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DE2445064A1 - Verfahren zum herstellen gewirkten langflorgewebes und nach diesem verfahren hergestelltes langflorgewebe - Google Patents

Verfahren zum herstellen gewirkten langflorgewebes und nach diesem verfahren hergestelltes langflorgewebe

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DE2445064A1
DE2445064A1 DE19742445064 DE2445064A DE2445064A1 DE 2445064 A1 DE2445064 A1 DE 2445064A1 DE 19742445064 DE19742445064 DE 19742445064 DE 2445064 A DE2445064 A DE 2445064A DE 2445064 A1 DE2445064 A1 DE 2445064A1
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DE
Germany
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pile
guides
loops
knitted
long
Prior art date
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Application number
DE19742445064
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English (en)
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DE2445064C3 (de
DE2445064B2 (de
Inventor
Seiichi Asahi
Tsutomi Kaido
Sinjirow Nishikawa
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kanegafuchi Chemical Industry Co Ltd
Original Assignee
Kanegafuchi Chemical Industry Co Ltd
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Publication date
Application filed by Kanegafuchi Chemical Industry Co Ltd filed Critical Kanegafuchi Chemical Industry Co Ltd
Publication of DE2445064A1 publication Critical patent/DE2445064A1/de
Publication of DE2445064B2 publication Critical patent/DE2445064B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2445064C3 publication Critical patent/DE2445064C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B23/00Flat warp knitting machines
    • D04B23/08Flat warp knitting machines with provision for incorporating pile threads

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

25 953 '
Kanegafuchi Kagakufeogyo Kabushiki Kaisha, Osaka / Japan
Verfahren zum Herstellen gewirkten Langflorgewebes und nach diesem Verfahren hergestelltes Langflorgewebe
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen gewirkten Langflorgewebes.
Derartige Florgewebe können für Teppiche, künstliches Haar, ■ Perücken, Jacken, Kappen, Capes, Sweater, Stiefel, falsche Schnauzbarte und Barte, Spielzeuge, Schleier usw. verwendet werden.
Es ist weit bekannt, daß Gewebe mit Flor, wie gewöhnliche Florgewebe und Florteppiche durch eine Florschneidwirkmaschine oder Tuftingmaschine hergestellt werden und erhältlich sind. Diese Gewebe sind jedoch in bezug auf die Florlänge begrenzt und sind nur in einem Bereich kurzer Florlänge variabel, die meistens unter 10 cm liegt.
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Kürzlich wurde versucht, Florgewebe herzustellen, welche den Vorteil einer Kettenwirkmaschine ausnutzen, indem Florfäden in das Gewebe zur Bildung von Flor eingewirkt wurden und es tauchten teilweise so erzeugte Gegenstände auf dem Markt auf. Diese Gewebe sind jedoch ebenfalls in der Florlänge beschränkt weil es bisher technisch unmöglich ist, Langflor, der 10 cm überschreitet, zu erzeugen und es ist im wesentlichen unmöglich, die Florlänge nach Wunsch zu ändern.
Außerdem ermöglicht eine herkömmliche Schneidflorwirkmaschine, obwohl sie ein leichtes Messerschneiden des Flors unter Spannung für relativ kurze Florlängen erlaubt, kein Wirken zufriedenstellender Florgewebe nät längerem Flor, bei' welchem unter Spannung geschnitten wird, weil die geschnittenen Enden des Flors dazu neigen in Richtung der Läge zurückzuprallen in welcher die Grundmaschen gebildet werden und in sie hineingewirkt werden oder aufgrund der Verlängerung der Florfäden Schrumpfungen oder Verschlingungen verursachen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein neues Verfahren zu schaffen, mit welchem ein kettengewirktes Gewebe mit längerem Flor als er bisher technisch einfach hergestellt werden konnte, gewirkt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine Kettenwirkmaschine verwendet wird, in welcher Führungen für Florgarn getrennt von der Gruppe der Führungen zum Wirken der Grundmasohen vorgesehen sind, daß die Führungen für das Florgarn zwischen einer Lage hinter der Stelle,wo die Grundmaschen gebildet werden und der Vorderseite einer Florschneideinrichtung hin- und herschwingen, die in einer veränderlichen Entfernung vor der Stelle vorgesehen ist, an welcher die Grundmaschen gebildet werden, um Florschleifen an den Grundmaschen zu bilden, und daß die geformten Florschleifen mittels der Florschneideinrichtung geschnitten werden.
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Weiter wird durch die Erfindung eine wirksame Einrichtung geschaffen, mit der es möglich ist, längeren Flor zu bilden und die Florlänge in einem weiten Bereich von 3 bis 50 cm zu ändern und verschiedene kettengewirkte Florgewebe mit Flor verschiedener Länge zu wirken.
Außerdem wird durch die Erfindung eine Einrichtung geschaffen, mit der es möglich ist, ein-neues kettengewirktes Florgewebe zu wirken, das langen Flor aufweist, der auf dem Grundgewebe in einem gewünschten Muster ausgebildet und angeordnet ist.
Ferner wird durch die Erfindung ein kettengewirktes Gewebe ge- schaffer., das nach den oben beschriebenen Verfahren gewirkt ist und weit längere Florfäden im Vergleich zu herkömmlichen aufweist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 bis Fig. 6 Darstellungen, welche nacheinander die
Schritte einer Art der Maschenbildung gemäß der Erfindung veranschaulichen, wobei Fig. 1 die Schleifenbildung an einer messerspitzenartigen Lamelle, Fig. 2 eine Zungennadelschiene bei der Hubbewegung, Fig. 3 die Zungennadel mit offener Zunge,Flg. den nächsten Schritt, In welchem die Überlappung um die Zungennadel begonnen hat, und Fig. 5 und 6 das Überschlagen bzw. Unterlappen zeigen,
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Pig. 7 und 8 Darstellungen, welche jeweils ein Beispiel
einer Lochkarte zur Bildung von Flor mit einem gegebenen Muster veranschaulichen, ■
Fig. 9 eine Darstellung, welche den Umriß des
GarnzuführmechaTiismus bei der Florbildung unter Verwendung der oben gezeigten Lochkarte veranschaulicht,
Fig. 10 eine sehematische Seitenansicht, welche eine
Abwandlung der Langflorsehneidvorrichtung zeigt* welche oben als Lamelle mit Messerspitze dargestelJ t ist,
Flg. 11 eine sehemafcisöho Seltenansicht, welche eine
andere Abwandlung der Langflorschneidvorrichtung darstellt.
In den Fig. 1 bis 6 ist mit 1 eine mit einer Messerspitze versehene Lamelle in der Kettenwirkmaschine, mit 2 eine Floreinstellplatte und mit 3 eine Führungsschiene für die Florfaden bezeichnet.
Fig. 1 zeigt die Situation, in welcher die mit Messerspitze versehene Lamelle bei der Zuführung von Florfaden Y« angehoben und in der obersten Lage angehalten ist, in welcher sich die Führungsschienen 3 für das Florgarn, begleitet von dem hin- ■ teren Fadenreiter, vorwärts bewegen (nach rechts in der Zeichnung) und unmittelbar nach dem Durchlaufen des Abstandes zwischen den Spitzen der mit Messerspitzen versehenen Lamellen anhält und eine Spitze weitergleitet, so daß die Florfäden Yp an die Messerspitze gehängt werden, wie in Fig. 2 gezeigt ist, während der hintere Fadenreiter 4 die unterste Lage beibehält, um das vollständige Aufhängen der Florfäden Y2 an der mssserspitzenartigen Lamelle sicherzustellen und sich nach Beendigung dieses Vorgangs wieder hebt. Zum selben Zeitpunkt
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beginnt die in der Lage des Grundmaschenwirkens befindli he Platinenschiene in der Kettenwirkmaschine sich in Richtung der Oberseite des Nadelbettes 6 zu bewegen, wie mit dem Pfeil in Fig. 1 gezeigt ist und nachdem sie das Nadelbett 6 erreicht hat, beginnt sich die Zungennadel 7 zu heben und die bereits gebildeten Maschen F werden· durch die Platinenschiene 5 nach unten gedrückt. Folglich wird die Zunge der Zungennadel durch die gerade gebildete Masche geöffnet und die Masche gleitet über die Spitze der Zunge nach unten, wenn sich die Zungennadel
7 weiter hebt. Dann hält die Zungennadel in der obersten Stellung an. In dieser Zeit bewegen sich die Führungsschienen
8 zur Herstellung der Grundmaschen in der durch den Pfeil dargestellten Itiehtung, nämlich nach links in Fig, 2. In Fl^. 3 bleibt die Platinenschiene in der oben erwähnten Lage und die Führungsschienen 3 für Florgarn bewegen sich gefolgt von dem vorderen Fadenreiter 9 zurück, welcher begonnen hat, sich abzusenken. Die Führungsschienen 8 zum Bilden der Grundmaschen bewegen sich ebenfalls zurück und wenn die Führungsschienen 3 ihre äußerste Stellung erreicht haben, d.h. ungefähr 3 mm hinter dem Haken der Zungennadel 7* unterbrechen alle Führungsschienen die Rückwärtsbewegung, wie in Fig. 4 gezeigt ist.
In der Zwischenzeit werden Grundfäden Y, und Florfäden Y2 durch die Führungsschienen 3 bzw. 8 getrennt zugeführt, laufen durch den Zwischenraum zwischen den Zungennadeln und der vordere Fadenreiter 9 hält in der untersten Lage an. Wenn die Führungsschienen 3 für das Florgarn durch den Zwischenraum zwischen den Zungennadeln 3 hindurchgegangen sind, führt Jede Führungsschiene eine Gleitbewegung aus, um das Überlappen an der Zungennadel zu bewirken.
Fig. 5 und 6 zeigen die Lage der Führungsschienen 3 und 8 zur Bildung der Grundmaschen und für das Florgarn naoh dem Umkehren wie sie vorwärtsschwingen, wobei jeder der Grund- und Florfäden
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Y1, Y2, welcher über eine Führungsschiene an der Nadel hängt, .in den Haken der Zungennadel· 7 gleitet, welche die oberste Stellung beibehält, so daß das Überlappen an der Zungennadel vollständig wird. Dann hebt sich stetig der vordere Fadenreiter 9* die Platinenschiene 5 bewegt sich von dem oberen Ende des Nadelbettes 6 zurück und die messerspitzenartige Lamelle beginnt sich abzusenken. Die Zungennadel 7 geht nach unten und die Grundmasche, die geformt wurde, gleitet entlang dem Fuß der Nadel nach oben, so daß die Zunge geschlossen wird. Nachdem die Masche weiter über die Zunge und den Haken der Nadel geglitten ist, wird sie über das Nadelbett in Richtung der Wickeleinrichtung gezogen und durch die Spannung der Aufwickeleinrichtung und Gamzuführung in ihre eigentliche Form und Größe gebracht. Auf dem Haken der Nadel hängende Fäden werden durch die Nadel gezogen, welche in die unterste Stellung abgesenkt ist und bilden eine neue Masche. Auf der anderen Seite setzt die mit Messerspitze versehene Lamelle 1 die schnelle Abwärtsbewegung fort sobald das Überschlagen beendet ist und schneidet so die Florschleife um Flor zu bilden. Dann beginnt die messerspitzenartige Lamelle sich wieder zu heben und der hintere Fadenreiter beginnt sich abzusenken, um die Bildung der nächsten Schleife vorzubereiten.
Ein erfindungsgemäßes, kettengewirktes Gewebe wird durch Wiederholung der obigen Schritte gewirkt.
Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendete Kettenwirkmaschine, von der oben lediglich ein Arbeitsumriß der relevanten Teile beschrieben wurde, ist bekannten Wirkmaschinen im Mechanismus des Wirkens der Grundmaschen ähnlich, es wurde jedoch eine Verbesserung vorgenommen, um sie in das Aus-.führungsbeispiel der Erfindung zu wandeln. Der wesentliche Aufbau der bei diesem Ausführungsbeispiel der Erfindung verwendeten Kettenwirkmaschine zeichnet sich dadurch aus, daß
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eine der zwei Zungennadelschienen mit einem Langflorschneidmechanismus mit einer mit einer Messerspitze versehenen Lamelle oder mit einem Schneidschlitten zusammen mit einer Hakennadeleinheit versehen ist.
Bei der früheren Verwendung von Gleitscheren bestand die Neigung, daß die geschnittenen Florenden gleichzeitig mit dem Schneiden in Richtung der Lage zurückfederten, wo die Grundmaschen geformt wurden, weil zum Messerschneiden gewöhnlich eine Spannung des Florgarns erforderlich war. Wurden sie so zu benachbarten Maschen gewirkt, so wurde aufgrund der schwachen Wirkkräfte beim Wirken des Florgarns in den Grundmaschen eine ungleichmäßige Florlän^e erzielt, weil durch das Schneiden in jedem Zyklus eine Entspannung verursacht wurde. Daher ist diese Art des Schneidens für Florfaden mit feinem Denier, was dazu neigt, solche Bedingungen zu verursachen, ungeeignet und das letztere Verfahren der Verwendung einer Gleitschere mit einer Hakennadeleinheit ist für Florfaden mit feinem Denier wüns chenswert.
Gemäß dem Verfahren unter Verwendung einer Gleitschere ist es möglich, Florfaden unter der Bedingung der Entspannung einige Zyklen später zu schneiden, ohne daß das Schneiden in jedem Zyklus notwendig ist. Der Mechanismus des Verfahrens unter Anwendung der Gleitschere ist in Fig. 10 dargestellt, wo Florfaden während gewünschter Zyklen auf der Hakennadel 11 an dem Block hängen, welcher an einem Paar Förderketten befestigt ist, die an beiden Seiten der Wirkbreite vorgesehen sind. Nachdem die Zyklen beendet sind, werden die Ketten 10 einen Schritt weiterbewegt und der näohste Zyklus des Aufhängens des Garns wird fortgesetzt.
Die Auswahl des Zyklus wird durch die Wirkung eines intermittierenden Hebels 15 beeinflußt, welcher durch einen
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Vorsprung an einer Trommel 13 betätigt wird. Diese Wirkung wird wiederum durch Übertragungszahnräder 16 und 12 zur Verschiebung der Ketten 10 um einen Schritt übertragen. So vfird der nächste Block mit Hakennadeln in die Fadenzuführlage gebracht und die nächste Fadenzufuhr wird begonnen. Wenn die Hakennadel um zwei Schritte vorwärtsbewegt ist, wobei Florfaden am Haken hängen, werden die Fäden in eine kammartig ausgebildete Gleitschere 17 eingesetzt, welche durch die exzentrische Bewegung eines Hades 19 bewegt wird, daß durch ein Rad 18 durch den Vorsprung 14 an der Trommel 13 angetrieben wird. Beim Verfahren unter Verwendung der Gleitschere wird die Florlänge daher durch die Lage der Gleitschere relativ zu der die Grundmaschen bildenden Einheit bestimmt.
Es ist bei der Kettenwirkmaschine zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wesentlich, Führungsschienen für die Florfaden getrennt von der Gruppe der Führungsschienen zum Wirken des Grundgewebes vorzusehen, die in einer eigenen Vor- und Rückbewegung bewegbar sind, um langen Flor zu bilden, wobei vorzugsweise Fadenreiter vor und hinter ihnen angeordnet sind, um die Zufuhr der Florfaden sicherzustellen. So muß die Kettenwirkmaschine jeweils solche Teile wie eine Führungsschiene für das Florgarn,einen Florschneidmechanismus, eine Floreinstellplatte und vorzugsweise Fadenreiter zur Fadenzufuhr neben der Zungennadelsehniene, dem,Nadelbett, der Platinenschiene und der Führungsschiene zum Zuführen der Grundfäden, aufweisen, welche denen einer bekannten Kettenwirkmaschine ähnlich sind. Zum Antrieb dieser Mechanismen wird ein doppelscheibiger Nocken und ein exzentrisches Nockensystem verwendet und die seitliche .Verschiebung jeder Führung wird durch einen Mechanismus wie ein Mustergelenk bewirkt.
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Es ist natürlich klar, daß die Erfindung nicht auf diese Antriebsmechanismen beschränkt ist und daß viele Abwandlungen möglich sind.
Die Länge des durch das oben beschriebene Kettenwirkverfahren hergestellten Florfadens wird durch die Entfernung zwischen Nadelbett und Floreinstellplatte bestimmt und ihre Änderung wird gewöhnlich durch Bewegen der Floreinstellplatte durchgeführt, weil das Nadelbett aufgrund des Mechanismus der Kettenwirkmaschine fixiert ist, so daß die Schwingbewegnng der Führungsschienen für die Florfäden entsprechend geändert werden muß.
Fig. 11 zeigt eine andere Abwandlung in' welcher sich drehende Scheibenmesser 17' anstelle der Gleitschere verwendet werden« Die Arbeitsweise ist ähnlich der in Fig. 10 dargestellten mit der Ausnahme, daß die Scheibenmesser durch die Kraft einer Transmission gedreht werden, um die Fäden spannungslos in dem Zwischenraum zwischen benachbarten Führungsschienen zu schneiden.
Fig. 9 zeigt ein Verfahren, daß die Bildung von Flor in einem gewünschten Muster erlaubt, bei welchem das Zuführen von Florfaden im Gegensatz zum oben beschriebenen Verfahren teilweise in seitlicher Richtung gemäß dem Muster durchgeführt werden kann, während bei dem oben beschriebenen Verfahren nur eine bandähnliche Florbildung möglich ist, weil in seitlicher Richtung nur eine gleichzeitige Garnzufuhr durchgeführt werden kann, obwohl eine intermittierende Zuffihrung. in Längsrichtung möglich ist.
In Fig. 9 werden die Führungspunkte, welche das Garn gemäß dem Muster zuführen sollen, von vorn nach hinten geschwenkt
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und dann in eine überlappende Bewegung während die Führungen an den den Überschlagpunkten nächsten Stellen festgehalten sind, d.h. am oberen Ende des Nadelbettes, um die Schwingbewegung anderer.Führungen zur Grundmaschenbildung und für Florfäden ni.cht zu behindern. Die Bewegung der Führungen wird durch eine Lochkarte über eine Kontrollpunkteinrichtung gesteuert und die seitliche Verschiebung der Führungen beim Überlappen und Unterlappen wird durch eine Gliederkettentrommel bewirkt.
Fig. 7 und 8 zeigen Beispiele einer dabei verwendbaren Lochkarte, in welcher ein schwarzer Fleck den Punkt darstellt, an welchem Fäden zugeführt werden. Eine Lochkarte wird für jeden Zyklus der Garnzuführung hergestellt, das von einem gegebenen Muster abweicht. Der Punkt, welcher das Ruhen einer Führung anzeigt ist gelocht (schwarzer Punkt).
Die so hergestellten Lochkarten werden zu einem endlosen Band vereinigt, wie in Fig. 9 gezeigt ist, und auf einen sechseckigen drehbaren Zylinder gehängt. Die Florherstellung unter Verwendung eines gegebenen Musters verläuft folgendermaßen.
Wenn eine Lochkarte 20 durch die Drehung des Zylinders auf die Oberseite des sich drehenden sechseckigen Zylinders 21 gedreht und mit diesem gehoben ist, steht eine vertikale Stange 23* die in ein Loch der Lochkarte 20 gefallen ist, unbeweglich (eine in der Zeichnung), während eine vertikale Stange 22, die an einer nichtgelochten Stelle der Karte 20 angeordnet ist, durch die Karte'nach oben geschoben wird. Das obere Ende der vertikalen Stangen 22, 23 ist U-förmig ausgebildet und trägt eine horizontale Stange 24 bzw. 25 in dem U-fönnigen Teil. Ein Ende (die rechte Seite) jeder horizontalen Stange 24, 25 ist mit einem Haken versehen und ein Schieber 26 ist in der Nähe der Haken der horizontalen Stangen vorgesehen, welcher nach links und nach rechts bewegbar ist. Wenn eine vertikale Stange nach oben geschoben wird, wird die entsprechende horizontale Stange
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dadurch angehoben und gelangt aus dem Arbeitsbereich des Schiebers 26. Das andere Ende jeder horizontalen Stange 24, 25 ist über eine Führung 29, 30 mit einem Stopper 33» 34 verbunden. Der Stopper 33, 34 ist mit seinem unteren Teil in ein oberes Zapfenloch eines ringförmigen Teiles zum Tragen eines Pührungspunktes 43, 44 eingesetzt und wird durch eine Feder 31, 32 gegen das ringförmige Teil gedrückt. Das ringförmige Teil ist auf einer Schwenkachse 39 40 angebracht und hat ein unteres Zapfenloch in radialer Richtung, in welches ein Schübzapfen 35, 36 zusammen mit einer Feder 37» 38 eingesetzt ist.
Wie in Fig. 9 gezeigt ist, wird der Schubzapfen 35» 36 durch die Feder nach oben geschoben und bewirkt zusammen mit dem Stopper im oberen Zapfenloch die Verbindung des Ringteils oder die Trennung desselben von der Schwenkachse und ermöglicht dadurch die Schwenkbewegung des Führungspunktes oder den Leerlauf der Schwenkachse. Wenn daher eine vertikale Stange eine nichtgelochte Stelle in der Karte 20 trifft, wie in Fig. anhand der linken Stange 22 gezeigt ist", wird diese nach oben geschoben. Darauf folgt, entsprechend der gehobenen horizontalen Stange mit dem vom Schieber 26 isolierten Haken, daß der Stopper 33 die nach unten geschobene Lage beibehält und dadurch den Schubzapfen 35 in ein Zapfenloch 4l der Schwenkachse 39 schiebt, so daß eine' Verbindung zwischen dem Ringelement und der Schwenkachse 39 bewirkt wird, um den Führungspunkt 43 zurück- und vorschwingen zu lassen. Wenn eine vertikale Stange ein gelochtes Loch in der Lochkarte 20 trifft, wie es in Fig. anhand der rechten Stange 23 gezeigt ist, fällt diese in das Loch und behält ihre abgesenkte Lage bei, so daß die horizontale Stange 25 mit dem Schieber 26 in Eingriff bleibt und den Stopper 34 gegen die Feder 32 herauszieht, weil sich der Schieber.26 nach rechts bewegt hat. Demzufolge wird der Schubzapfen 36 durch die Feder in das obere Zapfenloch des
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Ringelements geschoben, wodurch das Ringelement von der Schwenkachse 40 getrennt wird, so daß die Achse ihren Leerlauf fortsetzt und der Führungspunkt 44 ohne zu schwingen an einer gegebenen Stelle ruht.
So wird ein kettengewirktes Florgewebe mit einem gemäß einem gewünschten Muster verteilten Flor erzielt, wobei die Bildung des Flors durch das Vorhandensein von Löchern in Lochkarten gesteuert wird.
In den Fig. 1 bis 6 ist ein Satz von zwei Führungsschienen zur Verwendung bei der Führung der Florfaden dargestellt, aber die Aufgabe kann auch unter Verwendung nur einer Führungsschiene gelöst-werden, wenn die Anzahl der Fäden,die durch eine Führung hindurchgebracht werden, gesteigert wird. Vorzugsweise wird eine Führungsschiene verwendet, insbesondere wenn Lochkarten verwendet werden, um den Mechanismus zu vereinfachen.
Durch Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens, wie es oben beschrieben ist, ist es möglich, viel längere Florfaden als üblich herzustellen und die Florfadenlänge leicht zu ändern im Gegensatz zur Florbildung von herkömmlichen Florwirkmaschinen und so wird kettengewirktes Florgewebe mit Flor unterschiedlicher Länge in einem weiten Bereich von 3 bis 50 cm erhalten.
Die gewirkten Florgewebe, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhalten werden, haben insbesondere eine weite Verbreitung bei Ornamenten, Teppichen, ferner können sie nach weiterer Verarbeitung als künstliches Haar, Perücken, Jacken, Kappen, Capes, Sweater, Stiefel, falsche Schnauzbarte und Barte, Spielzeuge usw. Anwendung finden.
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Nach der Beschreibung der Erfindung unter Bezugnahme auf die in den beigefügten Figuren der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele versteht es sich, daß die Erfindung nicht auf irgendeine Einzelheit der Beschreibung beschränkt ist, sondern ziemlich weit innerhalb ihres Anwendungsbereichs und Gedankens, wie sie in «den Ansprüchen dargestellt sind, ausgelegt werden kann.
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Claims (8)

  1. Patentansprüche
    Verfahren zum Herstellen gewirkten Langflorgewebes, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kettenwirkmaschine verwendet wird, in welcher Führungen (3) für Florgarn getrennt von der Gruppe der Führungen (8) zum Wirken der Grundmaschen vorgesehen sind, daß die Führungen für das Florgarn zwischen einer Lage hinter der Stelle wo die Grundmaschen gebildet werden und der Vorderseite einer Florschneideinrichtung (1; 175 171) hin- und herschwingen, die in einer veränderlichen Entfernung vor der Stelle vorgesehen ist, an welcher die Grundmaschen gebildet werden, um Florschleifen an den Grundmaschen zu bilden, und daß die geformten Florschleifen mittels der Florschneideinrichtung geschnitten werden.
  2. 2. Verfahren zum Herstellen gewirkten Langflorgewebes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneiden der geformten Florschleifen unter einer Bedingung mit einer Gleitschere (17)durchgeführt wird, in welcher keine Spannung vorhanden ist.
  3. 3. Verfahren zum Herstellen gewirkten Langflorgewebes, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kettenwirkmaschine verwendet wird, in welcher die Führungen (43, 44) für die Florfaden getrennt von der Gruppe der Führungen für das Wirken der Grundmaschen vorgesehen sind und in vielen Gruppen gruppiert öind, daß die Führungen für das Florgarn getrennt in bezug auf die Gruppen zwischen der Lage hinter der Stelle, wo die Grundmaschen gebildet werden, und der Vorderseite einer Flörschneideinrichtung hin- und herschwingen, die in einer variablen Entfernung vor der Stelle angeordnet ist, wo die Grundmaschen gebildet werden, um Florschleifen auf einem Teil der Grundmaschen zu bilden und daß die gebildeten Florschleifen mittels.der Flörschneideinrichtung geschnitten werden.
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  4. 4. Verfahren zum Herstellen eines gewirkten Langflorgewebes nach Anspruch 3* dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen (43, 44) in vielen Gruppen in seitlicher Richtung gruppiert sind und'Florpunkte getrennt in bezug auf die Gruppe gesteuert werden, so daß Florschleifen auf einem Teil der Grundmaschen gebildet werden.
  5. 5. Verfahren zum Herstellen eines gewirkten Langflorgewebes nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Florpunkte mittels Lochkarten (20) durchgeführt wird, die nach einem gewünschten Muster hergestellt sind.
  6. 6. Verfahren zum Herstellen eines gewirkten Langflorgewebes nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneiden der geformten Florschleifen in den Zwischenräumen zwischen benachbarten Führungen für Florfäden mittels sich drehender Klingen (17!) unter einer Bedingung durchgeführt wird, bei welcher keine Spannung vorhanden ist.
  7. 7. Gewirktes Langflorgewebe nach dem Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des auf den Grundmaschen gebildeten Flors größer als 10 cm ist.
  8. 8. Gewirktes Landflorgewebe nach dem Verfahren nach Anspruch 3* dadurch gekennzeichnet, daß der Flor in einem gewünschten Muster auf einem Teil der Grundmaschen gebildet ist und die Länge des Flors mehr als 10 cm beträgt.
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DE19742445064 1973-09-21 1974-09-20 Kettenwirkmaschine zum Wirken von Langflorgewirken Expired DE2445064C3 (de)

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Publication Number Publication Date
DE2445064A1 true DE2445064A1 (de) 1975-04-10
DE2445064B2 DE2445064B2 (de) 1978-05-11
DE2445064C3 DE2445064C3 (de) 1979-01-11

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19742445064 Expired DE2445064C3 (de) 1973-09-21 1974-09-20 Kettenwirkmaschine zum Wirken von Langflorgewirken

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2445064C3 (de) 1979-01-11
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