DE2449543A1 - Verfahren zum treiben einer fluessigkristall-matrixanzeigeeinheit - Google Patents
Verfahren zum treiben einer fluessigkristall-matrixanzeigeeinheitInfo
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Description
dr. O. DITTMANN
K. L. SCHIFF ue MÜNCirBN gg
DH. A. ν. FUNBR Postfach Θ5θΐβυ
Dipl. ing. P. STREBIL
_ .. TELEFON (Ο89) 4Β8354
dr. XJ. SCHUBBL-HOPF 2449543 TELEOR. AUROMARCPAT München
HITACHI, LTD. 17. Oktober 1974
DA - 11 458 Priorität: 19.. Oktober 1973, 'Japan, Nr. 116 888
Verfahren zum Treiben einer Flüssiqkristall-Matrixanzeigeeinheit
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Treiben einer Flüssigkristall-Matrixanzeigeeinheit
mit einem zeilenweise arbeitenden Abtastsystem, wobei in der Anzeigeeinheit die Bildelemente durch Bereiche in einer Flüssigkristallzelle
zwischen matrixartig angeordneten Tast- und Signalelektroden definiert sind.
Der Begriff "zeilenweise" ist dabei in diesem Zusammenhang nicht als Punktabtastung Zeile für Zeile, sondern als Abtastung
im Sinne der "One-line-at-a-time"-Abtastung zu verstehen, bei der. jeweils eine ganze Zeile zu je einem Zeitpunkt
abgetastet wird.
Das Hauptziel der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens zum stabilen Treiben einer Flüssigkristall-Matrixanzeigeeinheit
(im folgenden Flüssigkristallanzeige), das einen optimalen und stabilen Betrieb unabhängig von einer
auch sehr grossen Anzahl von Tastelektroden gewährleistet.
Weiterhin ist es Ziel der Erfindung, ein Verfahren zum stabilen
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2A495U
Treiben einer Flüssigkristallanzeige zu schaffen, die mehr als 50 Tastelektroden enthält.
Der Erfindung liegt also die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum stabilen Treiben einer Flüssigkristallanzeige
auf Matrixbasis zu schaffen, das auch bei einer Auslegung für sehr viele Tastelektroden bzw. Bildpunktc zuverlässig
und störungsfrei arbeitet.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Verfahren der eingangs genannten Art vorgeschlagen, das dadurch gekennzeichnet ist,
dass man die Amplitude der an die nicht angeü teuer ten Zeil Lt η
auf einer angesteuerten Tastelektr xie angelegten Spannung verschieden von der Amplitude der an die nicht abenteuerten
Zellen auf einer angesteuerten Signalelektrode angelecjton Spannung und die Amplitude der an die nicht angeste irrten
Zellen auf der angesteuerten Signalelektrode angelegten
Spannung gleich der Amplitude der an die übrigen nicht angesteuerten Zellen angelegten Spannung einstellt.
Gegenstand der Erfindung ist also mit anderen Worten ein Verfahren zum Treiben einer matrixartig angesteuerten Flüri-Likristallanzeige
mit einem zeilenweisen Abtastsystem, eiru-.n System also, das zu jedem Augenblick je eine Zeile tastet,
wobei in der Flüssigkristallanzeige die Bildelemente durch Bereiche der Flüssigkristallzelle definiert sind, die in
den Kreuzungspunkten der Tastelektroden und der Signalelektroden zwischen diesen liegen. Die Matrix des Elementes
wird durch die Schar der Signalelektroden und die Schar der Tastelektroden aufgebaut. Der stabilc3 Betrieb eines solchen
Anzeigeelementes wird nun dadurch bewirkt, dass man die Spannungsamplitude, die den nicht angesteuerten Bildpunkten
auf einer angesteuerten Tastelektrode aufgeprägt wird, unterschiedlich von der Spannungsamplitude einstellt,
die den nicht angesteuerten Bildpunkten auf einer angesteuerten
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Signalelektrode aufgeprägt wird, und dass man die Spannungsamplitude,
die eigentliche Vorspannung, die den nicht angesteuerten Bildpunkten auf einer angesteuerten Signalelektrode
auf gepi ägt wird, gleich gross wählt wie die Spannungsamplitude, die den verbleibenden nicht angesteuerten
Bildpunkten zugeführt wird. Diese Spannungsamplitude bzw. ·* Vorspannung wird dabei nach Massgabe und in Abhängigkeit
von der Anzahl dm: Tastelektroden gewählt, so dass der Spielraum für die Betriebsparameter weiter verbessert, insbesondere
die ansteuerbare gerasterte Fläche weiter vergrössert und die Auflösung verbessert werden können.
Wach einer bevorzugten Ausbildung der Erfindung werden die
Spannungen so gewählt, dass bei einer Spannungsamplitude an einer angesteuerten Zelle bzw. einem angesteuerten Bildpunkt
von V,. die Spannungsamplitude an einer nicht angesteuerten
ZeIJe auf einer angesteuerten Tastelektrode (l/b)VQ
und die Spannungsamplitude an einer nicht angesteuerten Zelle auf einer angesteuerten Signalelektrode und die
Spannungsamplitude an den verbleibenden nicht angesteuerten Zellen (l/a)V„ ist, wobei a ^ b und gleichzeitig (a/b) = (a-b)'
ist.
Die Erfindung ißt im folgenden anhand von AusführungsbeispiaJen
in Verbindung mit den Zeichnungen näher beschrieben. Es ze i gen:
Fig. IA ein Flüssigkristallanzeigeelement mit
MatrixansteueruiHj nach dem Stand der Technik in Seitensicht;
Fig. IB das in Fig. IA gezeigte Element in Draufsicht;
Fig. 2 ein Flüssigkristallanzeigeelement mit
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zugeordneten peripheren Schaltungen;
Fig. 3 eine schematische Darstellung zur prin-• zipiellen Erläuterung der Erfindung?
Fig. 4 ein Wellenformdiagramm zur Erläuterung
eines bekannten Treibverfahrens;
Fig. 5 die Helligkeitskennlinie für das amplitudenselektive Multiplexverfahren;
Fig. 6 ein Wellenformdiagramm zur Erläuterung
des Prinzips der Erfindung;
Fig. 7 ein weiteres Wellenformdiagramm zur
Erläuterung der Erfindung;
Fig. 8 ein Diagramm mit Beispielen für Treiberwellenformen der Erfindung;
Fig. 9 ein Diagramm zur Darstellung der Beziehung
zwischen der Anzahl der Tastzeilen und der Betriebsspanne, die als Schwellenspannungsverhältnis
definiert ist;
Fig. 10 in schematischer Darstellung ein Flüssigkristallanzeigeelement
zur Darstellung eines Zeichens unter Verwendung des Treibers der Erfindung;
Fig. 11 eine genauere Darstellung eines Teils
der in Fig. 10 gezeigten Schaltung;
Fig. 12 Anwendungsbeispiele der Erfindung und
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Fig. 13 ebenfalls Anwendungsbeispiele der Erfindung.
Flüssigkristallanzeigen können grundsätzlich in zwei Betriebsweisen
betrieben werden, nämlich nach dem Verfahren der dynamischen Streuung (im folgenden DSM) und unter Ausnutzung
des Feldeffektes (im folgenden FEM)„ Die Erfindung
ist grundsätzlich sowohl für die DSM als auch für die FEM anwendbar. Aus Gründen der einfacheren und übersichtlicheren
Darstellung ist die Erfindung jedoch im folgenden im Hinblick auf die DSM beschriebene Es liegt im Rahmen des Könnens
des Fachmanns, die nachstehende Beschreibung auf das FEM-Verfahren
zu übertragen.
Neben der prinzipiellen Art der Kontrasterzeugung in Flüssigkristallzellen
kann man diese hinsichtlich ihrer Betriebsweise auch noch in der Weise klassifizieren, dass
man im Durchlicht betriebene Elemente von solchen unterscheidet, die in Reflexion betrieben werden.
In den Figuren IA und IB ist ein Flüssigkristallanzeigeelement
nach dem Stand der Technik dargestellt, das unter Verwendung einer Elektrodenmatrix angesteuert und im
Durchlicht betrieben wird. In der Fig. IA ist die Seitensicht, in der Fig. IB die Draufsicht schematisch dargestellt.
Die Glasplatten 1 der optischen Zelle sind einige Millimeter dick.und tragen auf jeweils einer ihrer Hauptoberflächen streifenförmige und durchsichtige Dünnschichtelektroden
3 (Nesa-Schichten), die unter Bildung der optischen ZeMe so einander zugekehrt sind, dass die Streifenschar
auf der einen Platte senkrecht zur Streifenschar auf der Gegenplatte steht. Die beiden Glasplatten 1 werden
durch einen elektrisch isolierenden Abstandhalter 2 im Abstand von einigen zehn Mikrometern voneinander gehalten.
Im Inneren der so gebildeten optischen· Zelle befindet sich der Flüssigkristall 4. Die streifenförmigen Dünnschicht-
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elektroden 3 auf beiden Glasplatten 1 bilden eine Matrix, wobei jeder Kreuzungspunkt jeder der Elektroden als Bildelement
dient. Beim Anlegen einer elektrischen Spannung zwischen zwei beliebigen 0 senkrecht zueinander stehenden
Dünnschiehtelektroden unterhalb eines bestimmten Grenzwertes, der sogenannten Schwellenspannung, bleibt das
zwischen den beiden sich kreuzenden Diinnschichtelektroden definierte Bildelement, der Ausschnitt aus der Flüssigkristallzelle,
durchsichtig. Wenn dagegen die angelegte Spannung grosser als die Schwellenspannung ist, wird der Flüssigkristall
im Bildpunktbereich durch die erzeugte dynamische
Streuung undurchsichtig.
Das in Fig. 1 gezeigte Flüssigkristallanzeigeelement ist in schematischer Darstellung in Fig. 2 mit dem Bezugszeichen
versehen. Der Treiber des Anzeigeelementes 5 besteht aus einem Zeilentreiber 6 und einem Spaltentreiber 7 (Fig. 2).
Zum Tasten eines solchen Flüssigkristallanzeigeelementes nach dem Matrixverfahren muss aufgrund des Zeitverhaltens
der Flüssigkristallzelle das zuvor beschriebene zeilenweise Abtastverfahren angewendet werden.
In Fig. 3 ist der Zustand eines Anzeigeelementes in einem bestimmten Zeitpunkt dargestellt. X,, X_ und X- sind die
Zeilenelektroden, während Y,, Y2 und Y_ die Spaltenelektroden
sind. Beim Tasten werden die Spaltenelektroden X1, X2 und
X- in der genannten Reihenfolge angesteuert. Die Bildsignale werden auf die Spaltenelektroden Y,, Y- und Y3 gegeben.
In der Fig. 3 ist der Fall gezeigt, dass die Elektroden X3
und Y2 angesteuert sind, was durch die Schraffur der entsprechenden
Elektroden hervorgehoben ist. Wenn in der Fig." 3 aus Gründen der vereinfachten Darstellung auch nur
die Spaltenelektrode Y- als angesteuert dargestellt ist, so sei an dieser Stelle doch betont, dass selbstverständlich
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auch mehrere Spaltenelektroden bildmässig gleichzeitig angesteuert
sein Tcönnen.
Im folgenden seien folgende Termini verwendet: Das durch die angesteuerte Tastelektrode oder Reihenelektrode X-
und durch die ebenfalls angesteuerte SpaItenelektrode oder
Signalelektrode Y2 definierte Bildelement 21 wird als
"angesteuert" bezeichnet. Das. durch eine angesteuerte und durch eine nicht angesteuerte Elektrode definierte Bildelement,
beispielsweise das Bildelement 22, wird als "halbangesteuert " bezeichnet. Ein durch zwei nicht angesteuerte
Elektroden definierter Bildpunkt, beispielsweise der Bildpunkt 23, wird als "nicht angesteuert" bezeichnet.
Als Verfahren zur Rasterung und Tastung solcher Anzeigeelemente
sind das amplitudenselektive Multiplexverfahren und das Drittelvorspannungsverfahren bekannt. Das Drittervorspannungsverfahren
ist in der Fig. 4 schematisch dargestellt. Dieses Verfahren ist im wesentlichen dadurch
charakterisiert, dass die Spannung sowohl an den halbangesteuerten als auch an den nicht angesteuerten Bildpunkten
ein Drittel der Amplitude der angesteuerten Bildpunkte
beträgt und dass die Einstreuspannung ebenfalls ein Drittelder Steuerspannung beträgt.
In der Fig. 5 ist die Beziehung zwischen der angelegten Spannung VQ, die als an einen angesteuerten Bildpunkt
angelegte Spannungsamplitude definiert ist, und der relativen Helligkeit sowohl des angesteuerten Bildpunktes als auch
des nicht angesteuerten Bildpunktes nach dem bekannten Drittel-vorspannungsverfahren dargestellt. Die Knickpunkte
der Helligkeitskennlinien V , , und V , _ sind als Schwellenspannungen
des angesteuerten bzw. des nicht angesteuerten Bildelementes definiert. Wenn die Spannung VQ also den
Wert der Schwellenspannung V,,, überschreitet, setzt im
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angesteuerten Bildelement die dynamische Streuung ein, während die dynamische Streuung auch im nicht angesteuerten Bildelement
einsetzt, wenn die Spannung V_ den Wert V , » erreicht.
Da zur Erzielung eines Darstellungskontrastes im nicht angesteuerten Bildpunkt oder Bildelement keine dynamische
Streuung auftreten darf, muss die Spannung VQ, die an die
sich kreuzenden Elektroden in den Bildelementen angelegt wird, also so gewählt sein, dass v tv.i<
vn<Vth2*
Als Mass für die Stabilität beim Betrieb eines solchen Flüssigkristallanzeigeelementes
dient die sogenannte Betriebsspanne α, die als das Verhältnis v t^2^Vthl definiert ist.
Wenn N die Anzahl der Tastelektroden ist, gilt
vthi = 3vth * Vr?-8
Vth2 = 3Vth
α = \/T^f (3)
In den vorstehenden Gleichungen ist V,, dabei die Schwellenspannung
für den DSM-Betrieb.
Die Gleichung (3) sagt also mit anderen Worten, dass die Betriebsspanne lediglich eine Funktion der Anzahl der Tastelektroden
ist. Je grosser die Anzahl der Tastelektroden wird, desto kleiner wird die Betriebsspanne. Nach dem bekannten
Verfahren der Drittelvorspannung lassen sich dadurch
prinzipiell nicht mehr als einige zehn Tastelektroden
je Anzeigeelementmatrix unterbringen. Das bekannte Verfahren schränkt also das Auflösungsvermögen matrixgesteuerter
Flüssigkristallanzeigeelemente empfindlich ein. Diese einschränkende Grenze wird durch die Erfindung wesentlich
erweitert. Anhand eines Ausführungsbeispiels ist im folgenden zunächst anhand der Fig. 6 das Prinzip
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der Erfindung beschrieben.
Die Tastelektroden seien in der in Fig. 6 gezeigten Weise angesteuert. Die Spannungsamplitude in jedem angesteuerten
Bildelement sei VQ und in jedem halbangesteuerten Bildelement
(l/b)V . In den anderen Fällen ist die Spannungsamplitude in jedem halbangesteuerten oder nicht angesteuerten
Zustand oder Bildelement (l/a)V~. Dementsprechend können
die Spannungen V_, und V2 am angesteuerten bzw. am nicht
angesteuerten Bildelement bestimmt werden, wenn die Anzahl der Tastelektroden N bekannt und auch bei wechselnder Darstellung
oder Anzeige unverändert konstant bleibt. Es ist dann:
| vsi ■ | + | a2 - 1 | (4) |
| VS2 " | + | N | (5) |
| = (Va)V0 | (a2/b2) - 1 | ||
| - (Va)V0 | N | ||
Für den Fall, dass in den vorstehenden Gleichungen (4) und
(5) a = b. = 3 ist, entspricht dieses Verfahren dem Drittelvorspannungsverfahren
.
Für die in Fig. 6 gezeigten Treiberwellenformen bestimmten sich die Schwellenspannungen V., , und V , _ sowie die Betriebsspanne
α wie folgt:
Vthl - a
V_ - a · —' N
th2 = a Vthy N + ((a
In den in Fig. 7 gezeigten Wellenformen ist davon ausgegangen, dass die Spannungen an jeder Signalelektrode Y
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im angesteuerten Zustand V,, und im nicht angesteuerten Zustand
V,2 ist. Entsprechend ist die Spannung an jeder der
Tastelektroden X im angesteuerten Zustand V_, und im nicht
angesteuerten Zustand V_2· Zur Realisierung der in Fig. 6
gezeigten Wellenformen müssen die durch die folgenden Gleichungen (9) bis (11) gegebenen Bedingungen erfüllt
sein:
I§_ = (V11 - V22)2 = (V12 - V22)2 (10)
V 2
5§- - <V 2
12 V21'
Folgende Fälle erfüllen diese vorstehend genannten Bedingungen;
a > 1 (12)
(13)
| (a/b)2 = | (a | - 2 | )2 |
| V12 =V | u- |
2
a |
vo |
| V — M V21 v |
H - | vo | |
| V SS V 22 v |
11 " | iv |
V12 -
V21 - Vll + V0
V22 - Vll + IV0
V22 - Vll + IV0
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Aus den· Gleichungen (6), (7) und (13) folgen für diesen
Fall dann für die Schwellenspannungen und die Betriebsspanne α die folgenden Ausdrücke:
(16) (17) (18)
Für den Fall, dass V,, = V~ ? 0 und V,, = 0 gehen die
Gleichungen (14) bzw. (15) in die Ausdrücke (19) bzw. (20)
über, deren zugeordnete Treiberwellenformen in Fig. gezeigt sind. Für V,, = VQ:
| Vthl | - aVth | •V | N + | N |
| Vth2 | (a2-l) | |||
| aVth | (a | N + | N | |
| _ Jn- + | 2 L - |
((a-2)^-l) | ||
| 1) |
V12
(19)
| V22 | 0: |
| und für V1-. = | -^V " aV0 |
| V12 | = vo |
| V21 | = ^v av0 |
| V22 | |
(20)
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Der Gleichung 0-8) kann entnommen werden, dass die Betriebsspanne α eine Funktion der Anzahl N der Tastelektroden oder
Zeilen und einer Konstante a ist. die Betriebsspanne α nimmt
also als Funktion von a offensichtlich ein Maximum für
a = VN+ 1 (21)
an. Für ein Flüssigkristallanzeigeelement mit 49 Tastzeilen oder Tastelektroden wird die maximale Betriebs-•tabilität
bzw. der maximale Viert für die Betriebsspanne α erreicht, wenn a » 8 ist.
Im folgenden sei das bekannte Drittelvorspannungsverfahren mit dem Verfahren der Erfindung verglichen, und zwar für
den Fall, dass die Rastermatrix des Anzeigeelementes 100 Tastzeilen bzw. Tastelektroden enthält, so dass also N = 100.
Für das Drittelvorspannungsverfahren ist a = 3 und dementsprechend
α = \/ 1,08. Für das Verfahren der Erfindung ist dagegen nach Gleichung (21) für Optimalbedingungen
a .= 11 und somit α = !/1,222. Die Betriebsstabilität eines nach dem Verfahren der Erfindung betriebenen Anzeigeelementes
ist also wesentlich besser als die Stabilität eines vergleichbaren Elementes nach dem Stand der Technik.
Dieser Vergleich ist graphisch in der Fig. 9 als Funktion der Anzahl N der Tastelektroden dargestellt. Für das Drittelvorspannungsverfahren
ist a = 3, während für das Verfahren der Erfindung das durch die Gleichung (21) definierte Optimum
a = \fii + 1 zugrundegelegt ist. Aus Gründen der übersichtlicheren
Darstellung ist die Ordinate der in Fig. 9 gezeigten graphischen Darstellung in Einheiten von α - 1
JTIcIJC
geteilt.
In der Fig. 10 ist ein System zur Flüssigkristallanzeige
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von Zeichen mit peripheren Schaltungselementen gezeigt.
Das Verfahren der Erfindung kann mit der gezeigten Schaltung ausgeführt werden. Das Flüssigkristallanzeigeelement 31
wird zeilenweise abgetastet. Das Tastsignal bzw. das Steuersignal für das eigentliche Tastsignal wird im Tastsignalgenerator
Jk, vorzugsweise einem Ringzähler, erzeugt und
auf den Treiber 32 für die Tastelektroden gegeben, der
die jeweils angesteuerte Tastelektrode 39 treibt. Das einlaufende codierte Zeichensignal 46 wird im Zeichengenerator
37 zum Zeichensteuersignal 45 decodiert und im Puffer J6 zwischengespeichert. Das so im Puffer 36
gespeicherte Zeichensignal ist jeweils einer bestimmten Tastzeile zugeordnet. Das im Puffer 36 gespeicherte Signal
wird seriell ausgelesen und im Zeilenspeicher 35 gespeichert. Der Signalelektrodentreiber 33 wird selektiv
nach Massgabe des Inhaltes des Zeilenspeichers 35 betrieben, so dass die Signalelektroden 40 selektiv angesteuert und
getrieben werden. Alle zuvor beschriebenen Schaltungsbauteile werden durch die Signalerzeugungssteuerung 38.gesteuert.
Auf den Zeilensignalgenerator wird das Rahmensignal 41,' auf den Treiber 33 das Zeilensignal 42, auf
den Speicher 35 das Zeilenspeichersteuersignal -43 und
auf den Puffer 36 das Puffersteuersignal 44 gegeben. Gleichzeitig
wird von der Signalerzeugungssteuerung 38 ein Steuersignal für die Zeichenverarbeitungseinheit 37 erzeugt.
In der Fig. 11 sind Beispiele für Treiber gezeigt, die
als Tastelektrodentreiber 32 und als Signalelektrodentreiber
33 verwendet werden können. Ein Schalter S2-. oder
ein Schalter S_„ sind je nach dem, ob die Tastelektroden angesteuert sind oder nicht, eingeschaltet. Entsprechend
sind die Schalter S11 oder S12 eingeschaltet, je nach dem,
ob die Signalelektroden angesteuert sind oder nicht. Auf diese Weise werden dieim Diagramm der Fig. 7 gezeigten
Spannungen auf die FlUssigkristallzelle 50 des Flüssigkristallanzeigeelement·· 31 aufgeprägt.
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In den Figuren 12 und 13 sind Treiberweilenformen für den
Fall V11 = 0 bzw. für den Fall V^ = (1 + (i/a))VQ in den
Formeln (i4) bzw. (I5) dargestellt.
Zusammenfassend kann also festgestellt werden, dass erfindungsgemäss
die Betriebsspanne α dadurch, wesentlich verbessert
werden kann, dass man die Vorspannungen nach Massgabe der Anzahl der Tastelektroden wählt und dadurch auch
Flüssigkriatallanzeigeelemente mit grosser Kapazität nach
dem Matrixsystem selbst dann noch wirkungsvoll und stabil treiben kann, wenn diese Matrix mehr als 50 Tastelektroden
oder Zeilenelektroden hat.
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Claims (4)
- Patentansprüche'lJ Verfahren zum Treiben einer Flüssigkristall-Matrixanzeigeeinheit mit einem zeilenweise arbeitenden Abtastsystem, wobei in der Anzeigeeinheit die Bildelemente durch Bereiche in einer FlüssigTcristallzelle zwischen matrixartig angeordneten Tast- und Signalelektroden definiert sind, dadurch gekennzeichnet, dass man die Amplitude der an die nicht angesteuerten Zellen auf einer angesteuerten Tastelektrode angelegten Spannung verschieden von der Amplitude der an die nicht angesteuerten Zellen auf einer angesteuerten Signalelektrode angelegten Spannung und die Amplitude der an die nicht angesteuerten Zellen auf der angesteuerten Signalelektrode angelegten Spannung gleich der Amplitude der an die übrigen nicht angesteuerten Zellen angelegten Spannung einstellt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , dass man, wenn die Spannungsamplitude an einer angesteuerten Zelle VQ ist, die Spannungsamplitude an nicht angesteuerten Zellen auf einer angesteuerten Tastelektrode zu (l/b)V_ und die Spannungsamplitude an den nicht angesteuerten Zellen auf einer angesteuerten SignaIflektrode und an den verbleibenden nicht angesteuerten Zellen der Matrix zu (l/a)VQ wählt, wobei für die Konstanton a und b die Bedingungen a φ b und2 2
(a/b) = (a - b) eingestellt werden.509819/0702- IG - - 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , dass bei beliebig vorgegebenen V,, die folgenden Spannungen eingestellt werden:
V12 -^ (2/a)V0 V21 " vo V22 =^ (Va)V0 7Il - /., + rxi - wobei V_, und V_„ die an die angesteuerten bzw. nicht angesteuerten Tastelektroden angelegten Spannungen und Vll un<^ V12 ^e an d"^e an9esteuerten bzw. nicht angesteuerten Signalelektroden angelegten Spannungen sind. - 4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Konstante a grosser als und näherungsweise gleich oder gleich V N + 1 einstellt, wobei N die Anzahl der Tastelektroden ist.509ai9/0702
Applications Claiming Priority (1)
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| JP48116888A JPS5757718B2 (de) | 1973-10-19 | 1973-10-19 |
Publications (3)
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| DE2449543C3 DE2449543C3 (de) | 1980-09-04 |
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Family Applications (1)
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