DE2454199A1 - Verfahren zur einaetzung von durchbrechungen in ein metallband, insbesondere zur anfertigung von lochmasken fuer bildroehren von farbfernsehgeraeten - Google Patents
Verfahren zur einaetzung von durchbrechungen in ein metallband, insbesondere zur anfertigung von lochmasken fuer bildroehren von farbfernsehgeraetenInfo
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Description
Verfahren stir Einätzung von Durchbrechungen in
ein Metallband, insbesondere zur Anfertigung von Lochraasken für Bildröhren von Farbfernsehgeräten
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Einätzung
von Durchbrechungen in ein nacheinander mehrere Bcarbeitungsstatioaen durchlaufendes Metallband, wobei
die Stärke dieses Metallbandes die lichte Weite der einädätzendea
Durchbrechungen übersteigt.- Derartige Metallbänder mit eingeätztsn Durchbrechungen dienen beispielsweise
zur Anfertigung von Lochmasken für Bildröhren von Farbfernseageräten, wobei es entscheidend
darauf ankommt, daß die lichte Weite der Durchbrechungen weitgehend korrekt eingehalten wird und
auch die Lage dieser Durchbrechungen auf dem Metallband genauestens fixiert bleibt.
Bekanntlich befinden sich bei Bildröhren von Farbfernsehgeräten
die Lochmasken zwischen den am einem Ende der Röhre angeordneten)die Elektronenstrahlen bildenden
Einrichtungen und dem phosphoreszierenden Leuchtschirm an der Vorderseite der Röhre. Die Elektronenstrahlen
treten durch dünne öffnungen in der Lochmaske hindurch und erzeugen beim Auftreffen auf dem
Bildschirm farbige Leuchtpunkte, aus denen sich das jeweilige Bild zusammensetzt. Die Anordnung ist dabei
so getroffen, daß durch die ein Loch der Lochmaske durchdringenden, den drei Grundfarben zugeordneten
Elektronenstrahlen drei Leuchtpunkte auf dem Schirm aufleuchten, die zusammen einen "Dreipunkt" bilden, von
dem je ein Teil einer der drei Grundfarben zugeordnet ist. Während des Betriebes einer Bildröhre dient somit
die Lochmaske als Führung für die Elektronenstrahlen.
Die Erfindung ist daher geeignet zur Fertigung eines
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mit diesen Löchern versehenen Metallbandes, aus dem Lochmasken für Fernsehröhren gefertigt werden können.
Die Schwierigkeit der Herstellung dünner Löcher oder Schlitze in ein gegenüber der lichten Weite dieser
Durchbrechungen verhältnismäßig dickes Material besteht darin, daß es nahezu unmöglich ist, eine Durchbrechung
in ein solches Material einzuätzen, ohne daß Aufwertungen der Durchbrechungen und eine unkorrekte
Lage der einseinen Durchbrechungen in Kauf genommen werden. Wenn man beispielsweise die bekannten Atztechniken
verwendet, di^ darin bestehen, daß von beiden Seiten her
an den hierfür vorgesehenen Stellen eine Einätzung in das Metallband stattfindet, so ergeben sich Durchbrechungen,
deren lichte Weite viel zu groß ist bzw. beim Ätzvorgang nicht kontrolliert werden kann und auch
Verschiebungen der einzuätzenden Stellen. Dies kommt daher, daß das Ätzmittel nicht nur senkrecht auf die Metalloberfläche
einwirkt, sondern zwangsläufig sich auch nach der Seite ausbreitet und deshalb eine Erweiterung des
Loches zwangsläufig herbeiführt· Die Schwierigkeiten wachsen noch dadurch, daß man für eine wirtschaftliche
Fertigung bestrebt ist, etwa die für Lochmasken vorgesehenen bzw. notwendigen Löcher in ein fortlaufendes Band
einzuätzen, das einen kontinuierlichen Fertigungsablauf erst ermöglicht.
Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren, das ungeachtet der vorstehend beschriebenen Schwierigkeiten
die Einätzung von Durchbrechungen in ein einzelne Bearbeitungsstationen durchlaufendes Metallband, dessen Dicke
größer ist als die lichte Weite der einzuätzenden Durchbrechungen ermöglicht, und zwar auch dann, wenn die lichte
Weite dieser Durchbrechungen kleiner ist als 40 % der Dicke des betreffenden Metallbandes.
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Die Erfindung ermöglicht dies durch folgende Verfahrensschritte
:
a) Beidseitiges überziehen des Metallbandes mit je einer gegenüber dem Ätzmittel resistenten
Schicht, wobei die eine der beiden Schichten die einzuätzenden Durchbrechungen in einem die
Dicke des Metallbandes übersteigenden Ausmaß und die andere Schicht in einem gegenüber der
Dicke des Metal!bandes kleineren Ausmaß ausspsxen.
b) Aufbringen einer weiteren, gegenüber dem Ätzmittel
resistenten Schicht ohne Aussparungen, auf die die einauätzenden Durchbrechungen in
einem gegenüber die der Dicke des Metallbandes kleineren Ausmaß aussparenden Schicht.
c) Einätzen von Vertiefungen in das Metallband von der durch die Schicht mit den größeren Aussparungen
überzogenen Seite her.
d) Entfernen der die gegenüber dem Ätzmittel resistente Schicht mit den kleineren Aussparungen
überdeckende , ebenfalls resistenta Schicht und
e) Durchätzen der Vertiefungen von der durch die Schicht mit den kleineren Aussparungen überzogenen
Seite her.
Zweckmäßig werden die Vertiefungen von unten her in das
Metallband eingeätzt, während die die gegenüber dem Ätzmittel resistente Schicht mit den kleineren Aus-
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sparungen abdeckende, ebenfalls resistente Schicht nach dem Einätzen der Vertiefungen in die dieser
Schicht gegenüberliegenden Seite des Metallbandes in einer ihre Wiederverwendung ermöglichenden Weise
abgezogen wird.
In der Zeichnung ist die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens schematisch zusammen
mit einem Ausschnitt aus einem mit einer Durchbrechung versehenen Metallband dargestellt,
Es aeigen:
Fig. 1 die schematische Wiedergabe einer Ätzvorrichtung
mit einer umlaufenden Deckschicht ,
Fig. 2 dieselbe Vorrichtung mit einer aufwiekelbaren Deckschicht und
Fig. 3 einen Ausschnitt aus einem Metallband mit einer eingeätzten Durchbrechung.
In Fig. 1 ist die gesamte Vorrichtung zum Einätzen von Durchbrechungen in ein Metallband mit 10 bezeichnet
·
Diese Anordnung 10 enthält mehrere Itzkammern 11, 12.
13» 14· und 15» in denen das Itzmittel durch einen
unteren Satz von A'tzdüsen 20, 21, 22, 2J>
und 24 oder einen oberen Satz von Düsen 25,26, 27, 28 und 29 gegen
die Unter- bzw. Oberseite des Bandes 9 gesprüht werden kann. Mit 9 ist dabei ein durchlaufendes Metallband bezeichnet,
in das Durchbrechungen einzuätzen sind mit einem Lochdurchmesser, der kleiner ist als der Dicke
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des Bandes 9 entspricht. Das Band 9 wird unterhalb der Führungsro11en 31 und 34 durch die Transportrollen
32 und 33 in der Zeichnung nach rechts durchgeschoben. Dabei durchläuft es die Ätzkammern 20, 21 und 22 und nach
Verlassen der Führungsrolle 34· die beiden Ätzkammern 14
und 15· Oberhalb des Metallbandes 9 ist ein wiederverwendbares
Abdeckband 30 angeordnet, das zusammen mit dem Band 9 durch die Transportrollen 32 und 33 niit bewegt
wird und die Kammern 11, 12 und 13 mit durchläuft. Das Material dieses Bandes ist so gewählt, daß es gegenüber
dem Itamittel resistent ist und dadurch verhindert, daß in den Kammern 11, 12 und 13 das von den Düsen 20, 21 und
22 ausgesprühte Ätzmittel von oben her in das Band 9 eindringen
kann. An der Rolle 34 wird das Abdeckband 30 vom
Metallband 9 getrennt und nach dem Durchlaufen eines Reinigungsbades 36 gelangt es über die Führungsrollen
38, und 31 wieder zur Oberseite des Bandes 9 und damit in die Kammern 11, 12 und 13·
In Fig. 2 ist eine andere Ausführungsform dargestellt, wobei allerdings die gleichartigen Einzelvorrichtungen
der Anordnung nach Fig. 1 dieselben Bezugszeichen tragen. Unterschiedlich zu Fig. 1 ist vor allen Dingen, daß die
wiederverwendbare Abdeckschicht 52 in der Station 50 auf
die Oberseite des Bandes 9 aufgesprüht und anschließend in der Trockenstation 51 getrocknet wird. Der dadurch entstehende
Abdeckfilm wird von der Oberseite des Bandes 9 mit Hilfe der Transportrollen 54 und einer Umlenkrolle
abgezogen und mit einer Wickelvorrichtung 55 aufgewickelt.
Die auf diese Weise abgezogene Schicht 52 kann zur Wiederverwendung
eingeschmolzen und im flüssigen Zustand in der Station 50 erneut auf das Band 9 aufgesprüht werden. In
Fig. 3 ist mit 71 ein vergrößerter Ausschnitt einer Durchbrechung
eines Metallbandes wiedergegeben, das die Dicke T aufweist. Die gegenüber dem Ätzmittel resistente Schicht
ist mit den Bezugszeichen 72 und 73 versehen. Wie Fig. 3
zeigt, befindet sich hinter der Schicht 72 ein ausge-
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dehntei-er eingeätzter Bereich als hinter der Schicht
73» Die von der Schicht 72 freigehaltene Aussparung für den Eintritt des Ätzmittels ist mit X2 bezeichnet,
während die von der Schicht 73 freigehaltenen Aussparungen eine Größe von X1 besitzen, was etwa
M-O % der Dicke T beträgt.
Anhand der Fig. 1 soll .aunmehr der Ätzvorgang im
einzelnen beschrieben werden. Man kann dabei davon ausgehen, daß die Lochmaske} die aus dem Bandmaterial
9 entstehen soll, eine Dicke T 0,15 mm besitzt und daß die öffnungsweite XI mindestens Q}05mm
betragen soll. Um derartige Durchbrechungen in das Band einzuätsen, wird zunächst auf beiden Seiten eine
gegenüber dem Ätzmittel resistente Schicht aufgetragen. Diese Schicht besitzt, wie Pig· 3 zeigt, auf der
Oberseite 72 eine größere öffnung im Betrag von o,5
mm· Während des Ätzvorganges bildet die mit der resistenten Schicht 73 überzogene Seite die Oberseite
des Bandes 9 und wird infolgedessen durch das Filmband 30 abgedeckt, wenn das Band 9 die Stationen 11,
12 und 13 durchläuft. Dadurch können weder Ätzgase noch Sprühpartikel des Ätzmittels in Kontakt mit der
von der Schicht 73 abgedeckten Seite des Metallbandes kommen, was sonst nicht verhindert werden könnte, und
zwar auch dann, wenn das Einsprühen von Vertiefungen nur von unten durch die Sprühdüsen-20, 21 und 22 erfolgt.
Das Einsprühen von Vertiefungen durch die Sprühdüsen 20, 21 und 22 von unten verhindert, daß durch überfließendes
Ätzmittel Schädigungen am Metallband auftreten können. IJm sicher zugehen, daß durch verstopfte
oder nicht korrekt arbeitende oder ausgebildete Düsen keine einwandfreien Vertiefungen in das Band 9 eingeätzt
werden, sind mehrere hintereinandergeschaltete Ätzkammern 11, 12 und 13 vorgesehen, so daß durch andere
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Itzdüsen mangelhaft arbeitende Düsen in einer vor- oder nachgeordneten Station unschädlich gemacht
werden.
Nach Trennung des Abdeckbandes 30 erfolgt das Durchätzen der Löcher in den Kammern 14 und 15>
wobei nun auch von oben her» also von der Seite der Deckschicht
73 her die noch bestehende Restschicht im Metallband durchgeätzt wird.
Wie Fig. 3 zeigt, ist in den Stationen 14 und 15
durch die Düsen 28 und 29 bzw. das aus diesen Düsen austretende Ätzmittel nur noch die Dicke H durchzuätzen,
so daß bei diesem Vorgang nur eine sehr geringe seitliche Ausweitung der Durchbrechung zu befürchten
ist.
Das Band 30 oder die Schicht 52 in den Fig. 1 und 2
können aus Gummi mit eingearbeiteten magnetisierbaren
Teilen bestehen, die sicherstellen, daß das Band sehr eng an dem Metallband 9 festgehalten wird. Andere
Materialien, die möglich sind, sind alle andrückbaren Polyesterarten, oder Vinylchlorid- oder Vinylacetatfilme«
Die letzteren haben den besonderen Vorteil, daß sie an der Oberfläche des Bandes kleben. Selbstverständlich
ist es auch möglich, Gewebe zu verwenden, die mit Polyester
überzogen sind.
Es ist lediglich notwendig, daß das Abschirmband ausreichend
flexibel ist, damit es alle Unebenheiten des Bandes vollkommen abdeckt und andererseits nicht so
stark an dem abzudeckenden Band klebt, daß es nicht
wieder entfernt werden kann. Selbstverständlich darf
beim Abstreifen oder Abziehen dieser Schicht keine Zerstörung des eigentlichen Bandes bzw. der auf dem Band
aufgelegten Schutzschicht eintreten.
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— 3 ">
Da gemäß einer besonderen Ausführungsform des Verfahrens diese Schutzschicht oder das Schutzband
wieder verwendbar sind, wird eine sehr kostensparende Methode für das Einätzen der sehr eng tolerierten
Durchbrechungen in das Metallband beschrieben.
Wa/Me.
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Claims (1)
- Patentansprüche :Verfahren zur Einätzung von Durchbrechungen in ein einzelne Bearbeitungsstationen durchlaufendes Metallband, dessen Dicke größer ist als die lichte Weite der einzuätzenden Durchbrechungen, insbesondere für die Herstellung von Lochmasken für Bildröhren für i\arbf eras enger ät en, sekennze ichne t durch folgende Verfahrensschritte:a) Beidseitiges Überziehen des Metallbandes mit je einer gegenüber dem Ätzmittel resistenten Schicht, wobei die eine der beiden Schichten die einzuätzenden Durchbrechungen in einem die Dicke des Metallbandes übersteigenden Ausmaß und die andere Schicht in einem gegenüber der Dicke des Metallbandes kleineren Ausmaß aussparen.b) Aufbringen einer weite3?en, gegenüber dem Ätz~ mittel resistenten Schicht ohne Aussparungen, auf die die einsuätzenden Durchbrechungen in einem gegenüber der Dicke des Metallbandes kleineren Aasmaß aussparende Schicht«,c) Einätzen von Vertiefungen in das Metallband von der durch die Schicht mit den größeren Aussparungen überzogenen Seite her.d) Entfernen der die gegenüber dem Ätzmittel resistenten Schicht mit den kleineren Aussparungen überdeckende , ebenfalls resistente Schicht.509885/1216β) Durchätζen der Vertiefungen von der durch die Schicht mit den kleineren Aussparungen überzogenen Seite her.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen von unten her in das Metallband eingeätsst werden.3· Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Einätaen der Vertiefungen in mindestens «wei in der Durchlaufrichtung des Metallbandes hintereinander angeordneten Sprühkammern erfolgt .4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet« daß die die gegenüber dem Atamittel resistente Schicht mit den kleineren Aussparungen abdeckende, ebenfalls resistente Schicht nach dem Einätzen von Vertiefungen in die dieser Schicht gegenüberliegenden Seite des Metallbandes in einer ihre Wiederverwendung ermöglichenden Weise abgezogen wird.5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die lichte Weite der einzuätzenden Durchbrechungen weniger als 40 % der Dicke des bandes beträgt.450/748.11.74Wa/Me.509885/1216
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