Durchmesser verlaufenden
Linie gemessen wird, beispielsweise unter einem Winkel von 41,5°, da die Geschwindigkeit verringert wird, mit
der das Strömungsmittel zwischen dem Rotor 95 und dem Stator 94 hindurchtritt. Durch verschiedene Winkel
der Flügelkanten lassen sich Leistung absorbierende Einrichtungen mii unterschiedlichen Höchstkapazitäten
erzeugen.
Um also eine Leistung absorbierende Einrichtung mit der genannten Flexibilität vorzusehen, wird eine
Einrichtung gewählt, deren Kapazität für jedweden vorhersehbaren späteren Bedarf groß genug ist, und die
Flügel 99 des Rotors 95, die Flügel 98 des Stators 94 oder beide werden in der oben beschriebenen Weise
beschnitten, bis die Einrichtung die richtige Kapazität zur Prüfung derjenigen Motorenfamilie hat, für die die
betreffende Prüstandanlage vorgesehen ist, im vorliegenden
Fall einen Wert von 34 kW bei 2000 Upm.
Wie in Fig. 13 gezeigt, ergibt die modifizierte Leistung absorbierende Einrichtung nach Fig. 12
tatsächlich eine Last von 34 kW bei 2000 Upm.
Eine typische Betriebstypen-Prüfkarte für einen einer Fertigungsprüfung unter Last in warmem Zustand
unterworfenen Motor ist in F i g. 15 gezeigt und generell mit der Ziffer 109 bezeichnet. Diese Karte ist für einen
Motor mit einem Zylinderinhalt bestimmt, wie er gewöhnlich in Personenkraftwagen mit einem Gewicht
von 1720 kg und darüber verwendet wird. Wie ersichtlich, wird in diesem Falle die Motorprüfung für
schnelle Fahrt, was dem Betriebstyp 1 nach F i g. 4 entspricht, bei etwa 2000 Upm durchgeführt, wobei der
Motor gleichzeitig mit einer Last von etwa 34 kW beaufschlagt wird. Die Langsamfahrt-Prüfung des
Motors wird bei etwa 1400 Upm durchgeführt, wobei an dem Motor gleichzeitig eine Last von etwa 12 kW
angreift, während der Leerlauf-Test bei der vom Hersteller angegebenen Drehzahl erfolgt.
Eine Fertigungsprüfung des Motors im warmen Zustand unter Last könnte also manuell unter
Verwendung des vereinfachten Systems nach Fig. 14 vorgenommen werden. In diesem Fall würde der Motor
gestartet und zum Erwärmen mit einer der schnellen Fahrt entsprechenden Drehzahl betrieben, wobei zur
Entnahme einer Abgasprobe die Sonde 69 in die Auspuffleitung 110 eingeführt wird. Die Pumpe 72 saugt
dabei das Gas durch das Konditioniergerät 71, um die Abgase vorzubehandeln und feste Verschmutzungsstoffe
zu entfernen.
Bei gegenwärtigen Motoren hat es sich herausgestellt, daß die Prüfung auf NO bei der Serienfertigung
wenig Wert hat, so daß der obige, bei der Prüfung von Motoren im eingebauten Zustand verwendete NO-Analysator
75 mit dem Verzögerungsglied 79 in dem Fertigungs-Prüfungssystem nicht vorhanden ist, bei
Bedarf aber hinzugefügt werden kann. Statt dessen leitet die Pumpe 72 die Abgase nur dem CO-Analysator
73 und dem CH-Analysator 74 zu. Die Verzögerungsglieder 77 und 78 sorgen dafür, daß die Ablesungen erst
stattfinden, wenn sich der Motor »beruhigt« hat. Die Prüfungen auf CO und CH werden dabei für
Langsamfahrt und Leerlauf wiederholt.
Im Interesse einer raschen Fertigungsprüfung des Motors sind anstelle der komplizierten CO- und
CH-Meßgeräte 57, 61. wie sie oben erläutert worden sind, ein CO-Meßgerät 111 gemäß Fig. 16 und ein
CH-Meßgerät 112 gemäß Fig. 17 vorgesehen. Ähnlich wie die weiter oben genannten Meßgeräte ist das
CO-Meßgerät 111 mit einer Skala 114 und einem Zeiger
115 versehen. Die Teilungen auf dem Meßgerät sind zwar den oben verwendeten ähnlich; auf der Fläche der
Skala 114 ist jedoch eine zusätzliche Beschriftung angebracht So sind auf der Skala 114 das mit der Ziffer
116 bezeichnete Wort »Brauchbar«, das den zulässigen
CO-Bereich angibt, sowie die mit der Bezugsziffer 117 bezeichnete Beschriftung »Fehlerhaft«, die den unzulässigen
CO-Bereich im Abgas angibt, vorgesehen. Im Gegensatz zu der Prüfung des Motors im eingebauten
Zustand, bei der die tatsächliche Ablesung an der Skala erfolgt und auf die Meldekarte geschrieben wird, hat die
Bedienungsperson bei der Fertigungsprüfung nur darauf zu achten, ob der Zeiger 115 im »brauchbaren« oder im
»fehlerhaften« Bereich steht, und diese Feststellung auf der Meldekarte nach F i g. 19 einzutragen.
Bei Verwendung in der Fertigungsprüfung sind die einzelnen Prüfpunkte in der Felderzeile 84 auf der
Meldekarte nach Fig. 19 nicht mit »Schnelle Fahrt«, »Langsamfahrt« und »Leerlauf«, sondern mit Motordrehzahlen,
im vorliegenden Fall mit 2000 Upm, 1400 Upm bzw. 600 Upm bezeichnet. Bei jedem dieser
Drehzahlwerte hat die Bedienungsperson nur darauf zu achten, ob der Zeiger 115 auf dem zulässigen oder dem
fehlerhaften CO-Bereich steht und dasjenige Feld abzuhaken, bei dem eine Fehlfunktion angezeigt wird. In
dem Beispiel nach Fig. 19 gibt die Meldekarte an, daß
der Motor der CO-Prüfung in allen Drehzahlbereichen genügt.
In ähnlicher Weise ist das CH-Meßgerät 112 mit einer
Skala 120 und einem Zeiger 121 versehen. Wiederum sind an dem CH-Meßgerät 112 Beschriftungen angebracht,
die einen »brauchbaren« und einen »fehlerhaften« CH-Bereich angeben. Diese Beschriftungen sind
mit den Bezugsziffern 123 bzw. 124 bezeichnet.
In Fig. 1 ist eine Prüfanlage mit mehreren Prüfständen
100 dargestellt, die mittels eines Förderers 127 zusammengeschlossen sind. Der Förderer 127 bedient
die Prüfstände 100, indem er die zu prüfenden Motoren, von denen in Fig. 1 einer mit 128 bezeichnet ist, von
einer an dem Förderer angeordneten (nicht gezeigten) Ladestation den jeweiligen Prüfständen zuführt. Jeder
Prüfstand ist so eingerichtet, daß er jeweils den ersten sich vorbeibewegenden, ungeprüften Motor prüft und
nach Beendigung der Prüfung an den Förderer zurückgibt, der den Motor einer Entlade- oder einer
Reparatur-Station zuführt. Der geprüfte Motor wird von keinem anderen Prüfstand wieder angenommen,
selbst wenn dieser frei sein sollte.
In F i g. 2 und 21 ist ein Prüfstand veranschaulicht, wie er erfindungsgemäß verwendet wird. Der zu prüfende
Motor 128 befindet sich in betriebsmäßiger Stellung auf dem Prüfstand 100. Dabei sind alle Verbindungen
hergestellt, die erforderlich sind, um den Motor mit eigener Leistung zu betreiben.
Ferner sind Vorkehrungen getroffen, um die Motorabgase mittels eines Abgasanschlusses 129 zu erfassen.
Ferner sind eine Einrichtung 126 zur Einleitung von Wasser in den Motor, eine Einrichtung 130 zur
Überwachung der Motortemperatur und ein Wasserauslaßanschluß 131 zur Entnahme des Wassers aus dem
Motor vorgesehen. Der zur Zündung des Motors erforderliche Hochspannungsanschluß zum Verteiler ist
bei 133 gezeigt, während eine Starteinrichtung zum Anlassen des Motors sowie zum Antrieb der Leistung
absorbierenden Einrichtung bei 134 gezeigt ist. Von der Starteinrichtung 134 wird die Leistung absorbierende
Einrichtung 91 über einen Riemen 135 angetrieben.
Zu den oben beschriebenen Zwecken ist eine getrennte Reparatur-Förderschleife 137 vorgesehen.
An dieser Schleife sind mehrere Diagnose- und Reparatur-Stationen 138 zur gründlicheren und länger
dauernden Prüfung vorgesehen, wie sie erforderlich ist, wenn ein Motor die CO- und CH-Abgasprüfungen nicht
besteht, (ede Station 138 ist mit einer Ausrüstung versehen, um ähnliche Verbindungen zu dem Motor wie
in dem Prüfstand nach F i g. 2 und 21 zu gestatten, wobei jedoch einige dieser Verbindungen manuell hergestellt
werden müssen. Für jeweils ein Paar von Diagnose- und Reparaturstationen ist eine genaue Diagnose-Einrichtung
in Steuerschränken 140 vorgesehen. Die Instrumente zum Betrieb der automatischen Prüfstände 100
sind in Steuerschränken 141 enthalten.
1st der Motor vollständig an den Prüfstand 100 angeschlossen, so wird er durch eine Zeitfolge-Steuerschaltung
automatisch angelassen. Sobald der Motor läuft, wird mittels einer entsprechend vorgesehenen
Einrichtung die Drehzahl überwacht und auf den gewünschten Wert eingestellt, um den Motor auf die zur
Prüfung bei schneller Fahrt für den jeweils betroffenen Motor erforderliche Drehzahl zu beschleunigen.
Die genannte Einrichtung hat die Form eines Tachogenerators 143, der ein der Drehzahl proportionales
Spannungssignal liefert. Beispielsweise entsprechen 5 V einer Drehzahl von 5000 Upm. Das Spannungssignal
aus dem Tachogenerator 143 (F i g. 23) wird einer Signalaufbereitungsstufe 144 zugeführt, die das
Ausgangssignal des Tachogenerators 143 in ein mit dem Rest der betreffenden Schaltung kompatibles Signal
ίο ändert. Dieses aufbereitete Signal dient zum Antrieb
eines Drehzahlmessers 145 und wird außerdem einem Eingang eines Subtraktionsgliedes 146 zugeführt. Am
anderen Eingang des Subtraktionsgliedes 146 liegt eine Spannung, die durch das Schließen eines Einstellrelais
149 für den Drehzahleinstellpunkt auftritt, wodurch eine Spannung von einem Drehzahl-Potentiometer 207 für
schnelle Fahrt dem Subtraktionsglied 146 zugeführt wird. Der Einfachheit halber schließen gleichzeitig ein
Einstellrelais 148 für den oberen CH-Grenzwert bei schneller Fahrt sowie ein Einstellrelais 147 für den
oberen CO-Grenzwert bei schneller Fahrt. Das Subtraktionsglied 146 zieht die Spannung vom Einstellrelais
149 für den Drehzahlwert bei hoher Fahrt von dem aus dem Tachogenerator 143 stammenden
2^ Spannungssignal ab. Die am Ausgang des Subtraktionsgliedes 146 sich ergebende Differenz wird zwei
Komparatoren zugeführt, nämlich einem Komparator 153 für hohe Drehzahl und einem Komparator 154 für
niedrige Drehzahl. Die Spannung, mit der das
μ Differenzsignal verglichen wird, stammt aus einem
Einstellrelais 155 für den innerhalb des gewünschten Bandes liegenden Drehzahlwert.
Liegt die Ausgangsspannung des Subtraktionsgliedes 146 unter der von dem Relais 155 zugeführten
Spannung, so bedeutet dies, daß der Motor zu langsam läuft, und der Komparator 154 für niedrige Drehzahl
erregt ein Relais 156 für niedrige Drehzahl, das bewirkt, daß eine Drosselsteuerung 157 einen Antriebsmotor 158
für die Drosselklappe in der entsprechenden Richtung dreht, um die Motordrehzahl zu erhöhen, wobei
kontinuierlich die Drehzahl verglichen wird. Ist die richtige Drehzahl erreicht worden, so fällt das Relais
156 für niedrige Drehzahl ab.
Jetzt sorgt die automatische Zeitfolge-Steuerschaltung 142 dafür, daß der Motor mit der der schnellen
Fahrt entsprechenden Drehzahl etwa 1 Minute lang weiterläuft, bevor Prüfungen vorgenommen werden, um
zu gewährleisten, daß der Motor vollständig warmgelaufen ist, um die oben beschriebenen Bedingungen zu
so erfüllen.
Jetzt befindet sich der Motor in einem prüfbaren Zustand. Die automatische Zeitfolge-Steuerschaltung
142 veranlaßt, daß die Motorabgase etwa 15 Sekunden lang erfaßt werden. Dies wird dadurch erreicht, daß die
kontinuierlich arbeitende Pumpe 72 die Abgase einem Abgasanalysator 159 zuführt, wo ein auf die CH- und
CO-Mengen im Abgas bezogenes Signal erzeugt wird, das einer Analysator-Umsetzereinheit 160 zugeführt
wird. Dort wird das Signal in ein Analogsignal
umgesetzt, das zur Aussteuerung der CO- und
CH-Meßgeräte 111, 112 verwendet sowie CO- und CH-Signalaufbereitungsstufen 161 bzw. 164 zugeführt
wird. Die Signale von den Aufbereitungsstufen 161 und 164 liegen jeweils an einem Eingang eines CO-Zurück-
weisungs-Komparators 162 bzw. eines CH-Zurückweisungs-Komparators
163.
Ist die Spannung aus der CO-Signalaufbereitungsstufe
161 größer als die Spannung von dem Einstellrelais
148 für den oberen CO-Grenzwert, so wird ein CO-Zurückweisungsrelais 167 beaufschlagt und durch
die Zeitfolge-Steuerschaltung 142 eine entsprechende Zurückweisungslampe 1S5 eingeschaltet Ist die Spannung
dagegen kleine;, was bedeutet, daß der CO-Gehalt
innerhalb der Grenzwerte liegt, so wird eine Annahmelampe
166 für den CO-Wert bei schneller Fahrt eingeschaltet
Ist ähnlich die Spannung aus der CH-Signalaufbereitungsstufe
164 größer als die Spannung von dem Einstellrelais 147 für den oberen CH-Grenzwert, so wird
ein CH-Zurückweisungsrelais 168 beaufschlagt, das
bewirkt, daß eine Zurückweisungslampe 169 für den CH-Wert bei schneller Fahrt eingeschaltet wird; ist
dagegen die Spannung kleiner, so wird eine Annahmelampe 170 für den CH-Wert bei schneller Fahrt eingeschaltet
Es wird darauf hingewiesen, daß es sich bei der 15 Sekunden dauernden Abgaserfassung um eine willkürliche
Zeit handelt, die gewählt ist, um eine ausreichende Zeitspanne zur Verfügung zu stellen, innerhalb der die
Abgas führenden Leitungen zwischen den Prüfungen gespült werden können; die Zeitspanne könnte je nach
dem Aufbau des jeweils verwendeten Apparates auch langer oder kurzer sein. Ferner wird darauf hingewiesen,
daß es sich bei der automatischen Zeitfolge-Steuerschaltung um eine allgemeine Schaltung handelt, die
vom Fachmann leicht nachgebaut werden kann.
Damit ist die Prüfung für schnelle Fahrt bzw. entsprechend dem Betriebstyp 1 beendet. Die Zeitfolge-Steuerschaltung
142 öffnet jetzt das Einstellrelais 149 für den Drehzahlmeßpunkt bei schneller Fahrt sowie die
Einstellrelais !48 und 147 für die oberen CO- und CH-Grenzwerte bei schneller Fahrt und schließt
gleichzeitig ein weiteres Einstellrelais 171 für den Drehzahlmeßpunkt bei Langsamfahrt, ein Einstellrelais
172 für den oberen CO-Grenzwcrt bei Langsamfahrt sowie ein Einstellrelais 173 für den oberen CH-Grenzwert
bei Langsamfahrt.
Da der Motor zu diesem Zeitpunkt schneller läuft, als es für die Prüfung bei Langsamfahrt erforderlich ist,
überschreitet die Ausgangsspannung von dem Subtraktionsglied 146, die in ähnlicher Weise, wie es oben für die
Prüfung bei schneller Fahrt beschrieben worden ist, unter Verwendung einer Spannung aus einem Drehzahl-Potentiometer
208 für Langsamfahrt gewonnen wird, die Spannung von dem Einstellrelais 155 für die
innerhalb des gewünschten Bereichs liegende Drehzahl. Daher erregt der Komparator 153 für hohe Drehzahl
das entsprechende Relais 174, das seinerseits die Drosselsteuerung 157 derart beaufschlagt, daß der
Antriebsmotor 158 für die Drosselklappe in der richtigen Richtung gedreht wird, um die Motordrehzahl
zu verringern, wobei wiederum kontinuierlich die Drehzahl verglichen wird. Ist die richtige Drehzahl
erreicht, so fällt das Relais 174 ab.
In der oben beschriebenen Weise bewirkt nun die Zeitfolge-Steuerschaltung 142 eine Abgasprobenentnahme
über eino Zeitspanne von etwa 15 Sekunden, wobei keine Verzögerung von einer Minute erforderlich
ist, da der Motor bereits warmgelaufen ist.
Wie vorher wird das Abgas durch die Sonde 69 erfaßt und über die Pumpe 72 dem Abgasanalysator 159
zugeführt. Dessen Signal wird dann der Analysator-Umsetzereinheit 160 zugeführt, wo es in ein Analogsignal
umgesetzt wird, das, wie oben beschrieben, sowohl die CO- und CH-Meßgeräte 111, 112 aussteuert als auch
den CO- und CH-Signalaufbereitungsstufen 161, 164 zugeführt wird, die die analogen CO- und CH-SignaJe ir
mit dem Rest des Systems kompatible Signali umwandeln.
Ähnlich den Vorgängen, wie sie bei der Prüfung füi
schnelle Fahrt stattgefunden haben, werden die CO- unc CH-Signale aus den Signalaufbereitungsstufen 161,1&
den jeweiligen Komparatoren 162,163 zugeführt, wo sie
mit einem Spannungssignal, das über das Einstellrelai;
172 für den oberen CO-Grenzwert bei Langsamfahn aus einem CO-Potentiometer 211 für Langsamfahn
zugeführt wird, bzw. mit einer Spannung, die über da« Einstellrelais 173 für den oberen CH-Grenzwert be
Langsamfahrt aus einem CH-Potentiometer 214 füi Langsamfahrt zugeführt wird, verglichen werden
Überschreitet mindestens eine dieser Spannungen au; den CO- und CH-Signalaufbereitungsstufen die betref
fende Spannung des oberen Grenzwertes, so wird da: CO- und/oder das CH-Zurückweisungsrelais 167 bzw
168 beaufschlagt; demgemäß bewirkt die Zeitfolge-Steuerschaltung 142, daß die CO-Annahmelampe 177
bzw. die CO-Zurückweisungslampe 178 für Langsamfahrt
sowie die CH-Annahmelampe 179 bzw. die CH-Zurückweisungslampe 180 für Langsamfahrt aufleuchten.
Damit ist d~r sich auf die Langsamfahrt beziehende Teil der Abgasprüfung beendet; das Einstellrelais 171
für den Drehzahlmeßpunkt bei Langsamfahrt sowie die Einstellrelpis 172 und 173 für die oberen CO- bzw
CH-Grenzwerte bei Langsamfahrt werden geöffnet und die entsprechenden Einstellrelais 183, 184 und 185 für
den Drehzahlmeßpunkt bzw. die oberen CO- und CH-Grenzwerte bei Leerlauf werden geschlossen.
Wiederum läuft der Motor für den Leerlaufabschniti der Prüfung zu schnell, und die Spannung am Ausgang
des Subtraktionsgliedes 146 überschreitet die Spannung von dem Einstellrelais 155 für die innerhalb des
gewünschten Bandes liegende Drehzahl, da der Spannungsunterschied zwischen dem von der Drehzahl-Signalaufbereitungsstufe
144 zugeführten Signal und der Spannung, die von einem Drehmoment-Potentiometer 209 für Leerlauf über ein Einstellrelais 218 für den
Drehzahlmeßpunkt bei Leerlauf zugeführt wird, die Spannung aus dem Relais 155 überschreitet. Dadurch
schließt der Komparator 153 für hohe Drehzahl das entsprechende Relais 174, wodurch bewirkt wird, daß
die Drosselsteuerung 157 wiederum den Antriebsmotor 158 für die Drosselklappe in der richtigen Richtung
dreht, um die Motordrehzahl zu verringern, wobei die Drehzahl kontinuierlich überwacht wird. Erreicht der
Motor die richtige Drehzahl, so fällt das Relais 174 für hohe Drehzahl ab, und die Zeitfolge-Steuerschaltung
142 beginnt erneut eine Zeitspanne von 15 Sekunden für
Probenentnahme aus dem Abgas.
Wie vorher wird das Abgas durch die Sonde 69 erfaßt und über die Pumpe 72 dem Abgasanalysator 169
zugeführt. Das Signal wird dann wieder über die Umsetzereinheit 160 geleitet, die es in ein Analogsignal
zur Aussteuerung der oben beschriebenen CO- und CH-Meßgeräte 111 und 112 umsetzt; die analogen CO-
und CH-Signale werden ferner wieder durch die Signalaufbereitungsstufen 161 und 164 in mit dem
übrigen System kompatible Signale umgesetzt.
Ähnlich den Vorgängen, wie sie bei der Langsamfahrt-Prüfung stattgefunden haben, werden die CO- und
CH-Signale von den Signalaufbereitungsstufen den jeweiligen Komparatoren 162,163 zugeführt, wo sie mit
Spannungssignalen verglichen werden, die über das Einstellrelais 184 für den oberen CO-Grenzwert bei
Leerlauf von einem CO-Potentiometer 212 für Leerlauf
bzw. Ober das Einstellrelais 185 für den oberen CH-Grenzwert bei Leerlauf von einem CH-Potentiomeler 215 erzeugt werden. Überschreitet mindestens
eine der Spannungen aus den CO- und CH-Signalaufbereitungsstufen die jeweilige Spannung entsprechend
dem oberen Grenzwert, so ziehen das CO- und/pder das
CH-Zurückweisungsrelais 167 bzw. 168 an, und die Zeitfolge-Steuerschaltung 142 sorgt dafür, daß eine
CO-Annahmelampe 186 bzw. eine CO-Zurückweisungslampe 187 sowie eine CH-Annahmelampe 188 bzw. eine
CH-Zurückweisungslampe 189 für Leerlauf aufleuchten.
Damit ist auch der Leerlaufteil der Abgasprüfung beendet, die Einstellrelais 183, 184 und 185 für den
Drehzahlmeßpunkt bzw. die oberen CO- und CH-Grenzwerte werden geöffnet, und die Prüfung ist
insgesamt beendet Hat der Motor die CO- und CH-Prüfung an allen Punkten bestanden, so wird diese
Tatsache durch eine entsprechende Einrichtung angezeigt, und der Motor wird von dem Prüfstand 100
entfernt und automatisch auf den Förderer 127 gegeben,
von wo er zum Einbau in ein Kraftfahrzeug abgegeben wird.
Hat der Motor eine oder mehrere Prüfungen nicht bestanden, so wird die Bedienungsperson in geeigneter
Weise verständigt, so daß sie sich zu dem Prüfstand begeben und das Zurückweisungsmuster der Anzeigelampen ablesen und auf der Meldekarte 82 vermerken
kann, bevor sie den Motor zur genaueren Analyse auf die Reparaturschleife 137 schickt.
Um mit Sicherheit genaue Testergebnisse zu erzielen, wird das Abgas-Prüfsystem vorzugsweise täglich unter
Verwendung eines Gases mit bekanntem CO- und CH-Gehalt geeicht. Der erste Schritt dieser Eichung
besteht darin, daß die CO- und CH-Meßgeräte 111,112
in der Analysator-Umsetzereinheit 160 mit Hilfe entsprechender Nullpunkt-Einstellschrauben 190 und
191 auf null gestellt werden, wobei sich kein Motor auf dem Prüfstand befindet.
darin, daß der Abgasanalysator 159 mit dem Gas
bekannter CO- und CH-Konzentration beaufschlagt wird. Dies geschieht dadurch, daß das Gas in einen
Druckgasbehälter 192 gefüllt wird, von wo aus es Ober ein Ventil 193 dem Abgasanalysator zugeführt werden
kann. Das Ventil kann etwa durch einen Druckschalter 194 gesteuert werden, der etwa an dem Steuerschrank
141 gemäß Fig.22 vorgesehen ist Nach_ Zufuhr des
Gases zu dem Abgasanalysator 159 und Übertragung eines Signales auf die Umsetzereinheit 160 werden
entsprechende Bereichsjustierschrauben 195 und 197' verstellt, bis die Meßgeräte 111 und 112 den richtigen
Meßwert zeigen.
Soll der Prüfstand zum Zwecke der Überprüfung und
dergleichen manuell betrieben werden, so wird ein Betriebsartenschalter 196 in seine Stellung für manuell
umgelegt. In dieser Betriebsweise kann die Zündung manuell mittels eines Schalters 197 eingeschaltet und
durch einen Kurbelschalter 198 manuell angekurbelt werden, wobei entsprechende (nicht gezeigte) Schaltkreise zusätzlich vorgesehen sind, um diese Aufgaben zu
erledigen.
Eine manuelle Erhöhung bzw. Verringerung der Motordrehzahl kann durch Schalter 199 und 200
erreicht werden, die ein öffnen bzw. Schließen der Drosselklappe bewirken und gemäß F i g. 23 angeschlossen sind.
Soll beim Betrieb von manueller auf automatische Abgas-Folgesteuerung umgeschaltet werden, so wird
dies durch Drücken eines Abgas-Startschalters 201 erreicht, während eine Rückkehr zur manuellen
Abgas-Folgesteuerung jederzeit durch Verwendung eines Abgas-Halteschaiters 202 erreicht werden kann.
Sowohl beim automatischen als auch beim manuellen
Betrieb wird die Energieversorgung für den Prüfstand über einen Haupteinschalter 204 bzw. einen Hauptausschalter 205 gesteuert, wobei eine Lampe 206 anzeigt,
ob die Energieversorgung eingeschaltet ist oder nicht.
Dabei ist eine geeignete Energieversorgung zum Betrieb der oben beschriebenen Schaltung vorgesehen.
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Fertigungsprüfung zusammengebauter
Motoren im wärmen Zustand zur Ermittlung von Fehlern durch Analyse der Motorabgase
mit einem Prüfstand, umfassend eine Einrichtung zum Belasten des Motors entsprechend seinem
Zylinderinhalt, eine Einrichtung zum Betreiben des Motors in mehr als einem Prüfmodus, eine
Einrichtung zur Entnahme von Proben der Motorabgase, eine Meßeinrichtung, die die CO- und
CH-Werte in der Abgasprobe für jeden Prüfmodus mißt und die Meßwerte mit für den jeweiligen
Prüfmodus zulässigen CO- und CH-Grenzwerten vergleicht, sowie eine Anzeigeeinrichtung, die
angibt, welche Meßwerte gegebenenfalls die Grenzwerte überschreiten, dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßeinrichtung eine Umset/.ereinheit
(160), die die CO- und CH-Werte in elektrische
Analogsignale umsetzt, und sowohl für den CO-Wert als auch für den CH-Wert jeweils einen
Komparator (162,163) umfaßt, dessen einer Eingang mit der Umsetzereinheit (160), dessen anderer
Eingang mit einer Potentiometerschaltung, die für jeden Betriebsmodus ein entsprechend einschaltbares,
den entsprechenden Grenzwert bestimmendes Potentiometer (210... 215) enthält, und dessen
Ausgang mit einem die Anzeigeeinrichtung (165, 166...) aussteuernden Relais (167, 168) verbunden
ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Umsetzereinheit (160)
und die Komparatoren (162, 163) jeweils eine Aufbereitungsstufe (161, 164) eingeschaltet ist, die
die Analogsignale für die CO- und CH-Werte in mit der Meßeinrichtung kompatible Signale umwandelt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Grenzwert-Potentiometer
(210... 215) durch von einer Zeitfolge-Steuerschaltung
(142) in Abhängigkeit von der jeweiligen Motordrehzahl gesteuerte Relais (147,148,172,173,
184,185) einschaltbar sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßeinrichtung eine mit der
Zeitfolge-Steuerschaltung (142) verbundene Drehzählsteuerung
umfaßt, die den Motor nacheinander bei den einzelnen Prüfmodi betreibt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahlsteuerung einen Tachogenerator
(143) umfaßt, ferner eine an den Tachogenerator angeschlossene Signalaufbereitungsstufe
(144), einen an die Signalaufbereitungsstufe angeschlossenen Drehzahlmesser (145), ein
ebenfalls an die Signalaufbereitungssstufe angeschlossenes Subtraktionsglied (146), ein Drehzahlpotensometer
(207) für schnelle Fahrt, das über ein Einstellrelais (149) für den Drehzahleinstellpunkt bei
schneller Fahrt mit dem Subtraktionsglied verbindet, ein Drehzahlpotentiometer (208) für Langsamfahrt,
das über ein Einstelirelais (171) für den Drehzahlein-Stellpunkt
bei Langsamfahrt mit dem Subtraktionsglied verbunden ist, ein Drehzahlpotentiometer
(209) für Leerlauf, das über ein Einstellrelais (218) für
den Drehzahleinstellpunkt bei Leerlauf mit dem .Subtraktionsglied verbunden ist, ferner Komparatoren
(151, 154) für hohe bzw. niedrige Drehzahl, die mit dem Subtraktionsgiied (146) sowie zur Zuführung
eines Bezugssignals mit einem Einstellpotentio
meter (155) für eine innerhalb des gewünschten Bandes liegende Drehzahl verbunden sind, ferner ein
an den Komparator (153) für hohe Drehzahl angeschlossenes Relais (174) für hohe Drehzahl und
ein an den Komparator (154) für niedrige Drehzahl angeschlossenes Relais (156) für niedrige Drehzahl,
eine mit den beiden Relais (153, 156) verbundene Drosselklappensteuerung (157), die einen Drosselklappen-Antriebsmotor
(158) derart beaufschlagt, daß er die Drosselklappe zur Erhöhung bzw.
Verringerung der Motordrehzahl entsprechend dem Beaufschlagungszustand der Relais (153, 156)
steuert.
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