DE2461264C3 - Vorrichtung für die Messung des Volumenstroms strömender Medien - Google Patents
Vorrichtung für die Messung des Volumenstroms strömender MedienInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung für die Messung des Volumenstroms strömender Medien,
insbesondere von Blut in seinen Gefäßen, nach der Ultraschall-Doppler-Methode, unter Verwendung von
wenigstens zwei Ultraschall-Sendern/Empfängern zur vollständigen bzw. teilweisen Durchschallung eines zu
untersuchenden Mediumvolumenabschnitts, eines Dopplergerätes zur Ermittlung der Leistung der bei
Gesamt- bzw. Teildurchschallung anfallenden Dopplersignale sowie eines Verhältnisbüdners für die Leistungen.
Der Volumenstrom Q strömender Medien ergibt sich bei beliebig ausgebildetem Geschwindigkeitsprofil zu
Q=F ■ v, wobei F die Querschnittsfläche der Strömung und ν einen gewichteten Mittelwert der Strömungsgeschwindigkeit
darstellen. Der Mittelwert ν läßt sich nach der Ultraschall-Doppler-Methode mit einer V<
rru.!itung z.B. gemäß DE-AS 17 91191 ermitteln. Zur
Bestimmung der Querschnittsfläche F nach der Doppler-Methode bot sich bisher eine Vorrichtung
gemäß der DE-AS 18 12 017 an.
Die Vorrichtung nach der DE-AS 18 12 017 dient primär zur Ermittlung der Innenabmessung (Radius)
von Gefäßen, insbesondere Blutgefäßen. Sie umfaßt zwei in einem bestimmten Abstand nebeneinander
angeordnete Ultraschall-Sender/Empfänger, die zu gleicher Zeit Ultraschall auf das untersuchende Gefäß,
z. B. Blutgefäß, abstrahlen, wobei sich die Sende/Empfangskeule jedes Senders/Empfängers in Richtung auf
das Gefäß stark verbreitert. Der Abstand zwischen den beiden Sendern/Empfängern ist dabei so gewählt, daß
sich deren Sende/Empfangskeulen im Bereich des angezielten Gefäßes etwas überlappen, wobei die
Sende/Empfangskeule des einen Senders/Empfängers mit der einen seitlichen Begrenzung das vorausgesetzt
kreisrunde Gefäß gerade tangiert und ansonsten das Gefäß ganz durchsetzt, während die Sende/Empfangskeule
des anderen Senders/Empfängers das Gefäß mit der entsprechenden Keulenbegrenzung schneidet, also
das Gefäß nur zum Teil durchschallt. Aufgrund dieser unterschiedlich starken Beschallung ergeben sich an den
Ausgängen eines Dopplergerätes, das den beiden Sender/Empfängern nachgeschaltet ist, entsprechend
unterschiedliche Dopplersignalleistungen. Aus dem Verhältnis der unterschiedlich starken Dopplersignalleistungen,
das beispielsweise mittels eines dem Dopplergerät nachgeschalteten Dividiergliedes ermittelt wird,
läßt sich dann mit Hilfe eines Rechners in Verbindung mit weiteren Verrechnungsgrößen, wie dem Abstand
der beiden Sender/Empfänger sowie dem öffnungswinkel
deren Sende/Empfangskeulen, der Radius des Gefäßes an der durchschallten Stelle nach einer
Berechnungsformel, z. B. gemäß Anspruch 9 der DE-AS 18 12 017, errechnen. Aus dem Radius kann dann die
Kreisquerschnittsfläche F des Gefäßes ermittelt werden.
Die Vorrichtung nach der DE-AS 18 12 017 hat einerseits den Nachteil, daß sie technisch sehr
aufwendig ist, da zur Durchführung der relativ
ίο komplizierten Rechenoperationen entsprechend komplizierte
und teuere Rechenglieder notwendig sind. Sie ist andererseits speziell hinsichtlich Volumenstrommessungen
auch im Meßergebnis recht unsicher, da zum einen die Verifizierung der geometrischen Voraussetzungen,
wie z. B. kreisrunder Gefäßquerschnitt, tangentiale
Berührung der Gefäßwandung durch die Keulenbegrenzung der Schallkeule eines Senders/Empfängers
etc., in der Praxis oft nicht gegeben bzw. schwer einzuhalten ist und zum anderen bei sich stark
verbreiterndem Schallfeld kein Zielvorgang und damit auch keine Ausblendung störender Effekte, die z. B.
auch von miterfaßten benachbarten Gefäßen herrühren, möglich ist. Damit ergeben sich unvermeidlich Meßfehler
bereits bei der Querschnittsbestimmung noch vor Ermittlung des eigentlichen Volumenstromes, die den
Volumenstrommeßwert bereits an dieser Stelle verfälschen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art aufzubauen, die mit geringstmöglichem
technischen Aufwand ein sehr viel exakteres Maß für den Volumenstrom strömender Medien liefert.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der einen Volumenabschnitt nur teilweise durchschallende
erste Ultraschall-Sender/Empfänger zum Empfang von lediglich solchen Dopplersignalen ausgebildet
ist, die aus einem in seinen Abmessungen vorgebbaren Testvolumen des strömenden Mediums
stammen, welches Testvolumen völlig innerhalb, vorzugsweise im Mittenbereich, jenes Volumenabschnittes
liegt, der vom weiteren Sender/Empfänger ganz durchschallt wird und daß der Verhältnisbildner zur
Bildung des Verhältnisses der Leistungen von Dopplerstgnalen aus dem Gesamtvolumenabschnitt und dem
Testvolumen ausgebildet ist.
Die vorliegende Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß bei homogen durchschalltem Strömungsvolumen
die Leistung des dopplerverschobenen Signals jeweils proportional zur Volumengröße ist. Bei bekanntem
Testvolumen Vp und meßbaren Dopplerleistungen Pp aus dem Testvolumen Vp sowie Pn- aus dem
Gesamtvolumenabschnitt Vn, ergibt sich demnach für
letzteren die Beziehung
*m — "ρ ' -ß- ■
"
Da Vm= Fm ■ b, mit Fn, als unbekannte Fläche und b als
durch die Abmessungen der Sende/Empfangskeule des zweiten Senders/Empfängers vorgegeben, also als
bekannte Breite des Gesamtvolumenabschnittes Vm
ergibt sich somit für den Volumenstrom Q im Gesamtvolumenabschnitt
b Pp '
(15 Die Erfindung ermöglicht demnach die Erfassung des
Volumenstromes ohne vorhergehende Querschnittsbestimirmnc.
Meßfehler, cHp
aufgrund ungenauer
Querschnittsmessung ergeben würden, sind damit von
vornherein ausgeschaltet. Bei geringstem technischen Aufwand ergibt sich demnach ein Maß für den
Volumenstrom, das — wie erwünscht — weitgehend von Meßunsicherheiten befreit ist.
Der Volumenstrom läßt sich aus den gemessenen Leistungswerten Pn, bzw. Pp sowie dem bekannten
Testvolumen Vpund den sonstigen Werten ν und /»auch
von Hand mittels Rechenschieber od. dgl. errechnen. Zweckmäßigerweise sollte jedoch eine elektronische
Rechenschaltung vorgesehen sein, deren Rechenglieder den Volumenstrom kontinuierlich elektrisch nach der
obigen Beziehung ermitteln.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sollte zur Abgrenzung des Testvolumens der erste
Sender/Empfänger eine scharf gebündelte Sende/Empfangskeule aufweisen, die gegenüber der vorzugsweise
ebenfalls scharf gebündelten Sende/Empfangskeule des zweiten Senders/Empfängers einen wesentlich geringeren
Querschnitt aufweist und mit diesem Querschnitt die Querabmessung des Testvolumens festgelegt und zur
Vorgabe der Längsabmessung des Testvolumens sollte dem ersten Sender/Empfänger ein elektronisches
Signaltor zugeordnet werden, das über Steuerglieder auf Empfang von Dopplersignalen lediglich aus einem
bestimmten Tiefenbereich des Mediumvolumenabschnittes einstellbar ist. Ferner sollte in weiterer
vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung der erste Sender/Empfänger innerhalb der Grenzen der Sende/
Empfangskeule des zweiten Senders/Empfängers angeordnet sein so, daß die Hauptsende/Empfangsrichtungen
beider Sender/Empfänger im wesentlichen koinzidieren. Im Gegensatz zur Vorrichtung nach der DT-AS
18 12 017, wo die Hauptsende/Empfangsrichtungen der dortigen Sender/Empfänger auf Abstand parallel
zueinander verlaufen, ergibt sich hierdurch ein wesentlich enger und damit schärfer eingegrenztes Ultraschall-Einzugsgebiet
mit entsprechend geringerem Störeinfluß auf die Dopplersignale. Da der Ultraschall beider
Sender/Empfänger im wesentlichen denselben Hin- und Rückweg zum bzw. vom Medium zu durchlaufen hat,
ergeben sich auch gleiche Dämpfungsverhältnisse und damit Proportionalität in der Leistungsanzeige mit
demselben Proportionalitätsfaktor. Zusätzliche Meßfehler, die sich aufgrund unterschiedlicher Proportionalitäten
ergeben können, sind damit von vornherein ebenfalls ausgeschlossen.
Die Koinzidenz läßt sich am vorteilhaftesten dadurch erreichen, daß der erste Sender/Empfänger als relativ
kleinflächiger Ultraschallschwinger in ein Flächenfenster, vorzugsweise in der Mitte, eines weiteren
Ultraschallschwingers mit wesentlich größerer Fläche eingesetzt ist, wobei zweckmäßigerweise der kleinflächige
Schwinger sowie der ihn umgebende großflächige Schwinger betriebsmäßig zusammenschaltbar sind und
im zusammengeschalteten Zustand in der Gesamtfläche den zweiten Sender/Empfänger bilden. Andere Weiterbildungen
der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles und der Zeichnung näher erläutert
In der F i g. 1 ist mit 1 ein Ultraschall-Doppler-Applikator
bezeichnet, der ein Trägerteil 2, z. B. aus
Kunststoff, umfaßt, an dessen Applikationsfläche zwei Ultraschallschwinger 3, 4 (dünne piezoelektrische
Kristallplättchen) mit unterschiedlichen Flächen angeordnet sind Der kleinflächigere Schwinger 3 ist dabei
in einem Flächenfenster in der Mitte des großflächigeren Schwingers 4 eingesetzt so, daß die jeweiligen
Abstrahlflächen beider Schwinger in einer Ebene liegen. Die Flächenform beider Schwinger ist quadratisch,
wobei die Seitenabmessungen der Quadrate so gewählt > sind, daß der kleinere Schwinger 3 eine Fläche Fi im
Bereich von 4 bis 20 mm2, der den kleineren Schwinger 3 umgebende größere Schwinger 4 zusammen mit
ersterem hingegen eine Fläche Fi im Bereich von 50 bis
200 mm2 aufweist.
ίο Der Applikator 1 ist auf der Haut 5 eines Probanden
so aufgesetzt, daß im Betriebszustand des kleinflächigen Schwingers 3 dessen schmale Sende/Empfangskeule 6
den Blutstrom eines unter der Haut im Gewebe unsichtbar verlaufenden Blutgefäßes 7 nur in einem sehr
ι s kleinen Teilabschnitt, der das Testvolumen Vn enthält,
durchsetzt. Die Sende/Empfangskeule 8 der betriebsmäßig zusammengeschalteten Schwinger 3 und 4 erfaßt
hingegen das gesamte Gefäß 7 in einem Gesamtvolumenabschnitt Vn, von der Länge b. Das in den
Abmessungen kleine Testvolumen Vp liegt genau in der
Mitte des Gesamtvolumenabschnittes V1n. Während die
Querschnittsabmessungen des Testvolumens Vn durch den Querschnitt Fi der scharfgebündelten Sende/Empfangskeule
6 des kleinflächigen Schwingers 3 vorgegeben sind, dient zur Längenabgrenzung a ein Signaltor 18
im elektrischen Ansteuer- bzw. Verarbeitungsteil des Applikators, das auf Empfang von Dopplersignalen
lediglich aus dem Tiefenbereich a des Gesamtvolumenabschnittes Vn, einstellbar ist.
Die elektrische Steuer- bzw. Verarbeitungseinrichtung des Applikators 1 beinhaltet einen Hochfrequenz-Sendeoszillator
9, der im Takt eines Taktgebers 10 den Schwingern 3 bzw. 3 und 4 über die Leitungen 11 bzw. 11
und 12 Hochfrequenz-Erregungsimpulse zuleitet. Die wahlweise Anschaltung des Schwingers 3 bzw. beider
Schwinger 3 und 4 an den Sendeoszillator 9 geschieht mittels Steuerschaltern 13 bzw. 14 einer Schalteinrichtung
15.
Mit 16 ist ein Empfangsverstärker für die von den Schwingern 3 bzw. 3 und 4 aus dem strömenden Medium des Gefäßes 7 empfangenen Echosignale bezeichnet. Der Ausgang des Empfangsverstärkers 16 ist über einen weiteren Schalter 17 der Schalteinrichtung 15 über ein elektronisches Tor 18 indirekt oder über eine Torüber-
Mit 16 ist ein Empfangsverstärker für die von den Schwingern 3 bzw. 3 und 4 aus dem strömenden Medium des Gefäßes 7 empfangenen Echosignale bezeichnet. Der Ausgang des Empfangsverstärkers 16 ist über einen weiteren Schalter 17 der Schalteinrichtung 15 über ein elektronisches Tor 18 indirekt oder über eine Torüber-
4s brückungsleitung 19 direkt mit einem Dopplergerät 20,
21 verbindbar. Das Dopplergerät umfaßt dabei im wesentlichen einen Demodulator 20 zur Demodulation
der empfangenen elektrischen Ultraschallsignale sowie einen Leistungsmesser 21 zur Messung der Leistung der
Dopplersignale. Dem elektronischen Tor 18 sind zwei monostabile Kippstufen 22 und 23 zugeordnet. Die
Kippstufe 23 erzeugt dabei im Sendetakt der Ultraschall-Sendeimpulse des kleinflächigen Schwingers 3
Ausgangsimpulse, deren Dauer den Tiefenabstand des Testvolumens Vp vom Schwinger 3 festlegt Die
Kippstufe 22, die jeweils mit dem Ende eines Ausgangsimpulses der Kippstufe 23 angestoßen wird,
erzeugt hingegen einen demgegenüber sehr viel kürzeren Ausgangsimpuls, dessen Dauer den abzutastenden
Tiefenbereich, d. h. die Länge a des Testvolumens Vp, festlegt Während der Dauer des letzteren
Impulses ist das elektronische Signaltor 18 jeweils für anfallende Dopplersignale geöffnet Zur Änderung des
Tiefenabstandes sowie ebenfalls auch zur Änderung der Länge a des abzutastenden Tiefenbereiches ist den
monostabilen Kippstufen 22, 23 außerdem noch ein Einstellglied 24 zugeordnet, mittels dessen die Ausgangsimpulse
der Kippstufen auf unterschiedliche
Längen einstellbar sind. Die Kennziffer 25 steht schließlich für ein Betätigungsglied zur Betätigung der
einzelnen Schalter 13,14,17 der Schalteinrichtung 15.
Mit 26 ist ein Ausgangsschalter des Dopplergerätes 20, 21 bezeichnet, der bei der Testvolumen-Messung
gemessene Leistungssignale über ein Speicherglied 27 an ein Dividierglied 28 legt, während die bei der
Gesamtvolumenabschnittmessung anfallenden Leistungssignale dem Dividierglied 28 unmittelbar zugeführt
werden. Das Dividierglied 28 bildet jeweils das Verhältnis P„JPpder Leistungen der Dopplersignale aus
dem Gesamtvolumenabschnitt Vn, und dem Testvolumen
Vp Zur Ermittlung des jeweiligen Volumenstromes
Qdient dann schließlich eine Rechenschaltung 29 bis 32.
Das Rechenglied 29 ist hierbei ein Multiplizierglied (Proportionalitätsglied), das das Leistungsverhältnissignal
des Dividiergliedes 28 mit dem Quotienten VnIb aus
dem bekannten Testvolumen Vp und der Länge b des
Gesamtvolumenabschnittes Vn, multipliziert. Das Glied
30 umfaßt eine Einrichtung zur Ermittlung eines gewichteten Mittelwertes (v sin a) der Strömungsgeschwindigkeit
des Mediums im Gesamtvolumenabschnitt Vm, wobei α den Ultraschall- Einstrahlwinkel in
das Medium darstellt. Die Einrichtung 30 kann beispielsweise jener der DT-AS 17 91 191 entsprechen
oder falls winkelunabhängig gemessen werden soll auch jener des älteren deutschen Patents 23 41 476. Werden
der Mittelwert ν der Geschwindigkeit ν sowie der Einstrahlwinkel « unabhängig voneinander gemessen,
so muß wie in der Fig. 1 beispielsweise angedeutet, in der Einrichtung 30 aus dem Mittelwertsignal der
Geschwindigkeit und dem Winkel (Glied 31) entsprechend das Signal ν sin <x ermittelt werden. Die
Ausgangssignale der des Gliedes 29 und der Einrichtung 30 werden schließlich in einem Multiplizierglied 32
miteinander multipliziert. Es ergibt sich somit das Maß für den Volumenstrom Q im Gesamtvolumenabschnitt
Vn, des Gefäßes 7 nach der Beziehung
V P
Q = (C sin λ) ■ -^- · -=?-.
ο Ip
ο Ip
Der jeweils ermittelte Volumenstromwert Q wird an einem Anzeige- oder Registriergerät 33 angezeigt bzw.
registriert.
Zum Aufsuchen des jeweiligen Gefäßes 7 bzw. zur korrekten Einschiebung des Testvolumens Vp in das
Gefäß dient ein Doppiersignalanzeigegerät 34, dem vorzugsweise auch ein Tongeber 35 (Lautsprecher)
zugeordnet ist.
Die Funktionsweise der Vorrichtung nach der F i g. 1 ergibt sich wie folgt·.
Vor Beginn der eigentlichen Volumenstrommessung muß erst das für die Messung vorgesehene Blutgefäß 7
geortet und das Testvolumen Vp in der richtigen Lage im
Gefäß eingestellt werden. Hierzu wird durch Betätigung des Schalters 13 der kleinflächigen Schwinger 3 in
Betrieb gesetzt Bei an die Leitung 19 geschaltetem Schalter 17, d. h. kurzgeschlossenem elektronischen
Signaltor 18, wird der Applikator 1 auf der Haut 5 über dem Blutgefäß 7 so lange verschoben, bis die mittels des
Anzeigegerätes 34 angezeigten Dopplersignale höchste Intensität bzw. die mittels des Lautsprechers 35 hörbar
gemachten Dopplersignale maximale Lautstärke aufweisen. Die Sende/Empfangskeule 6 des kleinflächigen
Schwingers 3 durchdringt in diesem Augenblick das Gefäß 7 exakt in dessen Querschnittsmitte.
Anschließend wird durch Rückschaltung des Schalters 17 in die gezeichnete Lage das elektronische
Signaltor 18 zwischem Empfangsverstärker 16 und Dopplergerät 20, 21 geschaltet. Bei vorab eingestellter
Impulsbreite des Ausgangsimpulses der monostabilen Kippstufe 22 wird nun die Impulsbreite des Ausgangsimpulses
der Kippstufe 23 über das Einstellglied 24 so lange verstellt, bis am Anzeigeglied 32 bzw. Lautsprecher
35 erneut maximale Intensität der Dopplersignale angezeigt wird. Das Testvolumen Vp ist damit auf einen
Bereich unmittelbar um die Mittenachse des Gefäßes 7 eingegrenzt.
Nach erfolgter Gefäßortung und Einstellung des Testvolumens Vp wird der Schalter 26 am Ausgang des
Dopplergerätes 20, 21 aus der Nullstellung an den Eingang des Speichergliedes 27 gelegt, welches die vom
Dopplergerät gemessene Leistung der Dopplersignale aus den Testvolumen Vp speichert. Anschließend erfolgt
Leistungsmessung im Gesamtvolumenabschnitt Vm Hierzu wird der Schalter 14 geschlossen, der Umschalter
17 wieder an die Überbrückungsleitung 19 gelegt und ferner über den Schalter 26 der Ausgang des
Dopplergerätes direkt mit dem Dividierglied 28 verbunden. Da nunmehr beide Schwinger 3 und 4
gemeinsam in Betrieb sind, fallen Dopplersignale aus dem Gesamtvolumenabschnitt Vn, des Gefäßes 7 an,
deren Leistung wiederum vom Dopplergerät 20, 21 erfaßt und zusammen mit dem gespeicherten Leistungssignal aus der Testvolumenmessung auf das Dividierglied
28 gegeben wird. Das Dividierglied 28 bildet nun den Quotienten aus der Leistung Pmder Dopplersignale
aus dem Gesamtvolumenabschnitt Vm sowie der
Leistung Pp der Dopplersignale lediglich aus dem
Testvolumen Vn. Durch sofortige elektronische Verrechnung
des Verhältnissignals PnJPp mit den an den
Rechnungsgliedern 29, 30 und gegebenenfalls 31 anstehenden Verrechnungswerten ergibt sich dann am
Anzeigegerät 33 unmittelbar der Volumenstrom des Blutes im Gesamtvolumenabschnitt Vn, des Gefäßes 7.
Die Vorrichtung nach der Fig. 1 eignet sich zur Volumenstrommessung sowohl an geradlinig als auch
gekrümmt verlaufenden Gefäßen. Bei Messungen an gekrümmt verlaufenden Gefäßen, die wie z. B. der
Aortenbogen vom Sternum aus, lediglich eine Ultraschall-Einstrahlrichtung in Bogenlängsrichtung zulassen,
empfiehlt es sich, wie in Fig.2 beispielsweise angedeutet, sowohl die Testvolumen-Messung als auch
die Gesamtvolumen-Messung bei eingeschaltetem Tor 18 durchzuführen. Die Toröffnungszeit sollte hierbei
zweckmäßigerweise für beide Messungen gleich und lediglich im Gegensatz zur Messung an geradlinigen
Gefäßen zur Erreichung breiterer Volumenabschnitte etwas verlängert sein. Da der Einstrahlwinkel bezüglich
der Strömungsrichtung des Blutes nahezu Null ist und Testvolumen Vp sowie Gesamtvolumenabschnitt Vn, die
gleiche Länge, z. B. die Länge h gemäß F i g. 2, aufweisen, ergibt sich für den Volumenstrom Q im
Krümmungsgebiet die vereinfachte Beziehung
wobei Fp die Querschnittsfläche des Testvolumens Vp
darstellt
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (13)
1. Vorrichtung für die Messung des Volumenstroms strömender Medien, insbesondere von Blut in s
seinen Gefäßen, nach der Ultraschall-Doppler-Methode,
unter Verwendung von wenigstens zwei Ultraschall-Sendern/Empfängern zur vollständigen
bzw. teilweisen Durchschallung eines zu untersuchenden Mediumvolumenabschnittes, eines Dopp- ι ο
lergerätes zur Ermittlung der Leistung der bei Gesamt- bzw. Teildurchschallung anfallenden Dopplersignale
sowie eines Verhältnisbildners für die Leistungen, dadurch gekennzeichnet, daß der einen Volumenabschnitt nur teilweise durch- is
schallende erste Ultraschall-Sender/Empfänger (3) zum Empfang von lediglich solchen Doppiersignalen
ausgebildet ist, die aus einem in seinen Abmessungen vorgebbaren Testvolumen (Vp) des strömenden
Mediums (7) stammen, welches Testvolumen völlig innerhalb, vorzugsweise im Mittenbereich, jenes
Volumenabschnittes (Vm) liegt, der vom weiteren
Sender/Empfänger (3 und 4) ganz durchschallt wird und daß der Verhältnisbildner (28) zur Bildung des
Verhältnisses der Leistungen von Dopplersignalen aus dem Gesamtvolumenabschnitt (Vn) und dem
Testvoluinen (Vp) ausgebildet ist
2. Vorrichtung nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet,
daß zur Abgrenzung des Testvolumens (Vp) der erste Sender/Empfänger (3) eine scharf gebündelte
Sende/Empfangskeule (6) aufweist, die gegenüber der vorzugsweise ebenfalls scharf gebündelten
Sende/Ernpfangskeule (8) des zweiten Senders/ Empfängers (3 und 4) einen wesentlichen geringeren
Querschnitt aufweist und mit diesem Querschnitt die Querabmessungen des Testvolumens festlegt und
daß zur Vorgabe der Längsabmessung (a) des Testvoluitiens dem ersten Sender/Empfänger (3) ein
elektronisches Signaltor (18) zugeordnet ist, das über Steuerglieder (22 bis 24) auf Empfang von
Dopplersignalen lediglich aus einem bestimmten Tiefenbereich des Mediumvolumenabschnittes (Vm)
einstellbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Sender/Empfänger (3)
innerhalb der Grenzen der Sende/Empfangskeule (8) des zweiten Senders/Empfängers (3 und 4)
angeordnet ist so, daß die Hauptsende/Empfangsrichtungen beider Sender/Empfänger im wesentlichen
koinzidieren.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Sender/Empfänger als relativ
kleinflächiger Ultraschallschwinger (3) in ein Flächenfenster,
vorzugsweise in der Mitte, eines weiteren Ultraschallschwingers (4) mit wesentlich
größerer Fläche eingesetzt ist, welcher weitere Schwinger Bestandteil des zweiten Sender/Empfängers
ist
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der kleinflächige Schwinger (3) sowie
der ihn umgebende großflächige Schwinger (4) betriebsmäßig zusammenschaltbar sind und im
zusammengeschalteten Zustand in der Gesamtfläche den zweiten Sender/Empfänger (3 und 4) bilden.
6. Voi richtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch (>s
gekennzeichnet, daß das Flächenverhältnis (F\IF2)
der Schwinger (3, 4) in der Größenordnung von i : 10 gewählt ist, vorzugsweise der kleinere
Schwinger (3) eine Fläche von etwa 4 bis 20 mm2 und der größere Schwinger (4) eins Fläche von etwa 50
bis 250 mm2 aufweist
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwinger (3, 4)
rechteckige, vorzugsweise quadratische, Flächenform aufweisen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erfassung der
Leistung von Dopplersignalen lediglich aus dem Testvolumen (Vp) eine Schalteinrichtung (15) vorgesehen
ist mit einem ersten Schalter (13) zur separaten Anschaltung des kleinflächigen Schwingers
(3) an einen gemeinsamen Hochfrequenz-Sendeoszillator (9) einerseits sowie einen Empfangsverstärker
(16) andererseits und mit einem zweiten Schalter (17) zur Einschaltung des elektronischen
Tores (18) für die Tiefenaustastung zwischen Empfangs verstärker (16) und Dopplergerä t (20,21).
9. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß zum Erfassen der Leistung von
Dopplersignalen aus dem Gesamtvolumenabschnitt (Vn,) der den kleinflächigen Schwinger (3) umgebende
großflächige Schwinger (4) über einen dritten Schalter (14) der Schalteinrichtung (15) zusätzlich
zum kleinflächigen Schwinger (3) an Sendeoszillator (9) und Empfangsverstärker (16) anschaltbar und der
zweite Schalter (17) auf kurzschlußmäßige Überbrückung des elektronischen Tores (18) durch
Direktverbindung von Empfangsverstärker (16) und Dopplergerät (20,21) umschaltbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung des
elektronischen Signaltores (18) bei Testvolumen-Messung zwei monostabile Kippstufen (22, 23)
vorgesehen sind, von denen die eine (23) im Sendetakt der Ultraschall-Sendeimpulse des kleinflächigen Schwingers (3) Ausgangsimpulse erzeugt,
deren Dauer den Tiefenabstand des Testvolumens (Vp) vom Schwinger (3) festlegt, und die andere (22)
mit dem Ende jedes solchen Ausgangsimpulses angestoßen wird und einen demgegenüber sehr viel
kürzeren Ausgangsimpuls erzeugt, dessen Dauer den abzutastenden Tiefenbereich und damit die
Länge (a) des Testvolumens (Vp) festlegt und dieser
Ausgangsimpuls der Öffnungsimpuls für das elektronische Tor (18) ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß zur Änderung des Tiefenabstandes
sowie gegebenenfalls auch zur Änderung der Länge (a) des abzutastenden Tiefenbereiches
den monostabilen Kippstufen (22, 23) ein Einstellglied (24) zur Einstellung unterschiedlicher Ausgangsimpulslängen
zugeordnet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, mit einer Einrichtung zur Ermittlung eines
gewichteten Mittelwertes (v sin «) der Strömungsgeschwindigkeit
des Mediums im Gesamtvolumenabschnitt (Vm), wobei λ den Ultraschall-Einstrahlwinkel
in das Medium darstellt, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Einrichtung (30) sowie dem
Dopplersignal-Leistungsverhältnisbildner (28) Multiplizierglieder (29, 32) nachgeschaltet sind, die aus
dem Geschwindigkeitsmittelwert-Signal (v sin <x) und dem Leistungsverhältnis-Signal (PJP1) sowie
dem bekannten Testvolumen (Vp) und der sich aus
der Breite der Sende/Empfangskeule (8) des zweiten Senders/Empfängers (3,4) ergebenden Länge (b)des
Gesamtvolumenabschnittes (Vn) die Strömungsgeschwindigkeit
(Q) nach der Beziehung
Q = (ο · sin *)· ZJ ..fs.
errechnen.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis
12, dadurch gekennzeichnet, daß auch bei Gesamtvolumenmessung
der zweite Sender/Empfänger (3 und 4) durch das elektronische Signaltor (18) auf den
Empfang von Dopplersignalen aus einen vorgebbaren Tiefenbereich einstellbar ist
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2461264A DE2461264C3 (de) | 1974-12-23 | 1974-12-23 | Vorrichtung für die Messung des Volumenstroms strömender Medien |
| AT804875A AT345957B (de) | 1974-12-23 | 1975-10-22 | Vorrichtung fuer die messung des volumenstroms stroemender medien |
| NL7512723A NL7512723A (nl) | 1974-12-23 | 1975-10-30 | Inrichting voor het meten van de volumestroom van een stromend medium. |
| US05/641,572 US3977247A (en) | 1974-12-23 | 1975-12-17 | Arrangement for the measurement of the flow volume of flowing media |
| FR7539018A FR2296165A1 (fr) | 1974-12-23 | 1975-12-19 | Dispositif pour la mesure du debit volumique de fluides en ecoulement |
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| JP50153892A JPS5833485B2 (ja) | 1974-12-23 | 1975-12-23 | リユウタイノタイセキリユウリヨウソクテイソウチ |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2461264A DE2461264C3 (de) | 1974-12-23 | 1974-12-23 | Vorrichtung für die Messung des Volumenstroms strömender Medien |
Publications (3)
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| DE2461264C3 true DE2461264C3 (de) | 1978-06-01 |
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Family Applications (1)
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- 1975-12-19 FR FR7539018A patent/FR2296165A1/fr active Granted
- 1975-12-23 JP JP50153892A patent/JPS5833485B2/ja not_active Expired
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