DE2459275B2 - Einrichtung zur Lecküberwachung zwischen zwei Kühlmittelkreisläufen in einem Wärmetauscher, insbesondere zur Rückkühlung von Transformatoren - Google Patents
Einrichtung zur Lecküberwachung zwischen zwei Kühlmittelkreisläufen in einem Wärmetauscher, insbesondere zur Rückkühlung von TransformatorenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Überwachung von Lecks zwischen zwei Kühlmittelkreisläufen
in einem Wärmetauscher, insbesondere in Wärmelauschern zur Rückkühlung von Transformatoröl mit
Wasser, wobei die beiden unter Überdruck stehenden Kühlmittelflüssigkeiten durch doppelwandige, Zwischenräume
enthaltende Rohre und Rohrböden voneinander getrennt sind und wobei die Zwischenräume
miteinander verbunden und mit einer Leckanzeigeflüssigkeit gefüllt sind mit zwei daran angeschlossenen
Lcckanzeigevorrichtungcn für die Anzeige von Lecks von jeweils einem der Kühlmittelkreisläufc in den
Zwischenraum, wobei das spezifische Gewicht der Leckanzeigeflüssigkeit kleiner ist als das von Wasser.
Wärmetauscher mit Doppelrohren und Doppelböden sind an sich bekannt Bei diesen Wärmetauschern ist die
jeweils äußere Wandung der Doppelrohre kühlmitteldicht in die jeweils innere Wand der Rohrböden
eingelassen und die innere Wandung der Doppelrohre ist ebenfalls kühlmitteldicht jedoch in die äußere, einem
Sammelraum zugekehrte Wand der Rohrböden eingesetzt.
Auf diese Weise sind in allen die beiden
ίο Kühlmittelflüssigkeiten voneinander trennenden Wänden
Zwischenräume geschaffen, die miteinander in Verbindung stehen. Da die Kühlmiltelflüssigkeiten
üblicherweise durch Pumpen bewegt werden, ist der Druck in beiden Kühlmitteiflüssigkeiten im Bereich des
I^ Wärmetauschers größer als der rein statische Druck,
der sich bei Füllung lediglich des Wärmetauschers ergeben würde.
Bei einem innenliegenden Leck an einem der beiden Kühlmittelkreise dringt Kühlmittelflüssigkeit in den
Zwischenraum ein und füllt diesen. Zur Verkürzung der Ansprechzeit eines Überwachungsgerätes ist es üblich,
den Zwischenraum mit einer Leckanzeigeflüssigkeit zu füllen und deren Oberfläche in einem Ausdehnungsgefäß
auf durch ein Leck verursachte Schwankungen hin zu überwachen.
Durch die FR-PS 12 77 494 und die GB-PS 9 17 758, von denen die erste eine Cinrichü'ng gemäß dem
Oberbegriff des hauptanspruches zeigt, sind bereits entsprechend aufgebaute Wärmetauscher bekannt, die
durch unterschiedliche Leckanzeigegeräte überwacht sind. Unbefriedigend bei diesen bekannten Lösungen ist,
daß diese Leckanzeigegeräte ausschließlich der Überwachung von Lecks in den Wärmetauschern dienen, so
daß die Zahl der zur Überwachung eingesetzten Geräte verhältnismäßig groß ist.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, zur Überwachung von Lecks an derartigen Wärmetauschern
eine Einrichtung zu schaffen, die einfach und betriebssicher arbeitet und außerdem anzeigt, in
welchem der beiden vorhandenen X'ihlmittelkrcise ein
evtl. aufgetretenes Leck liegt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Wärmetauscher gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 gelöst durch die Merkmalskombination, daß der räumlich tiefste Teil vom Zwischenraum des räumlich
tieferliegenden Rohrbodens über ein Absperrorgan an ein Wassermeldegerät und der oberste Teil vom
Zwischenraum des höher liegenden Rohrbodens an ein Ausdehnungsgefäß für als Leckanzeigeflüssigkeit die·
nendes Transformatoröl angeschlossen ist und daß in dem Ausdehnungsgefäß eine Sonde zur Überwachung
der Oberfläche der Leckanzeigeflüssigkeit und ein Entlüftungsventil vorgesehen ist.
Nach vorteilhaften Ausgestaltungen der Erfindung ist vorgesehen, daß die Verringerung des elcklrischcn
Widerstandes der eine Elektrode im Wassermeldegcrät umgebenden Flüssigkeit zu einem Ansprechen des
Wassermeldegerätes führt und daß die Sonde im Ausdehnungsgefäß bei einem Ansteigen des Flüssigkcitsspiegels
unabhängig von der Art der eindringenden Flüssigkeit anspricht.
Eine zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß sowohl vom Wassermeldegerät als
auch von der Sonde mindestens je ein Zustaridsänderungen anzeigender Stromkreis ausgeht, und daß diese
Stromkreise in einem Anzeigegerät logisch miteinander verknüpft sind.
Die erfindungsgemäße Einrichtung ist sehr vorteil-
Die erfindungsgemäße Einrichtung ist sehr vorteil-
haft, weil sie auf einfache An und Weise eine sichere
Überwachung der Kühlmittelkreisläufe in einem Wärmetauscher gewährleistet und darüber hinaus beim
Auftreten eines Fehlers auch angibt, auf welcher Seite der Fehler liegt. Außerdem ermöglichen die von dem
Wassermeldegerät und der Sonde ausgehenden Stromkreise den einfachen und funktionssicheren Aufbau
einer Fernanzeige.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert
Ein Kessel 14 mit einem ölzulaufrohr 12 und einem ölablaufrohr 13 ist unten durch einen Rohrboden 15 und
oben durch einen Rohrboden 16 abgeschlossen. Eine Trennwand 17 teilt eine unter dem Rohrboden 15
vorgesehene Kammer in zwei Teile in deren einen ein Zulaufrohr 10 und in deren anderen ein Rücklaufrohr 11
für Kühlwasser mündet Oberhalb des Rohrbodens 16 ist ein Dom 18 zur Umlenkung des Kühlwassers angeordnet.
Der Rohrboden 15 und der Rohrboden 16 sind doppelwandig ausgeführt und durch ebenfalls doppclwandige
Rohre i9 miteinander verbunden. Dabei sind die äußeren ölseitigen Wände der Rohre 1ΰ dicht in die
ölseitigen Wände der Rohrboden 15 und 16 eingesetzt und die inneren, wasserseitigen Wände der Rohre 19
dicht in die wasserseitigen Wände der Rohrboden 15 und 16 eingepreßt. Die durch die cioppeiwandige
Ausführung der Rohre 19 und der Rohrboden 15 und 16 gebildeten Zwischenräume sind miteinander verbunden
und haben am Rohrboden 15 eine Anschlußleitung I für ein Wassermeldegerät 8 und am Rohrboden 16 eine
Anschlußleitung 2 für ein Ausdehnungsgefäß 3. Bei im Betriebszustand liegendem Kessel 14 ist das Ausdehnungsgefäß
3 in der gestrichelt dargestellten Position.
In die Anschlußleitung I ist ein Absperrorgan 7 eingefügt, das ein Auswechseln des Wassermeldegcrätes
8 ohne Außerbetricbsetzcn des Wärmetauschers ermöglicht Das Wassermeldcgerät 8 hat einen .Sammelbehälter
5 in dem elektrisch isoliert eine Elektrode 6 vorgesehen ist, über die beim Eindringen von elektrisch
leitfähigeni Wasser in den Sammelbehälter 5 ein Stromkreis geschlossen wird.
Die miteinander verbundenen Zwischenräume in den doppelwandigen Rohrboden i5, 16 und in den Rohren
19 sind ebenso wie die Anschlußleitungen 1 und 2 sowie der Sammelbehälter 5 des Wasscrmeldcgerätes 8
vollständig mit einer Leckanzeigeflüssigkeit 20 gefüllt. Dagegen ist das Ausdehnungsgefäß 3 im Betriebszustand
nur teilweise mit Leckanzeigeflüssigkeit 20 gefüllt, so daß über deren Oberfläche im Ausdehnungsgefäß 3 ein
Luftpolster verbleibt. In eine der Seitenwände des Ausdehnungsgefäßes 3 ist eine Sonde 4 eingesetzt, die
beim Ansteigen der Flüssigkeitsoberfläche über ein vorgesehenes Maß einen Stromkreis schließt. Im Deckel
des Ausdehnungsgefäßes 3 ist darüber hinaus ein Entlüftungsventil 9 vorgesehen, durch das heim
Einfüllen der Leckanzeigeflüssigkeit 20 die verdrängte Luft entweicht.
Im Betriebszustand befindet sich, solange kein Fehler
auftritt, die Elektrode 6 im Wassermeldegeräi 8 mit ihrem Fühler in der elektrisch nichtleitenden Leckjnzeigeflüssigkeit
20 und die Sonde 4 im Ausdehnungsgefäß 3 liegt im Bereich des Luftkissens über der Oberfläche der
Leckanzeigeflüssigkeit 20. Demzufolge ist sowohl der durch die Elektrode 6 führende als auch der durch die
Sonde 4 im Ausdehnungsgefäß 3 geführte Stromkreis geöffnet.
Eine Änderungdieses Schaltzustandes erfolgt, sobald
zwischen dem mit Leckanzeigeflüssigkeit 20 gefüllten Raum und einem der angrenzend n Räume ein Leck
äuflnti. Licgi uicscb Leck in einer Wi)-1U zwischen der
Leckanzeigeflüssigkeit 20 und dem unter einem höheren Druck stehenden Transformatoröl. so dringt letzteres in
den Zwischenraum ein und die Flüssigkeitsoberfläche im Ausdehnungsgefäß 3 steigt an und schließt über die
Sonde 4 den durch diese geführten Stromkreis. Dabei bleibt das Wassermeldegerät 8 unbeeinflußt.
Tritt jedoch ein Leck in einer Wand zwischen der Leckanzeigeflüssigkeit 20 und dem mit elektrischen
leitfähigem Wasser gefüllten Raum auf, so steigt zwar die Oberfläche der Leckanzeigeflüssigkeit 20 ebenfalls
an und schließt den Kontakt in der Sonde 4. darüber hinaus wird jedoch auch der durch die Elektrode 6
geführte Stromkreis geschlossen, weil das Wasser schwerer ist als die Leckanzeigeflüssigkeit 20 und diese
aus dem Sammelbehälter 5 verdrängt.
Durch eine entsprechende, nicht dargestellte logische
Verknüpfung der beiden Stromkreise in einem gemeinsamen Anzeigegerät wird daher beim Schließen
lediglich des von der Sonde 4 ausgehenden Stromkreist,
ein ölseitiges, beim Schließen beider Stromkreise dagegen ein wasserseitiges Leck angezeigt.
Wird als Kühlmittel entsalztes und somit elektrisch
nicht leitendes Wasser verwendet, ist statt der Elektrode 6 eine Sonde zu verwenden, die im hehlerfall
durch Kapazitätsänderung die Funktion der Elektrode 6 erfüllt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Einrichtung zur Überwachung von Lecks zwischen zwei Kühlmittelkreisläufen in einem
Wärmetauscher, insbesondere in Wärmetauschern zur Rückkühlung von Transformatoröl mit Wasser,
wobei die beiden unter Überdruck stehenden Kühlmittelflüssigkeiten durch doppelwandige, Zwischenräume
enthaltende Rohre und Rohrböden voneinander getrennt sind und wobei die Zwischenräume
miteinander verbunden und mit einer Leckanzeigeflüssigkeit gefüllt sind, mit zwei daran
angeschlossenen Leckanzeigevorrichtungen für die Anzeige von Lecks von jeweils einem der Kühlmittelkreisläufe
in den Zwischenraum, wobei das spezifische Gewicht der Leckanzeigeflüssigkeit kleiner ist als das von Wasser, gekennzeichnet
durch die Merkmalskombination, daß der räumlich tiefste Teil vom Zwischenraum des räumlich
tiefer liegenden Rohrbodens (15) über ein Absperrorgan
(7) an ein Wassermeldegerät (8) und der oberste Teil vom Zwischenraum des höher liegenden
Rohrbodens (16) an ein Ausdehnungsgefäß (3) für als Leckanzeigeflüssigkeit (20) dienendes Transformatoröl
angeschlossen ist, und daß in dem Ausdehnungsgefäß (3) eine Sonde (4) zur Überwachung
des Spiegels der Leckanzeigeflüssigkeit (20) und ein Entlüftungsventil (9) vorgesehen ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verringerung des elektrischen
Widerstandes der eine Elektrode (6) im Wassermeldegerät (8^ umgebenden Flüssigkeit zu einem
Ansprechen des Wassermeldegerätes (8) führt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sonde (4) im Ausdehnungsgefäß
(3) bei einem Ansteigen des Flüssigkeitsspiegels unabhängig von der Art der eindringenden
Flüssigkeit anspricht.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl vom Wassermeldegcrät
(8) als auch von der Sonde (4) mindestens je ein Zustandsänderungen anzeigender Stromkreis ausgeht,
und daß diese Stromkreise in einem Anzeigegerät logisch miteinander verknüpft sind.
5. Einrichtung nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von elektrisch
nicht leitendem Wasser anstelle der Elektrode (6) eine Sonde mit einem Kondensator zur Überwachung
der Dielektrizitätskonstanten der in dem Wassermeldegcrät (8) vorhandenen Flüssigkeit
vorgesehen ist.
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE2459275A DE2459275C3 (de) | 1974-12-14 | 1974-12-14 | Einrichtung zur Lecküberwachung zwischen zwei Kühlmittelkreisläufen in einem Wärmetauscher, insbesondere zur Rückkühlung von Transformatoröl |
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| DE2459275C3 DE2459275C3 (de) | 1980-07-24 |
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Families Citing this family (3)
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| DE3631913A1 (de) * | 1986-09-17 | 1988-04-07 | Otto Geb Kg | Waermetauscher mit leckwassersammler und leckageanzeige |
| DE9104177U1 (de) * | 1991-04-06 | 1991-06-13 | Funke Wärmeaustauscher Apparatebau GmbH, 3212 Gronau | Sicherheitswärmeaustauscher |
| AT395782B (de) * | 1991-06-14 | 1993-03-25 | Ochsner Karl | Waermepumpe |
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1974
- 1974-12-14 DE DE2459275A patent/DE2459275C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2459275C3 (de) | 1980-07-24 |
| DE2459275A1 (de) | 1976-06-16 |
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