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DE2451699A1 - Verfahren und vorrichtung zur aufzeichnung vitaler funktionen eines patienten - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur aufzeichnung vitaler funktionen eines patienten

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Publication number
DE2451699A1
DE2451699A1 DE19742451699 DE2451699A DE2451699A1 DE 2451699 A1 DE2451699 A1 DE 2451699A1 DE 19742451699 DE19742451699 DE 19742451699 DE 2451699 A DE2451699 A DE 2451699A DE 2451699 A1 DE2451699 A1 DE 2451699A1
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DE
Germany
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signals
patient
vital functions
intervals
vital
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19742451699
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Lee Cannon
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Warner Lambert Co LLC
Original Assignee
American Optical Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by American Optical Corp filed Critical American Optical Corp
Publication of DE2451699A1 publication Critical patent/DE2451699A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • A61B5/00Measuring for diagnostic purposes; Identification of persons
    • A61B5/08Measuring devices for evaluating the respiratory organs
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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Description

Verfahren und Vorrichtung zur Aufzeichnung vitaler Punktio nen· eines Patienten
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung einer intuitiv erkennbaren, grafischen Aufzeichnung vitaler Funktionen eines Patienten gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Die Erfindung befaßt sich allgemein mit einer elektrischen bzw. elektronischen Überwachung und Aufzeichnung von biologischen Vorgängen auf medizinischem Gebiet, d. h. mit sog. Monitoren. Insbesondere beschäftigt sich die Erfindung mit einem Aufzeichnungssystem zur L£.ngzeitüberwachung von vitalen Funktionen im Organismus eines Patienten zur Feststellung von Entwicklungen bzw. von Trends, die sich in diesen vitalen Funktionen abzeichnen.
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Das Gebiet der sog. Elektromedizin hat sich in den letzten Jahren mit großen Schritten ausgedehnt. Dieses Gebiet beschäftigt sich allgemein mit der Verwendung von elektrischen und elektronischen Einrichtungen, die eine Messung von bestimmten Körperfunktionen zum Zwecke einer Diagnose oder zu anderen Zwecken unterstützen und/oder überwachen. So bildet beispielsweise ein Herz-Defibrillator ein therapeutisches Hilfsmittel für die Steuerung der Herzfunktion eines Patienten. Herkömmliche EKG-Monitoren ermöglichen desweiteren eine Überwachung oder Messung der Punktionsweise eines Herzens. Die vorliegende Erfindung steht in einer engen Beziehung zu diesen allgemein als Monitoren bezeichneten medizinisch-elektronischen Instrumenten.
Bei einem herkömmlichen EKG-Monitor wird die Herztätigkeit über- auf der Hautoberfläche eines Patienten angebrachte Elektroden ermittelt.. Von dem Patienten ausgehende elektrische Signale werden von den Elektroden nachgewiesen und von einem EKG-Verstärker verstärkt. Diese verstärkten Signale bewirken den Ausschlag eines Galvanometers. Der Ausschlag des Galvanometers steuert die Lage oder die Auslenkung von einem Schreiber auf einem Papierstreifen-Aufzeichnungsgerät. Durch einen Papiervorschub mit einer konstanten Geschwindigkeit entsteht eine wirksame Zeitachse, die gegen die Bewegungsrichtung des Papieres verläuft. Die Schreibbewegung selbst erfolgt hierbei orthogonal zum Papiervorschub.
Eine grafische Aufzeichnung kann nicht nur für elektrische Signale über die Herztätigkeit erfolgen, sondern auch für die elektrischen Signale von weiteren vitalen Punktionen eines Organismus. So ist es beispielsweise bekannt, die Atemfrequenz mittels einer Vorrichtung festzustellen, die als "Impedanz-Pneumograf" bezeichnet wird. Das von dieser Vorrichtung erhaltene Ausgangssignal kann mit einem Aufzeichnungsgerät der oben
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beschriebenen Art verarbeitet werden. In ähnlicher Weise werden weitere bekannte Wandler von üblicher Bauart für die Messung des Blutdrucks, der mittleren Herzfrequenz, des zentralen Venendrucks, des Sauerstoffpartialdrucks, der Urinsekretion und der Urinsekretionsgeschwindigkeit verwendet. Bei all diesen Messungen für diese vitalen Funktionen des Organismus mittels elektrischer Signale gelingt eine Anpassung an ein Aufzeichnungsgerät der oben beschriebenen Bauart. Wahrscheinlich wurde ein derartiges Aufzeichnungsgerät bereits für die Registrierung von einigen dieser Signale verwendet.
Im typischen Krankenhausbetrieb ist es üblich, Meßwerte von diesen vitalen Funktionen des Organismus periodisch zu bestimmen, beispielsweise stündlich," und diese Daten über eine lange Zeitdauer in Tabellenform festzuhalten. Dies -wirft jedoch ein schwerwiegendes Problem auf. Die Vordrucke für diese Tabellen haben im allgemeinen eine Fläche von annähernd 45*72 x ^5*72 cm (18 inches χ l8 inches). Sie enthalten vertikale Spalten für jede Stunde der einzelnen Tage und horizontale Zeilen für die erwähnten festzuhaltenden Meßwerte. Das Pflegepersonal in den Krankenhäusern liest die Meßwerte u. U. stündlich an einer * Standard-Monitorausrüstung ab und trägt sie in die Vordrucke ein. Die Eintragungen in den Vordrucken werden von unterschiedlichen Personen des Pflegepersonals vorgenommen, die sich in Schichten abwechseln und die alle unterschiedliche Handschriften haben. Ein Teil der Vierte wird mit Bleistift eingetragen, ein anderer Teil mit Kugelschreiber und der Rest womöglich mit Filzschreiber. Am Ende eines Tages sind die Vordrucke in einer sehr unübersichtlichen und komplizierten Weise mit Hunderten von Zahlenwerten bedeckt. Üblicherweise gibt es für jeden Patienten eine derartige Tabelle, die rasch mit den vielen Daten gefüllt wird. Diese Vielzahl der Daten in den Tabellen verwirrt zwangsläufig
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den Betrachter, wenn er versucht, einen Überblick über den Zustand des Patienten zu bekommen. Es ist daher bei Betrachtung dieser unübersichtlichen Datenmenge sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich, festzustellen, ob sich der Zustand des Patienten insgesamt gesehen gebessert hat.
Eine derartige Überwachung der vitalen Funktionen eines Patienten erfolgt üblicherweise im Zuge der postoperativen Behandlung. Der Krankheitszustand dieser Patienten ist im allgemeinen sehr ernsthaft oder kritisch, so daß es notwendig ist, sie über eine Reihe von Tagen zu überwachen.
Diese Patienten müssen nicht notwendigerweise Herzpatienten sein. Bei einer allgemeinen postoperativen Behandlung muß üblicherweise eine größere Anzahl von Parameter überwacht werden, als dies bei einer rein kardialen Intensivpflege der Fall ist. Bei einer rein kardialen Intensivpflege ist der Arzt üblicherweise an der Güte jedes einzelnen Herzschlags interessiert und weniger an Langzeitentwicklungen bzw. -verlaufen. So ist es bei der kardialen Intensivpflege u. U. wichtig zu erkennen, wenn bei den Patienten nur ein einziger atypischer bzw. nicht regulärer Herzschlag in der Minute oder sogar in 10 Minuten auftritt.
In der allgemeinen postoperativen Versorgung ist man jedoch üblicherweise in stärkerem Maße an Langzeitentwicklungen bzw. Trends der einzelnen vitalen Funktionen interessiert und nicht so sehr an den einzelnen Änderungen derselben. Hierbei werden im allgemeinen der systolische Blutdruck, der diastolische Blutdruck, der venöse Blutdruck, die Körpertemperatur, die Atemfrequenz, die Uringesamtsekretion, die Urinsekretionsgeschwindigkeit, der Sauerstoffpartialdruck, der Kohlendioxyd-Partialdruck sowie weitere Parameter überwacht. Entwicklungen bzw.
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Trends von diesen vitalen Punktionen, die sich über eine längere Zeitdauer erstrecken, sind hierbei von Hauptinteresse,
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Gewinnung einer intuitiv, d. h. rasch und ohne weiteres übersehbaren grafischen Aufzeichnung vitaler Funktionen eines Patienten zu schaffen. Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand der Patentansprüche 1 und 9 gelöst.
Mit der Erfindung·wird ein verbessertes Uberwachungssystein für die vitalen Funktionen eines Organismus von einem Patienten geschaffen.
Hierbei werden alle zu überwachenden Parameter - im Gegensatz zu den bisher üblichen Tabellen - grafisch dargestellt. Diese Art der Darstellung ist erheblich klarer als die bisherige Art der Aufzeichnung. Anhand der erfindungsgemäßen Aufzeichnung kann man leicht feststellen, ob sich der Zustand des Patienten gebessert hat, zumal die Information über einzelne Parameter visuell derart angeboten wird, daß hierbei die üblichen Meßverfahren zur Bestimmung dieser Parameter intuitiv erkennbar sind.
Beispiele von derartigen intuitiv, d.h. unmittelbar erkennbaren Darstellungen sind einige der allgemein bekannten Verkehrszeichen. Eines von diesen zeigt die Silhouette eines gehenden Menschen, was auf einen Fußgängerübergang hinweisen soll. Ein anderes Beispiel ist das in den USA verwendete Verkehrszeichen für "Linksabbiegen verboten", das von einem nach links umgebogenen und durchgestrichenen Pfeil gebildet ist. Ein weiteres Beispiel von intuitiv bzw. unmittelbar erkennbaren Darstellungen bildet das Symbol für die Lautstärke auf Radios oder anderen akustischen Instrumenten. Der Lautstärke-Reglerknopf ist teilweise von
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diesem krummlinig verlaufenden Symbol umgeben, das an einem Ende dünn ist und in Richtung auf das andere Ende bis zu einer maximalen Breite anwächst. Hiermit ist eindeutig angezeigt, daß bei einer Drehung des Reglerknopfes in Richtung zunehmender Breite des Symbols die Lautstärke zunimmt, während sie abnimmt, wenn der Reglerknopf in entgegengesetzte Richtung, d. h. in Richtung abnehmender Breite des Symbols, bewegt wird.
Bei der vorliegenden Erfindung eröffnet eine derartige intuitive Wiedergabe der Meßwerte von den vitalen Funktionen eines Organismus dem Arzt eine zusätzliche Dimension für die Beurteilung des Zustands von einem Patienten.
Wesentliche Merkmale des erfindungsgemäßen Systems sind daher im folgenden zu sehen; Das System enthält einen Multiplexer, dem elektrische Eingangssignale über die vitalen Punktionen eines Patienten von Meßwertumformern zugeführt werden, die Signale liefern, welche den einzelnen interessierenden, vitalen Funktionen entsprechen. Der Multiplexer kann zumindest ein Ausgangssignal während bestimmter Schreibzeitintervalle liefern. Bei der speziellen, im folgenden d&tailliert dargestellten Ausführungsform des Multiplexers sind gleichzeitig zwei Signalausgänge gebildet. Der Multiplexer wird von einem Impulsfolger, d.h. einem Generator zur Erzeugung von Impulsfolgen, gesteuert, dessen Taktsteuerung durch die Netzfrequenz von 60 Hz erfolgt. Der .Impulsfolgengenerator liefert Steuersignale an den Multiplexer, so daß das interessierende Signal der vitalen Funktionen zu einem bestimmten Zeitpunkt als dessen Ausgangssignal geliefert wird. Das Ausgangssignal des Multiplexers wird in einer Additiv-Verstärkerschaltung eingegeben. Die Additiv-Verstärkerschaltung summiert ein Galvanometer-Lagen-Rückstellsignal und in einigen Fällen auch ein 60 Hz-Signal mit veränderlicher Amplitude mit dem Ausgangssignal des Multiplexers auf. Dieses aufbereitete
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Signal wird verstärkt und an den Eingang eines Galvanometers angelegt, so daß ein mit dem Galvanometer verbundenes Schreibgerät in eine bestimmte Lage gebracht wird. Die Ausschläge des Schreibgerätes werden auf einem Papierstreifen aufgezeichnet. -
Von einer digitalen Schaltung im Inneren des Impulsfolgengenerators werden Taktimpulse erzeugt. Der zeitliche Abstand dieser von 60 Hz gewonnenen Taktimpulse beträgt 0,625 Sekunden. Der Antriebsmotor für die Papierstreifenrolle wird für eine Zeitdauer von 0,625 Sekunden nach jeweils I80 Sekunden (3 Minuten) erregt. Dies entspricht einem Tastverhältnis von I/288. Die Signale werden über eine Zeitdauer von 4,375 Sekunden (7 Taktimpulse) abgetastet, wobei diese ..Zeitdauer als "Abtastintervall" bezeichnet wird. Das mit dem Galvanometer verbundene Schreibgerät führt einen Schreibvorgang über eine Dauer von 3,125 Sekunden (5 Taktimpulse) durch, wobei dieses Zeitintervall als "Schreibintervall" bezeichnet wird. Das Schreibintervall liegt symmetrisch im Inneren des Abtastintervalls. Es sind 5 Schreibintervalle pro Kanal für jedes Intervall von 3 Minuten vorgesehen. Der Motor sowie die Schreibgeräte sind zueinander synchronisiert, so daß ein Schreibvorgang während des Papiervorschubes vermieden wird.
Die entstehende grafische Aufzeichnung gibt Langzeitentwieklungen bzw. Trends in den Signalen wieder, welche den verschiedenen vitalen Funktionen entsprechen. Bestimmte von diesen Entwicklungen bzw. Trends werden durch Linien wiedergegeben, .die sich leicht voneinander durch unterschiedliche Linienbreiten unterscheiden lassen. Diese unterschiedlichen Linienbreiten beruhen auf unterschiedlichen Schwingungsamplituden der Schreibgeräte. Die Darstellung des systolischen Blutdrucks und des diastolischen
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Blutdrucks enthält zwei Punkte, die mit" einer Linie verbunden sind. Hierdurch wird eine unmittelbar erkennbare Anzeige für den Blutdruck geschaffen. Balkendiagramm-Darstellungen der Uringesamtsekretion und der Körpertemperatur lassen sich ebenfalls leicht identifizieren. Die Balkendarstellungen liefern eine intuitiv bzw. unmittelbar erkennbare Darstellung der Uringesamtsekretion und der Körpertemperatur, da sie zum einen an die Ansammlung von einer Flüssigkeit in einem Meßzylinder, zum anderen an den Anstieg des Quecksilbers in einem Thermometer erinnern. Die Urin-Sekretionsgeschwindigkeit wird von zwei Punkten angezeigt, die unmittelbar auf die Darstellung der Urin-Gesamtsekretion folgen.
Es ist bei der Erfindung als vorteilhaft anzusehen, daß man die Daten einer Langzeitüberwachung von Entwicklungen bzw. Trends in den vitalen Punktionen eines Organismus von einem Patien- , ten erhält, ohne daß man in umständlicher Weise auf die bisherigen tabellarischen Aufzeichnungen zurückgreifen muß.
Mit der Erfindung wird somit ein Wiedergabesystem geschaffen, das Entwicklungen bzw. Trends von vitalen Punktionen eines Organismus wiedergibt, vjobei ein Aufzeichnungsgerät vorgesehen ist, das eine entsprechende grafische Darstellung liefert. Das Aufzeichnungssystem liefert hierbei intuitiv erkennbare Darstellungen für Jede der vitalen Funktionen eines Organismus in einer Art, welche die einzelnen durchgeführten Messungen erkennen läßt. Hierbei erfolgt eine Aufzeichnung auf einem in Längs- und Querrichtung mit Unterteilungen versehenen Papierstreifen, der schrittweise in dem Aufzeichnungsgerät vorgeschoben wird. Dieser Vorschub ist mit dem Betrieb der Schreibgeräte synchronisiert. Man erhält auf diese Weise die erwünschte bildliche Wiedergabe.
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Die beiliegende Zeichnung dient der weiteren Erläuterung der Erfindung.
Pig. 1 zeigt eine erfindungsgemäß erhaltene grafische Aufzeichnung, die in intuitiv erkennbarer Weise Trends bzw. Entwicklungen von vitalen Funktionen eines Patienten wiedergibt.
Fig. 2 zeigt ein Funktions-Blockdiagramm eines Ausführungsbeispiels der Erfindung.
Fig. 5 zeigt im Diagramm den zeitlichen Ablauf des Schreibintervalls und des Abtastintervalls bei der Erfindung.
Fig. 4 zeigt ein Beispiel von einem bisher verwendeten Vordruck für die Aufzeichnung der vitalen Funktionen eines Patienten.
In Fig. 4 ist ein Vordruck dargestellt, wie er in amerikanischen Krankenhäusern verwendet wird. In diesem Vordruck werden in Tabellenform vom Pflegepersonal die Ergebnisse periodischer Messungen bezüglich der vitalen Funktionen eines Organismus von einem Patienten eingetragen. Ein derartiger, vollständig ausgefüllter Vordruck liefert ersichtlich keine rasch zugängliche Information darüber, ob sich der Zustand des Patienten verbessert oder verschlechtert hat. Der Grund hierfür beruht darin, daß die Tabellen allein zu schwierig zu interpretieren sind. Es gibt weitere Vordrucke ähnlicher Art. Der in Fig. 4 dargestellte Vordruck scheint jedoch typisch zu sein. Andere Vordrucke von Tabellen sind noch erheblich unübersichtlicher.
Diesem bekannten Vordruck ist in Fig. 1 eine grafische Aufzeichnung gegenübergestellt, wie sie bei der vorliegenden Erfindung erhalten wird. Für die Bildung dieser Aufzeichnung wird ein Papierstreifen 101 in Richtung des Pfeiles 120 vorgeschoben. In Fig. 1 nicht dargestellte, Galvanometern zugeordnete Schreibele-
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mente stehen in Berührung mit dem Papierstreifen 101, und zwar an einer Stelle, die durch die Strichlierung 122 wiedergegeben ist. In Fig. 1 ist der Papierstreifen 101 zum Zweck einer besseren Erläuterung der einzelnen auf dem Papier erzeugten Markierungen in Richtung des Vorschubs auseinandergezogen bzw. gedehnt dargestellt. In der Praxis sind jedoch die Markierungen viel näher zusammengerückt, so daß sich der erwünschte visuelle Eindruck eines kontinuierlichen Kurvenzuges ergibt.
Der Papierstreifen 101 von Fig. 1 enthält zwei Kanäle, den Kanal A und den Kanal B. «Jeder dieser beiden Kanäle wird von einem mit einer Doppelschraffur versehenen Papier, d. h. von einem Papier gebildet, das eine Unterteilung in Vorschubsrichtung und eine Unterteilung senkrecht dazu aufweist. Es ist dasselbe Papier, wie es üblicherweise bei -Tintenschreibern verwendet wird. Das Papier kann 10 Kästchen pro cm enthalten. Die mit den Bezugszeichen 103 und 104 dargestellten Bereiche der Papierstreifen sollen Fortsetzungen des Kanals A auf dem Papierstreifen darstellen. Gleiches gilt für die Bereiche 106 und 107, welche Fortsetzungen des Kanals B sind.. Diese stückweise Darstellung der Papierstreifen ist notwendig, um die auf dem Papierstreifen in einer größeren Entfernung aufgedruckten Informationen zu zeigen, da diese wegen der auseinandergezogenen Darstellung ansonsten nicht sichtbar wären.
An dem unteren Rand des Papierstreifens 101 ist durch einen Pfeil 123 unter der Bezeichnung AM derjenige Bereich wiedergegeben, in dem die Morgenaufzeichnungen, d. h. die Aufzeichnungen zwischen 24-,00 Uhr und 12.00. Uhr, stattfinden. In entsprechender Weise.dient der mit dem Pfeil 124 und dem Buchstaben PM nur teilweise dargestellte Bereich für die nachmittäglichen Aufzeichnungen, d. h. für die Aufzeichnungen zwischen 12.00 Uhr und 24.00 Uhr. Die Zeitskala ist somit an dem unteren Rand des Papierstreifens aufgetragen. Das Bezugszeichen 121 weist bei-
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spielsweise die Uhrzeit 24.00 Uhr auf.
Im folgenden wird auf die Angaben eingegangen, die in dem Randbereich zwischen den Kanälen A und B angebracht sind. CVP bedeutet hierbei den zentralen Venendruck, wobei dieser in Einheiten von mm Hg aufgezeichnet wird. RESP bezeichnet die Atemfrequenz, die in Atmungsvorgängen pro Minute aufgetragen ist. POp bezeichnet den Sauerstoffpartialdruck, der in mm Hg χ 3 aufgetragen ist. SYS/DIA bezeichnet den systolischen und den diastolischen Blutdruck, wobei die Aufzeichnung in mm Hg vorgenommen wird. BPM bezeichnet die Herzfrequenz, gemessen in Schlagen pro Minute. TEMP bezeichnet die Körpertemperatur, die in Zehntel Grad Celsius aufgetragen ist. UO bezeichnet die Uringesamtsekretion, die in ml aufgezeichnet ist. UO/HR bezeichnet die Urinsekretionsgeschwindigkeit, gemessen in ml/St, Vorstehend war die Bedeutung der auf dem Papierstreifen angebrachten allgemeinen Abkürzungen beschrieben. Im folgenden soll auf die verschiedenen Arten der Informationsaufzeichnung für die einzelnen Parameter eingegangen werden.
Zunächst wird auf den Kanal A eingegangen. Der Punkt II3 gibt den systolischen Blutdruck an. Der Punkt 114 gibt den diastolischen Blutdruck an. Diese Darstellungen für den hohen und den niedrigen Wert des Blutdrucks werden mittels einer Linie 112 verbunden. Die Markierung II5 gibt die mittlere Herzfrequenz wieder. Die Vierte für die drei genannten Parameter können an der Skala I08 abgelesen werden, die von 0 bis 200 reicht. In dem dargestellten Falle entspricht die Markierung 115 einer Herzfrequenz von annähernd 110 Schlagen pro Minute. Der systolische Blutdruck, der von dem Punkt Ilj5 wiedergegeben wird, entspricht einem Druck von annähernd I60 mm Hg. Der diastolische Blutdruck, der von dem Punkt 114 wiedergegeben wird, entspricht annähernd 75 mm Hg. Ein Punkt 126 zeigt die Körper-
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temperatur an. Diese wird auf einer Skala 109 abgelesen, wobei die Körpertemperatur in dem dargestellten Falle 360C beträgt (annähernd 10O0P). Der schwarz ausgefüllte Bereich 116 ergibt den bildlichen Eindruck eines Thermometers. Dies ist im wesentlichen eine Balken-Diagrammdarstellung. Hierdurch erhält ein Betrachter einen intuitiven Eindruck, daß hiermit die Temperatur angezeigt wird.
Im folgenden soll auf den Kanal B eingegangen werden. Die Markierungen 117, 118 und 119 entsprechen PO2, CVP und RESP. Die Vierte für diese drei Parameter lassen sich an einer Skala 110 ablesen. Es ergibt sich somit für den dargestellten Fall ein Sauerstoffpartialdruck von annähernd 120 mm Hg, ein zentraler Venendruck von annähernd 25 mm Hg und eine Atemfrequenz von annähernd 11. Mit dem Punkt 127 ist die UringesamtSekretion bezeichnet. Diese wird auf der nicht linearen Skala 111 gemessen. Der Punkt 127 zeigt somit an, daß ungefähr 100 ml Urin angesammelt sind. Der schwarz ausgefüllte Bereich 128 erweckt den Eindruck einer Flüssigkeitsmessung in einem Meßzylinder der durch den Punkt 127 festgelegten Uringesamtsekretion. Dies ist im wesentlichen ein Balkendiagramm. Hierdurch wird eine intuitiv erkennbare Anzeige von einer Flüssigkeit gegeben, die in einem Behälter angesammelt wird. Die Markierung 129 und die Markierung I30 geben die Urinsekretionsgeschwindigkeit pro Stunde wieder, wobei dieser Wert auf der Skala 111 abgelesen wird. Im dargestellten Falle ergibt sich somit eine stündliche Urinsekretion von annähernd 25 ml. Auf den Grundlinien werden Punkte IjJl und 1J2 in der dargestellten Weise erzeugt, welche den Null-Bezugspunkt angeben. (Die Teilungen bei den gegenwär7 tig verwendeten FlUssigkeits-Aufnahmebehältern sind im Normalfall nicht linear.) Im Hinblick auf das Vorstehende wird nochmals darauf hingewiesen, daß in Wirklichkeit die Abstände zwischen den einzelnen Markierungen geringer sind als im in Fig. dargestellten Falle, so daß sich die einzelnen Punkte und Marken nahezu überlappen. Die sich hieraus ergebende grafische
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Aufzeichnung zeigt deutlich in erwünschter Weise die Trends der einzelnen vitalen Reaktionen. Wenn auch in Fig. 1 lediglich jeweils ein Repräsentant für die einzelnen Zeichen mit einem Bezugszeichen versehen wurde, so versteht sich selbstverständlich, daß mit den entsprechenden Zeichen die weiteren Werte für die jeweiligen Parameter gemeint sind. Die Unterscheidung zwischen einem Punkt und einer Markierung wird später noch näher erläutert. Im folgenden soll anhand der Fig. 2 und 3 die Herstellung einer derartigen Aufzeichnung beschrieben werden.
In Fig. 2 ist ein Funkt ions-Blockdiagramm von einem Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Eine 60 Hz-Spannungsquelle 201 liefert ein Taktsignal an den Eingang eines Impulsfolgegenerators 202. An dem Ausgang des Impulsfolgegenerators 202 ' entsteht ein Steuersignal, das über eine Leitung 222 zu einem Antriebsmotor 216 für den Papierstreifenvorschub geleitet wird. Der Antriebsmotor 216 treibt über eine mechanische Verbindungseinrichtung 242 den Mehrkanal-Papier streifen 101 an.
Der Impulsfolgegenerator 202 liefert über ein vieladriges Kabel 227 eine Vielzahl von Steuersignalen an Eingänge eines Multi-: plexors 203. Der Multiplexer 203 empfängt den vitalen Funktio- ■ nen eines Organismus entsprechende Signale, die mit 1, 2, 3* .... η bezeichnet sind. Er liefert desweiteren Ausgangssignale für die vitalen Funktionen auf Leitungen 244 und 245. Die Leitung 243 soll die Möglichkeit andeuten, weitere Ausgänge aus dem Multiplexer 203 vorzusehen, da die Erfindung nicht auf zwei Kanäle beschränkt ist.
Der Impulsfolgegenerator 202 liefert Ausgangssignale mit einer Frequenz von 60 Hz in Leitungen 225 und 229 zu einem Mehrfach-
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signal-Schwing-Generator .205 und zu einem weiteren Schwing-Generator 207. Von diesen Schwing-Generatoren erhält man Ausgangssignale mit einer Frequenz von βθ Hz, welche Summierverstärkern 209 und 208 über Leitungen 233 und 232 zugeführt werden. Die Leitungen 244 und 245 sind mit Leitungen 2j5O und 23I über Schalter 218 und 220 verbunden. (Diese Schalter sollen lediglich die Wirkungsweise eines Balken-Diagramm-Generators 205 für die Wiedergabe der Uringesamtsekretion und eines Balken-Diagramm-Generators 204 für die Wiedergabe der Körpertemperatur erläutern. Diese Darstellung würde im Hinblick auf eine größere Deutlichkeit gewählt, die man nicht erreichen würde, falls man diese Generatoren in dem Multiplexer 203 einbezieht. Der Balken-Diagramm-Generator 205 wird von einem Steuersignal des Impulsfolgegenerators 202 über die Leitung 228 betrieben. Eine Leitung 226 gibt ein Steuersignal von dem Impulsfolgegenerator 202 zu dem Balkendiagramm-Generator 204. Im folgenden wird noch eine genauere Beschreibung dieser Einzelheiten gegeben.) Die Leitungen 23O und 23I liefern Signale an einen Eingang der Summierverstärker 208 und 209· Die anderen Eingänge der Summieryerstärker 208 und 209 sind über Leitungen 250 und 25I mit Rückstell-Blocks 254 und 255 verbunden. Diese Rückstell-Blocks liefern ein Lagen-Rücksteilsignal von Galvanometern 212 und 213.
Die aufbereiteten, den vitalen Funktionen entsprechenden Ausgangssignale der Summierverstärker 208 und 209 gelangen über Leitungen 234 und 235 zu den Eingängen von Leistungsverstärkern 210 und 211. Die Ausgangssignale dieser Leistungsverstärker gelangen über Leitungen 236 und 237 zu den Galvanometern 212 und 213. Die Ausgangssignale der Galvanometer sind die sichtbaren Bewegungen von Schreibelementen 238 und 239«
Der Impulsfolgegenerator 202 liefert ein Steuerausgangssignal über eine Leitung 233 zu einem Schreibelement-Solenoid 215. Schreibelement-Solenoid 215 steht, wie von der strichlierten
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Linie 241 angedeutet, in mechanischem Eingriff mit den Schreibelementen 258 und 2J9 und bewirkt ein Anheben bzw. ein Absenken derselben gegenüber der Papieroberfläche. Der Impulsfolgegenerator 202 liefert desweiteren ein Steuersignal über eine Leitung 224 zu einem Markierungs-Schreibelement-Solenoid 214, das eine mechanische Bewegung auf das Schreibelement 240 überträgt. ·
Bevor in den weiteren Ausführungen im einzelnen auf den Betrieb der in Fig. 2 dargestellten Vorrichtung eingegangen wird, soll zunächst auf Fig. 3 eingegangen werden, in der ein Diagramm des Zeitablaufs dargestellt ist. Mit dem Bezugszeichen 30I ist ein 0,625 Sekunden dauernder Taktimpuls dargestellt, der einmal nach jeweils 288 entsprechenden Intervallen erzeugt wird. Dies entspricht der Erzeugung eines Taktimpulses in Zeitabständen von je 3 Minuten (288 χ 0,625 Sekunden = I80 Sekunden = 3 Minuten). Markierungen 302 sollen die jeweils 0,625 Sekunden dauernden Intervalle andeuten. Der Taktimpuls 301 führt zu der Erzeugung eines Steuersignals in dem Leiter 222 von Fig. 2· Dieses Steuersignal bewirkt eine Erregung des Motors 216, der einen Vorschub des Papierstreifens 101 bewirkt, und zwar "lediglich während des Intervalls von dem Taktimpuls 301. r
Die Impulse 303, 304, 305, 306, 307 und 308 sind spikes- oder · spitzenartige Impulse. Ihre Breite ist im Vergleich zu der des Taktimpulses 30I sehr gering. Diese Impulse werden ebenfalls in dem Impulsfolgegenerator 202 erzeugt. In den zwischen diesen Impulsen gebildeten Intervallen werden jeweils eines der in den Eingangsleitern 1, 2, 3* η erhaltenen, den vitalen Funktionen eines Organismus entsprechenden Signale für eine u. U. erfolgende Darstellung in dem Kanal A und ein weiteres dieser Signale für eine u. U. erfolgende Darstellung in dem Kanal B abgetastet. Die Abtastung dieser beiden Signale, von denen eines
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einen Wert von 0 Volt einnehmen kann, dauert über eine Zeitdauer an, welche zumindest gleich der durch das Intervall wiedergegebenen Zeitdauer ist. Das Intervall 315 beträgt 4,375 Sekunden und entspricht dem Abtastintervall. Die Zeit zwischen dem Beginn des Abtastintervalls 315 und dem Beginn des Intervalls yiK ermöglicht es, die Schreibelemente 238 und 239 in Lagen über dem Papier zu bringen, an denen sie in Berührung mit dem Papier treten sollen. Das Intervall 314 ist ein Schreibintervall. Seine Dauer beträgt 3*125 Sekunden. Zu Beginn des Schreibintervalls JlH- wird das Schreibelement-Solenoid 215 erregt. Hierdurch werden die Schreibelemente 238 und 239 abgesenkt, so daß sie in Berührung mit dem Papierstreifen 101 treten. Die Schreibelemente 238 und 239 verbleiben auf dem Papierstreifen 101 bis zum Ende des Schreibintervalls 31^· Zu diesem Zeitpunkt wird das Schreibelement-Solenoid 215 abgeschaltet und die Schreibelemente werden wieder angehoben. Die während des Schreibintervalls J>lk _ erfolgende Abtastung der Signale dauert jedoch bis zum Ende des Abtastintervalls 315 an»
Zu Beginn des Intervalls 316 werden zwei weitere unterschiedliche Signale, eines für den Kanal A und das andere für den Kanal B, von dem Multiplexer 203 abgetastet. Das Schreibintervall für diese Signale ist das Intervall 317· Am Ende des Intervalls 317 wird der Schreibvorgang beendet. Am Ende des Intervalls 3I6 endet auch die Abtastung der beiden weiteren Signale. Der Vorgang wiederholt sich, bis fünf Schreibintervalle entsprechend den Impulsen 309, 3IO, 3II, 312 und 313 durchlaufen sind. Anschließend entsteht eine Lücke von annähernd 156,875 Sekunden bis zum Beginn des nächsten Taktimpulses 30I. Bei jedem Auftreten eines Taktimpulses 30I beginnt der Schreibvorgang von einer neuen Spalte. In Fig. 1 beginnt die Aufzeichnung der Spalte "a" nach der Erzeugung des ersten Taktimpulses 301. Der Schreibvorgang für die Spalte "b" beginnt nach der Erzeugung des darauf-
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folgenden Taktimpulses 501· Dieser Vorgang wiederholt sich in entsprechender Weise. PUr jeden Zyklus entspricht das gleiche Abtastintervall den gleichen Signalen. So kann beispielsweise das Intervall 315 jeweils im Kanal.A der Herzfrequenz und im Kanal B der Atemfrequenz entsprechen.
Im' folgenden soll wieder zu Fig. 2 zurückgekehrt werden. Bei dem Betrieb des Systems werden die den vitalen Funktionen eines Organismus entsprechenden Signale in dem Multiplexer 203 auf die vorhandenen beiden Übertragungskanäle aufgeteilt, so daß entsprechende Ausgangssignale für diese vitalen Funktionen an den Leitungen 244 und 245 auftreten. In jedem Fall liefern die Leitungen 244 und 245 Eingangs signale an die Summierverstärker 208 und 209 (National Semiconductor Model LM 741 C), welche ihrerseits Eingangssignale zu den Leistungsverstärkern 210 und 211 aussenden (National Semiconductor Model LH 0021 CK). Die Leistungsverstärker 210 und 211 geben, sodann Signale ab, welche als Eingangssignale den Galvanometern 212 und 213 zugeführt werden. Die Galvanometer 212 und 213 steuern die Schreibelemente 238 und 239· Eine Lagenrückstellung wird durch die Erzeugung von Rückstellsignalen bewirkt, welche über die Leitungen 250 und "251 den Summierverstärkern 208 und 299 zwecks Aufsummierung zugeführt werden. Die Rückstellsignale werden von den Lagenrückstell-Blocks 254 und 255 erhalten, die in üblicher Weise aufgebaut sind.
Die Zeitsteuerung des Systems erfolgt mit der Frequenz von 60 Hz der Spannungsquelle 201. Die Frequenz von βθ Hz ist im Normalfalle mit einer Genauigkeit von 0,1 % garantiert, was für die Zwecke des vorliegenden Systems ausreicht. Die 60 Hz-Quelle speist den Impulsfolgegenerator 202, der aus der RCA CD-4000 Serie von integrierten COS/MOS-Schaltungen aufgebaut ist. Der Impulsfolgegenerator 202 enthält eine Frequenzverdopplungs-
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schaltung, eine Schaltung, die eine Division durch 75 vornimmt, "sowie eine Generatorschaltung mit einem Tastverhältnis von Γ : (welche nicht dargestellt, jedoch jeweils von herkömmlichen Schaltungen gebildet sind), Eine Frequenzverdopplung des Impulszuges von 60 Hz liefert einen'Impulszug mit 120 Hz. Eine Division der 120 Hz durch den Faktor 75 liefert einen Impulszug mit 1,6 Hz, was einer Schwingungsdauer von 0,625 Sekunden entspricht. Der Generator mit einem Tastverhältnis von 1 : 288 basiert auf einem Zähler von herkömmlicher Bauart, der Impulse zählt, welche in Abständen von 0,625 Sekunden auftreten, und zwar über eine Gesamtzeit von.180 Sekunden (0,625 χ 288 = Ι8θ). Die von dem Impulsfolgegenerator 202 erzeugten Signale bilden Steuersignale, die den verschiedenen Bereichen der in Fig. 2 dargestellten Schaltung mit der vorstehend beschriebenen zeitlichen Aufeinanderfolge zugeführt werden.
Der Antriebsmotor 216 ist mechanisch mit dem Mehrkanal-Papierstreifen 101 über die Verbindungseinrichtung 242 verbunden. Der Antriebsmotor 216 empfängt ein Steuersignal über die Leitung 222 von dem Impulsfolgegenerator 202, das 0,625 Sekunden dauert und in Abständen von je Ι8θ Sekunden auftritt. Der Antriebsmotor 216 wird daher jeweils nur für diese Zeitdauer erregt. Er führt daher nur· während dieser Zeitdauer von 0,625 Sekunden' einen Papiervorschub durch. Während der verbleibenden Zeitdauer des ^-Minuten-Zyklus verbleibt er in Ruhe. Der Vorschubsmotor 216, die Verbindungseinrichtung 242, das Schreibelement -Solenoid' 215, die Verbindungseinrichtung 241, die Galvanometer 212 und 213, das Markierungs-Schreibgerät Solenoid 214 sowie die Schreibelemente 240, 238 und 239 sind in einer kommerziell erhältlichen Einheit zusammengefaßt. Dieses Gerät wird von Parke Davis unter der Bezeichnung Transport Model 2632II-796 hergestellt.
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Der Multiplexer 205 ist keine kommerziell erhältliche Einheit. Er ist aus integrierten COS/MOS-Schaltungen der RCA CD-4000 Serie zusammengebaut. Ein Multiplexer kann als Folgeschalter definiert werden· Der hier verwendete Multiplexer ist ein Polgeschalter von normaler Bauart, so daß sich eine Beschreibung von näheren Einzelheiten desselben erübrigt.
Es vierden somit, wie bereits vorstehend erwähnt, für jeden Kanal fünf Abtastungen-durchgeführt, so daß man die in der Spalte "a" von Pig. I dargestellten Zeichen erhält. Hierbei seien zunächst der Kanal A und die Punkte 115 sowie 114 betrachtet. Diese geben Meßwerte für den systolischen und den diastolischen Blutdruck wieder, die als Signale beispielsweise den Eingängen 1 und 2 des Multiplexers 205 zugeführt werden. Die dem systolischen Blutdruck entsprechende Spannung gelangt somit zu dem Multiplexer 205 über den Signaleingang 1. Der Multiplexer 205 erhält von dem Impulsfolgegenerator 202 den Befehl, die Abtragung dieser Spannung während eines Zeitraums von 4,575 Sekunden durchzuführen. Der Impulsfolgegenerator gibt desweiteren einen Befehl an den Multiplexer 205* ein Ausgangssignal während .eines in diesem Zeitraum liegenden Intervalls von 5*125 Sekunden zu liefern, welches bewirkt,'daß das Schreibelement 258 den Punkt II5 aufzeichnet. Zu einem bestimmten Zeitpunkt während dieses speziellen 4,575 Sekunden dauernden Abtastintervalls erhält jedoch der Multiplexer 205 von dem Impulsfolgegenerator 202 den Befehl, die Signälspannung auf dem Leiter 2 abzutasten und die Abtastung der auf dem Leiter 1 zugeführten Signalspannung zu beenden. Zu diesem Zeitpunkt erfolgt eine Verschiebung des Schreibelements längs der Geraden 112, indem das Schreibelement langsam von dem Punkt II5 in Richtung auf 0 bewegt wird. Diese Verschiebung wird von einer Kondensat or schaltung in dem Impulsfolgegenerator erreicht, Vielehe die Nachführungsgeschwindigkeit des Schreibelements begrenzt. Das dem Punkt 114 entsprechende Signal wird von dem Multiplexer 205 abgetastet. Es verhindert, daß die Verschie-
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bung des Schreibelements bis zum Nullpunkt durchgeführt wird. Die Gerade 112 endet somit in dem Punkt 114. Das an dem Eingang j5 des Multiplexers 205 angelegte Signal kann eine Spannung sein, welche dermmittleren Herzfrequenz entspricht. Dieses Signal kann nach Beendigung des Abtastvorganges für das dem diastolischen Blutdruck entsprechende Signal als nächstes abgetastet werden. Das Ergebnis dieser Abtastung des der mittleren Herzfrequenz entsprechenden Signales führt dazu, daß die Markierung 115 gebildet wird. Der Schreibvorgang für die Markierung 115 erfolgt über ein Steuersignal, der von dem Impulsfolgegenerator 202 in der Leitung 209 dem Schwing-Generator 207 zugeleitet wird. Der Schwing-Generator 207 ermöglicht, daß eine vorbestimmte Amplitude des 60 Hz-Signals mit dem Signal der mittleren Herzfrequenz in dem Summierverstärker 208 .aufsummiert wird. Dieses Schwingungssignal wird an das Galvanometer 212 angelegt·, so daß die Markierung 115 entsteht.
Bisher war lediglich die Abtastung von drei Signalen beschrieben worden, während insgesamt fünf Intervalle zur Verfügung stehen. Die anderen beiden Abtastintervalle, welche der Spalte "a" von Fig. 1 entsprechen, haben eine Eingangsspannung 0 und führen zu den Punkten IJl an der Nullinie des Kanals A.
Die Aufzeichnungen in dem Kanal B erfolgen gleichzeitig. Der Multiplexer 202 tastet weitere Signale ab, die in dem Kanal B wiedergegeben werden sollen, was gleichzeitig mit der Abtastung der entsprechenden Signale erfolgt, die im Kanal A aufgezeichnet werden. Man erkennt aus Fig. 1, daß für den Kanal B lediglich drei Signale in der Spalte "a" aufgezeichnet werden. Die beiden letzten Abtastintervalle des Multiplexers 203 tasten in gleicher V/eise Signale mit einer Spannung von 0 aus, wodurch man die Punkte 1^2 an der Null-Grundlinie des Kanals B erhält.
Im folgenden wird auf die Erzeugung der Markierungen II7, 318 und
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119 eingegangen. Diese Markierungen (sowie die Markierung 115) unterscheiden sich von den Punkten auf dem Papierstreifen 101. Die Markierungen beruhen darauf, daß das Schreibelement 239 ■eine Schwingung mit einer Frequenz von 60 Hz durchführt, und zwar über eine Zeitdauer zwischen 3*125 und 4,375 Sekunden. Diese Schwingung wird von der βθ Hz-Quelle 201 geliefert und über den Leiter 225 dem Vielfach-Schwing-Generator 205 zugeführt. Je einer von drei spezifischen Amplitudenbeträgen des 60 Hz-Signals wird über die Leitung 233 zu dem Summierverstärker 209 geleitet. Der Summierverstärker 209 addiert dieses Signal mit dem Signal, das auf der Leitung 23I erscheint. Hierdurch wird ein mit einer Schwingung überlagertes Signal an der Leitung 235 erzeugt, das dem Leistungsverstärker 211 zugeführt wird. Das hierdurch erzeugte Ausgangssignal erscheint an der Leitung 237. Es wird über das Galvanometer 230 der Schreibeinrichtung 239 zugeführt, das die dargestellte Markierung liefert. Man kann feststellen, daß die Markierung II7 das Ergebnis von einer minimalen Schwingung ist. Die Markierung II9 ist das Ergebnis einer mittleren Schwingung. Die Markierung II8 ist schließlich das Ergebnis der maximalen Schwingung.
Als nächstes sei auf den Balkendiagramm-Generator 205 für die Aufzeichnung der UringesamtSekretion und den Balkendiagramm-Generator 204 für die Aufzeichnung der Körpertemperatur eingegangen. Es war bereits früher darauf hingewiesen worden, daß diese Balkendiagramm-Generatoren digitale Schaltungen darstellen sollen, die auch in dem Multiplexer 203 vorgesehen werden könnten. In Fig. 1 entsprechen die Punkte 126 und 127 der Messung von einer Körpertemperatur und einer Uringesamtsekretion. Es sei darauf hingewiesen, daß zur Verdeutlichung der Darstellung die sich ergebenden Meßpunkte für den systolischen und den diastolischen Blutdruck weggelassen werden, wenn ein Temperatursignal abgetastet wird. Da die Temperaturmessungen jeweils in halbstündigen Abständen durchgeführt werden, wird hierdurch nicht die Wirksamkeit einer Anzeige über den Verlauf des systolischen und
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Claims (1)

  1. des diastolischen Blutdrucks beeinträchtigt. Die Punkte werden von den Schreibelementen 238 und 2j59 gebildet, die über eine Zeitdauer von 3*125 Sekunden jeweils in den angegebenen Lagen gehalten werden. Die schwarz ausgefüllten Bereiche 116 und 128 ergeben sich, wenn die Schalter 218 und 220 zu einem vorbestimmten Zeitpunkt geöffnet, d. h. in die in Fig. 2 dargestellte Lage gebracht werden. Zu allen anderen Zeitpunkten sind diese Schalter geschlossen. Dies bewirkt, daß zu den Summierverstärkern 208 und 209 ein Eingangssignal mit dem Wert 0 gelangt, so daß die Schreibelemente über den Papierstreifen 101 in Richtung auf den Nullwert verlaufen, wobei sie die schwarz wiedergegebenen Bereiche 116 und 128 erzeugen. Eine Kondensatorschaltung verlangsamt die Bewegungen der Schreibelemente bei dieser Nachführung, wie es bereits bei der Ausbildung der oben erwähnten Geraden 112 der Fall war. Die Punkte 129 und IJO für die Urinsekretionsgeschwindigkeit .werden in der gleichen Weise erzeugt wie die vorstehend beschriebenen Punkte.
    Es sei darauf hingewiesen, daß für jede Spalte und für jeden der Kanäle A oder B in keinem Fall fünf Signale aufgezeichnet werden. Auf diese Weise erzeugen die für einige der Abtastintervalle in jeder Spalte vorgesehenen Null-Eingangssignale Funkte IJl und Ij52 für die Nullpunkt fest legung.
    Der Impulsfolgegenerator 202 liefert Steuersignale, die über die Leitung 22J dem Schreibelement-Solenoid 215 zugeführt werden, so daß die Schreibelemente 2j58 und 259 in erwünschter Weise auf den Papierstreifen 101 abgesenkt werden. Diese Signale treten während der erwähnten Schreibintervalle auf, d. h. während der fünf Intervalle von 3,125 Sekunden, die jeweils auf eine Erregung "des Antriebsmotors 216 folgen. Für alle anderen Zeitintervalle während des restlichen Bereichs des 3-Minuten-Zyklus ist das Schreibelement-Solenoid 215 abgeschaltet, so daß die Schreibelemente in einem Abstand von dem Papier gehalten werden.
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    Das Markierungs-Schreibelement-Solenoid 214 wird von einem Steuersignal erregt, das während jeder weiteren Körpertemperaturmessung auftritt. Die Erregung dieses Solenoids ermöglicht eine Absenkung des Schreibelements 240 auf den Papierstreifen 101, so daß die Punkte 125 erzeugt werden, die sich in der Nähe des oberen Randes von dem Papierstreifen 101 befinden.
    Es sind auch weitere Ausgestaltungen der Erfindung möglich, ohne daß hierbei deren Grundgedanke verlassen wird. So können beispielsweise 50 Hz-Taktimpulse gemeinsam mit einem anderen Zähler verwendet werden", wobei die gleichen oder andere Taktimpulsintervalle erzeugt werden können, sowie gleiche oder an-dere Taktverhältnisse für den Betrieb des Motors.
    Es ist desweiteren möglich, die Abtastintervalle■und die Schreibintervalle von 7 bzw. 5 Taktintervallen auf 8 bzw. 5 Taktintervalle abzuändern oder auf irgendein anderes Paar von Intervallen, die mit dem ausgewählten Tastverhältnis für den Betrieb des Motors verträglich sind.
    Im dem vorstehenden Beispiel war der Pail beschrieben worden, bei dem die Temperaturmessung und die Ablesung für die Urinsekretion in halbstündigem Turnus gewonnen wurden. Es ist selbstverständlich auch möglich, hierfür andere Intervalle zu wählen. Die beschriebenen Ausführungsformen sind daher lediglich als erläuternd und nicht als beschränkend zu verstehen.
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    Patentansprüche
    Verfahren zur Gewinnung einer intuitiv erkennbaren graphischen Aufzeichnung vitaler Punktionen eines Patienten über elektrische Signale, welche diesen vitalen Funktionen entsprechen, zum Nachweis von Entwicklungen bzw. Trends dieser vitalen Funktionen, gekennzeichnet durch folgende Schritte:
    a) Messung von jeder dieser vitalen Funktionen und von einer Mehrzahl entsprechender elektrischer Signale;
    b) automatische Auswahl von zumindest einem dieser elektrischen Signale während eines vorgeschriebenen Zeitintervalls;
    c) elektronische Aufbereitung dieses zumindest einen elektrischen Signals aus der Mehrzahl der elektrischen Signale, so dass eine gleiche Zahl von entsprechenden aufbereiteten Signalen entsteht;
    d) Anlegung dieser aufbereiteten Signale an einer daran angepassten Papierstreifen-AufZeichnungseinrichtung;
    e) automatische Steuerung der Aufzeichnungseinrichtung zwecks Erhalt einer Aufzeichnung von den aufbereiteten Signalen zumindest während des vorgeschriebenen Zeitintervalls;
    f) Aufeinanderfolgende Durchführung des Ausivahlschritts, des Aufbereitungsschritts, des Anlegeschritts und des Steuerschritts mit den restlichen elektrischen Signalen und Wiederholung dieses Vorgangs, bis jedes der Signale aufgezeichnet ist; und
    g) Wiederholung der vorstehend beschriebenen Verfahrensschritte a) mit f), so dass man Entwicklungen bzw. Trends in den vitalen Funktionen des Patienten erhält.
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    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Verfahrensschritt der Auswahl die folgenden Einzelschritte durchgeführt werden:
    h) Digitale Erzeugung von aufeinanderfolgenden Steuersignalen mit einer im vorhinein bestimmten Folge;
    i) betriebsmässiges Anlegen der Mehrzahl von elektrischen Signalen an einen Multiplexer;
    j) Zuführung von zumindest einem der Steuersignale zu dem Multiplexer, so dass dieser in die Lage versetzt wird, das zumindest eine elektrische Signal aus der Mehrzahl der elektrischen Signale zu liefern.
    J>, Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Verfahrensschritt der Aufbereitung die folgenden Einzelschritte durchgeführt werden:
    k) Digitale Erzeugung von aufeinanderfolgenden Steuersignalen mit einer vorbestimmten Folge;
    1) Erzeugung einer hochfrequenten Schwingung mittels eines Schwing-Generators; ;.
    m) Steuerung des Betriebsablaufs von dem Schwing-Generator durch·zumindest eines der Steuersignale;
    n) Überlagerung des Ausgangssignals des Schwing-Generators und zumindest des einen elektrischen Signals aus der Mehrzahl der elektrischen Signale zur Erzeugung von zumindest' einem überlagerten Signal; und
    o) Verstärker des zumindest einen überlagerten Signals in zumindest einem Verstärker.
    4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Verfahrensschritt der Steuerung die folgenden Einzelschritte durchgeführt werden:
    p) Digitale Erzeugung von aufeinanderfolgenden Steuersignalen mit einer im vorhinein bestimmten Folge;
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    ■ - 26 -
    q) Erregung des Motors für einen Vorschub des apierstreifensj
    r) Erregung eines Solenoid^ um die Aufzeichnung des aufbereiteten .Signals zumindest dann zu beenden, wenn der Motor erregt ist;
    s) Steuerung der Erregung von dem Motor und dem Solenoid durch zumindest eines der Steuersignale.
    5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine elektrische Signal der Körpertemperatur eines Patienten entspricht und dass dessen intuitiv erkennbare graphische Aufzeichnung eine thermometerartige Darstellung liefert.
    6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine elektrische Signal dem Blutdruck des Patienten entsprich^ und dass die intuitiv erkennbare graphische Aufzeichnung desselben eine quecksilbermanometerartige Darstellung liefert.
    7· Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge- ! kennzeichnet, dass zumindest das eine elektrische Signal der Urin-Gesamtselektion des Patienten entspricht, und dass die intuitiv erkennbare graphische Aufzeichnung desselben eine flüssigkeitsmessbehälterartige Darstellung liefert.
    8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine elektrische Signal der Herzfrequenz, dem zentralen Venendruck, der Atmungsfrequenz und dem Sauerstoff-Partialdruck des Patienten entspricht,und dass die intuitiv erkennbare graphische Aufzeichnung vier fluktuierende Linien enthält, deren Amplituden die entsprechenden Werte der vitalen Funktionen wiedergeben.
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    Vorrichtung zur Gewinnung einer intuitiv erkennbaren graphischen Aufzeichnung von einer Mehrzahl von elektrischen Signalen, die vitalen Punktionen eines Patienten entsprechen, wobei diese Aufzeichnung Schwankungen in den Entwicklungen bzw. Trends der vitalen Funktionen wiedergeben insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1/ gekennzeichnet durch eine erste Einrichtung zur Messung der einzelnen vitalen Funktionen und zur Erzeugung von einer Mehrzahl elektrischer Signale (1,2,3 ··· η), welche diesen entsprechen; eine zweite Einrichtung (2o9)> welche dazu dient, automatisch zumindest eines aus der Mehrzahl der elektrischen Signale während eines vorgegebenen Zeitintervalls (315,316) auszuwählen^ eine dritte Einrichtung (2o8-211) zur elektronischen Aufbereitung dieses zumindest einen aus der Mehrzahl der elektrischen Signale erhaltenen Signals zur Gewinnung einer gleichen Anzahl von entsprechenden aufbereiteten Signalen; eine Papierstreifen-Aufzeichnungseinrichtung (löl, 238-240, 242); eine vierte Einrichtung (212-219), welche dazu dient, die aufbereiteten Signale der Papierstreifen-Aufzeichnungseinrichtung (lol, 216, 238-240)zuzuführen; eine fünfte Einrichtung (2I5), welche dazu dient, automatisch die Papierstreifen-Aufzeichnungseinrichtung zu steuern, um eine Aufzeichnung der aufbereiteten Signale zumindest während des vorgeschriebenen Zeitintervalls durchzuführen; eine sechste Einrichtung (2o2), um wiederholt die Mehrzahl der elektrischen Signale der Auswahleinrichtung der Aufbereitungseinrichtung, der Einrichtung zur Anlegung der Signale an die Papierstreifen-Aufzeichnungseinrichtung und der Steuereinrichtung der Reihe nach durchzuführen, bis jedes der Signale aufgezeichnet ist; und eine siebte Einrichtung zur Erzeugung von Verlaufen bzw. Trends durch einen wiederholten Betrieb der ersten mit fünften Einrichtung..
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    10. Vorrichtung zur Aufzeichnung und Anzeige von Trends vitaler Punktionen eines Patienten insbesondere nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur Gewinnung von elektrischen Signalen, welche den vitalen Funktionen entsprechen, durch Schaltungseinrichtungen, die im Ansprechen auf diese Signale betätigt werden zur Erzeugung von aufbereiteten Signalen sowie durch eine graphische Aufzeichnungseinrichtung, welche auf den Betrieb der Schaltungseinrichtungen anspricht und dazu dient, die aufbereiteten Signale in einer vorbestimmten Folge aufzuzeichnen, welche die Trends in einer Weise wiedergibt, dass man eine intuitiv erkennbare Darstellung der einzelnen vitalen Funktionen erhält.
    11. Vorrichtung nach Anspruch lo, dadurch gekennzeichnet, dass die Körpertemperatur des Patienten eine der vitalen Funktionen darstellt,und dass die Aufzeichnungseinrichtung eine Vorrichtung enthält, die eine Wiedergabe der Messwerte in thermometerartiger Darstellung liefert.
    12. Vorrichtung nach Anspruch lo, dadurch gekennzeichnet, dass der Blutdruck des Patienten eine der vitalen Funktionen darstellt, und dass die Aufzeichnungseinrichtung eine Vorrichtung enthält, die eine Wiedergabe des Blutdrucks in quecksilbermanometerartiger Darstellung liefert.
    15· Vorrichtung nach Anspruch lo, dadurch gekennzeichnet, dass die Urin-Gesamtsalektion des Patienten eine der vitalen · Funktionen darstellt, und dass die Aufzeichnungseinrichtung eine Vorrichtung enthält, die eine Wiedergabe der Urin-Gesamtselektion in einer flussigkeitsmessgefässartigen Darstellung liefert.
    14. Vorrichtung nach Anspruch lo, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der vitalen Funktionen von der Herzfrequenz, dem zentralen Venendruck, der Atemfrequenz und dem Sauerstoff-
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    Partialdruck gebildet ist, und dass die Aufzeichnungseinrichtung eine Vorrichtung enthält, welche diesen Teil der vitalen Funktionen in Form von vier unabhängig fluktuierenden Linien wiedergibt, deren Amplituden die entsprechenden Werte der jeweiligen vitalen Funktionen darstellen.
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