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DE244999C - - Google Patents

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Publication number
DE244999C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chain
arm
shaft
links
longitudinal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT244999D
Other languages
English (en)
Publication of DE244999C publication Critical patent/DE244999C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21FWORKING OR PROCESSING OF METAL WIRE
    • B21F27/00Making wire network, i.e. wire nets
    • B21F27/12Making special types or portions of network by methods or means specially adapted therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Specific Conveyance Elements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vi 244999 KLASSE Id. GRUPPE
Gegenstand der Erfindung ist eine Maschine zur Herstellung von Drahtgliedergittern, die als Drahtböden für Bettstellen, Ruhelager u. dgl. Verwendung finden sollen. Die Neuerung der Maschine besteht im wesentlichen darin, daß vorgearbeitete Drahtketten nebeneinander in ihrer Längsrichtung durch eine aus parallel liegenden Trommeln bestehende . Aufnahmevorrichtung in die Maschine eingeführt werden und diese Vorrichtung absatzweise stillgestellt wird, um die Längsketten durch Einziehen von Querkettengliedern zu einem zusammenhängenden Drahtgliedergitter zu vereinigen, das nach Fertigstellung ohne Unterbrechung des Arbeitsganges von dem nächsten Gitter getrennt gehalten wird. Dabei werden die Längsketten während des Stillstandes der Aufnahmevorrichtung, ζ. Β. durch Greifer, absatzweise einander genähert, um die Augen der Längskettenglieder auf die offenen Haken der absatzweise zugeführten Querkettenglieder aufzuschieben, worauf sie durch Druckstempel geschlossen werden. Zum Stillsetzen der die Querkettenglieder zuführenden Vorrichtung, um zwei sich folgende Gitter getrennt zu halten, wird ein besonderes Schaltrad benutzt.
Der Zweck der Maschine ist, durch einen selbsttätigen Arbeitsgang eine Kette und zu der Kette querliegende Einzelglieder aufzunehmen, die Kette zu zerlegen, mit den Längsabschnitten die Drahtglieder der Querrichtung zu verbinden und fertig abgemessene zusammenhängende Stücke, z. B. Drahtböden für Bettstellen, aus der Maschine zu gewinnen, die zum Gebrauch unmittelbar fertig sind. Diese selbsttätige Maschine nimmt vermöge ihrer Bauart nur sehr geringen Raum ein und bedarf zu ihrem Betriebe bei höchster Arbeitsleistung eine verhältnismäßig nur geringe Antriebskraft.
In den Zeichnungen ist:
Fig. ι eine Vorderansicht der Maschine in ihrer Gesamtanordnung,
Fig. 2 eine Draufsicht des linksseitigen, unteren Teiles der Maschine, unterhalb der Linie 2-2 in Fig. i,
Fig. 3 eine Draufsicht des mittleren Teiles der Maschine unterhalb der Linie 2-2 der Fig. i,
Fig. 4 eine Draufsicht des rechtsseitigen, unteren Teiles der Maschine, unterhalb der Linie 2-2 der Fig. 1,
Fig. 5 eine Rückansicht gegen den rechtsseitigen, unteren Teil der Maschine, unterhalb der Linie 2-2 der Fig. 1,
Fig. 6 eine Rückansicht gegen den mittleren, unteren Teil der Maschine unterhalb der Linie 2-2 der Fig. 1, .
Fig. 7 eine Rückansicht gegen den linksseitigen, unteren Teil der Maschine, unterhalb der Linie 2-2 der Fig. 1,
Fig. 8 eine Endansicht, in der Richtung des Pfeiles von der Linie 8-8 in Fig. 1, 2 und 7 gesehen,
Fig. 9 eine Endansicht, in der Richtung des Pfeiles von der Linie 9-9 in Fig. 1, 4 und 5 gesehen,
Fig. 10 ein Schnitt nach der Linie 10-10 in Fig. i, 2 und 7,
Fig. 11 ein Schnitt nach der Linie 11-11 in Fig. i, 3 und 6,
55
60
Fig. 12 ein Schnitt nach der Linie 12-12 der Fig. i, 4 und 5;
Fig. 13 ist eine vergrößerte Draufsicht eines Teiles der Amboßschiene mit benachbarten Längsgliederketten, die durch Greifer einander genähert werden, um Querkettenglieder aufzunehmen ;
Fig. 14 zeigt die gleiche Draufsicht wie Fig. 13, nachdem die Querkettenglieder aufgenommen und die Längsketten wieder auseinandergespreizt sind;
Fig. 15 ist ein vergrößerter Schnitt nach der Linie 28-28 in Fig. 13;
Fig. 16 ist ein vergrößerter Schnitt nach der Linie 29-29 in Fig. 14;
Fig. 17 ist die gleiche Schnittfigur wie Fig. 16 nach dem Schließen der Drahtösen der Querkettenglieder;
Fig. 18 ist eine vergrößerte Vorderansicht einer der Zuführungen für die Querkettengelenke, die in Fig. 1 nahe oberhalb der Linie 2-2 sichtbar sind;
Fig. 19 zeigt die gleiche Ansicht wie Fig. 18 unter Fortbrechung von Gestellteilen, um die innere Einrichtung sichtbar zu machen;
Fig. 20 ist eine Unteransicht zu Fig. 18.
Die wichtigsten Einzelvorrichtungen der Gesamtmaschine sind die Zuführungsvorrichtungen, die Fördervorrichtungen, die Aufnahme- und Einordnungsvorrichtung, die Vorrichtung zur Anbringung der Quer kettenglieder, die'Abtrenn- und Abgabevorrichtung und die Sicherheitsvorrichtung.
Die Zuführungsvorrichtung nimmt die endlose Längskette an und teilt sie in Einzellängen.
Die Fördervorrichtung nimmt die Einzellängen der Kette auf und befördert sie in die Aufnahmevorrichtung, in der sie zu parallelen Reihen geordnet werden.
Die Aufnahmevorrichtung bringt die Einzellängen parallel geordnet in die Bahn, in der die Vorrichtung zur Befestigung der Querkettenglieder in Wirkung tritt, um die Teile der Längsketten quer zu verbinden und so ein zusammenhängendes Ganzes als Kettengliedergeflecht fertigzustellen.
Die Abtrenn- und Abgabevorrichtung schneidet das Geflecht in bestimmte Größen und liefert sie fertig zum Gebrauche aus der Maschine ab.
Die Sicherheitsvorrichtung zeigt auf elektrischem Wege an, wenn Störungen im Arbeitsgange der Maschine auftreten und stellt die Maschine still, um eine Fortsetzung der fehlerhaften Arbeit zu verhindern und Beschädigung der Maschine durch solche Störungen zu vermeiden.
Der Teil der Maschine, welcher die Fördervorrichtung trägt, bildet ein aufrechtes Gestell.
Die Zuführungsvorrichtung liegt in der Längsrichtung im Vordergrund der Maschine, und die Ablieferungsvorrichtung für die fertigen Stücke befindet sich auf der Rückseite der Maschine.
Die Zuführung ist aus den Fig. 1, 2, 4, 8 bis 12 zu ersehen.
Am Vorderteil der Grundplatte 1 der Maschine, in der Nähe ihrer Enden, erheben sich aufrechte U-förmige Ständer 2 und 3, zwischen deren oberen Enden ein Schienengestell 3' von H-förmigem Querschnitt befestigt ist. Die oberen Schenkel dieses Gestells bilden Schienen 4, 5 (Fig. 10, 11 und 12), auf die sich die Laufschuhe 6 der Ketten träger C aufsetzen. An beiden Enden des Schienengestells sind Wellen 7 und 8 gelagert; auf der Welle 7 sind Kettenräder 9 und 10 und auf der Welle 8 Kettenräder 11 und 12 befestigt. Die Kettenräder 9 und 12 nehmen die Kette 13 auf, während die Kettenräder 10 und 11 die Kette 14 führen. Am inneren Ende der Welle 7 ist ein Kegelrad 15 befestigt, das in ein Kegelrad 16 greift; dieses sitzt auf einer Welle 17, die sich in der Längsrichtung der Maschine erstreckt und in Lagern 18 und 19 der von der Grundplatte ι aufstehenden Ständer 20 und 21 drehbar ist. Unterhalb der Welle 17 ist die Hauptwelle 22 in Lagern 24 und 25 der Ständer 21 und 26 drehbar. Die Hauptwelle trägt auf ihrem rechten Ende die Triebscheibe 27, welche für gewöhnlich lose auf ihr sitzt, jedoch durch die Kupplung 28 mit ihr verbunden werden kann, wenn die Kupplung durch den Hebel 29 am Ständer 21 eingerückt wird. Auf dem rechten Ende dieser Hauptwelle 22 sitzt ferner ein Zahnrad 30 im Eingriff mit einem Rade 31 auf der Welle 17, so daß die Umlaufbewegung der Hauptwelle durch die Kegelräder 15 und 16 auf die Welle 7 und die Kettenräder 9 und 10 übertragen und dadurch auch die anderen Kettenräder und die Längsbewegung der Ketten um das Schienengestell veranlaßt wird.
Jeder Träger C (Fig. 1) besteht aus drei Gestellen L, J, R von etwa rechteckiger Form, und von ihren Seitenkanten erstrecken sich abwärts die bereits erwähnten Laufschuhe 6. Innerhalb jedes Schuhes befindet sich ein Ansatz 32, der zwischen sich und dem Schuh einen Schlitz 33 zur Aufnahme der entsprechenden Kette bildet (Fig. 11). Die verschiedenen Teile der Tragvorrichtung sind mit der Kette gekuppelt und werden von ihr mitgenommen. Die Teile jedes Trägers befinden sich dicht aneinander und tragen die verschiedenen Teile zur Aufnahme der endlosen Drahtgliederkette E und zur Trennung der Kette. Jeder Gestellblock L (Fig. 2) hat an seiner vorderen wie an seiner hinteren Kante eine aufrechte Wandung 35, 36, an deren linkem Ende eine gleitbewegliche Welle 37 gelagert ist, die mit einer Reibrolle 40 in Verbindung
steht. Parallel zur Welle 37 ist eine zweite Welle 41 drehbar gelagert. Auf dem inneren Ende dieser Welle sitzt ein Block 42, der mit der Welle herabgeschwungen werden kann (Fig. 4). Auf dem Blocke 42 ist eine unter Druck einer Feder 52 stehende Sperrstange 50 parallel zur Welle 41 angeordnet.
Die Anordnung ist derart getroffen, daß eine Längsverstrebung der Welle 37 eine gleiche Verschiebung der Sperrstange 50 nach sich zieht.
Wie aus Fig. 2 und 4 ersichtlich ist, sind Schienen 55 und 56 auf Querträgern 57, 58 und 59 befestigt und erstrecken sich in der Längsrichtung über die beiden Schienen 4 und 5. Zwischen den rechtsseitigen Enden der Schienen 55 und 56 wird eine dritte Schiene 60 gehalten, die an Querleisten 59 und 61 der Schienen 55 und 56 befestigt ist (Fig. 4). Bei der Drehung der Ketten in der dem Uhrzeiger entgegengesetzten Richtung wirken die Reibrollen 40 der Träger L in der Reihenfolge gegen das abgerundete Ende 62 der Schiene 60 und werden auf die Rückenkanten 63 der Schiene gehoben, auf der sie entlang gleiten, bis sie gegen die Hubfläche 64 treffen, die an der hinteren Schiene 55 nach vorn vorspringt; durch diese Hubfläche 64 werden die Rollen 40 wieder in ihre gewöhnliche Bahn zurückgeführt, indem das vordere Ende der Stange bei 65 ebenfalls abgerundet ist. Wenn diese Rollen 40 in ihre hintere Stellung bewegt werden (Fig. 4), so wird die Sperrstange 50 aus der Wandung 36 herausgeschoben. Treffen nun die Rollen 40 gegen die Hubfläche 64 der Stange 55, so werden die mit der Welle 37 verbundenen Teile gewaltsam in ihre Vorderstellung zurückgeschoben und auch die Sperrstange 50 wieder in ihre vordere Stellung gerückt, wonach die Feder 52 die Teile in dieser Vorderstellung festhält. An der Rückenseite der Wandung 36 des Trägers L erstreckt sich zur Linken des Blockes 42 ein starres Gestell 65' (Fig. 8), aus dem ein Stift 66 senkrecht aufragt, der in eine öse der zugeführten Kette eingreift, wie später beschrieben werden soll. Wie aus Fig. 8 zu ersehen ist, hat der Block 42 an seinem linken Ende innen und außen schützende Erhöhungen 67 und 68 und am rechten Ende eben solche Vorsprünge 69 und 70; zwischen den inneren und äußeren Vorsprüngen ist eine Rinne 71 gebildet, welche den Körper des Drahtkettengliedes, rechts von dem den Stift 66 aufnehmenden Gelenk- oder ösenteil, aufnimmt, wie später näher beschrieben werden soll.
Der mittlere Gestellt eil / jedes Trägers C (Fig. 2) hat eine Außen- und eine Innenwandung 73, 74, in denen eine Welle gelagert ist, die sich drehen und in ihrer Längsrichtung verschieben läßt. Das äußere Ende dieser Welle bildet einen Vorsprung 76, während vom inneren Ende der Welle nach innen ein Stift 77 angeordnet ist.
Der Vorschub der Welle bzw. des Stiftes 77 geschieht durch Anschlag des Vorsprungs 76 gegen einen auf dem senkrechten Teil des Querträgers 59 befestigten Teil 80, an dem sich ein Vorsprung 81 befindet, der in die Bewegungsbahn des Vorsprungs 76 der Welle hineinragt, so daß, wenn die Träger sich fortbewegen, die Vorsprünge 76 gegen diesen Vorsprung anschlagen und zur richtigen Zeit die Stifte 77 entgegen dem Drucke der Feder 52 in das Auge des nächstliegenden Kettengliedes einschieben (Fig. 4 und 9). Die Drehung der Achse des Stiftes 77 erfolgt durch einen Arm 83, der von einer auf der Welle festgehaltenen Nabe 84 herabreicht und nach der seitlichen Verschiebung der Welle in die Bewegungsbahn eines aus dem Schienengestell 3' aufwärts ragenden Anschlages 87 (Fig. 4 und 12) tritt. Die Stellung dieses Anschlages 87 mit Bezug auf den Vorsprung 81 ist so berechnet, daß, wenn das Ende 76 der Welle des Traggestells / zunächst von dem Vorsprung 81 angeschlagen wird, um die Platte 77 in den Haken des nächstliegenden Kettengliedes einzuschieben, danach der Anschlag 87 gegen den Arm 83 trifft, wodurch die Achse der Platte 77 gedreht und der gefaßte Haken gespreizt wird. Die Feder 78 (Fig. 2) kann dazu dienen, die Welle in ihre äußere Stellung zurückzuschieben und sie auch in die gewöhnliche Lage zurückzudrehen, nachdem der Anschlag 87 außer Berührung mit dem Vorsprung 83 gekommen ist.
Das rechtsseitige Gestell R des Trägers C (Fig. 9, 10 und 11) ist an den Triebketten befestigt und trägt einen Block 88, der eine geringe Hin- und Herbewegung in der Kettenlängsrichtung auf dem Gestell R ausführen kann und zu diesem Zweck mittels Schwalbenschwanz in den Seitenteilen 89 und 90 des Gestelles R geführt ist. Die Hin- und Herbewegung wird vermittels Zahnräder und Zahnstangenübersetzung von einem Arm 99 mit Reibrolle 100 bewirkt (Fig. 1 und 2). Wie aus den Fig. 1, 4 und 9 ersichtlich ist, ist an der Vorderseite des Fördergestelles 3' eine Platte
101 befestigt, und zwar an dem rechten Ende. Ebenfalls am Fördergestell, gegen die Außenseite der Platte 101, ist eine andere Platte
102 mit einem Vorsprung 103 in senkrechter Ebene befestigt. Die obere Kante der Platte 101 befindet sich in der Bewegungsbahn der Reibrollen 100, wenn die Träger sich fortbewegen, und der Vorsprung 103 liegt in der Bahn eines V-förmigen Vorsprunges 98 auf dem Teil R (Fig. 1). Die Stellung der Teile zueinander ist so gewählt, daß der Vorsprung 103 von dem V-förmigen Vorsprung 98 und von der
Rolle, die in einer Linie mit der Oberkante der Platte ιοί liegt, angeschlagen wird. Die Berührung des V-förmigen Vorsprunges ist nur eine augenblickliche, und durch sie erhält der Block 88 durch den Eingriff der Triebe in die Zahnstangen eine schnelle Hin- und Herbewegung. Wenn der V-förmige Vorsprung 98 den Anschlag 103 verlassen hat, bleibt die Rolle 100 noch weiter in Berührung mit der Platte 101, die eine allmählich abfallende Auslauffläche 104 besitzt; dies bewirkt, daß der Block 88 allmählich in die richtige Stellung auf dem Gestell R (Fig. 9) zurückkehrt; dieser Rücklauf vollzieht sich vermittels einer Feder im Gestell R. Die schwingende Bewegung des Blockes 88 kann mittels einer Stellschraube
106 verändert werden, die in einem Träger
107 am Gestell R gehalten wird.
In den Schenkeln des Blockes 88 ist eine Welle drehbar gelagert, die durch einen nach abwärts gerichteten Daumen 117 gedreht wird. Der Daumen 117 wird durch eine Kurvenschiene 118 (Fig. 4 und 9), die an der Innenseite des Schienengestelles 3' befestigt ist, beeinflußt, d. h. dieser Daumen 117 wird bei der Fortbewegung der Traggestelle durch die Kurvenschiene aufgerichtet, wobei er die Welle dreht. Eine verschiebbare Sperrstange 122 wird durch eine gleichfalls verschiebbare Rolle 113 beeinflußt. Zwischen Sperrstange 122 ■und einem darunterliegenden Block soll das Kettenglied festgeklemmt werden.
Sobald aber die Rolle 113 von der Hubschiene 56 loskommt, wird die Sperrstange 122 nach vorn aus dem Kettengelenk herausgezogen und dieses letztere freigegeben.
Die fortlaufende Kettenlänge wird von einer Haspel durch eine Führung 131 zugeleitet, die vom rechten Ende des Schienengestells getragen wird, wie aus Fig. 4 ersichtlich ist. Der Rundlauf eines Trägers C bedingt den folgenden Arbeitsgang:
Läuft ein Träger um die rechtsseitigen Kettenräder und gelangt dadurch auf die Schienen, so greift der Stift 66 auf dem Traggestell L in ein Auge der Kette E. Unmittelbar darauf trifft die Rolle 40 gegen die Hubfläche der Schiene 60 und wird auf deren Kante 63 gehoben, wodurch die Sperrstange 50 über das Kettenglied hinweggeschoben wird, um das Glied in der schon beschriebenen Weise festzuklemmen. Wenn der rechtsseitige Teil R des Trägers um das rechtsseitige Kettenrad läuft, so faßt der unter der Sperrstange 122 sitzende Block das Kettenglied, welches dem vom linksseitigen Trägerteil L festgehaltenen Gliede am nächsten ist. Unmittelbar danach trifft die Rolle 113 gegen die Anlauffläche 132 am rechten Ende der Stange 56 und wird auf deren Innenkante 133 gehoben, wodurch die Sperrstange 122 vorgeschoben wird, um das eingeführte Kettenglied in der schon beschriebenen Weise festzuklemmen. Danach folgt das Anschlagen des Wellzapfens 76 des Trägers / gegen den Vorsprung 81, wodurch der Stift ^y des Trägerteiles / in das Auge des vom rechtsseitigen Trägergestell R gehaltenen Kettengliedes eingeführt wird. Unmittelbar nach dem Zusammentreffen des Vorsprungs 76 mit dem Vorspruug 81 folgt das Anschlagen des Armes 83 gegen den Anschlag 87 (Fig. 12), so daß der in den Haken des Kettengliedes eingeführte Stift 77 eine Drehung erhält, wodurch das Auge geöffnet wird. Nach diesem Vorgang oder nahezu gleichzeitig mit ihm wird das eine Auge des Kettengliedes aus dem Auge des vom Trägerteil L gehaltenen Gliedes freigemacht. Beim Niederschwingen des vom Trägerteil R gehaltenen Kettengliedes wird auch das Gelenk im Trägerteil L eine Strecke mit herabbewegt, aber, sobald der Haken aus der öse ausgelöst ist, durch die Kraft einer Feder wieder in die wagerechte Lage hinaufbewegt. Die Verschiebung des Blockes 88 nach links erfolgt plötzlich vermöge des Anschlages des V-förmigen Fortsatzes 98 (Fig. 1) gegen den kurzen Vorsprung 81; die Rückbewegung des Blockes 88 nach rechts wird jedoch verzögert durch die gegen die Kurvenplatte 101 sich anlegende Rolle 100, so daß das Ende der Kette, das durch den Block 88 eine Strecke nach links gezogen worden war, nach der Auslösung des Hakens allmählich nach rechts zurückkehrt, so daß ein Auge dieser Kette nun in der richtigen Stellung anlangen wird, um vom Stifte 66 des nachfolgenden Trägers gefaßt zu werden, der um das rechtsseitige Kettenrad herumläuft. Die von der Haspel ablaufende Kette befindet sich unter mehr oder weniger Spannung, und wenn der Block 88 plötzlich nach rechts zurücklaufen würde, so könnten Störungen eintreten, die ein richtiges Eintreffen des Stiftes 66 in das Äuge verhindern würden.
In der durch Fig. 4 zur Darstellung gebrachten Stellung ist die Trägerrolle 40 eben im Begriffe, gegen die Hubfläche 64 anzulaufen; beide Sperrstangen 50 und 122 befinden sich in Wirkung und zwei Kettenglieder sind eben vorher voneinander gelöst worden. In der durch Fig. 2 gezeigten Stellung beginnt der vorausgehende Träger L soeben, um die Kettenräder am linken Ende zu laufen, um unterhalb des Traggestelles zurückzukehren, wobei die Sperrstange 122 des rechtsseitigen Trägerteiles R sich immer noch in der Klemmstellung befindet, da die Rolle 113 mit der Lauffläche 133 der Schiene 56 noch in Berührung ist. Bei weiter nach links aus der in Fig. 2 und 4 fortschreitenden Bewegung der Trägerteile trifft nun die Rolle 40 des rechts-
seitigen Trägers C gegen die Hubfläche 64 der Schiene 55, und die Rolle 113 des linksseitigen Trägers C trifft gegen die Anschlagfläche 134 einer Hubschiene 135, die am Querträger 57 befestigt ist. Beide Rollen 40 und 113 werden dadurch nach außen gedrückt und die entsprechenden Sperrstangen 50 und 122 können zurückgezogen werden, um die von ihnen festgehaltenen Kettenglieder freizugeben, nachdem zuvor die Enden der zwischen den benachbarten Trägern C befindlichen Kettenlänge durch eine später zu beschreibende Überleitung aufgenommen sind. Die Sperrstange des Trägerteiles R (Fig. 4) bleibt jedoch in Wirkung, so daß bei der Bewegung des Trägers in die durch Fig. 2 gezeigte Stellung die Kette an der Vorderseite der Maschine vorbeigezogen wird und dann der dritte Träger in die Stellung kommt, in der er am rechten Ende der. Maschine auf den Kettenrädern nach oben gelangt, die Kette erfaßt und einen Längenteil davon abtrennt. Die Träger treten stets am rechten Ende der Maschine in Tätigkeit, nehmen die Kette auf, teilen sie ab und führen sie weiter nach links hin in den Arbeitsbereich der anderen Teile. Die Vorrichtung zum Überleiten der abgetrennten Kettenlängen von den Trägervorrichtungen nach der Aufnahmevorrichtung ist aus den Fig. 1, 2, 3, 9 bis 12 zu erkennen.
Eine Förderwelle 144 (Fig. 1 und 3), deren rechtes Ende in einem Lager 146 des Querbalkens 147 ruht, ist mit dem linken Ende drehbar in einer Gleitstange 148 (Fig. 1) befestigt, die vom Schlitten 149 getragen wird; letzterer ruht auf dem Ständer 20 vor der auf der Welle 151 drehbaren Kurventrommel 150. Auf der Gleitstange 148 ist eine Reibrolle 155 drehbar, die in einem Kurvengang 156 geführt ist. Die Stange 148 kann durch diesen Kurvengang in der Breite der Trommel 150 verschoben werden. Das Lagergestell 146, durch das die Welle 144 hindurchgeht, hat eine Muffe 157 (Fig. 3), in der die Welle hin und her gleiten kann, ohne sich jedoch drehen zu können. Am rechten Ende trägt diese Muffe 157 einen Zahntrieb 158, der in die Verzahnung einer wagerechten Zahnstange 159 (Fig. 11) eingreift, die gleitbeweglich unter dem Triebe von einer Tragstütze 160 gehalten wird, die aus dem Querbalken 147 nach vorn vorsteht. Am hinteren Ende dieser Zahnstange befindet sich eine Reibrolle 161, die mit einer Kurvenscheibe 162 auf der Trommelwelle 151 zusammenwirkt. Am linken Ende der Muffe 157 befindet sich ein nach vorn vorspringender Arm 163, an dessen vorderer Rundung das obere Ende einer Kette 164 mittels Stiftes befestigt ist; das untere Ende dieser Kette ist an einer Feder 165 befestigt (Fig. 11).
Durch das freie Ende des Armes 163 geht lose eine Stange 166 hindurch, deren Enden an den beiden Armen 167 und 168 befestigt sind (Fig. 3); das hintere Ende dieser Arme ist an der Welle 144 starr festgeklemmt. Bei dieser Anordnung wird bei einer Vorwärtsbewegung der Zahnstange 159 mittels der Kurvenscheibe 162 (Fig. 11) der Zahntrieb 158 gedreht und mit ihm die Muffe 157 und der Arm 163, wobei dieser Arm eine aufwärts schwingende Bewegung unter Spannung einer Feder 165 ausführt. Diese schwingende Bewegung wird durch die Stange 166 auf die Arme 167, 168 übertragen, welche an der Förderwelle 144 befestigt sind, und letztere wird dadurch ebenfalls eine Drehbewegung erhalten. Gleichzeitig kann aber auch diese Welle nebst den Armen 167 und 168 und der Stange 166 eine hin und her gehende Längsbewegung ausführen, die durch die Kurventrommel auf die Rolle 155 der Gleitstange 148 übertragen wird.
An 'jedem Ende der Förderwelle 144 befindet sich eine Übertragungsvorrichtung, welche mit den Trägern der Zuführungsvorrichtung zusammenwirkt. 169 (Fig. 4) ist ein an der Welle 144 festgeklemmter Arm. Auf der rechten Seite des Armes 169 ist auf die Welle 144 eine Nabe 170 lose aufgesteckt, an der sich go eine nach vorn vorspringende Tragfläche befindet, an deren rechte Seite eine Fangplatte 173 eingespannt wird. Am vorderen Ende der Fangplatte 173 befindet sich in der Oberkante dieser Platte ein Einschnitt 174. Die Vorderkante der Platte 173 ist abgerundet. Durch das vordere Ende des Armes 169 ist eine Stange 176 in wagerechter Richtung gleitbeweglich geführt; mit ihrem rechten Ende ist diese Stange an der Nabe 170 festgeklemmt. Auf der Welle 144 ist unmittelbar links neben dem Arm 169 eine Scheibe 178 gleitbeweglich angebracht. An dieser Scheibe stehen eine Anzahl Stifte seitlich vor; diese gehen durch den Arm 169 hindurch und stoßen mit ihrem rechten Ende gegen die Nabe 170. Auf die Welle 144 ist eine Feder 180 aufgewunden, die zwischen der Scheibe 178 und einem auf der Welle befestigten Bund 181 liegt; diese Feder drückt die Scheibe 178 nach rechts und somit deren Stifte gegen die Nabe 170, um auch diese nach rechts zu verschieben. Diese Verschiebung der Nabe 170 wird für gewöhnlich verhindert durch einen V-förmigen Riegel, der durch einen Kurvengang 186' am Traggestell 187' betätigt wird (Fig. 10, 11 und 12). Zu diesem Zwecke ist an dem Riegel eine Rolle 185' angeordnet. Wird diese Rolle durch den Kurvengang nach der linken Seite hin verschoben, so wird der Riegel zurückbewegt und die Nabe 170 nach rechts bewegt, bis Anschlagmuttern gegen den Arm
i6g anstoßen. An der Nabe 170 ist ein rückwärts vorspringender Ansatz, gegen den zur gegebenen Zeit ein Kurvenarm wirkt, um die Nabe 170 wieder nach links zu verschieben. Die linksseitige Überleitungsvorrichtung entspricht in allem wesentlichen der rechtsseitigen, dem gleichen Zwecke dienenden Vorrichtung; die gleichartigen Teile sind mit den gleichen Bezugszahlen versehen, die jedoch
ίο durch einen Primstrich unterschieden sind (170' usw.). Unmittelbar neben dieser linksseitigen Überleitungsvorrichtung ist links von derselben auf der Welle 144 ein Kloben .191 befestigt, an welchem sich, um einen Drehzapfen schwingend, ein nach vorn vorspringender Finger 193 mit aufwärts gerichteten Stiften 194 an seinem Ende befindet, zwischen denen ein Kettenglied aufgenommen wird.
Die Vorrichtung, welche die Nabe 170 in ihre Sperrstellung zurückführt, ist aus Fig. 5 und 12 ersichtlich. Auf der Welle 151 der Kurventrommel 150 ist nahe dem Ständer 26 eine Scheibe mit einer vorspringenden Kurvenfläche 197 befestigt. Vom Längsbalken 147 ragt nach vorn ein Traggestell 198 (Fig. 12), in dem eine Welle 199 gelagert ist, an deren vorderem Ende ein aufrechter Arm 200 und an deren hinterem Ende eine Reibrolle 202 (Fig. 5) an einem Arm 201 befestigt ist; diese Rolle, befindet sich in der Drehungsbahn der Kurvenfläche 197. Durch Einwirkung dieser Kurvenfläche auf die Rolle wird die Welle 199 gedreht und der Arm 200 nach links geschwungen, wobei er zur bestimmten Zeit gegen den Ansatz der rechtsseitigen Überleitungsvorrichtung trifft ' und die Nabe 170 in ihre gesperrte Stellung zurückbringt.
Eine gleichartige Vorrichtung zur Wiederfestlegung der linksseitigen Überleitungsvorrichtung ist aus Fig. 7 und 10 ersichtlich.
Eine Feder 203 verbindet den Arm 201 mit dem Ständer 26, um die Rolle 202 mit der Kurvenfläche 196 in Berührung zu halten.
■ Die Wirkungsweise der Überleitungsvorrichtung in Verbindung mit der Zubringung durch die umlaufenden Träger wird hiernach verständlich sein. Die Kurventrommel 150 dreht sich in der Richtung des Uhrzeigers (Fig. 11). Diese Trommel besitzt die inneren und äußeren geraden Nuten teile 204, 205 und die beiden diagonal verlaufenden Nutenteile 206 und 207 (Fig. 2). Die Welle 144 vollzieht demnach bei jeder Umdrehung der Trommel 150 zwei vollständige Längsschwingungen. In Fig. 2, 3 und 4 befindet sich die Reibrolle 155 in der Mitte der Nut 206 und die Welle 144 in der Mitte ihres nach links gerichteten Laufes; die Überleitungsvorrichtung und die Kettenzuführträger nehmen die entsprechenden Stellungen ein. Die Stellung der Kurvenscheibe 162 (Fig. 11) gegenüber der Zahnstange 159 ist zu dieser Zeit so, wie in Fig. 11 gezeigt. Wenn die Reibrolle 155 sich am linken Ende der schrägen Nut 207 befindet, war die Reibrolle 161 soeben in Berührung mit der tiefsten Stelle der Kurve 162" getreten und die Überleitungsvorrichtung durch die Feder 165 in ihre tiefste Stellung geschwungen worden, und bei dieser abwärts schwingenden Bewegung sind die Greifer 173, 174' und 193 unter die Kette getreten; wegen der abgerundeten Kanten dieser Greifer wurde die Kette zur Seite geschoben und die Greifer konnten unter ihr durchgehen. Beim Durchgang der Reibrolle 155 durch den Nutenteil 206 der Kurventrommel 150 von links nach rechts ist die Überleitungs vorrichtung durch die Welle 144 nach rechts geschoben worden und bleibt in dieser Stellung so lange, als die Rolle 155 in der inneren geraden Nut 204 weitergeführt wird. Danach wird die Rolle 161 der Zahnstange 159 von der Erhöhung 162* des Exzenters 162 angeschlagen und die Zahnstange 159 entsprechend vorgeschoben, wodurch die Welle 144 eine Drehung erhält und die Überleitungsvorrichtung eine aufwärts schwingende Bewegung ausführt, um die Greifer an die Kette heranzubringen und sie in die Nuten 174 und 174' und zwischen die Stifte 194 des Fingers 193 aufzunehmen. Kurz bevor die Greiferstifte 194 die Kette fassen, gleitet die Rolle 155 jedoch in den Teil 206 der Trommelnut, und wenn dann die Greifer die Kette aufnehmen, werden die Welle 144 und mit ihr die Überleitungsvorrichtung mit den Trägern der Zuführungsvorrichtung nach links mit der gleichen Geschwindigkeit verschoben.
Dieses Fassen der Kette durch die Greifer erfolgt unmittelbar nachdem der Gleitblock des Trägers am linken Ende zurückgezogen worden ist, um den Haken der eingespannten Kette aus der öse des Kettengliedes auszulösen, das in dem Teil L des linksseitigen Trägers C eingespannt ist und kurz bevor die Rolle 40 des rechtsseitigen Trägers C die Erhöhung 64 an der Schiene 55 trifft. Die sich nunmehr darbietende Stellung der Teile ist aus den Fig. 2, 3 und 4 ersichtlich. Bei der Weiterbewegung der Kettenträger C C und der Überleitungsvorrichtung nach links wirkt die Rolle 40 gegen die Erhöhung 64, wodurch die Sperrstange 50 ' zurückgezogen wird, und die Rolle 113 des vorhergehenden Trägers wirkt gegen die Hubschiene 135, um die Sperrstange 122 dieses Trägers zurückzuziehen; die zwischen diesen beiden Trägern eingespannte Kettenlänge wird demnach freigegeben. Bei dem Anschlag der Erhöhung 162* gegen die Rolle 161 der Zahnstange 159 (Fig. 11) waren die Greifer ein wenig über die Bahn der Kette hinausgeschoben worden, um ein richtiges Ein-
legen der Kette in die Einschnitte der Greifer zu sichern. Danach wirkt die Fläche i62c des Exzenters 162 gegen die Rolle 161 und läßt die Greifer ihre ursprüngliche Lage einnehmen, wodurch die Kette ihren natürlichen Weg einnehmen kann; in dieser Stellung wird sie kurze Zeit hindurch verharren. Bei der aufwärts schwingenden Bewegung der Überleitungsvorrichtung haben die Finger 173 das Kettenglied am Trägerteil L des rechtsseitigen Trägers C ergriffen, und zwar an einem Teil links von der Öse dieses Kettengliedes, und die Finger 174' gegenüber dem linksseitigen Träger C haben das Kettenglied aufgenommen, das dem im Träger R eingespannten Gliedc auf dessen rechter Seite am nächsten folgt, und zwar an einem Teile rechts vom Haken dieses Kettengliedes (Fig. 2). Der Hilfsgreifer 193 ■ hat das im Trägerteil R festgehaltene Kettenglied an einem Teile rechts vom Haken dieses Gliedes aufgenommen. Wird nun der Überleitungsapparat nach links fortbewegt, so werden die Reibrollen 185 und 185' durch die entsprechenden Kurven 186 und 186' (Fig. 10) bewegt und die die Reibrollen 185, 185' tragenden Riegel zum Lösen gebracht. Diese Auslösung veranlaßt die Freigabe des Greifers, der die Naben 170, 170' stützt; die Nabe 170 wird durch die Feder 180 nach rechts und die Nabe 170' durch die Feder 180' nach links verschoben, und die Greifer 173 und 173' werden dadurch gespreizt, um einerseits gegen die öse am rechten Ende der Kettenlänge und andererseits gegen die Öse am linken Ende der Kettenlänge angedrückt zu werden. Die Kettenlänge wird somit gespannt gehalten zwischen den Greifern, sobald die Sperrstangen zurückgezogen worden sind, um diese Kettenlänge von den Zubringträgern freizumachen.
Unmittelbar nach dieser Freigabe der Kettenlänge wirkt nun der Teil 162^ des Exzenters 162 (Fig. 11) gegen die Rolle 161, und die Überleitungsvorrichtung wird gehoben, nachdem unmittelbar vorher die Reibrolle 155 in den geradegeführten äußeren Kurvengang 205 der Trommel 150 eingetreten ist, so daß nun eine Längsbewegung der Welle 144 nicht stattfindet. Am Ende der Aufwärtsbewegung wird nun die Kettenöse am rechten Ende der Kettenlänge und der Haken am linken Ende dieser Kettenlänge in Eingriff mit den später zu beschreibenden Trägerköpfen gebracht.
Der Radius der Kurve 162^ des Exzenters 162 ist so groß, daß die Kettenlänge etwa über ihre natürliche Lage auf den Trägern hinausbefördert wird, damit ein guter Eingriff der Kettenenden mit den Trägern erzielt wird. Demnächst wird nun die Rolle 161 der Zahnstange 159 (Fig. 11) von der Exzenterfläche 162 e getroffen, deren Halbmesser so bemessen ist, daß die Greifer der Kettenlänge gestatten, die 'natürliche Lage auf den Trägern einzunehmen. Nachdem die Kettenlänge auf den Trägern gehörig aufgenommen ist, treten die Kurven 196 und 196' (Fig. 10 und 12) in Wirkung gegen die Rollen 202 und 202', um die Arme 200 und 200' einwärts schwingen zu lassen, um die die Greifer tragenden Naben 170, 170' in ihre gesperrte Stellung zurückzubringen. Diese Festlegung erfolgt, während die Überleitungsvorrichtung noch in ihrer gehobenen Stellung verharrt und die Rollen 185 und 185' sich noch nicht in den entsprechenden Nuten 186 und i86' befinden. Nachdem der Wiedereingriff und die Sperrung stattgefunden hat, gelangt wieder die tiefste Kurve i62a der Kurvenscheibe 162 zum Angriff auf die Zahnstangenrolle 161, und die Überleitungsvorrichtungen werden abwärts geschwungen bis zu ihrer tiefsten Stellung; die Greifer streichen an der nachfolgenden Kettenlänge vorbei, die durch die Träger zugeführt worden ist, und wenn dann die Reibrolle 155 wieder in die Quernut 207 der Trommel 150 einläuft, so bringt die Gleitwelle 144 die Überleitungsvorrichtungen nach rechts, wo sie wieder in der Weise in Tätigkeit gesetzt werden, daß sie die Kette greifen und dann die abgetrennte Kettenlänge aufnehmen. Diese Arbeitsvorgänge wiederholen sich nun, und die abgetrennten Kettenlängen werden hintereinander in die Aufnahmevorrichtung übergeleitet.
Diese Aufnahmevorrichtung und die zu ihrem Betriebe gehörigen Teile sind. aus den Fig. i, 2, 4, 8 bis 12 ersichtlich.
Die Welle 151 der Kurventrommel 150 wird durch ein Zwischengetriebe, bestehend aus dem Triebe 30, den Zahnrädern 31 und 208 und dem großen Zahnrad 209 von der Haupttriebwelle 22 aus in Umlauf gesetzt. Wie aus den Fig. 2, 7, 8 und 10 ersichtlich ist, befinden sich auf der Welle I51 nahe des Ständers 20 eine Scheibe 211 und eine Sperrscheibe 212. In der Nähe der Welle 151 liegt parallel zu dieser eine Welle 213, auf der, in einer Ebene mit dem Sperrade 212, ein Sternrad 214 sitzt, in welches zwei rechtwinklig zueinander stehende, diametrale Nuten 215 und 216 eingearbeitet sind. An der Seite der Scheibe 211 befindet sich eine Rolle 217 (Fig. 8), die in die Nuten 215, 216 einzugreifen bestimmt ist und die Drehbewegung auf das Sternrad und die Welle 213 überträgt. Zwischen den Ausmündungen der Nuten ist das Sternrad am Umfange mit Ausbuchtungen 218 versehen, deren Bogen den gleichen Halbmesser besitzt wie das Sperrad 212. An den Ausmündungen der Nuten ist das Sternrad zylindrisch, und der Halbmesser der Rundung entspricht demjenigen des konkaven Ausschnittes 219 der Sperrscheibe 212. Diese Einrichtung bildet
ein aussetzendes "sogenanntes Genfer Getriebe. In der durch Fig. 8 gezeigten Ansicht erhält das Sternrad 214 einen Umlauf in der Richtung des Uhrzeigers mittels der Scheibe 211, da eine zylindrische Umfangsfläche des Sternrades sich im Eingriff mit der Ausbuchtung
219 der Sperrscheibe 212 befindet. Wenn die Rolle 217 aus der Nut austritt, so kommt die nächste Ausbuchtung 218 des Sternrades in konzentrische Lage zu der Sperrscheibe 212 der Scheibe 211, diese aber wird fortfahren, sich zu drehen, obgleich die Sperrscheibe festgelegt ist, bis die Rolle 217 in die nächste Nut eingreift. Durch dieses Getriebe erhält
ig das Sternrad je eine Vierteldrehung bei einem vollen Umlauf der Kurventrommel. Auf der Zwischenwelle 213 sitzen an der Innenseite der Ständer 20 und 26 die Zahntriebe 220, 221 (Fig. 10 und 12), durch welche die links- und rechtsseitigen Aufnahmetrommeln D1 und D'" für die Kettenlängen angetrieben werden; die Einrichtung der linksseitigen Trommel D1 ist aus den Fig. 1, 7, 10 und 11 zu ersehen. Die Trommel besteht aus einem Kranz 223 mit einer Mehrzahl von Bohrungen zur Aufnahme der Spindeln 225. Jede dieser Spindeln hat an ihrem inneren Ende einen Kopf 226 mit einer Querbohrung 227 und einer Längsbohrung 228, welch letztere von der Querbohrung aus nach außen führt. Die Querbohrungen 227 nehmen die Haken der Kettenlängen, die von den Überleitungsvorrichtungen zugebracht werden, und die Längsbohrungen 228 den dem Haken zunächstliegenden Teil des Kettengliedes auf; zweckmäßig angeordnete Federn haben das Bestreben, die Spindelköpfe 226 gegen die Stirnflächen der Trommeln hinzuziehen. Die Spindeln oder Stifte 225 sind über die Trommel hinaus in Zungen 234 mit zylindrisch abgerundeten Stirnflächen verlängert.
Auf dem Kranz 223 der Trommel ist ein Zahnkranz 240 angebracht, in den der Trieb
220 der Zwischenwelle 213 eingreift.
Die rechtsseitige Trommel Dr besteht aus dem Trommelmantel 242 mit Querbohrungen zur Aufnahme je einer Spindel 244. Außerhalb der Trommel ist jede Spindel zur Hälfte fortgeschnitten^ so daß halbzylindrische Zungen 248 stehen bleiben (Fig. 5); in der Mitte jeder dieser Zungen sitzt ein vorstehender Stift 249. Die Ösen am rechten Ende der von den Überleitungsvorrichtungen zugebrachten Kettenlängen gehen über diese Stifte hinweg und gegen die Zungen 248.. Auf der rechten Seite der Trommel ragt aus jeder Spindel eine Zunge 250 hervor, deren Ende zylindrisch abgerundet ist, und welche zum Festspannen der Spindeln dient. Der Mantel 242 der Trommel D'' hat einen Zahnkranz 242', in den der Trieb 221 der Zwischen welle 213 eingreift; beide Trommeln D1 und D'' werden mithin gleichmäßig gedreht.
Wie aus Fig. 2, 8 und 10 besonders ersichtlich ist, befindet sich an der Scheibe 211 eine Knagge 256, die gegen eine Reibrolle 257 am hinteren Ende eines wagerechten Hebels 258 wirkt. Dieser Hebel ist etwa in seiner Mitte am Ende einer Tragstütze 259 drehbar, die aus einem Gleit gestell 260 rückwärs hervorsteht und vorn am Ständer angeschraubt ist. Das vordere Ende dieses Hebels ist an einer Schubstange 261 festgeklemmt,' die im Gleitgestell 260 verschiebbar ist und sich in der wagerechten achsialen Ebene der Träger bewegt. Das rechte Ende dieser Stange ist so angeordnet, daß es gegen die Zungen 234 der Trommel D1 trifft, wodurch die Spindelköpfe 226 nach rechts, entgegen dem Widerstand einer Feder, verschoben werden. Die Knagge 256 auf der Scheibe 211 ist so gestellt, daß der Hebel 258 behufs Vorschubs der Schubstange kurz vor dem Augenblicke seinen Ausschlag erhält, wo die Kettenlänge von der Überleitungsvorrichtung an die Trommelköpfe abgeliefert wird, die sich vorn und in der Aufnahmeebene X (Fig. 10) befinden; die Schubstange schiebt den Spindelkopf in die richtige Lage, so daß das Hakenende des Kettengliedes am linken Ende der Kettenlänge leicht in die Bohrungen 227, 228 hineingelangen kann. Der Spindelkopf wird nur so lange nach innen (nach rechts) verschoben, als die Kettenlänge aufgelegt wird; unmittelbar danach läuft die Knagge 256 von der Rolle des Hebels 258 ab, und eine Feder treibt die Schubstange 261 zurück; zugleich wirkt sie auf die Kettenlänge derart ein, daß sie ihr Spannung gibt, nachdem sie von der Überleitungsvorrichtung abgeliefert worden ist. Die Trommel hat 16 solcher Spindelköpfe und erhält ihre Drehung von der Zwischenwelle 213, die ihrerseits bei jedem Umlauf der Kurventrommel 150 eine Vierteldrehung ausführt; die Trommel D1 erhält bei jeder vollen Umdrehung der Welle 151 eine vierundsechzigstel Drehung. Diese Drehung der beiden Trommeln D1 und Dr bringt die einander gegenüberstehenden Spindelköpfe nacheinander in die wagerechte Aufnahmeebene X, und die Köpfe der linksseitigen Trommel werden der Reihenfolge nach einwärts, mittels der Schubstange 261, geschoben und danach durch ihre Federn wieder zurückbewegt, so daß die hintereinanderfolgenden Kettenlängen von den Köpfen der Trommeln aufgenommen und zwischen diesen Köpfen gestreckt werden.
Wie aus den Fig. 1 bis 7 und 10 bis 12 ersichtlich ist, liegt zwischen den Aufnahmetrommeln D1 und Dr, oberhalb der Achse derselben, ein Amboßbalken 268; dieser wird von einer Anzahl senkrechter Stäbe 269 getragen,
die in dem Traggestell 270, das an dem oberen und unteren Querbalken 147 und 271 befestigt ist, gleiten können. Unterhalb dieser Anordnung ist in den Ständern 20 und 26 und in einem Zwischenständer 272 eine Schaukelwelle 273 gelagert, die eine Anzahl sich nach vorn erstreckender Arme 274 trägt, die das untere Ende der den Amboß tragenden Stäbe 269 fassen. Aus Fig. 4, 5 und 9 ist ersichtlich, wie diese Schaukelwelle durch ein Exzenter 275 auf der Welle 151 in Tätigkeit gesetzt wird, indem dieses Exzenter gegen eine Rolle 276 am Ende eines auf der Welle 273 sitzenden Armes 277 wirkt.
Bei der Drehung der Welle 151 wird demnach der Amboßbalken 269 zeitweise gehoben; seine Zurück bewegung nach unten wird dann teilweise durch das eigene Gewicht und teilweise durch Federn 278 bewirkt, die an der Grundplatte der Maschine befestigt sind. Der Amboßbalken wird ferner gegen eine Querverschiebung durch Leisten 279 gehalten und geführt, die vom Stab 147 hinaufgeführt sind, wie aus Fig. 5, 7 und 9 ersichtlich ist.
Auf dem Amboßbalken sind durch Klemmschrauben 280 aufrecht stehende Paare von Amboßstäben 281 befestigt, die eine senkrechte Ebene gegenüber den Ösen der von den Trommeln getragenen Kettenlängen einnehmen.
Diese Kettenlängen werden um den Amboßbalken herumgeführt, um ihre Köpfe in der Längsrichtung in gleiche Linie mit den vordersten und hintersten Gliedern der Amboßstabpaare zu stellen. In der Stellung gemäß Fig. 2, 4, 8 und 10 haben die Kettentragvorrichtungen und die berleitungsvorrichtungen die Stellungen noch nicht erreicht, in denen die Greifer sich in den senkrechten Ebenen für die Überleitung befinden, und die Antriebsscheibe 211 setzt noch den Antrieb auf die Zwischenwelle 213 fort. Wenn die Greifer die. Überleitungsebenen erreichen, wird die Zwischenwelle 213 gedreht worden sein, und die Aufnahmetrommeln werden eine Drehung erhalten haben, um zwei einander gegenüberliegende Trommelköpfe in die Ebene X-X (Fig. 10) so einzustellen, daß sie eine Kettenlänge von den Greifern aufnehmen. In Fig. 10 und 12 sind die linksseitigen und rechtsseitigen Köpfe 226a und 248^ in die Ebene X gedreht worden, und die links- und rechtsseitigen Köpfe 226*, 226C und -248* und 248C (Fig. r5, 16 und 17) sind in die senkrechten . Ebenen der vorderen und hinteren Amboßstäbe gebracht, so daß die ösen der Kettenlängen zwischen den vorgenannten Köpfen sich in der Stellung über den Amboßstäben befinden, um die sie verbindenden Querglieder aufzunehmen, wie später beschrieben werden soll.
Durch den Amboßbalken 268 sind in Zwischenräumen, drehbar und gleitbeweglich, Paare von senkrechten Stäben 283 gesteckt, deren obere Enden mit einem Ende der Greifdaumen 284 verbunden sind, deren anderes Ende eine Längsnut 285 besitzt, welche die zwischen den Trommelköpfen über dem Amboßbalken gehaltenen Kettenlängen aufnehmen (Fig. 10, 11, 26 und 27). Die Daumen am rechten Ende des Amboßbalkens sind nach links gerichtet, während die mittleren Daumen sowie die am linken Ende des Amboßbalkens nach rechts gerichtet sind; die rechtsseitigen Daumen befinden sich in der Nähe der rechtsseitigen Aufnahmetrommel und außerhalb der Amboßstäbe, und die Daumen am linken Ende sind nahe der linksseitigen Aufnahmetrommel und außerhalb der Amboßstäbe. In den Enden der Ständer 20 und 26 und außerdem in einem am Gestell 146 befestigten mittleren Traggestell 286 (Fig. 11) ist eine Schaukelwelle 287 gelagert, von deren linkem Ende, nahe dem Ständer 20, ein Arm 288 abwärts geführt ist, der eine Reibrolle 289 trägt, gegen die ein Exzenter 290 auf der Welle 151 wirkt (Fig. 10). Wie aus den Fig. *2, 7 und 10 ersichtlich ist, schwingt auf der Welle 287 ein Arm 291 zwischen den Ringen 292 und 293 und wird durch eine Feder 294 gegen den Ring 292 hingedrückt; die Feder ist zugleich am Ring 293 und am Arm 291 befestigt, um diesen aufwärts zu schwingen. Am vorderen Ende dieses Hebels sind die Achsen der linksseitigen Daumen verschiebbar angeordnet. Ein Aufwärtsschwingen des Armes 291 verursacht eine aufwärts gerichtete Längsbewegung der Achsen 283' (Fig. 10). Gemäß Fig. 4, 5 und 12 ist am rechten Ende der Welle 287 ein ähnlicher Hebel 291' angebracht, der in Wirkungsweise und Anordnung dem Hebel 291 gleicht (Fig. 10). Oberhalb des Gestells 297 sitzen auf den Achsen die ineinandergreifenden Zahntriebe 299 und 300. Die Feder 298 hat das Bestreben, die Achsen 283' herabzuziehen, wobei die Zahntriebe auf dem Gestell bleiben. An der hinteren Achse 283' und nach hinten gerichtet ist ein Arm 301 befestigt, der mit einem Schlitz 302 versehen ist, durch welchen eine Stange 303 hindurchgeht, an welcher der Arm mittels Stiftes befestigt ist; diese Stange wird, wie später beschrieben wird, in hin und her gehende Bewegung versetzt, und dadurch werden die Zahntriebe 299 und . 300 (Fig. 10) und mit ihnen die Daumen gedreht und letztere aus der äußeren in die innere Stellung geschwungen. Die Anordnung ist derart getroffen, daß die Daumen am rechten Ende des Balkens 268 sich in einer entgegengesetzten Richtung zu den Daumen am linken Ende erstrecken, so daß die Daumen zur selben Zeit geschlossen werden. Wie aus Fig. 3. 11 und 12 ersichtlich ist, sind auf
den Achsen der mittleren Daumen Zahntriebe 305 befestigt, von denen der hintere Trieb jedes Paares einen vorstehenden Arm 306 trägt. Alle diese Arme sind mit ihrem hinteren Ende an der Stange 303 befestigt, so daß bei deren Längsverschiebung die Triebe und die Achsen gleichzeitig in Drehung versetzt werden, um die äußeren und inneren Daumen gegeneinander zu bewegen. Jedes der mittleren Daumenpaare ruht für gewöhnlich auf dem vorderen Ende einer Platte 307, welche an einem an der Schaukelwelle 287 befestigten Block 308 herabhängt, so daß, wenn der Arm 288 durch das Exzenter 290 in Wirkung gesetzt wird, alle Daumenachsen gleichzeitig gehoben werden, wobei die linksseitigen und die rechtsseitigen Achsen durch die Arme 291 und 291', wie bereits beschrieben, aufwärts bewegt werden. Die Vorrichtung zum Hin- und Herschwingen der Stange 302 ist am besten aus den Fig. 3, 6 und 11 zu ersehen. Am mittleren Teile des Gestells 146 ist ein Hebel 309 drehbar angebracht, dessen vorderes Ende in einem als Längsschlitz ausgeführten Kurvengang 310 eine -Reibrolle 311 aufnimmt, die am Ende eines Armes 306 sitzt, der von einem der Triebe auf den Daumenachsen ausgeht. Das andere Ende dieses Hebels 309 trägt eine Reibrolle 312, die in der Führungsnut 313 der Kurvenscheibe 314 gleitet; letztere sitzt auf der Welle 151; eine Bewegung der Rolle 312 in dieser Führungsnut hat eine schwingende Bewegung des Hebels 309 und eine Hin- und Herbewegung der Stange 303 zur Folge. Die Stellung der Kurven 290 und 314 und der Vorrichtungen zum Antriebe der Aufnahmetrommeln ist so gewählt, daß, wenn die Trommeln zum Stillstand kommen und zwei Kettenlängen in die Ebenen der vorderen und hinteren Amboßstäbe bringen, zuerst das Exzenter 290 in Tätigkeit tritt, um die Welle 287 eine Schwingung ausführen zu lassen, die alle Daumen aufrichtet, um die Ketten in ihre Schlitze aufzunehmen; danach tritt die Kurvenscheibe 314 in Tätigkeit, um der Stange 303 eine Längsverschiebung zu geben und die Daumenachsen zu drehen, wodurch die Daumen mit den in ihnen festgehaltenen Kettenlängen so schwingen, daß sie zusammen aus der äußeren Stellung in die Stellung der Fig. 13 gelangen. Die in den Schlitzen der . Arme 301, 301' und 306 verbleibende Stange 303 wird durch diese Arme, unter Überwindung der Spannung der Federn 298 und 304, die mit den Daumenachsen am rechten und am linken Ende verbunden sind, emporgehoben. Diese Stange erhält eine Längsverschiebung, um die Daumen einwärts zu drehen, . wenn die Scheibe 312 in die Führung 313' der Kurvenscheibe 314 eintritt, und wenn sie aus dieser Nut wieder heraustritt, schwingt die Stange 303 wieder zurück, wobei sie die Daumen wieder nach außen schwingt, wonach dann das Exzenter 290 den Arm 288 freigibt und die Federn 298 und 304 nun in Wirkung treten können, um die Endstifte herabzuziehen, welche Nieder bewegung auf die Arme 301 und 301' übertragen wird, und ferner auch auf alle hinteren Achsen der Daumenpaare, indem die Stange 303 mit allen Armen verbunden ist, während die mittleren Vorderachsen der Daumenpaare durch eigene Schwere herabsinken.
Wie aus Fig. 2, 4, 8 und 9 ersichtlich ist, ist in dem Lagergestell 237, in welchem die linksseitige Aufnahmetrommel gelagert ist, auch noch ein Wellenpaar 315, 316 gelagert; auf den äußeren Enden dieser Wellen sitzen Zahntriebe 317, 318, die miteinander Eingriff haben. Diese Wellen liegen in den Ebenen der Amboßstäbe und stehen mit den beiden nebeneinander liegenden Spindeln 225, deren Köpfe die Kettenlängen tragen, den Amboßstäben gegenüber. Jede dieser beiden Wellen hat am inneren Ende einen zylindrischen Kopf 319. Diese Wellköpfe erstrecken sich bis zum linksseitigen Rand des Trommelmantels 223 und sind mit Schlitzen versehen, die für gewöhnlich eine Stellung einnehmen, in der alle Spindelzungen 234 hindurchgleiten können. Der Verschlußrand ist so ausgeschnitten, daß eine öffnung zur Aufnahme der Köpfe dient. Die Vorrichtung zur Drehung dieser Köpfe ist aus den Fig. 2 und 8 ersichtlich. Ein ,Winkelhebel 322 sitzt auf einer kurzen Welle 323, die aus dem Ständer 20 nach links unter die Triebe 317 und 318 vorragt. Der eine Arm dieses Winkelhebels trägt an seinem Ende einen Zahnbogen 324, der in den Trieb 317 eingreift, und der andere Hebelarm 322^ wirkt gegen eine Rolle oder Scheibe 325 auf der Welle 151. Das Anschlagen des Exzenters 325 gegen den Arm 322a bewirkt eine Vorwärtbewegung des Zahnbogens 324, dessen Zurückbewegung durch das Anschlagen des Exzenters 325 gegen einen aus dem Hebel 322 vorspringenden Arm 322* herbeigeführt wird. Das rechtsseitige Lagergestell für die Aufnahmetrommel ist mit ähnlichen Köpfen ausgestattet, sowie mit denselben drehbaren Wellen, Getrieben und Antriebsvorrichtungen; die Bezugszahlen für diese Teile sind die gleichen mit einem Primstrich. Die kurze Welle 323', welche den Winkelhebel 322' trägt, erstreckt sich vom Ständer 26 nach rechts, und der Hebel wirkt mit einem Exzenter 325' auf der Welle 151 zusammen, während die Köpfe an den Enden der Wellen 315' und 316' dazu bestimmt sind, die Zungen 250 der Spindeln der rechtsseitigen Aufnahmetrommeln aufzunehmen. In der dargestellten Lage befinden sich die Arme 322* und 322*'
im Eingriff mit den Exzentern 325 und 325', und die Köpfe 319 und 319' befinden sich in derjenigen Stellung, in der sie bereit stehen, die Zungen der Köpfe 226^, 226° und 248*, 248° aufzunehmen. Wie aus Fig. 8 ersichtlich ist, wird der unterbrochene Antrieb derart vermittelt, daß die vorerwähnten Trommelköpfe in die Stellung, wo sie sich in einer Linie mit den Amboßstäben befinden, gebracht werden, und sobald nun die Exzenter 325 und 325' mit den Hebelarmen 322^ und 322^' in Eingriff treten, erhalten die Getriebe 317, 318 und 317', 318' eine Drehung, um diese auf die Köpfe 319, 319' zu übertragen und folglieh auch auf die rechts- und linksseitigen Spindelköpfe der Trommeln.
Wenn die Kettenlängen zuerst in die Stellung oberhalb der Amboßstäbe gelangen, werden die Kettengliederösen parallel zum Amboßbalken liegen. Die Form des Querverbindungsgliedes für die Kettenlängen ist in den Fig. 15,16 und 17 dargestellt, und diese KettenquergÜeder werden in senkrechten Ebenen zugeführt. Es müssen deshalb die Glieder der Kettenlängen einwärts zusammengerückt werden, um an den Haken der Querglieder vorbeizugehen; ferner müssen die Längsglieder so gedreht werden, daß ihre Ösen mit den Haken der Querglieder Eingriff erhalten können.
Die Vorrichtung, um den Gliedern der Längsketten eine Aufwärtsdrehung zu geben, ist im vorhergehenden beschrieben worden, und die Bewegung der Kettenlängen einwärts, mittels der Greifdaumen, ist ebenfalls vorstehend beschrieben. Etwa im gleichen Zeitpunkt, wo die Trommelköpfe eine Drehung erhalten, um die von ihnen getragenen Kettenlängen zu drehen, werden die Achsen der Greifdaumen gehoben, um die Ketten zu greifen und aufzunehmen. Die Köpfe 226* drehen sich entgegen der Uhrzeigerrichtung und die Köpfe 22ÖC entgegengesetzt; ' die Köpfe 248* und 248C drehen sich in den entsprechenden Richtungen. Wenn nun die Greifdaumen mit den von ihnen gehaltenen Kettenlängen einwärts schwingen, so befinden sich die Ösen der Kettenglieder in aufgerichteter Stellung und offen gegenüber den Hakenenden g und h der Querglieder I, wie aus Fig. 15 ersichtlich ist. Unmittelbar nachdem diese Stellung erreicht ist, wird die Schubstange 303 zurückbewegt und die Daumenachsen werden so gedreht, daß die Daumen nach außen schwingen, um die Kettenlängen wieder auseinanderzuschieben, damit die ösen dieser Längsketten sich auf die Haken der Querglieder aufschieben und nun die in Fig. 16 gezeigte Stellung einnehmen. Unmittelbar nachdem dieser Eingriff der Haken der Querglieder in die ösen der Längsglieder stattgefunden hat, werden die Hebel 322 und 322' in ihre gewöhnliche Stellung zurückgebracht, und der von diesen Hebeln beeinflußte Zusammenhang von Arbeitsteilen kehrt gleichfalls in die gewöhnliche Stellung zurück, wobei die die Längsketten tragenden Köpfe wieder so gedreht werden, daß die Ösen wieder ihre wagerechte Lage einnehmen wie in Fig. 17. Nachdem diese Stellung eingetreten ist, verläßt das Exzenter 290 den Arm 288, und die Daumenachsen sinken in ihre gewöhnliche Stellung im Amboßbalken herab. Das obere Ende der Amboßstäbe, 326, ist an jedem Paar nach außen und abwärts abgeschrägt, wie aus Fig. 15 bis 17 ersichtlich ist; auch ist in jede Stirnfläche dieser Stäbe eine Nut in der Ebene des emgehakten Querkettengliedes eingeschnitten. Nachdem die Querglieder in die Ösen der Längsketten eingehakt sind, wie aus Fig. 16 ersichtlich ist, tritt das Exzenter 275 in Wirkung, um den Hebel 277 und die Welle 273 so zu drehen, daß der Arm 274 die unteren Enden der den Amboßbalken tragenden Achsen 269 faßt, wodurch der Amboß mit seinen Stäben gehoben wird, um die Amboßstäbe gegen die Hakenenden des Querkettengliedes anzudrücken, während eine andere, später beschriebene Vorrichtung von oben herab auf die Querglieder einwirkt, um dem Druck der Amboßstäbe einen Widerhalt zu bieten. Die Haken der Querglieder werden hierdurch geschlossen und bilden ösen, die mit den ösen der Kettenlängen ineinandergreifen. Nach dem Schließen der Haken der Querglieder wird die Welle 273 freigegeben und der Amboßbalken durch die Federn 278 in die gewöhnliche Lage herabgezogen.
Es ist nicht erforderlich, daß die verschiedenen Bewegungen der Greifdaumen und der Längskettenteile auf den Spindelköpfen der Trommel sich nacheinander vollziehen, sondern es können die verschiedenen Bewegungen teilweise zu gleicher Zeit ausgeführt werden, wodurch Zeit erspart wird. Wenn die Kettenlängen durch die Greifdaumen näher aneinandergeschoben werden, so werden die Trommelköpfe der linksseitigen Trommel in die für den obersten Trommelkopf dargestellte Stellung einwärts gezogen. Die Zungen 234 der Spindeln sind von genügender Länge, um im Schlitze zu verbleiben, wenn die Köpfe aus dieser Stellung herausgezogen werden.
Während die Kettenquer- oder Verbindungsglieder' in die von den Trommeln gehaltenen Längsketten eingezogen werden, führt die Zubringvorrichtung ein neues Kettenlängsglied zu den Trommeln, und wenn dies geschehen ist, erhalten die Trommeln eine weitere Teildrehung durch das aussetzende Getriebe, wobei die Köpfe 226^ und 248^ in die Stellung gebracht werden, die zuletzt von den Köpfen
228C und 248^ eingenommen wurden, wobei die gegenüberliegenden Köpfe folgen. Die Köpfe 226* und 248*, welche soeben die Amboßstäbe verlassen haben, werden nun durch die nachrückenden ersetzt, und wenn die Daumengreifer wieder in Wirksamkeit treten, werden Querglieder zwischen die Kettenlängen eingezogen, die zwischen den Köpfen 226* und 248* und den nächstfolgenden Köpfen gehalten werden.
Die Vorrichtung zum Loslösen der Längsketten aus den Köpfen, nachdem die Kettenlängen die Ebenen der hinteren Amboßstäbe verlassen haben, ist aus Fig. 2 und 7 ersichtlieh. Auf der Innenseite des Ständers 20 in der Bewegungsbahn der Spindelzungen 234 der linksseitigen Kopfspindeln, nachdem diese die Ebene der hinteren Amboßstäbe verlassen haben, befindet sich eine Erhöhung 327, über welche die Zungen hingleiten und durch deren Berührung sie die Köpfe wieder nach innen in die durch Fig. 2 und 7 gezeigten Stellungen bringen; während sie sich da befinden, treten die neben den rechts- und linksseitigen Trommeln angebrachten Aushebestangen 328 und 328' in Tätigkeit. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, sitzt die Aushebestange 328 für den linksseitigen Kopf auf einer Nabe 329, die auf der Zwischen welle 213 drehbar ist und einen nach vorn vorspringenden Arm 330 trägt, der mit einer Reibrolle 331 zusammenwirkt, die an einem auf der Welle 151 festsitzenden Block 332 drehbar ist; die Rolle wird durch eine Feder 333 in der Bahn des Armes ge-
halten, welche Feder den Arm mit einem Ring 334 verbindet, der auf der Schaukelwelle 287 sitzt. Die Aushebestange 328 erstreckt sich nach links und aufwärts, so daß bei Drehung der Nabe 329 durch Zusammentreffen der Rolle mit dem Arme 330 die Aushebestange eine Vorwärtsschwingung gegen die vom linksseitigen Trommelkopfe getragene Kettenlänge erhält, die von der Erhöhung 327 nach innen gezogen wurde, und dieses Ende der Kettenlänge wird nun von den haltenden Bohrungen im Spindelkopf der Trommel ausgehoben und freigemacht. Die Aushebestange auf der rechten Seite und die zu ihrer Tätigkeit mitwirkenden Teile sind genau dieselben wie am linken Ende, die bezüglichen Buchstabenbezeichnungen sind die gleichen und nur durch einen Primstrich unterschieden. Die losgelösten Kettenteile werden von einer Ablaufbahn 335 aufgenommen, die von Stützen 336 am Amboßbalken getragen wird (Fig. 12); das fertige Geflecht wird auf einen geeigneten , Tisch o. dgl. abgeladen. Die Köpfe der linksseitigen Trommel werden, nachdem die Kettenlängen davon abgestreift sind, durch ihre Federn in die linksseitige Stellung zurückgebracht.
Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, ist am oberen Ende der Ständer 20 und 26 ein Balken 338 angeordnet, der eine Reihe von Zuführungsvorrichtungen 339 für die Querglieder trägt, und zwar je eine Zuführung für jedes Paar Amboßstäbe. Die Einrichtung dieser Quergelenkzuführungen ist aus Fig. 18 und 19 ersichtlich. Jede dieser Zuführungen besteht aus zwei Hälften, einer linken 339' und einer rechten 339'', die durch Bolzen 340 zusammengehalten werden. Der Teil 339*" trägt einen seitlich und aufwärts vorstehenden Arm 341, durch dessen unteres Ende Schrauben durchgehen, die in den Balken 338 eingeschraubt sind, um die Zuführung festzuhalten. Am unteren Ende des Rückens des Teiles 3391' ist mittels Bolzen 340 ein Gußstück 346 befestigt, das eine mittlere Tragrippe 347 besitzt, die nach rückwärts und aufwärts gebogen ist; am Rücken dieser Rippe entlang ist eine Führungsstange 348 gelegt, deren Ende 348^ über die Rippe ein wenig hinausragt, wie aus Fig. 19 ersichtlich ist. Diese Führungsstange ist an der Rippe in beliebiger Weise befestigt und reicht hinauf zu einem Block 349, an dem sie befestigt ist. Diese Blöcke sind sämtlich auf eine wagerechte Stange 350 aufgereiht (Fig. 1), die mit ihren Enden an Hülsen 351, 352 befestigt sind; letztere sind auf senkrechten go Stangen 353, 354 geführt, die aus den Ständern 20 und 26 aufragen (Fig. 1). Die oberen Enden dieser senkrechten Stangen 348 stehen mit einer Nachfüllvorrichtung in Verbindung, aus der die Querglieder durch eigenes Gewicht an der Stange 348 herabgleiten und die unter ihnen befindlichen Glieder durch die Krümmung der Stange in deren wagerechten Teil hinein und auf ihn vorwärts schieben (Fig. 19). Auf diesem wagerechten Teil werden die Glieder durch eine an der Rückseite des Teiles 339'" befestigte Stange 355 gehalten, deren wagerecht gebogener Teil 355" parallel zum Auslaufende 348** der Stange 348 verläuft; die Kettenquerglieder gehen mithin durch den zwischen diesen beiden Stangenenden gebildeten Kanal 356 hindurch. Sowohl die Rippe 347 als auch das Stangenende 355" ist schmaler als die Stange 348, so daß die an den Enden der Querglieder befindlichen Haken frei herabhängen. Die linke Hälfte 339' der Zuführungsvorrichtung hat einen Führungskanal, in dessen Mitte sich am unteren Ende ein Schlitz befindet, in welchem sich eine Auslaufzunge 359 auf einer Achse 360 drehen kann. Dieser Drehzapfen ist nach außen verlängert und trägt an seinem Ende einen Arm 361, der durch eine Feder 362 mit einem Festpunkt 363 am Gehäuse der Zuführungsvorrichtung verbunden ist (Fig. 18, 19 und 20). Die Feder hat das Bestreben, die Auslaufzunge aufwärts zu drehen und sie mit ihrem Ende gegen das
Ende 34^α der Zuleitungsstange 348 anzulegen. Im oberen Rande dieser Zunge befinden sich zwei Querrinnen 364, 365 (Fig. 19), die durch die zwischenliegende, zahnförmige Rippe 366 getrennt sind. Wie aus Fig. 20 ersichtlich ist, sind an den beiden Seiten des Führungskanals Führungsstangen 367, 368 an Stiften 369, 370 aufgehängt, die von der Rückenwand des Kanals ein wenig abstehen; in dem Zwischenraum befindet sich eine Amboßplatte 371, die einen nach vorn vorspringenden Block 372 trägt; letzterer befindet sich zwischen den Führungsstangen 367 und 368. Das untere Ende der Platte 371 reicht etwas tiefer herab als der Block 372, und die Platte bewegt sich in einer Ebene unmittelbar vor der Vorderseite des Stangenendes 348fl. Aus den unteren Enden der Führungsstangen 367, 368 stehen nach außen hin Stifte 375, 376 vor, deren
ao Enden aus der linken Seite der Hälfte 339' hervorragen und als Auflagepunkt für die flachen Federn 377, 378 dienen, deren anderes Ende durch die Bolzen 340 am Teil 339' festgeklemmt ist. Jede der Amboßplatten 371 wird für gewöhnlich in ihrer obersten Stellung durch eine Feder 379 gehalten (Fig. 1 und 11), die mit ihrem oberen Ende an einer Längsstange 380 befestigt ist; letztere ist mit ihren Enden an den auf den Tragstangen 353 und 354 geführten Hülsen 381 befestigt. Das untere Ende jeder der Federn 379 ist an einem Drahtbügel 382 (Fig. 11) befestigt, der an seinem unteren Ende einen Querstift hakenförmig umgreift, welcher durch die Amboßplatte und den Führungsblock hindurchgeht. Jede Amboßplatte befindet sich in der Ebene der Nuten 327 in der Stirnfläche der Amboßstäbe. In der durch Fig. 19 gezeigten Stellung befindet sich die Amboßplatte in ihrer gewöhnlichen oberen Stellung, und ein Kettenquerglied ist dem Schlitze 364 der Ausgabezunge zugeführt worden, während der Zahnvorsprung 366 das folgende Kettenglied gegen das Ende der Führungsstange 348** festhält.
Bei der Nieder bewegung der Amboßplatte trifft sie auf die Oberseite des auf der Ausgabezunge liegenden Gliedes und drückt dieses zwischen die Seiten des Gußteils 346 und die unter Federdruck stehenden Führungen 367, 368 herab, wobei die Ausgabezunge aus dem Wege geschwungen wird; das nächstfolgende Glied wird dabei weiter durch die Amboßplatte gegen die Kante 348" festgehalten. Die Amboßplatte geht so weit herab, um das Glied in die Stellung zu bringen, daß seine Hakenenden aus dem unteren Ende der Zuführungsvorrichtung hervorstehen, so daß Ösen der Kettenlängen auf die Haken aufgeschoben werden können, wie in Fig. 15 und 16 gezeigt ist; das Glied wird dabei gegen die Auslaufmündung durch die unter Federdruck stehenden Blöcke festgehalten. Sobald sich die Amboßplatte in ihrer tiefsten Stellung befindet, wird der Amboßbalken, wie bereits beschrieben, hinauf gedrückt, und die Amboßstäb ■; wirken von unten gegen die Hakenenden der Kettenquerglieder, um diese Haken zu schließen, wie durch Fig. 17 gezeigt ist. Wenn dann die Amboßplatte wieder hinaufgeht, folgt ihr die Ausgabezunge, und sobald das untere Ende der Platte die Ebene des zugeführten Gliedes verläßt, wird das folgende Glied vom Ende 348" der Zuführung in die Bahn des Schlitz« 364 der zurückkehrenden Ausgabezunge eir geführt, indem der Zahnvorsprung 366 zw. sehen dieses und das nächstfolgende Glie.1 sich einschiebt und das letztere nun gegen die Endfläche 348^ festhält, während das auf der Zunge liegende Glied für den nächsten Niedergang der Amboßplatte bereitgestellt bleibt. Auf diese Weise wird immer ein Querglied in die Bahn der Amboßplatte eingeführt, und jedes Glied wird dann zwischen der Amboßplatte und dem entgegenwirkenden Amboßstabe durch Schließung der Hakenenden eingefügt.
Die Vorrichtung zum Niederbewegen der Amboßplatten ist aus den Fig. 1, 5 und 11 ersichtlich. Am oberen Ende der Ständer 20 und 26 ist eine Welle 384 gelagert, die auf ihrem rechten Ende, außerhalb des Ständers 26, einen Arm 385 trägt, an dessen Ende eine Rolle 386 sitzt, gegen welche ein Exzenter 387 wirkt; dieser sitzt auf der Welle 151 neben der Kurvenscheibe des Armes 277, der den Amboßbalken in Bewegung setzt, wie bereits beschrieben. Auf der Welle 384 ist ein Arm 388 drehbar, d. h. je einer für jede Amboßplatte 371; jeder dieser Arme hat vorn einen Anschlag 389, gegen den der Kopf der entsprechenden Amboßplatte anschlägt. Die Federn, welche die Amboßplatten zurückbewegen, sind gekrümmt, um den Armen Platz zu machen (Fig. 11). In der Stellung Fig. 9 ist die Rolle 276 des Armes 277 soeben mit dem Exzenter 275 in Berührung getreten; bevor jedoch der Amboßblock seine höchste Stellung erreicht, wird der Arm 385 vom Exzenter 387 in Tätigkeit gesetzt worden sein, um die Arme 388 zu drehen und die Amboßplatten in ihre tiefste Stellung herabzudrücken, so daß der Amboßblock während des letzten Teils dieser Bewegung die Amboßstäbe gegen die Haken der Querkettenglieder andrückt und sie schließt. Nachdem der Arm 385 vom Exzenter freigegeben ist, ziehen die Federn 382 die Amboßplatten in ihre obere Stellung zurück und drehen die Welle 384 in ihre gewöhnliche Stellung.
Die Zuführung der Querkettenglieder kann für eine beliebige Anzahl von Kettenlängen eingerichtet werden, die, nachdem sie durch

Claims (3)

die Querglieder verbunden sind, auf die Ablauffläche, wie bereits beschrieben, abgeliefert werden. Um das Geflecht in bestimmte Längen einzuteilen, ist es nur erforderlich, nachdem eine bestimmte Anzahl von Gliedern der Kettenlängen durch Querglieder verbunden worden sind, die Zuführung der Querglieder zu sperren. Dies kann geschehen, indem man zur ίο geeigneten Zeit die Wiederaufwärtsbewegung der Amboßplatten in ihre obere Stellung verhindert, so daß während eines Arbeitsganges der Maschine keine Querglieder zugeführt werden. Eine Vorrichtung, um dies zu bewirken, ist in Fig. 5 dargestellt. Auf der Rückseite des Trägers 26, oberhalb des Endes des Armes 385, ist ein Sperrad 390 auf einem Drehzapfen 391 beweglich, auf dem außerdem ein Arm 392 mit Klinke 393 sitzt, die mittels Feder 394 in das Sperrad eingedrückt wird. An der Welle 273 und von derselben nach hinten ab- . stehend ist ein Arm 395 befestigt, dessen Ende eine Stange 396 aufnimmt, deren oberes Ende mit dem Ende des Armes 392 verbunden ist, so daß, sobald der Arm 277 nach rückwärts geschwungen wird, der Arm 395 herabschwingt ■ und das Sperrad 390 dadurch mittels der Klinke 393 eine Teildrehung erhält. Wenn der Arm 392 durch eine Feder zurückbewegt wird, verhindert eine Gegenklinke 387" am Ständer 26 die Zurückdrehung des Sperrades. Das Sperrad trägt ferner einen einzelnen Sperrzahn 398, in den ein Sperrkegel 399 eingreifen kann, der durch ein Lager 400 hindurchgeht und gegen dessen Auswärtsbewegung eine Feder 401 einen nachgiebigen Widerstand leistet. Die Zahl der Fortschaltbewegungen des Sperrades ist einstellbar je nach der Zahl der Kettenglieder, die in der Länge des herzustellenden Drahtgeflechtes vorhanden sein soll. Wenn dann diese Anzahl von Längsgliedern durch die Querglieder verbunden sind, wird der Sperrzahn 398 mit dem Sperrkegel 399 in Eingriff treten, und letzterer wird nach außen verschoben werden, um sein äußeres Ende in die Bahn des Armes 385 zu stellen, wenn dieser sich in seiner äußeren Stellung befindet, um die die Amboßplatte herabdrückenden Arme 388 niederzubewegen. Der Arm 385 wird dadurch gegen eine Wiederaufwärtsbewegung während einer Fortschaltung des Sperrades festgehalten, und die Amboßplatten 371 werden an der Rückkehr in ihre oberste Stellung verhindert, in der sie die Zuführung der Querglieder vermitteln; es werden demnach während dieser Sperrung keine Querverbindungen zwischen den Längsketten eingezogen und die abgemessene Flächenlänge des Geflechtes wird fertig abgeliefert. Sobald dann der Sperrzahri 398 den Sperrkegel 399 wieder freigibt, wird auch der Arm 385 wieder freigegeben, die Amboßplatten können wieder in ihre Hochstellung hinaufgehen, und es werden wieder Querglieder abgegeben, um die Längsglieder der nächsten Flächenlänge zu verbinden'. Es ist zweckmäßig, daß eine Zählung der in die Maschine eingeführten Kettenlängen, die durch Querglieder verbunden werden, stattfindet. Zu diesem Zwecke kann ein Zählwerk K angebracht sein, dessen Schaltarm 402 durch eine geeignete Hebelübertragung mit der Stange 396 verbunden wird. Vermittels geeigneter Vorrichtungen können die Zuführungsstangen 348 mit Quergliedern nachgefüllt werden. Die ganze Maschine ist so eingerichtet, daß sie von der Einführung der Kettenglieder bis zur fertigen Ablieferung der aus Längs- und Quergliedern zusammengefügten Tragfläche vollständig selbsttätig arbeitet. Die verschiedenen Arbeitsvorgänge folgen einander unmittelbar, wo sie nicht zum Teil gleichzeitig ausgeführt werden können, und die Arbeit wird deshalb mit großer Zeitersparnis ausgeführt. Durch zutreffende Maßnahmen, um bei eintretenden Störungen ein Signal zu geben oder die Maschine selbsttätig zum Stillstand zu bringen, kann Gewähr dafür geleistet werden, daß weder fehlerhaftes Fabrikat geliefert noch Beschädigung in der Maschine verursacht werden. Die Einzelheiten der Bauart und die Anordnung der Teile kann im übrigen mancherlei Veränderungen erfahren, ohne daß die das Wesen der Erfindung bildende Arbeitsweise eine Abänderung erleidet. Paten τ-Ansprüche:
1. Maschine zur Herstellung von Drahtgliedergittern, dadurch gekennzeichnet, daß vorgearbeitete Drahtketten nebeneinander in ihrer Längsrichtung in die Maschine durch eine aus parallel liegenden Trommeln (D1, Dr) bestehende Aufnahmevorrichtung eingeführt werden, die absatzweise stillgesetzt wird, um die Längsketten durch Einziehen von Querkettengliedern zu einem zusammenhängenden Drahtgliedergitter zu no vereinigen, das nach Fertigkettung ohne Unterbrechung des Arbeitsganges von dem nächsten Gitter getrennt gehalten wird.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch Querkettenglieder zu verbindenden Längsketten während des Stillstandes der Aufnahmevorrichtung (D1, Dr) durch Greifer (284) absatzweise einander genähert werden, um die Ösen der Längskettenglieder auf die offenen Haken der absatzweise zugeführten Querkettenglieder aufzuschieben, wonach.
die Haken nach Drehung der Längsketten durch die Köpfe (226, 248) der Aufnahmevorrichtung (D1, DrJ um 90° durch Drückstempel (371) und Amboß (281) geschlossen werden.
3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach der letzten, der der Zahl der zu verbindenden Längsketten entsprechenden Drehbewegungen der Aufnahmevorrichtung (D1, Dr) ein mit entsprechender Teilung versehenes Schaltrad (390) die Vorrichtung zum Zuführen der Querkettenglieder stillsetzt, um abgemessene Gitterlängen herzustellen.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen.
■ Berlin, gedruckt in der reichsdruckerei.
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