DE2448383C2 - Temperaturgesteuertes Ventil - Google Patents
Temperaturgesteuertes VentilInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein temperaturgesteuertes Ventil gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch
1.
Ein temperaturgesteuerte!; Ventil mit diesen Merkmalen ist bekannt (US-Re 2(5 840). Derartige temperaturgesteuerte
Ventile finden zwischen einer Druck- oder Unterdruckquelle und einem Arbeitszylinder für
die Betätigung einer Drossel oder einer Klappe Verwendung, wie sie beispielsweise in Radiatoren von
Omnibussen und/oder Lastkraftfahrzeugen o. dgl. vorhanden sind. Sie dienen dabei der wahlweisen ^
Verringerung der Kühlmittelströmung zum Radiator in Abhängigkeit von der Motor Kühlmitteltemperatur, die
von einem Thermoelement des Ventils abgenommen wird. Das bekannte temperaturgesteuerte Ventil ist mit
einer Reihe von Nachteilen verbunden, die vor allem auf die Anordnung eines Filters innerhalb des Ventilkanals
zurückzuführen sind. Diese Anordnung eines Filters macht es erforderlich, daß das Ventilgehäuse zweigeteilt
ausgeführt wird, um zu Wartungszwecken einen Zugang zu dem mit Schmutz zugesetztem Filter zu ermöglichen.
Die Verbindung der beiden Ventilgehäuseteile erfolgt über eine abgedichtete Schraubverbindung, was nicht
nur in fertigungstechnischer Hinsicht einen zusätzlichen Aufwand bedeutet, sondern auch zu einer Beschädigung
der zumeist aufgrund der Belriebsbeanspruchungen festsitzenden Schraubverbindung führen kann, wenn
diese nicht sorgfältig und fachmännisch bei der Wartung geöffnet wird. Zudem sind für die Zentrierung des
Filters innerhalb des Ventilgehäuses zusätzliche Bauteile erforderlich und ist auch die Abdichtung des
druckmittelführenden Teils des Ventilgehäuses gegenüber dem Temperaturfühler, welcher in aller Regel ein
Druckstift ist, ungenügend, weil nicht durch das Filter aufgehaltene Schmutzteilchen ungehindert zum Druckstift
gelangen und diesen einschließlich der Ventilstange zusetzen können. Gleichfalls ist aufgrund der ungenügenden
Abdichtung eine Beeinträchtigung der Funktionsweise des Druckstifts und der Ventilstange
aufgrund des Druckmittels nicht ausgeschlossen. Zusammengefaßt bestehen die Nachteiie des bekannten
Venti!·» einmal in der relativ großen Bauweise, einer
relativ aufwendigen Fertigung und Schwierigkeiten bei der Wartung des Ventils. Es besteht somit ein Bedürfnis
nach einer Verbesserung des bekannten Ventils.
Die Aufgabe der Erfindung besteht somit darin, ein temperaturgesteuertes Ventil zu schaffen, welches
einfach und kompakt aufgebaut ist, mit möglichst wenig Bauteilen auskommt und einen weitgehend störungsfreien
Betrieb ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst, wobei
zweckmäßige Ausgestaltungen in den Unteransprüchen angegeben sind. Nach Maßgabe der Erfindung wird auf
den Filter innerhalb des Ventilkanals verzichtet, dieser also ausgegliedert, und wird innerhalb des Ventilkanals
eine Dichteinrichtung angeordnet, welche sich aus zwei Dichtringen zusammensetzt, die durch eine sogenannte
Laterne voneinander getrennt sind. Die Halterung dieser Dichieinrichtung erfolgt durch Anlage an einer
Schulter des Ventilkanals und in Zusatnmenwirkung mit einer auf einen der Dichtringe drückenden Scheibe.
Durch diese Maßnahme vereinfacht sich insgesamt der Aufbau des Ventils, da eine Zweiteilung des Ventilgehäuses
aufgrund des nicht mehr im Ventilkanal angeordneten Filters entfällt und die Dichteinrichtung
zugleich die Zentrierung und Führung der Ventilstange während ihres Steuerungshubes übernimmt. Ein weiterer
Vorteil der erfindungsgemäßen Maßnahmen besteht darin, daß die zwischen der Scheibe und dem Druckstift
liegende Ventilkammer gegenüber dem druckmittelführenden Teil des Ventils isoliert ist. Dadurch wird erst ein
störungsfreier Betrieb des Ventils gewährleistet, weil eine Beeinträchtigung der Wirkungsweise des Druckstifts
und der Ventilstange durch Druckmittel aus dem druckmittelführenden Teil des Ventils ausgeschaltet ist.
Zugleich ist auch der druckmittelführende Teil des Ventils über die Dichteinrichtung gegenüber dem
Kühlmittelstrom und den dort anstehenden Temperaturen geschützt, falls die zwischen dem Druckstift und
dem Ventilgehäuse angeordnete Dichtung durchschmort. Die Dichteinrichtung verhindert weiterhin, daß
durch den Filter durchgelassene Schmutzteiichen nicht
in den Bereich des Druckstifts und den hinter der Scheibe liegenden Abschnitt der Ventilstange gelangen
und dort die Bauteile zusetzen können. Insgesamt wird somit ein einfach und kompakt aufgebautes Ventil
geschaffen, welches eine lange Lebensdauer besitzt. Da es weitgehend störungsfrei arbeitet, entfallen in der
Regel Wartungsarbeiten, vielmehr kann das aufgrund des Aufbaus relativ wirtschaftlich herstellbare Ventil im
Falle eines Ausfalls billig durch ein neues Ventil ersetzt werden.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben. Darin
zeigt
F i g. 1 eine Vorderansicht einer Ausführungsform des Ventils,
F i g. 2 eine Rückansicht des Ventils nach Fig. 1,
F i g. 3 eine Seitenansicht des Ventils nach F i g. 2 und
F i g. 4 einen vergrößerten Längsschnitt durch das Ventil längs der Linie IV-IV der Fig. 2 einschließlich
eines Schaltbildes zur Erläuterung der Arbeitsweise des Ventils.
In F i g. 1 ist eine Ausführungsform eines temperaturgesteuerten Ventils 10 wiedergegeben. Es enthält ein im
allgemeinen langgestrecktes Ventilgehäuse 12 mit einem mit Außengewinde versehenen Hals 14 zum
Einschrauben des Ventils in die Wasstrverteilerleitung, in einen Zylinderblock oder in einen anderen Bereich
eines Motorkraftfahrzeuges derart, daß ein Temperaturfühler 20 mit einer Fühlerspitze 16 sich in den Weg
des Kühlmittels der Brennkraftmaschine erstreckt. Das Ventilgehäuse ist einstückig aus geschmiedetem und
bearbeiteten Messing hergestellt und enthält einen einstückig angeformten Gehäuseansatz 18, welcher sich
vom Hals 14 erstreckt und den Temperaturfühler 20 aufnimmt. Der zylindrische Temperaturfühler 20 enthält
die Fühlerspilze 16 an einem Ende und ist am anderen Ende 22 mit einem Außengewinde versehen, so daß er in
das Ventilgehäuse in der wiedergegebenen Weise eingeschraubt werden kann. Ein O-Dichtring 24 ist über
den Gewindeteil.des Temperaturfühlers 20 gesetzt und eine Gegenmutter 26 hinter den Ring 24 geschraubt, um
den Temperaturfühler sicher mit dem Ventilgehäuse 10 abzudichten.
Ein mit einem Innengewinde versehener Einlaßkanal 28 erstreckt sich radial nach innen vom Umfang des
Ventilgehäuses durch den Gehäuseansatz 23 auf einer Seite des Ventilgehäuses. Ein mit Innengewinde
versehener Auskißkanal 30 erstreckt sich radial nach
innen durch einen Gehäuseansatz 27 auf der anderen Seite des Ventilgehäuses. Diese beiden Kanäle stehen
mit einem Ventilkanal 50 innerhalb des Ventilgehäuses in Verbindung, der später noch näher erläutert werden
soll.
An dem von der Spitze 16 abgewendeten Ende des Ventils befindet sich ein Auslaß 32 mit einer
Auslaßöffnung in die Umgebung, der sich längs innerhalb dieses Endes des Ventilgehäuses erstreckt und
in einem Auslaßstutzen 34 ausgebildet ist. Die den Auslaß umgebende Außenoberfläche des Ventilgehäuses
ist als Sechskant ausgebildet, um eine Betätigung durch ein entsprechendes Werkzeug zu ermöglichen.
Das Ende des Ventilgehäuses bildet einen kreisförmigen Rand 36, der um ein scheibenförmiges Auslaßfilter 38
gerollt ist, welches auf seiner anderen Seite gegen eine Innenschulte'1 39 anliegt, die längs des Innendurchmessers
des Auslasses 32 ausgebildet ist. Der Filter 38 besteht aus glasigem Material, beispielsweise vernältnis-
mäßig poröser getempertei Bronze aus 90% Kupfer
und 10% Zinn mit einer mittleren Porenöffnung von annähernd 40 Mikrometer.
Der Filter 38 wird einstückig in dem Ventilgehäuse während der Herstellung nach dem Einsetzen eines
Kugelventilaufbaus in den Auslaß 32 befestigt Das im wesentlichen scheibenförmige Filter enthält eine Ringschulter
41 zur Abstützung einer Vorspannfeder 42, die einen Teil des Kugelventilaufbaus 40 bildet. Am anderen
Ende der Feder 42 ist ein Feder- und Kugelkäfig 44 mit einer Ringschulter 43 vorgesehen, die in die Feder paßt,
um das Ende der Feder gegen den Käfig zu befestigen. Der Käfig enthält ferner einen halbkugelförmigen
Kugelventilsitz 45 an der anderen Seite zur Aufnahme der Ventilkugel 46. Die Oberfläche des Kugelkäfigs 44
ist nach hinten bei 47 abgeschrägt, wie man aus F i g. 4 erkennt, um sie den nach innen abgeschrägten
Schrägendflächen 48 des Auslasses anzupassen.
Der Auslaß 32 endet in einem ringförmigen Ventilsitz 49, der mit einer kugelförmigen Oberfläche versehen ist,
die dem Krümmungsradius der Kugel 46 angepaßt ist. In der in Fig.4 wiedergegebenen Stellung dichtet die
Kugel 46 sicher den Auslaß gegen den in Längsrichtung verlaufenden Übergangskanal 51 ab. Der Kanal 51 ist an
dem Ende des Auslasses ausgebildet und steht mit dem sich in Längsrichtung erstreckenden Ventilkanal 50 in
Verbindung, der über die verbleibende Länge des Ventilgehäuses 12 ausgebildet ist.
Der Kanal 50 besitzt kreisförmigen Querschnitt und nimmt die übrigen Elemente des Ventils auf. Das dem
Temperaturfühler benachbarte Ende ist mit einem Innengewinde zur Befestigung des Temperaturfühlers
versehen. Innerhalb des mit dem Innengewinde versehenen Endes befindet sich ein erster zylindrischer
Teil 52 mit einem ersten Durchmesser, der von einer ersten Ringschulter 54 abgeschlossen wird. Innerhalb
der Schulter 54 befindet sich ein zweiter zylindrischer Abschnitt 56 von kleinerem Durchmesser, der von einer
zweiten Ringschulter 58 abgeschlossen wird. Von der Schulter 58 erstreckt sich in Richtung des Überführungskanals
ein verengter zylindrischer Abschnitt 57 mit inneren konischen Abschlußwänden 59, die unmittelbar
mit dem Überführungskanal 51 in Verbindung stehen. Der Einiaßkanal 28 enthält einen sich radial
erstreckenden Kanal 29, der mit dem Abschnitt 56 des Kanals 50 in Verbindung steht, während der Auslaßkanal
30 einen sich radial erstreckenden Durchlaß 31 enthält, der mit dem Abschnitt 57 des Kanals 50 in
Verbindung steht. Einlaß- und Auslaßkanal enthalten jeweils Maschinensiebfilter 25, die verhindern, daß
zerkleinertes Material in das temperaturgesteuerte Ventil eintreten kann.
Innerhalb des Kanals 50 befindet sich eine langgestreckte Ventilstange 60 mit einer sich in Längsrichtung
erstreckenden Öffnung 62, die mittig von dem Ende der Stange 60 in der Nähe der Kugel 46 ausgebildet ist. Das
Ende der Stange 60 ist abgeschrägt, so daß eine Kugelwandung 63 entsteht, die das offene Ende der zur
Kugel 46 weisenden Öffnungen 62 umgibt. Die Wandung 63 weist einen Krümmungsradius auf, der im
wesentlichen derjenigen der Kugel 46 ist, so daß beim Eingriff der Ventilstange 60 mit der Kugel 46 das offene
Ende der Längsöffnung 62 durch die Kugel abgedichtet wiru.
Von der Öffnung 62 erstreckt sich radial nach außen ein Kanal 64, der dauernd mit einer inneren Kammer 66
in Verbindung steht, die durch den Ringraum zwischen der äußeren Zylinderoberfläche der Veniilstange 60 und
der inneren Zylinderoberfläche eines hülsenförmigen Abstandshalters 70 gebildet wird. Der Abstandshalter
70 enthält eine zentrale, axial verlaufende Bohrung 71 und ein Paar von Ringschultern oder Flanschen 72 und
74 an den entgegengesetzten Enden, wobei ein -, wesentlich verengter zylindrischer Seitenwandungsteil
75 zwischen diesen Flanschen oder Schultern verbleibt. Ein radialer Kanal 76 erstreckt sich durch die Wandung
75 und steht mit der inneren Kammer 66 und einer äußeren Kammer 78 in Verbindung, die durch den m
Ringraum zwischen dem Außendurchmesser der Wand 75 und dem Innendurchmesser des Abschnitts 56 des
Kanals 50 gebildet ist.
Der Abstandshalter 70 wird abdichtend in seiner Lage durch Dichtmittel in Form eine«; Paares von Neopren- |-,
O-Ringen 82 und 84 gehalten, die in der Nähe der Flansche 72 bzw. 74 angeordnet sind. Der Ring 82 ist
zwischen die Ringschulter 58 im Kanal 50 und dem Flansch 72 des Abstandshalters 70 eingepaßt. Der Ring
84 ist zwischen dem Flansch 74 und einer Beilagscheibe 86 eingepaßt, die sich gegen die Ringschulter 54 legt und
an ihrem Platz durch eine Vorspannfeder 88 gehalten wird. Die Feder 88 umgibt den Teil der Stange 60
zwischen der Scheibe 86 und einer Endkappe 89, die auf das Ende der Stange 60 aufgedrückt ist, um das die 2i
Ventilstange in einer hinteren Stellung gegen einen Druckstift 21 zu halten, der sich vom Temperaturfühler
20 erstreckt. Auf diese Weise sichert die Vorspannfeder 88 sowohl den Abstandshalter 70, der einen Teil des
Längsventils 60 umgibt, sowie die: beiden Dichtringe 82, 84 in einer Lage innerhalb des Ve:ntilgehäuses, während
gleichzeitig die der Ventilstange 60 zugeordnete Endkappe 89 gegen den dem Temperaturfühler 20
zugeordneten Druckstift 21 gehalten wird. Wie man aus Fig.4 erkennt, umgreift der Abstandshalter die
Ventilstange und weist eine solche Länge auf, daß eine innere Kammer entsteht, die in dauernder Verbindung
mit dem Kanal 64 der beweglichen Ventilstange 60 und zwar über den gesamten Bewegungsbereich steht. Die
festen O-Ringe 82, 84 sind ausgewählt, um eine Bewegung der Ventilstange 60 zu ermöglichen, wobei
jedoch gleichzeitig eine Abdichtung um die Stange und eine kontinuierliche Abdichtung des Abstandshalters
innerhalb des Abschnittes 56 des Kanals 50 aufrechterhalten ist. Die Dichtringe 82, 84 verhindern, daß Luft
oder Schmutzteilchen im Farrzeugluftsystem den Temperaturfühler erreichen, so daß dessen Lebensdauer
erhöht wird. Außerdem isolieren diese Dichtringe das Kühlsystem und das Luftsystem im Falle eines
Ausfalles der Dichtung 24. Bei einigen Ausführungsformen kann ein Schmiermittel, beispielsweise ein Material
auf Silikonbasis um die Ringe verwendet werden, um die dichtende Bewegung der Stange 60 zu erleichtern.
Der Temperaturfühler 20 ist im Handel erhältlich und enthält einen temperaturdehnenden Halbfestkörper,
der sich bei Steierung der Temperatur soweit ausdehnt, daß der Druckstift 21 nach außen bezüglich des
Temperaturfühlers gedrückt wird, so daß damit die Lage der Ventilstange 60 in der beschriebenen Weise
verändert wird. t>o
Zur Inbetriebnahme wird der Einlaßkanal 28 an eine Unterdruckquelle 90, wie bei der bevorzugten wiedergegebenen
Ausführungsform, oder an eine Druckmittelquelle angeschlossen. Der Auslaßkanal 30 wird an einen
Kraftzylinder 92 angeschlossen, der bei der bevorzugten b=>
Ausführungsform unter reduziertem Druck oder Vakuum arbeitet Wird eine Drjckquelle verwendet, dann
arbeitet der Zylinder 92 durch den Druckmitteldruck.
Die bewegliche Ausgangswelle 93 des Zylinders 92 ist an eine Verschlußklappe 94 angeschlossen, die so
angeordnet ist,daß sieden Luftkühlmittelströmungsweg
eines Fahrzeugheizgerätes überdeckt, um die Klappenöffnung zu steuern und die Luftströmung über den
Radiator zu regulieren. Dadurch wird wiederum der Kühleffekt des Radiators auf das Maschinenkühlmittel
abhängig von der Temperatur des Kühlmittels reguliert, die durch die temperaturempfindliche Spitze 16
festgestellt wird.
Wenn die Fahrzeugmaschinenkühlmitteltemperatur verhältnismäßig niedrig ist, d. h. beispielsweise dann,
wenn die Maschine angelassen wird, dann befinden sich die wirksamen Elemente des Ventils 10 in der Stellung
nach F i g. 4, wobei eine Verbindung zwischen der Quelle 90 und dem Zylinder 92 über den Kanal 29 des
Einlaßkanals 28 in die Außenkammer 78 durch den Kanal 76 in die Innenkammer 66 und dann die
Ventilstange über den Kanal 64 und die öffnung 62 hergestellt wird. Diese Bahn setzt sich in dem Bereich
des Überführungskanals 51 fort, der das Ende der Ventilstange umgibt, führt weiter zu den schrägen
Innenwänden 59 und dann durch den Kanal 31 und den Auslaßkanal 30 zum Vakuumkraftzylinder 92. Unter
diesen Umständen wird dann maximales Vakuum auf den Kraftzylinder 92 aufgebracht, der die Verschlußklappe
94 schließt.
Wenn die Temperatur ansteigt, dann erstreckt sich der Druckstift 21 vom Temperaturfühler 20 nach vorne,
wobei die Ventilstange 60 in die durch den Pfeil A in Fig.4 angedeutete Richtung bewegt wird. Wenn das
abgeschrägte Ende 63 der Ventilstange auf die Kugel 46 trifft, dann wird die öffnung 62 abgedichtet, indem
zuerst der Druckmittelweg zwischen der Vakuumquelle 90 und dem Zylinder 92 angeschlossen wird. Steigt die
Temperatur, dann drückt die Bewegung der Ventilstange 60, immer noch in Richtung des Pfeiles A, die Kugel
46 vom Ventilsitz 49, so daß Luft in den Auslaß 32 über das Filter 38 eintreten kann, wie es durch den Pfeil B
angedeutet ist. Die Luft strömt um die Kugel 46 durch den Raum zwischen dem Innendurchmesser der
zylindrischen Wandungen des Überführungskanals 51 und den verengten Außendurchmesser des Endes der
Stange 60 und in den Kraftzylinder 92 durch den Kanal 31 und den Kanal 30. Somit wird der Kraftzylinder
betätigt und leitet das Öffnen der Verschlußklappe 94 ein. Bleibt die Temperatur auf diesem Wert oder steigt
an, dann öffnet sich die Verschlußklappe vollständig.
Da die Bewegung des Fahrzeuges und die verstärkte Luftströmung über den Radiator dazu führt, daß das
Kühlmittel sich abkühlt, erfolgt die umgekehrte Wirkung, wobei zuerst wahlweise der Auslaß 32
geschlossen und dann die Ventilstange wieder geöffnet wird, um die Vakuumquelle 90 an den Zylinder 92
anzuschließen und damit die Verschlußklappe zu schließen. Ein Anzapfkanal 85 erstreckt sich durch das
Ventilgehäuse 10 in den Abschnitt 52 des Kanals 50 hinter der Scheibe 86, um die Ausbildung von Druck
innerhalb der Kammer hinter dem Abstandshalter 70 zu verhindern, die sonst nachteilig die Wirkung des
Temperaturfühlers oder der Ventilstange 60 beeinflussen könnte.
Bei der bevorzugten Ausführungsform sind die Kugel 46, der Kugelkäfig 44 und der Abstandshalter 70 aus
einem polymeren Material hergestellt, um Korrosion, Verklemmen oder eine andere Zerstörung infolge von
Verunreinigungen zu verhindern. Durch Herstellung der
verbesserten Ventilteile aus nicht korrodierendem
polymeren Material wird eine Zerstörung des temperaturgesteuerten Ventils infolge der korrodierenden
Wirkungen von Verschmutzungen, die häufig in der Umgebung einer solchen Maschine vorhanden sind,
weitgehendst reduziert und die Lebensdauer des Ventils verlängert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Temperaturgesteuertes Ventil mii einem Ventilkanal
und einer wahlweise von einer Ventilstange erfaßten Ventilkugel und mit einer sich in Axialrichtung
erstreckenden Öffnung in dem zur Ventilkugel weisenden Ende der Ventilstange sowie mit einem
mit der axialen öffnung in Verbindung stehenden und im Abstand von diesem Ende angeordneten
radialen Kanal zur Unterbrechung des Strömungs- in weges zwischen dem Ein- und Auslaßkanal des
Ventils und zur Verbindung des Auslaßkanals mit der Atmosphäre über eine Auslaßöffnung und die
Ventilkugel, die vcn der durch einen temperaturempfindlichen Druckstift betätigten Ventilstange
geöffnet ist, gekennzeichne', durch einen
hülsenförmigen Abstandshalter (70) in dem Ventilkanal \50) mit Ringflanschen (72, 74) an jedem Ende
sowie mit einem radialen Kanal (76) in der Abstandshalterwandung (75) zwischen den Ringflansehen
(72,74) des Abstandshalters (70), der eine axial verlaufende Bohrung (71) aufweist, deren Durchmesser
größer als der Außendurchmesser der Ventilstange (60) ist, wobei der Außendurchmesser des
Abstandshalters (70) in dessen Mittelteil kleiner als der Innendurchmesser des Ventilkarials (50) ist und
der die Ventilstange (60) umgebende Abstandshalter (70) sich auf dieser über eine Länge erstreckt, die
wenigstens der Strecke entspricht, über die sich die Ventilstange (60) bewegt, durch Dichtringe (82, 84) jo
zum Abdichten des Ventilkanals (50) gegenüber der Ventilstange (60) und eine aus einer Schulter (58) im
Ventilgehäuse (12) für die Anlage eines Dichtrings (82) und einer auf den anderen Dichtring (84)
drückenden Scheibe (86) bestehenden Halteeinrichtung (58,86) zum Fixieren der beiden Dichtringe (82,
84) und des Abstandshalters (70) bezüglich des Ventilgehäuses (12) im Ventilkanal (50) in axialer
Richtung.
2. Ventil nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Anzapfkanal (85) im Ventilgehäuse (12) zur
Verbindung der zwischen der Scheibe (86) und dem Druckstift (21) liegenden Ventilkammer.
3. Ventil nach Anspruch 1 mit einem Filter im Auslaßstutzen, dadurch gekennzeichnet, daß der
Auslaßstutzen (34) eine innere Schulter (39) aufweist, an der der scheibenförmige Filter (38) anliegt, und
daß der Schulter (39) benachbarte Ende des Ventilgehäuses (12) über die Kante des scheibenförmigen
Filters (38) umgebordelt ist.
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